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SEO-KPIs – elf Kennzahlen, die wirklich wichtig sind

SEO-KPIs – elf Kennzahlen, die wirklich wichtig sind

Lesezeit: 11 Min | Autor: Daniel Wörle | 0 Kommentare

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Zielvorgaben und KPIs gehören zu den wichtigsten Bestandteilen Deiner SEO-Strategie, werden aber häufig übersehen. Suchmaschinenoptimierungs (SEO)-KPIs sind Werte, die von Marketingteams verwendet werden, um die Performance einer Website für organische Suchergebnisse zu messen.

Ohne KPIs kannst Du den Fortschritt Deiner Kampagne nicht effektiv verfolgen und sicherstellen, dass sich Deine Bemühungen auszahlen oder feststellen, ob Du auf dem richtigen Weg zum Erfolg bist.

Es ist kein Geheimnis, dass SEO Zeit benötigt, um Ergebnisse zu erzielen, aber wenn Du KPIs (Key Performance Indicators) festlegst, kannst Du besser nachweisen, welche Auswirkungen Deine Strategie auf das Geschäft hat.

Sie können Dir auch helfen, die Erwartungen der anderen Beteiligten zu erfüllen. SEO-KPIs sollten die Grundlage Deiner Strategie bilden und Dir helfen, Erfolge und Fortschritte zu messen und darüber zu berichten, aber Du musst wissen, was Du messen sollst.

Damit Teams die Leistung ihres Suchmaschinenmarketings wirklich verstehen können, ist es wichtig, SEO-Kennzahlen zu messen und die Veränderungen zu einem Vergleichszeitpunkt zu verfolgen. Diese Analyse kann helfen, die leistungsstärksten Seiten, die umsatzstärksten Keywords und die Bereiche Deiner Website zu ermitteln, die optimiert werden müssen.

In diesem Artikel wollen wir Dir einen Überblick über die verschiedenen SEO-KPIs geben. Die unterschiedlichen SEO-Kennzahlen müssen dabei immer in Abhängigkeit der SEO-Ziele zurate gezogen werden.

1. Organischer Traffic

2. Keyword Ranking in der Suche

3. Anzahl der Impressionen

4. Backlinks

5. Ladezeit

6. Organische CTR

7. Branded Traffic

8. Absprungrate

9. Durchschnittliche Sitzungsdauer

10. Cost per Click (Kosten pro Klick)

11. ROI

1. Organischer Traffic

Mit dieser Kennzahl wird gemessen, wie viele Besucher über organische Suchergebnisse auf Ihre Website gelangen. Sobald Deine Bemühungen Wirkung zeigen, ist eine der wichtigsten Kennzahlen, auf die Du einen Einfluss hast, die der organischen Sitzungen (Traffic).

Wenn Du es so betrachtest, ist der Anstieg der organischen Sitzungen der Punkt, an dem Du wirklich eine Verbesserung Deines SEO-ROI feststellen kannst.

Diese Kennzahl ist eine der wichtigsten, die es zu berücksichtigen gilt, denn ihr Wachstum bedeutet, dass Du das wichtigste SEO-Ziel erreicht hast: die Anzahl der Besucher Deiner Website zu erhöhen.

Wenn Sie mit Google Analytics arbeiten (und das sollten Sie auf jeden Fall), können Sie die täglichen Suchanfragen in Ihrem Website-Traffic leicht nachverfolgen. Gehen Sie für diese Google Analytics KPI zum Bericht “Zielgruppe > Übersicht”, klicken Sie auf “Segment hinzufügen” und wählen Sie das Feld “Organischer Verkehr”.

Für die Verfolgung von SEO-KPIs empfehle ich jedoch auch, dir die Daten aus der Google Search Console anzusehen, da Du so Markensuchen ausschließen und organische Klicks für Nicht-Markenbegriffe isoliert betrachten kannst.

In dem daraus resultierenden Bericht kannst Du sehen, wie sich die Anzahl der organischen Sitzungen im Laufe der Zeit verändert und wie sie mit den gesamten Sitzungen korreliert.

Dasten Google Search Console

2. Keyword Ranking in der Suche

Es ist kein Geheimnis, dass es umso besser ist, je höher Deine Website für die relevanten Suchbegriffe rangiert.

Suchmaschinenplatzierungen sind eine entscheidende SEO-KPI, weil sie direkt mit Deinem SEO-Erfolg korrelieren. Sobald Du eine höhere Suchposition erreicht hast, kannst Du auch andere Ziele wie Traffic, Leads und Conversions erreichen.

Es ist auch wichtig, dass Du Deine Platzierungen für die richtigen Keywords nachverfolgst.

Du kannst mit Keyword Rank Tracker Tools überwachen, wie sich Deine Suchpositionen für die Zielkeywords verändern. Alles, was Du tun musst, ist, Deine Domain einzugeben, die Art der SERPs auszuwählen (Du brauchst organische Ergebnisse), die Liste der Keywords zu importieren und mit dem Ranking-Tracking zu beginnen.

Die Berichte liefern Dir die Daten über Deine aktuellen Positionen und wie sie sich verändert haben. Außerdem kannst Du auch die Domains von Konkurrenten auswählen und Berichte über ihre Platzierungen für die verfolgten Keywords erhalten.

3. Anzahl der Impressionen

Die Anzahl der Impressionen ist ein Maß für die Suchmaschinensichtbarkeit. Diese SEO-Kennzahl gibt an, wie oft Deine Domain in den Suchergebnissen für die Suchbegriffe angezeigt wird, für die sie im Ranking steht.

Wenn Du die Suchsichtbarkeit misst, kannst Du die positive Dynamik erkennen, noch bevor Deine Website Besucher anzieht. Dieser Wert kann ein wichtiger Treiber für alle Deine SEO-Aktivitäten sein. Die Suchmaschinen-Sichtbarkeit ist äußerst nützlich, wenn Du die ersten Ergebnisse der Website-Optimierung überwachen willst.

Um die Dynamik der Sichtbarkeit zu verfolgen, kannst Du die Google Search Console nutzen:

Google Search Console Impressionen

Im Leistungsbericht siehst Du den Wert für die gesamten Impressionen. Jedes Mal, wenn ein Nutzer auf die Suchergebnisseite kommt, die Deine URL enthält, wird eine Impression erfasst.

Dies ist der perfekte Weg, um eine kontinuierliche Zunahme der Sichtbarkeit zu zeigen, denn Impressionen zeigen die Suchanfragen, für die Deine Website sichtbar war, auch wenn sie nicht zu Klicks geführt haben. In der Regel liegt das daran, dass Du einen Anstieg der gerankten Suchbegriffe siehst, die aber (noch) keine trafficfördernden Positionen einnehmen.

In jedem Fall zeigt ein Anstieg der Impressionen eine Zunahme der organischen Sichtbarkeit und ist ein guter Indikator für kontinuierliches Wachstum.

4. Backlinks

Backlinks sollten für Content Marketer und SEO-Experten immer als eine wichtige SEO-Kennzahl betrachtet werden. Backlinks sind heute einer der wichtigsten Faktoren für das Ranking. Das bedeutet, dass sich Deine SEO-Strategie den Erwerb von Links beinhalten sollte.

Je mehr Links Du also bekommst, desto besser, oder? Nicht ganz. Wenn Du minderwertige Links bekommst, wirst Du nicht nur Deine Website-Autorität nicht verbessern können, sondern Deinem Ranking sogar schaden.

Um sicherzugehen, dass Du ein hochwertiges Linkprofil aufbaust, ist es wichtig, die Qualität der Links zu überprüfen. Zu diesem Zweck brauchst Du ein Linkbuilding-Analyse-Tool. Der kostenlose Ahrefs Website “Authority” Checker eignet sich dafür bestens.

Jedes dieser Tools bietet einen Link-Autoritätsindex: Je höher dieser ist, desto besser ist der Link. Wenn Du Deine Domain eingibst, siehst Du einen Score, der die Qualität Deines Linkprofils anhand der Anzahl und Qualität der verweisenden Domains bewertet.

5. Ladezeit

Eine weitere wichtige SEO-Kennzahl ist die Ladezeit Deiner Seite. Es ist nicht nur für das Nutzererlebnis wichtig zu wissen, wie lange es dauert, bis Deine Seite geladen ist. Eine ideale Ladezeit für eine Website liegt bei 2 bis maximal 5 Sekunden, aber je schneller, desto besser. Bei einer Ladezeit von mehr als 5 Sekunden wird Deine Absprungrate deutlich ansteigen.

Die Geschwindigkeit Deiner Website kann sich sowohl auf die Platzierung in den Suchergebnissen (und die daraus resultierenden Besucherzahlen) als auch auf die Konversionsrate auswirken – und es lohnt sich, darauf zu achten.

Diese Messwerte können sich im Laufe der Zeit aus verschiedenen Gründen ändern. Deshalb sollten sie regelmäßig überprüft werden.

Vielleicht hat jemand aus Deinem Redaktionsteam die Bilder Deiner Blogposts durch neue ersetzt, aber vergessen, sie zu optimieren und jetzt haben sie große Dateigrößen, die die Seiten verlangsamen?

Vielleicht funktioniert Dein Server nicht mehr so gut wie bei der letzten Geschwindigkeitsanalyse Deiner Website.

Tatsache ist, dass sich diese Dinge im Laufe der Zeit ändern können, deshalb lohnt es sich, die Geschwindigkeit Deiner Website im Auge zu behalten und falls der Google PageSpeed Test nicht die gewünschten Scores zeigt, eine Pagespeed Optimierung zu machen.

6. Organische CTR

Die Click-Through-Rate (CTR) ist eine Leistungskennzahl, die das Verhältnis der Klicks auf Deine Seite zur Gesamtzahl der Nutzer misst, die die Suchergebnisse angesehen haben. Mit anderen Worten: hohe CTR = hoher Traffic.

Google Search Console CTR

Die CTR ist auch ein wichtiges Ranking-Signal für Suchmaschinen. Wenn zum Beispiel Deine Such-Snippets nicht ansprechend genug aussehen, helfen dir auch hohe Platzierungen nicht, mehr Besucher anzuziehen. Infolgedessen lässt Deine CTR viel zu wünschen übrig. Eine niedrige CTR zeigt Google, dass Deine Website nicht den Erwartungen der Nutzer entspricht, was zu einer schlechteren Platzierung führen kann.

Wer sich nur auf Traffic und Rankings konzentriert, macht oft den Fehler, diesen KPI zu übersehen. Wenn Du Deine organische CTR verfolgst, kannst Du herausfinden, warum Deine hohen Impressionen nicht zu nennenswertem Traffic führen und das Problem beheben.

Um Deine CTR zu überwachen, verwende die Google Search Console.

7. Branded Traffic

Branded Traffic ist der Traffic, der von Nutzern kommt, die nach Begriffen gesucht haben, die Deinen Unternehmensnamen enthalten. Wenn die Markenbekanntheit für Deine Marke wichtig ist (und das sollte sie auch sein), sollte der markenbezogene Traffic ein wichtiger SEO-KPI sein.

Branded Traffic entsteht in der Regel entweder durch Vorwissen über ein Unternehmen oder durch eine Empfehlung von jemand anderem. Vielleicht hat der Suchende Deine Werbung in sozialen Netzwerken gesehen, Deine letzte PR-Kampagne gesehen oder Dich sogar auf einer Veranstaltung getroffen. Wichtig ist dabei, dass der Suchende bereits von Dir wusste.

Da die Suchenden bereits wissen, was sie wollen, wenn sie nach den Marken-Keywords suchen, führt diese Art von Traffic zu den höchsten Konversionsraten. Du kannst diese SEO-KPI mit der Google Search Console verfolgen.

Füge alle Keywords, die mit Deinem Markennamen in Verbindung stehen (auch falsch geschriebene), zum Filter der Suchkonsole hinzu.

Google Search Console Suchanfrage Filter

Verfolge, wie sich die Gesamtzahl der Klicks und Impressionen im Laufe der Zeit verändert (oder auch nicht).

Nicht markengebundener Traffic ist in der Regel die Suche nach Schlüsselwörtern rund um Deine Produkte oder Dienstleistungen, für die Du auf den vorderen Plätzen rangierst.
Mit anderen Worten: Traffic von Suchenden, die Dein Unternehmen wahrscheinlich noch nicht kannten, bevor sie Deine Platzierung in den SERPs sahen.

Viel Branded Traffic zu bekommen, bedeutet zwar, dass ein Marketingkanal gut funktioniert, aber in der Regel handelt es sich dabei nicht um Traffic, den Du direkt auf Deine SEO-Aktivitäten zurückführen kannst.

Fazit: Auch wenn Branded Traffic überaus wünschenswert ist, muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass mit non branded Traffic natürlich noch deutlich größeres Potenzial hinsichtlich Suchvolumen erschlossen werden kann. Basis dafür ist eine ordentliche Keyword Recherche. Diese liefert die Datengrundlage zu den Suchvolumina der Suchbegriffe.

8. Absprungrate

Diese Kennzahl misst den Prozentsatz Deiner Website-Besucher, die Deine Website verlassen haben, ohne eine Aktion zu tätigen.

Dies ist eine weitere wichtige Kennzahl, die von den Suchmaschinen als Ranking-Faktor berücksichtigt wird. Je nach Branche sollte eine typische Absprungrate zwischen 40 und 60 % liegen. Wenn der Prozentsatz zu hoch ist, deutet das darauf hin, dass die Seite für die Suchanfrage nicht relevant ist.

Beobachte die Absprungrate Deiner Seiten in Deinem Übersichtsbericht in Analytics. Dabei ist die Absprungrate eine Google Analytics KPI die zeigt, welche Seiten zu hohen Absprungraten führen. Probiere verschiedene Ansätze aus, um zu sehen, wie Du sie reduzieren kannst.

9. Durchschnittliche Sitzungsdauer

Wie viel Zeit verbringen Deine Besucher normalerweise auf Deiner Website? Animierst Du sie, länger zu bleiben? Die durchschnittliche Sitzungsdauer ist eine wichtige Kennzahl, die Du berücksichtigen solltest, um das Nutzerengagement auf Deiner Website zu messen.

Wenn Du die Sitzungsdauer beobachtest, kannst Du die Qualität Deiner Seite einschätzen und erkennen, ob Du Änderungen an der Struktur Deiner Seite vornehmen musst.

Um eine längere Sitzungsdauer zu erreichen, solltest Du eine detaillierte Inhaltsstruktur aufbauen: interne Verlinkung, Breadcrumbs, usw.

10. Cost per Click (Kosten pro Klick)

Im Gegensatz zu bezahlten Kampagnen gibt es keine Summe, die Du Google für jeden Klick in den organischen Suchergebnissen zahlen musst. Allerdings hat auch der organische Traffic seine Kosten.

Die organischen Kosten pro Klick (CPC) legen fest, wie viel Du für jeden Besucher aus den organischen Suchergebnissen zahlst.

Du kannst diese Kosten mit der folgenden Formel berechnen:

Dein Budget / Website-Traffic

Dein Budget ist alle Kosten, die Du für die Suchmaschinenoptimierung ausgibst, einschließlich der Kosten für SEO-Experten, SEO-Tools, Texterstellung usw. Wenn Deine SEO-Strategie effektiv genug ist, wird der CPC jeden Monat sinken.

11. ROI

Der ROI (Return On Investment) ist ein Indikator, den Du für alle Deine Marketingkampagnen messen kannst. Wenn Du den ROI für SEO berechnest, kannst Du feststellen, ob der Nettoertrag das Geld wert ist, das Du für die Optimierung Deiner Website ausgibst.

Hier ist die Formel, mit der Du Deinen ROI in Prozent berechnen kannst:

(Gewinn aus der Investition – Kosten der Investition) / Kosten der Investition

Beachte, dass dieser Wert am Anfang oft negativ ist. Mit einer erfolgreichen Strategie wirst Du jedoch schon nach wenigen Monaten eine positive Dynamik feststellen.

Wie definierst Du also die richtigen SEO-KPIs?

Alle vorhandenen SEO-Kennzahlen auf einmal zu verfolgen, ist Zeitverschwendung. Du solltest die einzelnen SEO-Kennzahlen auf der Grundlage Deiner Projektziele auswählen.

Hier sind die wichtigsten Kriterien, die Du bei der Auswahl von Erfolgskennzahlen für die Bewertung Deiner SEO-Ergebnisse berücksichtigen solltest:

Lege Deine Ziele fest. Was willst Du erreichen? Wenn Du mehr Besucher anlocken willst, gib das Ziel an, z.B. “die Anzahl der Besucher bis zum Ende des Jahres um 30% zu erhöhen”.

Lege das Budget fest. Lege die Summe fest, die Du für SEO ausgeben kannst, bevor Du anfängst.

Die Festlegung und Messung von SEO-KPIs kann Dir helfen, Deine Bemühungen zu fokussieren und die Leistung Deiner Kampagne kontinuierlich zu messen.

Zwar hat jeder Marketer seine eigenen KPIs, die er verfolgen und den wichtigsten Stakeholdern mitteilen muss, aber Tatsache ist, dass Du diese festlegen und die Leistung Deiner Website regelmäßig anhand dieser KPIs analysieren musst.

SEO-KPIs können Dir dabei helfen, Dein Wachstum auf Kurs zu halten, und sind gleichzeitig ein Indikator dafür, dass Du Fortschritte im Hinblick auf Deine allgemeinen Ziele machst.

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