Content Marketing

Definition, Webinare, Expertentipps

Content Marketing ist als Teilkategorie des Online Marketings zu verstehen, welche in den letzten Jahren immer weiter an Relevanz gewonnen hat. Statt Content beiläufig zu produzieren, geht Content Marketing strategisch vor. Als eine der beliebtesten Marketing-Methoden ist es seine Aufgabe, die Zielgruppe eines Unternehmens mit guten Inhalten zu begeistern. Inhalte stehen ganz klar im Mittelpunkt einer jeden Content-Strategie.

 

Content Marketing ist als Teilkategorie des Online Marketings zu verstehen, welche in den letzten Jahren immer weiter an Relevanz gewonnen hat. Statt Content beiläufig zu produzieren, geht Content Marketing strategisch vor. Als eine der beliebtesten Marketing-Methoden ist es seine Aufgabe, die Zielgruppe eines Unternehmens mit guten Inhalten zu begeistern. Inhalte stehen ganz klar im Mittelpunkt einer jeden Content-Strategie.

 

Grundlage des Content Marketings


Content-Marketing wird auf Deutsch auch als Inhaltsmarketing bezeichnet. Durch die Verbreitung von guten Inhalten, platziert sich ein Unternehmen als Experte auf seinem Gebiet und gewinnt so das Vertrauen neuer Kunden. Hierbei ist es wichtig, ein Thema aus allen Blickwinkeln zu beleuchten und dabei bestenfalls keine Fragen offen zu lassen. Dabei reicht es allerdings nicht, der Konkurrenz nachzulaufen und Inhalte schlicht und einfach zu kopieren – Nein, ganz im Gegenteil! Die unterschiedlichen Content-Formate sollten vor allem inhaltlich etwas Einzigartiges bieten und sich von der Masse abheben, indem sie Nutzern, Fans oder einmal Lesern einen echten Mehrwert liefern. Das Content Marketing ist heute vor allem für das strategische Online Marketing von zentralem Bestandteil.

Was ist guter Content?

Content ist nicht gleich guter Content. Wie oben schon angedeutet geht es beim Content Marketing weniger um die qunatitative Erstellung möglichst schnell und einfach produzierter Inhalte. Von solchen toten oder belanglosen Inhalten haben wir bei weitem schon genug. Es geht viel mehr darum, sinnvolle udn qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen. Denn nur guter Content weist tolle Nutzerzahlen auf und wird von den Suchmaschinen ebenso wie von den Unsern unterstützt, geteilt und geliket. Welche Faktoren zu der Erstellung von gutem Content positiv beitragen, erfährst du hier.

„Content Marketing ist die Kunst dem Kunden Informationen zu liefern, die Ihn schlauer machen!

Nicolas Sacotte

Vorteile des Content Marketings

Nutzer klicken in der heutigen Zeit weniger gern auf offensichtliche oder sogar aggressiv werbende Anzeigen. Auch werden oft die ersten paar Suchergebnisse, die in Suchmaschinen wie Google mit dem kleinen Vermerk „Anzeige“ vorgeschlagen werden, igrnoriert. Das liegt dem zu Grunde, dass der Kunde weiß, dass hier Geld investiert wurde und deshalb häufig die Vermutung hat, dass sowieso nicht das dahinter steckt, was er gerade sucht. User vertrauen auf Google und seine Algorythmen und sehen organische SERPs deshalb häufig als qualitativ besser an. Wer das Geld für SEA spart und stattdessen auf SEO setzt, um seinen Kunden wertvolle Inhalte mit Mehrwert liefern zu können, wird langfristig nur mit einer ausgeklügelten Content Marketing Strategie nach oben kommen. Neben der Mission den Kunden glücklich zu machen und einer gezielten Strategie hinsichtlich des Contents, sollten auch die SEO Anforderungen oder besser gesagt “Rankingfaktoren” nicht außer acht gelassen werden. Denn nur wenn Content technisch korrekt, inhaltlich sinnvoll, zielgruppenrelevant, zeitgemäß und mehrwertbietend aufgebaut wird, hast du eine Chance eine gute Position im Goolge TOP10 Ranking zu erzielen.

Google entscheidet maßgeblich, wie präsent du im Internet bist

Wie leicht ein Unternehmen und seine Webseite von den potenziellen Kunden gefunden wird, entscheiden einzig und allein Google oder die jeweilige Suchmaschine. Aus diesem Grund hat sich die Optimierung der Inhalte auf die Kriterien der jeweiligen Suchmaschine in den letzten Jahren zu einer eigenen Disziplin entwickelt. Die sogenannte Search Engine Optimization oder kurz: SEO. Warum SEO für gut rankenden Inhalt wichtig ist? Dazu später mehr!

Welche Bedeutung hat Content Marketing für das Unternehmen?

Content Marketing ist ein wichtiger Kommunikationskanal, um Ziele wie Kundenbindung zu steigern und neue Zielgruppen zu erschließen.

„Traditionelles Marketing besteht darin der Welt zu sagen, dass du ein Rockstar bist. Beim Content Marketing geht es darum, es der Welt zu zeigen!”

Robert Rose

Über sinnvollen Content mit hohem Mehrwert baut dein Unternehmen Vertrauen zu möglichen Interessenten auf. Du hast so zum Beispiel die Möglichkeit dich als Experte am Markt zu etablieren und deine Marke zu stärken. Im Gegensatz zur klassischen Werbung wird Content Marketing als äußerst positiv empfunden. Das mag vor allem dem geschuldet sein, dass Kunden nicht das Gefühl haben, dass Unternehmen nur an ihr Geld wollen. Viel mehr fühlen Sie sich von den kostenfreien Inhalten gut beraten und nehmen deine Dienste aus Überzeugung in einem späteren Schritt gerne vor allem freiwillig in Anspruch und nicht, weil sie eine leuchtende Werbeanzeige mehr oder weniger dazu gedrängt hat.

Welche Arten und Formate eignen sich fürs Content-Marketing?

Text stellt noch heute eines der bekanntesten Content Arten da. Neben Text haben jedoch auch Audio Content, visuelle Formate sowie Face-to-Face-Formate ihre Existenzberechtigung.

Content-Marketing-Formate

Audiovisueller Content

Videos: Der wohl bekannteste audiovisuelle Content im Internet sind Videos. Kaum eine Webseite schafft es trotz fehlender Videoinhalte relevant zu bleiben, denn Videos kommen bei den Nutzern nach wie vor besonders gut an und gehören zu den meist geteilten Inhalten im Netz.

Infografiken: Rein visuell dagegen präsentiert sich die Infografik. Eine Infografik kann für die unterschiedlichsten Themen erstellt werden und eignen sich hervorragend, um dem Kunden die Vorteile eines bestimmten Produkts oder einer Dienstleistung in einer einzigen übersichtlichen Grafik darzustellen und erfreuen sich deshalb auch großer Beliebtheit. Eine Infografik lässt sich durch kostenlose Programme wie easel.ly und piktochart einfach herstellen und wird gerne geteilt.

Podcasts: Zu den reinen Audio Formaten gehören vor allem Podcasts, deren Beliebtheit unaufhaltsam anwächst. Podcasts sind mit Radiosendungen zu vergleichen, die regelmäßig etwa von Experten zu einem bestimmten Thema aufgenommen werden und hinterher auf Podcasting-Plattformen wie Spotify oder Soundcloud landen.

Webinare: Auch Webinare zählen sich zum audiovisuellen Content. Vom Grundgedanken werden hier alle drei zuvor beschriebenen Content Formate in einem vereinten. Der Experten Inhalt vom Podcast wird als Video aufgezeichnet und auch Infografiken oder gar ganze Präsentationen werden dem User hier zur Verfügung gestellt.

Eye-to-Eye Content

Was auf den ersten Blick nicht zum Content Marketing gehört, sind alle Maßnahmen, die außerhalb des Internets stattfinden. Messen, Konferenzen und Workshops mögen Inhalte vermitteln, die offline konsumiert werden können, doch was schreit mehr nach Experte, wenn das Unternehmen Workshops für ihr Thema anbietet. Somit ist Eye-to-Eye Content eine gute Ergänzung zu Maßnahmen im Internet.

Die Mutter aller Content Formate: textbasierter Content

Trotz des Überangebots an visuellen Inhalten, erfreuen sich Texte nach wie vor großer Beliebtheit. Im Bereich Text gibt es eine Fülle an unterschiedlichen Unterkategorien. Ob Blogbeiträge, E-Books, Magazine oder regelmäßige E-Mail Newsletter. Inhalte in Textform sind im Vergleich zu anderen Content Arten relativ schnell zu produzieren und sorgen dafür, dass die Inhalte deiner Webseite immer aktuell und frisch wirken.

Webinar: Content muss klingen! Tipps für tolle Texte — Ann-Kristin Iwersen

Von Content mit Mehrwert für den User ist allenthalben die Rede – doch nur wenigen Akteuren gelingt es, wirklich guten Content zu produzieren. In diesem ...
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Content Marketing in der Theorie – der Content Marketing Prozess

Jeder erfolgreichen Content-Marketing-Kampagne liegt ein 5-Stufiger Prozess zugrunde, bestehend aus Analyse, Konzeption und Planung, Produktion sowie Evaluation. Der Erfolg einer jeden Stufe hängt von der Erfüllung aller Teilaufgaben der vorangegangenen Stufe ab.

Einen eigenen, unternehmensorientierten Content Marketing Prozess aufzusetzen, bietet die Möglichkeit, Unternehmens und Marketingziele effektiv voran zutrieben. Einzelne Phasen Schritt für Schritt zu durchlaufen, macht für Neulinge ebenso Sinn wie für alte Hasen.

Wie so ein Prozess im Grundlegenden aussehen sollte, erfährst du in dem Magazin Artikel von Vanessa Markowski zum Thema: Content Marketing Prozess – Content leicht gemacht.

Content Strategien – wann ergibt welche Strategie Sinn?

Um erfolgreich Content Marketing zu betreiben, braucht es allerdings mehr als eine einfache Prozessabfolge von unterschiedlichen Schritten. Hier kommen wirkliche Strategien zum Tragen, die das erfolgreiche Content Marketing und dessen Management ermöglichen.

Webinar: Die richtige Contentstrategie — Andreas Wander

Das Webinar befasst sich mit folgenden Inhalten:Wie ist der Online Marketing Mix aufgebaut? Die Entstehung einer Contentstrategie Wie setze ich eine Contentstrategie erfolgreich um? Welche Kanäle werden wie ...
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Content Marketing Strategie entlang der Customer Journey

Bevor du deine Marketing Strategie nach der Customer Journey ausrichtest, möchtest du vermutlich erst wissen, was die sogenannte Customer Journey überhaupt ist. Die ins Deutsche übersetzte Kundenreise heißt nicht etwa, dass du deine Kunden in den Urlaub schicken sollst. Stattdessen versteht man unter der Customer Journey die Touch Points (= Berührungspunkte) eines Kunden mit deinem Unternehmen, bevor er sich für deine Produkte oder Dienstleistungen entscheidet. Konkret bedeutet das, dass jeder Nutzer zunächst feste Stufen der Customer Journey absolvieren muss, bevor er zum Kunden wird. Aus welchen Stufen sich die Customer Journey zusammengesetzt ist umstritten. Wir möchten dir hier das grundlegendste Modell vorstellen, das dir auf ein oder andere Weise vielleicht schon bekannt ist: AIDA.

AIDA in der Customer Journey

Bevor du diesen Abschnitt gähnend überspringst, weil du AIDA schon verinnerlicht hast, kannst du zumindest innehalten und dir selbst Gedanken machen, wie AIDA in der Customer Journey wirkt. Für alle anderen gilt in jedem Fall: weiterlesen.

A wie Awareness: Zunächst muss der Kunde auf das Produkt aufmerksam werden. Da der Kunde im Content Marketing oft nach genau diesem Produkt sucht, sollte er durch die Überschrift und die kurze Metabeschreibung direkt wissen, was ihm beim Klick auf den Link erwartet.

I wie Interesse: Der Nutzer ist interessiert und landet auf deiner Webseite. Er hat nun schon bestimmte Erwartungen und will die zuvor versprochenen Leistungen sehen. Durch eine professionell wirkende Webseite und hochwertige Informationen über das Produkt verstärkst du sein Interesse.

D wie Desire: Der Nutzer hat nun alle Informationen, die er über das Produkt wissen wollte. Doch was hält ihn davon ab, auf eine andere Plattform zu gehen und dort nach ähnlichen Produkten zu suchen? Wecke mit lebhaften Beschreibungen, tollen Produktbildern oder speziellen Zusatzleistungen sein Verlangen nach genau diesem Produkt.

A wie Action: Du hast es geschafft: der Kunde ist überzeugt von deinem Produkt. Jetzt ist es wichtig, sich nicht darauf zu verlassen, dass der Kunde den winzigen “jetzt kaufen”-Button in der untersten Ecke findet. Biete stattdessen mehrere, gut sichtbare Möglichkeiten, den Artikel in den Warenkorb zu legen und runde deinen Text mit einem knackigen Call-to-Action ab.

aida-content-marketing

Das AIDA Prinzip der Customer Journey geht davon aus, dass der Kunde von sich aus zum technischen Gerät greift, um sich mit klarer Kaufabsicht eine Übersicht über ein gewünschtes Produkt zu verschaffen. Ganz so einfach ist es in der Realität nicht immer. Konsumenten surfen die meiste Zeit ohne klares Ziel durchs Netz und müssen dementsprechend anders abgeholt werden. Sie wollen durch guten Content von einem Produkt begeistert werden, von dem sie zuvor nicht wussten, dass sie es in ihrem Leben benötigen.

Die sieben Phasen der Customer Journey

Stelle sicher, dass du für deine User in jeder Phase der Customer Journey den passenden Content parat hast. Sei dir auch bewusst, dass sich jeder User in einer anderen Phase befindet und dementsprechend auch die Einstiege in die Customer Journey an verschiedenen Stufen stattfinden.

Um den potenziellen Kunden mit passendem Content zu versorgen, musst du wissen, in welcher Phase er sich derzeit befinden könnte. Man unterscheidet zwischen Pre-Awareness, Awareness, Consideration, Preference, Purchase, After Sale und Loyality.

Webinar: Content Formate entlang der Customer Journey — Philip Voß

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Pre – Awareness: In dieser Phase weiß der Kunde noch nichts von dir, deiner Dienstleistung oder deinem Produkt. Er hat keinen Bedarf nach Informationen oder Lösungen. Der Nutzer surft nichts ahnend durch das Netz.

Awareness: Durch eine Anzeige oder eine Empfehlung aus dem Freundeskreis wird der potenzielle Kunde auf ein Problem aufmerksam oder wird sich eines Bedürfnisses bewusst. In dieser Phase ist ihm noch nicht klar, dass es zu seinem Problem eine Lösung gibt.

Consideration: Der Nutzer stößt auf Reviews, Blogartikel und weitere Anzeigen und erfährt so von der Möglichkeit, sein individuelles Bedürfnis zu stillen. Innerlich beginnt er, die einzelnen Angebote gegeneinander abzuwägen.

Preference: Natürlich will der Kunde nun erst einmal Informationen über das gewünschte Produkt oder die Dienstleistung sammeln, bevor er sich endgültig zum Kauf entscheidet. Je detailliertere Informationen er hier bekommt, desto besser fühlt er sich beraten.

Purchase: Nachdem der Kunde nun alle relevanten Informationen gesammelt und Angebote verglichen hat, entscheidet er sich für ein bestimmtes Angebot. Die Kaufabwicklung sollte schnell und unkompliziert erfolgen, sonst könnte der Kunde es sich immer noch anders überlegen.

„Die Überschrift ist die halbe Miete.”

Sarah-Yasmin Fließ

After Sale: Der Kauf wurde abgewickelt, das Produkt oder die Dienstleistung ist bei dem Kunden angekommen und er kann sich damit vertraut machen. Bei Fragen sollte er sich in Unternehmensforum informieren oder eine Anleitung von der Homepage herunterladen können. Auch ein leicht erreichbarer FAQ-Abschnitt kann den Kunden zufrieden stimmen.

Loyality: Ist der Kunde mit seiner Wahl zufrieden, steht er weiteren Produkten offen entgegen und empfiehl dein Unternehmen eventuell sogar seinem Bekanntenkreis weiter. Über Newsletter oder soziale Netzwerke sollte die Beziehung zwischen Unternehmen und Kunde kontinuierlich gepflegt werden.

Die Core Story Strategie

Die Kerngeschichte ist die mit Abstand wichtigste Story des Unternehmens. Sie ist die Basis für die gesamte Unternehmenskommunikation und gibt Aufschluss über die Ur-Motivation des Unternehmens. Welche Mission verfolgt das Unternehmen? Warum tut es, was es tut? Was will das Unternehmen in der Welt verändern? Welche Ideale verfolgt es? Die Liste der Fragen, die du dir stellen musst, um deiner Kerngeschichte einem Schritt näher zu kommen ist lang.

Markenbildung durch Storytelling

Menschen interessieren sich zwar hauptsächlich für deine Produkte und Dienstleistungen, wenn sie jedoch merken, dass du eine ähnliche Wertvorstellung hast wie sie, ist die Chance hoch, dass sie immer wieder zu dir kommen, da sie dich auf einer persönlichen Ebene mit deinem Unternehmen identifizieren. Solche Werte durch eine Core Story zu vermitteln ist aber gar nicht so einfach. Aus diesem Grund entwickelte der Autor Simon Sinek den sogenannten “goldenen Kreis”. Der goldene Kreis bietet jedem die Chance seine eigene Unternehmens Core Story entwickeln.

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Von innen nach außen: mit goldenem Kreis zur Core Story

Warum: In der Mitte des goldenen Kreises steht die Frage nach dem Warum. Was führt dich dazu, dieses Produkt oder diese Marktleistung auf den Markt bringen zu müssen? Wie hilft es den Menschen?

Wie: Als nächstes folgen die Merkmale, die deine Produkte oder Services von der Konkurrenz abhebt. Befriedigen sie ein Bedürfnis auf einzigartige Weise? Nutzt du ein spezielles Produktionsverfahren?

Was: Erst jetzt darfst du damit prahlen, wie toll dein Produkt/dein Service ist und gerne auch ein paar Kundenstimmen mit einbinden.

Die Kerngeschichte deines Unternehmens bringt auf den Punkt, was dein Unternehmen so einzigartig macht. Sie sollte alle wichtigen Informationen enthalten, ohne dabei abzuschweifen und dein Unternehmen in den Himmel zu loben. Bleibe authentisch und greife hier und taste dich vorsichtig an die emotionale Ebene heran. Einmal aufgebaut lässt sich die Core Story immer wieder in vielen Facetten erzählen und mit Beispielen untermauern. Ein Meister dieses Storytellings war Steve Jobs mit seinen Apple-Produkten.

Unterschied zwischen Core Story und Customer Journey

Während die Customer Journey dabei hilft, den Kunden in verschiedenen Phasen seines Kaufprozesses abzufangen, liefert die Core Story den Beweis, dass dein Unternehmen die richtige Wahl ist, um das Problem des Kunden zu lösen oder sein Bedürfnis zu erfüllen.

Um den Kunden restlos von deinem Unternehmen zu überzeugen, sollte deine Core Story deshalb unbedingt den gesamten Abwicklungsprozess durchleuchten. Wie stellst du deine Produkte her? Welche Werte verlangst du von deinen Mitarbeitern. Stell dein Unternehmen so menschlich und so durchsichtig wie möglich dar.

Die Core Story steht für Authentizität

Die Core Story erzählt eine Geschichte und versucht auf einzigartige Weise Emotionen anzusprechen. Das Unternehmen präsentiert sich dem Kunden auf Augenhöhe und ermöglicht sowohl den Kunden als auch den Mitarbeitern, sich stärker mit dem Unternehmen zu identifizieren. Damit die Core Story ihre Wirkung entfalten kann, muss sie in jedem Fall authentisch bleiben. Zu hoch gegriffene Selbstdarstellung kommt bei der Kundschaft nicht gut an, baut vertrauen ab und schadet dabei dem Image des Unternehmens.

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Dein Unternehmen ist einzigartig

Auch wenn es auf dem Markt da draußen viele ähnliche Dienstleistungen und Produkte gibt, dein Unternehmen gibt es nur einmal. Stelle ruhig die Gesichter deines Unternehmens auf deine Webseite, um die Kunden sehen zu lassen, wer für das Angebot verantwortlich ist. Die Kunden sollen wissen, wer das Angebot zusammengestellt hat und wie viel Arbeit das Unternehmen in die Zufriedenheit seiner Kunden steckt.

Wann ist die Core Story und wann die Customer Journey gefragt?

Am Anfang steht immer erst die Customer Journey. Erst wenn du verstehst, wie deine Kunden dein Angebot wahrnehmen, kannst du durch deine Core Story eine Bildung zu ihnen aufbauen und deine Authentizität stärken. Sobald du die Erfahrungen der Kunden mit deinem Unternehmen kennst, ist die Ausarbeitung der Core Story der nächste Schritt. Selbstverständlich kannst du dir auch schon zu Beginn deiner Karriere als Unternehmer die Frage stellen, was du mit deinem Unternehmen erreichen möchtest. Doch relevant wird diese Frage erst, wenn du einen gewissen Kundenstamm aufgebaut hast, der regelmäßig deine Webseite besucht und der deine Wertvorstellungen teilt. Denn so kannst du deine angepriesene Mission mit Fakten untermauern.

In welcher Phase der Customer Journey interessieren sich Kunden für die Core Story?

Kunden werden meist in einer von zwei Phasen auf deine Kerngeschichte aufmerksam: Wenn sie den Markt analysieren und das für sich beste Angebot heraussuchen und wenn sie bereits Produkte bei dir erworben haben und nun entscheiden, ob sie in Zukunft deine Angebote weiterhin in Anspruch nehmen wollen. Für Kunden in der ersten Phase sollte die Core Story gut auf der Landingpage platziert werden, damit sie sich nicht erst durch die Unterseiten deiner Webseite klicken müssen. Letztere Gruppe erreichen Sie über Newsletter, Produktbeigaben und über diverse Social-Media-Kanäle.

Social-Media-kanäle

Inspiration für die eigene Geschichte finden

Du musst kein Steve Jobs sein, um eine erfolgreiche Core Story auszubauen. Doch obwohl es hilfreiche Strategien wie den goldenen Kreis gibt, fällt es vielen Unternehmern schwer, ihre Kerngeschichte zu konzipieren. Zu lange schon treiben sie mit ihrer Firma umher und haben ihre Richtung und ihre ursprüngliche Motivation verloren. Jetzt hilft nur noch, sich an die Anfänge als Unternehmer zu erinnern und in sich hineinzugehen. Mach dir Notizen und befrage auch deine Mitarbeiter, warum sie sich ausgerechnet in deiner Firma beworben haben. Anschließend musst du dich dann nur noch an den Fragen des goldenen Kreises orientieren, um eine passable Core Story aufzubauen.

Wie hängen Content Marketing und SEO zusammen?

Bei der Frage, wie SEO und Content Marketing zusammenhängen scheiden sich die Geister. Die einen behaupten, dass SEO in Content Marketing integriert ist, wieder andere sagen, SEO sei ein eigenständiges Gebiet. Fakt ist, dass die Grenzen zwischen diesen beiden Disziplinen nicht immer klar zu erkennen sind. Deshalb stellen wir dir nun die wichtigsten Vorurteile gegenüber SEO und Content Marketing vor und klären anschließend, wie beide Disziplinen voneinander profitieren.

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Wir sprechen mit euch über folgende Fragen und stellen euch unsere wichtigsten Learnings aus dem Daily Business bei OTTO vor:Wie vereine ich Nutzerzentrierung und SEO-Kriterien ...
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Löst Content Marketing SEO vollständig ab?

Einige Unternehmer denken, dass es vollkommen ausreichend ist, dem Kunden qualitativ hochwertigen Content zu bieten und vergessen dabei zu fragen, woher die Kunden überhaupt kommen sollen. Sicher, auch Social Media Kampagnen können Traffic auf die Webseite ziehen, jedoch kosten solche Kampagnen Zeit und Geld und ob die Kampagne dann tatsächlich die gewünschte Aufmerksamkeit erzielt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Eine erfolgversprechende Alternative ist und bleibt immer noch SEO.

Content Marketing = SEO???

Auch dieses Gleichnis stimmt nicht. Es gehört weitaus mehr zum Content Marketing als mit SEO dafür zu sorgen, dass deine Unternehmenswebseite gefunden wird. Zwar steigt dann die Besucherzahl deiner Webseite in die Höhe, ohne guten Content wird jedoch auch die Bounce Rate in die Höhe steigen. Das ist besonders schlimm, wenn Nutzer deine Webseite abschreiben und in Zukunft von vorneherein nicht mehr besuchen wollen.

SEO funktioniert auch ohne Content Marketing

Wer versucht, seine Webseite mit minimalistischem Content bei Google durch SEO Maßnahmen ranken zu lassen wird selten langfristig erfolgreich sein. Das hat vielleicht noch vor ein paar Jahren funktioniert, als es noch nicht so viele Webseiten gab, die sich auf die Probleme der Kunden gestürzt haben. Heutzutage ist die Konkurrenz natürlich größer und schläft keinesfalls. Googles Mechanismen, die zur Bestimmung der Reihenfolge aller Suchergebnisse dienen, sind weiterentwickelt worden und belohnen sowohl Quantität als auch Qualität der Inhalte.

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SEO steht für Masse und Content Marketing für Klasse

Es ist kein Geheimnis, dass Google frischen Content belohnt. SEO benötigt also möglichst viele frische Inhalte über einen langen Zeitraum hinweg. Content Marketing setzt dagegen vor allem auf hochwertige Inhalte und die brauchen ihre Zeit. Beide Disziplinen haben jedoch eines Gemeinsam: Beständigkeit. Und die erlangst du nur über eine Strategie, kontinuierliche Themenanalyse und Planung. Gutes SEO fügt sich daher in den Prozess des Content Marketings ein und profitiert davon.

SEO benötigt technische Optimierung, Content Marketing hingegen konzentriert sich auf die Nutzererfahrung. Mit SEO versprichst du den Nutzern im Internet eine konkrete Lösung für ihr individuelles Problem. Wenn du dann nicht dein Versprechen hältst, ist er zu Recht verärgert. Content Marketing beginnt also immer erst mit den Inhalten und versucht dann den Kunden mit diesen Inhalten zu begeistern.

Hier haben wir ein Klischee, das zumindest in Teilen stimmt. Es ist wahr, dass SEO sich mit der technischen Optimierung deiner Webseite beschäftigt. Das Einsetzen der robots.txt Datei, Vollständigkeit der Metadaten, anlegen einer XML Sitemap, schnellere Ladezeiten, responsive Design. All diese Dinge gehören zwar zu technischem SEO, stehen aber in Verbindung mit Content Marketing. Wenn man die technischen Aspekte mal aus einer anderen Perspektive betrachtet, fällt auf, dass Nutzer durch gutes SEO besser an die gewünschten Informationen gelangen und sich die Lesbarkeit der Inhalte erhöht. Ganz abgesehen davon, dass SEO dafür sorgt, dass Nutzer deine Inhalte überhaupt finden, denn ohne korrekte Meta-Tags wird den Usern die Webseite nicht in den Suchergebnissen angezeigt. Die technische Optimierung der Inhalte sorgt also automatisch auch für eine bessere Nutzererfahrung. Zudem werden aus dem SEO Daten gewonnen, die wiederum der Optimierung des Contents dienen.

„ Customer first! - Wir müssen immer an die Kunden denken.”

Anne und Lisa

Wie SEO von langfristig von Content Marketing profitiert

Wir haben durch die Aufklärung der Vorurteile erfahren, wie Content Marketing von SEO profitiert, aber wie sieht es andersherum aus? Content Marketing sorgt mit seinen hochwertigen Inhalten dafür, dass Nutzer freiwillig Content teilen und so organische Backlinks erschaffen. Durch diese steigt deine Webseite im Google Ranking und die SEO Arbeit wird erleichtert. Außerdem profitiert SEO von den vielen Blogartikeln und anderen Inhalten, die durch das Content Marketing entstehen. Hier können immer wieder relevante Keywords gesät werden, um bei Google als Experte für ein bestimmtes Thema zu gelten.

Besteht ein Zusammenhang zwischen Content Marketing und Inbound Marketing?

SEO, Social Media, Content Marketing, Core Story, Inbound Marketing – bei all den unterschiedlichen Begriffen, die sich im Bereich Marketing tummeln, kann es schon mal vorkommen, dass Unternehmer verwirrt sind und einige Begriffe durcheinanderbringen. Wie auch schon beim SEO wird Inbound Marketing häufig mit Content Marketing gleichgestellt. Deswegen folgt nun ein ausführlicher Leitfaden, um den Zusammenhang zwischen Content Marketing und Inbound Marketing zu erkennen.

Webinar: Der Content-Marketing-Code — Severin Lucks

Wer relevante Inhalte erstellt will sie auch bestmöglich nutzen. Doch wo veröffentliche und wie teile ich meine Inhalte am besten in Zeiten, wo Facebook fast ...
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Was ist Inbound Marketing

Beschäftigen wir uns zunächst erstmal mit dem Begriff Inbound Marketing. Ganz einfach erklärt stellt Inbound Marketing eine Methode zur Verfügung, um das Unternehmen besser an das aktuellste Konsumverhalten der Kunden anzupassen. Im Inbound Marketing geht es prinzipiell erst einmal darum, die Wünsche der Kunden zu erkennen und zu erfüllen. Die meisten Nutzer im Internet wollen nicht durch Werbung in ihrem täglichen Surfen gestört werden, wenn sie nicht gerade auf der Suche nach einem bestimmten Produkt sind. Mit Inbound Marketing versuchst du diese anonymen Nutzer in echte Leads zu verwandeln und so von dir zu überzeugen, dass sie bereit sind, Geld auszugeben. Oft wird Inbound Marketing durch eine Trichterform visualisiert. Ganz oben wird versucht, Fremde Internetnutzer auf sich aufmerksam zu machen. Durch diverse Tools und Taktiken wird die Beziehung zu dem Fremden ausgebaut, sodass er erst zum Lead, dann zum Kunden und schließlich zum Fan wird. Der gesamte Inbound Marketing Prozess besteht aus insgesamt vier Schritten: Nutzer anziehen, Leads generieren und quantifizieren und schließen den Kunden begeistern.

Nutzer anziehen

Voraussetzung für einen hohen Traffic auf deine Webseite ist zunächst eine gut strukturierte Landingpage. Die Besucherzahlen lassen sich dann individuell durch kontinuierlichen, guten Content erhöhen. Häufig landen Nutzer auf deiner Webseite, weil sie Fragen haben. Je mehr dieser Fragen du beantworten kannst, desto eher klicken sie sich durch deine Beiträge. Du musst nicht nur Experte auf deinem Gebiet sein, sondern dies auch zeigen und dafür sorgen, dass Google dich als solcher anerkennt. Am besten gelinkt dies durch Links von anderen Webseiten, die auf deine Beiträge verweisen. Wenn sich andere Webseitenbetreiber immer wieder auf deine Worte berufen und darauf verweisen, weiß Google, dass du der wahre Experte bist.

Leads generieren

Nur weil ein Internetnutzer auf deine Webseite geklickt hat, ist er noch lange kein Kunde. Reine Besucherzahlen bringen dir nichts, wenn du nicht zum Abschluss kommst. Ob der Besucher nun eine Ware kauft, eine Dienstleistung in Anspruch nimmt oder sich lediglich beim Newsletter anmeldet: Jede Interaktion mit deinem Unternehmen ist ein Lead. Im Schnitt werden nur 1-2% deiner Besucher zu Leads. Um diese Quote zu erhöhen, setzt das Inbound Marketing auf Call-to-Action Button und auf verlockende Angebote wie kostenlose E-Books und Guides zu einem bestimmten Problem.

„ Content der nicht nutzbar ist, nutzt nichts... ”

Robert Weller

Leads qualifizieren und abschließen

Nicht alle Leads eignen sich als Kunden. Ungeeignete Kunden sind beispielsweise Mitbewerber, die Konkurrenzanalyse betreiben oder Studenten, da diese meist wenig Geld zur Verfügung haben und sich eventuell nur auf ein Praktikum in deinem Unternehmen bewerben wollen. Aus diesem Grund müssen die Leads zunächst qualifiziert werden. Hierfür kannst du natürlich einfach Vor- und Nachnamen bei Google eingeben und sehen, wer dahinter steckt und den Leadstatus einzeln in eine Tabelle eintragen. Wenn du nur eine Handvoll Leads pro Monat auf deine Seite ziehst, ist diese Methode vollkommen in Ordnung, dein Ziel sollten aber mehr sein und in diesem Falle bist du auf ein CRM angewiesen. Das Customer-Relationship-Management übernimmt in Teilen die Kundenpflege für dich und speist die Daten der Leads automatisch in sein System ein, um sie zu qualifizieren.

Kunden begeistern

Die beste Form des Marketings ist immer noch die Mundpropaganda. Wenn du es schaffst, den Kunden von deinem Produkt/Service derart zu begeistern, dass er dein Unternehmen seinem Bekanntenkreis weiterempfiehlt, wird dein Angebot zum Selbstläufer. Inbound Marketing zielt genau auf diese Form der Begeisterung ab und nimmt deshalb nach Abschluss des Kaufs so richtig an Fahrt auf. Mit einem Mehrwert durch Gutscheine für den nächsten Einkauf und einem offenen Ohr über Service-Hotlines und Social Media Kanäle, fühlt sich der Kunde auch nach dem Kaufprozess von dir gut betreut.

Wie arbeiten Content und Inbound Marketing zusammen?

Während Content Marketing für eine strategische Herangehensweise steht, die sich auf die Produktion und Verbreitung relevanter Inhalte konzentriert, beinhaltet Inbound Marketing diverse Marketing Strategien, um seine Ziele zu verfolgen. Doch auch Inbound Marketing funktioniert nicht ohne Inhalte. Es ist also von der funktionierenden Content Strategie abhängig. Hochwertige Blog Artikel, E-Books und Whitepapers sind nur wenige Beispiele für wertvolle Inhalte im Inbound Marketing. Während Inbound Marketing also alle möglichen Formen des Marketings beinhaltet, ist Content Marketing nur eine davon.

Webinar: Content Design Tricks zur Steigerung der Conversion Rate — Robert Weller

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Beim Inbound Marketing zählen Resultate

Im Inbound Marketing wird viel Wert auf die Ergebnisse gelegt. Kopflose Produktion von Content wird hier nicht toleriert. Die Content Marketing Strategie ist eng mit dem Inbound Marketing verknüpft, es optimiert den generierten Content so, dass die Konversionsrate der Webseite steigt.

Brauche ich Inbound Marketing überhaupt?

Diese Frage lässt sich pauschal mit einem Ja beantworten, ist aber dennoch situationsabhängig. Wenn du dein Unternehmen gerade erst gegründet hast, solltest du dich vor allem erstmal auf die Produktion von Content fokussieren. In den meisten Fällen wirst du auch gar nicht dazu kommen, dich mit anderen Marketing-Disziplinen auseinander zu setzen. Steht das Grundgerüst deiner Webseite, ist es jedoch an der Zeit, dich auch mit Inbound Marketing zu beschäftigen, um das Beste aus deinen Inhalten herauszuholen.

Was du von Inbound Marketing erwarten kannst

Durch Inbound Marketing werden die Inhalte deiner Webseite nicht besser. Sie werden nur besser gesehen. Wenn Nutzer regelmäßig von deiner Webpage abspringen, solltest du zunächst via Content Marketing an deinen Inhalten arbeiten. Wenn du dagegen eine atemberaubende Webseite gestaltet hast und dir lediglich die Nutzer fehlen, kommt Inbound Marketing ins Spiel.

Content Marketing in der Praxis – 5 Schritte zur Umsetzung von Content Marketing im Unternehmen

Wenn du das hier liest, hast du bereits eine Menge Wissen über Content Marketing aneignen können und fragst dich wahrscheinlich, wie du Content Marketing ganz konkret für dein Unternehmen nutzen kannst. Das Grübeln hat jetzt ein Ende, denn in diesem Abschnitt erfährst du Schritt für Schritt, wie du Content Marketing im Unternehmen langfristig erfolgreich umsetzt.

Webinar: To be content – Beschreibst Du noch? Oder bezirzt Du schon? — Christiane Sohn

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Schritt 1: Vorbereitung ist alles

Der Content Audit

Wie bereits im Content Prozess angeschnitten, gilt es zunächst einmal einen Content Audit durchzuführen und bestehende Inhalte zu analysieren. Wie willst du wissen, welche Inhalte deine Webseite noch benötigt, wenn dir die Übersicht fehlt, welche Inhalte du dem Kunden bereits anbietest? Dopplungen mag weder Google, noch der Kunde. Trag deshalb alle Seiten und Unterseiten deiner Webseite in eine Excel-Tabelle ein und lass diverse Webanalyse Tools bestimmen, welche Inhalte bisher gut ankamen und welche Seiten nur von den eigenen Redakteuren besucht wurde, um sie zu überarbeiten. Zieh keine voreiligen Schlüsse aus der Analyse und bewerte schlecht geklickte Inhalte als minderwertig. Es kann auch sein, dass einige Unterseiten lediglich ein wenig Optimierung benötigen, damit sie von den Kunden überhaupt gefunden werden. Mach dir im Laufe des Content Audit Gedanken, welche Inhalte auf der Webseite fehlen, welche Inhalte gelöscht werden können, weil sie nicht mehr aktuell sind und ob der Aufbau der Webseite eventuell verbessert werden könnte. Erst wenn du diese Fragen zur vollen Zufriedenheit beantworten kannst, ist der Content Audit beendet.

Das eigene Unternehmen neu definieren

Oft sind junge Unternehmer so damit beschäftigt die Gunst ihrer Kunden zu gewinnen, dass sie ihre eigene Firma aus den Augen verlieren und gar nicht mehr wissen, wofür sie stehen, welche Vision sie haben und was sie von der Konkurrenz abhebt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, helfen genau zwei Dinge: eine Core Story aufbauen und den USP festlegen. Ersteres haben wir bereits weiter oben besprochen, auf den USP kommen wir jetzt zu sprechen.

Was ist der USP und was bringt er mir?

Der USP ist die Abkürzung für Unique Selling Point. Übersetzt ist er also das einzigartige Verkaufsmerkmal deines Produkts oder deiner Dienstleistung. USPs sind Alleinstellungsmerkmale, die dich von der Konkurrenz abheben und den Kunden auf dich aufmerksam machen. Das setzt allerdings voraus, dass du weißt, was dein Alleinstellungsmerkmal ist und der USP auf deiner Webseite deutlich erkennbar ist. Du solltest jetzt nicht kopflos irgendein sehr einzigartiges Produkt verkaufen wollen. Größtes Kriterium für einen guten USP ist, dass er sinnvoll ist und ein bisher unbefriedigtes Bedürfnis des Kunden erfüllt. Um solch ein Produkt zu finden, reicht ein Blick auf die Konkurrenz. Welche Produkte gibt es bereits und wo liegen die Kritikpunkte? Welche Verbesserungen könnte dein Produkt anbieten. Wenn es in deinem Bereich kaum einen Optimierungsbedarf gibt, musst du dir etwas anderes einfallen lassen. Dein Unternehmen kann unter Umständen selbst der USP sein oder besser gesagte: die Geschichte und das Gesicht der Firma. Kurz: Die Core Story des Unternehmens.

„Menschen erinnern sich nicht an Zahlen oder Fakten, aber sie erinnern sich an Geschichten - die erzähen sie weiter! ”

Sarah Tönnes

Schritt 2: Wo geht die Reise hin?

Ziele definieren

Im vorherigen Schritt hast du herausgefunden, wo dein Unternehmen steht und vor allem, für was es steht. Nun geht es an die Ziele für die Zukunft. Wo siehst du dein Unternehmen in ein paar Monaten? Was soll die Content Marketing Strategie konkret erreichen? Mögliche Marketingziele könnten sein:

  • Den Umsatz steigern
  • Mehr Nutzer erreichen
  • Marktanteil erhöhen
  • Image verbessern
  • Conversion Rate erhöhen

Wer sich mehrere Ziele gleichzeitig setzt, könnte am Ende enttäuscht werden. Sich gar kein Ziel zu setzen führt hingegen dazu, dass der Erfolg und Misserfolg der Kampagne langfristig nur schwer gemessen werden kann.

Zielgruppe definieren

Viele Unternehmen versuchen so viele Menschen wie möglich mit seinem Produkt zu erreichen und ist dann überrascht, dass die Anzahl anzahlenden Kunden stagniert. Wie soll die Zielgruppe auch angesprochen werden, wenn nicht klar ist, wer die Zielgruppe überhaupt ist? Wie willst du dein Angebot ausbauen, wenn unklar ist, welche Produkte deine Zielgruppe überhaupt benötigt und welche Bedürfnisse noch ungestillt sind? Aus lauter Angst, potenzielle Kunden auszuschließen, vergraulst du all jene, die sich genau für dein Angebot interessiert hätten. Ein Marktschreier würde niemand mehr ernst nehmen, würde er fragen, ob irgendjemand Interesse hat. Stattdessen spricht er gezielt Menschen an, die im Vorbeigehen langsamer werden und neugierig schauen. Als Unternehmer hast du diese visuelle Bestätigung von Interesse zwar nicht, dafür liegen dir aber andere Möglichkeit vor, deine Zielgruppe zu finden:

Interview mit deinem perfekten Kunden: die Buyer Persona

Ein Weg, dich deinem perfekten Kunden zu nähern sind sogenannte Buyer Personas. Dabei handelt es sich um fiktionale Charaktere, die deinen idealen Kunden darstellen und helfen sollen, deine Produkte besser auf die Zielgruppe abzustimmen. Um eine solche Buyer Persona zu erstellen, musst du nichts weiter tun, als die richtigen Fragen zu stellen und Trends zu erkennen. Webanalyse Tools verraten dir, von wo deine Kunden am häufigsten kommen. Nimm dir einen Fragebogen und führe ein Interview mit dem fiktiven Kunden, welches Alter, welche Interessen und welche Bedürfnisse hat er?

Webinar: Der ultimative Content-Marketing-Fahrplan — Nicolai Kuban

Content sollte nicht einfach aus dem Bauch heraus erstellt werden, oder um “einfach mal eine Webseite zu befüllen”. Inhalte sollten als zu monetarisierendes Produkt verstanden ...
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Erstelle aus dem Fragebogen anschließend Steckzettel, in denen sich die Buyer Personas vorstellen und hänge sie gut sichtbar in deiner Firma auf. Wann immer du eine neue Entscheidung treffen willst, frage dich erst, wie deine Buyer Personas diese Idee finden würden.

Interviews mit echten Kunden

Natürlich hast du auch die Möglichkeit, echte Kunden zu befragen. Fordere bestehende Kunden per E-Mail oder Telefon zur Bewertung deiner Produkte oder deines Services auf oder lade Sie in dein Unternehmen ein, um ein Interview zu führen. Achte dabei darauf, nicht nur zufriedene Kunden herauszusuchen. Gerade aus der Kritik von unzufriedenen Kunden lassen sich die meisten Schlüsse ziehen, die das Produkt oder die Dienstleistung noch verbessern. Sammle alle Kritikpunkte und bespreche sie anschließend mit deinem Team. Welche Punkte lassen sich verbessern? Gibt es widersprüchliche Aussagen? Und schließlich: Wie können die Verbesserungen konkret umgesetzt werden?

KPI‘s und Teamplanung

Bevor es endgültig an die Erstellung von Content geht, müssen noch die wichtigsten KPIs (=Key Performance Indicators) festgehalten werden, um den Erfolg der Content Marketing Strategie anhand eines Vorher-Nachher-Vergleichs messen zu können. Die wichtigsten Kennzahlen in Bezug auf Content Marketing sind Traffic, also wie viele Nutzer monatlich auf deine Webseite klicken, die Verweildauer (wie lange sie auf der Webseite verbleiben), die Absprungrate (der Prozentsatz aller Nutzer, die die Webseite sofort wieder verlassen), und die Conversionrate (das Verhältnis von Besuchern der Webseite zu abgeschlossenen Aktionen wie Downloads, Transaktionen oder Newsletteranmeldungen). Anschließend musst du noch sicherstellen, dass genügend Mitarbeiter zur Verfügung stehen, um deine Content-Marketing-Strategie umzusetzen.

Schritt 3: Content planen

Im nächsten Schritt geht es endlich um den Kern deiner Content Strategie: die Inhalte. Aber nicht so schnell: Auch hier solltest du zunächst einen Plan haben, welche Inhalte überhaupt relevant sind und welcher Content zuerst auf deiner Webpage landet. Für eine Übersicht über relevante Themen beginnt nun zunächst eine breite Keyword- und Konkurrenzanalyse. Die Erkenntnisse aus dieser Phase werden anschließend in einem Themenplan notiert.

Ein Redaktionsplan hilft dann dabei, die Übersicht über die geplanten und bereits veröffentlichten Inhalte zu behalten. Um zu entscheiden, welche Inhalte zuerst veröffentlicht werden sollten, hilft ein Blick auf die Customer Journey und die Frage, in welcher Phase sich der Kunde befindet, wenn er auf deine Webseite begibt. Neben dem zuständigen Content Producer und dem Thema sollte ein gelungener Redaktionsplan auch eine Deadline für Fertigstellung und Veröffentlichung festlegen. Außerdem steht bereits im Redaktionsplan fest, welches Content Format über welchen Kanal verbreiten werden soll.

Schritt 4 – Content erstellen und verteilen

Aufgabenverteilung

Ein langfristig erfolgreiches Content Marketing Team erfüllt sechs Rollen, die möglichst von sechs verschiedenen Mitarbeitern übernommen werden sollten. In kleineren Firmen kann ein Mitarbeiter ggf. auch mehrere Rollen übernehmen, sollte sich in dem Fall über seine unterschiedlichen Rollen bewusst sein. Die zu verteilenden Rollen sind:

Chief Content Officer: Wer diese Rolle übernimmt, behält während des Prozesses den Überblick. Der Chief Content Officer (kurz CCO) ist für die Konzeption der Inhalte verantwortlich und entwickelt Strategien. Er bleibt in jedem Teilschritt involviert und schaut seinen Mitarbeitern über die Schulter, damit das Projekt zum Erfolg wird. Da er selbst keinen Content produziert, erstellt er ein ausführliches Briefing und leitet es an die Content Producer weiter.

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Content Producer: Content Produzenten können sowohl Redakteure als auch Mediengestalter sein. Während Redakteure oder Texter für die Entwicklung und Umsetzung der Themen zuständig sind, erstellen Mediengestalter passendes Bildmaterial oder laden sich ggf. Stockmaterial herunter. Dabei arbeiten sie eng mit den Redakteuren zusammen, da diese oft einen besseren Überblick über den Redaktionsplan haben.

Managing Editor: Als Assistent des CCO hilft der Managing Editor bei der Umsetzung der Strategie, indem er Reaktionsmeetings leitet und die Content-Produktion koordiniert. Er ist damit der Leiter des Redaktionsteams und hat stets einen Blick auf dem Redaktionsplan. Zudem ist er für die Qualität des Contents verantwortlich und führt vor jeder Veröffentlichung eine Qualitätskontrolle nach dem 4-Augen Prinzip durch. Bei akutem Personalmangel wird diese Rolle häufig vom CCO übernommen.

Distributor: Damit der Content bei dem Kunden ankommt, muss er über verschiedenste Kanäle veröffentlicht werden. Der Distributor sucht kontinuierlich nach neuen Wegen, um den Kunden mit den Inhalten zu erreichen. Wenn diese Rolle von der Redaktion besetzt wird, solltest der CCO ein großzügiges Zeitfenster für die Verbreitung der Inhalte einplanen, da der Erfolg der gesamten Kampagne von diesem Schritt abhängt.

Chief Listening Officer: Mitarbeiter, die diese Rolle übernehmen, sollten vor allem eins haben: Einfühlungsvermögen. Der Chief Listening Officer fühlt sich in die Bedürfnisse der Kunden hinein, pflegt die Community und führt regelmäßige Umfragen zur Kundenzufriedenheit durch. Obwohl diese Rolle für die Weiterentwicklung des Unternehmens sehr wichtig ist, wird sie gerne halbherzig einem ohnehin beschäftigten Redakteur zugeschoben. Ein guter Chief Listening Officer stets ein offenes Ohr für die Probleme der Kunden haben daraus neue Ideen entwickeln, die Kunden glücklich zu machen. Eine Aufgabe, die nicht mal eben nebenbei erledigt werden kann.

„Erfolgreicher Content muss eine Geschichte erzählen, Probleme der Zielgruppe lösen und nachhaltig Nutzen stiften.”

Nicolai Kuban

Schritt 5 – Monitoring und Kontrolle

Im letzten Schritt gut aufgepasst? Dann wirst du wissen, dass noch eine Rolle im Team fehlt. Das letzte Teammitglied erfüllt eine ganze Reihe von Aufgaben und erhält deshalb einen eigenen Abschnitt.

Der Analyst: Zahlen, Fakten und Excel-Tabellen – hier fühlt sich der Analyst wohl und klickt sich durch diverse Analyse Tools, um den Erfolg der Kampagne zu messen. Mit seinem technischen Know-how deckt er die Geheimnisse und Strategien der Mitbewerber auf und übt großen Einfluss auf die zukünftigen Themen und Strategien aus. Seine Beurteilung der bisher erreichten Ziele bestimmt über den weiteren Verlauf der Kampagne. So kann er beispielsweise neue Ziele vorschlagen oder Änderungen am Redaktionsplan in Auftrag geben.

Zusammenfassung Content Marketing

Content Marketing nimmt viel Arbeit und vor allem auch Zeit in Anspruch. Kein Wunder also, dass viele Unternehmen ihre Content Maßnahmen auslagern und sich gerne von entsprechenden Marketingagenturen unterstützen lassen. Sicher mag es auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen, die Content-Marketing-Strategie in die eigene Hand zu nehmen. Niemand kennt sein Unternehmen und seine Kunden besser als du und deine Mitarbeiter. Das Wichtigste ist, dass du den ersten Schritt wagst und dich in den Prozess stürzt. Solltest du aber an den Punkt kommen, an dem dir bewusst wird wie viele Ressourcen wie Zeit und Geld frei gemacht werden müssen, nur um eine gezielte Content Strategie fahren zu können, solltest du dir eine Zusammenarbeit mit einer Agentur deiner Wahl nochmal durch den Kopf gehen lassen Wie du das am besten anstellst, weißt du ja jetzt. Auch wenn du anfangs noch auf ein paar Probleme stoßen wirst, fällt es dir mit der Zeit immer leichter, Content Marketing zu betreiben, vor allem, wenn du dir die ersten Erfolge vor Augen führst.

Content Marketing Experten-Tipps