E-Mail-Marketing ist nicht totzukriegen

Es gibt Leute, die behaupten, dass alles, was nichts kostet, nichts taugt. Damit meinen viele implizit – ohne es zu sagen – auch die Methode, Newsletter per E-Mail zu versenden. Nicht selten kommt die Kritik von solchen Zeitgenossen, die beispielsweise Unsummen für Google-Ads ausgeben. Diese Leute brauchen natürlich kein Newsletter-Angebot auf ihren Seiten, weil sowieso kaum ein Besucher vorbeikommt. Und warum? Weil die Seite einfach schlecht sein muss. Würden sie sonst Google-Ads kaufen? Anstatt endlich mal die Qualität an der eigenen Website zu verbessern, sehen sie lieber auf denjenigen von oben herab, die recht erfolgreich über Newsletter per E-Mail ihre Zielgruppe erreichen. Und E-Mail-Marketing ist entgegen anderweitigen Behauptungen keineswegs kostenlos und schon gar nicht umsonst, denn neben der Contenterstellung müssen auch die E-Mail-Adressen verwaltet werden. Das ist sinnvoll investierte Zeit. Die eloquenten Kritiker des E-Mail-Marketings sollten sich vielleicht auch mal die Frage stellen, warum sogar im Digitalzeitalter viele Unternehmen Werbebriefe sogar noch per Post verschicken. Sie tun es bestimmt nicht aus Protest gegen Facebook & Co. Auch E-Mail-Marketing hat sich über Jahrzehnte hinweg erfolgreich bewährt und wird auch weiterhin seine Position im Online-Marketing-Mix behaupten.

Newsletter per E-Mail – Zielgruppengerechte Punktlandung

Wer heutzutage von Online-Marketing spricht, denkt in erster Linie an Suchmaschinenmarketing oder Social Media Marketing. Nicht wenigen Social-Media-Enthusiasten stellen sich die Nackenhaare beim Gedanken an E-Mail-Marketing auf. Wozu sollen wir noch den ganzen Aufwand betreiben, wenn Content Marketing über Facebook viel bequemer geht, fragen sie sich. Newsmeldung verfassen, auf der Facebookseite posten, fertig. Ihnen kommt E-Mail-Marketing wie ein Relikt aus der Online-Marketing-Steinzeit vor. Die Kritiker haben sich mit Sicherheit noch nicht mit der geringen organischen Reichweite von Marken auf Facebook und Twitter auseinandergesetzt, wie es eine Studie von Forrester vor wenigen Monaten tat. Quintessenz dieser Studie: Vergessen Sie Facebook & Co. – Sie verschwenden nur Ihre Zeit.

Viele finden E-Mail-Marketing altmodisch und langweilig. Natürlich ist dieses Marketing-Tool nicht so spannend wie Facebook, dafür aber besonders effizient. Wer nämlich Newsletter empfängt, hat irgendwann über ein Opt-In oder sogar ein Double-Opt-In-Verfahren dazu seine Zustimmung gegeben.

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Von daher braucht sich der Versender keine Sorgen wegen eventueller Spam-Beschwerden zu machen. Der Empfänger empfängt den Newsletter per E-Mail so lange, wie er möchte. Falls kein Interesse mehr besteht, kann der Empfänger den Newsletter jederzeit wieder abbestellen. Der Versender weiß immer, dass seine Botschaft die anvisierte Zielgruppe erreicht.

Belastbare Fakten statt nichtssagende Kommentare

Aus Sicht des Empfängers ist der Newsletter eine praktische Sache. Entweder ist er bereits ein Kunde und will wissen, was es an Updates und Weiterentwicklungen zu seinem Produkt gibt oder er hat ein Kaufinteresse an einem Produkt und will mit News versorgt werden. Warum soll ein Kaufinteressent seine wertvolle Zeit auf Facebook-Fanseiten vertrödeln und die ganzen, oftmals nutzlosen Beiträge studieren? Was soll er mit Kommentaren von Leuten anfangen, die offensichtlich zu blöd sind, ein Softwareupdate auf ihrem Smartphone durchzuführen und nur deshalb rummeckern, weil sie das nicht hinkriegen. Wer realistisch genug ist, weiß, dass es das perfekte Produkt nicht gibt. Bei einem Problem wendet sich der Kunde lieber direkt an die Support Community des Herstellers oder begibt auf eines der unzähligen Fachforen (,die es trotz der Social Media noch immer gibt und weiter geben wird) und sucht dort nach Hilfestellungen oder schildert sein Problem. Wer vor einer Kaufentscheidung steht, findet auf Bewertungscommunitys qualifizierte Erfahrungsberichte, die zu vielen Aspekten eines Produktes Stellung beziehen. Was findet er auf Facebook? Kommentare, die kaum über ein „Alles Schrott !!!“ oder „Voll Geil !!!“ hinauskommen. Wirklich außerordentlich hilfreich! Zudem ist bei derlei unqualifizierten Kommentaren nie ganz klar, wer eigentlich dahintersteckt. Vor diesem Hintergrund braucht sich wirklich niemand mehr zu wundern, dass Facebook im B2B-Bereich einfach nicht richtig ankommen will.

Newsletter-Marketing ist Content Marketing

Der Begriff Content Marketing wird heutzutage inflationär gebraucht. Viele verbinden damit fast nur noch die Veröffentlichung von irgendwelchen digitalen Inhalten in den sozialen Netzwerken. Damit wird der Begriff von vornherein unzulässig verengt, denn Content Marketing ist mehr. Ein Newsletter per E-Mail gehört ebenso dazu, wie ein Whitepaper oder eine Studie, die als PDF-Datei auf originären Websites zum Download bereitgestellt wird. Wer verwertbare Informationen eines Herstellers zu einem neuen Produkt sucht, will Fakten aus erster Hand. Wer an Updates und Erweiterungen einer selbst genutzten Systemlösung interessiert ist, will gezielte Informationen zum Entwicklungsstand, zur Verfügbarkeit und auch zum Preis. Natürlich kann er auch jeden Tag auf der Website nachschauen, ob ein Produktlaunch ansteht. Bevor auf Facebook allerdings harte Fakten zu finden sind, werden mindestens erst einmal fünf Prototypen vorgestellt, um die Resonanz zu testen. Wer auf die Entwicklung eines Produktes Einfluss nehmen möchte und die Zeit findet, sich „social“ zu betätigen, kann das natürlich tun und den „Gefällt mir“-Button bei Zustimmung zum Glühen bringen oder Kommentare abgeben. Im Konsumentenbereich mag „social“-Marktforschung vielleicht funktionieren. Entscheider brauchen hingegen schnell belastbare Fakten über neue Entwicklungen und Produkte. Der Newsletter liefert sie.

Eines dürfte klar sein: E-Mail-Marketing lebt und wird es auch weiterhin seine Stellung in Online-Marketing-Mix behaupten.