Video-Marketing und -Content einfach erklärt! 11 Tipps für Einsteiger!

Autor: Jens Hurling

Was ist Video-Marketing?

Du willst die Reichweite Deines Unternehmens erhöhen und Deine Verkäufe steigern? Simple Werbung zu schalten ist für Dich eine Strategie von vorgestern? Du interessierst Dich für neue Werbemöglichkeiten und Online Marketing, um Deine Werbebotschaft zu verbreiten?

Wenn auch Du Dich mit dem Thema Video-Marketing beschäftigen willst, findest Du hier auf unserer Video-Marketing-Themenwelt zahlreiche Video-Marketing Webinare und einen Leitfaden, der Dir beim Start helfen wird.

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Was ist Video-Marketing?

Video Marketing ist der gezielte Einsatz von Videos, um eine Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu bewerben. Es nutzt visuelle Inhalte entlang der Customer Journey, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu fesseln, Botschaften effektiv zu vermitteln und die Interaktion zu fördern.

Du willst die Reichweite Deines Unternehmens erhöhen und Deinen Vertrieb unterstützen? 3,1 Milliarden Menschen konsumieren täglich Videos im Internet. (Quelle: demandsage.com)

Du merkst, dass simple Werbung nicht mehr so effizient funktioniert – oder strebst nach besseren KPIs? Du willst genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtigen Menschen mit emotionalen und packenden Bildern erreichen? Und was sind eigentlich Audience Retention, Pattern Interrupt und Thumbstopper?

Ein paar Zahlen:

  • Alleine in Deutschland schauen die befragten 14- bis 69-jährigen Deutschen im Jahr 2022 durchschnittlich täglich 34 Minuten kostenlose Online-Videos (Statista)
  • Und passend dazu: 91 % der Konsumenten und Konsumentinnen wollen mehr Online Video Content von Marken sehen (Oberlo 2023)

Video-Marketing kann sehr mächtig sein. Aber es muss klaren Strategien und Konzepten folgen und mit den anderen Disziplinen des digitalen Marketings verzahnt sein. Wir zeigen Dir 13 lang erprobte Thesen, mit denen Du Deine Marke durch Videos stärkst, wie Dein Video durch SEO nicht nur auf Video-Plattformen viral geht und wie Du Video-Marketing als Vertriebsunterstützung effektiv nutzen kannst! Denn: Werbefilm ist nicht gleich Werbefilm!

13 Thesen für Dein perfektes Video-Marketing

Im digitalen Marketing hast Du mit Bewegtbild-Formaten eine Vielzahl an Stellschrauben, an denen Du drehen kannst. Nachfolgend zeigen wir Dir, welche Bereiche es im Video-Marketing gibt und wie Du diese so denkst, dass Dein Video-Marketing den größten positiven Impact auf Deine Unternehmensziele hat.

1. Mit Video-Marketing steigert Du Deine Conversions und letztlich Deinen Umsatz
2. Die Gründe und Einsatzgebiete für gutes Video-Marketing sind so vielfältig wie die Marken, Kundenreisen und Strategien
3. Video-Marketing kostet Geld, ist aber eine nachhaltige Investition in Deine Marke
4. Das Format Deines Video-Contents muss themenspezifisch und zugeschnitten auf Deine Persona sein
5. Mit den richtigen Konzepten erhöhst Du die Verweildauer auf Deinen Videos (und damit potenziell auf Websites)
6. Mit den richtigen Konzepten erhöhst Du ganz gezielt den Branding-Effekt Deiner Videos, ohne dass es nervige Werbung wird
7. Struktur ist Key bei gutem Video-Marketing
8. YouTube (Shorts) solltest Du als die zweitgrößte Suchmaschine der Welt denken
9. Handlungsaufforderungen sind strategisch unverzichtbar im Video-Marketing
10. Influencer-Video-Marketing ist zwar eingekaufte Reichweite – kann aber Deine Markenbekanntheit massiv steigern
11. Mit den richtigen Video-Marketing-KPIs lernst Du gezielt von Deiner Zielgruppe und optimierst Dein Video-Marketing immer weiter
12. Für eine starke Wirkung sind Produktionsstandards und Equipment unterschiedlich wichtig
13. Copywriting-Frameworks funktionieren auch für Deine Video-Skripte

1. Mit Video-Marketing steigerst Du Deine Conversions und letztlich Deinen Umsatz

Video-Marketing ist umsatzsteigernd. Warum? Durch Videos kannst Du potenziellen Kunden die Skepsis gegenüber dem Produkt nehmen, sie von Deiner Haltung und Deinen Werten überzeugen und Vertrauen aufbauen. In Wyzowl’s State-of-Marketing-Report 2021 gaben 86 % der Marketingfachleute an, dass sie Videos als Marketinginstrument einsetzen.

78 % der Marketingfachleute waren der Meinung, dass Videos den Umsatz ihres Unternehmens direkt gesteigert haben.

86 % gaben an, dass Videos dazu beigetragen haben, den Traffic auf ihrer Website zu steigern. Die Conversion Rate steigt also mit dem Einsatz von Videos. Denk dabei entlang der Customer Journey: welche Videoanzeigen brauchen Deine User:innen auf welchem Kanal zu welcher Zeit?

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Beispiel: Wenn Du ein Erklärvideo auf Deiner Landingpage einbindest (ganz oben, nicht ganz unten), steigen die Chancen auf eine höhere Conversion Rate signifikant. (Unbounce)

  • Du willst Zahlen? Marken, die Videos in ihre Kampagnen einbinden, erzielen 34 % höhere Konversionsraten (Aberdeen Group).
  • 92 % der Video-Vermarkter geben an, dass sie mit Video-Marketing einen guten ROI erzielt haben (Oberlo 2023)

Dabei ist die Landingpage ein klassischer Touchpoint in späten Phasen der Customer Journey. In frühen Phasen passt ein Image-Video besser. Frage Dich immer: Wie viel “Produkt” kann mein Video-Content dem zukünftigen Kunden zumuten? Faustregel: Je früher in der Customer Journey, desto weniger Produkt und desto mehr Marke, Haltung, Werte.

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Dank personalisiertem Video Content zu mehr Leads, Traffic und ROI — Nico Decurtins

Seit Sommer 2018 verantwortet Nico Decurtins den Bereich Business Development bei der Schweizer Video-Tech Firma iRewind. Nach 8 Jahren als Marketing-Verantwortlicher bei Tesla betrat er ein ihm unbekanntes Neuland, wel...

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Video-Marketing ist effektiv, weil es snackable ist

Das menschliche Gehirn reagiert auf audiovisuelle Reize in erheblichem Umfang stärker als auf reinen Text. Videos nimmst Du immer als “leicht verdaulich” wahr, egal, auf welcher Plattform Du sie siehst.

Jeder hat inzwischen sein eigenes Video-Device in der Tasche: das Smartphone. Video-Marketing ist in der U-Bahn, in der Mittagspause, im Wartezimmer beim Zahnarzt überall verfügbar. Snackable Content in Form von kurzen Videos wird immer beliebter in einer Zeit, in der auch unsere Aufmerksamkeitsspanne sinkt.

Der Hauptgrund für bewegte Bilder liegt also auf der Hand: Viele User:innen machen sich nur noch ungern die Mühe, einen Fließtext durchzulesen, vor allem wenn sie selbst noch nicht interessiert sind. Im Content Marketing unterscheiden wir beispielsweise in Push- und Pull-Kommunikation, Erstere setzt noch kein Interesse bei der potenziellen Kundschaft voraus – und ist daher perfekt für Video-Marketing.

B2C, B2B, B2everyone: Video-Marketing funktioniert branchenunabhängig

Egal, welchen Content Du anbietest, mit einem Video steigerst Du Deine Umsätze garantiert!

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Statistiken belegen, dass sich der Dreh eines Videos definitiv lohnt, denn 84 % der Vermarkter sagen, dass Video-Content ihnen geholfen hat, Leads zu generieren.

(Quelle: Wyzowl’s State-of-Marketing-Report 2021)

Beim Video-Marketing geht es vorrangig darum, eine Beziehung zwischen der Marke und potenziellen Kunden herzustellen. Ganz egal, ob das im Bereich der Konsumgüter passiert oder im industriellen Maschinenbau.

Hier ist es wichtig, den Kunden emotional anzusprechen – auch Leads sind nur Menschen, auch im B2B sind Vertriebler mit Gefühlen und Gehirnen tätig. Wie könnte dies besser gelingen als durch die Verbreitung auf Video-Plattformen wie beispielsweise YouTube? Nicht zuletzt sind Produkt-Demovideos für Unternehmen fast immer die wichtigste Form der B2B-Werbung.

2. Die Gründe und Einsatzmöglichkeiten für gutes Video-Marketing sind so vielfältig wie die Marken, Kundenreisen und die Videostrategie

Wenn man nur einen Hammer hat, ist jedes Problem ein Nagel. Leider steht das digitale Marketing vor viel mehr Herausforderungen als einen Nagel in die Wand zu schlagen. Zum Glück haben wir einen riesigen Werkzeugkasten! Das ist auch nötig. Unsere Aufmerksamkeitsspanne sinkt kontinuierlich.

Lag sie zur Jahrtausendwende noch bei 12 Sekunden, lassen sich die meisten Menschen im Jahr 2019 nicht länger als 8 Sekunden fesseln. Deswegen reden wir spätestens seit den 2020ern alle über snackable Content (Quelle u.a. Time Magazin).

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„Video-Marketing ist keine Kunst, sondern im ersten Schritt reines Handwerk. Kenne die Funktionen der Plattformen!”

Gerhard Schröder

Video Content Marketing kann vielfältige Unternehmensziele unterstützen und deswegen in unterschiedlichen Strategien zum Einsatz kommen.

Hier sind einige Beispiele:

  • Markenbewusstsein steigern: Videos können eine breite Sichtbarkeit schaffen und die Bekanntheit Deiner Marke fördern. Hierbei kann es sich um Unternehmensvideos, Produkt-Demos oder unterhaltsame, virale Videos handeln, die den Markennamen und die Markenbotschaft verbreiten.
  • Produktinformationen liefern: Produkt- und Dienstleistungsvideos nutzt Du, um Features, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten zu demonstrieren. Tutorials, How-to-Videos und Unboxing-Videos sind gängige Videoformate für dieses Ziel.
  • Kundenbindung erhöhen: Video-Content, der den Zuschauern und Zuschauerinnen einen Mehrwert bietet, stärkt und festigt Kundenbeziehungen. Beispiele hierfür könnten sein: Experteninterviews, Webinare, Q&A-Sessions und regelmäßige Video-Blogs (Vlogs).
  • Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufbauen: Kundenbewertungen, Testimonials und Fallstudien in Videoform können das Vertrauen in Deine Marke, Produkte oder Dienstleistungen stärken. “Hinter den Kulissen”-Videos können ebenfalls zur Transparenz beitragen und eine persönlichere Beziehung zu den Kunden aufbauen.
  • Lead-Generierung: Videos mit starkem Call-to-Action können dazu beitragen, potenzielle Kunden zur Interaktion zu bewegen, z.B. durch das Ausfüllen eines Kontaktformulars, den Download eines Leitfadens oder das Abonnieren eines Newsletters. Webinare sind oft ein effektives Videoformat zur Lead-Generierung.
  • Verkaufs- und Umsatzsteigerung: Produkt- oder Dienstleistungsvideos auf Verkaufsseiten und Produktseiten können potenzielle Kunden bei ihrer Kaufentscheidung unterstützen, die Verweildauer erhöhen und Skepsis abbauen. Ebenso kannst Du vertrieblich fokussierte Videos auf Social Media distribuieren, um direkt Verkäufe und Umsatz steigern.
  • Bildung und Schulung: Videos kannst Du auch intern verwenden, um Mitarbeiter zu schulen oder zu schulen, oder extern, um Kunden zu erziehen und zu informieren. Tutorial-Videos, Produktführungen und E-Learning-Inhalte können hier besonders nützlich sein.

Ein Beispiel: Amygdala und Neokortex mit Videoanzeigen hintereinander ansprechen

Wir kennen unsere Zielgruppe. Wir wissen, sie hat einen spezifischen Pain Point, den unser Produkt löst. Im Erstkontakt produzieren wir eine Videokampagne, die sich vor allem mit diesem Pain Point beschäftigt und vielleicht erste Tipps gibt, diesen zu lösen.

Wir sprechen hier erst einmal die Amygdala im Gehirn unserer Zielgruppe an. Diese Region ist für Emotionen zuständig. Wir tracken, wer unser Video gesehen hat und nutzen Remarketing, um denen ein weiteres Video zu zeigen, die unser Video überdurchschnittlich lang gesehen haben.

Jetzt machen wir eine erklärende Videokampagne, an deren Ende unser Produkt die Lösung ist. Voilá: Wir sprechen jetzt eher den Neokortex an, die Gehirnregion, die für rationale Entscheidungen zuständig ist.

Beide Video-Contents müssen natürlich aufeinander aufbauen und eine klare Kontinuität zeigen. Gerade dabei, mit gutem Video-Marketing eine gut geplante Customer Journey zu bauen, kann eine erfahrene Agentur helfen.

3. Video-Marketing kostet Geld, ist aber eine nachhaltige Investition in Deine Marke

Marketing hat’s schwer. Es ist ein ewiger Kampf um Ressourcen. Das Preisschild, das an einer Videoproduktion hängt, ruft oft Abwehrreaktionen hervor. Aber auch hier gilt: Das richtige Video zur richtigen Zeit für die richtigen Menschen – passend zu Deiner Marke.

Wie viel Dein Video-Marketing kostet, ist ebenso unterschiedlich. Willst Du einen zehnminütigen Imagefilm drehen, ist das mit anderen Kosten verbunden, als ein kurzes animiertes Erklärvideo oder andere Filmtypen.

Grundsätzlich ist der klassische Imagefilm in den 2020ern wieder beliebter geworden als kleine “Gegenbewegung” zu performance-orientierten Lead-Videos und super-short-Formaten.

Zwei Faustformeln sind hier wichtig:

  • Damit Bewegtbild-Formate auf jeder Plattform gut ankommen, solltest Du nicht kleckern, sondern klotzen. Gerade was Sound und Bildqualität angeht. Denke daran: User:innen sind heute extrem hohe Standards gewohnt. Die Messlatte hängt höher als noch 2005.
  • Denk vom Großen ins Kleine: Der klassische Imagefilm ist für Dich wichtig, gerade wenn Du noch eine unbekannte Marke bist. Darauffolgende Video-Contents können kleinteiliger werden, Features und Produkte erklären, Dein Portfolio vorstellen. Aber am Anfang steht: Brand, Brand, Brand – wenn Du nicht gerade Nike oder Apple bist.

Gerade bei einem Imagefilm gibt es neben Planung, Storyboard und Akteuren (Model-Releases) noch viele weitere Faktoren zu beachten:

  • Schnitt
  • Lichteffekte
  • Ton
  • Color Correction und Color Grading
  • Feinschnitt
  • Grafik und Motion Design
  • Kosten für Lizenzen und Rechte

“Das machen wir in der Post” sagt heute keiner mehr. Die Post-Produktion im Video-Marketing ist kostenintensiv. Störende Hintergrundgeräusche muss ein Mediengestalter herausfiltern, Farben und Tonwert korrigieren, Lichteffekte und Grafiken einbauen.

Dabei können pro Tag gut und gerne mehrere hundert Euro zusammenkommen. Wobei hier gerade AI-gesteuerte Verfahren auch die Kosten in den kommenden Jahren massiv senken könnten.

Hier sind einige Inspirationen für (schon heute) gute AI-Videobearbeitungssoftware:

  • Descript für die Videobearbeitung entlang von Video-Skripten
  • Synthesia für die Verwendung digitaler Avatare
  • Wondershare Filmora für das Aufpolieren von Videos mit KI-Tools
  • Runway für das Experimentieren mit generativer KI
  • InVideo für die Umwandlung eines Skripts in ein Video
  • Peech für Content-Marketing-Teams
  • Fliki für Videos in sozialen Medien

Kosteneffizienz im Video-Marketing: Repurposing als Einsatzmöglichkeit von Anfang an mitdenken

Content Repurposing ist im Grunde die Wiederverwendung oder Umgestaltung eines bestehenden Inhalts in einem neuen Format oder für einen neuen Kontext. Dabei kann es sich um einen Blogbeitrag handeln, der zu einem Video umgewandelt wird, oder umgekehrt.

Es kann eine effektive Möglichkeit sein, den Wert Deines Contents zu maximieren und mehr Reichweite zu erzielen.

  • Vom Blogbeitrag zum Video: Du hast einen wirklich erfolgreichen Blogbeitrag? Super, mach ein Video daraus! Du kannst den Blogbeitrag als Skript nutzen und dazu passende Bilder oder Videoclips zeigen. Oder vielleicht könntest Du ein Interview oder eine Diskussion zum Thema filmen.
  • Vom Video zum Blogbeitrag: Das funktioniert auch andersherum. Du hast ein beliebtes Video? Schreibe einen Blogbeitrag darüber! Du könntest das Transkript des Videos verwenden oder eine detaillierte Zusammenfassung oder Analyse schreiben.
  • Von der Webinar-Aufzeichnung zum Video-Tutorial: Du hast ein Webinar abgehalten? Nutze die Aufzeichnung, um kleinere Video-Tutorials oder Tipps zu erstellen. Jeder Abschnitt des Webinars könnte ein eigenes kleines Video sein.
  • Vom langen Video zum Kurzclip: Du hast ein langes, ausführliches Video? Zerlege es in kleinere, leichter verdauliche Clips und teile diese auf Social Media oder in Deinem Newsletter.

4. Das Format Deines Video-Contents muss themenspezifisch und zugeschnitten auf Deine Persona sein

Beim Video-Marketing kommt es vor allem darauf an, den Inhalt für den bzw. die User:in interessant und emotional fesselnd zu gestalten. Meint: für genau den bzw. die User:in, den oder die Du ansprechen willst. Du musst also wissen, was Deine Zielgruppe umtreibt, was sie anspricht und was ihre Schmerzpunkte sind.

Minutenlang über Flaschennahrung für Babys zu referieren, spricht nun einmal nicht unbedingt den ambitionierten jugendlichen Tischtennisspieler an.

So erstellst Du eine Persona für Dein Video-Marketing

Die Erstellung einer Persona für Video-Marketing ähnelt dem Prozess der Persona-Erstellung für andere Marketinginitiativen, jedoch mit einem speziellen Fokus auf die Art und Weise, wie die Persona das Bewegtbild konsumiert und auf sie reagiert.

Hier sind die Schritte, die Du durchlaufen solltest:

  1. Zielgruppenanalyse: Beginne damit, Deine Zielgruppe zu analysieren. Du musst herausfinden, wer Deine potenziellen Kunden sind und was sie wollen. Dazu können demografische Daten, psychografische Daten, Verhaltensdaten und soziale Medien-Präferenzen gehören. Auch eine Keywordrecherche kann helfen.
  2. Bestimme Schlüsselmerkmale: Ermittle die Schlüsselmerkmale Deiner Persona. Dies könnte Folgendes beinhalten:
    a. Demografische Informationen (Alter, Geschlecht, Wohnort, Bildung, Einkommen usw.)
    b. Berufliche Details (Jobtitel, Branche, Arbeitgebergröße, berufliche Herausforderungen)
    c. Persönliche Vorlieben und Abneigungen
    d. Verhaltensweisen und Gewohnheiten (wie und wann sie Videos konsumieren, auf welchen Plattformen sie aktiv sind, kurz: eine Touchpoint-Analyse)
    e. Ihre Werbeziele und Herausforderungen in Bezug auf Dein Produkt oder Deine Dienstleistung (Pain Points)
  3. Erstelle eine Geschichte: Erzähle eine Geschichte über Deine Persona. Dazu könnte gehören, wie sie auf Dein Produkt oder Deine Dienstleistung stößt, wie sie es nutzt, und welche Probleme es für sie löst. Gib der Persona ein Gesicht, mach sie greifbar und weniger abstrakt.
  4. Berücksichtige Video-spezifische Präferenzen: Für Video-Marketing sind spezifische Präferenzen relevant. Überlege, welche Arten von Videos Deine Persona bevorzugt (z.B. Erklärvideos, Produktbewertungen, Interviews, Webinare, etc.). Wie lange schaut sie sich typischerweise Videos an? Welche Art von Inhalten zieht sie an (humorvoll, informativ, inspirierend, etc.)? Auf welchen Plattformen konsumiert sie hauptsächlich Videoinhalte (YouTube, Facebook, Instagram, LinkedIn, etc.)?
  5. Überprüfe und verfeinere Deine Persona: Sobald Du eine vorläufige Persona erstellt hast, solltest Du sie überprüfen und verfeinern, basierend auf realen Daten und Feedback. Du kannst Umfragen und Interviews durchführen, um mehr über Deine Zielgruppe zu erfahren und sicherzustellen, dass Deine Persona so genau wie möglich ist.

Denke daran, dass Personas nicht statisch sind. Überwache kontinuierlich das Verhalten Deiner Zielgruppe und aktualisiere die Personas, wenn sich ihre Bedürfnisse oder Präferenzen ändern.

Eine gut definierte Persona ermöglicht es Dir, Deine Marketingstrategien effektiver zu gestalten und eine starke Verbindung zu Deiner Zielgruppe aufzubauen. Auch musst Du Dir überlegen, auf welchen Video-Plattformen Du präsent sein möchtest. Auch hier ist eine Agentur als Sparringspartner für gute Inhalte sinnvoll.

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„Was nutzt uns der geilste Content, wenn er nicht gefunden wird”

Marc Figur

Die wichtigsten Videoformate und Filmtypen für Dein Video-Marketing

Übergeordnet sei gesagt: 2023+ boomen kurze Videoformate überall. Reels auf Instagram und Facebook(!), Idea-Pins auf Pinterest, YouTube-Shorts, TikToks, Filmtypen, die schnell auf den Punkt kommen.

a) Filmtyp „Erklärvideo“
b) Filmtyp „Viralvideo“
c) Filmtyp „Unternehmensvideo“ oder „Imagevideo“
d) Filmtyp „Produktvideo“ oder „Produktfilm“
e) Web-Seminare als Video-Konferenz oder Hangouts
f) Filmtyp „Reportage“
g) Recruiting-Videos und Videos für das Employer Branding
h) Filmtyp „Bumper Ad“

a) Filmtyp „Erklärvideo“

Ein Mittelständler könnte für seine Persona ein Erklärvideo für sein Content Marketing benötigen, wenn er erklärungsbedürftige Produkte, Dienstleistungen oder Konzepte hat.

Hier sind einige Situationen, in denen ein Erklärvideo hilfreich sein kann:

  • Produktvorstellung: Wenn das Produkt des Mittelständlers neu oder einzigartig ist, kann ein Erklärvideo die Funktionsweise, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten des Produkts verständlich machen.
  • Anleitungen und Tutorials: Wenn das Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen hat, die eine Erklärung oder Anleitung erfordern, führt ein Erklärvideo den potenziellen Kunden Schritt für Schritt durch den Prozess.
  • Komplexe Konzepte: Wenn das Unternehmen komplexe Ideen oder Konzepte vermitteln muss, die für die Zielgruppe möglicherweise neu sind, können Erklärvideos dabei helfen, diese Konzepte in einfacher und ansprechender Weise zu erklären.
  • Veranschaulichung von Vorteilen: Ein Erklärvideo zeigt außerdem die Vorteile der Produkte oder Dienstleistungen und kann den Kunden davon überzeugen, warum das Produkt die richtige Wahl ist – allerdings sollte die Beratung und Information im Vordergrund stehen.

4 Punkte für ein gutes Erklärvideo:

Klarheit und Verständlichkeit: Ein gutes Erklärvideo sollte Informationen klar und verständlich vermitteln. Die Botschaft sollte präzise und auf den Punkt gebracht werden, ohne die Zielgruppe zu überfordern.

  1. Visuelle Attraktivität: Das Video sollte visuell ansprechend sein und die Aufmerksamkeit der Zuschauer:innen durch hochwertige Animationen, Grafiken oder Illustrationen halten. Eine ansprechende visuelle Gestaltung trägt dazu bei, die Botschaft effektiver zu vermitteln.
  2.  Kürze und Prägnanz: Ein gutes Erklärvideo sollte kurz und prägnant sein, um die Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer:innen zu berücksichtigen. In der Regel sollte es nicht länger als 2-3 Minuten dauern, um das Interesse aufrechtzuerhalten.
  3. Storytelling: Ein gutes Erklärvideo nutzt Storytelling-Elemente, um eine Verbindung zur Zielgruppe aufzubauen und sie emotional anzusprechen. Eine gut erzählte Geschichte kann die Informationen besser vermitteln und das Publikum dazu bringen, sich mit dem Inhalt zu identifizieren.
  4. Call-to-Action: Am Ende des Videos sollte eine klare Handlungsaufforderung (Call-to-Action) vorhanden sein, um die Zuschauer:innen zu einer bestimmten Aktion zu motivieren, wie zum Beispiel den Besuch der Website des Unternehmens, das Ausfüllen eines Kontaktformulars oder den Kauf des Produkts.
    Ein gutes Erklärvideo kombiniert also klare Kommunikation, visuelle Attraktivität, Kürze, Storytelling und eine klare Handlungsaufforderung, um die Botschaft effektiv zu vermitteln und die gewünschten Ergebnisse für das Mittelständler-Unternehmen zu erzielen.

Dieses Erklärvideo wurde von der Erklärfilm-Agentur “explain it simple” produziert.

b) Filmtyp „Viralvideo“

Viral gehen – ein Neologismus, der die rasante Ausbreitung eines (Video-)Contents beschreibt. Der Begriff beschreibt die sich exponentiell vergrößernde Reichweite eines Contents. Zugegeben: Für Vitalität braucht es auch etwas Glück. Aber nachhelfen kannst Du trotzdem:

6 Punkte für eine gute Strategie, Dein Video viral gehen zu lassen:

Die beste Strategie, um ein Video viral gehen zu lassen, ist die planvolle Verbreitung in sozialen Netzwerken und auf Video-Plattformen. Hierfür muss es möglichst kurz gehalten werden.

Virale Videos handeln oft von etwas Lustigem, Schockierendem oder von spannenden aktuellen Entwicklungen. Versuche, den oder die User:in zu überraschen oder überrumpeln, um seine Bereitschaft zu erhöhen, das Video zu teilen.

Je besser der Inhalt, desto höher ist die Verweildauer und das Engagement und desto eindrücklicher wird die Werbebotschaft der Videokampagne vermittelt.

  1. Kreatives Konzept: Um ein virales Video zu erstellen, benötigst Du ein kreatives und einzigartiges Konzept. Überlege, wie Du Emotionen ansprichst, Humor einsetzt, eine Geschichte erzählst oder eine unerwartete Wendung einbaust, um das Interesse der Zuschauer:innen zu wecken und sie zum Teilen des Videos zu motivieren.
  2. Qualität und Professionalität: Obwohl virale Videos oft spontan oder “handgemacht” wirken, ist es dennoch wichtig, dass Du sie qualitativ hochwertig produzierst. Achte auf eine gute Bild- und (vor allem!) Tonqualität.
  3. Emotionalisierung und Unterhaltung: Virale Videos haben oft einen hohen Unterhaltungswert oder lösen starke Emotionen aus. Überlege, wie Du Humor, Spannung, Überraschung oder Mitgefühl in Dein Video integrieren kannst, um eine starke Verbindung zu den Zuschauern und Zuschauerinnen herzustellen und sie zum Teilen zu motivieren.
  4. Optimiere für die Plattform: Berücksichtige die Plattformen, auf denen Du das Video teilen möchtest, und optimiere den Inhalt entsprechend. Achte auf die Länge des Videos, die Platzierung von Untertiteln (falls erforderlich) und die Verwendung von Untertiteln, die den Inhalt auch ohne Ton verständlich machen.
  5. Verbreitung und Promotion: Plane im Voraus, wie Du das Video verbreiten und promoten wirst. Nutze Deine vorhandenen Kanäle wie Website, Social-Media-Plattformen und E-Mail-Newsletter, um das Video zu teilen. Ermutige auch Dein Publikum, das Video mit ihren Freunden und Followern zu teilen. Denke über Influencer-Marketing oder die Zusammenarbeit mit relevanten Partnern nach, um die Reichweite des Videos zu erhöhen.
  6. Überwachung und Interaktion: Nachdem das Video veröffentlicht wurde, überwache die Reaktionen und Interaktionen der Zuschauer:innen. Beantworte Kommentare, teile das Video in relevanten Online-Communities oder reagiere auf Erwähnungen in den sozialen Medien. Aktive Interaktion kann dazu beitragen, die Reichweite und das Engagement des Videos weiter zu steigern. Eine kleine Belohnung verleitet zum Teilen des Videos!
    Es gibt keine Garantie, dass Videos viral gehen. Aber Du kannst Deine Chancen maßgeblich beeinflussen, indem Du aktiv Engagement förderst.

c) Filmtyp „Unternehmensvideo“ oder „Imagevideo“

Ein Imagefilm unterscheidet sich gleich in mehreren Punkten von den oben genannten Videos. Ein Imagefilm ist kein kurzer Spot. Er hat eine Spiellänge von bis zu zehn Minuten. Er preist kein Produkt an und erklärt keine Features. Stattdessen ist der Fokus auf der Corporate Identity des jeweiligen Unternehmens. Ein Imagevideo stiftet gewissermaßen Identität.

6 Punkte, die Deinen Imagefilm besser machen:

  1. Definiere Deine Markenbotschaft: Bevor Du mit der Produktion des Imagefilms beginnst, ist es wichtig, Deine Markenbotschaft klar zu definieren. Welche Werte, Vision und Kultur repräsentiert Dein Unternehmen? Die Botschaft sollte konsistent und einprägsam sein.
  2. Storytelling: Nutze (wieder einmal) die Kraft des Storytellings, um eine emotionale Verbindung zu Deinem Publikum herzustellen. Erzähle die Geschichte Deines Unternehmens, wie es entstanden ist, welche Herausforderungen überwunden und welche Erfolge erreicht wurden. Lasse Deine Mitarbeiter, Kunden oder andere relevante Personen zu Wort kommen, um die Authentizität zu stärken.
  3. Visualisierung der Markenwerte: Zeige visuell, wie Deine Markenwerte in Aktion umgesetzt werden, sonst bleibst Du zu abstrakt. Dies könnte durch Szenen, die Deine Mitarbeiter bei der Arbeit zeigen, Kundenerlebnisse, Projekte oder soziale Verantwortung geschehen. Verwende Bilder, die Deine Markenwerte verkörpern und eine positive Wahrnehmung Deines Unternehmens vermitteln.
  4. Professionelle Produktion: Achte auf eine gute Bild- und Tonqualität, eine ansprechende visuelle Gestaltung und eine professionelle Bearbeitung. Ein hochwertiger Film unterstreicht die Wertigkeit Deiner Marke und schafft Vertrauen bei den Zuschauern und Zuschauerinnen.
  5. Musik und Sounddesign: Die Musik sollte zur Identität Deines Unternehmens passen und den Film rhythmisch und emotional verstärken.
  6. Call-to-Action: Schließe den Imagefilm mit einem starken Call-to-Action ab, der die Zuschauer:innen dazu ermutigt, weitere Informationen über Dein Unternehmen zu erhalten. Das kann ein Aufruf sein, Deine Website zu besuchen, Dich auf Social-Media-Plattformen zu folgen oder Dich direkt zu kontaktieren.

d) Filmtyp „Produktvideo“ oder „Produktfilm“

Ein Produktvideo stellt ein Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung in den Fokus. Hier befinden wir uns bereits sehr spät in der Customer Journey.

Unsere Persona sollte also Produktvideos sehen, wenn es unsere Marke zumindest schon einmal gehört hat. Produktfilme wirken nicht nur im Internet, sondern auch direkt im Point of Sale, etwa im Baumarkt oder in der Feinkost-Abteilung.

Zu den Produktfilmen zählen auch die sogenannten Referenzfilme, die vor allem von Dienstleistungsunternehmen eingesetzt werden.

So können beispielsweise Konditoren oder Partyservices einen Produktfilm ihrer Angebote und Leistungen einsetzen, in dem der potenzielle Kunde ihnen beim Anrichten von Speisen über die Schulter schauen kann. Wichtig dabei ist Social Proof, also die eindeutige, authentische Empfehlung eines neutralen Kunden.

5 Punkte, die ein gutes Produktvideo ausmachen:

  1. Kreative Darstellung: Nutze kreative Darstellungstechniken, um das Produkt interessant und ansprechend zu präsentieren. Verwende hochwertige visuelle Effekte, Animationen oder Grafiken, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer:innen zu gewinnen und die Botschaft klar zu vermitteln.
  2. Zeige den Nutzen: Konzentriere Dich auf die Vorteile und den Mehrwert des Produkts für die Kunden. Stelle die Lösungen dar, die das Produkt bietet, und zeige, wie es ihr Leben verbessern kann. Kunden möchten wissen, welchen Nutzen sie aus dem Produkt ziehen können.
  3. Demonstration in Aktion: Zeige das Produkt in Aktion, um seine Funktionalität zu veranschaulichen. Nutze praktische Beispiele oder Szenarien, um zu demonstrieren, wie das Produkt verwendet wird und welche Ergebnisse, damit erzielt werden können. Kunden möchten sehen, wie das Produkt in ihrem Alltag Anwendung findet.
  4. Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte: Integriere Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte in das Produktvideo, um das Vertrauen der Zuschauer:innen zu stärken. Zeige, wie das Produkt anderen Kunden geholfen hat und welche positiven Erfahrungen sie damit gemacht haben.
  5. Kürze und Prägnanz: Halte den Produktfilm kurz und prägnant, um die Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer:innen zu berücksichtigen. Fokussiere Dich auf die wichtigsten Informationen und vermeide unnötige Längen. In der Regel sollten Produktvideos nicht länger als 1-2 Minuten sein.

e) Web-Seminare als Video-Konferenz oder Hangouts

Webinare, Video-Konferenzen und Hangouts stellen weitere Tools des Video-Marketing dar. Mit einem Unterschied: sie sind dialogisch und bedeuten den direkten Austausch mit den potenziellen Kunden.

Viele Webinare sind nicht nur punktuell einsehbar, sondern funktionieren zu verschiedenen Terminen, innerhalb bestimmter Zeitspannen oder sind gar dauerhaft auf Videoplattformen oder Websites zu finden. Dadurch können auch User:innen teilnehmen, die zeitlich nicht flexibel sind.

8 Punkte, die ein gutes Webinar ausmachen:

  1. Definiere klare Werbeziele: Bestimme die spezifischen Werbeziele für Deine Webinare. Möchtest Du die Sichtbarkeit Deines Unternehmens erhöhen, Leads generieren, Expertise demonstrieren oder Kundenbindung fördern? Die klare Definition Deiner Werbeziele wird Dir helfen, den Erfolg Deiner Webinare zu messen.
  2. Identifiziere Deine Zielgruppe: Analysiere Deine Zielgruppe gründlich und identifiziere die Bedürfnisse, Fragen und Probleme, mit denen sie konfrontiert ist. Passe den Inhalt Deiner Webinare an diese spezifischen Bedürfnisse an, um relevante und wertvolle Informationen bereitzustellen.
  3. Wähle das richtige Thema: Wähle Themen für Deine Webinare, die für Deine Zielgruppe relevant und interessant sind. B2B-Webinare könnten sich mit Branchentrends, Best Practices, Fallstudien, Problemlösungen oder neuen Technologien befassen. Achte darauf, dass das Thema einen klaren Nutzen für die Teilnehmer hat.
  4. Bereite den Inhalt sorgfältig vor: Erstelle einen strukturierten und gut organisierten Inhalt für Dein Webinar. Verwende visuelle Hilfsmittel wie Präsentationen, Grafiken oder Demos, um den Inhalt ansprechend zu gestalten. Achte darauf, dass der Inhalt informativ, präzise und auf den Punkt gebracht ist.
  5. Interaktive Elemente einbinden: Integriere interaktive Elemente in Deine Webinare, um das Engagement und die Interaktion der Teilnehmer zu fördern. Dazu gehören Live-Fragen und -Antworten, Umfragen, Chats und Diskussionen. Dies ermöglicht es den Teilnehmern, aktiv am Webinar teilzunehmen und sich stärker einzubinden.
  6. Terminplanung und Promotion: Wähle einen geeigneten Termin für Dein Webinar, der die Verfügbarkeit Deiner Zielgruppe berücksichtigt. Plane im Voraus und bewerbe das Webinar über verschiedene Kanäle wie E-Mail-Einladungen, soziale Medien, Deine Website und Branchenverbände. Stelle sicher, dass die Anmeldung einfach und benutzerfreundlich ist.
  7. Bereitstellungstechnologie auswählen: Wähle eine zuverlässige Webinar-Plattform oder -Software aus, die Deine Anforderungen erfüllt. Achte auf Funktionen wie Bild- und Tonqualität, Bildschirmfreigabe, Chat-Funktionen, Aufzeichnungsmöglichkeiten und Integration mit anderen Tools wie CRM-Systemen.
  8. Follow-up und Nachbereitung: Nutze die Möglichkeiten des Follow-ups nach dem Webinar, um den Kontakt zu den Teilnehmern aufrechtzuerhalten. Sende eine Dankes-E-Mail, teile die Aufzeichnung des Webinars und biete weiterführende Ressourcen an. Analysiere auch das Feedback und die Teilnehmerdaten, um das nächste Webinar zu optimieren.

Teilweise werden Webinare auch als Produktpräsentationen angeboten. Als solche bieten sie alle Vorteile des Video-Marketings:

  • audiovisuelle Darstellung des Produktes
  • emotionale Bindung der Zuschauer:innen durch eine:n sympathische:n Leiter:in
  • aktiv agierende Zuschauer:innen und somit User Generated Content

Dieses Video-Marketing-Tool wurde am 01. August 2019 eingestellt. Als Alternative bietet Google die YouTube-Webcam an, mit deren Hilfe man einen benutzerdefinierten Livestream erstellen kann.

f) Filmtyp „Reportage“

Gerade wenn sich ein Unternehmen für humanitäre oder ökologische Angelegenheiten starkmacht, besonders innovativ oder in anderer Hinsicht einzigartig ist, kann es durch eine Reportage neue Kunden gewinnen und effektiv an sich binden. Aber eine Reportage ist ein komplexes Projekt, wahrscheinlich das aufwändigste Format im Video-Marketing.

Generell gelten viele Tipps aus den anderen Formaten auch hier: Überlege Dir eine klare Botschaft und eine klare Zielgruppe, plane im Voraus, wie Du die Reportage verbreiten und promoten wirst und spare auf gar keinen Fall an der Ton- und Soundqualität. Ein paar Sachen sind aber besonders wichtig:

5 Punkte, die für eine Reportage im Video-Marketing besonders wichtig sind:

  1. Struktur und Inhalte: Plane die Struktur der Reportage, um die Informationen fließend und logisch zu präsentieren. Teile die Reportage in Abschnitte auf, die verschiedene Aspekte des Unternehmens abdecken, wie z.B. Geschichte und Hintergrund, Geschäftsprozesse, Team, Innovationen und soziales Engagement.
  2. Authentizität und Transparenz: Betone die Authentizität des Unternehmens, indem Du reale Szenen und Interviews mit den Mitarbeitern und Führungskräften einbindest. Zeige, wie das Unternehmen tatsächlich arbeitet und welchen Mehrwert es für Kunden, Mitarbeiter und die Gesellschaft bietet. Offenheit und Transparenz schaffen Vertrauen und machen das Unternehmen nahbar.
  3. Storytelling-Elemente einbeziehen: Nutze Storytelling-Elemente, um die Zuschauer:innen emotional zu berühren und eine Verbindung zum Unternehmen aufzubauen. Lasse Mitarbeiter, Kunden oder Partner zu Wort kommen und erzähle inspirierende Geschichten über deren Erfahrungen mit dem Unternehmen. Eine gut erzählte Geschichte schafft eine tiefe Bindung zu den Zuschauern und Zuschauerinnen.
  4. Soziales Engagement hervorheben: Präsentiere das soziale Engagement des Unternehmens auf authentische Weise. Zeige Projekte oder Initiativen, bei denen das Unternehmen einen positiven Einfluss auf die Gemeinschaft, Umwelt oder benachteiligte Gruppen hat. Betone die Werte und die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens.
  5. Langfristige Video-Marketing-Strategie: Die Reportage sollte Teil einer langfristigen Video-Marketing-Strategie sein. Plane weitere Videos und Inhalte, um das Unternehmen kontinuierlich zu präsentieren und die Beziehung zu den Zuschauern und Zuschauerinnen zu vertiefen. Analysiere die Ergebnisse und passe Deine Videostrategie an, um den Erfolg des Video-Marketings langfristig zu maximieren. Eine Agentur kann hier gut die „Betriebsblindheit“ ein wenig ausgleichen.

g) Recruiting-Videos und Videos für das Employer Branding

Video-Marketing hat auch im Hinblick auf Personalsuche einiges verändert. Eine vakante Stelle in Deinem Unternehmen kostet Dich bares Geld. Umso wichtiger ist es, mit einer guten Video-Marketing-Strategie auf Dein Unternehmen und die zu besetzende Stelle aufmerksam zu machen.

Das verkürzt den Recruiting-Prozess deutlich. Ähnlich wie bei einem Imagefilm geht es auch bei dieser Form des Video-Marketing um die Außenwirkung Deines Unternehmens.

Allerdings stellst Du Dein Unternehmen sehr viel intimer und mehr mit einer Innensicht dar als bei einem Imagefilm. Schließlich möchtest Du nicht, dass der Bewerber aus allen Wolken fällt, wenn er plötzlich mit Deiner “wahren” Unternehmenskultur konfrontiert wird. Sei also ehrlich und zeige Dich von Deiner besten, aber auch authentischen Seite.

8 Elemente für Werbefilme als Einsatzmöglichkeit, um Deine Arbeitgebermarke stärken und erfolgreiches Employer Branding und Recruiting ermöglichen:

  1. Mitarbeiterstimmen: Lasse Mitarbeiter:innen im Werbefilm zu Wort kommen und über ihre Erfahrungen, die Unternehmenskultur und die Karrieremöglichkeiten sprechen. Das gibt potenziellen Bewerbern einen glaubwürdigen Einblick in das Unternehmen und kann Vertrauen aufbauen.
  2. Vielfalt und Inklusion: Zeige die Vielfalt und Inklusion im Unternehmen, indem Du Mitarbeiter verschiedener Hintergründe, Geschlechter, Altersgruppen und ethnischen Zugehörigkeiten darstellst. Das signalisiert Offenheit und Chancengleichheit und spricht diverse Bewerbergruppen an.
  3. Karrieremöglichkeiten: Präsentiere die vielfältigen Karrieremöglichkeiten im Unternehmen und erläutere die Entwicklungsperspektiven für Mitarbeiter. Zeige Aufstiegschancen, Schulungsprogramme oder andere Benefits, die das Unternehmen seinen Mitarbeitern bietet.
  4. Arbeitsumfeld: Zeige das moderne Arbeitsumfeld, die Büros, Technologien oder anderen Arbeitsbedingungen im Unternehmen. Betone Aspekte wie flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeiten, Teamarbeit oder andere spezifische Benefits, die attraktiv für Bewerber sein könnten.
  5. Unternehmenskultur und Werte: Verdeutliche die Unternehmenskultur und die gelebten Werte im Video. Gehe auf Aspekte wie Teamwork, Innovation, Zusammenarbeit oder soziales Engagement ein, um zu zeigen, was das Unternehmen einzigartig macht.
  6. Positive Arbeitsatmosphäre: Stelle die positive Arbeitsatmosphäre und das gute Arbeitsklima im Unternehmen dar. Zeige Mitarbeiter, die Spaß bei der Arbeit haben, und betone die Gemeinschaft und das Miteinander im Team.
  7. Einblicke in den Bewerbungsprozess: Gib den potenziellen Bewerbern Einblicke in den Bewerbungsprozess und erkläre, wie sie sich bewerben können. Kläre über den Ablauf, die Ansprechpartner und die nächsten Schritte auf, um den Bewerbungsprozess transparent zu gestalten.
  8. Call-to-Action: Beende das Werbevideo mit einem klaren Call-to-Action, der die Zuschauer:innen dazu ermutigt, weitere Informationen zu erhalten oder sich zu bewerben. Verweise auf die Karriereseite des Unternehmens oder andere relevante Kontaktdaten, um den Bewerbungsprozess einzuleiten.

h) Filmtyp „Bumper Ad“

Bumper Ads sind Videoanzeigen, die bis zu 6 Sekunden dauern und vor, während oder nach einem Werbefilm auf YouTube oder einer anderen Plattform eingespielt werden. Durch eine Bumper Ad lässt sich Deine Reichweite sehr effektiv steigern, da man sie nicht überspringen kann.

Bumper Ads sind sehr werblich, sie sind Werbespots im klassischen Sinne. Aber auch Bumper Ads müssen nicht nerven. Das Wichtigste an einer Bumper Ad ist, ein emotional packendes Storytelling in ganzen 6 Sekunden zu erzählen.

Diese 6 Sekunden orientieren sich, wie bereits oben beschrieben, an der immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne.

5 Elemente für gute Videos, die Deine Bumper Ads besser machen:

  1. Starke visuelle Elemente verwenden: Da die Zeit begrenzt ist, solltest Du starke visuelle Elemente verwenden, um Aufmerksamkeit zu erregen. Nutze auffällige Farben, ansprechende Grafiken oder kurze Animationen, um die Zuschauer:innen zu fesseln und Dein Markenimage zu präsentieren.
  2. Emotionen ansprechen: Nutze die begrenzte Zeit, um Emotionen bei den Zuschauern und Zuschauerinnen auszulösen. Emotionale Botschaften haben oft einen stärkeren Einfluss auf das Publikum. Versuche, positive Gefühle wie Freude, Begeisterung oder Nostalgie zu wecken, um eine Verbindung herzustellen und das Interesse zu wecken.
  3. Branding nicht vergessen: Auch in kurzen Bumper Ads ist es wichtig, Dein Markenimage zu präsentieren. Füge Dein Logo, Deine Unternehmensfarben oder andere visuelle Elemente hinzu, um die Zuschauer:innen mit Deiner Marke zu verbinden. Achte darauf, dass Deine Marke in den begrenzten Sekunden gut erkennbar ist.
  4. Testen und optimieren: Da Bumper Ads nur eine kurze Dauer haben, ist es wichtig, verschiedene Versionen zu testen und die Performance zu messen. Überprüfe regelmäßig die Klickraten, Ansichtszahlen und andere Metriken, um Deine Bumper Ads zu optimieren und die besten Ergebnisse zu erzielen.
  5. Platzierung sorgfältig wählen: Wähle die richtigen Plattformen und Platzierungen für Deine Bumper Ads. Berücksichtige die Gewohnheiten und das Verhalten Deiner Zielgruppe, um sicherzustellen, dass Deine Videoanzeigen an den richtigen Stellen geschaltet werden, um maximale Sichtbarkeit zu erzielen.Obwohl Bumper Ads in der Regel dazu dienen, kurzfristige Werbebotschaften zu vermitteln, können sie dennoch Teil einer umfassenderen Marketingstrategie sein. Indem Du Bumper Ads in Verbindung mit anderen längeren Videos oder Inhalten einsetzt, kannst Du eine konsistente Markenbotschaft vermitteln und die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf unterschiedliche Weise gewinnen.

“Unsere Auswertungen zeigen, dass User:innen die Videos nur kurz gucken und dann abbrechen”: 3 Tipps für höhere Playthru-Raten

  1. Lange Erklärungen oder langwierige Inhalte können dazu führen, dass die Zuschauer:innen das Interesse verlieren. Halte die Informationen klar, knapp und gut strukturiert, um die Zuschauer:innen bei der Stange zu halten. Ein weiterer Tipp ist, Spannung und Neugierde im Verlauf des Videos aufzubauen. Du kannst beispielsweise wichtige Informationen andeuten oder Fragen stellen, die im Laufe des Videos beantwortet werden, um die Zuschauer:innen zum Weitergucken zu motivieren. Setze auf ein unterhaltsames Videoformat.
  2. Humor, interessante Geschichten oder unerwartete Perspektiven können dazu beitragen, dass die Zuschauer:innen länger dranbleiben und den Werbefilm bis zum Ende verfolgen. Indem Du diese Tipps beherzigst, kannst Du die Aufmerksamkeit der Zuschauer:innen auf Deinen Video-Content lenken und sicherstellen, dass sie länger dranbleiben.
  3. Überwache und lerne aus Deinen Analytics: Schau Dir an, an welchen Stellen die Zuschauer:innen abschalten und versuche zu verstehen, warum das so ist. Nutze diese Erkenntnisse, um zukünftige Videos zu verbessern. Jedes Publikum und jede Plattform ist ein wenig anders, also ist es wichtig, zu experimentieren und zu lernen, was bei Deinem speziellen Publikum am besten funktioniert.
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Zwei Drittel der Verbraucher:innen (66 %) geben an, dass sie kurzen Videos die meiste Aufmerksamkeit schenken – 2,5 Mal mehr als langen Videos (Sprout Social, 2022).

“Irgendwie bleiben die User:innen bei unseren Videos nicht hängen”: Tipps für Thumbstopper – damit Deine Videos Reichweite-Magneten werden

Ein Thumbstopper im Video-Marketing ist ein Begriff, der einen Werbefilm beschreibt, der die Aufmerksamkeit der Zuschauer:innen sofort erregt und sie dazu bringt, ihren Daumen über dem Bildschirm anzuhalten (englisch: “thumbstop”).

Manchmal wird der Begriff “Scrollstopper” synonym genutzt. Der Begriff stammt von der Idee, dass der Werbefilm so fesselnd ist, dass der bzw. die Zuschauer:in, derbzw. die  normalerweise beim Scrollen schnell über Inhalte hinwegwischt, innehalten möchte, um das Video anzusehen.

Ein Thumbstopper zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Visuelle Faszination: Das Video nutzt ansprechende visuelle Elemente wie auffällige Bilder, Grafiken oder Animationen, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers bzw. der Zuschauerin zu fesseln. Es kann auch eine unerwartete oder überraschende visuelle Darstellung enthalten, um die Neugier des Zuschauers bzw. der Zuschauerin zu wecken.
  • Emotionaler Impact: Das Video erzeugt eine emotionale Reaktion beim Zuschauer bzw. der Zuschauerin, sei es Freude, Spannung, Überraschung oder Neugier. Durch die Verbindung mit den Emotionen des Zuschauers bzw. der Zuschauerin wird eine starke Bindung hergestellt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass er/sie das Video weiter ansieht.
  • Attention Grabber: Ein Attention Grabber ist ein Element, sei es visuell oder inhaltlich, das die Aufmerksamkeit des Zuschauers bzw. der Zuschauerin im allerersten Moment auf sich zieht und ihn davon abhält, weiterzuscrollen oder weiterzuklicken. Es kann sich um eine aufmerksamkeitsstarke Grafik, eine unerwartete Aussage oder eine fesselnde Videosequenz handeln.
  • Sofortiger Sound und Text: Soundeffekte, Hintergrundmusik oder eine fesselnde Tonspur können helfen, die Aufmerksamkeit des Zuschauers bzw. der Zuschauerin in einer Sekunde zu gewinnen. Zusätzlich kann die Verwendung von Texteinblendungen oder Untertiteln den visuellen Reiz des Videos verstärken und wichtige Informationen prägnant vermitteln.

5. Mit den richtigen Konzepten erhöhst Du die Verweildauer auf Deinen Videos (und damit potenziell auf Websites)

Ein eingebettetes Video auf Deiner Webseite kann auch die Zeit erhöhen, die der bzw. die User:in auf Deiner Webseite verbringt. Dafür müssen User:innen aber auch eine gewisse Verweildauer auf Deinen Videos verbringen. Dafür gibt es verschiedene Techniken. Eine der wichtigsten ist das “Pattern Interrupt”.

Pattern Interrupt für längere Verweildauer auf Videos

Mit einem Pattern Interrupt kannst Du die Aufmerksamkeit der Zuschauer:innen gewinnen und die Verweildauer auf Deinen Videos verlängern. Bei einem Pattern Interrupt baust Du bewusst einen Bruch in das gewohnte Muster oder die Erwartungen der Zuschauer:innen ein, um sie zu überraschen oder neugierig zu machen.

Ein Pattern Interrupt kann in verschiedenen Formen auftreten:

  • Eine plötzliche Änderung im Bild oder Ton handeln, wie ein unerwartetes Geräusch oder ein visueller Effekt.
  • Ein plötzlicher Wechsel der Szenerie.
  • Ein Pattern Interrupt kann aber auch inhaltlich erfolgen, indem eine überraschende Aussage gemacht oder eine unerwartete Wendung in der Geschichte oder im Informationsfluss des Videos präsentiert wird.

Der Zweck eines Pattern Interrupts besteht darin, die Aufmerksamkeit der Zuschauer:innen zu wecken und ihr Interesse aufrechtzuerhalten. Der abrupte Wechsel des “Pattern” kann dem bzw. der Zuschauer:in dabei helfen, das Ausmaß eines Problems wirklich zu erkennen und sie dazu ermutigen, das Video weiterzuschauen, um mehr zu erfahren.

Die Begründung dafür ist einfach: Menschen sind Gewohnheitstiere und neigen dazu, in etablierten Mustern zu denken und zu handeln. Wenn Du in der Lage bist, dieses Muster zu unterbrechen, kannst Du das Interesse und die Aufmerksamkeit Deines Publikums effektiv steigern und so die Botschaft Deines Videos stärker vermitteln.

Pattern Interrupts sind besonders nützlich, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer:innen in den ersten Sekunden eines Videos zu gewinnen. Denn das ist eine kritische Phase, in der viele Zuschauer:innen dazu neigen, abzuspringen.

Es ist jedoch wichtig, Pattern Interrupts sorgfältig und passend zum Inhalt des Videos einzusetzen.

Sie sollten nicht als bloße Störungen oder Gimmicks verwendet werden, sondern einen Mehrwert für die Zuschauer:innen bieten und zur Botschaft oder dem Zweck des Videos passen.

Ein gut platziertes Pattern Interrupt kann dazu beitragen, die Verweildauer der Zuschauer:innen zu verlängern und die Effektivität Deines Videos zu steigern.

Im Kontext von Video-Marketing könnten wir das beispielsweise so anwenden:

  • Stell Dir vor, Du erstellst ein Video über ein ernstes Thema wie den Klimawandel. Du beginnst das Video mit einem friedlichen Bild der Natur, gefolgt von entspannender Musik. Dies ist das Muster, das Du für Deine Zuschauer:innen aufbaust.
  • Dann, nach etwa 30 Sekunden, unterbrichst Du das Muster abrupt: Du schneidest zu einer Szene mit starker Industrieverschmutzung und lauten Maschinengeräuschen. Das ist ein Pattern Interrupt.

Es erzeugt einen starken Kontrast zu dem, was der bzw. die Zuschauer:in erwartet hatte, und zieht damit die volle Aufmerksamkeit auf die neue Szene und das dahinterliegende Thema.

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Tipp: Schau Dir bei TikTok die am besten performenden Videoanzeigen in Deutschland an und klick Dich durch Deine Branche. Was fällt Dir auf? Was funktioniert offenbar? Zum Beispiel: viele gute Videoanzeigen sehen wie User Generated Content aus.

Hooks für mehr Audience Retention im Video-Marketing

Einen starken Hook oder “Haken” zu entwickeln, ist entscheidend, um die Zuschauer:innen von Anfang an zu fesseln und sie dazu zu ermutigen, Dein Video weiter anzuschauen.

Hier sind einige Tipps, die Dir dabei helfen können, effektive Hooks für Deine Videos zu entwickeln:

  1. Mach eine fesselnde Aussage: Beginne Dein Video mit einer starken und interessanten Aussage, die das Interesse Deines Publikums weckt und sie dazu bringt, mehr erfahren zu wollen. Es könnte sich um eine provokative Behauptung, eine überraschende Statistik oder eine kontroverse Meinung handeln.
  2. Stelle eine Frage: Indem Du eine Frage stellst, besonders eine, die Dein Publikum direkt betrifft, erzeugst Du Neugier und animierst die Zuschauer:innen, weiterzuschauen, um die Antwort zu erfahren.
  3. Verspreche einen Nutzen: Sag Deinem Publikum genau, was sie von Deinem Video erwarten können und welchen Nutzen sie daraus ziehen werden. Wenn die Zuschauer:innen wissen, dass sie etwas Wertvolles lernen oder erfahren werden, sind sie eher geneigt, das Video weiterzuschauen.
  4. Verwende visuelle Hooks: Ein auffälliges visuelles Element oder eine unerwartete Szene am Anfang Deines Videos kann die Aufmerksamkeit der Zuschauer erregen und sie dazu ermutigen, dranzubleiben.
  5. Erzähl eine Geschichte: Menschen lieben Geschichten, und eine gut erzählte Geschichte kann eine mächtige Möglichkeit sein, das Interesse Deines Publikums zu wecken und zu halten.
  6. Zeige Emotionen: Emotionen können eine starke Reaktion hervorrufen und die Zuschauer:innen dazu bringen, sich mit Deinem Video zu beschäftigen. Das kann Freude, Überraschung, Schock oder sogar Traurigkeit sein – alles, was eine emotionale Reaktion hervorruft, kann als effektiver Hook dienen.
    Erinnere Dich daran, dass der wichtigste Teil eines Hooks darin besteht, das Interesse des Zuschauers bzw. der Zuschauerin zu wecken und eine Verbindung zu ihm herzustellen. Du möchtest, dass sie neugierig sind, mehr erfahren wollen und motiviert sind, Dein Video bis zum Ende zu sehen. Ein guter Hook ist der erste Schritt zu einem erfolgreich geklickten und gesehenen Video.

6. Mit den richtigen Konzepten erhöhst Du ganz gezielt den Branding-Effekt Deiner Videos, ohne dass es nervige Werbung wird

Viele Marketing-Verantwortliche verwechseln ”Branding” bis heute damit, einfach das eigene Logo in ein Video zu kleben. Branding ist aber das Formen der Identität Deines Unternehmens, der emotionale Zugang Deines Kunden zu Deinem Unternehmen.

Es schließt nicht nur das Logo mit ein, sondern sämtliche Markenbestandteile und definiert Deinen Wiedererkennungswert.

Erfolgreiches Video-Marketing: Was du von Obi, Bibi und Jean-Claude Van Damme lernen kannst
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Erfolgreiches Video-Marketing: Was du von Obi, Bibi und Jean-Claude Van Damme lernen kannst — Melanie Schoen

„Wir müssen jetzt mal Videos machen!“ Kommt Dir bekannt vor? Bei den meisten Unternehmen ist mittlerweile angekommen, dass Bewegtbild das Content-Medium der Zukunft ist. Aber was macht ein gutes Video aus? Wi...

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Nutze Elemente des Storytellings, um Deine Markenbotschaft in eine fesselnde Geschichte einzubetten

Erzähle eine Geschichte, die mit den Werten und der Identität Deiner Marke verbunden ist, anstatt die Marke selbst direkt zu bewerben. Dies ermöglicht es den Zuschauern und Zuschauerinnen, eine emotionale Verbindung zur Marke aufzubauen, ohne das Gefühl zu haben, dass ihnen etwas aufgezwungen wird. Integriere Deine Produkte oder Markenelemente auf subtile und natürliche Weise in den Videoinhalt.

Statt offensiver Produktplatzierung kannst Du beispielsweise zeigen, wie Dein Produkt oder Deine Dienstleistung im Kontext einer relevanten Situation oder Anwendung erfolgreich eingesetzt wird. Dies ermöglicht es den Zuschauern bzw. Zuschauerinnen, das Branding zu erleben, während sie den Mehrwert des Produkts verstehen.

Achte darauf, dass die visuelle Gestaltung Deiner Videos konsistent mit Deiner Markenidentität ist. Verwende Deine Markenfarben, Schriftarten und Designelemente, um einheitliche visuelle Signale zu senden.

Dadurch wird Deine Marke subtil präsentiert, ohne dass es aufdringlich wirkt. Die visuelle Konsistenz schafft zudem eine Verbindung zwischen Deinen Videos und anderen Marketingkanälen.

Ein Beispiel für ein fiktives SaaS-Unternehmen:

Stell Dir vor, Du bist ein Unternehmen, das Softwarelösungen für das Projektmanagement anbietet. Anstatt ein Video zu erstellen, das nur Deine Software bewirbt, könntest Du eine Geschichte erzählen, die sich um die Herausforderungen und Erfolge eines fiktiven Unternehmens bei der Durchführung eines komplexen Projekts dreht.

In dem Video könntest Du zeigen, wie das Unternehmen die verschiedenen Phasen des Projekts meistert, effizient zusammenarbeitet und Hindernisse überwindet.

Dabei könntest Du subtile Branding-Elemente einfügen, wie zum Beispiel:

  • Die Verwendung Deiner Unternehmensfarben in der visuellen Gestaltung des Videos.
  • Eine gelegentliche Einblendung des Logos im Hintergrund oder als dezenten Wasserzeichen.
  • Das Einbinden von kurzen Zitaten von Teammitgliedern, die die Vorteile und den Mehrwert Deiner Software betonen.
  • Das Hervorheben bestimmter Funktionen oder Aspekte Deiner Software, wenn sie im Kontext des Projekts relevant sind.

Durch diese subtilen Branding-Elemente wird Dein Unternehmen und Deine Software im Video präsent sein, ohne dass es wie eine aufdringliche Werbebotschaft wirkt. Stattdessen liegt der Fokus auf der Geschichte des Unternehmens und den Herausforderungen, die es bewältigen muss.

Das Video wird so zu einer inspirierenden und informativen Erzählung, die den Zuschauern und Zuschauerinnen einen Mehrwert bietet und gleichzeitig das Branding Deines Unternehmens stärkt.

Wichtig ist, dass das Video authentisch und relevant bleibt und die Bedürfnisse und Interessen Deiner Zielgruppe anspricht. Durch eine geschickte Integration von subtilem Branding in solche Geschichten kannst Du Deine Marke im B2B-Bereich nachhaltig positionieren.

7. Struktur ist Key für gutes Video-Marketing

Am besten funktioniert Video-Marketing, wenn sich durch dessen verschiedenartigen Content ein strukturelles Zusammenspiel ergibt.

So teilt sich strukturierter Content in drei Arten auf:

a) Help-/ Hygiene-Content im Video-Marketing

Hygiene-Content im Video-Marketing sind informative und grundlegende Videos, die darauf abzielen, die Zielgruppe anzusprechen und zu informieren. Sie sind darauf ausgelegt, langfristig organische Reichweite zu erzielen.

Beispiele für Hygiene-Content im Video-Marketing sind:

  • Erklärvideos, die die Funktionsweise eines Produkts oder einer Dienstleistung anschaulich erklären.
  • Branchen-News-Updates oder Trend-Analysen, die die Zuschauer:innen über aktuelle Entwicklungen informieren. Hier können Leads generiert werden, etwa über Whitepaper, die weiterführende Infos zum Videoinhalt haben.
  • Video-FAQs, in denen häufig gestellte Fragen beantwortet und nützliche Ratschläge gegeben werden.

b) Hub-Content im Video-Marketing

Hub-Content im Video-Marketing ist regelmäßig erstellter und wiederkehrender Inhalt, der darauf abzielt, ein Publikum aufzubauen und zu binden. Er bietet nützliche und unterhaltsame Inhalte, die die Zielgruppe ansprechen.

Beispiele für Hub-Content im Video-Marketing sind:

  • Eine wöchentliche Video-Serie, in der Fachexperten Tipps und Ratschläge zu relevanten Themen geben.
  • Ein monatlicher Vlog, in dem die Unternehmenskultur und der Alltag im Unternehmen gezeigt werden, um Einblicke hinter die Kulissen zu geben.
  • Tutorials oder Anleitungen, die den Zuschauern und Zuschauerinnen zeigen, wie sie bestimmte Probleme lösen oder bestimmte Aufgaben erledigen können.

c) Hero-Content im Video-Marketing

Hero-Content im Video-Marketing sind spektakuläre Videos, die das Markenbewusstsein steigern und eine große Aufmerksamkeit erzeugen sollen. Sie sind in der Regel episodisch und haben das Potenzial, viral zu werden.

Beispiele für Hero-Content im Video-Marketing sind:

  • Ein aufwendig produzierter Werbespot, der eine emotionale Geschichte erzählt und die Werte der Marke widerspiegelt.
  • Ein spektakuläres Event-Video, das Highlights einer großen Veranstaltung oder einer Produktpräsentation zeigt.
  • Ein Kurzfilm, der mit beeindruckenden visuellen Effekten eine einzigartige Geschichte erzählt und dabei subtil das Branding der Marke integriert.

Am wirksamsten ist eine Kombination aller drei Arten von Content. Während Du mit Hero-Content den bzw. die Nutzer:in effektiv anziehst, kannst Du mit dem Hub-Content eine gute Nutzerbindung erreichen.

Der bzw. die Nutzer:in wird also wiederkommen, weil er auf Deiner Website findet, wonach er gezielt, beispielsweise über eine Suchmaschine, gesucht hat.

Eine dauerhaft eingerichtete Seite, ein Hygiene-Content also, wirkt dabei als Unterstützung der beiden oben Genannten, denn der bzw. die Nutzer:in weiß nun, dass er auf Deiner Seite auch auf lange Sicht gesehen immer wieder fündig wird.

Das Ziel dieses strukturierten Marketings muss sein, effektiv zusammenzuarbeiten, um den bzw. die Nutzer:in langfristig zu binden, sonst funktioniert dieses Modell nur bedingt.

Hero-Content ➡️ Herstellung der Reichweite.
Hub-Content ➡️ In Kontakt mit Deinen Nutzern kommen.
Help-Content ➡️ Content, der die Conversion erzielt.

Einschub: 4 Konzepte, die Dein Video-Marketing auf das nächste Level heben

1. Anchoring in Videos

Anchoring ist eine Technik, die oft in der Psychologie und im Marketing verwendet wird, um eine bestimmte Vorstellung oder Meinung bei der Zielgruppe zu verankern.

Im Kontext von Video Content Marketing bedeutet dies, dass bestimmte Schlüsselinformationen oder Botschaften im Video besonders hervorgehoben werden, um die Wahrnehmung und Interpretation des gesamten Inhalts zu beeinflussen.

Dies kann durch verschiedene Methoden erreicht werden, wie z.B. die Betonung bestimmter Worte, visuelle Hinweise oder durch das wiederholte Einbinden der Schlüsselbotschaft im gesamten Video.

2. AIDA-Formel für Videos

Die AIDA-Formel ist ein Marketingkonzept, das den Prozess beschreibt, den ein Kunde durchläuft, bevor er eine Kaufentscheidung trifft. AIDA steht für Attention, Interest, Desire und Action.

In der Videoproduktion kann dies als Leitfaden für die Struktur und das Storytelling des Videos verwendet werden.

Zuerst sollte das Video die Aufmerksamkeit (Attention) des Zuschauers bzw. der Zuschauerin auf sich ziehen, dann das Interesse (Interest) wecken, den Wunsch (Desire) nach dem Produkt oder der Dienstleistung fördern und schließlich den bzw. die Zuschauer:in zur Handlung (Action), z.B. zum Kauf, motivieren.

3. TikTok als Beginn des Funnels oder erste Phase der Customer Journey

TikTok ist eine Social-Media-Plattform, die besonders bei jüngeren Zielgruppen beliebt ist und daher oft als erster Berührungspunkt mit potenziellen Kunden dient.

Durch das Teilen von unterhaltsamen, informativen oder inspirierenden Videos können Marken auf TikTok das Bewusstsein für ihre Produkte oder Dienstleistungen schaffen und Interesse wecken.

Dies macht TikTok zu einem idealen Kanal für die erste Phase der Customer Journey oder des Sales Funnels, wo es darum geht, Aufmerksamkeit zu erregen und Interesse zu wecken.

4. Talking-Head-Videos im Video-Marketing

Talking head Videos sind eine Art von Videoinhalten, in denen eine Person direkt in die Kamera spricht, oft vor einem einfachen Hintergrund.

Diese Art von Video ist besonders effektiv, wenn es darum geht, komplexe Informationen zu vermitteln oder eine persönliche Verbindung zum Publikum herzustellen.

Sie sind oft kostengünstig zu produzieren und können einen hohen Grad an Authentizität und Vertrauen vermitteln, was sie zu einer beliebten Wahl für viele Unternehmen im Video-Marketing macht.

8. YouTube (Shorts) solltest Du als die zweitgrößte Suchmaschine der Welt denken

Google ist die bekannteste und einflussreichste Suchmaschine, daran besteht wohl kein Zweifel. Direkt danach kommt YouTube. Denn wenn Du ganz oben auf die YouTube-Seite schaust, ist da… ein Suchschlitz.

Google hat YouTube nicht umsonst gekauft: einerseits sind Videos aktuell und die kommenden Jahre eine der wichtigsten Content-Formate, andererseits passt eine Suchmaschine, die mehr auf Interaktion, Engagement und Usersignale insgesamt setzt (YouTube) perfekt ins Produkt- und Technologieportfolio.

Das drückt sich in zwei Entwicklungen der letzten Jahre aus:

1. Google gibt immer mehr Videos in den eigenen Suchergebnissen aus.
2. SEO “für” Google als populäre Marketingdisziplin wird immer mehr von YouTube-SEO begleitet: die Kunst, bei YouTube möglichst viel organisch sichtbar zu sein.

Nochmal: 66 % der Verbraucher halten Kurzvideos für die ansprechendste Art von Inhalten in sozialen Medien (Quelle: Sprout Social)

YouTube-SEO: 15 Faktoren, die helfen können, besser bei YouTube zu ranken

1. Optimiere das Engagement unter Deinem Video

Kommentieren, teilen und liken die User:innen Dein Video und abonnieren Deinen Kanal, bewertet YouTube dies als positives Engagement.Dein Ranking verbessert sich. Die Anzahl der Kommentare, Likes, Shares und Abos nennt sich Engagement-Faktor. Dieser Faktor wird immer wichtiger. Du solltest deswegen Deine Zuschauer:innen ermutigen, Dein Video zu liken, zu kommentieren und zu teilen.

Dieses Engagement signalisiert YouTube, dass Dein Video relevant und beliebt ist. Denk daran, Deine User:innen in jedem Video freundlich zum Abonnieren aufzufordern und auch schlüssig zu begründen, warum der bzw. die User:in dies tun sollte.

Positives Engagement kannst Du auch fördern, indem Du mit dem bzw. der Zuschauer:in interagierst. Stelle ihm in diesem Video Fragen: “Hast Du das auch schon ausprobiert? Kommentiere unter dem Video!” Von allen Engagement-Faktoren wirkt sich die Anzahl der Kommentare am positivsten auf das Ranking aus.

2. Optimiere die Länge Deines Videos

Ob ein Video bei YouTube gut rankt, hat auch mit der durchschnittlichen Watch Time zu tun. Beachte also die Länge und die Qualität Deiner Videos auf YouTube. Achte darauf, dass sie nicht zu lang sind und halte sie auf den Punkt.

Längere Videos sollten gut strukturiert sein, um die Zuschauer:innen bei Laune zu halten. YouTube (und auch TikTok) verstehen sehr gut, welche Videos lange und fast bis zum Ende geschaut werden und welche nicht. Dabei wird logisch gewichtet: Es ist “mehr wert” wenn ein langes Video zu 70 % geschaut wird, als ein kurzes Video.

3. Optimiere den Titel Deines Videos

Verwende einen aussagekräftigen und prägnanten Titel, der das Hauptthema Deines Videos widerspiegelt. Integriere relevante Keywords, damit das Video bei entsprechenden Suchanfragen besser angezeigt wird.

4. Verwende passende TAGs

Füge relevante TAGs zu Deinem Video hinzu, um YouTube und den Zuschauern und Zuschauerinnen dabei zu helfen, den Inhalt besser zu verstehen und einzuordnen. Nutze dabei relevante Keywords und Begriffe, die mit Deinem Videothema zusammenhängen.

Dieser Faktor wird tendenziell immer unwichtiger und einige Marketeers berichten, dass zu viele TAGs sogar einen negativen Einfluss haben können.

5. Optimiere die Beschreibung

Verfasse eine informative und gut strukturierte Beschreibung für Dein Video. Dieser Faktor wird aktuell (2023) eher wichtiger. Nutze dabei relevante Keywords und erkläre den Inhalt des Videos ausführlich. Füge Links zu Deiner Website oder zu anderen relevanten Ressourcen hinzu, um den Zuschauern und Zuschauerinnen zusätzliche Informationen anzubieten.

6. Verwende ansprechende Miniaturansichten (Thumbnails oder Vorschaubilder)

Erstelle ansprechende Vorschaubilder für Deine Videos. Diese sollten visuell ansprechend sein und die Aufmerksamkeit der Zuschauer:innen erregen. Achte darauf, dass sie das Thema des Videos widerspiegeln und neugierig machen.

Da bei YouTube die CTR (Click-Through-Rate) äußerst wichtig ist, muss das Vorschaubild zum Klick anregen. Thumbnail-Design ist eine kleine Disziplin für sich.

7. Füge Untertitel hinzu

Untertitel zu Deinen Videos helfen einerseits der Suchmaschine, den Inhalt des Videos besser zu verstehen. Sie helfen auch dabei, die Inhalte für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen, etwa bei hörgeschädigten Zuschauern und Zuschauerinnen.

8. Teile Dein Video auf anderen Plattformen

Nutze soziale Medien und andere Plattformen, um Dein Video zu teilen und mehr Aufmerksamkeit zu generieren. Verlinke auf YouTube, um das Engagement und die Sichtbarkeit Deines Videos zu erhöhen.

9. Verwende geeignete Kategorien

Wähle eine passende Kategorie für Dein Video aus, um es in den entsprechenden Suchergebnissen zu platzieren. Dies erleichtert es den Zuschauern und Zuschauerinnen, Dein Video zu finden, wenn sie nach ähnlichen Inhalten suchen.

10. Optimiere die Einleitung Deines Videos

Zwischen fünf und fünfzehn Sekunden braucht ein Nutzer, um sich zu entscheiden, ob er das angeklickte Video bis zum Ende anschauen möchte oder nicht. (Quelle: Speekly).

In der Einleitung solltest Du dem bzw. der User:in klarmachen, dass er wirklich die Inhalte erhält, die er erwartet, ihm zugleich beweisen, dass Du Ahnung von der Materie hast und das bereits in der Überschrift angeteaserte Thema erneut bestätigen.

11. Handele nachfrageorientiert: recherchiere Keywords!

Noch bevor Du Dein Video drehst, solltest Du Dir darüber klar werden, welches Thema Dein Video genau behandeln soll und ob es ein Suchvolumen danach gibt.

Daran orientierst Du Dich. Starte zunächst selbst eine Reihe relevanter Suchanfragen, um Deine Konkurrenten einer eingehenden Analyse zu unterziehen, getreu dem Motto: Kenne Deinen Feind, beziehungsweise Deinen Mitbewerber.

Für die Keywordrecherche gibt es eine Fülle relevanter Tools. Zum Teil sind diese gratis, andere sind kostenpflichtig. Welches Tool Du nutzt, hängt von Deinen Anforderungen ab. Manchmal macht es sogar Sinn, verschiedene Tools zu kombinieren, um die besten Ergebnisse zu erhalten.

YouTube Algorithmus: Rankingfaktoren und Analyse für mehr Views
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YouTube Algorithmus: Rankingfaktoren und Analyse für mehr Views — Patrick Pape

Viele Unternehmen schrecken vor Video Marketing und YouTube zurück. Dabei bieten das Format und YouTube als Plattform gigantische Möglichkeiten, die Zielgruppe zu erreichen, Produkte und Marken mit Emotionen aufzulade...

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12. optimiere Deinen Kanal und somit Deinen Channel Trust

So banal es klingt, der Channel-Name muss Programm sein. Du brauchst für Deinen Kanal einen knackigen, leicht zu merkenden Namen. Er sollte zu Deinen Produkten und zu Deinem Unternehmen passen – nenne Dich nicht “Gurkenpapst”, wenn Du Snowboards vertreibst.

Bleib bei Deinem Namen! Denn hat sich dieser erst etabliert, ist es ungünstig, ihn nachträglich zu ändern. Der Channel-Name ist wie eine Sub-Brand Deines Unternehmens.

13. Arbeite an Deinem Channel Trust

  • das Alter des Channels
  • das Engagement
  • die Veröffentlichungsfrequenz
  • die Anzahl der Abonnenten

Du musst also erst einmal Deinen Channel für Abonnenten interessant machen und zugleich klarmachen, dass da regelmäßig etwas nachgeschoben wird. Nutze einen auffälligen Avatar und eine knackige Beschreibung sowie einen attraktiven Header.

In Deiner Beschreibung verwendest Du selbstverständlich kanalrelevante Keywords sowie Links zu Deinen Social Media-Kanälen, Deiner Webseite und Deinem Blog.

Auch ein ansprechender Thumbnail ist von Bedeutung. Thumbnails sind die Vorschaubilder, die von den Trefferlisten ausgespuckt werden. Sind sie ansprechend, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Dein Video einen Klick generiert, um ein Vielfaches.

14. Erstelle ein Begrüßungsvideo

YouTube ermöglicht, Deinem Channel ein Begrüßungsvideo voranzustellen, welches nur Nichtabonnenten angezeigt wird. In einem solchen Video heißt Du potenzielle Neuabonnenten willkommen und stellst Dich sowie Deinen Channel kurz vor.

Halte Begrüßung und Vorstellung knapp und prägnant und fordere den bzw. die Zuschauer:in am Ende freundlich auf, Deinen Kanal zu abonnieren. Dein Video sollte nicht länger als 60 Sekunden dauern.

15. Nutze interne Verlinkungen in Deinen Videos

Über die Cards kannst Du in Deinen YouTube-Videos auf andere, relevante und themenverwandte Videos verweisen. Es gelten dabei die gleichen Regeln für interne Verlinkungen wie auf Websites.

9. Handlungsaufforderungen sind strategisch unverzichtbar im Video-Marketing

Call To Actions sind wichtig, egal in welcher Unterdisziplin des Content Marketing. Und sie sind eine Kunst für sich. Dabei ist vor allem der Zeitpunkt, zu dem die Handlungsaufforderung eingesetzt wird, entscheidend.

In Erklärvideos, die kurz und prägnant gehalten werden, müssen Call-to-Actions unbedingt an den Schluss. Zu diesem Zeitpunkt ist der bzw. die User:in von dem Video gefesselt und von den Inhalten überzeugt und bestenfalls bereit, den Handlungsaufforderungen zu folgen.

Unterstreichen kannst Du Deine Handlungsaufforderung mit einem attraktiven, zeitlich begrenzten Angebot. Ein typisches Beispiel dafür ist eine Rabattaktion oder ein Gewinnspiel: “Abonniere meinen Channel und bis zum Sonntag erhältst Du einen 5 Euro-Gutschein!”, “Teile mein Video und sichere Dir nur noch heute den gratis Versand für mein Produkt!”

Das klingt sehr einfach, aber auch bei einer solchen Werbebotschaft gibt es Fehler, die unbedingt zu vermeiden sind:

  • Wenn Dein Video mehrere Werbeziele hat oder verschiedene Aktionen anregen möchte, kannst Du mehrere CTAs verwenden. Platziere sie jedoch strategisch im Video, um Verwirrung zu vermeiden. Achte darauf, dass die Handlungsaufforderungen nicht miteinander konkurrieren, sondern sich ergänzen oder auf verschiedene Stufen des Funnels oder der Customer Journey abzielen. Binde niemals zu viele Handlungsaufforderungen in Dein Video ein, denn das verwirrt den bzw. die Zuschauer:in.
  • Formuliere die Handlungsaufforderungen nicht schwammig, sondern klar: Stelle sicher, dass Dein CTA im Video prägnant formuliert ist. Vermeide zu lange oder verwirrende Formulierungen. Der bzw. die Zuschauer:in sollte sofort verstehen, welche Aktion er/sie durchführen soll.
  • Hebe die Handlungsaufforderung deutlich vom Rest des Videos ab, sonst geht sie unter. Gestalte Deine Handlungsaufforderung visuell ansprechend, damit er aus dem Video hervorsticht. Verwende kontrastreiche Farben und Schriftarten, die leicht lesbar sind. Ein gut gestalteter CTA zieht die Aufmerksamkeit auf sich und ermutigt den bzw. die Zuschauer:in zur Handlung.
  • Stelle sicher, dass Deine Handlungsaufforderung zur Botschaft und zum Inhalt des Videos passt. Der CTA sollte auf das Hauptziel des Videos abzielen und eine logische Fortsetzung oder Ergänzung des Inhalts bieten. Dadurch wird der bzw. die Zuschauer:in eher dazu verleitet, Deine Handlungsaufforderung zu befolgen.
    Durch solche Handlungsanweisungen kannst Du nicht nur die Reichweite Deines Videos auf sämtlichen Video-Plattformen und in den sozialen Netzwerken erhöhen. Du kannst Dir auch eine ganze Menge UGC sichern. Was das ist und warum das beim Video-Marketing wichtig ist, erfährst Du als Nächstes.

10. Influencer-Video-Marketing ist zwar eingekaufte Reichweite – kann aber Deine Markenbekanntheit massiv steigern

Das Wort “Influencer” stammt von dem englischen Wort to influence ab: beeinflussen. Influencer sind also Menschen, die einen großen Einfluss auf andere haben. Sie zeichnen sich durch eine hohe digitale Präsenz und große Beliebtheit aus und identifizieren sich häufig sehr mit den von ihnen favorisierten Marken.

Nicht selten haben sie mehrere Millionen Follower. Und nicht umsonst entstand dadurch eine eigene Sparte des Marketings: das Influencer-Marketing.

Video-Marketing lebt also nicht nur von den Zuschauern und Zuschauerinnen, sondern kann, je nach Strategie, auch Influencer nutzen. Ein Influencer kann nicht nur für sehr hohe View-Zahlen, sondern auch für eine geradezu gigantische Verweildauer und Reichweite sorgen, wenn er eins Deiner Produkte auf verschiedenen Videoplattformen präsentiert.

So gibt es beispielsweise Unboxing-Videos, in denen Influencer nach einer Shoppingtour ihre neuen Errungenschaften auspacken und das Packaging genauso wie das Produkt feiern. Dabei gehen sie auf Produktdetails ein, erklären Funktionsweisen und preisen bei Zufriedenheit das Produkt an.

Videos von Influencern können einen weitaus größeren Einfluss auf den potenziellen Kunden haben als großangelegte professionelle Werbekampagnen. Dies wurde durch Studien belegt. Influencer sind also die Werbeträger der letzten Jahre. Gefällt ihnen ein Produkt, kann es sein, dass sie ein Video drehen, in dem sie es kostenfrei bewerben, und dieses Video dann innerhalb einer kurzen Zeitspanne viral geht – fast ohne Dein Zutun.

Somit zählen Videos, die Influencer auf YouTube oder anderen Video-Plattformen hochladen, zu den effektivsten Promotern des Video-Marketings.

Dabei präsentieren Influencer Dein Produkt, als würden sie einem Freund beim Kaffeeklatsch gegenübersitzen. Und genau das ist das Ziel – ein Influencer schafft eine Vertrauensbasis zum Nutzer bzw. zur Nutzerin und weckt seine Emotionen.

Man unterscheidet drei Arten von Influencern:

  • Key Influencer sind quasi die Koryphäen auf ihrem jeweiligen Gebiet. Sie berichten in Blogartikeln und Online-Magazinen über Marken, Dienstleistungen und Produkte.
  • Peer Influencer sind oft Geschäfts- oder Vertriebspartner oder Mitarbeiter eines Unternehmens und beeinflussen durch ihre Meinung den bzw. die User:in in seiner Kaufentscheidung.
  • Social Influencer sind Menschen, die ihre persönliche Meinung in Videos, Blogs und auf verschiedenen Plattformen äußern. Sie beeinflussen in sehr hohem Maße die Kaufentscheidung anderer.

Stellst Du also sicher, dass ein Influencer Dein Produkt in einem seiner Videos bewirbt oder sogar eins Deiner Videos teilt, kann das Deiner Marke eine gigantische Reichweite geben.

Allerdings eben nur vorübergehend. Und Du solltest eines bedenken: Einen Influencer dafür zu bezahlen, in einem seiner Videos Dein Produkt anzupreisen, ist hart an der Grenze zur Schleichwerbung und rechtlich gesehen bedenklich. Ein Influencer muss dies also unbedingt unbezahlt tun, damit Du auf der sicheren Seite bist.

11. Mit den richtigen Video-Marketing-KPIs lernst Du gezielt von Deiner Zielgruppe und optimierst Dein Video-Marketing immer weiter

Faustregel: Wer es am besten schafft, dass die eigenen Videos von möglichst vielen Menschen bis (fast) zum Ende geschaut oder mehrmals geschaut werden.

1. Aufrufzahlen (Views):

Die Aufrufzahlen sind der erste Indikator dafür, ob Dein Video das Interesse der Nutzer:innen weckt. Je mehr Aufrufe Dein Video hat, desto mehr Menschen sehen Deine Botschaft.

→ Optimierungstipp: Nutze SEO-Praktiken für Videos, wie z.B. Keyword-Optimierung in Titeln, Beschreibungen und Tags. Sorge dafür, dass Dein Thumbnail ansprechend ist und zum Klicken einlädt.

2. Engagement-Rate:

Die Engagement-Rate umfasst Aktionen wie Likes, Kommentare und Shares. Ein hohes Engagement zeigt, dass Dein Video resoniert und die Nutzer:innen dazu anregt, zu interagieren.

→ Optimierungstipp: Ermutige die Zuschauer::innen, zu interagieren. Frage sie am Ende des Videos, einen Kommentar zu hinterlassen oder das Video zu teilen.

3. Sehdauer (Watch Time):

Die Sehdauer ist ein wichtiges Kriterium dafür, wie interessant und fesselnd Dein Video ist. YouTube priorisiert z.B. Videos mit höherer Sehdauer in seinen Suchergebnissen und Empfehlungen.

→ Optimierungstipp: Halte Dein Video kurz, prägnant und interessant. Verwende Techniken wie Storytelling und Pattern Interrupts, um die Zuschauer:innen dazu zu bringen, bis zum Ende zuzusehen.

4. Absprungrate (Audience Retention):

Die Absprungrate zeigt dir, wann die Zuschauer:innen aufhören, Dein Video zu schauen. Wenn viele Zuschauer:innen bereits nach wenigen Sekunden abspringen, musst Du möglicherweise Deine Anfangssequenz (Deinen Hook) optimieren.

→ Optimierungstipp: Dein Video sollte innerhalb der ersten 5-10 Sekunden die Aufmerksamkeit des Zuschauers bzw. der Zuschauerin fesseln. Stelle sicher, dass der Anfang Deines Videos ansprechend und relevant für den Titel und das Thumbnail ist.

5. Klickrate (Click-Through-Rate, CTR):

Die Klickrate misst, wie oft Nutzer:innen auf Dein Video klicken, nachdem sie es in ihren Suchergebnissen oder Feed gesehen haben. Eine hohe Klickrate bedeutet, dass Dein Thumbnail und Dein Titel effektiv sind, um die Neugier der Nutzer:innen zu wecken.

→ Optimierungstipp: Teste verschiedene Thumbnails und Titel, um zu sehen, was bei Deinem Publikum am besten ankommt. Verwende helle Farben und klare, prägnante Texte in Deinen Thumbnails.

6. Conversions:

Konversionen sind Aktionen, die Du von Deinen Zuschauern und Zuschauerinnen erwartest, z.B. einen Kauf, eine Anmeldung oder das Ausfüllen eines Formulars. Konversionen sind der ultimative Indikator dafür, ob Dein Video Deine Geschäftsziele erreicht.

→ Optimierungstipp: Verwende klare und auffällige Calls-to-Action in Deinem Video und in Deiner Videobeschreibung. Erkläre genau, was Du von den Zuschauern und Zuschauerinnen erwartest und warum sie diese Aktion ausführen sollten.

7. Video-Sharing-Rate:

Die Häufigkeit, mit der Dein Video von Nutzern geteilt wird, kann ein wichtiger Indikator dafür sein, wie ansprechend und viral Dein Inhalt ist.

→ Optimierungstipp: Stelle sicher, dass Dein Video leicht teilbar ist und ermutige die Zuschauer:innen aktiv zum Teilen. Du könntest auch überlegen, ob ein virales Element oder ein bestimmter Anreiz das Teilen erhöhen könnte.

8. Anzahl neuer Abonnenten / Follower:

Nach der Veröffentlichung eines Videos kannst Du messen, ob es zu einem Anstieg der Abonnenten oder Follower auf Deiner Plattform geführt hat.

→ Optimierungstipp: Fordere die Zuschauer:innen am Ende des Videos auf, Deinen Kanal zu abonnieren oder Dir zu folgen. Stelle sicher, dass der Nutzen des Abonnements (z.B. regelmäßige, wertvolle Inhalte) klar kommuniziert wird.

9. Anzahl und Qualität der Leads:

Falls Dein Video dazu dient, Leads zu generieren (z.B. über ein eingebettetes Formular oder einen Link zu Deiner Website), dann ist die Anzahl und Qualität dieser Leads ein wichtiger KPI.

→ Optimierungstipp: Nutze klare und überzeugende Calls-to-Action, um die Nutzer:innen zur Interaktion zu bewegen. Versuche, ihnen etwas von Wert anzubieten (wie z.B. einen kostenlosen Leitfaden oder einen Rabattcode), um die Wahrscheinlichkeit einer Konversion zu erhöhen.

10. Video Interaktionsrate:

Wenn Dein Video interaktive Elemente enthält, wie z.B. Umfragen, Quizfragen oder anklickbare Links, dann ist die Rate, mit der Nutzer:innen diese Elemente nutzen, ein wertvoller KPI.

→ Optimierungstipp: Mache die interaktiven Elemente in Deinem Video attraktiv und relevant. Gib den Nutzern bzw. Nutzerinnen einen guten Grund, diese Elemente zu nutzen (z.B. um weitere Informationen zu erhalten oder an einem Gewinnspiel teilzunehmen).

11. Kosten pro Ansicht (CPV):

Wenn Du bezahlte Werbemaßnahmen nutzt, um Dein Video zu verbreiten, ist der durchschnittliche Betrag, den Du pro Videoansicht ausgibst, ein wichtiger KPI zur Messung der Rentabilität Deiner Videokampagne.

→ Optimierungstipp: Optimiere Deine Videoanzeigen, um die Zielgruppe besser zu erreichen und die Relevanz zu erhöhen. Experimentiere mit verschiedenen Anzeigentypen, Bietstrategien und Targeting-Optionen, um die Kosten pro Ansicht zu senken.

12. Social Media Mentions:

Die Häufigkeit, mit der Dein Video oder Deine Marke in den sozialen Medien erwähnt wird, kann ebenfalls ein hilfreicher KPI sein, besonders wenn Dein Video Teil einer größeren Social-Media-Videokampagne ist.

→ Optimierungstipp: Verwende Hashtags, um die Sichtbarkeit Deines Videos zu erhöhen und Diskussionen anzuregen. Fordere die Zuschauer:innen aktiv dazu auf, über Dein Video zu sprechen oder es auf Social Media zu teilen.

12. Für eine starke Wirkung sind Produktionsstandards und Equipment unterschiedlich wichtig

Das Equipment und die Produktionsstandards sollten so gewählt werden, dass sie mit dem Markenimage und der Markenidentität des Unternehmens übereinstimmen.

Die visuelle Ästhetik, das Farbschema und der allgemeine Stil des Videos sollten der Marke und ihren Werten entsprechen. Eine konsistente Darstellung unterstützt die Markenbildung und stärkt das Vertrauen der Zuschauer:innen in die Marke.

Zudem ist es wichtig, dass der Dreh so vorbereitet wird, dass die Videos an die Anforderungen und Spezifikationen der jeweiligen Plattformen angepasst werden können. Dies umfasst Aspekte wie die richtigen Videoauflösungen, Seitenverhältnisse und Dateiformate.

Wenn Du längere Videos produzierst, kannst Du von Anfang an kurze Teaser-Clips oder Snippets mitdenken, die als “Abformat” aus dem großen Video entstehen können. Wähle fesselnde Ausschnitte oder spannende Momente aus und teile sie als eigenständige Videos auf verschiedenen Plattformen, um die Aufmerksamkeit auf den vollständigen Inhalt zu lenken.

B-Rolls von Anfang mitkonzipieren und mitproduzieren

Eine B-Roll bezieht sich auf zusätzliches Filmmaterial, das in einem Video verwendet wird, um die Hauptaufnahmen zu ergänzen und visuelle Vielfalt sowie eine professionelle Ästhetik zu bieten.

Die B-Roll besteht aus Aufnahmen, die nicht die Haupthandlung oder das Hauptgeschehen des Videos darstellen, sondern Zusatzinformationen, Stimmungen oder visuelle Details liefern.

Die B-Roll kann verschiedene Zwecke erfüllen, wie beispielsweise:

  • Kontext liefern: Die B-Roll kann verwendet werden, um den Zuschauern bzw. Zuschauerinnen einen besseren Kontext oder eine visuelle Hintergrundgeschichte zu bieten. Wenn in einem Video beispielsweise über ein bestimmtes Ereignis oder einen Ort gesprochen wird, können B-Roll-Aufnahmen von diesem Ort oder relevanten Szenen eingefügt werden, um das Gesagte zu veranschaulichen und die Aussagekraft zu erhöhen.
  • Abwechslung und visuelles Interesse schaffen: Die B-Roll dient dazu, visuelles Interesse zu erzeugen und das Video lebendiger zu machen. Durch das Einbinden von unterschiedlichen Aufnahmen, Szenen oder Perspektiven können die Zuschauer:innen länger engagiert bleiben und das Video als ansprechender empfinden.
  • Nahtlose Übergänge ermöglichen: Die B-Roll wird oft auch genutzt, um nahtlose Übergänge zwischen den Hauptaufnahmen zu schaffen. Es können beispielsweise Szenenübergänge, Überblendungen oder Überlagerungen genutzt werden, um das Video ästhetisch und fließend zu gestalten.
  • Zusätzliche Informationen liefern: Die B-Roll kann verwendet werden, um zusätzliche Informationen, Grafiken oder Texte einzufügen, die die Aussagen im Hauptvideo unterstützen oder erweitern. Dies kann beispielsweise in Form von Infografiken, Produktbildern oder Screenshots geschehen.

Die B-Roll wird oft während der Postproduktion eines Videos ausgewählt und bearbeitet. Sie kann aus vorher aufgenommenem Material, Stockaufnahmen oder anderen Quellen stammen. Eine gut gewählte und qualitativ hochwertige B-Roll kann dazu beitragen, die visuelle Qualität und den Informationsgehalt eines Videos zu verbessern, die Aufmerksamkeit der Zuschauer:innen zu steigern und die Botschaft effektiver zu vermitteln.

13. Copywriting-Frameworks funktionieren auch für Deine Video-Skripte

Copywriting-Frameworks wie BAB (Before-After-Bridge) und PAS (Problem-Agitate-Solution) können auch beim Schreiben von Skripten im Video-Marketing angewendet werden.

Diese Frameworks bieten eine strukturierte Herangehensweise, um Aufmerksamkeit zu erregen, Interesse zu wecken und eine überzeugende Botschaft zu vermitteln.

Das BAB-Framework besteht aus drei Teilen:

  • Before (Vorher): Hier wird die aktuelle Situation oder das Problem des Zuschauers bzw. der Zuschauerin angesprochen und ein Bezug zu deren Bedürfnissen oder Herausforderungen hergestellt. Zum Beispiel könntest Du den aktuellen Zustand beschreiben, in dem der oder die Zuschauer:in sich befindet und welches Problem er hat.
  • After (Nachher): In diesem Teil zeigst Du die gewünschte Veränderung oder Lösung auf. Du malst ein Bild davon, wie das Leben des Zuschauers bzw. der Zuschauerin verbessert wird, wenn er Dein Produkt oder Deine Dienstleistung nutzt.
  • Bridge (Brücke): Die Brücke verbindet die vorherige Situation mit der gewünschten Veränderung. Hier zeigst Du, wie Dein Produkt oder Deine Dienstleistung den Weg zur Lösung bietet und die gewünschten Ergebnisse liefert.

BAB schafft in Deinen Video-Skripten eine klare Struktur, die die Zuschauer:innen anspricht, ihre Aufmerksamkeit behält und ihnen eine Lösung für ihr Problem präsentiert.

Das PAS-Framework ist ebenfalls ein effektiver Ansatz für Video-Skripten im Marketing. Es besteht aus den folgenden Schritten:

  • Problem (Problem): Hier beschreibst Du das Problem oder die Herausforderung, mit der der bzw. die Zuschauer:in konfrontiert ist. Du bringst seine Schmerzpunkte und Unzufriedenheit zum Ausdruck.
  • Agitate (Verschärfen): In diesem Schritt verstärkst Du das Problem und machst es emotional spürbar. Du zeigst die Konsequenzen oder negativen Auswirkungen des Problems auf und weckst das Bedürfnis nach Veränderung.
  • Solution (Lösung): Hier präsentierst Du Deine Lösung und erklärst, wie sie das Problem des Zuschauers bzw. der Zuschauerin lösen kann. Du betonst die Vorteile und den Mehrwert Deiner Lösung.

Das PAS-Framework ermöglicht es dir, eine überzeugende Geschichte aufzubauen, die die Zuschauer:innen anspricht, ihr Problem erkennt und ihnen eine Lösung präsentiert.

Ein Beispiel:

[Eröffnungsszene mit einem unzufriedenen Kunden, der mit einem defekten Produkt kämpft]

Problem:
Voice-over: “Hast Du genug von defekten Produkten, die Deine Arbeit behindern und Dich frustrieren?”

[Der Kunde zeigt Frustration und macht eine verärgerte Geste]

Agitate:
Voice-over: “Stell Dir vor, Du investierst Zeit und Geld in ein Produkt, das nicht funktioniert. Es kostet Dich wertvolle Arbeitsstunden, bringt Dich zum Stillstand und beeinträchtigt die Qualität Deiner Arbeit.”

[Der Kunde seufzt und zeigt weiterhin Frustration]

Solution:
Voice-over: “Aber jetzt gibt es eine Lösung, die Dein Leben verändern wird. Lass mich Dir XYZ-Produkte vorstellen – unsere hochwertigen und zuverlässigen Lösungen für all Deine Herausforderungen.”

[Bilder und Videos zeigen das XYZ-Produkt in Aktion, während der Voice-over weiter spricht]

Voice-over: “Mit XYZ-Produkten erhältst Du nicht nur innovative Technologie, sondern auch einen erstklassigen Kundenservice. Unser Team steht Dir zur Seite und sorgt dafür, dass Du die besten Ergebnisse erzielst.”

[Aufnahmen von zufriedenen Kunden, die die Produkte verwenden]

Handlungsaufforderung:
Voice-over: “Befreie Dich von Frustration und steigere Deine Produktivität. Wähle XYZ-Produkte und erlebe die Veränderung, nach der Du gesucht hast.”

[Einblendung der Kontaktdaten und Aufforderung, die Website zu besuchen oder anzurufen]

Voice-over: “Besuche unsere Website oder rufe uns jetzt an und erfahre, wie XYZ-Produkte Dein Arbeitsleben revolutionieren können.”

[Abschlussbildschirm mit dem Logo und Slogan des Unternehmens]

Dieses Beispiel zeigt, wie Du PAS-Framework anwenden kannst, um die Herausforderungen des Kunden hervorzuheben, Emotionen zu wecken und schließlich eine Lösung anzubieten. Das Video motiviert den bzw. die User:in, der Handlungsaufforderung zu folgen und weitere Informationen über das Produkt zu erhalten.

Autor der Themenwelt

Jens Hurling

Ich habe mehrere Jahre Erfahrung im Bereich digitaler SEO- und Content-Marketing-Strategien. Bei der artundweise GmbH richte ich Marken (neu) aus, mache Produkte sichtbar und erschließe neue Zielgruppen. Mein Schwerpunkt ist ganzheitliches Suchmaschinenmarketing entlang der Customer Journey mit vielen Nebenschauplätzen. Einer der wichtigsten Nebenschauplätze ist das Gestalten von Kontaktpunkt entlang der Customer Journey durch Video-Content. Ich bin zudem fokussiert auf Search-Experience Optimization, mit besonderem Blick auf EEAT und Entitäten und dem Zusammenhang mit Bewegtbild.

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