Video-Marketing und -Content einfach erklärt! 11 Tipps für Einsteiger!

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Was ist Video-Marketing?

Du willst die Reichweite Deines Unternehmens erhöhen und Deine Verkäufe steigern? Simple Werbung zu schalten ist für Dich eine Strategie von vorgestern? Du interessierst Dich für neue Werbemöglichkeiten und Online Marketing, um Deine Werbebotschaft zu verbreiten?

Wenn auch Du Dich mit dem Thema Video-Marketing beschäftigen willst, findest Du hier auf unserer Video-Marketing-Themenwelt zahlreiche Video-Marketing Webinare und einen Leitfaden, der Dir beim Start helfen wird.

Video-Marketing Webinare

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Wir zeigen Dir, welche Auswirkungen die Auflistung in einer Suchmaschine für Dein Video hat, wie Dein Video durch SEO und kleine Tricks und Kniffe nicht nur auf Video-Plattformen viral geht und wie Du Video-Marketing als Werbeinstrument effektiv nutzen kannst!

11 Tipps für Dein Video-Marketing

Video-Marketing ist ein vielschichtiges Element im Marketing. Du hast eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Du verwenden kannst. Baue Dir eine auf Dein Projekt zugeschnittenes Video.

Nachfolgend zeigen wir Dir welche Bereiche es im Video-Marketing gibt und wie Du diese einsetzen kannst.

  1. Tipp: Mit Videos Conversions und Verkäufe steigern
  2. Tipp: Gründe und Einsatzgebiete für Video-Marketing
  3. Tipp: Was kostet Video-Marketing?
  4. Tipp: Wie muss der Video-Content gestaltet sein?
  5. Tipp: Erhöhung der Verweildauer
  6. Tipp: Stärkung des Brandings
  7. Tipp: Verwende strukturierten Content
  8. Tipp: Nutze YouTube, die zweitgrößte Suchmaschine
  9. Tipp: Handlungsaufforderungen in Videos einbinden
  10. Tipp: Richtige Auswertung der Videos und wie die Daten zu interpretieren sind
  11. Tipp: Produktionsstandards und Equipment für die Videoerstellung

1. Mit Videos Conversions und Verkäufe steigern

Jeder Nutzer schaut im Durchschnitt 1,5 Videos pro Tag. Nach dem Konsum eines Marketing-Videos erwerben 81% der Nutzer ein angepriesenes Produkt oder nehmen eine beworbene Dienstleistung in Anspruch. Und nicht umsonst sind 76% der Marketer der festen Überzeugung, dass ihr Video zu erhöhten Verkäufen und größerer Beliebtheit beim Nutzer geführt hat. Die Conversionrate, also die Anzahl der Besucher einer Webseite, die tatsächlich zu Käufern werden, kann also durch eine audio-visuelle Werbebotschaft deutlich gesteigert werden.

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Doch warum ist das so?

Das menschliche Gehirn funktioniert manchmal etwas eigen. Es reagiert auf audio-visuelle Reize in erheblichem Umfang stärker als auf reinen Text. Videos werden immer als “leicht verdaulich” angesehen, egal, auf welcher Plattform sie präsentiert werden. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Smartphonebesitzer stetig an. In der U-Bahn, in der Mittagspause im Büro, im Wartezimmer beim Zahnarzt – Snackable Content in Form von kurzen Videos wird immer beliebter.

Clevere Marketer erkennen und nutzen diesen Trend. Im Jahr 2018 verwendeten bereits über 80% der Unternehmen Video-Marketing zur Steigerung ihrer Reichweite.

Video-Marketing funktioniert branchenunabhängig. Egal, welchen Content Du anbietest, mit einem Video steigerst Du Deine Umsätze garantiert! Statistiken belegen, dass sich der Dreh eines Videos definitiv lohnt, denn über 70% der Nutzer kauft ein angebotenes Produkt danach tatsächlich.

Beim Video-Marketing geht es vorrangig darum, eine Beziehung zwischen dem Produkthersteller und dem Endverbraucher herzustellen. Hier ist es wichtig, den Kunden emotional anzusprechen. Wie könnte dies besser gelingen als durch die Verbreitung auf Video-Plattformen wie beispielsweise Youtube?

2. Gründe und Einsatzgebiete für Video-Marketing

Unsere Aufmerksamkeitsspanne sinkt kontinuierlich. Lag sie zur Jahrtausendwende noch bei 12 Sekunden, lassen sich die meisten Menschen im Jahr 2019 nicht länger als 8 Sekunden fesseln. Heutzutage liegt man mit Snackable Content voll im Trend.

Der Hauptgrund für bewegte Bilder liegt also auf der Hand: Viele User machen sich nicht mehr die Mühe, einen Fließtext durchzulesen. Mit Videos allerdings kannst Du potentielle Kunden in Deinen Bann ziehen.

Zahlen belegen, wie effektiv Du Deine Reichweite und die Verweildauer auf Deiner Webseite steigern kannst: 83% der User bleiben länger auf Deiner Webseite, wenn auf dieser ein Video platziert ist. Auch die Conversionrate lässt sich durch den Einsatz eines gezielt eingebetteten Videos auf Deiner Webseite deutlich steigern. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Unternehmen Dropbox: Allein durch das Einbetten eines Videos erhöhte sich seine Conversionrate um 10%. Klingt nach wenig? Für Dropbox waren das satte 48 Millionen Dollar Umsatz mehr im Jahr 2012!

„Video-Marketing ist keine Kunst sondern im ersten Schritt reines Handwerk. Kenne die Funktionen der Plattformen!”

Gerhard Schröder

Gezieltes Video-Marketing hat also ein gigantisches Potential. Es spricht den Zuschauer emotional viel mehr an als es eine Werbebotschaft auf einem Faltblatt je könnte. Ein gutes Video beinhaltet nämlich nicht nur eine Werbebotschaft, sondern hat für den User in der Regel einen hohen Informationsgehalt, einen großen Unterhaltungs- oder einen sonstigen Mehrwert, der zu einer emotionalen Bindung an das beworbene Produkt oder Unternehmen führen kann.

Die Einsatzgebiete von Video-Marketing sind nahezu unerschöpflich. Ob es um Dienstleistungen, Produkte oder schlicht Support geht, mit Video-Marketing bist Du auf der sicheren Seite. Allerdings gibt es einige Dinge zu beachten, seien es Einflussfaktoren wie die Verweildauer oder die Klickzahlen oder, ganz schnöde, die Produktionskosten.

3. Was kostet Video-Marketing?

Wie viel Dein Video-Marketing kostet, ist ebenso vielfältig wie die Möglichkeiten, die Dir offenstehen. Willst Du einen zehnminütigen Imagefilm drehen, ist dies natürlich mit völlig anderen Kosten verbunden als wenn Du Dich selbst vor Deine Smartphonekamera setzt und einen Spot mit einer kurzen Werbebotschaft drehst. Möchtest Du groß angelegte CGI-Technik, bedeutet das einen ganz anderen Kostenaufwand, als wenn Du Deine Werbebotschaft durch einige animierte Strichmännchen transportierst.

Grundsätzlich gilt: Möchtest Du Dein Unternehmen professionell präsentieren, damit Dein Video auf jeder Plattform gut ankommt, solltest Du nicht kleckern, sondern klotzen und lieber ein etwas höheres Budget einplanen.

Gerade bei einem Imagefilm gibt es neben Planung, Storyboard und Akteuren noch viele weitere Faktoren zu beachten:

  • Schnitt
  • Lichteffekte
  • Ton
  • Color Correction und Color Grading
  • Feinschnitt
  • Grafik und Motion Design

Insbesondere die Nachbearbeitung eines solchen Video-Marketing-Elements kann schnell teuer werden, denn störende Hintergrundgeräusche müssen herausgefiltert, Farben und Tonwert korrigiert, Lichteffekte und Grafiken eingebaut werden. Dabei können pro Tag gut und gerne mehrere hundert Euro zusammenkommen.

4. Wie muss der Video-Content gestaltet sein?

Beim Video-Marketing kommt es vor allem darauf an, den Inhalt für den User interessant und emotional fesselnd zu gestalten. Dies bedeutet, dass Du Dir auf jeden Fall über eine Zielgruppe im Klaren sein musst. Zu viele verschiedene Zielgruppen vereinen zu wollen, ist schwierig bis unmöglich – minutenlang über Flaschennahrung für Babys zu referieren, spricht nun einmal nicht unbedingt den ambitionierten jugendlichen Tischtennisspieler an. Der Inhalt muss also zum jeweiligen User passen, damit Deine Werbebotschaft auch wirklich ankommt. Die Zielgruppe definiert sich über Charakteristika wie:

  • Geschlecht
  • Alter
  • Interessen
  • Wohnort
  • sozialer Status
  • Werte
  • Religionszugehörigkeit
  • Beruf

Weiterhin musst Du Dir ein genaues Ziel überlegen: Was genau möchtest Du durch Video-Marketing erreichen? Möchtest Du

  • das Interesse des Users für ein bestimmtes Produkt wecken
  • die Verweildauer auf Deiner Webseite oder
  • Deine Reichweite erhöhen
  • ein bestimmtes Image einführen oder festigen
  • die Kundenbindung erhöhen

Je nachdem, für welche Option oder Optionen Du Dich entscheidest, wird sich der Inhalt Deines Videos ändern.

Auch musst Du Dir überlegen, auf welchen Video-Plattformen Du präsent sein möchtest. Der Inhalt richtet sich ebenfalls nach den gewählten Optionen.

Ein wichtiger Punkt ist das Product Placement. Beim Video-Marketing bietet Dein Film oder Spot die beste Plattform für Dein Produkt, aber Du solltest es nicht übertreiben. Dein Produkt sollte nicht penetrant in die Kamera gehalten werden, sondern dezent platziert und visuell ansprechend inszeniert werden.

„Was nutzt uns der geilste Content, wenn er nicht gefunden wird”

Marc Figur

Übrigens konnte die Suchmaschine Google belegen, dass Videos, die mobil angeschaut werden, eine höhere emotionale Verbindung des Users zum beworbenen Produkt aufbauen als solche, die in der Dektopversion konsumiert werden. Du solltest also Dein Video für so viele Endgeräte wie möglich kompatibel machen.

Egal, welche Plattform Du für Dein Video wählst, zunächst musst Du Dich entscheiden, was für eine Art von Video Du produzieren möchtest. Soll es eher ein kurzer Spot sein oder ein zehnminütiger Imagefilm? Eine Reportage oder doch eher ein Erklärvideo? Und was genau sind die Unterschiede?

a) Erklärvideo

Ein gut aufgebautes Erklärvideo ist eine hervorragende Strategie, da es zum Kauf eines Produktes verleitet. Das ist kein ausgedachter Unfug, sondern eine belegte Tatsache: 74% der Nutzer, die sich ein Erklärvideo angeschaut hatten, griffen zum beworbenen Produkt. Und 53% der Nutzer eines Smartphones geben an, eine positivere Einstellung zu einem Unternehmen zu haben, wenn sich auf deren Webseite ein Erklärvideo befindet.

Doch was genau ist eigentlich ein Erklärvideo?

Eigentlich ist der Name Erklärvideo bereits selbsterklärend. In einem Erklärvideo wird einer bestimmten Zielgruppe ein Produkt nicht nur gezeigt, sondern auch beschrieben und seine Funktionen erklärt.

Ein Erklärvideo sollte möglichst kurz gehalten werden, denn je länger es ist, desto mehr nimmt das Interesse des Nutzers ab. Empfehlungen lauten zwischen 30 und 120 Sekunden, Ausnahmen bestätigen die Regel. Die Sprache ist einfach gehalten, denn kurze und prägnante Aussagen verankern sich leichter im Gehirn des Zuschauers.

Oft bedient sich ein Erklärvideo des sogenannten Storytellings. Eingebettet in eine kurze Geschichte löst eine Hauptperson ein für die Zielgruppe relevantes Problem. Erklärvideos sind hervorragend dazu geeignet, die Verweildauer des Users zu erhöhen, da viele Menschen bereit sind, kurze Videos komplett anzuschauen. Dies wirkt sich natürlich positiv auf das Ranking bei Google aus. Durch das Einbetten in eine Geschichte wird der Zuschauer eines Erklärvideos auf eine emotionale Art angesprochen und das Gesehene und Gehörte bleibt besser im Gedächtnis. Auch die Darstellung des Userproblems und dessen Lösung am Ende des Erklärvideos wirkt sich positiv aus, denn durch den glücklichen Ausgang wird das Kaufinteresse beim Zuschauer gesteigert.

Ein weiterer Vorteil ist das geringe Budget, mit dem sich ein Erklärvideo realisieren lässt.

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b) Viralvideo

Viral gehen – ein Neologismus, der die rasante Ausbreitung eines Online Contents beschreibt. Das Wort viral kommt aus dem Englischen (to go viral) und beschreibt eigentlich die Ausbreitung einer Virusinfektion. Man nutzt mittlerweile den Begriff nicht nur in der ärztlichen Praxis, sondern auch, um den sich exponentiell vergrößernden Userkreis eines Contents zu definieren.

Was bedeutet das für Dich und Deine Werbebotschaft?

Die beste Strategie, um ein Video viral gehen und so seine Reichweite exponentiell ansteigen zu lassen, ist seine Verbreitung in sozialen Netzwerken und Video-Plattformen. Hierfür muss es möglichst kurz gehalten werden. Bei viral gehenden Videos handelt es sich also eher um Spots. Sie sollten von etwas Lustigem, Schockierendem oder Spannendem handeln. Der User muss überrascht oder überrumpelt werden, um seine Bereitschaft zu erhöhen, seinerseits das Video auf einer Plattform weiterzuverbreiten. Je besser der Inhalt, desto höher ist die Verweildauer und desto eindrücklicher wird die Werbebotschaft vermittelt.

Eine gute Strategie, Deinen Spot viral gehen zu lassen, ist die folgende:

  • Sprich den User direkt an und bitte ihn, das Video in sozialen Netzwerken und auf Video-Plattformen zu verbreiten
  • Eine kleine Belohnung verleitet zum Teilen des Videos!
  • Ein “Gefällt mir”-Button hilft ungemein, Klicks zu generieren
  • Nutze Embed-Codes, um Webmaster dazu zu bringen, das Video viral gehen zu lassen
  • Tausche Dich mit anderen Leuten, die ihre Videos viral gehen lassen wollen, aus, und nutze deren Einfluss
  • Generiere Klicks und Shares von Usern, die einen möglichst großen Freundeskreis in sozialen Netzwerken und auf Video-Plattformen haben
  • Rücke das Produkt in den Hintergrund. Wichtiger ist der Inhalt, der beim Zuschauer starke Emotionen hervorrufen soll

Wichtig bei diesem Punkt ist, dass es keine Garantie für die Viralität eines Videos gibt. Hier gerät Video-Marketing an seine Grenzen. Ob ein Video wirklich viral geht oder nicht, hängt auch zu einem großen Teil vom Zuschauer ab.

c) Unternehmensvideo / Imagevideo

Ein Imagefilm unterschiedet sich gleich in mehreren Punkten von den oben genannten Videos:

  • Ein Imagefilm ist kein kurzer Spot. Er hat eine Spiellänge von bis zu zehn Minuten, ist also wesentlich länger
  • Er preist kein Produkt an und erklärt, im Unterschied zum Erklärvideo, nicht deren Funktion
  • Er dient oft zur Dokumentation interner Firmenprozesse und Produktionsabläufe
  • Er legt Wert auf die Corporate Identity des jeweiligen Unternehmens

Das Ziel eines Imagefilms ist also nicht, ein bestimmtes Produkt zu bewerben. Vielmehr geht es dabei um die positive Repräsentation eines Unternehmens. Daher wird der Imagefilm oft auf Messen zur Firmenpräsentation eingesetzt.

Teilweise wird er auch zur Schulung von Mitarbeitern verwendet.

Dramaturgisch weist der Imagefilm einige Besonderheiten auf. Eine einfache chronologische Aneinanderreihung des Inhalts macht beim Imagefilm keinen Sinn, da der Zuschauer die Inhalte anders verarbeitet als wenn er einen Fließtext liest oder sich seine Informationen selbst zusammensucht.

Da ein Imagefilm für Dein Unternehmen das Aushängeschild schlechthin ist, wäre es ein großer Fehler, nur ein kleines Budget dafür einzuplanen. Außerdem ist der Zeitaufwand für einen Imagefilm natürlich sehr viel höher als für einen Spot oder ein Video, das viral gehen soll.

d) Produktvideo

Ein Produktvideo stellt ein zu bewerbendes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung in den Fokus. Man nennt es auch “POS”, was für Point of Sale steht, oder “POI”, was Point of Interest bedeutet. Genau wie der Imagefilm kommt auch das Produktvideo häufig auf Messen oder bei Präsentationen zur Anwendung. Ein weiterer Anwendungsort ist der direkte Handel. Wenn Du schon einmal durch den Baumarkt gelaufen bist und in jeder Abteilung Monitore gesehen hast, auf denen kurze Filme über Bohrmaschinen, Akkuschrauber, Rasenmäher und ähnliches bemerkt hast – davon ist hier die Rede. Nicht zu verwechseln sind hierbei Produktvideos und Tutorials, welche ebenfalls unter anderem im Baumarkt zu finden sind.

Zu den Produktfilmen zählen auch die sogenannten Referenzfilme, die vor allem von Dienstleistungsunternehmen eingesetzt werden. So können beispielsweise Konditoren oder Partyservices einen Produktfilm ihrer Angebote und Leistungen einsetzen, in dem der potentielle Kunde ihnen beim Anrichten von Speisen über die Schulter schauen kann. Ein solcher Content wirkt viel begeisterungsfähiger als ein Faltblatt oder eine Fotomappe.

Die beiden Genres Referenzfilm und Imagefilm miteinander zu verknüpfen, ist übrigens eine ausgeklügelte Strategie. Indem Du innerhalb des Imagefilms auf Referenzen verweist, weckst Du beim Zuschauer die Lust auf mehr, wodurch sich häufig die Klickzahlen erhöhen.

e) Anleitungen, Tutorials, Support-Videos

Hast Du Dir schon einmal ein Produkt gegönnt, mit dem Du einfach nicht zurechtkamst, obwohl eine schriftliche Anleitung beigefügt war? Als Nutzer ist es schwierig, sich durch undurchsichtige und oftmals schlecht übersetzte Gebrauchsanleitungen zu wühlen. Ein Video-Tutorial oder ein Support-Video kann hier Abhilfe schaffen. Viele User suchen gezielt bei Youtube oder auf einer anderen Plattform nach Tutorials, die ihnen beim Zusammenbau oder beim Gebrauch ihres erworbenen Produkts helfen.

Doch nicht nur Firmen greifen auf diese Möglichkeit des Video-Marketings zurück. Auch engagierte User stellen anderen Nutzern ihr Wissen zur Verfügung, zeigen Kniffe und Tricks und stellen Produkte vor.

f) Webinar, Video-Konferenz und Hangouts

Webinare, Video-Konferenzen und Hangouts stellen weitere Tools des Video-Marketing dar. Webinare sind vor allem Weiterbildungsangebote. Das Wort Webinar setzt sich aus Web und Seminar zusammen. Webinare funktionieren ortsungebunden, was ihre Reichweite im Vergleich zu klassischen Seminaren ungemein erhöht. Viele Webinare sind nicht nur punktuell einsehbar, sondern funktionieren zu verschiedenen Terminen oder innerhalb bestimmter Zeitspannen. Dadurch können auch User teilnehmen, die nicht besonders flexibel sind. Diese schauen sich das Webinar einfach später an.

Teilweise werden Webinare auch als Produktpräsentationen angeboten. Als solche bieten sie alle Vorteile des Video-Marketing:

  • audio-visuelle Darstellung des Produktes
  • emotionale Bindung der Zuschauer durch eine/n sympathische/n Leiter/in
  • aktiv agierende Zuschauer und somit User Generated Content

Video-Konferenzen finden oft filial- oder unternehmensübergreifend statt. Auch sie bieten alle Vorteile des Video-Marketing, denn bei Video-Konferenzen werden verschiedene Teilnehmer, die sich an unterschiedlichen Orten befinden, miteinander verbunden und können über Webcams, Headsets und andere Medien miteinander kommunizieren. Firmeninterne und -externe Besprechungen werden oft auf diese Weise abgehalten.

Hangouts ist ein Kommunikationsdienst von Google, der 2013 den früheren Messenger ersetzt hat. Er lässt sich nicht nur in Google Chrome und in Google Mail verwenden, sondern auch mobil. Der Vorteil bei diesem Messengerdienst besteht darin, dass Dein Gegenüber nicht unbedingt den gleichen Dienst nutzen muss, denn verfügt sein Smartphone nicht über Hangouts, werden die Nachrichten einfach als SMS verschickt.

Doch was bedeutet Hangouts für Dein Video-Marketing?

Auch über Hangouts können Video-Konferenzen geführt werden. Alle Teilnehmer müssen über ein Google-Konto verfügen. Maximal sind bis zu 10 Teilnehmer möglich.

Daneben gab es ein weiteres Tool für Dein Video-Marketing: Hangouts On Air. Dabei wurden Videos per Livestream übertragen. Nach einer Einladung durch den Ausrichter konnte man sich zuschalten und das Video live verfolgen. Nach der Liveübertragung des Videos wurde dieses automatisch im jeweiligen Youtube-Channel des Ausrichters gespeichert.

Dieses Video-Marketing-Tool wurde am 01. August 2019 eingestellt. Als Alternative bietet Google die Youtube-Webcam an, mit deren Hilfe man einen benutzerdefinierten Livestream erstellen kann.

g) Reportagen

Gerade für international agierende, aber auch alle anderen Unternehmen ist die Reportage eine sehr gute Video-Marketing-Strategie. Mit einer Reportage kannst Du Deinen Zuschauer über verschiedene Leistungen und Produktionseindrücke Deines Unternehmens informieren. Die Werbebotschaft wird dabei sehr subtil vermittelt. Der Fokus liegt auf der klassischen Übermittlung von Informationen. Der Stil wirkt auf den ersten Blick nüchtern. Allerdings wird durch subtile musikalische Untermalung oder latent emotionale Botschaften auch hier eine Verbindung zum Zuschauer hergestellt.

Durch Reportagen wirken Unternehmen transparent, was bei vielen Kunden sehr gut ankommt. Dadurch wird das Unternehmen sympathischer und erzielt eine höhere Kundenbindung. Gerade wenn sich ein Unternehmen für humanitäre oder ökologische Angelegenheiten stark macht, kann es durch eine Reportage über sein soziales Engagement neue Kunden gewinnen und effektiv an sich binden.

h) Personalsuche (Recruiting-Videos)

Video-Marketing hat auch in Sachen Personalsuche einiges verändert. Eine vakante Stelle in Deinem Unternehmen kostet Dich bares Geld. Umso wichtiger ist es, mit einer guten Video-Marketing-Strategie auf Dein Unternehmen und die zu besetzende Stelle aufmerksam zu machen, denn dadurch lässt sich der Recruiting-Prozess deutlich verkürzen. Ein weiterer Vorteil ist die Einsparung von Ressourcen, insbesondere finanzieller Natur, denn durch den gezielten Einsatz von Videos nimmt das Personalmarketing nicht mehr so viele Ausgaben in Anspruch.

Die Kostenkalkulation ist ein wichtiger Faktor bei der Erstellung eines Recruiting-Videos. Im Vorfeld des Videodrehs sollten natürlich die Rahmenbedingungen geklärt werden. Wie viel das Video kostet, hängt maßgeblich von der Art Deines Unternehmens und von der zu besetzenden Stelle ab. Allerdings solltest Du pro Minute mit Kosten in Höhe von 3000 bis 4000 Euro rechnen. Daher solltest Du Deine Formulierungen so knapp und präzise wie möglich halten.

Auch die Produktionsdauer eines Recruiting Videos hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise der Komplexität, der angesetzten Korrekturschleifen und der Art des Videos.

Ähnlich wie bei einem Imagefilm geht es auch bei dieser Form des Video-Marketing um die Außenwirkung Deines Unternehmens. Allerdings stellst Du Dein Unternehmen sehr viel intimer und authentischer dar als bei der oben genannten Videoform. Schließlich möchtest Du nicht, dass der Bewerber aus allen Wolken fällt, wenn er plötzlich mit den wahren Anforderungen seiner Stelle konfrontiert wird, nachdem Du Ihm mit Deiner Werbebotschaft nur den Zuckerguss präsentiert hast. Der Vorteil liegt darin, dass der Bewerber sofort einen Ausblick auf die Atmosphäre in Deinem Unternehmen erhält. So trennt sich im Recruiting-Prozess gleich die Spreu vom Weizen, denn in aller Regel bewerben sich nur Kandidaten, die zu Deinem Unternehmen passen.

Auch bei Recruiting-Videos ist die Reichweite von enormer Bedeutung. Es sollen schließlich so viele potentielle Bewerber wie möglich angesprochen werden. Daher sollten auch Recruiting-Videos selbstverständlich SEO optimiert sein.

i) Bumper Ads

Bumper Ads sind Videos, die bis zu 6 Sekunden dauern und die vor oder nach einem Video oder auch während eines Videos auf Youtube oder einer anderen Plattform eingespielt werden. Durch eine Bumper Ad lässt sich Deine Reichweite sehr effektiv steigern, da man sie nicht überspringen kann. Am effektivsten ist sie natürlich, wenn sie vor oder während eines Video eingespielt wird, denn wird sie am Ende gezeigt, bricht der Zuschauer vielleicht ab, ohne ihren Inhalt ganz gesehen zu haben.

Das Wichtigste an einer Bumper Ad ist, ein emotional packendes Storytelling in ganzen 6 Sekunden zu erzählen. Diese 6 Sekunden orientieren sich, wie bereits oben beschrieben, an der immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne. Diese beträgt 8 Sekunden, Tendenz sinkend. Schaffst Du es, den Zuschauer mit einem 6-sekündigen Video zu fesseln, kannst Du Dir dessen voller Aufmerksamkeit sicher sein.

Ein weiterer Vorteil von Bumper Ads besteht darin, dass sich die User Experience störungsfrei vollzieht. Der Zuschauer empfindet den Spot nicht als penetrant oder nervig. Auch daSrch tragen solche Videos zur Bekanntheit Deines Unternehmens oder Deines Produkts bei.

Möchtest Du eine erfolgreiche Bumper Ad schalten, musst Du mit folgender Strategie vorgehen:

  • Deine Bumper Ad muss eine knappe, prägnante Botschaft tragen. Konzentriere Dich auf ein bis zwei hervorstechende Eigenschaften Deines Produkts beziehungsweise eine Kernaussage.
  • Dein Logo oder eine Identifikationsfigur direkt am Anfang des Videos zu platzieren trägt zu Deinem Branding bei und stärkt die Verbindung zwischen Deiner Marke und dem Zuschauer.
  • Am Ende Deines Videos sollte unbedingt eine knackige Handlungsaufforderung stehen – “Jetzt sichern!”, “Hier klicken!”
  • Kreiere eine neue Geschichte, statt aus einem bereits bestehenden längeren Spot ein 6-Sekunden-Video schneiden zu wollen.

Führend bei den Bumper Ads ist übrigens die Lebensmittelbranche, die es besonders effizient schafft, den Zuschauer mit einem ausgeklügelten Storytelling zu begeistern.

5. Erhöhung der Verweildauer

Videos generieren Klicks. Das ist Fakt. User lieben Videos und Google bewertet daher Webseiten, in die Videos eingebettet sind, positiver als solche ohne Videos. Also sind Videos schon allein für die Suchmaschinenoptimierung von größter Wichtigkeit.

Wie wir später noch sehen werden, ist die Anzahl der Klicks allerdings nicht die einzige Größe, von der der Erfolg Deiner Webseite abhängt. Natürlich ist zunächst einmal wichtig, dass Deine Webseite in der größten Suchmaschine, nämlich Google, möglichst an einer der ersten Stellen gelistet wird.

Noch wichtiger als simple Klicks ist allerdings die Verweildauer des Zuschauers. Die Frage ist also: Wie lange schaut sich der User Deine Webseite an, sprich, wie interessant sind dessen Inhalte für ihn?

Ein eingebettetes Video auf Deiner Webseite kann auch die Zeit erhöhen, die der User auf Deiner Webseite verbringt.

Und das geht im Idealfall so:

  • Ein User sucht mittels einer Suchmaschine nach für ihn interessanten Webseiten und wird mittels SEO auf Deine Seite geleitet.
  • Dort findet er ein gut platziertes, anregend gestaltetes Video auf Deiner Startseite. Bietet dieses guten Content, wird er es sich bis zum Ende ansehen.
  • Nun ist sein Interesse nach mehr geweckt. Er sucht auf Deiner Webseite nach weiteren Schlagworten oder Themengebieten und findet weitere Videos, die er sich ebenfalls ansieht.
  • Am Ende der Videos findet er Call-to-Actions – Handlungsaufforderungen. Er folgt diesen, abonniert also Deinen Newsletter, nimmt an Gewinnspielen teil, teilt Deine Videos oder kauft sogar Deine Produkte. Das bedeutet, Deine Beliebtheit und Deine Conversion Rate steigen ebenfalls.

6. Stärkung des Brandings

Um bestehen zu können, muss Dein Unternehmen einzigartige Eigenschaften und einen unverkennbaren Charakter aufweisen. Es muss sich von der großen Masse abheben. Der potentielle Kunde muss sich mit Deiner Marke identifizieren können.

Das große Schlüsselwort heißt also Branding.

Viele Leute verwechseln das Wort Branding ganz einfach mit “Logo”. Doch Branding ist viel mehr als das. Branding ist das Formen der Identität Deines Unternehmens, der emotionale Zugang Deines Kunden zu Deinem Unternehmen. Es schließt nicht nur das Logo mit ein, sondern sämtliche Markenbestandteile und definiert Deinen Wiedererkennungswert.

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Was bedeutet das nun für Dein Video-Marketing?

Dein Video-Marketing muss sich dem Branding Deines Unternehmens anpassen. Das bedeutet, dass Du Dir genau überlegst:

  • welche Zielgruppe Du ansprechen willst
  • für welche Werte Dein Unternehmen steht

Beim Video-Marketing wäre es also nicht besonders geschickt, als Produzent von Windeln einen Spot zu drehen, bei dem es um Horrorszenarien oder Kriegssituationen geht. Dies wäre, bezogen auf das Branding, eher kontraproduktiv. Die Zielgruppe Deines Unternehmens muss sich angesprochen fühlen, und zwar auf eine emotional bindende Art. So ist es natürlich logisch, als Windelhersteller zufriedene Babys in einem wohligen Ambiente zu zeigen, untermalt von ruhiger Musik.

Doch Dein Video muss sich nicht nur Deinem Branding anpassen, es kann sogar dazu beitragen, Dein Branding zu formen. Du kannst eine computeranimierte Figur nutzen, einen knackigen Slogan, bestimmte Soundeffekte oder eine prägnante Geste – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass die Performance zu Deinem Unternehmen passt, einprägsam ist und den Zuschauer emotional mitreißt.

7. Verwende strukturierten Content

Am besten funktioniert Video-Marketing, wenn sich durch dessen verschiedenartigen Content ein Zusammenspiel ergibt. So teilt sich strukturierter Content in drei Arten auf:

a) Help-/ Hygiene-Content

Der Kunde nutzt eine Suchmaschine, um nach einem bestimmten Inhalt zu suchen, und landet dabei auf einer auf Dauer eingerichteten Seite, also beispielsweise einer FAQ-Seite. Durch solche Seiten kannst Du die Sichtbarkeit Deiner Inhalte wesentlich und vor allem auf lange Sicht erhöhen. Nicht wenige Unternehmen nutzen in FAQs Videos, um die Antworten auf Fragestellungen für den Zuschauer eindeutiger und eingängiger zu machen.

b) Hub-Content

Hub-Content behandelt immer wiederkehrende Inhalte bestimmter Produkthersteller und ist vor allem in Video-Serien und auf Blogs zu finden, die das gleiche Thema immer wieder behandeln. Mit Hub-Content kannst Du Deine Zielgruppe regelmäßig bedienen und erzielst obendrein eine gute Kundenbindung, was sich positiv auf Verweildauer und Klickzahlen auswirkt.

c) Hero-Content

Im Gegensatz zum Hub-Content ist Hero-Content dazu vorgesehen, viral zu gehen und wird nur punktuell eingesetzt, beispielsweise für die Einführung neuer Produkte. Er ist auf eine besonders hohe Reichweite ausgelegt, soll also möglichst viele Nutzer generieren. Hero-Content bedeutet einen immensen Kosten- und Zeitaufwand, der wohlüberlegt sein soll, sich aber in aller Regel auszahlt. Hier kannst Du auch bezahlte Medien nutzen. Gerade beim Hero-Content ist es immens wichtig, diesen für Google und verschiedene Video-Plattformen SEO zu optimieren, damit er in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Klicks generieren kann.

Am wirksamsten ist eine Kombination aller drei Arten von Content. Während Du mit Hero-Content den Nutzer effektiv anziehst, kannst Du mit dem Hub-Content eine gute Nutzerbindung erreichen. Der Nutzer wird also wiederkommen, weil er auf Deiner Website findet, wonach er gezielt, beispielsweise über eine Suchmaschine, gesucht hat. Eine dauerhaft eingerichtete Seite, ein Hygiene-Content also, wirkt dabei als Unterstützung der beiden oben Genannten, denn der Nutzer weiß nun, dass er auf Deiner Seite auch auf lange Sicht gesehen immer wieder fündig wird.

Das Ziel dieses strukturierten Marketings muss sein, effektiv zusammenzuarbeiten, um den Nutzer langfristig zu binden, sonst funktioniert dieses Modell nur bedingt.

Hero-Content ➡️ Herstellung der Reichweite, auch über Longtail Keywords.

Hub-Content ➡️ In Kontakt mit Deinen Nutzern kommen.

Help-Content ➡️ Content, der die Conversion erzielt.


8. Nutze YouTube, die zweitgrößte Suchmaschine

Google ist die bekannteste und einflussreichste Suchmaschine, daran besteht wohl kein Zweifel. Allerdings solltest Du Youtube ebenfalls nicht unterschätzen, denn diese Plattform steht mittlerweile auf Platz 2.

Videos haben mittlerweile einen enormen Einfluss auf das Ranking bei Suchmaschinen wie Google und Bing. Dies ist sogar noch mehr der Fall, seit sich die Suchmaschine Google die Plattform Youtube einverleibt hat. Gibt man ein Schlagwort bei Google ein, spuckt die Suchmaschine nicht nur relevante Seiten aus, sondern es erscheinen auch Videos in der Ergebnisliste. Hier ist SEO das große Stichwort!

Das Ranking hängt vom Content des Videos ab. Allerdings haben auch die Beschreibung, der Titel, Keywords und Tags ein Wörtchen mitzureden.

Und User lieben Videos. Täglich kommt eine Milliarde Stunden an auf Youtube konsumierten Videos zusammen! Die Nachfrage nach SEO optimierten Videos ist gigantisch. Durch deren Einsatz erhöhst Du also definitiv die Verweildauer des Users auf Deiner Webseite. Dadurch wird Suchmaschinen signalisiert, dass der Content Deiner Webseite für User hochinteressant ist und somit erhöht sich das Ranking Deiner Webseite.

Da allerdings pro Minute mehr als 400 Stunden Videomaterial allein auf der Plattform Youtube hochgeladen wird, ist es von größter Wichtigkeit, dass Du Deine Videos SEO optimierst und somit sichtbar machst. Was also kannst Du tun, um die Reichweite Deines Videos zu erhöhen?

a) YouTube SEO

Um eine wirklich gute Reichweite zu generieren, reicht es leider nicht, Dein Video nur zu taggen und Keywords einzusetzen. Du musst Dein Video SEO optimieren. Und das geht folgendermaßen:

Optimiere die Länge Deines Videos
Der Traffic und somit das Ranking werden nicht nur durch Klicks ermittelt, sondern auch durch die Watch Time. Für diese gibt es eine einfache Formel: Anzahl der Klicks x konsumierte Videozeit. Ergo erhältst Du eine bessere Watch Time, je länger Dein Video ist – bis zu einem bestimmten Punkt. Denn Überlänge sollte es natürlich nicht haben. Der Inhalt sollte nicht ausgedünnt werden.

Optimiere die Einleitung Deines Videos
Zwischen fünf und fünfzehn Sekunden braucht ein Nutzer, um sich zu entscheiden, ob er das angeklickte Video bis zum Ende anschauen möchte oder nicht. In der Einleitung solltest Du dem User klarmachen, dass er wirklich die Inhalte erhält, die er erwartet, ihm zugleich beweisen, dass Du Ahnung von der Materie hast und das bereits in der Überschrift angeteaserte Thema erneut bestätigen.

Optimiere die Keywordrecherche und verwende Tags
Noch bevor Du Dein Video drehst, solltest Du Dir darüber klar werden, welches Thema Dein Video genau behandeln soll und welche Keywords aktuell am besten ranken. Daran orientierst Du Dich. Starte zunächst selbst eine Reihe relevanter Suchanfragen, um Deine Konkurrenten einer eingehenden Analyse zu unterziehen, getreu dem Motto: Kenne Deinen Feind, beziehungsweise Deinen Mitbewerber.

Für die Keywordrecherche gibt es eine Fülle relevanter Tools. Zum Teil sind diese gratis, andere sind kostenpflichtig. Welches Tool Du nutzt, hängt von Deinen Anforderungen ab. Manchmal macht es sogar Sinn, verschiedene Tools zu kombinieren, um die besten Ergebnisse zu erhalten.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind Tags. Setze mehrere Tags, um Dein Video SEO zu optimieren. Damit kann eine Plattform einschätzen, wovon Dein Video handelt. Gehe damit jedoch sparsam um, denn zu viele Köche verderben den Brei – oder zu viele Tags das Ranking, da eine Plattform wie Youtube irgendwann mit deren Fülle überfordert ist und Dein Video nicht mehr richtig einordnen kann. Mehr als zehn Tags solltest Du auf keinen Fall verwenden.

Eine gute Strategie sind dabei LSI-Keywords – Latent Semantic Indexing. Das sind Keywords, die mit Deinem Hauptkeyword inhaltlich verwandt sind. Ein Beispiel: Die Hauptkeywords sind “Rosen Pflege”, LSI-Keywords dazu sind “Blumen” oder “Botanik”.

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Viele Unternehmen schrecken vor Video Marketing und YouTube zurück. Dabei bieten das Format und YouTube als Plattform gigantische Möglichkeiten, die Zielgruppe zu erreichen, Produkte und Marken mit Emotionen aufzulade...

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Optimiere Deinen Kanal und somit Deinen Channel Trust
So banal es klingt, der Name ist Programm und somit brauchst Du für Deinen Kanal einen knackigen, leicht zu merkenden Namen. Er sollte zu Deinen Produkten und zu Deinem Unternehmen passen – nenne Dich nicht “Gurkenpapst”, wenn Du Snowboards vertreibst. Bleib bei Deinem Namen, denn hat sich dieser erst etabliert, ist es natürlich ungünstig, ihn nachträglich zu ändern.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Channel Trust. Youtube nutzt verschiedene Faktoren, um das Ranking eines Kanals einzustufen:

  • das Alter des Channels
  • das Engagement
  • die Veröffentlichungsfrequenz
  • die Anzahl der Abonnenten

Du musst also erst einmal Deinen Channel für Abonnenten interessant machen und zugleich klarmachen, dass da regelmäßig etwas nachgeschoben wird. Nutze einen auffälligen Avatar und eine knackige Beschreibung sowie einen attraktiven Header. In Deiner Beschreibung verwendest Du selbstverständlich kanalrelevante Keywords sowie Links zu Deinen Social Media-Kanälen, Deiner Webseite und Deinem Blog. Auch ein ansprechender Thumbnail ist von Bedeutung. Thumbnails sind die Vorschaubilder, die von den Trefferlisten ausgespuckt werden. Sind sie ansprechend, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Dein Video einen Klick generiert, um ein Vielfaches.

Erstelle ein Begrüßungsvideo
Youtube bietet die Möglichkeit, Deinem Channel ein Begrüßungsvideo voranzustellen, welches nur Nichtabonnenten angezeigt wird. In einem solchen Video heißt Du potentielle Neuabonnenten willkommen und stellst Dich sowie Deinen Channel kurz vor. Halte Begrüßung und Vorstellung knapp und prägnant und fordere den Zuschauer am Ende freundlich auf, Deinen Kanal zu abonnieren. Dein Video sollte nicht länger als 60 Sekunden dauern.

Optimiere das Engagement unter Deinem Video
Kommentieren, teilen und liken User Dein Video und abonnieren Deinen Kanal, bewertet Youtube dies als positives Engagement und Dein Ranking verbessert sich. Die Anzahl der Kommentare, Likes, Shares und Abos nennt sich Engagement Faktor und der wird immer wichtiger.

Denk daran, Deine User in jedem Video freundlich zum Abonnieren aufzufordern und auch schlüssig zu begründen, warum der User dies tun sollte. Positives Engagement kannst Du auch fördern, indem Du mit dem Zuschauer interagierst. Stelle ihm in Deinem Video Fragen: “Hast Du das auch schon ausprobiert? Kommentiere unter dem Video!” Von allen Engagement Faktoren wirkt sich die Anzahl der Kommentare am positivsten auf das Ranking aus.

9. Handlungsaufforderungen in Videos einbinden

Bereits bei Punkt 8a, dem Youtube SEO, wurde kurz auf Handlungsaufforderungen in Videos eingegangen. Handlungsaufforderungen, sogenannte Call-to-Actions, sind eine gute Strategie, um den Zuschauer zum Kommentieren, Liken oder Sharen zu verleiten.

Dabei ist vor allem der Zeitpunkt, zu dem die Handlungsaufforderung eingesetzt wird, entscheidend. In Erklärvideos, die kurz und prägnant gehalten werden, müssen Call-to-Actions unbedingt an den Schluss. Zu diesem Zeitpunkt ist der User emotional von dem Video gefesselt und von den Inhalten überzeugt und bestenfalls bereit, den Handlungsaufforderungen zu folgen.

Unterstreichen kannst Du Deine Handlungsaufforderung mit einem attraktiven, zeitlich begrenzten Angebot. Ein typisches Beispiel dafür ist eine Rabattaktion oder ein Gewinnspiel: “Abonniere meinen Channel und bis zum Sonntag erhältst Du einen 5 Euro-Gutschein!”, “Teile mein Video und sichere Dir nur noch heute den gratis Versand für mein Produkt!”

Das klingt sehr einfach, aber auch bei einer solchen Werbebotschaft gibt es Fehler, die unbedingt zu vermeiden sind:

  • Binde niemals zu viele Handlungsaufforderungen in Dein Video ein, denn das verwirrt den Zuschauer
  • Formuliere die Handlungsaufforderungen nicht schwammig, sondern klar
  • Wähle den richtigen Zeitpunkt
  • Hebe die Handlungsaufforderung deutlich vom Rest des Videos ab, sonst geht sie unter

Durch solche Handlungsanweisungen kannst Du nicht nur die Reichweite Deines Videos auf sämtlichen Video-Plattformen und in den sozialen Netzwerken erhöhen. Du kannst Dir auch eine ganze Menge UGC sichern. Was das ist und warum das beim Video Marketing wichtig ist, erfährst Du als Nächstes.

a) UGC – User-generated Content

Der englischsprachige Begriff User-generated Content ist mittlerweile im deutschen Sprachgebrauch fest verankert. Er bedeutet so viel wie “nutzergenerierter Inhalt” und beschreibt alle digitalen Inhalte, die nicht vom Anbieter der jeweiligen Webseite erzeugt werden, sondern vom User selbst. Darunter fallen nicht nur schriftliche Kommentare, sondern auch Bilder, Videos und Musik. Da UGC nicht nur von Profis erstellt wird, sondern auch von Laien, kann dieser in aller Regel nicht professionellen Standards folgen.

Unter UGC fallen unter anderem:

  • Produktrezensionen
  • Wikipedia-Einträge
  • Kommentare
  • Forenbeiträge
  • Blogbeiträge
  • Bewertungen von Hotels, Restaurants, Diskotheken usw.

Nutzergenerierte Inhalte unterliegen unglaublich hohen Steigerungsraten. Das heißt, dass der Anteil dieser Inhalte in den letzten Jahren exponentiell angestiegen ist und dies in den nächsten Jahren weiter tun wird. Dadurch bieten sich Dir vielfältige Möglichkeiten.

Möchtest Du mit Deiner Strategie Erfolg haben, darfst Du also UGC auf gar keinen Fall außer Acht lassen. Dieser ist nämlich nicht nur interaktiv – Du kannst mit Deinen Zuschauern direkt in Kontakt treten -, sondern auch in höchstem Maße aussagekräftig. Kaum jemand ist so ehrlich wie ein User, der anonym hinter einem Bildschirm sitzt.

  • Hol Dir Rückmeldungen Deiner Zuschauer ein, indem Du Dir die Kommentare unter Deinem Video anschaust.
  • Tritt direkt in Verbindung mit Deinen Zuschauern. Bedanke Dich für positive Rückmeldungen, nimm Kritik ernst und versichere freundlich, Dir diese zu Herzen zu nehmen.
  • Bitte aktiv um UGC: Hier kommen erneut die Handlungsaufforderungen ins Spiel. Schließe Dein Video mit Worten wie “Kommentiere unter meinem Video!” oder “Erzähl mir davon – in der Kommentarspalte!”
  • Du kannst den User auch zu Challenges auffordern, in denen Du ihm Belohnungen in Aussicht stellst, wenn er beispielsweise Fotos oder einen kurzen Spot in der Kommentarspalte hochlädt oder Links zu eigenem UGC postet: “Zeig mir in den Kommentaren Deine Moves und gewinne …”

Zuschauer, die für extrem viel UGC sorgen, sind vor allem die Influencer, die in den letzten Jahren stetig an Macht gewonnen haben.

b) Influencer Marketing

Das Wort “Influencer” stammt von dem englischen Wort to influence ab – beeinflussen. Influencer sind also Menschen, die einen großen Einfluss auf andere haben. Sie zeichnen sich durch eine hohe digitale Präsenz und große Beliebtheit aus und identifizieren sich häufig sehr mit den von ihnen favorisierten Marken. Nicht selten haben sie mehrere Millionen Follower und nicht umsonst entstand dadurch eine eigene Sparte des Marketings – das Influencer-Marketing.

Video-Marketing lebt also nicht nur von den Zuschauern, sondern auch von den Influencern. Ein Influencer kann nicht nur für sehr hohe Klickzahlen, sondern auch für eine geradezu gigantische Verweildauer sorgen, wenn er eins Deiner Produkte auf verschiedenen Videoplattformen präsentiert. So gibt es beispielsweise Unboxing-Videos, in denen Influencer nach einer Shoppingtour ihre neuen Errungenschaften auspacken und, oft untermalt von freudigen spitzen Schreien, dem Zuschauer entgegenhalten. Dabei gehen sie auf Produktdetails ein, erklären Funktionsweisen und preisen bei Zufriedenheit das Produkt an.

Videos von Influencern können einen weitaus größeren Einfluss auf den potentiellen Kunden haben als groß angelegte professionelle Werbekampagnen. Dies wurde durch Studien belegt. Influencer sind also die Werbeträger der letzten Jahre. Gefällt ihnen ein Produkt, kann es sein, dass sie ein Video drehen, in dem sie es kostenfrei bewerben, und dieses Video dann innerhalb einer kurzen Zeitspanne viral geht – fast ohne Dein Zutun. Somit zählen Videos, die Influencer auf Youtube oder anderen Video-Plattformen hochladen, zu den effektivsten Promotern des Video-Marketing.

Dabei präsentieren Influencer Dein Produkt, als würden sie einem Freund beim Kaffeeklatsch gegenübersitzen. Und genau das ist das Ziel – ein Influencer schafft eine Vertrauensbasis zum Nutzer und weckt seine Emotionen.

Man unterscheidet drei Arten von Influencern:

  • Key Influencer sind quasi die Koryphäen auf ihrem jeweiligen Gebiet. Sie berichten in Blogartikeln und Online-Magazinen über Marken, Dienstleistungen und Produkte.
  • Peer Influencer sind oft Geschäfts- oder Vertriebspartner oder Mitarbeiter eines Unternehmens und beeinflussen durch ihre Meinung den User in seiner Kaufentscheidung.
  • Social Influencer sind Menschen, die ihre persönliche Meinung in Videos, Blogs und auf verschiedenen Plattformen äußern. Sie beeinflussen in sehr hohem Maße die Kaufentscheidung anderer.

Stellst Du also sicher, dass ein Influencer Dein Produkt in einem seiner Videos bewirbt oder sogar eins Deiner Videos teilt, kann das bereits die halbe Miete sein. Allerdings solltest Du, rechtlich gesehen, eines bedenken: Einen Influencer dafür zu bezahlen, in einem seiner Videos Dein Produkt anzupreisen, ist hart an der Grenze zur Schleichwerbung und rechtlich gesehen bedenklich. Ein Influencer muss dies also unbedingt unbezahlt tun, damit Du auf der sicheren Seite bist.

10. Richtige Auswertung der Videos und wie die Daten zu interpretieren sind

Um den Erfolg Deines Videos auf Video-Plattformen und in Suchmaschinen messen zu können, brauchst Du vor allem eins: valide Daten. Diese Daten erhältst Du, indem Du den Key Performance Indicator ermittelst – den KPI. Dazu musst Du Dir erst einmal genau darüber im Klaren sein, was Du von Deiner Strategie überhaupt erwartest. Davon hängen nämlich die Messwerte ab, die Du vorrangig im Auge behalten solltest.

  • Performance-Ziele: Bei den Performance-Zielen geht es darum, den User anzuziehen und durch eine möglichst große Reichweite Conversions zu generieren. Hierbei steht also die Anzahl der Klicks an erster Stelle.
  • Branding-Ziele: Bei den Branding-Zielen geht es vor allem um das Interesse an Dir und Deinen Produkten. Dabei stehen Dinge wie Verweildauer, Shares und Engagement der User im Vordergrund.

Und so wertest Du Deine Daten aus:

  • Klicks: Klicks sind ganz einfach über den Youtube-Zähler auszulesen. Wer viele Klicks generiert, hat automatisch eine hohe Reichweite. Richtig? Falsch. Selbstverständlich tragen auch Klicks erheblich zum Erfolg bei; das heißt jedoch nicht, dass man eine hohe Klickzahl auf einer Plattform mit Erfolg gleichsetzen kann. In erster Linie sagen sie nämlich nur eins aus: wie oft ein Video angeklickt wurde. In zweiter Linie geht es aber auch um solch profane Dinge wie Verweildauer oder ob eine Handlungsanweisung vom Zuschauer ausgeführt wurde.
  • Verweildauer und View-Through-Rate: Je höher die Verweildauer, desto zufriedener ist der Zuschauer. Daher ist diese sehr wichtig für Deine Video-Marketing-Strategie. Bemerkst Du beispielsweise, dass viele Zuschauer an einer bestimmten Stelle Deines Videos abspringen – Dein Video also eine kurze Verweildauer und dafür eine hohe Absprungrate aufweist -, könnte das ein Hinweis auf langweiligen Inhalt oder ein schlicht zu sehr in die Länge gezogenes Video sein. Die View-Through-Rate lässt sich mit einer einfachen Rechnung ermitteln: Man nehme die Anzahl der Zuschauer, die bis zum Schluss dabeigeblieben sind, teile sie durch die Gesamtviews und multipliziere sie mit 100. Voilà, hier ist Deine View-Through-Rate in Prozent. Je höher sie ist, desto zufriedener sind Deine Zuschauer.
  • Engagement: Wie oben bereits angemerkt, hat Dein Video eine höhere Reichweite, je mehr User es kommentieren, sharen und liken. Schau Dir an, wie viele User Dein Video positiv kommentieren und wie viele negativ, wie oft es geteilt wurde und ob es als unterhaltsam oder hilfreich angesehen wird.
  • Anzahl der wiederkehrenden User: Wiederkehrende User teilen sich in zwei verschiedene Gruppen auf – die einen kehren wieder, weil sie das Video nicht verstanden haben, die anderen, weil sie ihre Erinnerung an das Video oder bestimmte Sequenzen auffrischen wollen. Zeigen Dir Deine Zahlen viele wiederkehrende Nutzer an, die das Video mehrmals direkt hintereinander angeschaut haben, solltest Du versuchen, es verständlicher zu machen. Denn dies spricht dafür, dass viele Zuschauer nicht verstehen, worum es Dir geht. Wiederkehrende User, die Dein Video über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder anschauen, haben allerdings echtes Interesse an Deinen Inhalten.

Klickzahlen allein geben also keinen eindeutigen Hinweis auf den Erfolg Deines Videos. Nur durch das Zusammenspiel mehrerer oben beschriebener Indikatoren kannst Du herausfinden, ob Dein Online Marketing wirklich erfolgreich ist.

11. Produktionsstandards und Equipment für die Videoerstellung

Einfache Videos lassen sich bereits mit wenig Aufwand und einem guten Smartphone erstellen. Auf jeder Plattform gibt es Beispiele dafür, wie Influencer oder Unternehmer mal klein angefangen und einfachste Videos mit Hilfe von Camcordern oder ihren Smartphones gedreht und sich danach quasi hochgearbeitet haben. Heute drehen sie professionelle Videos mit jeder Menge Equipment und einer Menge Personal.

Garantiert ist dieser Erfolg jedoch nicht. Als Unternehmer setzt man daher meist besser auf höhere Produktionsstandards als der Normalbürger. Es gilt, im Zweifelsfall besser ein erfahrenes Produktionsteam zu engagieren als den Start eines neuen Produktes oder gar einer kompletten Firma zu vergeigen. Man sollte Faktoren wie Belichtung, Sound oder Kameraführung auf keinen Fall unterschätzen, gerade wenn man für sein Unternehmen einen Imagefilm drehen möchte.

Vor allem wenn man sich im Bereich Video-Marketing noch nicht auskennt, kann man auch auf eine Produktionsfirma bauen, welche das Rundum-sorglos-Paket anbietet: Das Produktionsteam übernimmt nicht nur den Dreh und die Verbreitung Deines Videos, sondern auch Bereiche wie Kanalpflege und Rechtemanagement. Letzteres ist insofern wichtig, als dass Piraterie heutzutage groß geschrieben wird – immer wieder werden Videos gedownloadet und widerrechtlich auf einer anderen Plattform oder unter einem anderen Namen hochgeladen. Um solche und ähnlich gelagerte Fälle kümmert sich dann ebenfalls die Produktionsfirma.

Fazit

Zusammenfassend ist zu sagen, dass es in einer Zeit des Snackable Contents und der kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne kaum ein wichtigeres Werbeinstrument gibt als das Video-Marketing. Die Zahlen sprechen für sich. Kein Marketer sollte also diese effiziente Werbestrategie außer Acht lassen. Starte noch heute mit Deiner Video-Produktion und steigere die Verweildauer auf Deiner Webseite und Deinen anderen Kanälen.

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