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Web Push Marketing: Push Benachrichtigungen als Must-have im Marketing-Mix

Web Push Marketing: Push Benachrichtigungen als Must-have im Marketing-Mix

Lesezeit: 19 Min | Autor: Olaf Brandt | 0 Kommentare

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Noch nie war der Kundendialog so vielfältig wie jetzt! Heute läuft ein Großteil der privaten Kommunikation über Chats und Messenger – mit Kurznachrichten in hoher Frequenz. Wenn Du also zeitgemäß mit Deinen Kunden interagieren und die Kundenbindung stärken möchtest, musst Du genau diese Form der Kommunikation wählen: digital, prägnant und unmittelbar persönlich.

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Geht nicht? Geht doch – mit Web Push Marketing!

Dank Smartphones und Co. sind auch Deine Kunden nahezu überall und jederzeit online. Dadurch hast Du die Chance, häufiger und anlassbezogen mit Deinen Kunden in Kontakt zu treten. Mit Web Push Marketing lassen sich die Kontaktpunkte zu Deiner Zielgruppe deutlich steigern – ohne sie zu überfordern, weil die Informationen „in Häppchen serviert“ werden. Dafür benötigst Du allerdings treffsichere und hilfreiche Werbebotschaften sowie einen Kommunikationskanal mit Push Benachrichtigungen, der nahezu eine Standleitung zu Deinen Empfängern bereitstellt.

Denn heute entscheidet der Kunde, wer ihn wie informieren, inspirieren und unterhalten darf. Und nur der werbetreibende Anbieter, der sich aus der Informationsflut hervortun kann, gewinnt wirklich die Aufmerksamkeit seiner Zielgruppe. Web Push Marketing kann in jeder Branche den Kundendialog fördern oder die Leadgenerierung unterstützen und ist damit eine optimale Ergänzung zum E-Mail- und Newsletter-Marketing.

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Was ist Web Push Marketing?

Web Push Marketing bezeichnet eine spezielle Form des Direktmarketings. Damit kannst Du pointierte Botschaften schnell und in hoher Frequenz an Deine Zielgruppe versenden – ganz einfach über den Browser. Solche „Push Notifications“ sind klickbare Kurznachrichten, die direkt auf dem Bildschirm des Empfängers erscheinen – und zwar auf Desktops, Tablets und auf Smartphones – sogar, wenn sich diese im Sperrmodus befinden. So erreichst Du jeden Online-Nutzer gleichermaßen und Deine Werbebotschaft geht nicht in der E-Mail-Inbox unter!

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Beispiel einer Push Benachrichtigung. Quelle: Signalize.

Alles, was Du tun musst: Du lädst Deine Website-Besucher dazu ein, Push Notifications, also Kurznachrichten, von Dir zu empfangen. Ein Nutzer willigt durch Klicken des „Opt-in Dialogfelds“ und der Systemnachricht seines Browsers in den Erhalt von Push Nachrichten von Deiner Website ein. Optional kann er auch zusätzlich thematische Schwerpunkte gemäß seinen Interessen auswählen. Die Notifications erhält er dann direkt über den Browser, über den er sich angemeldet hat, wobei der Browser nur im Hintergrund geöffnet sein muss, was auch im Sperrmodus der Fall ist. Durch Klicken Deiner Push Nachrichten gelangt der Empfänger dann auf Deine Website.

So funktionieren Push Benachrichtigungen

Dem Push Service über Web-Browser liegt eine Funktion zugrunde, die auf dem weltweit anerkannten Standard des World Wide Web Consortiums (W3C) basiert. Alle führenden Browser wie Chrome, Firefox und Safari unterstützen daher Web Push. Für den Versand und Empfang der Push Notifications werden ausschließlich anonyme bzw. pseudonyme Daten verwendet. Für jeden Abonnenten wird im Browser lediglich eine Subscriber-ID hinterlegt. Einwilligung und Abmeldung sowie die Auswahl bevorzugter Themen erfolgen ausschließlich über den Browser.

Als Auslöser für den Versand kannst Du Verhaltensdaten nutzen, das heißt beliebige Website-Aktionen –etwa das Klicken bestimmter Inhalte oder eines nicht abgeschlossenen Warenkorbs und damit Deinen Web Push Kommunikationskanal gekonnt personalisieren.

Beispiel_Desktop-Push-Benachrichtigung

Beispiel einer Push Benachrichtigung auf dem Desktop des Empfängers.

Web Push, App Push oder Wallet Push?

Web Push bezieht vor allem die Browser auf Desktop und Smartphones mit ein, über die Web Notifications gepusht werden. iOS-Geräte hingegen lassen sich nur über iOS Wallet Cards ansteuern. Daher spricht man in der Kombination von „Web Push“ und „Wallet Push“ auch von “Website Push”, weil es alle Website-Besucher erreicht – unabhängig vom Endgerät. „App Push“ erfolgt, wie der Name schon sagt, über die jeweilige App und nicht über die Website.

Beispiel_Wallet_Push_Benachrichtigung

Beispiel für Wallet Push Benachrichtigungen. Quelle: Signalize.

Wann brauchst Du was?

  1. Wenn Du eine eigene Website oder einen Online-Shop hast >> Nutze Web Push Notifications.
  2. Wenn Du bereits eine App und ausreichend aktive Nutzer hast >> Nutze App Push.
  3. Wenn Du einen signifikanten iOS-Anteil in Deiner Zielgruppe hast >> Nutze Wallet Push.
  4. Wenn Du Deine Online-Nutzer überall erreichen willst >> Nutze alle Push Kanäle.

Für eine erfolgreiche Multi Channel Push Kommunikation hast Du mit dem richtigen Push Notification System die Möglichkeit, Deinen Kundendialog via attraktiver Kurznachricht zu harmonisieren. Damit kannst Du Deine Push Benachrichtigungen sowohl auf Desktops und allen mobilen Geräten sowie über Deine Apps orchestriert und parallel ausspielen.

Targeting und Remarketing leicht gemacht

Wenn Du darauf aus bist, Deine Kundenkommunikation so persönlich und treffsicher wie möglich zu gestalten, kommst Du um Targeting nicht herum. Das heißt, Du musst Deine Inhalte individuell auf das jeweilige Nutzerverhalten anpassen. Mit Web Push Marketing kannst Du genau das erreichen – datenschutzkonform und ohne zusätzliche Kosten.

Wie das möglich ist? Ganz einfach:

Web Push Marketing
Da beim Web Push Marketing keine personenbezogenen Daten erhoben werden, ist der Versand von Push Notifications per se datenschutzrechtlich unbedenklich.

Push Benachrichtigungen
Mit Push Benachrichtigungen bist Du unabhängig von Drittanbietern und hast die Daten Deiner Nutzer ausschließlich selbst in der Hand.

Push Notifications
Push Notifications verursachen anders als Targeting Ads via Google oder Facebook keine Klickkosten. Mehr noch: Sie können sogar Verluste im Ad Remarketing auffangen, die zum Beispiel aufgrund gesetzlicher Vorschriften oder Tracking Protection Initiativen der Browser-Hersteller drohen.

Tracking und Segmentierung im Web Push Marketing

Um die Leadgenerierung zu fördern oder die Kundenbindung zu stärken, sollte jeder Empfänger, die für ihn passende Push Nachricht erhalten. Sobald Du also gezielt und personalisiert in die Push Kommunikation einsteigen möchtest, kommst Du an einer Segmentierung Deiner Empfänger nicht vorbei. Die Segmentierung von Empfängergruppen erfolgt über das Tracking der Nutzerinteraktionen auf der Website. Eine professionelle Push Notification Lösung mit integriertem Web und App Tracking erfasst diese Interaktionen ganz automatisch.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • ein stehen gelassener Warenkorb sowie die enthaltenen Produkte,
  • Ausstieg oder Abbruch bei der internen Suche,
  • abgebrochene Produktrecherchen,
  • ein Abbruch im Check-out Prozess,
  • eine lange Zeit seit dem letzten Website-Besuch,
  • Funktionen auf der Website oder im Online-Shop (z. B. ein Größenrechner oder Planungstool), die häufig oder auch gar nicht genutzt werden.

Ziel ist es, aufgrund dieser Nutzerinteraktion mit einer Push Benachrichtigung „einzugreifen“, um eine erwünschte Reaktion zu erhalten – etwa den Kaufprozess abzuschließen, wieder auf die Website zu kommen oder bestimmte Funktionen zu nutzen – kurzum die Conversion Rate zu optimieren.

Mit den Verhaltensdaten der Nutzer kannst Du Deine Empfänger beliebig segmentieren, also in Zielgruppen einteilen, für die du dann die richtige aktivierende Werbebotschaft ausspielst. Um diese Daten zu nutzen, musst Du kein extra Code Tag für jede Interaktion einbauen, die auch erst erfasst wird, wenn sie als zu tracken „aktiviert“ ist. Denn moderne Web Push Lösungen beinhalten bereits ein vollständiges Tracking. Du hast sogar die Möglichkeit, Verhaltensdaten und auch Interessenskategorien aus der Themenauswahl Deiner Nutzer – zu kombinieren.

Wenn Tracking, dann rechtskonform!

Grundsätzlich sind im Web Push Marketing – im Gegensatz zu klassischer Direktwerbung – persönliche Daten für den Versand der Push Nachrichten nicht nötig. Es kommt jedoch darauf an, mit welchem zugrundeliegenden Tracking-Tool Du die Nutzerdaten auf Deiner Website erfasst – und vor allem auch wie. Bei Tools wie Google Analytics ist eine Verknüpfung zu persönlichen Daten nicht auszuschließen. Daher wird hierfür eine zusätzliche Einwilligung benötigt. Genauso entstehen zusätzliche Anforderungen an die Einwilligung der Nutzer, wenn US-Tools eingesetzt werden.

Datenschutzfreundliche Lösungen hingegen kommen sogar für segmentierte Push Benachrichtigungen ohne personenbezogene Daten aus. Es kommt in diesem Fall also weder zu einer Verarbeitung personenbezogener Daten, noch liegt ein Profiling im Sinne der DSGVO vor. Hast Du ein datenschutzkonformes Tracking-Tool im Einsatz oder ist ein solches in Deiner Web Push Lösung integriert, hast Du die beste Basis, um Deine Push Notifications rechtssicher versenden zu können.

Kein Wunder, dass immer mehr werbetreibende Unternehmen Web Push Marketing einsetzen, um den Kundendialog zu optimieren und die Kundenbindung zu stärken – und damit mehr Leads zu generieren und ihre Umsätze zu steigern. Nachfolgend erfährst Du, wie Du Schritt für Schritt Deinen Push Kommunikationskanal aufbaust und erfolgreich Push Nachrichten versendest.

In 5 Schritten zu erfolgreichen Push Notifications

Um Deinen Marketing-Mix mit Push Benachrichtigungen effektiv zu unterstützen, braucht es nur fünf Schritte:

1. Web Push Lösung implementieren

2. Empfänger generieren

3. Push Notifications

4. Push Nachrichten versenden 

5. Messen und Optimieren von Push Notifications

Web Push Marketing-Prozess

So sollte Dein Web Push Marketing-Prozess ablaufen, um gezielt Deine Website Conversion zu unterstützen. Quelle: Signalize.

1. Web Push Lösung implementieren

Um mit Push Benachrichtigungen durchstarten zu können, musst Du ein entsprechendes Push Notification Tool implementieren. Je einfacher und unkomplizierter das geht, umso besser. Prüfe zudem Deinen Tool-Anbieter hinsichtlich der beschriebenen Datenschutzthematik. Im Idealfall kannst Du die Lösung direkt in die Website oder den Online-Shop einfach über Code-Snippet oder Plug-in – ganz ohne Programmieraufwand – integrieren. So bist Du schnell startklar und kannst damit beginnen, Abonnenten für Deinen Push Kommunikationskanal zu gewinnen.

2. Empfänger generieren

Der Erfolg Deiner Push Nachrichten hängt entscheidend von der Größe Deines Verteilers ab. Das heißt: Dein Ziel sollte es sein, möglichst viele Empfänger zu gewinnen. Dafür benötigst Du einen überzeugenden Opt-in Dialog, der die Neugier Deiner potenziellen Empfänger weckt.

Auf folgende Punkte solltest Du bei der Anmeldung für Deinen Web Push Service achten:

Das richtige Timing

Laut Wallet & Web Push Benchmark Report 2021 ist die Anmelderate am höchsten, wenn der Opt-in Dialog sofort beim Aufruf der Website startet. Nach zehn Sekunden sinkt die Anmeldewahrscheinlichkeit deutlich. Allerdings kann es eine gute Strategie sein, den Nutzer zusätzlich zum Erhalt von Push Nachrichten einzuladen, wenn er die Website gerade verlassen möchte. Zudem kannst Du die Anmeldung auch im Rahmen einer Bestellung oder Registrierung initiieren.

Anmelderate_nach_Timing

Je nachdem, wann Du Deinen Anmeldedialog startest, beeinflusst dies die Opt-in Rate. Quelle: Wallet & Web Push Benchmark Report 2021.

Die Art des Dialogs

Eine Einladung, die nicht auffällt, wird auch nicht angenommen. Daher solltest Du dafür sorgen, dass der Opt-in Dialog vor allem auf stark frequentierten Seiten startet – beispielsweise auf der Startseite. Zudem erregt ein Pop-up, das sich über die Website legt, diese aber nicht verdeckt, erfolgreich Aufmerksamkeit. Generell kannst Du wählen zwischen einer Einlade-Box, einem Einlade-Banner oder einer einfachen Browser- oder Systemnachricht, bei der ein Nutzer zwischen „Zulassen“ und „Blocken“ von Benachrichtigungen entscheidet. Die besten Konversionsraten hin zur Anmeldung erzielst Du mit einem Einlade-Banner – rund 21 Prozent sind laut „Wallet & Web Push Benchmark Report 2021“ möglich.

Einladedialog_Box_Banner

Dein Einladungsdialog kann als Box oder Banner gestaltet sein. Quelle: Signalize.

Inhalt und Optik

Bei der Gestaltung hast Du zunächst – je nach Dialog-Typ – die Wahl zwischen einer sachlichen Systemnachricht oder einer kreativen Werbebotschaft – etwa im Corporate Design oder mit einem ansprechenden Bild. In jedem Fall sollte Dein Einladungstext kurz und prägnant sein und einen klaren Call-to-Action haben. Mache dem Website-Besucher klar, welche Vorteile er hat, wenn er Deinen Web Push Kanal abonniert. Du kannst dem Empfänger sogar eine Themenauswahl anbieten, so dass er wählen kann, zu welchen Themen er Push Notifications erhalten möchte. Auf die Anmelderate wirkt sich das mit einer Steigerung um mehr als 14 % deutlich aus.

Anmelderate_mit_Themenauswahl

Über eine Themenauswahl bei der Anmeldung für Deinen Web Push Kanal kannst Du erfahren, welche Inhalte Deine Empfänger bevorzugen. Quelle: Wallet & Web Push Benchmark Report 2021.

Incentivierung von Opt-ins

Du kannst auch überlegen, ob Du deine Web Push Abonnenten mit einem Dankeschön für ihre Anmeldung erfreuen möchtest. Das könnte ein Rabatt-Gutschein, ein kostenloser Probe-Monat oder zusätzlicher exklusiver Content sein.

3. Push Notifications erstellen

Ziel Deines Web Push Services ist es, mehr Website-Besuche und höhere Konversionsraten zu erzielen. Deine Push Mails müssen also zum Klicken animieren, dürfen den Empfänger aber auch nicht enttäuschen, wenn er auf die verlinkte Website gelangt. In der Regel erwarten Deine Abonnenten nützliche, relevante Kurznachrichten: hilfreiche Tipps, brandheiße News oder attraktive Angebote. Zudem sollte Deine Message den Empfänger emotional ansprechen, seine Neugier wecken, leicht verständlich sein, ihn aber nicht auf eine falsche Fährte locken. Für die Gestaltung Deiner Push Nachrichten gelten ähnliche Regeln wie für Inhalt und Optik des Einladungsdialogs: kurz und knapp, aber attraktiv und aktivierend. Dazu kannst Du beispielsweise aufmerksamkeitsstarke Aufmacher-Bilder oder auch Emojis verwenden.

Klickrate nach Verwendung von Emojis

Zwar versenden die meisten Unternehmen Push Notifications ohne Emojis, doch lässt sich mit ihnen die Klickrate deutlich steigern. Quelle: Wallet & Web Push Benchmark Report 2021.

Push Nachricht ist nicht gleich Push Nachricht

Wenn Du Dir über die Ziele im Klaren bist, die Du mit Web Push Marketing verfolgen möchtest und wie sich dieser Marketingkanal in Deine Kommunikations- und Content-Strategie einfügen soll, hast Du eine solide Basis geschaffen. Denn dann weißt Du, welche Kanäle und Formate – etwa Blog, Newsletter, Online-Shop – Du mit Push Notifications zusätzlich unterstützen kannst. Zudem hast Du in der Regel für diese Kanäle bereits einen Redaktionsplan, der Dir wertvolle Anhaltspunkte liefert. Damit werden dann unterschiedlichste Kommunikationsanlässe wie Events, Feiertage oder ein Datum wie der Tag der Umwelt oder der Internationale Kindertag für den Web Push Kanal berücksichtigt.

Es gibt je nach Anlass verschiedene Push Mail Typen:

News-newspaper-regular1. News
News können beispielsweise auf einen neuen Content, z. B. Video, Blogartikel und Whitepaper hinweisen oder zu Events, z. B. Webinare sowie Eröffnungen, einladen. Auch Produkt- oder Release-Ankündigungen sowie Rabatt-Aktionen oder Sonderangebote, z. B. anlässlich des Black Fridays, lassen sich in einer solchen Push Nachricht bewerben.

Lifecyle-walking-solid2. Lifecycle Notifications
Lifecycle Notifications kommen zum Einsatz, wenn ein Empfänger eine bestimmte Stufe im Kundenlebenszyklus erreicht – von der Willkommensnachricht bei Abonnement des Web Push Kanals oder der erfolgreichen Leadgenerierung, beim Onboarding oder zum Jubiläum der Kundenbeziehung.

Follow-up-reply-solid3. Follow-ups
Follow-ups sind an Transaktionen oder Conversions geknüpft. Zum Beispiel bittet eine Push Mail um eine Bewertung nach Erhalt einer Lieferung oder übermittelt Cross- und Upselling-Angebote passend zu den zuvor bestellten Waren.

 

Reminder-bell-solid4. Reminder
Reminder können einen Empfänger erinnern, dass zeitnah das Event stattfindet, zu dem er sich angemeldet hat.

 

hand-sparkles-solid5. Grüße
Grüße beziehen sich vor allem auf allgemeine Anlässe wie Weihnachten, Ostern, den Valentinstag oder selbst ausgefallene Events wie die nächste Mondfinsternis. Sie eignen sich dafür, sich dem Empfänger ins Gedächtnis zu rufen und dürfen auch gerne humorvoll sein.

Segmentiere Deine Empfängergruppen

Eine Nachricht für alle Empfänger kann ausreichend sein, wenn es sich um allgemeine News, Reminder oder Grüße handelt, die sich an alle Push Abonnenten richten. Für eine anlassbezogene und personalisierte Ansprache solltest Du Deine Empfänger segmentieren. Wie das funktioniert, hast Du bereits unter „Tracking und Segmentierung“ erfahren. So kannst Du granulare Zielgruppen-Cluster bilden, Deine Klick- und Konversionsraten deutlich steigern und einen personalisierten Kundendialog aufbauen.

Klickrate nach Segmentierung der Empfänger

Mithilfe der Segmentierung lässt sich die Klickrate um über 41 % steigern. Quelle: Wallet & Web Push Benchmark Report 2021.

4. Push Nachrichten versenden

Hast Du Deinen Push Inhalt erstellt, kannst Du ihn versenden. Wie und wann Du das am besten tust, um bei Deiner Zielgruppe zu punkten und die gewünschte Konversionsrate zu erreichen, verraten Dir die folgenden Tipps.

Wähle den passenden Versandzeitpunkt

Laut Benchmark Report sind die Klickraten an allen Wochentagen etwa gleich hoch, am Wochenende liegen sie generell etwas höher.

Klickrate nach Uhrzeit

Während die Anzahl der versendeten Nachrichten zwischen 6 und 20 Uhr am höchsten ist, verhält es sich mit der Klickrate genau andersherum. Wenn nach 20 Uhr weniger Push Notifications versendet werden, ist die Chance höher, dass Du mit Deiner Nachricht auffällst. Quelle: Wallet & Web Push Benchmark Report 2021.

Wie jeder Marketingkanal von werbetreibenden Unternehmen benötigt auch Dein Push Service eine Struktur und Planung. Zudem steigert ein geplanter Versand gegenüber einem sofortigen Ausspielen der Nachricht die Klickrate um satte 40 %. Achte zusätzlich darauf, dass Deine Push Nachrichten ein Ablaufdatum haben.

Das heißt: Anders als bei einer E-Mail, wird eine Push Nachricht dem Empfänger nicht angezeigt, wenn das Ablaufdatum überschritten ist. So vermeidest Du es, Kunden zu verärgern, weil sie zu spät von einer Rabattaktion erfahren.

Versende Deine Push Nachrichten stets kontinuierlich und nicht nur einmalig, wenn die Botschaft länger relevant bleiben soll. So kannst Du auch noch Abonnenten erreichen, die nach dem Versandzeitpunkt dazukommen.

Das zeigt sich auch in der Klickrate:

Klickrate einmaliger vs. kontinuierlicher Versand

Durch einen kontinuierlichen Versand lässt sich die Klickrate um mehr als 60 % steigern. Quelle: Wallet & Web Push Benchmark Report 2021.

Finde eine angemessene Frequenz

Für den Versandturnus gibt es keine allgemeingültige Regel.

Wie oft Du Push Notifications versenden kannst und solltest, ist unter anderem abhängig von den folgenden Faktoren:

  • vom Involvement Deiner Abonnenten mit Deinem Thema,
  • von der Aktualität und Relevanz der Inhalte,
  • von der Besucherfrequenz auf Deiner Website und
  • von der Nutzungsdauer Deiner Produkte: Konsumgüter (z. B. Lebensmittel oder Büromaterial) vs. langfristige Anschaffungen (z. B. Möbel oder Software-Lösungen).

Versendest Du Push Nachrichten mehr als einmal pro Woche, dann beobachte genau die Abmelderate und reduziere gegebenenfalls die Frequenz, wenn diese steigt.

Automatisiere den Prozess

Mit der Segmentierung legst Du fest, welche Push Notifications zu welcher Zielgruppe und deren Interessen passen und adressierst entsprechend. Statt diesen Vorgang aber jedes Mal manuell durchzuspielen, kannst Du den Versand kontinuierlich an alle Empfänger sowie an segmentierte Zielgruppen vollständig automatisieren: Stichwort „Marketing Automation“. Damit lässt sich die Klickrate der Kurznachrichten mehr als verdoppeln. Du legst einfach die Auslöser (Trigger) für die Aussendung in der Web Push Lösung fest: häufig besuchte Websites, gesuchte Inhalte, vergessene Produkte im Warenkorb. Damit reduziert sich der Aufwand für Deinen Web Push Kanal deutlich und Du kannst mit den Kurznachrichten sogar mehrstufige Kampagnen damit aufbauen.

Klickrate bei Automatisierung

Manuell versendete Push Mails erzielen eine mehr als doppelt so hohe Klickrate. Quelle: Wallet & Web Push Benchmark Report 2021.

Wenn es noch etwas mehr Segmentierung und Automatisierung sein darf, hast Du auch die Möglichkeit, Trigger-Daten aus anderen Systemen über Schnittstellen in Dein Push Notification Tool zu überführen. So kannst Du Informationen aus dem Warenwirtschaftssystem – etwa ein wieder verfügbarer Artikel – oder Informationen aus dem CRM, wie zurückliegende Bestellungen von Verbrauchsartikeln – für Deine Push Benachrichtigungen nutzen.

CRM-Systeme – 55 Anbieter im Vergleich

Mit Hilfe unterschiedlicher Filter, User-Bewertungen und der Meinung der OMT-Club-Mitglieder versuchen wir Dir die Entscheidung für das richtige CRM-System, zu vereinfachen.

Zum CRM-Vergleich

Auch RSS-Feeds lassen sich einfach einbinden. Damit wird Web Push zu einem Marketingkanal mit einem Mehrwert für alle anderen Kommunikationskanäle.

5. Messen und Optimieren von Push Notifications: Relevante KPIs

Wie bereits bei den einzelnen Schritten im Web Push Marketing beschrieben, gilt es immer die aktuelle Vorgehensweise zu überprüfen. Auf diese Weise findest Du heraus, ob der Versandzeitpunkt passt, ob die Frequenz ausreicht, die Inhalte relevant genug und Deine Empfängersegmente die Richtigen sind.

Folgende KPIs helfen Dir bei der Einschätzung:

  • Die Opt-in Rate: Sie liegt im Durchschnitt bei 5 bis 10 %.
  • Die Opt-out Rate: Diese sollte möglichst gegen null gehen, praktisch ist aber eine Abmelderate von rund 1 bis 2 % gar nicht selten.
  • Die View und Delivery Rate: Im Schnitt erscheinen rund 60 % der Push Nachrichten erfolgreich auf dem Bildschirm des Empfängers.
  • Die Klickrate (Click through Rate): Sie liegt bei Push Benachrichtigungen bei durchschnittlich 3,4 %, aber auch Werte bis über 10 oder sogar 20 % sind durchaus im Bereich des Möglichen.
  • Die Conversion Rate: Hier schwanken die Werte zwischen 3 und 8 %.

Zudem kannst Du über ein A/B-Testing herausfinden, welche Deiner Ideen am besten funktioniert. Dazu einfach eine Push Nachricht vorab in zwei Varianten an einen Teil Deiner Empfänger senden und analysieren, welche die meisten Klick- oder Konversionsraten erzielt.

A/B-Testing-Tools – 15 Anbieter im Vergleich

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Zum Toolvergleich

Und dann kannst Du den Versand an die übrigen Abonnenten auslösen. Mit einem modern Push Notification Tool geht A/B-Testing sogar völlig automatisch und die klickstärkste Variante wird ohne manuelles Zutun ausgespielt.

16 Gründe, warum Push Benachrichtigungen in Deinen Marketing-Mix gehören

Push Benachrichtigungen bieten enormes Potenzial für Deinen Marketing-Mix. Hier hast Du noch einmal alle Vorteile auf einen Blick:

  1. Der Web Push Kanal ermöglicht den adäquaten Kundendialog im Messaging-Zeitalter.
  2. Push Notifications haben wie andere Kurznachrichten eine hohe Nutzerakzeptanz.
  3. Dieser Marketingkanal ist noch nicht so sehr gesättigt wie andere – hier kannst Du noch auffallen.
  4. Du kannst Kunden ansprechen, selbst wenn sie nicht auf Deiner Website sind.
  5. Deine Botschaft erscheint direkt auf dem Bildschirm und hat damit sofort die Aufmerksamkeit des Empfängers.
  6. Du erreichst alle Online-Nutzer – egal welches Endgerät, egal ob Browser, App oder Wallet.
  7. Push Notifications sind besonders datenschutzfreundlich.
  8. Empfängergruppen lassen sich leicht segmentieren, um die Treffsicherheit Deiner Botschaften zu erhöhen.
  9. Du kannst – je nach Verhalten und Empfänger-Eigenschaften – individuelles Targeting betreiben.
  10. Remarketing ist unabhängig von Drittanbietern und Plattformen möglich und liegt ganz in Deiner Hand.
  11. Web Push Marketing schont Dein Budget, weil Du nicht für jeden Kontakt oder Klick zahlen musst.
  12. Push Notifications sind schnell erstellt: Bild, Botschaft, Link – fertig.
  13. Web Push Marketing hat eine kurze „Time to Consumer“ dank automatisierter Prozesse.
  14. Du kannst weitere Systeme anbinden, um den Push Kanal mit den passenden Triggern zu versorgen.
  15. Der Start ist denkbar unkompliziert und einfach – durch Integration in Deine Website.
  16. Push Benachrichtigungen zu kreieren, macht richtig Spaß.

Fazit

Hand aufs Herz: Wie oft kommt ein Kunde oder Interessent auf Deine Website oder besucht Deinen Online-Shop – und dann passiert nichts? Vielleicht hat er nicht gefunden, was er sucht – aber vielleicht kam ihm auch nur etwas dazwischen oder er hat seine Entscheidung nur vertagt. Stell Dir vor, Du könntest genau diese Website-Besucher wieder auf Deine Homepage oder in Deinen Shop holen? Web Push Marketing macht genau das möglich und ergänzt Deinen Marketing-Mix – schnell, unkompliziert, effektiv und datenschutzkonform!

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