WordPress ist mittlerweile das am häufigst eingesetzte CMS weit und breit im Internet. Es ist vor allem so beliebt, weil es ein Open-Source-System ist, das kostenlos in der Nutzung ist, sehr einfach installiert werden kann und sehr einfach zu bedienen ist. Zudem gibt es massenweise Entwickler, die sich mit weiterführenden WordPress-Plugins beschäftigen, um die Nutzung fortlaufend zu vereinfachen.

Und weil sich auch in unserem OMT-Netzwerk immer mehr Online Marketer bewegen, die sich ihre Webseiten mit WordPress bauen, haben wir uns dem Thema WordPress-Plugins angenommen und einige Experten aus unserem Netzwerk in einem Interview zu folgenden 5 Themen befragt.

Danke an Felix Beilharz, Daniel Voelskow, Jonas Tietgen, Jan Meyer, Maximilian Bloch, Alexander Schönegg und Philipp Dominski für die Unterstützung!


Inhaltsverzeichnis

1. Hast Du ein Standardset an Plugins, die die du auf jeder Seite nutzt?
2. Wie entscheidest Du, ob Du ein Plugin verwendest oder lieber eine eigene Lösung programmieren lässt?
3. Welches ist Dein Lieblingsplugin für SEO, SEA, CRO, Pagespeed, Formulare – Das beste Plugin für Onlinemarketer ist…, weil?
4. Das beste Plugin für Onlinemarketer ist…, weil?
5. Hast Du einen Plugin-Geheimtipp für uns?


Wenn Dich nur eins der Themen interessiert, kannst Du über die Inhaltsangabe direkt zu dem jeweiligen Bereich springen!


1. Hast Du ein Standardset an Plugins, die die du auf jeder Seite nutzt?

Alexander Schönegg:

WordPress ist ein super System, sei es für den Seitenentwickler als auch für den endgültigen Betreiber der Webseite. Mittlerweile gibt es nahezu für jeden Case bereits ein fertiges Plugin. Das ist eine tolle Sache, geht aber oft auf die Performance einer Webseite. Natürlich braucht man das Rad nicht neu zu erfinden, aber dennoch sollte man sich zweimal überlegen ob man für jeden Schnick Schnack ein Plugin braucht. Aber auch in meinen Projekten gibt es einige Plugins, die nicht fehlen dürfen.

Für den Titel, Beschreibungen und weiteres nutze ich gerne WordPress SEO Plugin von Yoast in der kostenlosen Version. Es ist einfach zu bedienen, bringt eine Vielzahl an Funktionen mit und kann bei Bedarf auch erweitert werden. Spam ist ein großes Problem geworden, vor allem die automatisierten Kommentare mit irgendwelchen Links. Bei Webseiten mit Kommentarfunktion kommt bei mir generell Antispam Bee zum Einsatz. Es schützt meine Blogs effektiv gegenüber Spam-Kommentare und Trackbacks. Da Themes und Plugins manchmal mangelhaft übersetzt sind, nutze ich Loco Translate. Hier kann man recht einfach bestehende Textbausteine ändern, ohne in den Code einzugreifen. Da es sich zumindest bei eigenen Seiten meist um Content basierende Webseiten handelt, installiere ich zusätzlich Table of Contents Plus. Das Plugin erstellt automatisch ein Inhaltsverzeichnis mit Textankern. Dies dient Nutzern oft als Schnelleinstieg in das Thema, navigiert ihn zu der für ihn passenden Stelle. Für schöne und übersichtliche Tabellen nutze ich zusätzlich TablePress.

Jan Meyer:

Bei den meisten Seiten braucht man eine gewisse Basis an Funktionen. Dafür empfiehlt es sich ein Standard-Repertoire an Plugins vorzubereiten, damit man nicht bei jeder WordPress-Installation die gleichen Arbeitsschritte machen muss. Wir bei Mittwald haben dafür eine tolle Funktion, denn mit unserer Agentur-Toolbox kann man diesen Prozess sogar automatisieren und eine WordPress-Installation mit den generellen Standards installieren und dann für neue Installationen einfach kopieren.

Das Plugin „Broken Link Checker“ sollte auf keiner Seite fehlen, die Links zu anderen Seiten enthält. „Tote“ Links sind besonders ein Zeichen für nicht aktualisierten Content. Sie werden durch Broken Link Checker erkannt und können aktualisiert oder gelöscht werden.

Jonas Tietgen:

Das ist pauschal nur schwer zu beantworten. Es kommt natürlich auf das Projekt an, welche Art von Website erstellt wird und wie gut die technischen Fähigkeiten des Kunden sind (wenn es denn eine Kundenseite ist).

Es gibt allerdings vier Plugins, die unter die Kategorie „Standardplugins“ bei mir fallen. Sie sind alle kostenlos und ich installiere sie, egal ob das Projekt ein Online-Shop ist, ein Blog oder eine Firmenwebsite ist:

Antispam Bee: Ist im Vergleich zu Akismet im Einklang mit deutschen Datenschutzrichtlinien und sorgt zuverlässig dafür, dass Spam keine Chance hat.

Yoast SEO: Meiner Meinung nach das beste, kostenlose SEO Plugin für WordPress. (Solange man die Analyse- und Ampelsysteme außer Acht lässt)

Contact Form 7: Mit CF7 können Formulare sowohl einfach und schnell erstellt werden, als auch fortgeschrittene Funktionen eingebaut werden.

UpdraftPlus: In meinen Augen das zuverlässigste Backup Plugin für manuelle und automatische Backups. Es ist einfach zu bedienen und erlaubt den Export in viele Cloud-Speicher.

Felix Beilharz:

Felix BeilharzJa, eine Handvoll von Plugins nutze ich eigentlich in jedem Projekt. Die weiter unten in dem Interview genannten sind davon auf jeden Fall die wichtigsten.

 

 

 

Daniel Voelskow:

Daniel Voelskow
Ich konzentriere mich hier mal auf Free und auch für nicht-Entwickler einsetzbare Tools:

  • Kontaktformulare:
    Contact Form 7 – Kontaktformulare erstelle ich zumeist mit diesem Tool, weil ich hier sehr große Freiheiten in Struktur in Gestaltung habe – ich ergänze dieses übrigens meistens mit „Contact Form 7 Honeypot“ um mittels eines Honeypot-Fields Bot-Spam entgegen zu wirken. Grundkenntnisse in HTML und CSS genügen, um schnell Eingabemöglichkeiten auf der Seite platzieren zu können. Ansonsten gibt es noch die Premium-Lösung Gravity Forms, welche ich ebenfalls ab und zu verwende.
  • Bildoptimierung & Page Speed:
    EWWW Image Optimizer – auch in der kostenlosen Variante lassen sich hier die meisten Bilder schon sehr gut komprimieren und so Ladezeiten verringern. Google wird es Euch danken. Die Bilder auf eine richtige Größe bringen muss man dennoch selbst (ich sehe regelmäßig Bilder mit 4k Pixel Breite im Netz), wenn das nicht bereits durch das Theme automatisch zugeschnitten wird.
    W3Total Cache ist ein sehr gutes, aber auch für Laien intensives Tool, um eine Seite in Bezug auf Quellcode-Minimierung, Caching, etc. auf Trab zu bringen.In beiden Fällen auf jeden Fall ein Backup von der Seite + Datenbank erstellen! Womit wir zu einem meiner nächsten Standard Tools kommen..:
  • Backups & Migration:
    All-in-One WP Migration – es gibt hier sehr viele Alternativen die ähnlich gut sind in der Usability (z.B. Duplicator), aber bis auf wenige Ausnahmen – welche durch serverseitige Probleme verursacht wurden – hat mich diese 1-Click-Lösung selten im Stich gelassen um Backups zu erstellen oder Seiten umzuziehen.
  • Security:

Maximilian Bloch:

Auf diese Frage erwartet nun wohl jeder folgende Antwort:

Yoast SEO

Und ja, dieses Plugin gehört tatsächlich zum Standardrepertoire einer WordPress-Installation unter meiner Obhut. Weil es einfach klasse ist. Insofern, ein absolutes Muss.

Hier findet ihr das Plugin: https://de.wordpress.org/plugins/wordpress-seo/

Kleiner Bugfix am Rande: Sofern ihr die XML-Sitemap im Plugin aktiviert und beim anschließenden Aufruf bemerkt, dass lediglich ein 404-Fehler ausgespielt wird, müsst ihr einfach im WordPress-Backend unter à Einstellungen à Permalinks auf „Änderung übernehmen“ klicken. Dann sollte auch die Sitemap zur Verfügung stehen.

Allerdings begründet die Antwort „Yoast SEO“ wohl kaum meine Befragung zu diesem Thema. 😉

Insofern möchte ich euch gerne ein paar weitere Inspirationen mit auf den Weg geben.

Advanced Code Editor

Der Advanced Code Editor wird fast schon automatisch von mir installiert, sofern ich Zugriff auf ein WordPress-Backend bekomme.

Er erlaubt ein Code-Highlighting (auf Deutsch „Syntaxhervorhebung“) in der andernfalls doch recht kargen Optik des Editors unter „Design“.

Dieses Plugin ist wirklich von sehr großem Nutzen, allein schon weil es etwas so simples wie Zeilenzahlen einfügt. Sofern man beim Stylen nun nicht jedes Mal via FTP beispielsweise die style.css in einem auf dem Betriebssystem installierten Editor (Beispiel: Notepad++, Scriptly, PsPad, etc.) öffnen möchte, kann man Änderungen direkt im Editor durchführen, ohne die von den Browser-Developer-Tools genannte CSS-Zeile der jeweiligen HTML-Tags mühevoll suchen zu müssen.

Finden könnt ihr ihn unter: https://de.wordpress.org/plugins/advanced-code-editor/

Fastest WP Cache

Der Einsatz dieses, sehr übersichtlichen aber guten, Plugins hängt etwas von der Funktionalität der Seite ab. Allerdings installiere ich dieses eigentlich fast immer mit. Sofern es dann doch nach mehr funktionaler Tiefe ruft, kann auf umfangreichere Alternativen wie WP Super Cache, W3 Total Cache oder WP Rocket ausgewichen werden.

Das tolle an Fastest WP Cache ist, dass es ein seitenweites serverseitiges Caching mit sich bringt. Weiterhin bringt es noch einige weitere sinnvolle Funktionen zur Optimierung der Sitespeed mit sich.

Der größte Nutzen ist hier jedoch wirklich das schnell einzustellende serverseitige Caching, welches trotz der einfach wirkenden Bedienung echt super funktioniert. Allein diese Funktion begründet die Installation von WP Fastest Cache.

Die weiteren, in der Free-Version angebotenen, Funktionen setze ich üblicherweise jedoch nur so lange über das Plugin ein, bis ich mich wirklich der Sitespeed-Optimierung im Detail widme. Viele der Funktionen setze ich dann meist doch lieber manuell in der .htaccess um, denn die vom Plugin gesetzten Angaben zum browserseitigem Caching für „Cache-Control“ und „Expires“ möchte ich dann doch lieber selbst, je Dateityp oder gar Datei, bestimmen.

Zu finden ist das Plugin hier: https://de.wordpress.org/plugins/wp-fastest-cache/

Simply Show IDs

Auch dieses Plugin gehört bei mir zum Pflichtprogramm und ist echt extrem nützlich. Was es macht? Eigentlich keine große Sache und mir erschließt sich eigentlich nicht, warum diese Funktion noch immer nicht vom WP-Core abgebildet wird.

Es zeigt lediglich die jeweiligen IDs von… eigentlich allem an: Beiträgen, Seiten, Kategorien, Tags, Medien, Benutzer und sogar Links.

Hier einmal die Übersicht der Seiten ohne Simply Show IDs:

Und hier mit:

Generell gilt meiner Meinung nach der Grundsatz, dass weniger Plugins mehr sind. Allerdings muss man sich bei dieser Anwendung keine großen Gedanken um eine Verschlechterung der Sitespeed machen, weil das ganze System samt Datenbank anwächst.

Das Plugin an sich besteht nämlich nur aus drei Dateien, von welchem genau eine verwendet wird.

Zum Plugin: https://li.wordpress.org/plugins/simply-show-ids/

Display Widgets

Auch ein tolles Plugin, auch wenn es lediglich zu meinem „Nahezu-Standardset“ an Plugins gehört. Der Seitenaufbau und ggf. die Fähigkeiten des eingesetzten Themes entscheiden über die Notwendigkeit dieses Plugins. Meist oder fast immer ist man jedoch mit der Installation gut bedient.

Es erlaubt Widgets auf bestimmten Seiten, Taxonomien und Beiträgen anzuzeigen oder eben nicht auszublenden. Auch einzelne IDs können behandelt werden, was gleich wiederum dem Nutzen des Plugins „Simply Show IDs“ aufzeigt.

Hier geht’s zum Plugin: https://de.wordpress.org/plugins/display-widgets/

Sollte euch die Auswahl an Ein- und Ausblendungsmöglichkeiten von Widgets noch nicht reichen, empfiehlt sich die Weiterentwicklung „Display Widgets SEO plus“

Hier können dann auch Conditions hinterlegt werden.

https://wordpress.org/plugins/display-widgets-seo-plus/

Welche Plugins vermeiden?

Bei dieser Gelegenheit möchte ich aber auch gleich die Frage umdrehen. Von welchen Plugins bin ich kein Fan? Eigentlich die meisten Page Builder.

So versuche ich, soweit es die Effizienz erlaubt, auf Page Builder zu verzichten. Diese Plugins haben natürlich ihre Daseinsberechtigung, bringen aber einfach meist einen wahnsinnigen Overhead mit sich, welcher sich wiederum negativ auf die Performance auswirken kann. Weiterhin sorgen sie allein schon aufgrund ihrer Mächtigkeit gerne mal für die ein oder andere Sicherheitslücke. (Beispiel: Möglichkeit des Cross-Site-Scriptings von 2015 beim Visual Composer: https://forums.envato.com/t/visual-composer-security-vulnerability-fix/10494)

Zwar hat anscheinend gerade der Visual Composer mit den Releases an Performance zugelegt, jedoch wird der HTML-Code dennoch meist massiv aufgebläht und somit auch viel komplexer.

Sofern ihr also massig Angaben, wie im untenstehenden Beispiel in eurem HTML-Code findet, wisst ihr nun was oder wer daran schuld ist:

<div data-vc-full-width=”true” data-vc-full-width-init=”false” class=”vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1460964545374 vc_row-has-fill”><div class=”wpb_column vc_column_container vc_col-sm-4″><div class=”vc_column-inner “>

Weiterhin kommen große Probleme auf, sofern man sich irgendwann dazu entscheiden sollte, auf diese Plugins wieder zu verzichten. Die beispielsweise durch den Visual Composer erzeugten Shortcodes bleiben nämlich im Content, können jedoch nicht mehr interpretiert werden. Das bedeutet viel Arbeit.

Allerdings muss im Kundengeschäft auch eben oftmals die oben erwähnte Effizienz gewahrt werden. Sofern aufgrund der Komplexität eines Seitenaufbaus die Verwendung eines Page Builders dem Kunden eine Zeitersparnis (=Kosten) einbringt, die die Nachteile der Verwendung solcher Plugins übersteigt, muss im Interesse des Kunden abgewogen werden.

Weiterhin muss die Bedienung oftmals auch für nicht HTML-affine User sichergestellt werden. Schließlich läuft es dann eben doch manchmal auf eine solche Erweiterung hinaus.

Wird nun jedoch ein Page Builder eingesetzt, sollte man in jedem Fall ein besonderes Augenmerk auf regelmäßige Updates des Plugins legen. Außerdem empfiehlt sich dann die Pagespeed und auch die Seitengröße im Auge zu behalten und bei Bedarf darf zu optimieren.

Sofern ihr ein solches Plugin nutzt, lege ich euch übrigens das Plugin „Duplicate Post“ ans Herz. (https://wordpress.org/plugins/duplicate-post/ ).

Page Builder, wie z.B. den Visual Composer, setzt man ja eher bei komplex aufgebauten Seiten ein, also wenn beispielsweise auf einer Seite mehrere unterschiedliche Spalten benötigt werden.

Mit „Duplicate Post“ lassen sich einmal gebaute Seiten einfach duplizieren. So muss bei neuen, gleich aufgebauten Seiten lediglich der Content ausgetauscht werden.

Philipp Dominski:

Ein paar Plugins habe ich immer schon auf dem Schirm, wenn ich mich an ein neues Projekt mache. Das heißt aber noch nicht, dass sie dann auch zur Verwendung kommen. Am Ende entscheidet da der Einzelfall.

 

Grundsätzlich sind das aber Plugins für Sicherheit und Performance Optimierung, die entsprechend der schon bestehenden Umstände gewählt werden. Als Basis versuche ich die Bereiche Backups, Security, Komprimierung, Bildoptimierung und Caching abzudecken.

 

 

Martin Hinterdorfer:

WordPress ist bei e-dvertising seit der Zeit im Einsatz, in der es ein reiner Blog und noch entfernt von voller CMS- oder Shop-Funktionnalität war. Inzwischen ist viel passiert, viel Entwicklung auf technischer und inhaltlicher Ebene und gerade der “Plugin”-Bereich (neben den Themes) ist riesig. Daher ist es notwendig sich auf ein Standardset zu konzentrieren und das wiederum Zug um Zug – bzw. Projekt für Projekt zu optimieren, da und dort erweitern bzw. zu modifizieren.

Im Standardset bei uns:

  • Yoast SEO
  • Autoptimize
  • Advanced Custom Fields Pro
  • EWWW Image Optimizer

 

Je nach Anwendungsfall auch noch

  • Jetpack
  • Broken Link Checker
  • Contact Form 7
  • Really Simple CAPTCHA

Beim Caching hängt es immer von der jeweiligen Serverumgebung ab:

Fastest WP Cache, W3 Total Cache oder WP Super Cache, …

Force Regenerate Thumbnails kommt während der Template-Entwicklung dazu.

 


2. Wie entscheidest Du, ob Du ein Plugin verwendest oder lieber eine eigene Lösung programmieren lässt?

Alexander Schönegg:

Das kommt oft auf den jeweiligen Case an. Man findet zwar für fast jeden Fall ein passendes Plugin, aber oft halt nicht spezifisch genug oder einfach viel zu überdimensioniert. Als Beispiel würde ich hier diese Button-Plugins nennen. Für jemanden komplett ohne CSS Kenntnisse ist ein solches Plugin sicher hilfreich, aber eben auch einfach ein Plugin, welches man mit ein paar Zeilen Code ersetzen kann. Vor allem bei Shops mit WordPress und WooCommerce kommen bei mir individuelle Lösungen zum Einsatz, zum Beispiel für Bestelltabellen mit Staffelpreisen.

Jan Meyer:

Zu viele Plugins rütteln an der Performance, deshalb sollte man vor der Installation genau überlegen, ob man die Funktionen von dem Plugin wirklich benötigt oder nicht. Zu aufgeblähte Plugins, von denen nur ein minimaler Funktionsumfang gebraucht wird, sind also aufgrund der Seitengeschwindigkeit ein potentielles Ausschlusskriterium.

Die Entscheidung zu einem Plugin mache ich u. a. abhängig von den Bewertungen im Plugin-Verzeichnis, aber auch von Testberichten. Außerdem sollte man schauen, dass die Plugins auch regelmäßig aktualisiert und gepflegt werden. Plugins sind immer ein Risiko für Schadcode. Ein Plugin bringt mir aber auch nichts, wenn es nach kurzer Zeit nicht mehr mit der aktuellsten WordPress Version kompatibel ist. Abhilfe dabei schafft beispielsweise der Dienst WPTomatic mit seinem speziellen Verzeichnisschutz. Dieser hält nicht nur die Plugins auf dem aktuellen Stand sondern entzieht den PlugIn-Verzeichnissen die Schreibrechte, wodurch das Risiko selbst bei bestehenden Sicherheitslücken drastisch reduziert wird.

Eine Eigenentwicklung ist immer eine Frage vom benötigten Zeitaufwand durch den Entwickler. Hier sollte auf jeden Fall überlegt werden, ob der finanzielle Aufwand lohnt und ein ROI zu erwarten ist. Alternativ kann durch ein Plugin natürlich auch ein Workflow verbessert werden und damit könnte auch die eingesparte Arbeitszeit der Redakteure gegen die Entwicklungskosten abgewogen werden.

Jonas Tietgen:

Ich entscheide das in erster Linie anhand der Anforderungen. Der größte Vorteil von WordPress ist die Vielfalt der schon vorhandenen (kostenlosen und kostenpflichtigen) Plugins. Für fast jeden Zweck gibt es bereits ein Plugin.

Ich suche also zunächst nach vorhandenen Plugins und prüfe dann, ob es den Anforderungen gerecht wird. Wenn nicht, lasse ich eine individuelle Lösung programmieren. Erfüllt es die Anforderungen, prüfe ich den Support, bisherige Bewertungen, die Programmierung und den Preis im Vergleich zu einer möglichen, eigenen Programmierung.

In neun von zehn Fällen findet man schon eine existierende Lösung oder kann zwei Plugins kombinieren. Das spart viel Zeit und Geld!

Felix Beilharz:

Ich versuche mittlerweile, für kleinere Aufgaben Plugins zu vermeiden, da sie doch nicht unerhebliche Sicherheitslücken darstellen können. Also wenn es nur darum geht, ein Pixel einzubauen oder ein bestimmtes Textfeld, greife ich i.d.R. nicht auf Plugins zurück. Auch die Share-Buttons habe ich hardcoden lassen. Für komplexere Sachen nehme ich dann doch Plugins, aber nur solche, die eine ausreichend hohe Downloadzahl haben und regelmäßig aktualisiert werden.

Daniel Voelskow:

Ich versuche für gewöhnlich, optische und Bedienungstechnische Funktionalitäten per Hand (gegebenenfalls mit Untersützung von Code Libraries) in meine Seiten zu bekommen, um mehr Kontrolle zu wahren und überflüssigen Ballast zu vermeiden.

Auf das Backend ausgerichtete Plugins (Entwicklung, Wartung, Backups, Security, … ) verwende ich allerdings sehr gerne, um meine Effizienz zu steigern und weil es in einigen dieser Fälle einfach keinen Sinn macht, das Rad neu zu erfinden während ganze Teams von Programmierern seit Jahren am Optimieren sind.
Bei allem anderen gilt der Trade-Off zwischen Zeitersparnis und Zeitbudget.

Maximilian Bloch:

Gute Frage. Die SEOs unter uns werden die Antwort häufiger verwenden: Das kommt darauf an.

Lassen wir vorerst einmal das „Programmieren“ außen vor.

Nehmen wir an, eine Website soll auf HTTPS umgestellt werden. Dann verwende ich das absolut geniale Plugin „Better Search Replace“ (https://de.wordpress.org/plugins/better-search-replace/).

Hiermit lassen sich alle URLs (auch von internen Verlinkungen aus dem Content heraus) einfach auf https umschreiben. (Achtung, vorher unbedingt ein Backup durchführen.)

Die manuelle Alternative hierzu wäre über phpMyAdmin via Update-Statement in der MySQL-Datenbank von WordPress „herumzuwerkeln“. Hier greife ich beispielsweise gerne auf ein Plugin zurück – vor allem, weil man es ja nach der Umstellung einfach wieder löschen kann. Die Arbeit des Plugins ist damit schon erledigt.

Generell versuche ich jedoch so wenig Plugins wie möglich zu verwenden. Mehr Plugins bedeuten fast immer eine schlechtere Ladezeit. Bei eigenentwickelten Lösungen ist hingegen nur der Code enthalten, den ich auch wirklich brauche.

Weiterhin ist das Wissen um die Programmierung gegeben. Somit lassen sich – wie bei einigen Plugins leider üblich – unnötige Ausführungen von Skripten und Datenbank-Aufrufe gleich vorab in Grenzen halten.

Es kommt also immer auf die Aufgabe an sich an. Sollte ich beispielsweise einmal in die Situation kommen, viele File-Permissions (CHMOD) umschreiben zu müssen, würde ich das nur ungerne einem Plugin anvertrauen. Ein Skript hierfür ist dann doch recht fix gecodet. Zudem kommen viele solche Plugins angeblich nicht mit PHP7 zurecht.

Philipp Dominski:

Das ist meist eine Kosten-Nutzen-Frage. Kann man mit ein paar Zeilen Code eine Funktion einbauen, ist mir das in der Regel lieber, als dafür ein Plugin zu nutzen. Bei umfangreicheren Aufgaben aber muss man abwägen.

Der Vorteil von Plugins ist, dass sich schon jemand Gedanken wegen eines Problems gemacht und einige Zeit in dessen Lösung gesteckt hat. Wenn man ein Plugin findet, das diese Lösung bereit stellt und es dann auch noch gut ist, ist der Nutzen hoch und die Kosten gering oder gar null. Ein guter Deal!

Martin Hinterdorfer:

Falls es schon eine (einigermaßen) praktikable Lösung gibt, welche sich an das Vorhaben anpassen lässt, dann verwenden wir dieses Plugin und passen es soweit notwendig an unsere Ansprüche an. Das ist in vielen Fällen der kostengünstigste Weg für Kunden.

Sollte es kein passendes Plugin geben, gibt es die Option auch ein entsprechendes Plugin zu programmieren – nur ist damit um einiges an Mehraufwand verbunden, auch um das Plugin in Zukunft mit WordPress kompatibel zu halten.

 


3. Welches ist Dein Lieblings-plugin für SEO, SEA, CRO, Pagespeed, Formulare – Das beste Plugin für Onlinemarketer ist…, weil?

Alexander Schönegg:

Da ich überwiegend selbst die Texte für meinen Arbeitgeber schreibe, nutze ich das Plugin Just Writing. Dieses sorgt dafür, dass ich weniger durch andere Elemente im Backend abgelenkt bin und mich auf das Schreiben konzentriere. Als zusätzliche Empfehlung, gerade im Bereich von Content, würde ich an dieser Stelle noch Title Experiments empfehlen. Damit kann man relativ einfach Überschriften gegeneinander antreten lassen und Testen.

Jan Meyer:

Für Onlinemarketer ist „YOAST“ sicherlich die gängige Praxis für die Pflege der Meta- und Open Graph-Daten. Außerdem bietet das Plugin auch bereits eine Sitemap, die wiederum in der Google Search Console eingereicht werden kann. Auch wenn die professionellen SEOs da kritisch drüber reden, ist das Ampelsystem für Einsteiger ein grober Leitfaden für die Content-Optimierung nach SEO-Kriterien.

Ich bin ein Freund von A/B-Tests und nutze da gerne die WordPress Anbindung von Unbounce für Landingpages oder die kostenlose Funktion von Google Analytics.

Für die Pagespeed-Optimierung achte ich vor dem Bild-Upload auf eine verlustfreie Komprimierung der Dateien. Kostenlose Tools wie tinypng.com und jpegmini.com sind da eine gute Möglichkeit. Außerdem kann man da Plugins wie „EWWW Image Optimizer“ oder „WP Smush“ nutzen, falls die Bilder vorab nicht komprimiert wurden.

Als Caching-Plugins greifen wir in unserem Mittwald Blog auf WP Rocket zurück, für meine privaten Affiliate-Seiten greife ich teilweise aber auch auf das kostenlose W3 Total Cache Plugin zurück.

Im Zusammenhang mit Formularen ist das Plugin Contact Form 7 noch zu nennen, was eine gute Basis darstellt und mit etwas technischem Knowhow auch speziellere Wünsche realisieren lässt.

Wer einen Newsletter anbieten möchte, ist mit „MailPoet“ sehr gut beraten. Dieses Newsletter-System bietet alle erforderlichen Einstellungen und verschiedene Templates für das Design.

Jonas Tietgen:

  • SEO

Wie oben schon erwähnt, setze ich für die Suchmaschinenoptimierung immer auf das kostenlose Yoast SEO.

  • SEA

Da ich alle Tracking- und Bestätigungscodes immer manuell einfüge und von dem Schalten externer Werbung nichts halte, nutze ich kein Plugin, das explizit mit SEA zusammenhängt.

  • CRO

Das kommt sehr darauf an, was zu optimieren ist… Um mich aber auf ein Plugin festzulegen, nenne ich das kostenpflichtige Plugin Thrive Leads. Es erlaubt auf einfache Weise verschiedenste Arten von Opt-Ins einzubauen und bietet tolle Statistiken und A/B Testmöglichkeiten.

  • Pagespeed

Da muss ich nicht lange überlegen: eindeutig WP Rocket! Es vereint mehrere Funktionen zur Beschleunigung und ist einfach zu verwalten. Soll es lieber kostenlos sein: Cache Enabler

  • Formulare

Contact Form 7 ist, wie oben genannt, für mich das unumstrittene Plugin für Formulare (fast) jeder Art. Einzig und alleine für Opt-In Formulare nutze ich es nicht.

Felix Beilharz:

  • SEO

Natürlich Yoast. Tut, was es soll und funktioniert gut. Leider immer noch kleine Schönheitsfehler (z.B. die Keyworddichte-Vorgabe (braucht kein Mensch) oder die Tatsache, dass es Kewords im Text, die in Gänsefüßchen stehen, meist nicht erkennt), aber ansonst super.

  • SEA

Keins.

  • CRO

Ich habe verschiedene Testing-Tools ausprobiert, so wirklich zufrieden war ich mit keinem. Ich bin gespannt auf den Google Optimizer, hab ihn noch nicht probiert. Da wird es bestimmt auch Plugins zu geben.

  • Pagespeed

Da habe ich WP Rocket im Einsatz. Ist mit ein paar Klicks eingerichtet und liefert gute Ergebnisse – und kollidiert nur selten mit anderen Plugins oder Skripten, was bei W3Totalcache bei mir oft der Fall war.

  • Formulare

Ganz klassisch Contact Form 7, aber mit dem Zusatzplugin “Success page redirects”. Damit kann man den Kunden nach dem Ausfüllen des Formulars auf eine beliebige Zielseite leiten (warum das nicht im Plugin direkt vorgesehen ist, verste ich ohnehin nicht).

Daniel Voelskow:

  • SEO

Yoast.

  • Pagespeed

W3TC in Verbindung mit Autoptimize/EWWW. Zu Autoptimize: Hier bekomme ich die Möglichkeit, Teile des CSS im Head zu platzieren während der Rest in einem Cache komprimiert wird. Dies ist eine sehr starke Unterstützung um das Thema „Above the Fold“ zu optimieren.

  • Formulare

Contact Form 7.

  • Social Media Sharing

Shariff.

Maximilian Bloch:

  • SEO

Ganz unerwartet: Yoast SEO

Einfach, weil es wohl die meisten, für die Suchmaschinenoptimierung relevanten, Anpassungen erlaubt. „All in One SEO Pack“ und „wpSEO“ sind auch nicht schlecht. Allein aufgrund des Funktionsumfangs bin ich jedoch Fan von Yoast.

Vor einiger Zeit hätte ich vielleicht noch überlegt, ein AMP-Plugin zu nennen. Allerdings komme ich hiervon immer mehr ab. Ich selbst habe meine AMP-Version wieder abgeschaltet, da die Usability bei den meisten AMP-Plugins einfach nicht an die der Responsive-Version heranreichen und zu wenig Flexibilität bieten.

  • SEA

Was ist das?

Nein, im Ernst: Hier kommen eigentlich nur Plugins für Landing-Pages in Frage, welche ein A/B-Testing ermöglichen.

„WordPress Landing Pages“ ermöglicht einen Splitt-Test mit drei Varianten und liefert auch interessante Auswertungen.

Siehe hier: https://de.wordpress.org/plugins/landing-pages/

  • CRO

Nicht gerade günstig, aber super in der Anwendung soll „Nelio A/B Testing“ sein. (https://nelioabtesting.com) Ich habe es leider noch nicht selbst getestet, jedoch ist mir nur Gutes zu Ohren gekommen.

Es soll eine sehr einfache Bedienung ermöglichen und erstellt außerdem Heat- und Clickmaps, welche für ein A/B-Testing sehr aufschlussreich sind.

  • Pagespeed

Hier mache ich gerne viel manuell. Komprimierung, browserseitiges Caching, Einsparung von Requests und Bildern… Damit kann man schon eine ganze Menge auch ohne Plugins herausholen.

WordPress nutzt bei der Einbindung von Bildern im Content eigenständig das srcset-Attribut. (Somit muss sich der Browser lediglich das für seine Größe benötigte Bild herunterladen.)

Bei Sildern und Bildereinbindungen direkt über das Theme habe ich das jedoch selten gesehen. Gerade bei großen Slider-Bildern ist der Aufwand zur Erstellung unterschiedlicher Bildergrößen nicht allzu überwältigend und die Einsparung groß. (Man hat ja nur selten sehr viele Sliderbilder.) Insofern bessere ich hier oftmals den Code manuell etwas auf.

Außerdem ist zumindest mir ist kein Plugin bekannt, welches solche Aufgaben erledigt, es sei denn, der Slider ist via eigenständigem Plugin eingebunden, welches bereits den Picture-Tag bzw. das srcset-Attribut nutzt.

Nicht ganz so leicht und schnell selbst umzusetzen sind beispielsweise das serverseitige Caching oder das „Minifying“.

Hier gibt es wirklich sehr viele gute Plugins und man sollte etwas unterscheiden:

Für relativ unerfahrene User empfehle ich das o.g. Plugin „Fastest WP Cache“.

Wer hingegen ein paar Euro berappen kann, ist mit „WP Rocket“ (https://wp-rocket.me/) super aufgehoben.

Ich persönlich mag „W3 Total Cache“ sehr gerne, da es sehr umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten bietet. (https://wordpress.org/plugins/w3-total-cache/)

Hier findet ihr übrigens einen sehr interessanten Benchmark: http://wpdevshed.com/best-wordpress-cache-plugin/

  • Formulare

Contact Form 7 (https://de.wordpress.org/plugins/contact-form-7/)

Begründen kann ich das auch nicht so richtig. Vielleicht, weil ich schon ewig damit arbeite und ich noch nie eine Funktion vermisst habe.

Philipp Dominski:

  • SEO

Es wird zwar langweilig, aber Yoast ist tatsächlich ein cooles Werkzeug. Viele Funktionen unter einem Dach und eine logische Bedienung. Top!

  • SEA

Beim Thema SEA habe ich leider kein Foto für euch. Sorry!

  • CRO

Zwar kein Plugin, aber wenn ich ein Projekt neu aufbaue und es sich anbietet, arbeite ich gerne mit dem Divi Theme und nutze die integrierte A/B Funktion. Ob man nur einen kleinen Textbaustein oder fast die ganze Seite split-testen will – man hat viele Optionen und kommt schnell ans Ziel.

  • Pagespeed

In Sachen Speed hat sich bei mir die Kombination aus Autoptimize und WP Fastest Cache als beste Wahl herauskristallisiert. WP Rocket ist in meinen Versuchen bei der Performance knapp auf Platz zwei gelandet, lässt sich aber deutlich simpler bedienen. Wenn man sich also nicht lange mit der Thematik beschäftigen will, können die paar Kröten für die Lizenz eine gut angelegte Investition sein.

  • Formulare

Bei Formularen greife ich am liebsten auf Contact Form 7 zurück. Hier gefällt mir vor allem die intuitive Bedienung.

Martin Hinterdorfer:

Zum Teil durch Standardset beantwortet

  • SEO:

Yoast SEO

  • Pagespeed:

Autoptimize, EWWW Image Optimizer und manuelles “tweaken”

  • Formulare:

Contact Form 7


4. Das beste Plugin für Onlinemarketer ist…, weil?

Jan Meyer:

Nicht das Beste, aber auf jeden Fall ein Wichtiges! Bei einem Umstieg auf SSL ist „Search and Replace“ ein cooles und praktisches Tool, damit man alle bestehenden Pfadeinträge auf https ändern kann. So spart man sich manuelle Änderungen und hat den Umstieg schnell erledigt. Nur den 301-Redirect und den neuen Eintrag in der Search Console nicht vergessen! 😉

Außerdem kommen Onlinemarketer auch kaum um „WooCommerce“ mit German Market vorbei. Mit diesem Shop-Plugin lässt sich WordPress schnell in einen Onlineshop verwandeln, den man mit Hilfe von weiteren Anbindungen (bspw. Easybill) als automatisierte DropShipping-Lösung konfigurieren kann. So können Low-Budget-Webshops umgesetzt werden!

Jonas Tietgen:

Puh, es ist schwierig so pauschal nur eine Antwort zu finden. Ich denke da entscheide ich mich für Thrive Landingpages.

Wieso ein Plugin für den Bau von Landingpages?

Weil es für jeden Onlinemarketer nach dem Aufbau einer Fangemeinde, dem Schreiben vieler Artikel und dem Veröffentlichen unzähliger Social Media Posts letzten Endes immer um eines geht:

Mithilfe der gewonnenen Reichweite Geld verdienen.

Thrive Landingpages ist einfach zu bedienen, liefert komplett anpassbare Vorlagen für so ziemlich jeden Zweck, den eine Landingpage so haben könnte und spart unglaublich viel Zeit.

Mit diesem Plugin ist es super einfach, eine Landingpage in kürzester Zeit zu erstellen, die nicht nur gut aussieht, sondern auch konvertiert.

Felix Beilharz:

Ein gut funktionierendes Backup-Plugin wahrscheinlich. Eine ideale Lösung habe ich dazu aber leider auch noch nicht gefunden.

Daniel Voelskow:

..hier habe ich leider nur einen begrenzten Horizont, also nenne ich Yoast, weil es eine sehr gute Unterstützung in Content- und Meta-Optimierung darstellt.

Maximilian Bloch:

Keines. Erst die Kombination macht es.

Außerdem kann leider (noch) kein Plugin das eigene Gehirn ersetzen. Sich in den User hinzuversetzen, ihn abzuholen, Ideen zu entwickeln und diese gekonnt vermarkten… Das ist für ein erfolgreiches Onlinemarketing entscheidend – nicht ein Plugin.

Sofern ich allerdings nur ein Plugin zur Auswahl hätte, würde es wohl ebenfalls das „Contact Form 7“ werden. Schließlich lassen sich darüber schon diverse Abschlussfunktionen für Conversions oder Leads realisieren. Und ohne solche hätte die Hälfte aller Websites keine Daseinsberechtigung.

Philipp Dominski:

Ich liebe Zitroneneis – schon immer! Aber manchmal ist Himbeereis meine erste Wahl. So ist es auch mit den Plugins. Deshalb kann ich mich hier nicht nur auf ein Plugin festlegen. Wie so oft, kommt es auf die Umstände und nicht zuletzt auch auf die eigene Arbeitsweise an. Deshalb: Einmal Zeit nehmen, eigene Tests machen und dann weiß man, was einem wirklich liegt.

Martin Hinterdorfer:

WooCommerce mit WooCommerce Germanized als Basis.

 


5. Hast Du einen Plugin-Geheimtipp für uns?

Alexander Schönegg:

Ob das Plugin Adminer ein wirklicher Geheimtipp ist? Wahrscheinlich weniger. Aber ich sehe es oft genug in den diversen Gruppen, dass viele WordPress Nutzer jedes Update von WordPress, Theme oder Plugin einfach installieren und hinterher Probleme haben. Das Plugin Adminer hilft dabei, schnell und einfach ein Backup seiner Datenbank anzufertigen, ohne dabei in die Weboberfläche des jeweiligen Hosters zu wechseln.

Jan Meyer:

Normalerweise erlaubt WordPress unbegrenzte Anmeldeversuche. Brute-Force-Attacken können daher Passwörter relativ einfach knacken.

Mit WP Cerber kann man die Standard-URLs zum Backend deaktivieren und eine eigene vergeben. Zusätzlich kann der Backend-Login, Kommentarfelder und Registrierungen mit dem ReCAPTCHA v2 von Google abgesichert werden.

Jonas Tietgen:

Ich werde es mal mit zwei Plugins probieren, mal sehen, ob die jemand auf dem Radar hat.

Zunächst kann ich das Plugin „Share A Draft“ empfehlen. Es bietet die Möglichkeit, einen Beitragsentwurf mit anderen zu teilen, ohne den Beitrag online schalten zu müssen. Somit kann in Ruhe durch jemand außenstehenden probegelesen werden, bevor der Beitrag online geht. Die generierten URLs können nur für eine gewisse Zeit aufgerufen werden.

Ich weiß, das Plugin wurde sehr lange nicht mehr aktualisiert, allerdings gibt es keine bekannten Sicherheitslücken und der Code ist sehr schlank.

Dann kann ich noch „Subscribe To Comments Reloaded“ aus dem Hut zaubern. Es lässt einen kommentierenden Nutzer weitere Kommentare abonnieren und sorgt somit dafür, dass mehr Diskussionen stattfinden und die Nutzer auch wieder auf die Seite zurückkehren.

Felix Beilharz:

Vielleicht keinen richtigen Geheimtipp, aber ich bin ein Freund von “Click to tweet”. Damit kann man einzelne Sätze im Text optisch hervorheben und der Leser kann per Click direkt einen Tweet mit diesem Satz sowie Link zum Blogbeitrag und @-Mention abschicken. Sieht erstens im Blog gut aus, lockert den Fließtext auf und sticht ins Auge. Und zweitens kann es die Zahl der Tweets erhöhen.

Daniel Voelskow:

DK PDF (https://de.wordpress.org/plugins/dk-pdf/) – wer mal seine Seite als PDF benötigt, ist hier gut aufgehoben. In den Einstellungen kann man Shortcodes auswählen und eigene CSS-Regeln einstellen (z.B. um Bilder aus den häufigt gedruckten PDF´s zu entfernen). Für diesen Zweck das Beste, was ich finden konnte, als ein Kunde mit der entsprechenden Anfrage zu mir kam – auch wenn die niedrigen Download-Zahlen es nicht vermuten lassen.

Maximilian Bloch:

Vielleicht… Ich würde das Plugin „Progressive Web Apps“ im Auge behalten. (https://de.wordpress.org/plugins/progressive-web-apps/)

Noch sind die Einstellungsmöglichkeiten dieses noch relativ jungen Plugins (Version: 0.1) sehr begrenzt und die Seitenstruktur muss den Erwartungen des Plugins entsprechen.

Sofern sich hier allerdings noch etwas tut… ist es der Hammer. Schon allein, weil ich in Progressive Web Apps ein sehr zukunftsfähiges Format sehe.

Philipp Dominski:

Hier habe ich ein auf den ersten Blick ganz simples Plugin im Kopf: wp-typography.

Mit diesem Plugin lässt sich die Silbentrennung auf der Seite aktivieren. Dabei hat man aber reichlich Optionen wie beispielsweise die Trennung erst ab einer bestimmten Wortlänge zu aktivieren oder in Überschriften auszuschalten.

Der große Vorteil ist in meinen Augen, dass man mit dem Plugin weniger Kompromisse im Design oder gar der Sprachgestaltung zu Gunsten der Responsiveness eingehen muss. Es stört mich immer wieder, wenn ich auf Mobilgeräten etwas über Suchmaschinenoptimierung lese. Mit dem Plugin kann man auch auf Handys die Überschriften groß lassen und trotzdem grammatikalisch richtig ausgeben.

Martin Hinterdorfer:

Mhh, nicht wirklich – die besten Plugins bleiben nicht lange geheim 🙂