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Online Marketing Maßnahmen: Überblick, Instrumente, Controlling

Online Marketing Maßnahmen: Überblick, Instrumente, Controlling

Lesezeit: 18 Min | Autor: Moritz Lehmann | 0 Kommentare

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Ungefähr 3,9 Mrd. Menschen auf der Welt nutzen das Internet. Das macht 50% der Gesamtbevölkerung aus. Insgesamt nutzen ca. 49% Social Media und 46% greifen auf E-Commerce zurück. Die Kunden der Zukunft sind online! (Praxisorientiertes Online Marketing, Ralf T. Kreuzer, 4. Auflage, Seite 2).

Aus diesem Grund nehmen Online Marketing Maßnahmen eine immer wichtigere Position im Marketing-Management ein. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass sich Unternehmen, egal ob Ladengeschäft, Restaurant oder Handelsunternehmen, dieser Thematik mehr und mehr widmen müssen.

Im Folgenden wirst Du erfahren, was Online Marketing eigentlich ist, welche Ziele damit verfolgt werden und welche konkreten Maßnahmen es gibt. Außerdem wirst Du am Ende einige wichtige Tipps zur Umsetzung und zum Einstieg in die Welt des Online Marketings bekommen.

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Welche Online Marketingmaßnahmen gibt es?

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Online Marketing Maßnahmen, die allesamt ihre Berechtigung haben und in vielen Fällen zu positiven Ergebnissen führen können.

Die wichtigsten Maßnahmen sind:

  1. Suchmaschinenmarketing (hierzu gehören auch Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung)
  2. Social Media Marketing
  3. Performance-Marketing
  4. Influencer-Marketing
  5. Viral-Marketing
  6. Affiliate-Marketing
  7. Display-Marketing
  8. E-Mail-Marketing
  9. Content Marketing

Welche dieser Marketingmaßnahmen sind für Dein Unternehmen die Richtigen? Um diese Fragen zu beantworten, sollten wir uns zuerst mit den Zielen Deiner Online Marketing Bemühungen auseinandersetzen.

Welche Ziele verfolgst Du?

Klassische Ziele sind die Steigerung der Produkt- und Markenbekanntheit oder die Kundenbindung. Aber auch die Steigerung von Traffic auf Deiner Website oder die Neukundengewinnung sind ein mögliches Ziel. Zwischenziele können auf bestimmten Kennziffern beruhen, etwa besseren Platzierungen in den Suchmaschinen oder einem bestimmten ROAS (Return on Ad Spend).

In diesem Zusammenhang solltest Du für Dich und Deine Unternehmung klären, welche Ziele Du online verfolgst und welche Maßnahmen dafür geeignet sind. Oftmals wird es eine Kombination verschiedener Ziele sein. Wichtig ist dabei vor allem, dass Du Dir die Ziele messbar machst, um so einen besseren Überblick über Dein Investment in Relation zu Deinem Ziel zu bekommen.

Ausgangspunkt Website

Die Website Deiner Unternehmung nimmt eine zentrale Rolle in Deiner Marketing-Strategie ein. Eine Vielzahl von Maßnahmen, bspw. Werbeanzeigen oder Suchmaschinenoptimierung stehen in direkter Verbindung zu Deiner Website und der Erfolg dieser Maßnahmen damit auch.

Corporate Website und Online Marketing

Quelle: AdferaWebdesign und Online Marketing.

Die Erstellung einer Corporate Website ist kein Projekt mit einem klar definierten Anfang und Ende –ebenso wenig wie viele Online Marketingmaßnahmen – sondern ein Prozess der nie endet und kontinuierlich weitergeführt werden sollte.

Was macht Deine Website besonders für die Nutzer?

Du könntest bspw. einen Online-Shop mit Deinen Produkten integrieren oder Du bietest einzigartige und hervorragende Informationen rund um Deine Produkte und Dienstleistungen an. Du könntest außerdem einen Produktkonfigurator oder einen geschlossenen Nutzerbereich integrieren.

Womöglich reicht für Dein Vorhaben aber auch eine einfache Unternehmensseite, welche ein gutes Design und eine herausstechende Usability (zu Deutsch: Benutzerfreundlichkeit) aufweist. Egal, was auf Dich zutrifft, bevor Du Deine Website erstellst, solltest Du Dir darüber im Klaren sein, was Du wirklich brauchst und welche Dinge Deine Nutzer vielleicht sogar erwarten und wie Du ihnen einen Mehrwert bieten kannst. In Abstimmung mit Deinen Online Marketing Zielen wirst Du so eine solide Basis für alle Online Marketingmaßnahmen schaffen können (Praxisorientiertes Online Marketing, Ralf T. Kreuzer, 4. Auflage, Seite 153).

Besonderheit: Landingpage

Bei einer Landingpage handelt es sich um eine Unterseite Deiner Webpräsenz, die ein bestimmtes Ziel verfolgt. Ziele könnten dabei bspw. die Eintragung in einen Newsletter oder der Verkauf eines bestimmten Produkts sein. Wichtig bei einer Landing Page ist die Übereinstimmung zwischen der beim User aufgebauten Erwartungshaltung und der inhaltlichen Gestaltung der Seite sowie die Schaffung von Vertrauen unter Hinzuziehung klarer, starker Call-to-Actions (zu Deutsch: Handlungsaufrufe).

Landing-Page Basics – der geZIELTE Unterschied

Eine Landing Page ist eine einzelne Seite, auf die potentielle Kunden oder Interessenten durch diverse Marketingmaßnahmen (z. B.: direkte Verlinkung, E-Mail-Marketing oder Suchmaschinenwerbung) weitergeleitet werden. Die Landing Page ist nur auf die nötigsten Informationen rund um den angebotenen Content (oder Produkt) beschränkt.

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Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick

Suchmaschinenmarketing

Das Suchmaschinenmarketing umfasst alle Maßnahmen zur Gewinnung von Besuchern und Kunden aus Suchmaschinen, wie Google, Bing oder Yahoo. Sie ist eine der relevantesten Maßnahmen im Online Marketing und wird unterteilt in die Bereiche “SEO” (Search Engine Optimization) bei dem die Ergebnisse durch organischen Rankings und Traffic erzielt werden, und das sog. „SEA“ (Search Engine Advertising), bei dem Ergebnisse durch bezahlte Werbeanzeigen innerhalb der Suchmaschinen und verwandten Seiten erzeugt werden.

Search Engine Advertising

Kaum ein Werbemittel ermöglicht eine so bedarfsorientierte Einblendung von Werbung. Die Suche offenbart uns die Interessenslage oder den Bedarf des Nutzers und wir können mit der passenden Anzeige und Landing Page dieses Bedürfnis direkt befriedigen.

Die Suchmaschinenwerbung bietet sehr gute Möglichkeiten der Erfolgsmessung. Es kann nicht nur über die Kampagnen hinweg, sondern über jedes einzelne Keyword der Erfolg gemessen werden. Ein Vorteil, von dem klassische Werbemittel (Print oder TV) nur träumen können.

Durch die rasante Entwicklung hat sich das SEA zu einem Instrument im Online Marketing entwickelt, das beherrscht werden muss und ein gerüttelt Maß an Know-how erfordert, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Auch Themen wie „Geo-Targeting“ bei dem zur Verbesserung der Werbeanzeigen der Standort des Nutzers in der Ausgabe der Anzeigen mit einbezogen wird, führen zu einer größeren Komplexität im SEA. Beispiele für das Geo-Targeting sind Werbeanzeigen bei Google Maps oder sog. „Pay-per-Call“ Kampagnen bei denen nicht nach Klicks, sondern nach Anrufen im Unternehmen bezahlt wird (Praxiswissen Online Marketing, Erwin Lammenett, 8. Auflage, Seite 198).

Die nachfolgende Abbildung zeigt Dir, welche Ergebnisse und Umsatzsteigerung Du mit einer sehr guten SEA-Kampagne erreichen kannst. In diesem Beispiel wurden mit 245,98€ Werbekosten 40 Verkäufe zu einem Gesamtwert von 3.134,46€ erreicht. Diese Ergebnisse sind sehr gut und eher die Ausnahme. Für gewöhnlich sind mit 250€ Werbekosten ca. 750€-1500€ zu erzielen.

Google Shopping Kampagne Ergebnisse

Das Bild zeigt die Ergebnisse einer Google Shopping Kampagne zur Verdeutlichung der Chance mit Search Engine Advertising.

Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenoptimierung (Kurz: “SEO”) bezeichnet Maßnahmen, die dazu dienen, die Sichtbarkeit Deiner Website in den Ergebnissen der Suchmaschinen zu erhöhen. Diese Marketingmaßnahme eignet sich hervorragend, um Markenbekanntheit sowie Neukundengewinnung zu erhöhen.

Rund 80% des Traffics deutscher Online-Shops werden über die organischen Ergebnisse in den Suchmaschinen erreicht. Dementsprechend unstrittig ist die Relevanz von SEO für Deine Website. Eine gute Position zu wichtigen Schlüsselbegriffen bei Google kann den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg einer Unternehmung und einer Website ausmachen. Das Ziel in die Top 3 Positionen zu gelangen, wird durch eine Studie von Sistrix aus dem Jahr 2015 weiter unterstrichen. Laut dieser Studie entfallen 60% aller Klicks für einen Suchbegriff auf Platz 1 in den Suchergebnissen und nur noch 15% auf Platz 2 (Praxiswissen Online Marketing, Erwin Lammenett, 8. Auflage, Seite 275f.).

Eine gute SEO-Kampagne kann sehr viel Traffic auf Deine Seite bringen, der nur darauf wartet in verkaufte Produkte umgewandelt zu werden. In der nachfolgenden Abbildung siehst Du, welche Ergebnisse auch für kleine und mittelständige Unternehmen durch Suchmaschinenoptimierung möglich sind.

Suchmaschinenoptimierung KMU Ergebnisse

Das Bild zeigt die Klickzahlen und Impressionen einer Website innerhalb von 12 Monaten vor- und nach der Suchmaschinenoptimierung. Durch das SEO konnten die Klickzahlen von ca. 3400 Klicks auf 248.000 Klicks gesteigert werden.

Wie gelangst Du nun an eine Top Platzierung?

Um eine Top Platzierung zu erreichen, solltest Du Dir zunächst bewusst machen, was das Ziel einer Suchmaschine ist: „Bestmögliche Ergebnisse für jede einzelne Suchanfrage liefern“. Dementsprechend solltest Du bestmögliche Inhalte für die Suchbegriffe, für die Du platziert werden möchtest, liefern. Im SEO heißt es immer so schön „Content ist King“. Starke und Zielgruppenorientierte Inhalte, die dem User einen Mehrwert bieten sind unerlässlich und enorm wichtig für gutes SEO, eine niedrige Absprungrate und viele Interaktionen auf Deiner Website!

Wichtige SEO Rankingfaktoren: Tipps und Tricks für die Praxis

Für Google gibt es hunderte Rankingfaktoren, die auf Deiner Domäne greifen. Viele sind bekannt, einige aber auch nicht. Die entscheidende Frage ist: Welche Rankingfaktoren sind für SEO wirklich wichtig?

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Es gibt aber auch eine Vielzahl von wichtigen Faktoren für ein gutes Ranking, die in Onpage (auf Deiner Seite) und Offpage (nicht auf Deiner Seite) unterteilt werden.

In der nachfolgenden Abbildung sind die wichtigsten Faktoren aufgeführt:

Onpage und Offpage SEO

Das Bild zeigt eine Definition für SEO und eine Aufschlüsselung wichtiger Faktoren für das Onpage und Offpage SEO.

Social Media

Das Social Media Marketing (SMM) bezeichnet die zielgerichtete und marktorientierte Nutzung sozialer Medien. Die sozialen Medien verändern die Kommunikation zwischen Kunde und Unternehmen und ermöglichen es Dir, direkt mit Deiner Zielgruppe zu kommunizieren.

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlich nutzbarer Plattformen und Möglichkeiten, um in den sozialen Medien aktiv zu werden und die Unternehmensziele zu erreichen.

Gängige Plattformen sind:

  • Facebook
  • Instagram
  • Pinterest
  • YouTube
  • TikTok
  • Twitter

Auch im B2B Bereich erfreut sich das Social Media Marketing immer größerer Beliebtheit. Die wichtigsten Plattformen sind hier derzeit LinkedIn und XING.

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Social Media B2B Guide

Als Unternehmen mit Fokus auf das B2B-Geschäft funktioniert Social Media anders. Aber es funktioniert auf jeden Fall. Warum? Weil am anderen Ende eurer Kommunikation immer Menschen sitzen, die bestimmte......

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Welchen Werbekanal solltest Du nutzen?

So wie es eine Vielzahl an verschiedenen Social Media Plattformen gibt, gibt es auch eine Vielzahl an Möglichkeiten diese zu nutzen. Zuvor solltest Du Dich allerdings für einen Hauptkanal entscheiden. Bei dieser Entscheidung ist es besonders wichtig, Dich zu fragen, wo sich Deine Kunden aufhalten.

Sind Deine Kunden bspw. B2B Kunden, ist vermutlich LinkedIn oder XING das richtige Mittel der Wahl für Dich. Möchtest Du eine sehr junge Zielgruppe erreichen, solltest Du Dir TikTok oder Instagram anschauen. Möchtest Du Frauen mittleren Alters erreichen, dann ist vielleicht Pinterest das Medium Deiner Wahl. Aber auch Facebook erreicht eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Personengruppen, weshalb es immer noch eine wichtige Rolle im Online Marketing spielt.

Mach Dir klar, wo Deine Zielgruppe aktiv ist und nutze die sozialen Medien, um kontinuierlich mit Deiner Zielgruppe in Kontakt zu treten und ihnen wertvolle Inhalte und Beiträge zu Deinen Themen zu liefern.

Bezahlte Werbung auf Social Media

Wenn Du nicht daran interessiert bist über regelmäßige Beiträge Deine Zielgruppe zu erreichen und so Reichweite aufzubauen, sondern lieber schnell Ergebnisse sehen möchtest, könnte bezahlte Werbung auf Social Media das Richtige für Dich sein.

Ähnlich wie beim SEA bezahlst Du hier für Deine Werbung. Im Gegensatz zum SEA bezahlst Du allerdings auf Social Media Plattformen meist nicht für Klicks, sondern für Impressionen. Bei Social Media Werbung wird Deine Anzeige (meist) nicht auf Basis einer konkreten Suchanfrage ausgespielt, sondern vielmehr auf Grundlage Deiner Zielgruppen Einstellungen. Umso wichtiger ist es an dieser Stelle, die eigenen Zielgruppe zu kennen und eine hohe Zielgruppengenauigkeit in den Kampagnen zu erreichen.
Merke: Je genauer die Zielgruppe, desto besser die Ergebnisse.

Social Media Advertising in 7 Schritten

Wer Social Media Marketing ernsthaft betreiben möchte, kommt um Social Media Advertising nicht herum. Während die organische Reichweite auf den meisten Plattformen nach und nach zurückgeht, hast Du mit Social Media Advertising die volle Kontrolle. Reichweite ausbauen, Traffic generieren und Kunden gewinnen.

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Die Ziele von Werbung auf Werbekanälen, wie Facebook, Pinterest, LinkedIn und Co. können sehr vielfältig sein. Von dem Verkauf spezifischer Produkte über eine höhere Reichweiter bis hin zur Eintragung in einen Newsletter ist alles möglich und machbar. Überlege Dir als Werbetreibender zuvor, welche Werbebotschaft Du vermitteln- und wen Du ansprechen möchtest .

Eine gute Kampagne zeichnet sich dabei durch einige wichtige Punkte aus:

  1. Du verwendest die richtige Zielgruppe für Deine Produkte.
  2. Deine Anzeigen sind genau auf Deine Zielgruppe ausgerichtet und besitzen einen klaren Handlungsaufruf.
  3. Du verwendest eine geeignete Gebotsstrategie und ein passendes Werbeziel innerhalb der Kampagne.
  4. Die Landing Page stimmt inhaltlich und optisch mit dem überein, was der Nutzer erwartet, wenn er auf Deine Anzeige klickt und regt zur Interaktion an. Es gibt also keine Lücke zwischen Anzeige und Landing Page.

Wie es aussehen kann, wenn eine Kampagne sehr gut funktioniert, siehst Du in der nachfolgenden Abbildung.

Facebook-Kampagne Ergebnisse

Das Bild zeigt die Ergebnisse einer Facebook Werbekampagne für einen Online-Shop für Damenbekleidung.

 

Pinterest-Kampagne Ergebnisse

Das Bild zeigt die Ergebnisse einer Pinterest Werbekampagne für einen Online-Shop für Jacken und Mäntel für Damen.

Influencer-Marketing
Beim Influencer-Marketing handelt es sich um eine Online Marketing Maßnahme, die sich mit der Planung, Steuerung und Kontrolle des gezielten Einsatzes von Influencern (Meinungsführern) in sozialen Medien befasst. Dadurch soll die Wertigkeit der Markenbotschaft und das Kaufverhalten der Zielgruppe positiv beeinflusst werden.

Das Influencer-Marketing wird oftmals in Kombination mit anderen Marketingmaßnahmen eingesetzt und kann bei richtigem Einsatz eine enorme Wirkung für das Unternehmen entfalten. Auch hier ist es wichtig, dass die Influencer zum Unternehmen und der Zielgruppe passen. Beispielsweise wird ein Unternehmen, das Fahrräder vertreibt, in einer Zusammenarbeit mit einem Radrennprofi deutlich bessere Ergebnisse erzielen als mit einem Influencer mit Schwerpunkt Kosmetik.

Viral-Marketing
Beim Viral-Marketing wird die Vernetzung von Menschen in sozialen Medien ausgenutzt, damit sich Informationen epidemisch und damit wie ein Virus ausbreiten. Kernkritik an dieser Form des Marketings ist, dass die Viralität einzelner Beiträge nicht planbar ist und so nur schwer abzusehen.

Das Weiterleiten und Verbreiten des „Virals“ ist immer Sache der Nutzer und Bedarf deren Aktivität, daher solltest Du versuchen die Nutzer systematisch zur Weiterleitung zu motivieren (Praxisorientiertes Online Marketing, Ralf T. Kreuzer, 4. Auflage, Seite 558).

Neben den zuvor genannten Online Marketing Maßnahmen gibt es eine Vielzahl weiterer Instrumente, um Online erfolgreich zu werden. Darunter fallen bspw. das Affiliate-, E-Mail- oder Content Marketing.

Affiliate Marketing
Das Affiliate Marketing ist eine Art Provisionssystem bei dem Online-Shop-Betreiber eine Provision an andere Website-Betreiber bezahlen, wenn die Nutzer, die über einen sog. Affiliate Link zu Deinem Shop geschickt wurden, einen Kauf tätigen.

E-Mail-Marketing
Beim E-Mail-Marketing werden Informationen über Produkte, Dienstleistungen oder sonstige Themen direkt per Mail an Personen oder Personengruppen gesendet, die sich zuvor dafür registriert haben. Es ermöglicht eine direkte und personalisierte Anrede sowie eine zeitgleiche Versorgung der Nutzer mit kaufentscheidenden Informationen, weshalb das E-Mail-Marketing eine häufig genutzte und unter Umständen hoch effektive Maßnahme des Online Marketings sein kann.

Content Marketing
Das Content Marketing dient dazu, informierende, beratende und unterhaltende Inhalte der Zielgruppe zu liefern, um den Nutzer von Dir und Deinen Produkten zu überzeugen. Gleichzeitig geht es nicht darum, das Unternehmen und die Produkte in den Vordergrund zu stellen, sondern nützliche Informationen rund um relevante Themen anzubieten. Das Content Marketing ist eng mit den Bereichen der Suchmaschinenoptimierung und des Social Media Marketings verbunden.

Einstieg in das Online Marketing

Im Online Marketing ist die Arbeit mit konkreten (operativen) Zielen sehr wichtig. Daher solltest Du zunächst Deine konkreten Ziele anhand von messbaren Größen festlegen. Mögliche Ziele könnten sein, den Bekanntheitsgrad eines bestimmten Produkts zu erhöhen oder bestimmte Produkte / Produktvarianten Online erstmal zu testen oder aber auch der Umsatzanstieg einer Produktgruppe.

Der erste Schritt zur Erstellung einer guten Strategie ist demnach, so exakte Ziele wie möglich zu definieren.

Schritt für Schritt zum erstklassigen Online Marketing Konzept

Du willst den Onlinemarkt erobern? Super, weißt Du schon wie? Mein Rat: Schreibe erst ein Online Marketing Konzept, bevor Du blind eine Agentur für die Umsetzung einzelner Marketing Maßnahmen hinzuziehst.

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Setze Deine Ziele hoch, aber dennoch realistisch. Im Anschluss geht es um die Frage der Kosten, wobei die Frage „Was kostet es?“ nicht ganz korrekt ist. Da wir immer die Kosten in Relation zum Nutzen betrachten sollten.

Stell Dir folgende Fragen:

  1. Was ist Dir ein neuer Kunde wert?
  2. Wie viel darf Dich zusätzlicher Umsatz von Summe „X“ kosten?
  3. Was ist Dir ein um XX% höherer Marktanteil wert?

Erst nachdem Dir die Relation zwischen Kosten / Nutzen klar ist, kannst Du eine gute Entscheidung über Deine Online Marketing Maßnahmen treffen. Je nach Zielsetzung kannst Du nun dazu passende Maßnahmen auswählen. Definiere eine grobe Vorplanung, welche Du im Anschluss immer detaillierter weiterführst (Praxiswissen Online Marketing, Erwin Lammenett, 8. Auflage, Seite 605ff.).

Zusätzlich zur Planung Deiner Maßnahmen solltest Du Dir auch einen Projektplan anfertigen, indem Du zum einen die zeitlichen Rahmen der einzelnen Maßnahmen und zum anderen die zuständigen Personenkreise dafür erfasst. Außerdem könnte in diesem Zusammenhang auch ein Redaktionsplan nützlich sein.

Nachdem Du Dein Vorgehen geplant und Verantwortungsbereiche festgelegt hast, geht es an die Umsetzung. Arbeite Dich hierzu in die einzelnen Teilbereiche gut ein oder engagiere fachkundige Personen (In-House Mitarbeiter, Agenturen, Freelancer, usw.), die Dich bei der Umsetzung unterstützen. Rückschläge sind in diesem Bereich immer wieder üblich – halte daher nicht zu starr an Deinem Projektplan fest, sondern reagiere auf das was kommt und sei flexibel und agil. Funktioniert Deine Google Shopping Kampagne nicht? Dann probiere Facebook oder Instagram. Funktioniert Deine SEO-Strategie momentan nicht? Dann schwenk um auf bezahlte Werbekampagnen.

Das Online Marketing ist ein Bereich der sehr komplex- und stetig im Wandel ist. Verschiedene Maßnahmen bedingen oder unterstützen einander. Aus diesen Gründen ist es wichtig, immer die für sich besten und vor allem zum Ziel und zur Zielgruppe passenden Maßnahmen auszuwählen und nicht steif auf bestimmte Strategien zur verharren.

Allgemeine Tipps für erfolgreiche Online Marketingmaßnahmen

Es gibt eine Vielzahl an Werbemaßnahmen die von noch mehr Faktoren, bspw. Klickrate oder Absprungrate beeinflusst werden.

Die folgenden Tipps kannst Du Dir als Werbetreibender für alle Marketingmaßnahmen merken:

Online Marketing Tipps

Die Grafik soll die allgemeinen Hinweise für ein erfolgreiches Online Marketing einleiten.

Deine Inhalte müssen zu Deiner Werbung passen

Das Ziel vieler Online Marketing Maßnahmen ist es, im ersten Schritt die Besucher auf eine bestimmte Website oder Zielplattform zu lenken. Von dort aus sollen die Besucher eine bestimmte Handlung oder Aktion, z.B. einen Kauf durchführen. Achte darauf, dass die Inhalte und das Design Deiner Werbung, welche die Benutzer anspricht, zu den Inhalten und dem Design Deiner Webseite oder Zielplattform passen.

Wieso? Ist das nicht der Fall, generierst Du unter Umständen viele Besucher, aber keine Zielhandlungen. Das führt zu hohen Kosten und einer niedrigen Conversion Rate. Dieser einfache Tipp ist in vielen Fällen schon ausreichend, um die Wirkung der Online Marketing Maßnahmen zu verbessern (Praxiswissen Online Marketing, Erwin Lammenett, 8. Auflage, Seite 584f.). 

Formuliere Ziele

Wie oben bereits mehrfach erwähnt, ist es wichtig, klare Ziele zu formulieren und das am besten nach dem „SMART Prinzip“.

Smarte Ziele

Das heißt, Dein Ziel sollte von Dir spezifisch und eindeutig definiert werden. Es sollte außerdem messbar und von Dir und den Mitarbeiter akzeptiert werden. Alle Ziele sollten realistisch sein und mit einem festen Datum terminiert werden.

Du benötigst klar definierte Ziele, um im Anschluss den Erfolg Deiner Maßnahmen bewerten- und daraus Rückschlüsse ziehen zu können. Diese Rückschlüsse sind für die Optimierung Deines Online Marketing Mix und die Performance Deiner Maßnahmen enorm wichtig. Mit klaren Zielen und aufgrund der guten Messbarkeit einzelner Maßnahmen kannst Du Geld sparen und Conversions erhöhen (Praxiswissen Online Marketing, Erwin Lammenett, 8. Auflage, Seite 585f.).

Die Mischung macht’s

Maßgeblich für den Erfolg ist die richtige Mischung der einzelnen Online Marketing Instrumente. Berücksichtige bei der Auswahl der Maßnahmen immer die zuvor festgelegten Ziele und Rahmenbedingungen. Wenn der Bekanntheitsgrad eines einzelnen Produkts gesteigert werden soll, wirst Du vermutlich andere Maßnahmen durchführen, als wenn Du Deinen Shop Umsatz maximieren möchtest (Praxiswissen Online Marketing, Erwin Lammenett, 8. Auflage, Seite 587).

Dran bleiben

Im Online Marketing gibt es eine Vielzahl von Einflussfaktoren, Kennziffern und Marketingstrategien, die unsere Bemühungen negativ oder positiv beeinflussen können. Beispielsweise kann ein Keyword, was über Monate gute Erträge in Deiner Google Kampagnen erreicht hat, plötzlich nur noch zu sehr schlechte Ergebnisse führen, weil die Konkurrenz das gleiche Keyword bewirbt.

Oder aber, der Platz an der Sonne der Suchergebnisse, die Du über viele Wochen halten konntest, fällt nach einem Algorithmus Update auf Seite 2 und bringt kaum noch Traffic auf Deine Seite.

Das Wichtigste ist: Dran bleiben und kontinuierlich an den einzelnen Facetten des Online Marketings zu arbeiten. Regelmäßiges Controlling der der wichtigsten Kennziffern und Maßnahmen und die Kompetenz schnell Anpassungen vornehmen zu können sind in diesem dynamischen System Erfolgsentscheidend (Praxiswissen Online Marketing, Erwin Lammenett, 8. Auflage, Seite 590f.).

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