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Mehr Amazon-Sales: So rankt Deine Amazon-Produktseite auch bei Google

Mehr Amazon-Sales: So rankt Deine Amazon-Produktseite auch bei Google

Lesezeit: 9 Min | Autor: Oksana Sarkisyan

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Bei Amazon an erster Stelle stehen – das Ziel aller Shop-Betreiber. Deine Chancen maximierst Du, indem Deine Produktseiten auch bei Google ganz weit oben ranken.

Wer an Suchmaschinenoptimierung denkt, hat zuallererst Google im Kopf. Doch mittlerweile ist der E-Commerce-Marktplatz Amazon bereits zu einer der wichtigsten Informationsquellen für Online-Shopper geworden. Als Online-Marktplatz ist Amazon daran interessiert, seine Verkäufe kontinuierlich zu steigern. Deshalb ist das Ziel des Unternehmens Produkte, die die meisten Verkäufe generieren, an der Spitze der Amazon-Suchergebnissen zu halten.

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Dank des A9-Algorithmus bestimmt Amazon, welche Ergebnisse für bestimmte Suchanfragen erscheinen. Der größte Unterschied zwischen A9 und Google ist die jeweilige Suchabsicht. Google ist eine universelle Suchmaschine, die sich auf alle Arten von Suchanfragen konzentriert, während Amazon sich nur auf transaktionale Suchanfragen spezialisiert hat. Die Suche findet hier meist viel gezielter und am Ende übersichtlicher für den Konsumenten statt. Ein Beispiel: Wenn ich ein Adidas Produkt kaufen möchte, gebe ich den Begriff „Adidas“ in die Suchmaske von Google ein und erhalte daraufhin unzählige Ergebnisse. Darunter natürlich auch ganz allgemeine Infos zum Unternehmen, den Gründern oder Aktienkurse. Auf Amazon komme ich viel schneller zum Ziel und lande direkt bei Schuhen und Kleidung. 

Bild 1 Amazon

 

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Amazon Shop Optimierung 

Eine fundierte Amazon SEO-Optimierung meiner Shop- und Produktseite ist eine Grundvoraussetzung für den Verkaufserfolg. Wie Amazons A9-Algorithmus genau funktioniert, weiß allerdings nur der Marktplatz selbst. Dennoch lassen sich durch jahrelange Beobachtungen einige Einflussfaktoren ableiten. Einer davon ist zum Beispiel die Conversion-Rate. Je mehr Produkte ich verkaufe, desto höher ist auch mein Ranking. Der Amazon A9-Algorithmus zielt darauf ab, die Sichtbarkeit für Angebote mit authentischen Bewertungen und Verkäufen zu erhöhen. Eine Tendenz der letzten Tage zeigt auch, dass er versucht, gefälschte Profile herauszufinden und das Hauptproblem der Fälschungen und gefälschten Bewertungen anzugehen.

Wir geben Dir eine Liste von Erkenntnissen, die Dir helfen, die neusten Änderungen des Amazon-Algorithmus für Deine Shop-Seite zu berücksichtigen:

  1. Überzeugendes Produktangebot: Um Dein Ranking an erster Stelle zu verbessern, benötigst Du ein überzeugendes Produktangebot, das für Deine Zielgruppe optimiert ist. Entscheide Dich für schöne Bilder, verwende Lifestyle-Fotos, die den Zweck oder die Eigenschaften Deines Produkts erklären.
  2. Rabatte in Maßen einsetzen: Rabatte und Werbeaktionen sind ein schwierigerer Weg, um Dein Ranking zu verbessern. Amazon hat damit begonnen, solche Angebote, die viele Rabatte und Werbeaktionen bieten, abzuschaffen.
  3. Infos, Infos, Infos: Gebe so viele Informationen wie möglich in Deinen Angeboten an. Verwende alle verfügbaren Felder unter Bulletpoints und Schlüsselwörter.
  4. Reichweite: Lasse Deine Produkte von Influencern oder bekannten Bloggern bewerten, um eine Verlinkung zu Deiner Produktseite zu erhalten.
  5. Weiterbildung: Teile Deine Gedanken und bleibe aktiv in den Verkäuferforen. Der Schlüssel zum Wachstum Deines Unternehmens liegt darin, sich über aktuelle Trends auf dem Laufenden zu halten und durch intelligente Arbeit ständig zu lernen.
  6. Vergiss nicht Dein organisches Google-Ranking. Wenn die Produktseite auf Amazon bereits optimiert wurde, heißt es noch längst nicht, dass das Optimierungspotenzial ausgeschöpft wurde. Es gibt noch einen weiteren Schlüssel: Google. Weitere Verkäufe werden generiert, sobald die Produktseite in der größten Suchmaschine Deutschlands ganz weit oben gefunden wird. Nutze die unten stehenden Tipps, um den qualitativ hochwertigen SEO-Traffic zu Deiner Amazon-Produktseite zu erhalten.
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So optimierst Du Dein Amazon Angebot für Google

Vorab gilt: Sichere wie oben beschrieben zunächst die Bereitstellung von nützlichen Inhalten für Amazon und verbessere so das Listing. Erst danach konzentrierst Du Dich auf die Optimierung für Google User. Diese ist im Prinzip der Optimierung einer regulären Website sehr ähnlich. Die richtigen Keywords im Produkttitel, Bullet Points und eine gute Beschreibung sind bereits die halbe Miete.

Sieben Schlüsselelemente bei der Optimierung einer Amazon-Produktseite für Google:

1. Kümmere Dich um die URL-Struktur

Es ist nicht immer möglich, dass die Hauptkeywords bereits in der Amazon-URL vorkommen. Voraussetzung dafür ist aber in jedem Fall, dass man für den Produkttitel alle wesentlichen Keywords verwendet hat. So entsteht in der Regel automatisch eine gute URL.

2. Nutze SEO-Tools

Um herauszufinden, welche Keywords die konkurrierende Produkte nutzen, lohnt sich der Einsatz von verschiedenen SEO-Tools wie z. B. Sistrix. Die Analyse geschieht hier auf Amazon-URL-Ebene und konzentriert sich auf die Keywords, die organisch ranken. Diese kannst Du in Deinen Inhalt integrieren, insbesondere in die Fragen und Antworten der Kunden. Durch die gezielte Keyword-Recherche erhältst Du eine knackigere Liste an Keywords, die Du schnell nach Relevanz, Traffic und Keyword Difficulty filtern kannst.

Drei wichtige Schritte bei der Keyword-Filterung

  • Auf die Position kommt es an: Analysiere nur die Keywords, die hohe Positionierungen in den SERPs haben.
  • Schließe aus: Untersuche keine Marken- oder Modellnummern, Produktnummern oder Details, die für die Auflistung der Wettbewerber spezifisch sind.
  • Word Count: Relevant sind vor allem Long Tail Keywords. Stelle also die Wortzahl entsprechend ein – auf mindestens drei Wörter.

Befolgst Du diese Schritte, erhältst Du eine Liste mit den wertvollen Keywords und Long-Tail-Phrasen. Sobald Dir diese Informationen zur Verfügung stehen, kannst Du Dein Listing erneut optimieren, um die neuen Keywords zum Beispiel in den Abschnitt mit den Kundenfragen und -antworten mit aufzunehmen.

3. Halte den Produkttitel so kurz wie möglich

Wenig sinnvoll ist es, den Produkttitel mit vielen Keywords zu überladen. Zwar ist das bei Amazon von der Länge her möglich, Google bevorzugt jedoch Titelbeschreibungen mit maximal 65 Zeichen.

So sehen die Formate aus, die Amazon zur automatischen Generierung von Titeln in Google verwendet:

Produktname [Dein Produkttitel hier]: Amazon.de: [Amazon-Produktkategorie hier]

Oder

Suchergebnis auf Amazon.de für: [Dein Produkttitel hier]

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Je nach Produkt kann dies die optimale Title-Länge übersteigen. Deine Möglichkeiten sind hier begrenzt, da der Meta Titel vom Produkttitel und weiteren festgelegten Elementen automatisch generiert wird (siehe Artikel zur Snippet-Optimierung). Versuche aber, Deinen Titel etwas kürzer zu gestalten und an anderer Stelle mit Details auszugleichen.

4. Erstelle hochwertigen A+ Content

 A+ Content bietet eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Produkt-Geschichte: Mehr Bilder und ausgearbeitete Produktbeschreibungen geben den Raum, die Geschichte eines Produkts auf eine ansprechende Weise zu erzählen. Nutze sie, um einzigartige Vorteile und Funktionen, sowie den mit Deinem Produkt verbundenen Lebensstil zu zeigen. Was ist das wichtigste Alleinstellungsmerkmal Deines Produkts? Gibt es etwas Besonderes in dem Produktionsprozess, das z. B. einen höheren Produktpreis rechtfertigt? Sind die Inhaltsstoffe in Deinem Produkt von hoher Qualität? usw.
  • Markenbekanntheit: Das Erzählen der Geschichte Deiner Marke und die Verbindung mit Deinen Käufern fördert das Markenbewusstsein und die Loyalität. Es unterscheidet Dich von der Konkurrenz und kann zu Wiederholungskäufen führen.
  • Produktangebot: Vergleichstabellen helfen den Benutzern, weitere von Deinen Produkten zu entdecken und zufriedenstellende Kaufentscheidungen zu erzeugen. Sie verringern auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Benutzer abgelenkt und zu Konkurrenzprodukten geführt werden.

Deine Möglichkeiten dank A+Content:
WDF*IDF-Optimierung und A+ Content: WDF*IDF (Within Document Frequency and Inverse Document Frequency) ist eine Analysemethode, die im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung eingesetzt wird. Sogenannte WDF*IDF-Tools helfen dabei, Keywords und Begriffe zu bestimmen, die die Relevanz der veröffentlichten Texte und damit der gesamten Website nachhaltig erhöhen. Obwohl der Text innerhalb des A+-Inhalts nicht durch den Amazon-Algorithmus indiziert wird, wird er aber von externen Suchmaschinen wie Google erkannt. Denke bitte daran: Google verwendet Wörter, die zusammen mit den Hauptkeywords auf einer Seite erscheinen, um zu identifizieren, worum es in einem Text geht. Um auf der ersten Ergebnisseite der Suchmaschine zu erscheinen, sollten Deine Produkttexte die Begriffe enthalten, die auf den erstrangigen Seiten erscheinen. Nach der Definition Deiner Hauptkeywords ist die Optimierung Deines A+ Contents anhand von WDF*IDF eine Option, die das Ranking für Produktseiten mit stark konkurrierenden Keywords in Google weiter verbessern kann.

Alt-Beschreibungen: Wenn Du Bilder in die Module für Deinen A+ Content hochlädst verlangt Amazon, dass die Alt-Text-Beschreibungen zu jedem Bild eingegeben werden. Wir empfehlen hier genaue Beschreibungen sowie Keywords mit hohem Suchvolumen einzubauen. Das Einbeziehen von Alt-Text-Beschreibungen könnte Dir helfen, bei anderen Suchmaschinen auch mit Bildern im Web gefunden zu werden.

5. Kümmere Dich um Deine Produktbewertungen

Rezensionen sind wichtiger denn je. Dieser nutzergenerierte Content hat auch außerhalb von Amazon (für die Google-Suche) eine große Bedeutung. Jeder Eintrag auf Amazon erhält automatisch generierte Schema.org-Auszeichnungen. Bewertungssterne und Rezensionen werden bei einer rankenden Amazon Produkt-URL erkannt und in die SERPs miteinbezogen. Das ist ideal für die Klickrate (CTR). Bei fehlenden Kundenbewertungen werden keine Sterne in den SERPs angezeigt und die Produktseite erhält somit weniger Aufmerksamkeit. Stelle daher sicher, dass Bewertungen zu Deinen Produkten eingehen, da andernfalls der Traffic von Google zu Amazon abnehmen kann. Achte aber darauf, dass Du keine Praktiken anwendest, die Amazon verbietet oder die den allgemeinen Seller Code of Conduct verletzen.

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6. Verbessere über Kundenfragen das Ranking

Die Kundenfragen und -antworten zu einem Produkt sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, um bei Google besser zu ranken. Um zu wissen, welche Fragen für die Nutzer und die Suchmaschine relevant sind, gibt es konkrete Tools im Netz (z. B. Answer the public). Stelle sicher, dass User-Fragen auf der Amazon-Produktseite stets ausreichend beantwortet werden.

Außerdem kannst Du die Fragen und Antworten von Mitbewerberlisten analysieren. Einige tauchen immer wieder auf: So erhältst Du wichtige Informationen darüber, wie Du Dein eigenes Listing optimieren solltest.

7. Setze Backlinks

Wenn Du die Wahrscheinlichkeit erhöhen möchtest, dass der Google-Bot Deine Produktseite findet und durchsucht, gibt es einen weiteren Tipp: Setze externe Links von anderen Websites zu Deiner Produktseite. Diese müssen aber vor allem qualitativ hochwertig sein.

Von Vorteil ist dabei natürlich, bereits eine weitere, eigene Website zu haben. Stelle sicher, dass die Verknüpfung zwischen dieser und der Amazon Produktseite vorhanden ist.

Solche Backlinks sind ein großer Rankingfaktor für Google. Für einen erfolgreichen Amazon-Auftritt sind sie also unabdingbar. Wenn Du auf Google in wettbewerbsstarken Bereichen noch besser ranken möchtest, musst Du unbedingt Backlinks integrieren und eine Linkbuilding-Kampagne starten.

Fazit

Trotz unterschiedlicher Standards für Deine Inhalte haben Amazon und Google eine große Gemeinsamkeit: Idealerweise finden sich Verkäufer mit ihren Produkten auf der ersten Seite wieder. Nutze beide Plattformen, um die maximale Aufmerksamkeit auf Dein Sortiment zu lenken. Mithilfe der oben genannten Tipps optimierst Du Deinen Auftritt auf dem Weg zu höherem Traffic und generierst mehr Sales.

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