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Lokales SEO: Wie Du mit Google Maps Deine Sichtbarkeit verbesserst

Lokales SEO: Wie Du mit Google Maps Deine Sichtbarkeit verbesserst

Lesezeit: 15 Min | Autor: André Hehemann | 0 Kommentare

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Welche Cafés liegen um die Ecke? Wann schließt der Bio-Hofladen? Wie komme ich zu meinem neuen Hausarzt? Früher nutzten wir für solche Fragen die „gelbe Seiten“, das Telefon und einen Stadtplan – heute Google Maps. Das Kartentool auf unserem Smartphone ist unser ständiger Begleiter für unterwegs geworden. Für Unternehmen ist die App ein digitales Schaufenster, das viel Potenzial für die Kundenakquise und -bindung bietet. Erstellung und Optimierung eines lokalen Profils ist Aufgabe des Google Maps Marketings.

Lokale Suchmaschinenoptimierung ist ein Bereich, der im Online Marketing häufig vernachlässigt wird. Dabei sind Marketingmaßnahmen auf Google Maps verhältnismäßig schnell und einfach umzusetzen und erreichen vor allem Zielgruppen mit mobilen Endgeräten. Google Maps lässt sich einfach über Google My Business (GMB) bespielen und das bereits seit 2007 – aus Unwissenheit wird die Karten-App aber nur selten für das Marketing eingesetzt. Es handelt sich also um eine Art Geheimtipp für SEO.

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Im folgenden Beitrag geht es darum, für welche Geschäfte Google Maps Marketing sinnvoll ist, auf welche Inhalte Du achten solltest und wie Du Einträge so optimierst, dass sie in den Suchergebnissen weit oben stehen.

Google Maps Marketing: SEO und SEA im Kartentool

„Wir wollen, dass unsere Website in den Suchergebnissen ganz oben steht!“ Mit diesem Ziel kommen viele Unternehmen in unsere SEO-Agentur „Suchhelden. Die Performance in den SERPs (Search Engine Result Pages, also die Suchergebnisseiten) und Google Ads gehören natürlich zu den wichtigsten Elementen im Suchmaschinenmarketing. Das bedeutet aber nicht, dass andere Google-Dienste vernachlässigt werden dürfen. Google Maps ist als Kartentool für sämtliche Suchen in der näheren geografischen Umgebung des Users relevant. Wenn Du also Kunden oder neue Mitarbeiter zu Deinem Unternehmen führen willst, solltest Du weiterlesen.

 

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Die Optimierung der regionalen Suche gehört bei vielen Unternehmen nicht zum Standard-Repertoire, obwohl sie immer wichtiger wird. Heutzutage sind wir ständig erreichbar und haben bei Fragen immer unser Smartphone zur Hand. Täglich werden rund 3,5 Milliarden Suchanfragen an Google gestellt – je nach Branche fast 88 % davon von mobilen Endgeräten.

Wie sehr wir der größten Suchmaschine der Welt vertrauen, zeigt folgende Zahl: Ca. 76 % derjenigen, die nach lokalen Produkten gesucht haben, haben innerhalb eines Tages eines der angezeigten Geschäfte besucht (vgl. u. a. Internetlivestats; Sistrix; Think with Google).

Für welche Unternehmen ergibt Google Maps Marketing Sinn?

Grundsätzlich ist ein gepflegter Internetauftritt für jedes Geschäft, jeden Verein und jede Organisation wichtig. Dazu gehört heutzutage eben auch ein Brancheneintrag bei Google Maps. Natürlich ist die Bedeutung von Google Maps im B2C-Bereich mit Laufkundschaft am höchsten: Restaurants, Modehäuser, Veranstaltungen und Kosmetikstudios sind einem großen Wettbewerb unterlegen und sollten jede Möglichkeit nutzen, sich von der Konkurrenz abzuheben.

Was ist das Ziel von Google Maps Marketing?

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Mit Google Maps Marketing wird das Ziel verfolgt, seinen Google Maps Eintrag bei der organischen Suche im sogenannten „lokalen Dreier-Paket“ (oder auch „Local 3 Pack“ oder „Local Snack Pack“) zu platzieren. Das sind die ersten drei Treffer, die Suchenden angezeigt werden. Wer hier auftaucht, dem ist ein Klick quasi garantiert. Alle Aktionen sind also darauf ausgerichtet, im Dreier-Paket zu erscheinen.

Was kann mit Google Maps Marketing erreicht werden?

✅ Sichtbarkeit eines Unternehmens im Internet verbessern

✅ Die richtige Zielgruppe (mit Kaufintention) erreichen

✅ Anzahl der Besuche vor Ort durch Unterstützung wie Wegbeschreibungen erhöhen

✅ Mehr Anfragen durch erleichterte Kontaktmöglichkeiten

Wie Du einen Google Maps Eintrag erstellst

Die Voraussetzung für Google Maps Marketing: Ein Google-My-Business-Account. Dieser ist u. a. verantwortlich für den kleinen Kasten auf der rechten Seite, der neben den Google-Suchergebnissen erscheint.

Hier werden die wichtigsten Geschäftsinformationen zum Unternehmen zusammengefasst:  

  • Öffnungszeiten
  • Telefonnummer
  • Adresse
  • Website-Name
  • Bewertungen

Diese sind immer an der gleichen Stelle präsent, unabhängig von Rankings. Falls Du keinen hast, solltest Du unbedingt Dein Unternehmen bei Google My Business anmelden – das ist kostenlos, dauert nur wenige Minuten und ist wirklich sehr, sehr einfach bei gleichzeitig sehr, sehr großem Nutzen.

Google-Maps-Beitrag 2_Screenshot_GMB

Wundere Dich nicht, wenn Du Dich noch nicht um ein GMB-Profil gekümmert hast, Dein Unternehmen aber bereits dort vorfindest. Häufig listet Google Firmen ohne ihr Zutun. In dem Fall gibst Du per Klick an, Verantwortlicher in diesem Unternehmen zu sein und die Seite für Dich beanspruchen zu wollen. Anschließend kannst Du Inhalte einfügen und ändern.

Dabei gilt es, Folgendes zu beachten:

✅ Fülle möglichst viele der Felder aus

✅ Gib Kontaktdaten an: mindestens die E-Mail-Adresse und Telefonnummer

✅ Binde hochwertige Fotos ein

✅ Wähle die passende Kategorie aus

✅ Stelle sicher, dass auf allen Seiten die gleichen Informationen kommuniziert werden

Ist Dein Google My Business Account eingerichtet, kannst Du dort Dein Unternehmen bei Google Maps eintragen. War die Anmeldung erfolgreich, siehst Du unter dem Reiter „Info” > „Ihr Unternehmen ist bei Google präsent“ Links zu allen Unternehmensprofilen auf Google – idealerweise nun auch einen zu Google Maps. Im „Business Center“ von Google Plus Local lassen sich Einträge anschließend hochladen und bearbeiten.

Übrigens: Je nach angegebener Kategorie weist der Google-Algorithmus Deinem Brancheneintrag automatisch ein Ortslabel zu – bei Restaurants ist das zum Beispiel ein Messer-und-Gabel-Symbol. Mit dieser Funktion können Nutzer die Qualität der Suchergebnisse noch schneller beurteilen. Je genauer deine Angaben sind, desto passender kann das Label zugeordnet werden. Solltest Du dennoch nicht zufrieden sein bzw. ein falsches Ortslabel erhalten haben, kann dies über „Problem melden” angezeigt werden.

Google-Maps-Beitrag 4_Screenshot_Beispiel_Ortslabel

Wann wird Suchenden ein Eintrag angezeigt?

Der Google-Algorithmus kennt seine User sehr gut und schlägt ihnen stets die Angebote vor, von denen er denkt, dass sie relevant sind. Bei der lokalen Suche über Google Maps läuft das Ranking jedoch ein wenig anders. Wie oben beschrieben, schlägt Google bei einer Suche in Maps zunächst die drei besten Ergebnisse vor.

Diese ordnet der Algorithmus folgendermaßen:

1. Nähe
Die physische Geschäftsadresse und die Entfernung zum Suchenden, hat die allergrößte Bedeutung. Wenn Du beispielsweise mitten in der Berliner Innenstadt stehst und mit dem Mobilgerät nach Cafés suchst, werden Dir zunächst ausschließlich Läden in Deinem unmittelbaren Umfeld angezeigt – nicht die, die vermeintlich am besten optimiert sind. Aus SEO-Sicht lässt sich hier also wenig machen.

Entweder ist der Standort Deines Geschäfts in der Nähe oder nicht. ABER: Du kannst Dein Unternehmensprofil so optimieren, dass es für Keywords wie „Café“, „Kaffee“ oder „Heißgetränk“ überhaupt angezeigt wird.

Stichwort Relevanz: Denkt der Google-Algorithmus wegen eines falschen Ortslabels, dass Dein Geschäft ein Einzelhandelsgeschäft und kein Café ist, wird er Dich bei einer einschlägigen Suche gar nicht erst berücksichtigen, egal wie nah Du bist.

2. Ranking
Die geografische Entfernung spielt bei der Suche keine Rolle – zum Beispiel, wenn Du von Berlin aus ein Café in Wien suchst –, ordnet Google die Ergebnisse anhand einer anderen Funktion: dem Unternehmensranking. Wer viele gute Rezensionen vorweisen kann, steht im Google Ranking weit oben. Dabei ist nicht nur die Anzahl der Sterne, sondern auch die Anzahl der erhaltenen Bewertungen entscheidend. So ist es möglich, dass ein Café mit 4,8 Sternen aus 5 Rezensionen schlechter rankt als ein Café mit 4,2 Sternen aus 200 Rezensionen.

Google-Maps-Beitrag 3_Screenshot_Local-3-Pack_Café-Berlin-Mitte

Zum Thema Rezensionen folgende Tipps:

Positive Rezensionen sammeln
Animiere Deine Kunden, positive Bewertungen zu hinterlassen – das geht natürlich nur, wenn Dein Unternehmen auch einen ausgezeichneten Service leistet bzw. ausgezeichnete Produkte vertreibt. Da viele Nutzer nicht wissen, dass und wie einfach sie Rezensionen hinterlassen können, darfst Du sie durchaus darauf aufmerksam machen. Dabei ist die Art und Weise entscheidend.

Sei sympathisch und weise zum Beispiel nach einer Transaktion darauf hin, dass Du Dich über eine freundliche Bewertung freuen würdest – mach es ihnen so leicht wie möglich und füge gleich den dazugehörigen Link oder QR-Code zur Bewertungsseite bei. Dieser Code kann auch auf Einkaufstüten, Visitenkarten und Werbemittel gedruckt werden. Reicht das nicht aus, versprich Rezensenten ein kleines Dankeschön wie einen Rabattcoupon für den nächsten Einkauf.

Weitere Tipps, um Rezensionen auf Google einzusammeln, findest Du hier!

Auf negative Rezensionen reagieren
Eines vorab: Schlechte Bewertungen sind normal (nicht Jeder kann Jeden gut finden) und tragen zu einem gewissen Anteil auch zur Glaubwürdigkeit der Seite bei. Fünf von fünf Sternen sind etwas Außergewöhnliches, realistischer ist eine 4- oder 4,5-Sterne-Bewertung.

Auch wenn negative Rezensionen okay sind, solltest Du sie nie einfach so hinnehmen. Lies sie Dir genau durch, ermittle Optimierungspotenzial und reagiere entweder mit einer Entschuldigung oder einer höflichen Klarstellung. Dabei solltest Du stets ruhig und professionell bleiben.

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Der richtige Umgang mit negativen Bewertungen — Dennis Hirsch

Rezensionen und Bewertungen haben einen enorm hohen Einfluss auf die Kaufentscheidung von potentiellen Neukunden. Insbesondere im lokalen Bereich haben Bewertungsportale wie Google My Business, Jameda und Co. einen Einf...

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Dennoch musst auch Du nicht alles akzeptieren. Gegen ungerechtfertigte negative Bewertungen kannst Du vorgehen. Das bedeutet aber nicht, dass jede unliebsame 1-Stern-Bewertung einfach so gelöscht werden kann. Verstößt jedoch eine Rezension gegen geltendes Recht oder die Google Richtlinien – war der Rezensent zum Beispiel nie Kunde Deines Unternehmens oder wird er beleidigend – hast Du einen Anspruch auf Löschung. In dem Fall füllst Du entweder das Beschwerdeformular bei Google aus oder beauftragst einen Anwalt damit.

Optimierungen für organische Reichweitensteigerung

1. Konformität mit anderen Unternehmensprofilen
Egal, wo jemand etwas von Deinem Unternehmen liest, hört oder sieht: Alle Informationen müssen IMMER gleich sein. Unterschiedliche Öffnungszeiten und Telefonnummern, veraltete Bilder oder eine nicht mehr erreichbare Website stiften Verwirrung und lassen gering engagierte User sofort abspringen.

Mach es (Neu-)Kunden, Bewerbern, Investoren etc. so leicht wie möglich, mit Deinem Unternehmen in Kontakt zu treten. Fülle daher auf Deinen Profilen – sei es bei Google, Social Media oder sonst wo – möglichst alle Info-Felder aus und checke regelmäßig ihre Aktualität.

2. Relevanz
In welchen Suchen soll Dein Brancheneintrag gefunden werden? Betreibst Du zwar ein Café, willst aber auch für Deine selbstgemachten Bio-Küchlein bekannt werden, sollte das in die SEO-Strategie aufgenommen werden. Ebenso wie beim klassischen SEO musst Du relevante Suchbegriffe identifizieren und auf Keywords optimieren.

Stelle Dir dabei zum Beispiel folgende Fragen: Wonach suchen die User im Zusammenhang mit Deinem Produkt? Und über welche Suchbegriffe landen sie auf Deiner Website? Ziehe hier auch Tools wie „keywordtool.io“ oder „Google Trends“ hinzu.

Die Optimierung auf Keywords ist auch deshalb wichtig, weil Google für die Werbekampagnen eines Unternehmens, wenn vorhanden, auch Inhalte aus dem Google Maps Profil übernimmt. Für Google Ads haben eingetragene Keywords und Co. also eine Zusatzfunktion als Anzeigenerweiterung.

3. Fotos
Wir kennen es doch alle: Es ist immer nett, wenn man vor dem ersten Besuch weiß, wie ein Café eingerichtet ist, wo sich der Eingang befindet oder wie die Inhaberin aussieht, bei der man gleich das Bewerbungsgespräch hat.

Menschen mit Suchintention sind in der Regel visuell veranlagt. Besteht also die Möglichkeit, ein Produkt oder eine Dienstleistung mit Bildern zu erklären, sollte das unbedingt geschehen. Gleiches gilt für ein Gesicht hinter einer Marke – erlaubt ist alles, was Dich positiv von der Konkurrenz abhebt. Mittlerweile ist auch der Upload von Videos möglich.

Vielleicht ist Dir aus dem Content Marketing bereits bekannt, dass Bilder die Klickrate auf Beiträge enorm steigern können. Ebenso ist es bei der lokalen Suche. Fotos können bei Google Maps von jeder Person hochgeladen werden – ob Admin der Seite, Kunde oder anonym.

Als Verwalter der Seite hast Du daher zwei Aufgaben:
1. Lade hochwertige Fotos hoch und halte sie stets aktuell.
2. Behalte die von externen Personen geposteten Bilder im Blick und melde ggf. unangemessene Uploads.

Das Hochladen von Fotos auf Google Maps ist unkompliziert: Firmennamen bei Google Maps suchen, Profil anklicken und auf „Fotos hinzufügen“ tippen. Nun kannst Du ein Foto aus der Galerie hochladen oder ein neues Bild aufnehmen.

Google-Maps-Beitrag 5_Screenshot_Beispiel_Fotos hinzufügen

Übrigens: Ähnlich funktioniert der Bilder-Upload bei Google Street View. Aber das ist wieder ein Thema für sich.

Die Kurzfassung: Street View ist ein weiteres Google Tool, um Kunden und potenzielle neue Mitarbeiter zu gewinnen. Denn, wer sich in Deiner Gegend umschaut und dabei zufällig Dein Unternehmen sichtet, wird eventuell noch einmal auf Dich zurückkommen. Außerdem ermöglichst Du es Nutzern so, sich vor Ort umzusehen und ein erstes Bild zu machen. Mach einfach mal den Test und schau, wie alt die Street-View-Bilder von Deinem Büro bzw. Geschäft sind.

Lokale Suchanzeigen: Reichweite mit Paid-Maßnahmen pushen

Wo es SEO gibt, ist SEA natürlich nicht weit. Innerhalb der Marketingstrategie können Google Maps Einträge mit bezahlter Werbung in ihrer Reichweite unterstützt werden.

In diesem Google-Dienst gibt es zwei Optionen, im Ranking der Suchergebnisse oben zu stehen:

  1. Maps Ads (via Google Ads)
  2. Sponsored Pins
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Maps Ads
Google Maps Ads funktionieren ebenso wie Google Ads. Bei mehreren Unternehmensstandorten wählst Du diejenigen aus, die Du mit bezahlten Anzeigen unterstützen möchtest, erstellst eine Ad und optimierst sie auf Deine Wunsch-Keywords.

Tipp: In Deinem Google My Business Profil kannst Du „Standorterweiterungen“ aktivieren.

Sponsored Pins
Eine zweite Marketingmaßnahme sind die Sponsored Pins. Ebenso wie Ads stehen diese Suchanzeigen auch oberhalb des Local 3 Packs. Dieses Mal jedoch nicht mit dem blauen Hinweis „Ad“, sondern etwas subtiler mit einer lilafarbenen Pinnadel. Außerdem ist in diesem Snippet das Logo des Unternehmens integriert.

Sponsored Pins können durch die Funktion „In-Store-Aktionen“ zusätzlich unterstützt werden. Dabei handelt es sich um eine Verknüpfung des Google Maps Eintrags mit einem Gutschein oder Rabattcode. Sucht eine Person nach einem Café, entdeckt sie zunächst drei (bei weiterer Recherche nahezu unendlich viele) Unternehmen – besondere Aktionen können dann die Entscheidung beeinflussen.

Wieder einmal gilt: Mach es Deinen Kunden so einfach wie möglich.

Tipp: Google My Business Profil aktuell halten

Dass Aktualität bei Google eine äußerst wichtige Rolle spielt, ist keine Neuigkeit. Google nutzt aber auch Daten, etwa die Öffnungszeiten aus Deinem My-Business-Profil für die Ausspielung Deiner Google Maps Ads. Passen Inhalte der Werbeanzeige und Angaben aus Deinem Unternehmensprofil nicht zusammen, wird die Anzeige schlecht performen. Steht dort beispielsweise, dass Dein Unternehmen wegen der Covid-19-Pandemie derzeit geschlossen ist, die Ad ruft aber zum verkaufsoffenen Sonntag auf, korrelieren die Angaben nicht und verschrecken potenzielle Kunden. Daher solltest Du Deinen Eintrag regelmäßig „anfassen“ und aktuell halten.

Für einige Unternehmen ist darüber hinaus die lokale Inventarsuche sinnvoll. Ist diese entsprechend angelegt, gelangen Suchende über den Google Maps Eintrag direkt auf eine Übersicht aller Produkte, die auf Lager sind. Qualifizierte Kunden mit direkter Kaufintention erlangen so Bestätigung, unqualifizierte Kunden werden aussortiert.

Darauf musst Du beim Google Maps Marketing außerdem achten

Was wäre das Online Marketing ohne seine Performance-Indikatoren? Glücklicherweise besitzt Google ein umfassendes Analysetool, mit dessen Hilfe Du alle Aktivitäten und Entwicklungen im Blick behalten kannst. Über das Google My Business Konto solltest Du Deine Webpräsenz regelmäßig prüfen und Deine Einträge gegebenenfalls optimieren.

Diese Metriken sind dabei von Bedeutung:

Auswertung der Performance mit Google Analytics
Wie häufig wird Dein Unternehmen bei der Google Maps Suche gefunden und angeklickt? Die Klickzahl auf einen Geschäftseintrag sagt bereits viel über die grundsätzliche Unternehmenspräsenz im Netz aus und ist natürlich eine der wichtigsten Kennzahlen.

Genauso wichtig ist aber auch, wie sich Nutzer anschließend verhalten, wenn sie Dein Unternehmensprofil gefunden haben:

  • Springen sie sofort wieder ab und suchen weiter?
  • Klicken sie auf die Website?
  • Nutzen sie den Anrufen-Button?

Um die Kundeninteraktion zu verbessern, müssen Unstimmigkeiten schnell erkannt und behoben werden.

Abstimmung mit anderen Marketingkanälen

Google Maps Marketing ist nur ein Baustein in einer Online Marketing Strategie. Daher sollten alle Aktionen immer im Zusammenspiel mit anderen Maßnahmen gedacht werden. Prüfe zum Beispiel, wie gut Dein Unternehmen bei der allgemeinen Google-Suche gefunden wird (im Inkognito-Modus versteht sich, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen) und vergleiche dies mit der Auffindbarkeit Deines Karteneintrages. Was kann der eine Eintrag vom anderen lernen? Harmonieren oder kannibalisieren sich die Einträge? Kann eine Änderung im Maps-Profil (negative) Auswirkungen auf andere Unternehmenspräsenzen im Internet/bei Google haben?

Wettbewerber-Vergleich

Es schadet nie, zu sehen, was die Konkurrenz so treibt. Nicht um ihr Vorgehen zu kopieren – das gehört sich nicht und würde auch schnell auffallen –, aber um den Wettbewerb im Auge zu behalten. Über Googles Analysetool kannst Du zum Beispiel sehen, wie Deine Fotos im Vergleich zu denen konkurrierender Unternehmen performen. Dort bekommst Du außerdem eine Übersicht über alle in Verbindung mit Deinem Unternehmen geposteten Bilder – die eigenen und die von Externen hochgeladenen.

Zusammenfassung

✔ Mobile Suche über Karten-App nimmt zu

✔ Ein Google Maps Eintrag ist kostenlos

✔ Ziel: Local 3 Pack

✔ Rankingfaktoren sind geografische Nähe und Rezensionen

✔ Optimiere das Profil auf Keywords

✔ Fotos und Videos machen den Eintrag attraktiver

✔ Lokale Suchanzeigen (Google-Maps-Ads und Sponsored Pins) pushen einen Eintrag mit Werbebudget

✔ Nutze Analysetools, um regelmäßig Status und Verbesserungspotenziale zu prüfen

✔ Stimme das Google Maps Marketing mit anderen Maßnahmen ab

Fazit

Google Maps Marketing sollte, vor allem wenn das Unternehmen im B2C-Bereich tätig ist, in jede SEO- bzw. Marketing-Strategie aufgenommen werden. Mit wenigen Klicks erstellst Du einen Google Maps Account und treibst die Suchmaschinenoptimierung für Dein Unternehmen schnell, einfach und kostenlos voran. Achte dabei auf die Erfüllung von User-Suchintentionen und regelmäßige Aktualisierungen, damit der Google-Algorithmus Dein Profil möglichst im lokalen Dreier-Paket – also unter den ersten drei Treffern – rankt.

Darüber hinaus lässt sich die Reichweite mit Werbekampagnen (Ads und Sponsored Pins) erhöhen. Mit Googles Analysetools behältst Du den Überblick über Deine Sichtbarkeit im Netz und potentielle Optimierungsmöglichkeiten. Bei Fragen steht Dir der Google-Support zur Verfügung. Alternativ kannst Du mich einfach per Mail oder auf LinkedIn kontaktieren – ich würde mich über einen Austausch freuen.

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