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Google Ads: Vermeide diese 8 Kardinalfehler

Google Ads: Vermeide diese 8 Kardinalfehler

Lesezeit: 17 Min | Autor: Annika Wurm

So mancher Kardinalfehler in der Erstellung von Google Ads macht nicht nur einen unsauberen, unprofessionellen Eindruck, sondern kann im Zweifelsfall auch richtig Geld kosten.

Darum zeige ich Dir 8 Fails, die Du in der Anzeigenerstellung auf jeden Fall vermeiden solltest! Selbst wenn Du Dich mit den Grundeinstellungen bereits gut auskennst, wirst Du bestimmt das ein oder andere Learning mitnehmen.

Wenn Du Tipps überspringen möchtest, kannst Du Dich hier direkt zu Deinem Wunschthema navigieren:

Tipp 1: Ausreichend Budget einplanen

Tagesbudgets von zwei oder drei Euro führen dazu, dass Du an sämtlichen, vielleicht viel lukrativeren Anzeigenauktionen im Laufe des Tages gar nicht mehr teilnimmst. Nach dem zweiten Morgenkaffee ist das Budget quasi aufgebraucht und die Ausspielung findet mangels Budget für den Rest des Tages nicht mehr statt. Die Konkurrenz wird’s freuen.

Ein Werbezeitplan kann zwar helfen, das vorhandene Budget etwas effizienter auszusteuern, ist aber am Ende natürlich auch keine Gelddruckmaschine und hilft somit nur bedingt gegen zu stark eingegrenzte Budgets. Google hat in solchen Fällen kaum Handhabe, Daten zu sammeln und automatisierte Strategien auszutesten

Mindestens 500 € bis 600 € monatlich sind als Untergrenze in jedem Fall empfehlenswert. Solche Pauschalaussagen bleiben aber solange willkürlich, bis Du ein Abbild der werbenden Konkurrenz und aktuellen Klickpreise für bestimmte Keywords hast.

Die meisten der von mir betreuten Projekte starten bei Mindestbudgets von monatlich 1.000 €. Vorherige Keyword-Recherchen, Klickkosten-Checks und konkrete Zielsetzungen stützen das Ganze auf Zahlenbasis.

Die meisten nur dreistelligen Budgets pro Monat sorgen im Umkehrschluss für relativ wenig Traffic beziehungsweise Trouble im Allgemeinen – nicht immer handelt es sich ja um Search-Kampagnen.

Ist die Budget-Frage geklärt, kommt ein weiterer wichtiger Faktor ins Spiel: der Standort.

Tipp 2: Standort-Einstellungen überdenken

Je nach Business und Produkt oder Dienstleistung kann eine regional eingegrenzte Ausspielung der Anzeigen absolut Sinn machen. In solchen Fällen ist es manchmal fatal, wenn die Anzeigen für Nutzer in ganz Deutschland oder sogar in der DACH-Region erscheinen.

Hohe Streuverluste und eine schlechte Kampagnen-Performance sind unter solchen Umständen vorprogrammiert.

Überlege Dir daher genau, welchen Standort Du vorgibst.

Übrigens gibt es auch eine Umkreis-Funktion. So musst Du gegebenenfalls nicht sämtliche Städte einzeln eintragen, sondern kannst gleich einen Umkreis von x Kilometern wählen.

Tipp: Wenn Deine Anzeigen in Deutschland erscheinen sollen, kannst Du anstelle dessen die einzelnen Bundesländer einbuchen. Das hat den Vorteil, dass Du Performance-Unterschiede und verschiedene Gebote pro Bundesland einsehen kannst.

Schau Dir außerdem die etwas versteckten erweiterten Standortoptionen näher an in den Einstellungen für Standorte.

Nach Googles letztem Update diesbezüglich stehen Dir folgende Optionen zur Verfügung:

Google-Ads-Standortoptionen

Schauen wir uns die Optionen näher an:

Standort-Option 1: “Ausrichten auf”

Zur Option “Ausrichten auf” gibt Google folgende Info:

omt logo
“Standardmäßig können Ihre Anzeigen für Nutzer ausgeliefert werden, die sich vermutlich an einem bestimmten Standort befinden oder sich für bestimmte Standorte interessieren.”

Strategisch ist es höchst relevant sich vorab zu fragen, ob der potenzielle Wunschkunde häufig oder zum jetzigen Zeitpunkt an einem bestimmten Standort sein sollte oder ob ein reines Interesse für diesen Standort ausreicht. Das Interesse geht je nach Suchverhalten und -intention gegebenenfalls aus der Suchanfrage hervor.

Google unterscheide demnach nach:

  • Vermutlicher Standort
  • Orte von Interesse
StandortoptionBedeutung
Nutzer in meinen Zielregionen bzw. Nutzer, die sich dafür interessieren (empfohlen)Bei dieser Einstellung handelt es sich um Googles Standard-Einstellung.

Mit inbegriffen ist in diesem Fall der Nutzerstandort als auch Orte von Interesse im weiteren geografischen Sinne.

Befindet sich ein Nutzer also nicht in der vorgegebenen Zielregion, zeigt aber anhand seiner Suchanfrage offensichtliches Interesse für diesen Standort, wird er in die Bewerbung potenziell mit eingeschlossen.

Auch Nutzer, die sich vor Kurzem in der Zielregion aufgehalten und entsprechende Seiten aufgerufen haben, können von Google in diese Zielgruppe eingeschlossen werden.

Nutzer, die sich gerade oder regelmäßig in meinen Zielregionen befindenNutzer, die Interesse am Zielort gezeigt haben, sich aber zum Zeitpunkt der Suche außerhalb dieser Region befunden haben, schließt Google bei dieser Option nicht mit ein.

Berücksichtigt werden hingegen Personen, die sich gerade vermutlich oder regelmäßig in der Zielregion aufhalten.

Personen, die nach Ihren Zielregionen suchenIn diese Option fallen Nutzer, die die von Dir vorgegebene Zielregion konkret in ihre Suche aufgenommen haben. Haben Interessenten keinen Ort angegeben, zieht Google den vom System erfassten Standort heran: Auch diese Personen werden gegebenenfalls mit in die Zielgruppe eingeschlossen.

Ähnliches gilt auch für den Ausschluss bestimmter Nutzer:

Standort-Option 2: “Ausschließen”

StandortoptionBedeutung
Nutzer an ausgeschlossenen Standorten bzw. Nutzer, die sich dafür interessieren (empfohlen)

 

Standardmäßig schließt Google bei dieser Einstellung Nutzer aus, die sich in der Zielregion aufhalten oder Interesse daran zeigen (per Suchanfrage/Suchverhalten).

 

In diesem Fall würdest Du somit eine größere Schnittmenge an Interessenten ausschließen als mit Option 2 – das kann je nach Kampagne und Zielsetzung sehr sinnvoll sein.

 

Lokale Anbieter beispielsweise wollen natürlich nicht für Interessenten angezeigt werden, die explizit nach Anbietern in völlig anderen Regionen suchen.

Nutzer an ausgeschlossenen StandortenBei dieser Option werden Nutzer ausgeschlossen, die sich “vermutlich” an einem bestimmten Standort befinden (eine gewisse Ungenauigkeit behält sich Google dabei offensichtlich vor).

Beschäftigen wir uns nach der Standort-Eingrenzung nun näher mit den wichtigen Themen Keywords und Anzeigen. Gerade hinsichtlich der Keywords können schon vermeintlich kleine Fehler große Auswirkungen haben.

Tipp 3: Keyword- und Anzeigen-Anzahl weise wählen

Die in einer Anzeigengruppe enthaltenen Anzeigen beziehen sich in der Regel auf mehrere sehr nahe Varianten beziehungsweise Keyword-Optionen eines Keywords. Werden aber zu viele Themen oder unterschiedliche Keywords in eine Anzeigengruppe eingebunden, geht die thematische Relevanz zu den Anzeigen verloren.

Ungefähr eine Hand voll Keywords ist der grobe Maßstab, den wir bis dato pro Anzeigengruppe herangezogen haben. Im Zuge der zunehmenden Automatisierung mag das Prinzip der Single Keyword Ad Groups (SKAGs) plus die damit einhergehende Vorgabe bestimmter Texte für bestimmte Keywords aber möglicherweise nicht mehr richtig aufgehen.

Eine Alternative zur SKAG-Variante findest Du auch hier im Artikel, schau mal rein:

20 unentdeckte PPC-Keyword Goldgruben

Was ist die Alternative?

Ein Weg könnte sein: Mehr variierende Keywords in eine Anzeigengruppe aufnehmen, dafür aber parallel stärker auf Formate wie responsive Suchanzeigen und Keyword-Platzhalter setzen. Google kann dann zumindest ein Stück weit selbst die finalen Anzeigen-Assets zusammenstellen.

Diese Vorgehensweise habe ich zwar selbst im großen Stil noch nicht getestet. Jedoch spiele ich vermehrt dynamische und responsive Suchanzeigen in den Kampagnen ein, um einen direkten Vergleich zu den gängigen Textanzeigen herzustellen.

Das Ergebnis fällt recht unterschiedlich aus von Projekt zu Projekt. In einigen funktionieren die dynamischen Formate besser hinsichtlich der gesetzten Haupt-KPIs, in anderen wiederum die gängigen Expanded Text Ads (ETAs).

Und wie schaut es mit den Anzeigenvarianten aus?

Ich empfehle Dir daher pro Anzeigengruppe drei bis maximal vier Anzeigenvarianten, denn:

  • Bei nur einer Anzeige hat Google keinen Spielraum, verschiedene Optionen zu testen. Somit findest Du nicht heraus, ob ein anderer Titel, ein anderer Call-To-Action oder eine andere Beschreibung möglicherweise zu einer besseren Klick- und Conversion-Rate geführt hätte.
  • Bei drei bis vier Anzeigenvarianten hat Google die Möglichkeit, alle zu verschiedenen Zeitpunkten in den Suchergebnissen auszuspielen und so zu variieren. Meistens genügen drei Alternativen, außer Du erzielst schon in kurzer Zeit auch für vier Ads ausreichend Vergleichsdaten.

Verzichte aber anhand der Einstellungen zunächst darauf, Google die leistungsstärkste Anzeige bevorzugen zu lassen. Die Anzeigenrotation sollte zum Start beziehungsweise für einen verlässlichen A/B-Test unbegrenzt sein.

Nachdem wir uns über die Anzahl an Keywords und Anzeigen Gedanken gemacht haben, möchte ich auch aufs Thema Keyword-Optionen eingehen. Denn auch dabei kann so mancher Fehler unterlaufen, der einen schön in die Kostenfalle treten lässt.

Tipp 4: Zu generische Keyword-Optionen vermeiden

“Weitgehend passend” ist eben manchmal leider ziemlich unpassend.

Alle Keywords, die in Google Ads nicht mit + oder “” oder [] gekennzeichnet sind, tragen die Option “weitgehend passend” (Broad Match). Bei dieser Option fehlt also jede Kennzeichnung durch Zeichen. Das verspricht schon dem Namen nach eine höhere Reichweite als die Keyword-Option “genau passend”, aber eben auch höhere Streuverluste.

Hier ein paar klassische Broad-Match-Fails, die man leider immer wieder in Suchanfragenberichten finden kann:

  • Auf allgemeine Informationen ausgelegte Suchanfragen (z.B.l Definition von Begriffen), die Kampagne hat eigentlich aber transaktionale Ziele
  • Suchanfragen in Richtung Jobsuche (potenzielle Bewerber)
  • Suche nach Erfahrungsberichten

In manchen Fällen kannst Du so etwas mit dem Ausschluss bestimmter Altersgruppen entgegenwirken. Wenn zum Beispiel klar ist, dass 18- bis 24-Jährige nicht in die Zielgruppe fallen – eine potenzielle Bewerber-Altersklasse -, schließe sie aus der Bewerbung aus.

Wenn es das Suchvolumen nicht zu stark eingegrenzt, kannst Du ausschließlich mit Exact Match Keywords starten. Auch bei dieser Keyword-Option ist Google mittlerweile relativ “wohlwollend”, was sehr ähnliche Varianten oder Abwandlungen des genauen Keywords betrifft.

Andernfalls prüfe genau im Suchanfragenbericht, welche Suchbegriffe durch welche Keywords beziehungsweise Keyword-Optionen ausgelöst wurden.

Manchmal erlebt man dort wirklich sein blaues Wunder …

Tipp 5: Anzeigenerweiterungen nicht vergessen

Anzeigenerweiterungen nehmen hohen Einfluss auf die Klickrate. Google erkennt es positiv an, wenn Du Dich um eine “Rundumpflege” der Kampagnen bemühst und sie mit passenden Erweiterungen bestückst.

Denn im Umkehrschluss erhalten Interessenten bereits ohne Klick weitere Informationen zum Unternehmen und angebotenen Produkt.

Parallel nimmst Du dank Anzeigenerweiterungen eine größere Werbefläche in der Google-Suche ein – und das ohne Extrakosten. Die Klick-Wahrscheinlichkeit steigt, da Du potenziellen Kunden stärker ins Auge fällst: Win-Win-Win!

Anzeigenerweiterungen sind definitiv Must-haves und gehören zu den Standard-To-Dos für Google Ads. Hier ein Überblick der aktuell verfügbaren Anzeigenerweiterungen:

  1. Sitelink-Erweiterung
  2. Erweiterung mit Zusatzinformationen
  3. Snippet-Erweiterung
  4. Anruferweiterung
  5. SMS-Erweiterung
  6. Standorterweiterung
  7. Affiliate-Standorterweiterung
  8. Preiserweiterung
  9. App-Erweiterung
  10. Angebotserweiterung

Je mehr Erweiterungen Du einstellst, desto größer Googles Möglichkeiten, sich aus diesem Pool zu bedienen. Du weißt zwar vorher nicht, welche Erweiterungen jeweils in der Auktion erscheinen, aber Du nimmst dadurch in jedem Fall mehr Platz in den Suchergebnissen ein.

Hier ein Anzeigen-Beispiel, in dem neben einer Anruf- und Standorterweiterung auch Zusatzinformationen und Sitelinks zu finden sind:

Beispiel-Anzeige mit viele Anzeigenerweiterungen

Hier im Beispiel hat man sich jeder Menge Erweiterungen bedient und so eine großflächige Anzeige in Google gewonnen.

 

Hinweis:
Anzeigenerweiterungen stehen im vollen Umfang nur fürs Suchnetzwerk bereit. Für Display und Video bietet Google Dir lediglich reduzierte Optionen wie die Standorterweiterung.

Für Google Shopping musst Du ganz auf Erweiterungen verzichten.

Hinzu kommt, dass Google teilweise automatisch Erweiterungen einspielt wie Verkäuferbewertungen oder Dynamsiche Sitelinks. Wirf mal einen Blick hinein, um zu prüfen, ob automatische Erweiterungen in Deinen Kampagnen aktiv sind.

Den Tab findest Du direkt neben den manuellen Erweiterungen:

Automatische Erweiterungen in Google Ads

Unter den automatischen Erweiterungen siehst Du beispielsweise auch, ob die Rezensionserweiterung für Deine Ads ausgespielt wird.

 

Tipp 6: Übers Keyword und die Anzeige hinausdenken

Stichwort Landingpage!

In wenigen Fällen baue ich Google Ads als reine Traffic-Kampagnen auf. Doch selbst wenn:

Niemals sollte es Dir egal sein, was nach dem Klick passiert.

Die verlinkte Landingpage nimmt den Interessenten sozusagen in seine Obhut, nachdem er sich zum Klick entschieden hat: Dabei ist auf “hohe Gastfreundschaft” zu achten, denn ansonsten war der Klick für die Katz.

Bombastische Klickraten allein helfen wenig. Der Interessent muss sich auf der Landingpage gut aufgehoben fühlen und genau die Information, die Lösung oder das Produkt erhalten, nachdem er gesucht hat.

Google Analytics bietet Dir die Möglichkeit, genau dieses Verhalten nachzuvollziehen, beispielsweise anhand von

  • Absprungrate
  • Conversion-Rate
  • Seiten/Sitzung
  • Sitzungsdauer

Google implementiert zwar nach und nach immer mehr dieser Metriken auch in die Ads-Plattform. Diese kommt aber derzeit bei weitem nicht an die Datentiefe in Google Analytics ran. Wirf also unbedingt einen Blick in Analytics, um das User-Verhalten nach dem Anzeigen-Klick zu analysieren.

Unpassende Inhalte, die nicht mit der in den Anzeigen geweckten Erwartung korrespondieren oder ein nicht für die mobile Nutzung und Nutzerfreundlichkeit optimierte Website führt wieder zu niedrigerem Qualitätsfaktor.

Der Qualitätsfaktor ist enorm wichtig fürs “Standing” der Kampagne bei Google und gibt wichtige Hinweise, an welchen Stellen Deine Optimierung ansetzen sollte anhand dieser drei Metriken:

  • Anzeigenrelevanz
  • Klickrate
  • Nutzererfahrung mit der Landingpage

Die Bewertung erfolgt von unterdurchschnittlich bis überdurchschnittlich und ist in Google Ads auf Keyword-Ebene einsehbar.

Die Landingpage sollte unter anderem die durch die Anzeige geweckte Erwartungshaltung und natürlich die Suchintention erfüllen. Auch eine möglichst schnelle Ladezeit, einfache Bedienbarkeit und ähnliche Faktoren im Rahmen der gesamten User Experience spielen eine Rolle.

Auch hotjar gibt Dir in diesem Zusammenhang tolle qualitative Insights. So kannst Du beispielsweise überprüfen, wie tief Nutzer auf bestimmten Seiten scrollen.

Wenn Du mehr über das Tool erfahren möchtest, empfehle ich Dir diesen Artikel:

Hotjar – Heatmaps und mehr in einem (kostenlosen) Tool

Durch Googles Bestreben, die Automatisierung im gesamten Google-Kosmos voranzutreiben, basieren immer mehr Google-Ads-Formate auf dynamischen Prinzipien.

Aber selbst bei solchen Formaten gibst Du derzeit noch Beschreibungstexte vor, oder Google bedient sich aus dem vorhandenen Setup an Anzeigentexten. Die eigene kreative Feder und ein gutes Gefühl für eine geeignete Zielgruppenansprache bleibt also wichtig!

In diesem Zusammenhang rate ich Dir aber zu besonderem Augenmerk bei folgenden Search-Formaten:

  1. Dynamischen Suchanzeigen (DSA)
  2. Responsiven Suchanzeigen

Beide Anzeigentypen können wunderbar funktionieren – teste sie in jedem Fall für Deine Projekte aus. Allerdings bringen sie ein etwas höheres Risiko mit sich, dass Suchanfrage, Anzeige und Landingpage nicht richtig harmonieren. Ich erkläre Dir kurz wieso:

Dynamischen Suchanzeigen

Bei dynamischen Suchanzeigen hast keinen Einfluss auf die Suchbegriffe, für die die Anzeigen erscheinen. Du gibst lediglich Zielseiten vor.

Prüfe daher genau, welche Suchanfragen tatsächlich im Bericht auftauchen.

Zudem kannst Du keine Titel vorgeben, sondern lediglich zwei Beschreibungen. Idealerweise stimmt Google den Titel eigenständig auf die Suchanfrage möglichst exakt ab.

Schau Dir dennoch die Klick- und Conversion-Raten an:

Bestätigen sie eine bessere Performance als die laufenden ETAs?

Responsiven Suchanzeigen

Bei responsiven Suchanzeigen kombiniert Google verschiedene von Dir vorgegebenen Titel und Beschreibungen. Die Reihenfolge kann dabei variieren.

Doch sind die von Google vorgeschlagenen Anzeigenziele wirklich sinnvoll und gehen sie einher mit den in den möglichen Anzeigen-Kombinationen genannten Informationen?

Prüfe dazu unbedingt die von Google vorgeschlagenen Anzeigenziele.

Wenn Du eine neue responsive Suchanzeige in Google Ads erstellst, schlägt Google sie Dir automatisch vor.

Sollen bestimmte Titel oder Beschreibungen immer an einer festen Position erscheinen, fixiere sie zudem über Googles Anpinnen-Funktion für responsive Suchanzeigen.

Hinweis: Unter “Assetdetails aufrufen” > “Kombinationen” kannst Du die Kombination einsehen, die Google generiert hat.

Kombinationen responsiver Suchanzeigen in Google Ads

 

Dynamisch gleich besser? Googles Dynamic und Responsive Search Ads im Check

Wenn Du mit Google Ads zu tun hast, wirst Du sicher schon mal über Googles Empfehlung gestolpert sein, dynamische oder responsive Suchanzeigen hinzuzufügen, oder?

Zum Artikel

Sind alle Basics rund um Budget, Standort, Keyword, Anzeige, Erweiterungen usw. geklärt, kommen wir zur spannenden Frage:

An welcher genauen Position in Google erscheinen die fertigen Anzeigen eigentlich?

Tipp 7: Anzeigenpositionen nicht aus den Augen verlieren

Ja, nicht jeder Google-Nutzer geht immer aufs erste Suchergebnis wie ein hungriger Fisch auf den Köder. Manch einer lässt sich zum Scrollen hinreißen. Wir sind uns aber sicher einig: Die unteren Platzierungen entgehen häufiger dem Radar potenzieller Interessenten – um von Google-Seite 2, 3 usw. erst gar nicht zu sprechen.

Wichtiger Hinweis:

Das sind aber in erster Linie Tipps und persönliche Erfahrungswerte.

Wenn Du feststellst, dass Position 4 oder niedriger den Daten nach viel eher zur Zielerreichung beitragen, ist der Fokus auf die absoluten Spitzenposition natürlich relativ zu betrachten und im Zweifel zu vernachlässigen.

Auf den unteren Position ist die Klickrate meiner eigenen Erfahrung nach aber sehr häufig niedriger. Eine geringe Klickrate verschafft Dir nicht nur weniger Klicks, sondern obendrein bei Google den Eindruck einer geringen Relevanz zwischen Suchintention und Anzeige.

Und: Eine niedrige Klickrate nimmt negativen Einfluss auf den Qualitätsfaktor und Googles Berechnung des Anzeigenrangs. Tendenziell musst Du dadurch etwas mehr für gute Positionen zahlen als Werbetreibende mit besseren Klickraten beziehungsweise Qualitätsfaktoren.

Das Ganze basiert auf Formeln und Algorithmen – also relativ mathematisch.

Fürs Grundverständnis ist daher wichtig zu wissen, dass Dein Hauptaugenmerk im Search-Bereich meist auf hohen Anzeigenpositionen zwischen 1 und 3 liegen sollte.

Natürlich kann sich durch Google-Updates jederzeit etwas am Prinzip und der Funktionalität der Anzeigenformate ändern. Ziemlich einschneidend war beispielsweise das Update 2016, wodurch die Anzeigenpositionen rechts neben den organischen Platzierungen komplett wegfielen. Die obersten Ränge sind damit noch attraktiver und umkämpfter geworden.

Hinzu kommt, dass Google angekündigt und umgesetzt hat, die Anzeige der Anzeigenpositionen zum 30. September 2019 zu entfernen (damn)!

Google-Ankündigung zur durchschnittlichen Position

In Folge dessen werden wir uns wohl noch stärker auf Google Automatisierung verlassen müssen und auf Gebotsstrategien wie “Angestrebter Anteil an möglichen Impressionen” oder Conversion- und Umsatz-abhängige Strategien setzen.

Es bleibt abzuwarten, ob man Google auch nach dem Update noch Informationen zur Anzeigenposition entlocken können wird.

Damit wären wir schon beim nächsten und letzten Tipp – Updates und Entwicklungen.

Tipp 8: Keine Updates verpassen

Halte Dich zu Google Ads und verwandten Themen auf dem Laufenden.

Ich habe zum Beispiel den Newsletter von adseed abonniert, da ich die Infos als tollen Rundumblick der wichtigsten Neuerungen empfinde.

Wenn Du zudem Konferenzen oder andere Fachveranstaltungen besuchst, vernetz Dich mit den Leuten vor Ort: Auch so schnappst Du schneller News auf, sei es in Facebook, Twitter, Xing, LinkedIn oder über andere Kanäle.

Du wirst feststellen: Mit Deinen Fragen bist Du häufig nicht alleine. Außerdem kennt sich auch der erfahrenste Experte mit neuen Features zu Beginn nicht aus.

In der Vergangenheit gab es sogar relativ einschneidende Veränderungen in Google Ads: beispielsweise die die Einführung des erweiterten Anzeigenformats “Expanded Text Ads” 2018.

Seitdem stehen drei statt zwei Titel zur Verfügung sowie zwei statt nur ein Beschreibungstext. Das neue Format versprach gemäß der größeren Werbefläche höhere Klickraten und hielt sein Versprechen.

Wer da nicht fix nachgezogen hat, hat sich zu Beginn einen Wettbewerbsvorteil durch die Lappen gehen lassen. Inzwischen solltest Du alle Anzeigen auf das neue Format erweitert haben – andernfalls bitte dringend nachholen!

2016 entfernte Google zudem alle Anzeigenplätze rechts neben den organischen Ergebnissen. Die obersten Positionen 1 bis 4 sind damit noch wichtiger geworden.

Mittlerweile sind weitere Neuerungen wie Smart Shopping-Kampagnen auf dem Markt. Hier ein weiterführender Artikel zum Thema, falls Shopping für Dich relevant ist:

Googles Smart Shopping Kampagnen: Wie smart sind sie wirklich?

Google testet und etabliert so rasant neue Anzeigenformate und andere Google-Ads-Spielereien, dass ich mir manchmal die Augen reibe. Geht es Dir auch gelegentlich so? Das Gute: Google ist dabei extrem stark auf zunehmende Automatisierung getrimmt. Letztendlich sollen diese Neuerungen SEA-Managern also eine Hilfe sein.

Jetzt lesen

Es lohnt sich in vielen Fällen, schnell zu sein und neue Features vorm Wettbewerb zu testen. Google ist meiner Erfahrung geneigt, neue Formate oder Features besonders gerne zu fördern und zu supporten. Das muss nicht heißen, dass sie stets durch die Decken gehen – bleib kritisch bei Neuerungen. Aber testen und abwägen lohnt sich definitiv!