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5 Influencer Marketing Hacks, die Dir die Türen öffnen

5 Influencer Marketing Hacks, die Dir die Türen öffnen

Lesezeit: 8 Min | Autor: Laura Nowak

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Der verbraucherorientierte Markt zwingt Marketer immer mehr zu neuen Strategien, um die mehr und mehr misstrauisch werdenden Konsumenten zu erreichen. Daher können sich Marken nicht mehr nur auf die üblichen Werbekanäle, wie TV, Print und klassische Online-Werbung fokussieren. Eine effektive Alternative ist das Influencer Marketing oder auch Mund-zu-Mund Werbung, da ein Verbraucher eher einer vertrauenswürdigen Person, als einer klassischen Werbung seine Aufmerksamkeit und Empathie zeigt.

Wenn es um Influencer Marketing geht besteht einer der größten Vorteile darin, dass Du Dir als Marke nicht die Gedanken machen musst, wie Du Deine richtige Zielgruppe ansprichst. Dieser Job wird nämlich vom Influencer übernommen.

Darüber hinaus tragen Influencer durch ihre Nähe zu ihren Followern zu einer Stärkung der Glaubwürdigkeit bei.

Im Nachfolgenden habe ich 5 Hacks für Dich, die Dich im Influencer Marketing die Türen öffnen. Mit einfachen Kniffen kannst Du noch mehr aus Deiner Kampagne rausholen und auch im Nachgang noch von einer Zusammenarbeit profitieren.

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1. Benutze die Influencer als Content Creator

Jeder kennt es, man bezahlt viel Geld für hochwertigen Content. Du willst Deine Website mit neuen Bildern bestücken? Der Instagram-Kanal könnte mal wieder etwas Abwechslung gebrauchen oder der neuste Blogartikel wirkt einfach nicht emotional ohne die passenden Bilder. Gehen wir mal davon aus, dass Du gerade dabei bist, Deine Influencer-Kampagne zu planen. Hervorragend! Die Möglichkeit an großartiges Bildmaterial zu gelangen war nie einfacher. Viele Marketer machen den Fehler viel Geld für effiziente oder weniger effiziente Influencer-Kampagnen auszugeben.

Influencer erstellen viel Content, geben sich Mühe und Du als Marketer bezahlst den Influencer für all das. Wo der Fehler liegt ist, dass die meisten nichts mit dem erstellten Content anfangen und ihn nicht weiterverwerten. Da Du schon für den Content bezahlst, hast Du nun die Möglichkeit zwei Fliegen mit einer Klatsche zu schlagen und auf der einen Seite in eine erfolgsversprechende Kampagne zu investieren und im zweiten Content zu erhalten, den Du wunderbar für Deine anderen Marketingaktivitäten verwenden kannst. Was Du beachten solltest, ist, dass Du von Anfang an mit dem Influencer die Verwendung der Creatives festlegst. Ob das in einem Vertrag ist oder schriftlich per Mail, vereinbare von Anfang an in welcher Form Du den Content einsetzen möchtest und für welchen Zeitraum. Die Instagram Stories und Posts der Influencer können sich beispielsweise auch hervorragend für Facebook Ads Kampagnen eignen und diese enorm in ihrer Glaubwürdigkeit aufwerten.

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2. Scheue nicht vor Kooperationen mit Micro- und Nano-Influencern

Zu den Nano- und Micro-Influencern zählen Influencer mit einer Reichweite bis zu 100.000 Followern. Sie sind bei weitem nicht die Stars der Szene, aber zum einen erschwinglich und zum anderen sind sie meist noch in Nischen unterwegs, was sehr interessant für die Bewerbung von Nischenprodukten sein kann. Reichweite alleine ist nicht alles und so ist eine Kampagne oft erst erfolgreich, wenn sie authentisch ist und das Produkt auch glaubwürdig zum Influencer passt. Wenn man mit den Stars der Szene zusammen arbeitet, ist das oft nicht gegeben. Nimmt man als Beispiel Bibis Beauty Palace, die für Geld so ziemlich jedes Produkt bewerben würde und sich damit auch schon den ein oder anderen Fehltritt erlaubt hat, kann eine Kampagne auch mal nach hinten losgehen. Die Reichweite der Influencer ist Dir nicht von Nutzen, wenn Du die falsche Zielgruppe erreichst und Dein Geld verbrennst.

Nano- und Micro-Influencer haben eine sehr enge Bindung zu ihrer Community und sind meist sehr wählerisch mit der Auswahl der Produkte, die sie bewerben. Schaut man sich die Engagement-Raten der Influencer an, wird schnell klar, dass es Kriterien gibt, die man nicht außer Acht lassen sollte.

  • unter 1.000 Follower – Engagement-Rate 8%
  • 1.000 – 10.000 Follower – Engagement-Rate 4%
  • 10.000 – 100.000 Follower – Engagement-Rate 2,4%
  • über 1 Mio. Follower – Engagement-Rate 1,7%

Je besser die Engagement-Rate ist, desto höher ist auch die Relevanz, was sich positiv auf den Erfolg einer Kampagne auswirken kann.

Die richtigen Influencer findest Du zum einen über Datenbanken, wie InfluencerDB oder über klassische Suchmaschinen. Du kannst Beispielsweise durch bestimmte Begriffe nach Blogs Ausschau halten und siehst dann, ob die Blogger auch Instagram Accounts haben. Natürlich funktioniert die Suche direkt bei Instagram über hashtags auch sehr gut. Das wohl einfachste ist aber, die Suche über Tools nach bestimmten Kriterien, wie z.B. Anzahl der Follower, Engagement-Rate, Themengebiet usw..

3. Der Influencer kennt seine Community besser als Du

Es gibt niemanden, der seine Community besser kennt als der Influencer selbst. Der Influencer ist derjenige, der über einen langen Zeitraum schon mit dieser interagiert und der durch diese enge Beziehung zu dem Punkt gekommen ist, an dem er sich gerade befindet. All das wäre ohne die Auswahl des richtigen Contents nicht möglich gewesen. Demnach meine Empfehlung für Dich: Lass dem Influencer etwas Spiel- und Freiraum in der Erstellung des Contents.

Wenn die Vorgaben zu spezifisch und strikt sind, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Influencer sich an Dein Briefing hält, er im Umkehrschluss jedoch Content produziert, der dann bei der Community nicht auf Interesse stößt. Nun stellen sich einige die Frage, ob man dann überhaupt briefen sollte. Die Antwort darauf ist klar: Ja! Ein Briefing ist sehr wichtig damit beide Seiten, Du als Marketer und der Influencer das gleiche Verständnis haben und das Produkt in das richtige Licht gestellt wird. In einem Briefing sollten beispielsweise wichtige Infos über das Produkt sein, damit der Influencer sich voll und ganz darauf einlassen kann und ggf. in der Lage ist, aufkommende Fragen zu beantworten. Es ist nie falsch, seine Vorstellungen zur kreativen Umsetzung mit dem Influencer zu teilen – hier ist eine enge Kommunikation sehr wichtig. Schließlich wollen am Ende sowohl der Influencer als auch Du als Marke mit dem Ergebnis zufrieden sein.

4. Influencer Testimonials als “Social Proof”

Es ist immer einfach, Interessenten in den eigenen Webshop zu locken, sei es durch Anzeigen oder durch organische Einstiege. Die Kunst ist es dann, dass diese Leute auch im Shop verweilen und ihre Erwartungen erfüllt werden. Es gibt viele Skeptiker, die sich gerade bei Produkten, die man anwendet unsicher sind, ob diese funktionieren oder ihre Versprechen einhalten. Gerade im Lebensmittelbereich kann der “Social Proof” durch ein glaubwürdiges Testimonial Wunder bewirken.

Wenn Du bereits mit Influencern zusammenarbeitest und die ein oder andere Kooperation durchgeführt hast, oder welche in der Pipeline hast, gibt es für Dich die Möglichkeit aktiv auf die Influencer zuzugehen. Du wirst Dich wundern, wie viele Influencer bereit sind, ein Testimonial abzugeben, um sich somit auf der Website zu verewigen. Ich empfehle Dir aber, wenn Du Dich entscheidest so etwas zu tun, am Besten zu Beginn einer Kooperation mit dem Influencer das Gespräch zu suchen. Wenn Du im Nachgang oder nach einiger Zeit auf den Influencer zugehst, gibt es viele, die dafür ein zusätzliches Budget wünschen.

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5. Arbeite mit Promo-Codes, um Kampagnen messbar zu machen

Promo-Codes machen die Kampagnen messbar und Du hast die Möglichkeit direkt zu sehen, ob sich der Invest für den Influencer gelohnt hat, da Du direkt die Kosten des Influencers gegen die Conversion Value gegenrechnen kannst. Promo-Codes lassen sich für Kampagnen auf allen Kanälen einbinden, sei es Instagram, Snapchat oder Tik Tok. Die Möglichkeiten stehen Dir überall offen.

Wenn es das Ziel der Kampagne ist, möglichst viele Conversions zu generieren, empfiehlt es sich immer mit Promo-Codes zu arbeiten. Für Influencer ist das eine gängige Methode und die meisten sind geübt, diese passend in ihre Postings und Stories einzubinden. Das Netz ist voll von Followern der Influencer, die sehnsüchtig auf die nächsten Codes ihrer Influencer warten. Demnach kannst Du auch mit einem höheren ROI rechnen, wenn ein Influencer einen Promo-Code mit der zu bewerbenden Aktion veröffentlicht.

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Mein Wort zum Schluss:

Im hart umkämpften Influencer Markt können gewisse Hacks hilfreich sein, um sich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen. Überlege Dir kreative Strategien, um die Follower des Influencers zu begeistern und Deinen entsprechenden ROI zu erreichen. Verwende Testimonials, um das Vertrauen zu Deiner Marke zu stärken und mehr Conversions in Deinem Online-Shop zu generieren. Content, den ein Influencer erstellt hat, sollte man als Marke immer für weitere Werbemaßnahmen nutzen und nicht brach liegen lassen. Benutze bei Deinen Kampagnen, wenn Du einen positiven ROI erzielen willst und messbare Erfolge zum Ende der Kampagne einsehen möchtest, Promo-Codes.

Influencer Marketing ist ein Tool, das gut für Deine Marke funktionieren kann, springe aber nicht zu hastig in Deine erste Kampagne und mache Dir vorher Gedanken über alle Möglichkeiten und stelle eine Strategie auf.

Viel Spaß mit den Hacks und viel Erfolg bei Deiner nächsten Influencer Kampagne.

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