Die besten Strategien aus dem Neuromarketing

Beschreibung zum kostenlosen Online Marketing Webinar

Das Neuromarketing leitet sich von den Neurowissenschaften ab, die sich mit dem Aufbau und der Funktionsweise des Nervensystems beschäftigen und daraus auch Erkenntnisse bzgl. der Entscheidungswege im Gehirn immer transparenter machen können. Daraus lässt sich ein hervorragendes Bild erstellen, wie Menschen Kaufentscheidungen treffen und wie diese Kaufentscheidungen gezielt für das eigene Marketing eingesetzt werden können.

 

 

Webinar Termin:

23.02.2016

15:00 Uhr - 16:00 Uhr

Das wirst Du nach dem Webinar erreicht haben:

  • Welche Online Marketing Strategien tatsächlich Käufe bei den verschiedenen Zielgruppe verschaffen
  • Welche Möglichkeiten der Zielgruppen Erkennung es gibt und wie du individuell auf diese eingehen kannst
  • Welche neuen Erkenntnisse aus der Hirnforschung es gibt
  • Viele praktische Best practice Beispiele die Inspiration für die eigene Herangehensweise bringen

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an alle Mitarbeiter aus Unternehmen und Agenturen, für die Online Marketing ein wichtiger oder sogar der wesentliche Bestandteil ihrer täglichen Arbeit darstellt:

  • Inhaber kleiner Unternehmen
  • Marketingleiter
  • Marketing Manager
  • PR Manager & Leiter
  • Projektleiter E-Business
  • Online Marketing Manager
  • Geschäftsführer

Webinar Termin:

23.02.2016

15:00 Uhr - 16:00 Uhr

Die besten Strategien aus dem Neuromarketing

Seit etwa 15 Jahren können wir mehr und mehr in die Köpfe der Kunden hineinschauen und nachvollziehen, warum und wie Kunden sich für oder gegen etwas entscheiden. Eines der berühmtesten Beispiele hierbei ist, das Pepsi vom Geschmack her besser bewertet wird, doch Coca-Cola gewinnt, wenn es um die emotionale Bindung geht. Doch warum ist das so und was bedeutet das am Ende für Unternehmen, Produkte und Kunden?

Neuromarketing betritt die Bühne

Es gibt eine ganze Reihe von unterschiedlichen Möglichkeiten, um Gehirnaktivitäten und emotionale Zustände zu messen. Ziel dabei ist es herauszufinden, wie Kunden entscheiden, was sie anspricht, was sie abstößt und wo evtl. unbewusst ein Verlangen entsteht.

Dazu gehören die fMRT (funktionelle Magnetresonanztomographie). Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, um Gehirnaktivitäten, basierend auf der Änderung des Sauerstoffgehalts im Blut aufzuzeichnen und wiederzugeben. Ziel dabei ist es, aktive Areale im Gehirn, auf Basis des Sauerstoffverbrauchs, von weniger aktiven zu unterscheiden. Ein weiteres Verfahren ist das MEG (Magnetoenzephalographie). Hierbei werden Gehirnaktivitäten auf Basis der elektrischen Ströme der aktiven Neuronen festgehalten. Ähnliches passiert beim EEG (Elektroencephalographie). Auch hier werden elektrische Gehirnaktivitäten gemessen.

All diese Verfahren konzentrieren sich im Wesentlichen auf die Aktivitäten im Gehirn. Doch um für das Neuromarketing relevante Ergebnisse zu erhalten, sind weitere Verfahren notwendig, um zum Beispiel äußerliche Veränderungen der Probanden festzuhalten. Mittels Facial-Coding wird die Mimik beobachten und minimalste Änderungen werden unmittelbar erkannt und festgehalten. Dadurch lassen sich dann die entsprechenden emotionalen Zustände zuordnen. Mittels Biometrics werden körperliche und physiologische Veränderungen aufgezeichnet, wie zum Beispiel die Herzfrequenz, der Widerstand der Haut und Muskelaktivitäten im Gesicht, und mittels Eye-Tracking (ET) wird aufgezeichnet, wohin die Blicke gehen und wie lange auf bestimmte Areale geschaut wird.

Jedes einzelne dieser Verfahren liefert wertvolle Hinweise bzgl. Kaufentscheidungen, Wahrnehmung von Marken und den jeweiligen Botschaften, die auf uns tagtäglich einströmen. Mit anderen Worten: Durch all diese Verfahren wissen wir heute sehr genau, wie einzelne Botschaften bei Kunden ankommen und was diese am Ende auslösen. Praktische jede bekannte Marke wurde auf Herz und Nieren durchleuchtet, so dass wir also auf eine Vielzahl von gesicherten Erkenntnissen setzen können, die sich unter dem Sammelbegriff des Neuromarketings bündeln lassen.

Neuromarketing ist die praktische Umsetzung von Wissen

Auf der einen Seite wissen wir heute sehr viel, doch das Neuromarketing geht einen Schritt weiter, denn hierbei geht es darum, die Richtung umzukehren. Es geht also nicht mehr darum, noch mehr Wissen zu sammeln, sondern das gesammelte Wissen so einzusetzen, dass Marken, Produkte, Markenbotschaften etc. für bestimmte Ziel- und Kundengruppen maßgeschneidert werden.
Dabei geht es um zukunftsweisende Strategien und Herangehensweisen, um auch in Zukunft online und offline gezielter zu verkaufen. Doch Verkaufen alleine reicht nicht mehr aus, sondern es geht auch darum, dass aus Kunden echte Fans werden. Doch um genau das zu erreichen muss man die bewussten und unbewussten Faktoren kenne, um dann die eigene Positionierung, Texte, Bilder, Farben und Formen des gesamten Auftritts (online und offline) entsprechend anzupassen.

Oder anders ausgedrückt: Beim Neuromarketing geht es um die Beantwortung der Frage, wie Websites, Prospekte, Texte und das gesamte Erscheinungsbild aufgebaut sein müssen, damit eine klar umrissene Zielgruppe kauft?

Damit Neuromarketing funktioniert, braucht es ein klar umrissenes Ziel

Eines muss von Anfang an klar sein: Jedes einzelne Marketinginstrument braucht ein spezifisches Ziel, um seine volle Wirkung zu entfalten. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, wenn es kein Ziel gibt, dann wird so jede noch so ambitionierte Marketingmaßnahme zu einem stumpfen Schwert, mit dem man im Dunklen herumstochert.

Es geht also um die Beantwortung der Frage: Wie sieht der Wunschkunde aus? Auf der einen Seite geht es um eine demographische und soziographische Zuordnung, wie zum Beispiel dem Wohnort, Alter, Einkommen, Geschlecht, Status etc. Auf der anderen Seite geht es aber auch um psychographische Merkmale wie Bedürfnisse, Wünsche, Ängste, Regeln, Werte, Glaubenssätze, Prinzipien etc. Sowohl das Eine, als auch das Andere spielt eine große Rolle bei der Positionierung von Unternehmen oder einzelnen Marken und Angeboten — und Neuromarketing bietet eine sehr gute Chance, um Angebote, Lösungen und Leistungen auf bestimmte Zielgruppen hin perfekt zuzuschneiden.

Neuromarketing weiß, wann und warum wir entscheiden

Jeder von uns, also auch Kunden, leben mit dem Bewusstsein, dass alle Entscheidungen bewusst getroffen werden. Doch spätestens seit den Erkenntnissen der bildgebenden Verfahren wissen wir, dass unsere Entscheidungen emotional, und sehr viel früher, getroffen werden, und wir erst im Nachhinein die Entscheidungen rational bewerten. Das bedeutet also in der Praxis, dass jede Entscheidung aus unbewussten und bewussten Faktoren bestehen.

Nach aktuellem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass schätzungsweise 95 % unserer Denkvorgänge unbewusst ablaufen. Neuromarketing ist somit der Schlüssel, um die Kaufentscheidungen der Kunden zu verstehen und bewusst zu steuern. Doch wie schafft man es, um die richtigen Emotionen in den Kundenköpfen anzusprechen? Nun, das Spiel mit den Emotionen kennen wir aus der Literatur und dem Kino. Viele Werbespots und komplette Markeninszenierungen folgen vom Prinzip her dem gleichen bekannten Muster. Doch erst durch Neuromarketing ist es möglich, dieses Muster ganz gezielt auf eine klar umrissene Kundengruppe hin zuzuschneiden. So gelingt es, um die richtigen Emotionen in den Kundenköpfen anzusprechen.

Neuromarketing hat den Kunden im Fokus

Kunden sind Menschen, und Menschen haben Bedürfnisse, Ziele, Wünsche, Regeln, Werte, Glaubenssätze, Prinzipien etc. Menschen folgen aber auch, wie wir nun wissen, Emotionen, und Emotionen bewirken eine ganze Menge in uns. Sie verändern den Körperzustand, den Gesichtsausdruck und Emotionen sind der Weg zu unseren Gefühlen und Entscheidungen.

In der Praxis umsetzbar wird Neuromarketing durch die Limbic Map® von Hans Georg Häusel, Gruppe Nymphenburg. Im Kern beschreibt die Limbic Map® den Spannungsbogen zwischen Stimulanz, Dominanz und Balance und gliedert das in drei Zielrichtungen auf, nämlich Abenteuer und Thrill, Disziplin und Kontrolle sowie Fantasie und Genuss. Durch diese Bereiche wird die Limbic Map® zu einer Landkarte der Emotionen. Durch diese Landkarte bekommen wir die passenden Schlagworte, um einzelnen Kundenprofilen ein entsprechendes Marken- oder Produktprofil gegenüberzustellen und entsprechenden Motiven zuzuordnen, zum Beispiel Individualitätsmotive, Statusmotive und Zugehörigkeitsmotive.

Nimmt man nun aktuelle Marken wie Mercedes, BMW, Audi oder Volkswagen, dann kann man jede einzelne dieser Marken einer ganz klaren Position auf der Limbic Map® zuordnen. Kennt man nun die Position der entsprechenden Marke und die dazu passenden emotionalen Verbindungen und Motive, dann kann man sehr leicht die passenden Worte für Texte finden und auch die gestalterischen Elemente in Form und Farbe, passend zur emotionalen Zielgruppe hin, festlegen.

So haben zum Beispiel auch Chio-Chips und Crunchips jeweils eine andere Position auf der Limbic Map®. Betrachtet man nun mit diesem Wissen die Verpackung, Werbung und den Auftritt in den unterschiedlichsten Medien, dann wird sehr schnell deutlich, dass jedes einzelne Produkt, auch wenn sie vom Prinzip her identisch sind, für eine klar umrissene Zielgruppe gedacht sind.

Neuromarketing bringt Marken- und Persönlichkeitskern zusammen

Wenn wir einen Schritt zurücktreten dann erkennen wir, dass das Neuromarketing, und die Übersetzung der Erkenntnisse in die Limbic Map®, auf ideale Art und Weise Angebote und Kunden zusammenbringen, und so für die größtmögliche Schnittmenge sorgen.

Doch im Kern beginnt alles mit der Zielsetzung. Zuerst müssen alle entscheidenden Schlüsselfaktoren identifiziert und beantwortet werden, um dadurch das Profil eines perfekten Wunschkunden zu definieren. Sicherlich gibt es an den Rändern immer eine gewisse Unschärfe, doch die spielt am Ende keine große Rolle.

Hat man nun ein möglichst klares Bild von seinem Wunschkunden, dann kann man, mittels Neuromarketing und Limbic Map®, seine eigene Positionierung, den Markenkern, die eigene Vision und Mission sowie die entsprechenden Angebote auf die Wunschkunden hin zuschneiden. Am Ende ist das so, als wenn man den passenden Schlüssel für ein ganz bestimmtes Schloss erstellt.

Zum Schluss muss dann alles nur entsprechend umgesetzt werden. Das bedeutet, die Texte müssen, passend zur Zielgruppe, in Wortwahl, Satzbau und Duktus zugeschnitten werden, das gesamte Erscheinungsbild (Corporate Design oder Produkt Design) muss dazu passen und auch die Farbgebung muss zum Wunschkunden passen. Der Rest ist dann am Ende nur noch eine Frage der technischen Umsetzung in Werbung, Web und beim Marketing.

Schritt für Schritt zum Neuromarketing

Um das Neuromarketing und die Erkenntnisse der Limbic Map® in der Praxis zu nutzen, braucht es 7 einzelne Schritte.

1. Die Emotionen der Wunschkunden verstehen,
2. Motive entschlüsseln (warum tut der Kunde das, was er tut?)
3. verstehen, wie Wert entsteht (Motiv und Wert verbinden),
4. Werte und Marken schaffen,
5. Belohnungs- und Bestrafungssystem nutzen (Frust, Zufriedenheit, Begeisterung),
6. eine starke Marke schaffen und am Ende eine
7. Identität erschaffen

Eine weitere zentrale Frage dabei ist: Was gibt unser Produkt dem Kunden und welches Klientel wollen wir ansprechen?

Beantwortet man diese Frage unter Zuhilfenahme der Limbic Map®, dann kann man relativ leicht seine eigene Story entwickeln, und diese perfekt auf einen Wunschkunden hin zuschneiden. Mit diesem Wissen wird deutlich, dass identische Produkte teils zu höchst unterschiedlichen Preisen verkauft werden. Betrachtet man zum Beispiel den Rohstoff Kaffee, dann ist dieser, zumindest vom Prinzip her, für alle gleich. Doch der eine verkauft Kaffee als Billigprodukt, der andere als Markenprodukt und zum Beispiel Starbucks macht aus Kaffee ein höchst emotionales Erlebnis. Gleiches gilt übrigens auch für Nespresso, denn anders ist es kaum noch zu erklären, dass Kunden bereitwillig mehr als das 10-fache pro Kilo Kaffee zahlen.

Neuromarketing spricht alle Sinne an

Bisher hierher steht Neuromarketing sehr stark im Zeichen von Text, Botschaft und Aufmachung. Doch Neuromarketing geht noch sehr viel weiter, denn perfektes Neuromarketing spricht alle Sinne maximal an, also den Duft, die Umgebung, in der die Produkte präsentiert werden und eine passende Hintergrundstory. Alles wird zu einer perfekten Inszenierung, also zu einem kompletten Erlebnis für eine klar umrissene Zielgruppe. Betrachtet man mit diesem Wissen die Erlebniswelten Apple, Bose, Nike, Sony, Starbucks, Nespresso & Co., dann wird sehr schnell deutlich, wie weit das Neuromarketing vorgedrungen ist.

Dabei wird aber auch sehr schnell deutlich, dass sich die Botschaft durch das Neuromarketing auch immer an eine klar umrissene Zielgruppe richtet. Menschen außerhalb dieser klar umrissenen Zielgruppe mögen die Marken und ihre Erlebniswelten meist nicht und lehnen diese rundweg ab. Manche lieben Nike, andere nicht, manche verehren Apple, andere hassen Apple und die einen können nicht ohne Starbucks, und andere bekämpfen Starbucks mit allen Mitteln — und jeder hat die richtigen Argumente und Begründungen zur Hand (rationale Begründungen), die allerdings, wie wir nun wissen, auf Emotionen basieren.

Fazit

Neuromarketing ist das aktuellste und wichtigste Thema, um ein Unternehmen, Produkte, Angebote, Lösungen und Leistungen für eine klar umrissene Zielgruppe anzubieten. Von daher ist es eine sehr gute Idee, sich ein klares Bild von seiner Zielgruppe zu machen, um dann entsprechend seinen gesamten Auftritt in Wort und Bild entsprechend anzupassen.

So haben Anbieter auch in Zukunft die Chance, um potenzielle Kunden aus einer Frustrations- und Bedarfszone herauszuholen, sie dann mit einer guten Leistung in eine Zufriedenheitszone zu bewegen und am Ende mit einer perfekten Gesamtinszenierung in eine Begeisterungszone zu hieven, so dass aus Kunden echte Fans werden.

Also, erkennen Sie Ihre Kunden.

Die besten Strategien aus dem Neuromarketing

Seit etwa 15 Jahren können wir mehr und mehr in die Köpfe der Kunden hineinschauen und nachvollziehen, warum und wie Kunden sich für oder gegen etwas entscheiden. Eines der berühmtesten Beispiele hierbei ist, das Pepsi vom Geschmack her besser bewertet wird, doch Coca-Cola gewinnt, wenn es um die emotionale Bindung geht. Doch warum ist das so und was bedeutet das am Ende für Unternehmen, Produkte und Kunden?

Neuromarketing betritt die Bühne

Es gibt eine ganze Reihe von unterschiedlichen Möglichkeiten, um Gehirnaktivitäten und emotionale Zustände zu messen. Ziel dabei ist es herauszufinden, wie Kunden entscheiden, was sie anspricht, was sie abstößt und wo evtl. unbewusst ein Verlangen entsteht.

Dazu gehören die fMRT (funktionelle Magnetresonanztomographie). Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, um Gehirnaktivitäten, basierend auf der Änderung des Sauerstoffgehalts im Blut aufzuzeichnen und wiederzugeben. Ziel dabei ist es, aktive Areale im Gehirn, auf Basis des Sauerstoffverbrauchs, von weniger aktiven zu unterscheiden. Ein weiteres Verfahren ist das MEG (Magnetoenzephalographie). Hierbei werden Gehirnaktivitäten auf Basis der elektrischen Ströme der aktiven Neuronen festgehalten. Ähnliches passiert beim EEG (Elektroencephalographie). Auch hier werden elektrische Gehirnaktivitäten gemessen.

All diese Verfahren konzentrieren sich im Wesentlichen auf die Aktivitäten im Gehirn. Doch um für das Neuromarketing relevante Ergebnisse zu erhalten, sind weitere Verfahren notwendig, um zum Beispiel äußerliche Veränderungen der Probanden festzuhalten. Mittels Facial-Coding wird die Mimik beobachten und minimalste Änderungen werden unmittelbar erkannt und festgehalten. Dadurch lassen sich dann die entsprechenden emotionalen Zustände zuordnen. Mittels Biometrics werden körperliche und physiologische Veränderungen aufgezeichnet, wie zum Beispiel die Herzfrequenz, der Widerstand der Haut und Muskelaktivitäten im Gesicht, und mittels Eye-Tracking (ET) wird aufgezeichnet, wohin die Blicke gehen und wie lange auf bestimmte Areale geschaut wird.

Jedes einzelne dieser Verfahren liefert wertvolle Hinweise bzgl. Kaufentscheidungen, Wahrnehmung von Marken und den jeweiligen Botschaften, die auf uns tagtäglich einströmen. Mit anderen Worten: Durch all diese Verfahren wissen wir heute sehr genau, wie einzelne Botschaften bei Kunden ankommen und was diese am Ende auslösen. Praktische jede bekannte Marke wurde auf Herz und Nieren durchleuchtet, so dass wir also auf eine Vielzahl von gesicherten Erkenntnissen setzen können, die sich unter dem Sammelbegriff des Neuromarketings bündeln lassen.

Neuromarketing ist die praktische Umsetzung von Wissen

Auf der einen Seite wissen wir heute sehr viel, doch das Neuromarketing geht einen Schritt weiter, denn hierbei geht es darum, die Richtung umzukehren. Es geht also nicht mehr darum, noch mehr Wissen zu sammeln, sondern das gesammelte Wissen so einzusetzen, dass Marken, Produkte, Markenbotschaften etc. für bestimmte Ziel- und Kundengruppen maßgeschneidert werden.
Dabei geht es um zukunftsweisende Strategien und Herangehensweisen, um auch in Zukunft online und offline gezielter zu verkaufen. Doch Verkaufen alleine reicht nicht mehr aus, sondern es geht auch darum, dass aus Kunden echte Fans werden. Doch um genau das zu erreichen muss man die bewussten und unbewussten Faktoren kenne, um dann die eigene Positionierung, Texte, Bilder, Farben und Formen des gesamten Auftritts (online und offline) entsprechend anzupassen.

Oder anders ausgedrückt: Beim Neuromarketing geht es um die Beantwortung der Frage, wie Websites, Prospekte, Texte und das gesamte Erscheinungsbild aufgebaut sein müssen, damit eine klar umrissene Zielgruppe kauft?

Damit Neuromarketing funktioniert, braucht es ein klar umrissenes Ziel

Eines muss von Anfang an klar sein: Jedes einzelne Marketinginstrument braucht ein spezifisches Ziel, um seine volle Wirkung zu entfalten. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, wenn es kein Ziel gibt, dann wird so jede noch so ambitionierte Marketingmaßnahme zu einem stumpfen Schwert, mit dem man im Dunklen herumstochert.

Es geht also um die Beantwortung der Frage: Wie sieht der Wunschkunde aus? Auf der einen Seite geht es um eine demographische und soziographische Zuordnung, wie zum Beispiel dem Wohnort, Alter, Einkommen, Geschlecht, Status etc. Auf der anderen Seite geht es aber auch um psychographische Merkmale wie Bedürfnisse, Wünsche, Ängste, Regeln, Werte, Glaubenssätze, Prinzipien etc. Sowohl das Eine, als auch das Andere spielt eine große Rolle bei der Positionierung von Unternehmen oder einzelnen Marken und Angeboten — und Neuromarketing bietet eine sehr gute Chance, um Angebote, Lösungen und Leistungen auf bestimmte Zielgruppen hin perfekt zuzuschneiden.

Neuromarketing weiß, wann und warum wir entscheiden

Jeder von uns, also auch Kunden, leben mit dem Bewusstsein, dass alle Entscheidungen bewusst getroffen werden. Doch spätestens seit den Erkenntnissen der bildgebenden Verfahren wissen wir, dass unsere Entscheidungen emotional, und sehr viel früher, getroffen werden, und wir erst im Nachhinein die Entscheidungen rational bewerten. Das bedeutet also in der Praxis, dass jede Entscheidung aus unbewussten und bewussten Faktoren bestehen.

Nach aktuellem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass schätzungsweise 95 % unserer Denkvorgänge unbewusst ablaufen. Neuromarketing ist somit der Schlüssel, um die Kaufentscheidungen der Kunden zu verstehen und bewusst zu steuern. Doch wie schafft man es, um die richtigen Emotionen in den Kundenköpfen anzusprechen? Nun, das Spiel mit den Emotionen kennen wir aus der Literatur und dem Kino. Viele Werbespots und komplette Markeninszenierungen folgen vom Prinzip her dem gleichen bekannten Muster. Doch erst durch Neuromarketing ist es möglich, dieses Muster ganz gezielt auf eine klar umrissene Kundengruppe hin zuzuschneiden. So gelingt es, um die richtigen Emotionen in den Kundenköpfen anzusprechen.

Neuromarketing hat den Kunden im Fokus

Kunden sind Menschen, und Menschen haben Bedürfnisse, Ziele, Wünsche, Regeln, Werte, Glaubenssätze, Prinzipien etc. Menschen folgen aber auch, wie wir nun wissen, Emotionen, und Emotionen bewirken eine ganze Menge in uns. Sie verändern den Körperzustand, den Gesichtsausdruck und Emotionen sind der Weg zu unseren Gefühlen und Entscheidungen.

In der Praxis umsetzbar wird Neuromarketing durch die Limbic Map® von Hans Georg Häusel, Gruppe Nymphenburg. Im Kern beschreibt die Limbic Map® den Spannungsbogen zwischen Stimulanz, Dominanz und Balance und gliedert das in drei Zielrichtungen auf, nämlich Abenteuer und Thrill, Disziplin und Kontrolle sowie Fantasie und Genuss. Durch diese Bereiche wird die Limbic Map® zu einer Landkarte der Emotionen. Durch diese Landkarte bekommen wir die passenden Schlagworte, um einzelnen Kundenprofilen ein entsprechendes Marken- oder Produktprofil gegenüberzustellen und entsprechenden Motiven zuzuordnen, zum Beispiel Individualitätsmotive, Statusmotive und Zugehörigkeitsmotive.

Nimmt man nun aktuelle Marken wie Mercedes, BMW, Audi oder Volkswagen, dann kann man jede einzelne dieser Marken einer ganz klaren Position auf der Limbic Map® zuordnen. Kennt man nun die Position der entsprechenden Marke und die dazu passenden emotionalen Verbindungen und Motive, dann kann man sehr leicht die passenden Worte für Texte finden und auch die gestalterischen Elemente in Form und Farbe, passend zur emotionalen Zielgruppe hin, festlegen.

So haben zum Beispiel auch Chio-Chips und Crunchips jeweils eine andere Position auf der Limbic Map®. Betrachtet man nun mit diesem Wissen die Verpackung, Werbung und den Auftritt in den unterschiedlichsten Medien, dann wird sehr schnell deutlich, dass jedes einzelne Produkt, auch wenn sie vom Prinzip her identisch sind, für eine klar umrissene Zielgruppe gedacht sind.

Neuromarketing bringt Marken- und Persönlichkeitskern zusammen

Wenn wir einen Schritt zurücktreten dann erkennen wir, dass das Neuromarketing, und die Übersetzung der Erkenntnisse in die Limbic Map®, auf ideale Art und Weise Angebote und Kunden zusammenbringen, und so für die größtmögliche Schnittmenge sorgen.

Doch im Kern beginnt alles mit der Zielsetzung. Zuerst müssen alle entscheidenden Schlüsselfaktoren identifiziert und beantwortet werden, um dadurch das Profil eines perfekten Wunschkunden zu definieren. Sicherlich gibt es an den Rändern immer eine gewisse Unschärfe, doch die spielt am Ende keine große Rolle.

Hat man nun ein möglichst klares Bild von seinem Wunschkunden, dann kann man, mittels Neuromarketing und Limbic Map®, seine eigene Positionierung, den Markenkern, die eigene Vision und Mission sowie die entsprechenden Angebote auf die Wunschkunden hin zuschneiden. Am Ende ist das so, als wenn man den passenden Schlüssel für ein ganz bestimmtes Schloss erstellt.

Zum Schluss muss dann alles nur entsprechend umgesetzt werden. Das bedeutet, die Texte müssen, passend zur Zielgruppe, in Wortwahl, Satzbau und Duktus zugeschnitten werden, das gesamte Erscheinungsbild (Corporate Design oder Produkt Design) muss dazu passen und auch die Farbgebung muss zum Wunschkunden passen. Der Rest ist dann am Ende nur noch eine Frage der technischen Umsetzung in Werbung, Web und beim Marketing.

Schritt für Schritt zum Neuromarketing

Um das Neuromarketing und die Erkenntnisse der Limbic Map® in der Praxis zu nutzen, braucht es 7 einzelne Schritte.

1. Die Emotionen der Wunschkunden verstehen,
2. Motive entschlüsseln (warum tut der Kunde das, was er tut?)
3. verstehen, wie Wert entsteht (Motiv und Wert verbinden),
4. Werte und Marken schaffen,
5. Belohnungs- und Bestrafungssystem nutzen (Frust, Zufriedenheit, Begeisterung),
6. eine starke Marke schaffen und am Ende eine
7. Identität erschaffen

Eine weitere zentrale Frage dabei ist: Was gibt unser Produkt dem Kunden und welches Klientel wollen wir ansprechen?

Beantwortet man diese Frage unter Zuhilfenahme der Limbic Map®, dann kann man relativ leicht seine eigene Story entwickeln, und diese perfekt auf einen Wunschkunden hin zuschneiden. Mit diesem Wissen wird deutlich, dass identische Produkte teils zu höchst unterschiedlichen Preisen verkauft werden. Betrachtet man zum Beispiel den Rohstoff Kaffee, dann ist dieser, zumindest vom Prinzip her, für alle gleich. Doch der eine verkauft Kaffee als Billigprodukt, der andere als Markenprodukt und zum Beispiel Starbucks macht aus Kaffee ein höchst emotionales Erlebnis. Gleiches gilt übrigens auch für Nespresso, denn anders ist es kaum noch zu erklären, dass Kunden bereitwillig mehr als das 10-fache pro Kilo Kaffee zahlen.

Neuromarketing spricht alle Sinne an

Bisher hierher steht Neuromarketing sehr stark im Zeichen von Text, Botschaft und Aufmachung. Doch Neuromarketing geht noch sehr viel weiter, denn perfektes Neuromarketing spricht alle Sinne maximal an, also den Duft, die Umgebung, in der die Produkte präsentiert werden und eine passende Hintergrundstory. Alles wird zu einer perfekten Inszenierung, also zu einem kompletten Erlebnis für eine klar umrissene Zielgruppe. Betrachtet man mit diesem Wissen die Erlebniswelten Apple, Bose, Nike, Sony, Starbucks, Nespresso & Co., dann wird sehr schnell deutlich, wie weit das Neuromarketing vorgedrungen ist.

Dabei wird aber auch sehr schnell deutlich, dass sich die Botschaft durch das Neuromarketing auch immer an eine klar umrissene Zielgruppe richtet. Menschen außerhalb dieser klar umrissenen Zielgruppe mögen die Marken und ihre Erlebniswelten meist nicht und lehnen diese rundweg ab. Manche lieben Nike, andere nicht, manche verehren Apple, andere hassen Apple und die einen können nicht ohne Starbucks, und andere bekämpfen Starbucks mit allen Mitteln — und jeder hat die richtigen Argumente und Begründungen zur Hand (rationale Begründungen), die allerdings, wie wir nun wissen, auf Emotionen basieren.

Fazit

Neuromarketing ist das aktuellste und wichtigste Thema, um ein Unternehmen, Produkte, Angebote, Lösungen und Leistungen für eine klar umrissene Zielgruppe anzubieten. Von daher ist es eine sehr gute Idee, sich ein klares Bild von seiner Zielgruppe zu machen, um dann entsprechend seinen gesamten Auftritt in Wort und Bild entsprechend anzupassen.

So haben Anbieter auch in Zukunft die Chance, um potenzielle Kunden aus einer Frustrations- und Bedarfszone herauszuholen, sie dann mit einer guten Leistung in eine Zufriedenheitszone zu bewegen und am Ende mit einer perfekten Gesamtinszenierung in eine Begeisterungszone zu hieven, so dass aus Kunden echte Fans werden.

Also, erkennen Sie Ihre Kunden.