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Kreativität und SEO: Wie Du die Konkurrenz mit Kreativität überholst

Kreativität und SEO: Wie Du die Konkurrenz mit Kreativität überholst

Lesezeit: 9 Min | Autor: Fabian Auler

Im SEO-Bereich ist die Konkurrenz groß: Komplette SEO-Teams arbeiten genau wie Du daran, ihre Website nach vorn zu bringen. Kreativität ist eine Möglichkeit, mit der Du Dir einen entscheidenden Vorsprung verschaffen kannst.

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Alle sprechen von Content Marketing, doch nur die wenigsten sprechen von „Marketing für Content“. Damit muss Schluss sein! Content Marketing kann der Schlüssel sein, um aus der Masse an Mitbewerbern deutlich...

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Langweilige Websites gibt es wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Du bewegst Dich in einer umkämpften Nische? In der heutigen Zeit reicht es nicht mehr aus, 08/15-Content zu veröffentlichen. Um wirklich gute Rankings zu erzielen, brauchst Du mehr. Solide optimierter Standard reicht nicht. Damit gehst Du in der Masse unter.

Merk Dir diese Formel:

Kreativität ➡️ Aufmerksamkeit ➡️ Bekanntheit = positive SEO-Effekte

Aufmerksamkeit gilt als wichtigste Währung unserer Zeit. Aus gutem Grund. Aus all den Informationen und Reizen, die ununterbrochen auf uns einprasseln, müssen wir uns entscheiden. Wir lieben Abwechslungen um aus dem Alltag zu entfliehen. Alles, was neu ist, zieht uns an.

Durch kreative Ideen machst Du auf Dich und Deine Website aufmerksam. Aufmerksamkeit steigert die Bekanntheit Deiner Marke, Deiner Website oder Deines Unternehmens. Dadurch gerätst Du ins Visier der Öffentlichkeit. Das wiederum wirkt sich positiv in den Suchmaschinenergebnissen aus.

Positive Effekte durch Kreativität

  • Andere Webmaster honorieren Deine Bemühungen mit Backlinks.
  • In den sozialen Medien (Facebook, Instagram, Pinterest & Co.) liken, teilen und pinnen User Deinen Content.
  • Das erhöht Deine Click-Raten in den SERPS (CTR Boost).
  • Deine Website wird im Web erwähnt.
  • Der Traffic auf Deiner Website erhöht sich dadurch.

3 Wege, um die Aufmerksamkeit Deiner User zu gewinnen

Wie schaffst Du es, kreativ auf Dich aufmerksam zu machen und Dich von Deinen Mitbewerbern abzuheben?

Die Lösung ist einfach: Versetz Dich in Deine Zielgruppe. Mach Dir Ihre Nutzungsabsicht bewusst – und biete Ihnen, was sie suchen, auf eine noch nie da gewesene Art und Weise.

Dazu gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten:

  1. Content Marketing: Erstelle geniale Inhalte, die im Gedächtnis bleiben.
  2. Linkbait: Bringe Multiplikatoren wie Journalisten und andere Webmaster durch unwiderstehliche „Köder“ dazu, Deine Inhalte zu teilen.
  3. Kreative Lösungen für Probleme: Wenn Du auf Schwierigkeiten stößt, versuche nicht nur, sie nicht nach Schema F zu lösen, sondern auch um die Ecke zu denken.

1. Content Marketing: Mehrwert, Mehrwert, Mehrwert – aber bitte in leicht verdaulichen Häppchen

Das Wichtigste ist, Deine User glücklich zu machen. Als SEO ist es Dein Job, Website-Besuchern genau das zu geben, was sie suchen. Sorgfältig recherchierte Inhalte, eine frische Schreibe, aber auch eine liebevoll-kreative Aufbereitung des Contents sorgen für eine hohe Verweildauer.

Stell sicher, dass Deine Beiträge auffallen. Vermutlich hast Du schon vom Hero-Hub-Hygiene-Modell gehört. Es teilt Content in drei Kategorien ein. Jede hat ihre Stärken. Im Idealfall sollte jede Variante auf Deiner Website zum Einsatz kommen.

  • Hero-Content: Hierbei handelt es sich um hochklassige Inhalte, die massenhaft User anziehen und viral gehen. Dazu zählt beispielsweise der Sprung von Felix Baumgartner (Idee und Umsetzung von RedBull).
  • Hub-Content: Diese Inhalte haben Seriencharakter. Sie sind auf besondere Interessen der Zielgruppe abgestimmt und führen die User in regelmäßigen Abständen wieder auf Deine Website zurück.
  • Hygiene-Content: Zu dieser Kategorie gehören Inhalte, die dauerhaft relevant für Deine Zielgruppe sind. Zu diesem Evergreen-Content zählen „Wie Du…“-Artikel, Wiki-Beiträge, FAQs und Ratgeber.

Bei der Aufbereitung Deiner Inhalte ist Lesefreundlichkeit das A und O. Endlose Textwüsten begeistern niemanden. Sinnvoll ist ein Mix aus unterschiedlichen strukturellen und visuellen Elementen: Überschriften, Zwischenüberschriften, kurze Absätze, Fettungen und eine angenehm lesbare Schriftart und Schriftgröße sind ein guter Anfang.

Außerdem lockern Fotos, Infografiken, Karikaturen, Umfragen, Studien, Tabellen und Videos den Inhalt auf.

2. Linkbait: Der Wurm muss dem Fisch schmecken…

Vermutlich kennst Du die alte Marketing-Weisheit: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“ Genau genommen reicht das längst nicht mehr. Zunächst einmal muss der Fisch den Wurm wahrnehmen. Erst danach kann er entscheiden, ob er ihn probiert und eine Entscheidung über seinen Geschmack treffen.

Was heißt das für Dich? Heutzutage liegen an jeder Ecke Angeln mit Würmern aus, die um das Interesse des Fisches kämpfen. Der Fisch hat freie Auswahl am Büffet. Damit er sich für Deinen Köder entscheidet, muss er sich von den anderen unterscheiden.

Anders gesagt: Kaum jemand verlinkt auf kommerzielle Inhalte. Auch mit einem x-beliebigen Freebie haust Du heutzutage niemanden mehr aus den Socken. Du möchtest, dass Deine Inhalte verlinkt werden? Dann brauchst Du einen Superwurm! Das beginnt bei dem Format, in dem Du Deine Inhalte anbietest.

Formate, die Webmaster, Journalisten und Social Media-User gern teilen:

  • Lustige Fotos, Videos, Zeichnungen und Karikaturen
  • Gut aufbereitete, durchdachte Infografiken
  • Interessante Umfragen
  • Wissenschaftliche Studien
  • Tabellen, die Mehrwert bieten

Linkbaits sind Hero Content. Die Creme de la Creme à la Edgar.

3. Kreative Lösungen für Probleme finden

Du bist für Deinen Kunden oder Deine eigene Website hinter einem starken Backlink her? Es ist nicht einfach, an High Authority Websites heranzukommen. Wenn der Webmaster nicht auf Deine Anfrage reagiert, nimm auf andere Weise Kontakt mit ihm auf.

Networking heißt das Zauberwort:

  • Such die verantwortliche Person auf Facebook, Instagram oder LinkedIn.
  • Vielleicht findest Du eine gemeinsame Ebene über Hobbys und Interessen.
  • Teilt ihr eventuell denselben Sinn für Humor? Dann kommentiere seine Postings!
  • Die meisten Webmaster sind in zig verschiedenen Gruppen unterwegs. Braucht er vielleicht Hilfe bei etwas? Falls Du sein Problem lösen kannst, hast Du den Fuß in der Tür.
  • Oder bitte ihn um ein Interview, bei dem er seinen Expertenstatus untermauern kann. Lade ihn in Deinen Podcast ein! Begrüße ihn via Skype in Deinem YouTube-Channel oder befrage ihn für Deinen Blog. Durch das Gespräch lernt ihr euch kennen. Danach klappt es möglicherweise doch mit dem Link.

Die Angst vor der eigenen Courage

Nicht jede Idee eignet sich fürs Content Marketing. Trotzdem solltest Du erst einmal alles, was Dir spontan einfällt sammeln. Du hast ein Team um Dich herum? Macht ein Brainstorming! Notiere alles und lass die Gedanken reifen. Wie Du eine Website nach SEO-Kriterien optimierst, kannst Du lernen.

Aber der große Wurf gelingt Dir nur durch Kreativität.

Mit einer Idee in die Öffentlichkeit zu gehen, erfordert Mut. Mag sein, dass Du auch mal danebengreifst. Hier gilt: Wenn Du zu 100 Prozent hinter Deiner Idee stehst, zieh Deinen Plan durch! Kritische Stimmen gibt es immer. Bleib dran und lass Dich nicht beirren. Du weißt vorab nie, ob Deine Idee richtig einschlägt oder nicht. Dir bleibt nichts anderes übrig, als ins kalte Wasser zu springen.

Kreative SEO-Ideen

Auch Ende 2019 ist Linkbuilding ein entscheidender Rankingfaktor. Gerade in diesem Bereich ist Kreativität gefragt. Welche Möglichkeiten gibt es, Geistesblitze in fesselnden Content zu verwandeln? Hier ist erneut Kreativität gefragt.

Ich stelle Dir hier drei originelle Ideen aus der SEO-Szene vor.

1. Egobait: SEO-Poster

Martin Mißfeldt gilt als „Ur-Vater“ des SEO-Posters: 2011 hatte er die Idee, bekannte deutsche SEOs auf einem Poster zu verewigen, mit dem Ziel, ihr Image zu verbessern. Das Motto war damals „SEOs sind auch nur Menschen“. Bis heute verwenden einige SEOs die am Computer erstellten Zeichnungen stolz als Profilbild.

Auch das aktuelle SEO-Poster von von Sumago (2019) kommt sehr gut an:

2. Linkbait: You vs. the Kardashians

Wie sehr eine zündende Idee einschlagen kann, zeigt die 2015 gegründete britische Fashion Plattform Missy Empire. Auf der Website gibt es einen Kalkulator „You versus the Kardashians“. Dort kannst Du ausrechnen, wie lange ein Mitglied der Kardashian-Familie braucht, um Dein eigenes Gehalt zu verdienen. Die Idee ist originell, witzig und sorgt für Gesprächsstoff.

 

Das Medienecho ließ nicht lange auf sich warten. Große Zeitungen und namhafte Websites verlinkten auf den Kalkulator. Die Aktion brachte Missy Empire über 600 Backlinks ein.

3. Round-up-Posts: GrowthUp-ExpertInnenrunde

Das Online Magazin GrowthUp veranstaltet regelmäßig ExpertInnenrunden und lädt dazu bekannte Stimmen der Branche ein. Zum Thema „Wieviel Kreativität steckt in der Suchmaschinenoptimierung?“ kommen neun SEOs wie Martin Brosy, Katja Budnikov und Martin Mißfeldt zu Wort, die zeigen, warum Suchmaschinenoptimierung ein überaus kreativer Beruf ist.

Experten füllen Deinen Blog mit hochwertigem, top-aktuellem Content. Gleichzeitig haben Sie ein hohes Eigeninteresse daran, den Blogpost zu verbreiten. Dementsprechend teilen sie den Link mit ihrer Community, was für Reichweite und Traffic sorgt. Außerdem knüpfst Du damit wertvolle Kontakte in Deiner Branche.

4. Studien: Daten und Fakten

Auch mit selbst durchgeführten Studien erregst Du Aufmerksamkeit. SEO-Vergleich.de, das Vergleichsportal der SEO-Branche, hat eine umfangreiche Studie zur Sichtbarkeit von SEO-Agenturen durchgeführt. Der Gedanke dahinter: Wer SEO als Dienstleistung anbietet, sollte sein Handwerk beherrschen und selbst eine gute Sichtbarkeit bei Google erreichen. Ein Jahr lang erfasste seo-vergleich.de, wie 335 Agenturen bei rund 1.000 relevanten Keywords mit SEO-Bezug abschnitten. Das Ergebnis ist ein Ranking der 30 bei Google sichtbarsten deutschen SEO-Agenturen. Neben Backlinks brachte die Veröffentlichung der Studienergebnisse jede Menge Traffic. Zum einen interessiert es die Branche zu sehen, wer wie abgeschnitten hat. Zum anderen schauen alle vorbei, die gerade eine Agentur suchen.

Ein weiteres Beispiel ist die Vertical Inhouse Gehaltsstudie: Bei Unternehmen und im öffentlichen Dienst angestellte Inhouse-SEOs sind aufgerufen, sich an der Umfrage zum Thema „Gehalt“ zu beteiligen. Das Ergebnis der rund 10 Minuten dauernden Umfrage soll zeigen, wie die Gehälter wirklich aussehen. Von größerer Transparenz profitieren letztendlich alle. Jeder möchte schließlich ein faires Gehalt beziehen beziehungsweise die bestmögliche Leistung zu einem guten Preis einkaufen.

Du siehst: Mit eigenen Studien generierst du Aufmerksamkeit, Traffic und Backlinks. Die erhobenen Daten sind in der Regel für mindestens eine Branche interessant und relevant. Und sie bieten dir Stoff für weitere Blogartikel, Videos und Podcasts.

Fazit

Die technische Seite der Suchmaschinenoptimierung ist wichtig. Aber es reicht nicht, das Standardprogramm abzuspulen und 08/15-SEO zu machen, wenn Du Deine Website pushen willst. Kreativität ist ein Weg, Dich gegen Deine Konkurrenz durchzusetzen. Frei nach Immanuel Kant: Habe Mut, deine eigenen Ideen zu verwirklichen.

Wenn es Dir gelingt, die Aufmerksamkeit mit einem „Bang“ auf Deine Website zu ziehen, schlägst Du mehrere Fliegen mit einer Klappe: Du bekommst mehr Traffic. Dein Unternehmen gewinnt an Bekanntheit. Große Websites und Zeitungen verlinken auf Dich. (Und das ist erst der Anfang.)