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Was haben Influencer mit der Content Distribution zu tun?

Was haben Influencer mit der Content Distribution zu tun?

Lesezeit: 8 Min | Autor: Alexander Pühringer

In der heutigen Zeit wird es immer schwieriger, seine Zielgruppe mit Werbung zu erreichen. Grund dafür ist der Wandel des Medienkonsums: Aufgrund des ansteigenden Erfolgs von Netflix und Co., werden Fernsehwerbungen immer weniger gesehen. Auch Tageszeitungen werden immer häufiger online gelesen und wenn Personen dann auch noch einen Adblocker nutzen, sehen sie auch keine Bannerwerbung oder ähnliches mehr.

Aus diesem Grund ist Influencer Marketing immer mehr zu einem Thema geworden, das für Unternehmen nicht mehr wegzudenken ist, da sie ihre Zielgruppe über alternative Wege ansprechen müssen.

Instagrammer, Youtuber und Blogger erreichen mit ihrem Content Tausende, ja teilweise sogar Millionen von Menschen und werden von diesen regelrecht als Stars gefeiert.

Dabei sind Influencer nicht immer nur Content Creators, also Produzenten von Inhalten, denn das Influencertum ist nicht auf die Größe der Influencer oder die Plattform beschränkt.

Content Distribution: Es kommt nicht auf die Größe an – jeder kann Influencer sein!

Der Name Influencer leitet sich vom englischen Wort „to influence“ ab, bezeichnet also Personen, die Einfluss auf andere ausüben, indem sie beispielsweise Trends setzen oder für Inspiration sorgen.

Dabei unterscheidet man verschiedene Arten von Influencern, je nach Größe ihres Einflussbereichs.

Sogenannte Mega-Influencer kennt man aus den Medien – sie werden aufgrund ihres sehr großen Einflusses von Unternehmen eingesetzt, um die Aufmerksamkeit für Brands zu steigern, die eine eher breit gefächerte Zielgruppe erreichen möchten.

Handelt es sich bei der Zielgruppe eher um ein spitzeres und spezielleres Thema, müssen andere Wege gefunden werden, um diese zu erreichen. In diesen Fällen kann oft eine Zusammenarbeit mit Micro Influencern zielführend sein. Sie haben deutlich weniger Follower, besitzen aber eine sehr hohe Glaubwürdigkeit, da sie Experten auf dem Gebiet sind, über das sie berichten.

Genau betrachtet ist aber jeder Mensch auf eine gewisse Art und Weise Influencer. Mit der Familie, Freunden, Kollegen, etc. besteht ein ständiger Austausch über die verschiedensten Themen, entweder persönlich oder über Social Media, wie Facebook oder Twitter. Der Vorteil dieser sogenannten Everyday Influencer ist, dass es sich bei ihren Followern um Familie und Freunde handelt, was zu einem geringeren Streuverlust führt und sie somit einen deutlich höheren Einfluss in Form von Mundpropaganda haben.

Die Ansprache dieser kleinen Influencer ist für Unternehmen natürlich eine Herausforderung, da es sich dabei um Privatpersonen handelt. Doch über Plattformen, wie z.B. das Influencer Seeding Tool LINKILIKE ist auch dies mittlerweile ganz einfach möglich.

Influencer generated Traffic: Influencer sind mehr als nur Content Creators!

Wenn man an „Influencer“ denkt, denkt man in erster Linie an großartige Bilder, coole Videos und authentisch verfasste Texte. Diese Ansicht reduziert die Funktion eines Influencers auf die reine Content Creation. Man sollte allerdings auch nicht außer Acht lassen, dass man Influencer unter bestimmten Voraussetzungen auch für die Content Distribution – also die Verbreitung von bereits bestehenden Inhalten – einsetzen kann.

Viele Unternehmen kreieren ihre Inhalte selbst und beschäftigen sich dabei genau damit, welche Inhalte bei der Zielgruppe am besten ankommen. Dies ist vor allem deswegen von sehr großer Bedeutung, weil der Content den Personen auch wirklich einen Mehrwert liefern muss, damit dieser gegenüber anderen, eventuell sehr ähnlichen Inhalten, hervorsticht und von der Zielgruppe konsumiert wird.

In Zeiten der Contentflut haben es aber auch qualitativ hochwertige und teuer produzierte Inhalte oft nicht leicht, in den Tiefen des World Wide Webs Aufmerksamkeit zu erlangen. Es wird zunehmend schwerer, die richtige Zielgruppe wirklich zu erreichen, besonders auch aufgrund der Nutzung von Adblockern. Daher kann es durchaus zielführend sein, auch Influencer für die Content Distribution einzusetzen. Dafür in Frage kommen bestehende Inhalte, wie etwa Links auf Artikel, Landingpages oder Videos. Aus diesem Grund ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Content Distribution, dass diese Inhalte über jene Plattformen geteilt werden, auf denen die Möglichkeit besteht, Reichweite durch klickbare Links aufzubauen.

Influencer erstellen also nicht nur Inhalte, sondern es gibt unter gewissen Voraussetzungen auch die Möglichkeit, Traffic über Influencer aufzubauen, der gemessen werden kann und somit dem Influencer Marketing eine Performance-Komponente ermöglicht.

Messbare Reichweiten aufbauen: Wo findet man die Menschen, die CPC Traffic aufbauen?

Wie bereits beschrieben, müssen Inhalte über Plattformen geteilt werden, auf denen Link auch klickbar sind und nicht dort wo Links nicht als solche aufgelöst werden. So hat es beispielsweise wenig Sinn, einen Link im Beschreibungstext eines YouTube Videos einzubauen, unter einem Instagram zu posten oder ganz diskret in einen Blogartikel einzubauen. Da maximal 2% der Leser bzw. Seher dieser Inhalte sich die Mühe machen, diesen Links zu folgen, sind dies absolute Conversion-Killer.

Aus diesem Grund macht es nur wenig Sinn, bestehenden Content über Instagram, Blogs oder YouTube zu verbreiten.

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Doch was kann man nun tun, um auch für bestehende Inhalte Influencer Marketing einsetzen zu können?

Für die Verbreitung von bestehenden Inhalten ist es nicht nur essenziell, dass sie über Plattformen verbreitet werden, auf denen klickbare Links möglich sind, sondern auch die Messbarkeit des Cost-per-Click Traffics ist von sehr hoher Bedeutung. Aus diesem Grund bieten sich Facebook und Twitter als Plattformen zur Content Distribution über Influencer an.

Der große Vorteil an diesen beiden Social Media Netzwerken ist, dass sie nicht nur von Bloggern, Youtubern oder Instagrammern als zusätzliche Plattform genutzt werden, auf der sie eine eigene Facebook-Page oder einen Twitter Channel betreiben, um ihre Follower auf dem Laufenden zu halten. Auch Privatpersonen nutzen Facebook und haben auf der Plattform ihr persönliches Profil oder einen persönlichen Twitter Account. Dies ermöglicht Werbetreibenden sowohl eine Zusammenarbeit mit Micro-, als auch mit Everyday-Influencern.

Um diese ansprechen und buchen zu können, stehen spezialisierte, technologiegetriebene Everyday Influencer Plattformen zur Verfügung, die zwischen Kunden und Influencern vermitteln.

Diese stellen beispielsweise auch sicher, dass die Inhalte, die von Influencern verbreitet werden, auch die nötigen Richtlinien eingehalten werden. Denn auch wenn sie von Influencern gepostet werden, müssen bezahlte Beiträge gesetzeskonform als Werbung gekennzeichnet werden. Von Lösungen und Anbieter, die auf diese verpflichtende Werbekennzeichnung verzichten, ist in jedem Fall Abstand zu halten, denn mittlerweile sind nicht nur Abmahnungen sondern auch Anzeigen und gerichtliche Verfahren aufgrund von Schleichwerbung und unlauterem Wettbewerb keine Seltenheit mehr. Um sich als Werbekunde weder selbst, noch den Influencer in Gefahr zu bringen, ist es auf jeden Fall ratsam, sich hier an die Richtlinien zu halten.

Content Seeding: Welche Inhalte funktionieren?

Damit die Content Distribution bzw. das Content Seeding auch wirklich funktioniert und nicht zur teuren Marketing-Maßnahme wird, muss der Inhalt, der verbreitet werden soll, qualitativ sehr gut sein. Dieser sollte daher bereits bei der Erstellung auf die Zielgruppe maßgeschneidert werden und somit einen Mehrwert liefern, indem sie beispielsweise versuchen, ein Problem der Zielgruppe zu lösen. Allgemein kann man außerdem sagen, dass Inhalte vor allem dann erfolgreich sind, wenn die Marke sich eher im Hintergrund hält.

Inhalte, die erfahrungsgemäß sehr gut funktionieren sind etwa PR- oder CSR-Themen bzw. generell Inhalte, die Wissen vermitteln, amüsieren, Chancen eröffnen oder interessante Einblicke gewähren. Diese werden gerne von der Zielgruppe angenommen.

Mit dem Erstellen und Platzieren des Inhalts im Internet, sind bereits die ersten beiden Schritte der Customer Journey bereits erledigt. Bis hin zu einer Conversion (angefangen bei einer Anmeldung für den Newsletter über Remarketing bis hin zu einem abgeschlossenen Kauf) braucht es aber noch ein bisschen Begleitung durch den Werbetreibenden.

Wichtig ist, dass die Kommunikation, um dem Konsumenten den Weg zu einer Conversion aufzuzeigen, nicht zu aufdringlich gestaltet sind, da dies sehr schnell abschreckend wirkt. Wird der potenzielle Kunde zu plump angesprochen und führt sich zu einer Conversion genötigt, löst dies in der Regel genau das Gegenteil aus und führt zu einer Abschreckung.

Fazit

Influencer sind nicht nur selbst Content Creators auf YouTube, Instagram und Co., sondern können unter bestimmten Umständen auch für die Content Distribution für bestehende Inhalte eingesetzt werden. Jeder Mensch ist auf eine gewisse Art und Weise Influencer, ob nun eine Berühmtheit als Mega Influencer oder der Otto-Normalverbraucher als Everyday Influencer.

Die Content Distribution von bereits bestehenden Inhalten, vermag einer Plattform, auf der es möglich ist, die Verbreitung messbar zu machen. Dafür bieten sich Facebook und Twitter an, da diese Plattformen sowohl von größeren Influencern, als auch von Privatpersonen und damit Everyday Influencern genutzt werden und die Verbreitung von klickbaren Links möglich ist.

Guten Inhalten, wie etwa PR- oder CSR-Themen, kann mit Hilfe von Influencer Seeding zu einer größeren Reichweite über Cost-per-Click Traffic verholfen werden. Damit diese Inhalte gut funktionieren, müssen sie für die Zielgruppe einen Mehrwert darstellen, amüsant oder informativ und ansprechend sein (z.B. Artikel & Videos).