SEO-Potenziale für die eigene Website finden und priorisieren

Beschreibung zum kostenlosen Online Marketing Webinar

Es gibt immer was zu tun – auch und vor allem in Bezug auf SEO. Dabei geht es darum, mit der zur Verfügung stehenden Zeit bzw. dem Budget das Richtige zu machen. In diesem Webinar geben wir daher einen Überblick über die wichtigsten On- und Offpage-Maßnahmen. Anhand einer Checkliste wird dann geprüft, welche Maßnahmen in welcher Gewichtung zum Tragen kommen sollen.

Video zum Webinar

Webinar Termin:

27.11.2017

11:00 Uhr - 12:00 Uhr

Was Du nach dem Webinar gelernt hast:

• Welche SEO-Maßnahmen sind bei einer Website grundsätzlich sinnvoll?
• Mit welchen Tools erhält man konkrete Potenziale für eine Website?
• Wie priorisiert man die einzelnen Potenziale, um dann daraus eine SEO-Strategie zu entwickeln?

Zielgruppe:

• SEO-Einsteiger
• Marketingverantwortliche

 

SEO Potenziale für die eigene Website finden und priorisierenSEO Potenziale für die eigene Website finden und priorisieren

Bei einer Website gibt es praktisch immer etwas zu tun. Doch womit fängt man idealerweise für SEO an, was ist wichtig und was kann man zunächst vernachlässigen – bzw. später umsetzen? Entdecke nachfolgend jeweils 5 Bereiche für die On-Page und Off-Page Optimierung mit einer entsprechenden Priorisierung.

3 Ansätze, um einzelne SEO Aufgaben zu priorisieren

Wie setzt man seine Prioritäten am besten? Nun, es kommt von Fall zu Fall darauf an. Zum einen: Was ist schnell umsetzbar– und verspricht entsprechend auch schnelle Ergebnisse? Zum anderen ist auch zu beachten, was ggf. ein hohes Schadenspotenzial hat und ob hier entsprechend schnell gehandelt werden muss. Letztlich gibt es keine optimale und universelle Lösung. Jeder Webmaster muss individuell entscheiden, welche On-Site oder Off-Site Maßnahmen zuerst in Angriff genommen werden müssen.

1. Suchvolumen

Zuerst geht es natürlich darum, das Suchvolumen für einzelne Keywords zu ermitteln. Hierbei sollte man für sich selbst entsprechende Kriterien festlegen, denn die einzelne Anzahl von Suchanfragen ist manchmal wichtig, aber nicht allesentscheidend. Hierbei kommt es jeweils auch auf den Page Rank an. Am Ende dienen die Zahlen mehr als Orientierung, um die eigenen Seiten zu bewerten und weitere Aufgaben festzulegen.

2. Conversion-Daten

Hierbei gilt es zu ermitteln, welche Keywords auf welchen Seiten wie konvertieren. Gegebenenfalls gilt es, entsprechend einzugreifen und Seiten zu optimieren. Wichtig dabei ist auch, dass Long-Tail-Suchbegriffe zwar eine gewisse Rolle spielen, zum Beispiel in Nischenbereichen, doch manchmal sind es auch nur einzelne Suchanfragen, die einmalig getätigt wurden. Am Ende musst Du herausfinden, welche Keywords wo am besten funktionieren, um weitere Aktionen anzustoßen.

3. Off-Page Bewertung

Ein drittes Kriterium zur Bewertung betrifft alles, was sich Off-Site abspielt. Hierbei geht es zum Beispiel um

• Domain-Popularität,

• Sichtbarkeit,

• Vertrauen, Besucherfrequenz usw.

An vielen Stellen braucht es hier einfach ein entsprechendes Bauchgefühl, um zu entscheiden, wie und wo die eigene Website idealerweise verlinkt sein soll.

Viele Meinungen – viele Entscheidungen

Nun haben wir drei unterschiedliche Kriterien, nach denen wir entscheiden können. Doch die Frage bleibt: Womit startet man am besten? Stellt man diese Frage zehn SEOs, dann erhält man hier naturgemäß zehn unterschiedliche Meinungen. Letztlich läuft alles darauf hinaus, die eigene Website On-Site und Off-Site zu analysieren, um dann aus der Erfahrung heraus zu bewerten, was gemacht werden muss. Deshalb sind die nachfolgenden Prioritäten auch mehr als Empfehlung zu verstehen:
On-Site Priorität 1) Die Basics umsetzen
Die Basics werden leider viel zu oft vernachlässigt: Hierbei geht es darum, jede einzelne Seite sowohl vom Inhalt als auch von der Seitenbeschreibung und -Meta-Beschreibung her so zu überarbeiten, dass jede einzelne Seite auf wenige relevante Keywords bzw. Keyphrasen hin optimiert wird.
Zudem geht es auch darum, die internen Verlinkungen zu optimieren bzw. die gesamte Struktur der Website auf entsprechende Keywords hin zu optimieren. Bei allem ist Duplicate Content zu bekämpfen und Markups sollten bewusst und zielführend eingesetzt werden.

Beispiel: Online-Shop

Bei einem Online-Shop bedeutet das zum Beispiel, dass die Startseite passt, für passende Rubriken einzelne übergeordnete Seiten existieren und die Produktseiten jeweils für das passende Produkt mit den richtigen Keywords optimiert sind. Gerade die Rubrikseiten sind wichtig, denn diese sollten auf generische Keywords hin optimiert werden. Der Seitentitel sollte zwischen 50 bis 60 Zeichen liegen; die Meta-Beschreibung der Seite sollte maximal 150 bis 160 Zeichen lang sein. Doch es gibt noch mehr zu beachten: Die H1-Überschrift sollte auch die Rubrik beschreiben, und ein inhaltlich starker Text sollte weitere wertvolle und relevante Informationen liefern.
Die Wirkung all dieser Details ist nicht zu unterschätzen, denn hier liegt oft ein riesiges Potenzial verborgen – was nur von wenigen Shops genutzt wird.
Hinweis: Auf der Website http://www.bloo.link/opcheckliste gibt es ein gesondertes Webinar zum Thema.

SEO-Tools

Um die eigene Website im Detail zu analysieren und zu durchleuchten, gibt es eine ganze Reihe von Tools und Angebote. Besonders hilfreich für die erste Analyse sind Werkzeuge wie …

• Screaming Frog SEO-Spider (https://www.screamingfrog.co.uk/seo-spider/) oder

• Sitebulb (https://sitebulb.com)

Diese Tools kann man direkt herunterladen und auf seiner eigenen Domain installieren. Andere Cloud-Lösungen sind zum Beispiel:
• Ryte (www.ryte.com)

• Sistrix Optimizer (https://www.sistrix.de) oder

• Audistro (https://audisto.com)

Diese Tools können einiges: So kannst Du zum Beispiel leicht zu lange oder zu kurze Seitentitel identifizieren, Meta Discriptions bewerten, die Klicktiefe und die interne Verlinkung durchleuchten und auf 404-er Fehler hinweisen bzw. Verlinkungen ermitteln. Doch andererseits können sie die Seitenstruktur nicht verstehen und sagen, ob es auch für alle Suchbegriffe eine entsprechende Seite gibt. Es wird nicht auf fehlende Markups hingewiesen, und auch bezüglich der Internationalisierung gibt es gewisse Probleme. Hier braucht es einen Fachmann, der sich die Seiten und Informationen genauer anschaut und bewertet.
Auf jeden Fall sollte man die Richtlinien von Google kennen – und sich entsprechend an diese auch halten. Die Google-Richtlinien für Webmaster findest Du hier:
• https://support.google.com/webmasters/answer/35769?hl=de
Diese Informationen dienen als zentrale Quelle und erläutern, was zu Abstrafungen oder Abwertungen führt.

Beispiel: Rendering

Die Aussage von Google zu diesem Thema:
„Damit Google die Inhalte Ihrer Website vollständig interpretieren kann, lassen Sie zu, dass alle Assets Ihrer Website gecrawlt werden, die das Rendern der Seite wesentlich beeinflussen können.“
Das bedeutet, dass Google die komplette Seite mit eigenen Ressourcen rendert, indem alle Assets der Seite heruntergeladen werden. Diesen Prozess kann man über die Google Search Console starten und erhält auch hier entsprechende Einklicke.

Beispiel: versteckte Texte

„Google ist in der Lage, HTML-Inhalte zu crawlen, die sich hinter Navigationselementen wie Tabs oder maximierbaren Bereichen verbergen. Wir […] sind der Ansicht, dass die wichtigsten Informationen in der Standard-Seitenansicht sichtbar sein sollten.“
Das bedeutet, dass man auf eingeklappte Texte verzichten sollte und relevante Texte nicht in Tabs platziert werden sollten. Doch diese Maßnahmen sind gerade für die Darstellung auf mobilen Endgeräten (Smartphones) interessant, um eine optimale User Experience zu gewährleisten. Da Google mehr und mehr auf den Mobile-First-Index setzt, ist zu erwarten, dass sich hier an diesem Punkt in naher Zukunft einiges ändern wird.

Beispiel: Nofollow-Links

„Ergreifen Sie angemessene Maßnahmen, um sicherzustellen, dass sich Werbelinks auf Ihren Seiten nicht auf das Suchmaschinen-Ranking auswirken. Verhindern Sie zum Beispiel mithilfe von robots.txt oder rel=“nofollow“, dass Werbelinks gecrawlt werden.“
Konkret bedeutet das: Wer ausgehende Links nicht kontrollieren kann oder für die Links Geld eingenommen hat, der sollte somit immer Nofollow-Links setzen.

Beispiel: Unique Content

Unique Content ist extrem wichtig. Es sollte daher vermieden werden, eine Website ohne oder nur mit wenig eigenem Content zu erstellen. Eines ist klar: Unique Content ist noch immer King. Duplicat Content ist allerdings (in Maßen) kein Problem.

Beispiel: Markup

Missbrauch von Rich Snippet-Markups sollte in jedem Fall vermieden werden. Markups sind toll, doch diese müssen sich immer direkt auf die jeweilige Seite beziehen. Ein Markup für Produktbewertungen gehören somit auf die jeweiligen Produktseiten – nicht auf die Rubrikseiten. Markups für die Shop-Bewertung gehören auf die Startseite – nicht auf Unterseiten.

On-Site Priorität 2) Konkurrenten analysieren

Eine wichtige Frage ist natürlich auch immer, wofür Wettbewerber gerankt werden und an welchen Stellen es bei der eigenen Website Handlungsbedarf gibt. Um hier einen Einblick zu bekommen, kann man auf SEO-Tools wie Sistrix oder SemRush setzen. Für die Konkurrenzanalyse sind diese Tools kostenpflichtig. Eine kostenfreie Version ist mit einem solchen Funktionsumfang nicht verfügbar bzw. zu derzeitigem Stand nicht bekannt (Angabe ohne Gewähr).
Mit diesen Tools bekommt man einen guten Einblick. So lässt sich herausfinden, mit welchen Suchbegriffen die Konkurrenz gefunden wird und an welchen Punkten es bei dem eigenen Angebot Handlungsbedarf gibt. Einzelne Suchbegriffe kannst Du so mit der Website abgleichen und ermitteln, was da konkret passiert bzw. gemacht wird. So lässt sich zum Beispiel herausfinden, dass auf einen speziellen Ratgeberbereich verlinkt wird, der für den User aktuelle und relevante Informationen bereithält. Das bedeutet in der Praxis aber auch, dass es nicht nur um einzelne Keywords, sondern auch um das dahinterstehende Angebot geht.
Mit welchen Inhalten lassen sich bestimmte Keywords ansprechen?
Angebote wie Ratgeber, Übersichten, Vergleiche oder Glossare sind wertvoller Content für User, um mehr Informationen zu einem bestimmten Thema zu bekommen. Aber auch einzelne Artikel, Magazine, Blogs usw. liefern wichtigen Content und sollten entsprechend auch genutzt und ausgespielt werden. Gegebenenfalls sollten einzelne Bereiche auch mit eigenen Sub-Domains genutzt werden, um hier ein besseres Ranking zu erzielen.

Keywordphrasen für Suchanfragen finden

Vom Prinzip her kann man sehr gut auf ein Keyword A ranken, manchmal auch auf ein Keyword B. Doch warum nicht auf die Keyword-Kombination A B? Heute bestehen die meisten Suchanfragen aus 2 oder 3 Wörtern. So kann man zum Beispiel nach „Palettenregale“ suchen. Das ist ein generisches Keyword, gegebenenfalls mit einer entsprechenden Dichte an Suchanfragen und einem entsprechend hohen Wettbewerb. Doch vielleicht ist eine Keyword-Kombination für die eigene Positionierung attraktiver, zum Beispiel „Pallettenregale Außenbereich“.
In der Google Search Console kann man die Suchbegriffe ermitteln. Mit dem Keyword Planer von Google oder über keywordtool.io (https://keywordtool.io) kann man entsprechende Suchvorschläge erhalten und weitere Inhalte planen. Hierbei gilt es außerdem zu hinterfragen, ob man auch für die wichtigsten Suchbegriffe schon für den User relevanten Content besitzt. Wenn nein, dann ist zu überlegen, ob man hier entsprechende Inhalte produziert.
Doch Achtung: In früheren Zeiten hat man gerne für 100 Keywords auch entsprechend 100 Seiten aufgesetzt. Heute macht man das nicht mehr und setzt vielmehr auf Holistic Content. Das heißt, die Produktion von Content sollte mit Augenmaß erfolgen, so dass zusammenhängende Keywords und Keywordphrasen mit entsprechendem Content auf einer Seite gemeinsam behandelt werden.

On-Site Priorität 3) Chancen-Keywords

Bei manchen Keywords landet man bei den Suchergebnissen auf der zweiten Seite, also auf den Plätzen 11 bis 20. Bei starken Keywords sind es auch schon mal die Plätze 6 bis 10. Nun ist die Frage, was hier im Einzelnen unternommen werden kann. Diese Keywords sind oftmals Chancen-Keywords, bei denen man mit kleinen Optimierungen, einem Angebot auf einer separaten Seite und mit entsprechendem Content einiges bewegen kann. Auch hier gibt die Google Search Console Auskunft, wenn man im entsprechenden Bereich den Haken setzt und einen Zeitraum auswählt. Aktuell sind das noch immer maximal 90 Tage.
Letztlich geht es darum, die Daten für Chancen-Keywords zu ermitteln, als Datei für die Tabellenkalkulation zu exportieren und dann entsprechend zu priorisieren, zum Beispiel auf Suchvolumen oder Conversion Rate.

Zwischenfazit On-Page-Optimierung

On-Page lässt sich einiges bewegen, doch am Ende läuft alles auf drei einzelne Maßnahmen hinaus, um das eigene Ranking zu verbessern:
1. Mehr Text,

2. besseren Text für die passenden Suchanfragen (einzelne Keywords,

3. Keyword-Kombinationen und Keyword-Phrasen), interne Verlinkungen und externe Links.

Sicherlich gibt es noch weitere Maßnahmen, doch für den Start sind das die wichtigsten Punkte.
Off-Site Priorität 1) Backlink Audit
Die Verlinkung auf andere Websites ist immer noch wichtig, doch die Frage ist: Verstoßen Links auf der eigenen Website eventuell gegen Google-Richtlinien?
Wenn ja, dann sollten diese von der Website genommen bzw. für Google für ungültig erklärt werden (Disavowen, https://www.google.com/webmasters/tools/disavow-links-main). Einzelne Links können als ungültig erklärt werden, aber auch ganze Domains. Das ist zwar die Holzhammer-Methode – und weniger ein Präzisionsinstrument – doch manchmal ist es der bessere Weg, gesamt Domains auszuschließen, als nur einzelne Seiten.

Was zeichnet schlechte Links aus?

Zuerst macht man den „Smell Check“ und schaut, wie der Link „riecht“. Hierbei spielen letztlich drei Fragen eine entscheidende Rolle:

• Hätte dieser Link auch ohne finanzielle Zuwendung entstehen können?

• Stammt der Link von einer echten Website?

• Wie sieht der Ankertext aus?

Nun kann man auf eine algorithmische Bewertung setzen, um Links automatisiert zu bewerten oder alle Links werden manuell durchsucht. Bei der algorithmischen Bewertung kann man auf Tools wie Detox Screener (http://www.linkresearchtools.de/tools/dtox/) setzen. Doch aus der Praxiserfahrung heraus ist eine manuelle Prüfung meist besser.
Bezüglich der Ankertext-Analyse sollten in der Top 10 keine Suchbegriffe vorhanden sein. Mit den Tools von Majestic (http://www.majestic.com) kann man hier seine eigene Website kostenfrei überprüfen.
Neben der Qualität der Links gilt es auch zu überprüfen, ob es Broken Links gibt – also Links, die ins Nirgendwo führen. Das sind die typischen 404-Fehler oder 410-Fehler. Diese sollten mit einer 301-Umleitung „repariert“ werden, so dass diese nicht mehr ins Leere laufen. Auch hier helfen die Tools von Majestics. Man kann sich eine entsprechende Liste downloaden, die dann wieder mittels Excel bearbeitet werden kann.

Off-Page Priorität 2) Bestehende Links multiplizieren

Die eigene Website ist in den meisten Fällen schon gut vernetzt. Doch bei den externen Links gibt es noch immer viel Potenzial. Schaut man sich die eigenen Links genauer von außen an, dann sollte man sich an dieser Stelle drei Fragen stellen:

• Wer verlinkt?

• Warum wird verlinkt?

• Wie bekommt man noch mehr Links vom gleichen Typ?

Genau darum geht es: Wie kann man mehr Links vom gleichen Typ bekommen?

Beispiel: Hotel

Es gibt mehrere Gründe, warum auf ein Hotel verlinkt wird. Eventuell handelt es sich um ein Seminarhotel, das auf entsprechenden Seiten auftaucht. Oder das Hotel taucht auf Portalen mit Hotelübersichten oder wird in Veranstaltungskalendern genannt.
Denkt man etwas darüber nach, dann gibt es eine Vielzahl von guten Gründen, um auf ein Hotel direkt zu verlinken. Das bedeutet in der Praxis, dass man sich als Websitebetreiber eine Strategie überlegen muss, wie man systematisch und regelmäßig verlinkt wird. Letztlich geht es darum, hier einen entsprechenden automatischen Prozess aufzusetzen, um zum Beispiel Stammkunden zu beobachten oder bei Vertragsunterschrift für Veranstaltungen auch gleich einen Link mit anzuregen.

Off-Page Priorität 2) Konkurrenz beobachten

Sicher … auch der Wettbewerb hat gute Ideen. Allerdings geht es hier in erster Linie um Online-Wettbewerber. Wobei man hier die Big-Player durchaus ignorieren kann, denn diese werden meist aufgrund ihrer Größe besser platziert. Doch die guten Anregungen findet man in der zweiten Reihe. Hier gilt es zu analysieren, welche Backlinks es im Einzelnen gibt und was man selbst besser machen kann.
Allerdings ist hier das Ziel, nicht einfach nur Links blind nachzubauen. Es ist besser, eine eigene skalierbare Strategie zu entwickeln und zu etablieren. Hat man entsprechende Kandidaten identifiziert, mit denen man sich verlinken möchte, ist die Kontaktaufnahme relativ einfach mit der Frage:
„Was muss ich bieten, damit Du auf mich verlinkst?“
Ideal sind zum Beispiel Blogs, die man via Suche auf Google mit …

• intext:KEYWORD inurl:blog

finden kann. In diesem Fall wird nach einem Bestimmten KEYWORD ausschließlich in Domains gesucht, in deren Domainnamen das Wort BLOG mit enthalten ist (z.B. auch als Sub-Domain). Mit dieser Suche und anderen Bestandteilen (in der URL) kann man auch gezielt nach anderen Domains suchen.
Ein Tipp am Rande: Für einzelne Keywords und Suchanfragen kann man sich auch direkt einen Google Alert einrichten. Per E-Mail kann man sich dann entsprechend regelmäßig informieren lassen.

Off-Page Priorität 3) Content für Links

Grundsätzlich gilt das Prinzip: Nur mit den richtigen Inhalten bekommt man auch die richtigen Links. Doch was sind die richtigen Inhalte? Sicher, das ist von Branche zu Branche unterschiedlich. Doch wenn man mehr auf die Außensicht als auf die Innensicht setzt, dann steigen die Chancen. Deshalb ist es immer gut, sich in die Situation des potenziellen Link-Partners hineinzuversetzen und zu fragen:

• What`s in it for me?

Oder in Deutsch …

• Was habe ICH davon, wenn ich auf Dich verlinke?

An allen Ecken und Enden geht es um Aktualität und Relevanz. Schaut man sich bei der Konkurrenz um, dann kann man auch hier Links analysieren und herausfinden, welche Links was bringen (Top Page Analyse). Das geht sehr gut mit den kostenpflichtigen Lösungen von majestic.com (http://www.majestic.com) oder auch mit ahrefs.com (www.ahrefs.com).
Doch wie bei allen Maßnahmen gilt es auch hier: Nicht einfach nur nachbauen, sondern die dahinterstehenden Prinzipien verstehen und … es besser machen!

Beispiel: www.lehmanns.de/page/ebookratgeber

Dieses Beispiel zeigt sehr gut, wer auf diese Seite verlinkt. Zum einen geht es hier um einen echten Mehrwert für den User, denn er erhält eine Übersicht über E-Book-Ratgeber. Aktuell sind auf dieser Seite 14 Stadtbüchereien verlinkt. Doch das Potenzial ist hier sicherlich vierstellig. Das heißt, dieses Modell lässt sich gegebenenfalls aufgreifen, besser machen (wie auch immer) und dann über die Menge an potenziellen Linkpartnern skalieren.

Off-Page Priorität 3) Content für Links

Es lohnt sich immer, wertvollen, relevanten und aktuellen Content zu erstellen. Doch es gibt in der Praxis einige, nicht wissenschaftlich fundierte Prinzipien beim Content-Marketing:
1. Niemand hat auf neuen Content gewartet.2. Ohne Seeding nützt der beste Content nichts, bzw. die Leute da draußen müssen wissen, dass es das Angebot gibt.3. Lieber eine große Sache promoten, als zehn kleine.4. Niemand kann Garantien für Content Marketing geben, denn nichts passiert von alleine und das Meiste scheitert aus den unterschiedlichsten – teilweise nicht nachvollziehbaren – Gründen.

Alles in Kürze

Checkliste: On-Page

• Priorität 1 – Basics) Die Struktur der Website auf Suchbegriffe abstimmen, Inhalte optimieren, Hygienefaktoren umsetzen.

• Priorität 1 – Google-Richtlinien) Selten Potenziale, aber trotzdem lesen.

• Priorität 2 – Konkurrenten analysieren) Jährliche Analyse, gerade dann hilfreich, wenn es viele gute Sites gibt.

• Priorität 2 – Phrasen finden) Starkes Potenzial, Rituale helfen.

• Priorität 3 – Chancen-Keywords) Kann manchmal echte Potenziale liefern.

Checkliste: Off-Page

• Priorität 1 – Backlink Audit) Unbedingt machen, ist allerdings nur noch selten erforderlich, da Vieles schon in der Vergangenheit gemacht wurde.

• Priorität 1 – Broken Links) Einmal pro Halbjahr checken und fixen.

• Priorität 2 – Multiplizieren) Jährliche Analyse und ggf. die Strategie anpassen.

• Priorität 2 – Konkurrenten) Laufend analysieren, recht selten direkte Potenziale, aber viele gute Ideen, z.B. Pressearbeit, Verlinkungen, Inhalte etc.

• Priorität 3 – Content für Links) Wichtig, aber auch unsicher in Bezug auf Ergebnis, unbedingt loslegen, z.B. mit einem aufmerksamkeitsstarken Leuchtturm Projekt.

Fazit

Das Priorisieren der einzelnen SEO Maßnahmen ist nicht ganz einfach, erfordert Erfahrung und manchmal auch ein gutes Bauchgefühl. Doch an vielen Stellen gilt es, unentdeckte versteckte Potenziale freizulegen. Sicherlich reicht das alleine nicht mehr aus, um die Big-Player wie Amazon oder Idealo aus dem Rennen zu schlagen. Doch in passenden Nischen kann man sich mit dem richtigen Content gut positionieren – man muss nur loslegen.
Und ganz wichtig: Niemals die Basics vernachlässigen!

SEO Potenziale für die eigene Website finden und priorisierenSEO Potenziale für die eigene Website finden und priorisieren

Bei einer Website gibt es praktisch immer etwas zu tun. Doch womit fängt man idealerweise für SEO an, was ist wichtig und was kann man zunächst vernachlässigen – bzw. später umsetzen? Entdecke nachfolgend jeweils 5 Bereiche für die On-Page und Off-Page Optimierung mit einer entsprechenden Priorisierung.

3 Ansätze, um einzelne SEO Aufgaben zu priorisieren

Wie setzt man seine Prioritäten am besten? Nun, es kommt von Fall zu Fall darauf an. Zum einen: Was ist schnell umsetzbar– und verspricht entsprechend auch schnelle Ergebnisse? Zum anderen ist auch zu beachten, was ggf. ein hohes Schadenspotenzial hat und ob hier entsprechend schnell gehandelt werden muss. Letztlich gibt es keine optimale und universelle Lösung. Jeder Webmaster muss individuell entscheiden, welche On-Site oder Off-Site Maßnahmen zuerst in Angriff genommen werden müssen.

1. Suchvolumen

Zuerst geht es natürlich darum, das Suchvolumen für einzelne Keywords zu ermitteln. Hierbei sollte man für sich selbst entsprechende Kriterien festlegen, denn die einzelne Anzahl von Suchanfragen ist manchmal wichtig, aber nicht allesentscheidend. Hierbei kommt es jeweils auch auf den Page Rank an. Am Ende dienen die Zahlen mehr als Orientierung, um die eigenen Seiten zu bewerten und weitere Aufgaben festzulegen.

2. Conversion-Daten

Hierbei gilt es zu ermitteln, welche Keywords auf welchen Seiten wie konvertieren. Gegebenenfalls gilt es, entsprechend einzugreifen und Seiten zu optimieren. Wichtig dabei ist auch, dass Long-Tail-Suchbegriffe zwar eine gewisse Rolle spielen, zum Beispiel in Nischenbereichen, doch manchmal sind es auch nur einzelne Suchanfragen, die einmalig getätigt wurden. Am Ende musst Du herausfinden, welche Keywords wo am besten funktionieren, um weitere Aktionen anzustoßen.

3. Off-Page Bewertung

Ein drittes Kriterium zur Bewertung betrifft alles, was sich Off-Site abspielt. Hierbei geht es zum Beispiel um

• Domain-Popularität,

• Sichtbarkeit,

• Vertrauen, Besucherfrequenz usw.

An vielen Stellen braucht es hier einfach ein entsprechendes Bauchgefühl, um zu entscheiden, wie und wo die eigene Website idealerweise verlinkt sein soll.

Viele Meinungen – viele Entscheidungen

Nun haben wir drei unterschiedliche Kriterien, nach denen wir entscheiden können. Doch die Frage bleibt: Womit startet man am besten? Stellt man diese Frage zehn SEOs, dann erhält man hier naturgemäß zehn unterschiedliche Meinungen. Letztlich läuft alles darauf hinaus, die eigene Website On-Site und Off-Site zu analysieren, um dann aus der Erfahrung heraus zu bewerten, was gemacht werden muss. Deshalb sind die nachfolgenden Prioritäten auch mehr als Empfehlung zu verstehen:
On-Site Priorität 1) Die Basics umsetzen
Die Basics werden leider viel zu oft vernachlässigt: Hierbei geht es darum, jede einzelne Seite sowohl vom Inhalt als auch von der Seitenbeschreibung und -Meta-Beschreibung her so zu überarbeiten, dass jede einzelne Seite auf wenige relevante Keywords bzw. Keyphrasen hin optimiert wird.
Zudem geht es auch darum, die internen Verlinkungen zu optimieren bzw. die gesamte Struktur der Website auf entsprechende Keywords hin zu optimieren. Bei allem ist Duplicate Content zu bekämpfen und Markups sollten bewusst und zielführend eingesetzt werden.

Beispiel: Online-Shop

Bei einem Online-Shop bedeutet das zum Beispiel, dass die Startseite passt, für passende Rubriken einzelne übergeordnete Seiten existieren und die Produktseiten jeweils für das passende Produkt mit den richtigen Keywords optimiert sind. Gerade die Rubrikseiten sind wichtig, denn diese sollten auf generische Keywords hin optimiert werden. Der Seitentitel sollte zwischen 50 bis 60 Zeichen liegen; die Meta-Beschreibung der Seite sollte maximal 150 bis 160 Zeichen lang sein. Doch es gibt noch mehr zu beachten: Die H1-Überschrift sollte auch die Rubrik beschreiben, und ein inhaltlich starker Text sollte weitere wertvolle und relevante Informationen liefern.
Die Wirkung all dieser Details ist nicht zu unterschätzen, denn hier liegt oft ein riesiges Potenzial verborgen – was nur von wenigen Shops genutzt wird.
Hinweis: Auf der Website http://www.bloo.link/opcheckliste gibt es ein gesondertes Webinar zum Thema.

SEO-Tools

Um die eigene Website im Detail zu analysieren und zu durchleuchten, gibt es eine ganze Reihe von Tools und Angebote. Besonders hilfreich für die erste Analyse sind Werkzeuge wie …

• Screaming Frog SEO-Spider (https://www.screamingfrog.co.uk/seo-spider/) oder

• Sitebulb (https://sitebulb.com)

Diese Tools kann man direkt herunterladen und auf seiner eigenen Domain installieren. Andere Cloud-Lösungen sind zum Beispiel:
• Ryte (www.ryte.com)

• Sistrix Optimizer (https://www.sistrix.de) oder

• Audistro (https://audisto.com)

Diese Tools können einiges: So kannst Du zum Beispiel leicht zu lange oder zu kurze Seitentitel identifizieren, Meta Discriptions bewerten, die Klicktiefe und die interne Verlinkung durchleuchten und auf 404-er Fehler hinweisen bzw. Verlinkungen ermitteln. Doch andererseits können sie die Seitenstruktur nicht verstehen und sagen, ob es auch für alle Suchbegriffe eine entsprechende Seite gibt. Es wird nicht auf fehlende Markups hingewiesen, und auch bezüglich der Internationalisierung gibt es gewisse Probleme. Hier braucht es einen Fachmann, der sich die Seiten und Informationen genauer anschaut und bewertet.
Auf jeden Fall sollte man die Richtlinien von Google kennen – und sich entsprechend an diese auch halten. Die Google-Richtlinien für Webmaster findest Du hier:
• https://support.google.com/webmasters/answer/35769?hl=de
Diese Informationen dienen als zentrale Quelle und erläutern, was zu Abstrafungen oder Abwertungen führt.

Beispiel: Rendering

Die Aussage von Google zu diesem Thema:
„Damit Google die Inhalte Ihrer Website vollständig interpretieren kann, lassen Sie zu, dass alle Assets Ihrer Website gecrawlt werden, die das Rendern der Seite wesentlich beeinflussen können.“
Das bedeutet, dass Google die komplette Seite mit eigenen Ressourcen rendert, indem alle Assets der Seite heruntergeladen werden. Diesen Prozess kann man über die Google Search Console starten und erhält auch hier entsprechende Einklicke.

Beispiel: versteckte Texte

„Google ist in der Lage, HTML-Inhalte zu crawlen, die sich hinter Navigationselementen wie Tabs oder maximierbaren Bereichen verbergen. Wir […] sind der Ansicht, dass die wichtigsten Informationen in der Standard-Seitenansicht sichtbar sein sollten.“
Das bedeutet, dass man auf eingeklappte Texte verzichten sollte und relevante Texte nicht in Tabs platziert werden sollten. Doch diese Maßnahmen sind gerade für die Darstellung auf mobilen Endgeräten (Smartphones) interessant, um eine optimale User Experience zu gewährleisten. Da Google mehr und mehr auf den Mobile-First-Index setzt, ist zu erwarten, dass sich hier an diesem Punkt in naher Zukunft einiges ändern wird.

Beispiel: Nofollow-Links

„Ergreifen Sie angemessene Maßnahmen, um sicherzustellen, dass sich Werbelinks auf Ihren Seiten nicht auf das Suchmaschinen-Ranking auswirken. Verhindern Sie zum Beispiel mithilfe von robots.txt oder rel=“nofollow“, dass Werbelinks gecrawlt werden.“
Konkret bedeutet das: Wer ausgehende Links nicht kontrollieren kann oder für die Links Geld eingenommen hat, der sollte somit immer Nofollow-Links setzen.

Beispiel: Unique Content

Unique Content ist extrem wichtig. Es sollte daher vermieden werden, eine Website ohne oder nur mit wenig eigenem Content zu erstellen. Eines ist klar: Unique Content ist noch immer King. Duplicat Content ist allerdings (in Maßen) kein Problem.

Beispiel: Markup

Missbrauch von Rich Snippet-Markups sollte in jedem Fall vermieden werden. Markups sind toll, doch diese müssen sich immer direkt auf die jeweilige Seite beziehen. Ein Markup für Produktbewertungen gehören somit auf die jeweiligen Produktseiten – nicht auf die Rubrikseiten. Markups für die Shop-Bewertung gehören auf die Startseite – nicht auf Unterseiten.

On-Site Priorität 2) Konkurrenten analysieren

Eine wichtige Frage ist natürlich auch immer, wofür Wettbewerber gerankt werden und an welchen Stellen es bei der eigenen Website Handlungsbedarf gibt. Um hier einen Einblick zu bekommen, kann man auf SEO-Tools wie Sistrix oder SemRush setzen. Für die Konkurrenzanalyse sind diese Tools kostenpflichtig. Eine kostenfreie Version ist mit einem solchen Funktionsumfang nicht verfügbar bzw. zu derzeitigem Stand nicht bekannt (Angabe ohne Gewähr).
Mit diesen Tools bekommt man einen guten Einblick. So lässt sich herausfinden, mit welchen Suchbegriffen die Konkurrenz gefunden wird und an welchen Punkten es bei dem eigenen Angebot Handlungsbedarf gibt. Einzelne Suchbegriffe kannst Du so mit der Website abgleichen und ermitteln, was da konkret passiert bzw. gemacht wird. So lässt sich zum Beispiel herausfinden, dass auf einen speziellen Ratgeberbereich verlinkt wird, der für den User aktuelle und relevante Informationen bereithält. Das bedeutet in der Praxis aber auch, dass es nicht nur um einzelne Keywords, sondern auch um das dahinterstehende Angebot geht.
Mit welchen Inhalten lassen sich bestimmte Keywords ansprechen?
Angebote wie Ratgeber, Übersichten, Vergleiche oder Glossare sind wertvoller Content für User, um mehr Informationen zu einem bestimmten Thema zu bekommen. Aber auch einzelne Artikel, Magazine, Blogs usw. liefern wichtigen Content und sollten entsprechend auch genutzt und ausgespielt werden. Gegebenenfalls sollten einzelne Bereiche auch mit eigenen Sub-Domains genutzt werden, um hier ein besseres Ranking zu erzielen.

Keywordphrasen für Suchanfragen finden

Vom Prinzip her kann man sehr gut auf ein Keyword A ranken, manchmal auch auf ein Keyword B. Doch warum nicht auf die Keyword-Kombination A B? Heute bestehen die meisten Suchanfragen aus 2 oder 3 Wörtern. So kann man zum Beispiel nach „Palettenregale“ suchen. Das ist ein generisches Keyword, gegebenenfalls mit einer entsprechenden Dichte an Suchanfragen und einem entsprechend hohen Wettbewerb. Doch vielleicht ist eine Keyword-Kombination für die eigene Positionierung attraktiver, zum Beispiel „Pallettenregale Außenbereich“.
In der Google Search Console kann man die Suchbegriffe ermitteln. Mit dem Keyword Planer von Google oder über keywordtool.io (https://keywordtool.io) kann man entsprechende Suchvorschläge erhalten und weitere Inhalte planen. Hierbei gilt es außerdem zu hinterfragen, ob man auch für die wichtigsten Suchbegriffe schon für den User relevanten Content besitzt. Wenn nein, dann ist zu überlegen, ob man hier entsprechende Inhalte produziert.
Doch Achtung: In früheren Zeiten hat man gerne für 100 Keywords auch entsprechend 100 Seiten aufgesetzt. Heute macht man das nicht mehr und setzt vielmehr auf Holistic Content. Das heißt, die Produktion von Content sollte mit Augenmaß erfolgen, so dass zusammenhängende Keywords und Keywordphrasen mit entsprechendem Content auf einer Seite gemeinsam behandelt werden.

On-Site Priorität 3) Chancen-Keywords

Bei manchen Keywords landet man bei den Suchergebnissen auf der zweiten Seite, also auf den Plätzen 11 bis 20. Bei starken Keywords sind es auch schon mal die Plätze 6 bis 10. Nun ist die Frage, was hier im Einzelnen unternommen werden kann. Diese Keywords sind oftmals Chancen-Keywords, bei denen man mit kleinen Optimierungen, einem Angebot auf einer separaten Seite und mit entsprechendem Content einiges bewegen kann. Auch hier gibt die Google Search Console Auskunft, wenn man im entsprechenden Bereich den Haken setzt und einen Zeitraum auswählt. Aktuell sind das noch immer maximal 90 Tage.
Letztlich geht es darum, die Daten für Chancen-Keywords zu ermitteln, als Datei für die Tabellenkalkulation zu exportieren und dann entsprechend zu priorisieren, zum Beispiel auf Suchvolumen oder Conversion Rate.

Zwischenfazit On-Page-Optimierung

On-Page lässt sich einiges bewegen, doch am Ende läuft alles auf drei einzelne Maßnahmen hinaus, um das eigene Ranking zu verbessern:
1. Mehr Text,

2. besseren Text für die passenden Suchanfragen (einzelne Keywords,

3. Keyword-Kombinationen und Keyword-Phrasen), interne Verlinkungen und externe Links.

Sicherlich gibt es noch weitere Maßnahmen, doch für den Start sind das die wichtigsten Punkte.
Off-Site Priorität 1) Backlink Audit
Die Verlinkung auf andere Websites ist immer noch wichtig, doch die Frage ist: Verstoßen Links auf der eigenen Website eventuell gegen Google-Richtlinien?
Wenn ja, dann sollten diese von der Website genommen bzw. für Google für ungültig erklärt werden (Disavowen, https://www.google.com/webmasters/tools/disavow-links-main). Einzelne Links können als ungültig erklärt werden, aber auch ganze Domains. Das ist zwar die Holzhammer-Methode – und weniger ein Präzisionsinstrument – doch manchmal ist es der bessere Weg, gesamt Domains auszuschließen, als nur einzelne Seiten.

Was zeichnet schlechte Links aus?

Zuerst macht man den „Smell Check“ und schaut, wie der Link „riecht“. Hierbei spielen letztlich drei Fragen eine entscheidende Rolle:

• Hätte dieser Link auch ohne finanzielle Zuwendung entstehen können?

• Stammt der Link von einer echten Website?

• Wie sieht der Ankertext aus?

Nun kann man auf eine algorithmische Bewertung setzen, um Links automatisiert zu bewerten oder alle Links werden manuell durchsucht. Bei der algorithmischen Bewertung kann man auf Tools wie Detox Screener (http://www.linkresearchtools.de/tools/dtox/) setzen. Doch aus der Praxiserfahrung heraus ist eine manuelle Prüfung meist besser.
Bezüglich der Ankertext-Analyse sollten in der Top 10 keine Suchbegriffe vorhanden sein. Mit den Tools von Majestic (http://www.majestic.com) kann man hier seine eigene Website kostenfrei überprüfen.
Neben der Qualität der Links gilt es auch zu überprüfen, ob es Broken Links gibt – also Links, die ins Nirgendwo führen. Das sind die typischen 404-Fehler oder 410-Fehler. Diese sollten mit einer 301-Umleitung „repariert“ werden, so dass diese nicht mehr ins Leere laufen. Auch hier helfen die Tools von Majestics. Man kann sich eine entsprechende Liste downloaden, die dann wieder mittels Excel bearbeitet werden kann.

Off-Page Priorität 2) Bestehende Links multiplizieren

Die eigene Website ist in den meisten Fällen schon gut vernetzt. Doch bei den externen Links gibt es noch immer viel Potenzial. Schaut man sich die eigenen Links genauer von außen an, dann sollte man sich an dieser Stelle drei Fragen stellen:

• Wer verlinkt?

• Warum wird verlinkt?

• Wie bekommt man noch mehr Links vom gleichen Typ?

Genau darum geht es: Wie kann man mehr Links vom gleichen Typ bekommen?

Beispiel: Hotel

Es gibt mehrere Gründe, warum auf ein Hotel verlinkt wird. Eventuell handelt es sich um ein Seminarhotel, das auf entsprechenden Seiten auftaucht. Oder das Hotel taucht auf Portalen mit Hotelübersichten oder wird in Veranstaltungskalendern genannt.
Denkt man etwas darüber nach, dann gibt es eine Vielzahl von guten Gründen, um auf ein Hotel direkt zu verlinken. Das bedeutet in der Praxis, dass man sich als Websitebetreiber eine Strategie überlegen muss, wie man systematisch und regelmäßig verlinkt wird. Letztlich geht es darum, hier einen entsprechenden automatischen Prozess aufzusetzen, um zum Beispiel Stammkunden zu beobachten oder bei Vertragsunterschrift für Veranstaltungen auch gleich einen Link mit anzuregen.

Off-Page Priorität 2) Konkurrenz beobachten

Sicher … auch der Wettbewerb hat gute Ideen. Allerdings geht es hier in erster Linie um Online-Wettbewerber. Wobei man hier die Big-Player durchaus ignorieren kann, denn diese werden meist aufgrund ihrer Größe besser platziert. Doch die guten Anregungen findet man in der zweiten Reihe. Hier gilt es zu analysieren, welche Backlinks es im Einzelnen gibt und was man selbst besser machen kann.
Allerdings ist hier das Ziel, nicht einfach nur Links blind nachzubauen. Es ist besser, eine eigene skalierbare Strategie zu entwickeln und zu etablieren. Hat man entsprechende Kandidaten identifiziert, mit denen man sich verlinken möchte, ist die Kontaktaufnahme relativ einfach mit der Frage:
„Was muss ich bieten, damit Du auf mich verlinkst?“
Ideal sind zum Beispiel Blogs, die man via Suche auf Google mit …

• intext:KEYWORD inurl:blog

finden kann. In diesem Fall wird nach einem Bestimmten KEYWORD ausschließlich in Domains gesucht, in deren Domainnamen das Wort BLOG mit enthalten ist (z.B. auch als Sub-Domain). Mit dieser Suche und anderen Bestandteilen (in der URL) kann man auch gezielt nach anderen Domains suchen.
Ein Tipp am Rande: Für einzelne Keywords und Suchanfragen kann man sich auch direkt einen Google Alert einrichten. Per E-Mail kann man sich dann entsprechend regelmäßig informieren lassen.

Off-Page Priorität 3) Content für Links

Grundsätzlich gilt das Prinzip: Nur mit den richtigen Inhalten bekommt man auch die richtigen Links. Doch was sind die richtigen Inhalte? Sicher, das ist von Branche zu Branche unterschiedlich. Doch wenn man mehr auf die Außensicht als auf die Innensicht setzt, dann steigen die Chancen. Deshalb ist es immer gut, sich in die Situation des potenziellen Link-Partners hineinzuversetzen und zu fragen:

• What`s in it for me?

Oder in Deutsch …

• Was habe ICH davon, wenn ich auf Dich verlinke?

An allen Ecken und Enden geht es um Aktualität und Relevanz. Schaut man sich bei der Konkurrenz um, dann kann man auch hier Links analysieren und herausfinden, welche Links was bringen (Top Page Analyse). Das geht sehr gut mit den kostenpflichtigen Lösungen von majestic.com (http://www.majestic.com) oder auch mit ahrefs.com (www.ahrefs.com).
Doch wie bei allen Maßnahmen gilt es auch hier: Nicht einfach nur nachbauen, sondern die dahinterstehenden Prinzipien verstehen und … es besser machen!

Beispiel: www.lehmanns.de/page/ebookratgeber

Dieses Beispiel zeigt sehr gut, wer auf diese Seite verlinkt. Zum einen geht es hier um einen echten Mehrwert für den User, denn er erhält eine Übersicht über E-Book-Ratgeber. Aktuell sind auf dieser Seite 14 Stadtbüchereien verlinkt. Doch das Potenzial ist hier sicherlich vierstellig. Das heißt, dieses Modell lässt sich gegebenenfalls aufgreifen, besser machen (wie auch immer) und dann über die Menge an potenziellen Linkpartnern skalieren.

Off-Page Priorität 3) Content für Links

Es lohnt sich immer, wertvollen, relevanten und aktuellen Content zu erstellen. Doch es gibt in der Praxis einige, nicht wissenschaftlich fundierte Prinzipien beim Content-Marketing:
1. Niemand hat auf neuen Content gewartet.2. Ohne Seeding nützt der beste Content nichts, bzw. die Leute da draußen müssen wissen, dass es das Angebot gibt.3. Lieber eine große Sache promoten, als zehn kleine.4. Niemand kann Garantien für Content Marketing geben, denn nichts passiert von alleine und das Meiste scheitert aus den unterschiedlichsten – teilweise nicht nachvollziehbaren – Gründen.

Alles in Kürze

Checkliste: On-Page

• Priorität 1 – Basics) Die Struktur der Website auf Suchbegriffe abstimmen, Inhalte optimieren, Hygienefaktoren umsetzen.

• Priorität 1 – Google-Richtlinien) Selten Potenziale, aber trotzdem lesen.

• Priorität 2 – Konkurrenten analysieren) Jährliche Analyse, gerade dann hilfreich, wenn es viele gute Sites gibt.

• Priorität 2 – Phrasen finden) Starkes Potenzial, Rituale helfen.

• Priorität 3 – Chancen-Keywords) Kann manchmal echte Potenziale liefern.

Checkliste: Off-Page

• Priorität 1 – Backlink Audit) Unbedingt machen, ist allerdings nur noch selten erforderlich, da Vieles schon in der Vergangenheit gemacht wurde.

• Priorität 1 – Broken Links) Einmal pro Halbjahr checken und fixen.

• Priorität 2 – Multiplizieren) Jährliche Analyse und ggf. die Strategie anpassen.

• Priorität 2 – Konkurrenten) Laufend analysieren, recht selten direkte Potenziale, aber viele gute Ideen, z.B. Pressearbeit, Verlinkungen, Inhalte etc.

• Priorität 3 – Content für Links) Wichtig, aber auch unsicher in Bezug auf Ergebnis, unbedingt loslegen, z.B. mit einem aufmerksamkeitsstarken Leuchtturm Projekt.

Fazit

Das Priorisieren der einzelnen SEO Maßnahmen ist nicht ganz einfach, erfordert Erfahrung und manchmal auch ein gutes Bauchgefühl. Doch an vielen Stellen gilt es, unentdeckte versteckte Potenziale freizulegen. Sicherlich reicht das alleine nicht mehr aus, um die Big-Player wie Amazon oder Idealo aus dem Rennen zu schlagen. Doch in passenden Nischen kann man sich mit dem richtigen Content gut positionieren – man muss nur loslegen.
Und ganz wichtig: Niemals die Basics vernachlässigen!