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Employee Generated Content gewinnbringend einsetzen

Employee Generated Content gewinnbringend einsetzen

Lesezeit: 13 Min | Autor: Alexander Hein | 0 Kommentare

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Sicher hast Du schon einmal von User Generated Content gehört. Aber kennst Du auch Employee Generated Content? Teile mit Deiner Community, was Dein Unternehmen zu bieten hat und lass Dein Wertvollstes zu Wort kommen: Deine Mitarbeiter

Sehen die meisten Unternehmen-Websites nicht alle gleich aus? Bilder des Firmensitzes in strahlendem Sonnenschein, ebenso freudige Teamfotos und stets dieselben Floskeln. Nutze stattdessen die Kreativität Deiner Mitarbeiter und lasse sie Content gestalten, der Dich von Deiner Konkurrenz abhebt und den zukünftigen Bewerbern zeigt, den richtigen Ort für ihre Karriere zu finden.

Es lohnt sich einen Blick auf die spannendsten Formate und Inhalte für Employee Generated Content zu werfen und wie Du diese gewinnbringend einsetzen kannst.

Aber zunächst ein paar Worte zu den Gründen, die für und gegen Employee Generated Content sprechen. Je nach Unternehmen findest Du viele Einwände, aber diese sind egal, wenn Du Dir mal die Argumente anschaust, die für Employee Generated Content sprechen.

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„People buy from people“ heißt es im Englischen so schön. Menschen schaffen Nähe, erzählen Stories und geben letztlich Deinem Unternehmen ein Gesicht. Wer sonst kann besser die Werte verdeutlichen – für die Dein Unternehmen steht – als die Menschen, die dafür arbeiten.

Du siehst, es besteht eine große Nähe zum Personal Branding. Und dies ist bei Employee Generated Content durchaus gewollt. Denn wer steht mehr für Deine Marke als Dein Team? Schaue doch einmal auf den Twitter Kanal von Tesla und nun auf den von Elon Musk. Tesla hat ungefähr nur ein Fünftel der Follower. Mach Dein Team zu Deiner Marke. Zu einer unverwechselbaren Marke! Nutze Die Chancen von Employee Generated Content.

Selbstverständlich solltest Du, bevor Du Dich Formaten und Inhalten widmest, eine vernünftige Planung erstellen. Wichtige Bestandteile davon sind ein Redaktionsplan mit Verantwortlichkeiten bei der Content-Produktion, eine klare Zieldefinition darüber, was Du mit Employee Generated Content eigentlich erreichen willst und natürlich eine ausreichend umfassende Recherche für die Themen und über Deine Zielgruppen.

Authentizität – Die goldene Regel des Employee Generated Content

Aber die wichtigste Frage, die es im Vorfeld zu klären gilt, ist die Art und Weise, wie Du Deine Mitarbeiter in Szene setzen willst und wie sie daran teilhaben sollen. Guter Employee Generated Content funktioniert nur dann, wenn Deine Mitarbeiter wirklich jeden Schritt im Content-Prozess auch wirklich begleiten und selbst gestalten dürfen. Wie gesagt, es geht um Employee Generated Content und nicht um herkömmliche Image-Geschichten, wie Teamfotos etc.

Die goldene Regel beim Employee Generated Content: Lass Dein Team für sich sprechen. Nur so bewahrst Du einen gewissen Charme und die notwendige Authentizität für erfolgreichen Employee Generated Content.

Lass Dein Team teilhaben

Und genauso wie Du Dein Team für sich sprechen lassen solltest, ist es ebenso entscheidend, ihnen beim Projekt Employee Generated Content vollends zu vertrauen. Das Stichwort Authentizität kann nicht oft genug betont werden. Sei Dir bewusst, dies ist das bestimmende Merkmal, ob sich später Deine User und Deine Community letztlich für Deinen Employee Generated Content begeistern können.

Lass Deine Mitarbeiter nicht bloß am Projekt teilhaben, gewähre ihnen die Freiheit Eigeninitiative zu zeigen, selbstständig Ideen zu entfalten und mal spontan sein zu dürfen.
Aber am wichtigsten ist: sich mit Freude an das Thema Employee Generated Content zu wagen. Harmonie während der Content Produktion sorgt für wahrhaftige Ausstrahlung bei der Veröffentlichung jenes Contents.

Schließlich soll doch Dein Employee Generated Content tatsächlich etwas über Dich, Dein Unternehmen und Dein Team aussagen. Content, der wirkt, als hättest Du Dein Team erst dazu überreden müssen, sorgt für wenig Aufmerksamkeit und wenn, dann wohl nicht die Art von Aufmerksamkeit, die Du Dir erhofft hattest.

Daher die zweite goldene Regel für Employee Generated Content: Lass Dein Team daran teilhaben!

Die Wahl der richtigen Formate

Wie bei jedem Content, solltest Du Dir vorab und während der Planung ein paar Gedanken über die Formate und Kanäle für Deinen Employee Generated Content machen. Generell gibt es hier keine große Unterscheidung zum herkömmlichen Content Marketing.

Beantworte am besten ein paar der üblichen W-Fragen, wie:

  • Wo willst Du Deinen Content veröffentlichen?
  • Wo befinden sich Deine Zielgruppen?
  • Welche Zielgruppen möchtest Du überhaut ansprechen?
  • Welche Arten an Content bevorzugen Deine Zielgruppen?
  • Wie erfolgt die Ansprache an Deine Community?
  • Welche Ziele willst du mit Employee Generated Content erreichen?

Schon eine erste Beantwortung dieser Fragen gibt genug Ideen für gelungenen Employee Generated Content. Notiere Deine Antworten und die Deiner Mitarbeiter und es ist an der Zeit, den ersten Content zu produzieren.

Es gibt so viele Formate und Kanäle, die Du bedienen kannst, von daher ist besonders zu Beginn ratsam, sich zunächst auf bestimmte Formate und Channels festzulegen. Der Vorteil, oft geben ein Channel oder eine Plattform schon vor, welches Content Format sich darauf am besten eignet.

Wohl mit die bedeutendste dieser sogenannten W-Fragen: welche Ziele verfolgst Du? Sieh Employee Generated Content nicht als Pflichtübung an, mal wieder eine Content-Spielart aufzugreifen, weil es andere auch tun. Nein, sieh die Chance, Dein Unternehmen greifbar zu machen.

Für Deine User bietet sich die Gelegenheit Dich und Deine Mitarbeiter endlich aus der Nähe kennenzulernen. Employee Generated Content erzeugt Vertrauen und zeigt den Wesenskern Deines Unternehmens. Employee Generated Content stellt Dich vor die Frage, für was Dein Unternehmen eigentlich steht? Und diese Frage musst Du heutzutage unweigerlich beantworten.

Die Antwort jedoch liegt nahe: Es ist nicht das Produkt, genauso wenig ist es Deine Marketingstrategie. Die Menschen, die mit Dir gemeinsam arbeiten, sind der Kern Deines Unternehmens. Dieser Kern ist Deine Botschaft, die Du über Employee Generated Content mit Deinen Partnern, Kunden und Deiner Community teilen wirst. Es ist nun an Zeit, diese Botschaft über ausgesuchte Channels und Formate zu vermitteln.

Channels und Formate für Deinen Employee Generated Content

Employee Generated Content unterscheidet sich zumindest, was Planung und Erstellung betrifft, kaum von anderen Content-Arten. Je nachdem für was Du Dich entscheidest, müssen Bilder geschossen werden, Videos gedreht und Texte geschrieben werden. Eigentlich das gewohnte Content Arsenal.

Der große Unterschied ist der Inhalt. Es sollte immer verständlich sein, Employee Generated Content ist nicht Content, der Deine Mitarbeiter zum Inhalt hat, sondern Content, den Deine Mitarbeiter erstellen und in dem sie ihre ganz eigene Perspektive darlegen.

Daher fällt die Wahl der Formate und Channels sehr leicht aus. Nimm die Formate und Plattformen, für die sich Deine Mitarbeiter selbst entscheiden. Der beste Platz für Employee Generated Content ist dort, wo sich Dein Team am wohlsten fühlt, Content von sich zu zeigen und zu platzieren.

Es ist soweit, Zeit für Dich und Dein Team, passende Ideen für Employee Generated Content zu finden. Es gibt so viele Arten für gute Inhalte Deines Employee Generated Content, dass die Auswahl, vor allem zu Beginn, vielleicht gar nicht so schwer ist.
Daher konzentriere Dich doch auf das Naheliegende beim Employee Generated Content: Einfach sich selbst treu bleiben.

Blog

Dein Team schreibt gerne? Dann ist doch ein Blogbeitrag genau der richtige Einstieg für Dich ins Thema Employee Generated Content. Du hast noch keinen Blog auf Deiner Unternehmensseite?
Perfekt – Damit ist Employee Generated Content nicht nur der Startpunkt für Dich, Dein Team als Botschafter Deines Unternehmens zu präsentieren, Du bist zugleich einen Schritt weiter den Platz zu finden, um Deinen Content Deiner Community und Deinen Usern vorzustellen.

Für Employee Generated Content ist ein Blog beides: Eine eigene Plattform für Deinen Content und der Ort, an dem Deine Community Dein Team kennenlernen wird.

Einfälle für Deinen ersten Blogbeitrag hast Du problemlos beisammen. Führe ein Interview mit besonderen Mitgliedern aus dem Team, gebe einen Einblick in die tägliche Arbeit oder schreibe eine interessante Zusammenfassung in die Aufgabenbereiche, für die Dein Unternehmen derzeit Bewerber sucht und stelle nicht nur die reinen Tätigkeiten vor, sondern zeige, mit wem die Bewerber zukünftig zusammenarbeiten werden.

Das Blog als Teil deiner Marke

„Du bist eine Marke“ ist für viele nur ein flapsiger Ausspruch, der in einem anderen Kontext allerdings eine Besonderheit beinhaltet – nämlich die Unterscheidung von anderen.

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Diese Beiträge begleitest Du am besten mit passenden Social Media Postings. Übrigens, ein Blogbeitrag ist ebenfalls ein hervorragender Ausgangspunkt für die Distribution Deines Contents. Du könntest ein Thema, welches Du in Deinem letzten Blogbeitrag anschneidest, in einem weiteren Beitrag vertiefen oder Du teilst Deinen Blogbeitrag in mehrere kleinere Beiträge für Social Media Postings auf, als Appetithäppchen und Hinweis an Deine Community, doch mal auf Deiner Website vorbeizuschauen und Deinen neuen Employee Generated Content zu entdecken.

Zeit für ein Interview? Für Employee Generated Content immer doch!

Ein altbekanntes Format neu gedacht: das Interview. Nein, wir reden hier nicht von einem belanglosen und langweiligen Interview, wie es leider viel zu viele „Über-uns“-Seiten von Unternehmen ziert. Hier geht es darum, Deiner Community etwas Spannendes zum Lesen, Sehen und Hören zu bieten.

Ein Interview mit und von Deinem Team ist mehr als eine Unterseite auf Deiner Website. Es ist ein Ort, an dem Du für Deinen Employee Generated Content darlegst, was wirklich in Deinem Unternehmen so geschieht. Nicht Deine Mitarbeiter kommen zu Wort, sie melden sich zu Wort. Sie erzählen, was sie eigentlich im Unternehmen tun, was ihre Aufgaben sind und am wichtigsten, sie sagen, wer sie sind.

Schließlich sind sie das wahre Herzstück Deines Unternehmens. Verzichte auf oberflächliche Fragen und nutze das Format Interview, um echte Geschichten von echten Menschen zu erzählen.

Der Vorteil dieses Format ist es, dass Du es für viele Channels aufbereiten kannst. Du kannst ein Interview als schriftlichen Beitrag für Deinen Blog aufsetzen oder Du drehst ein Video-Interview für Video-Plattformen oder für Social Media. Selbstverständlich lassen sich einzelne Ausschnitte daraus ebenfalls für Storyfunktionen und Feed-Postings verwenden.

Oder Du nimmst ein Interview für einen Podcast auf. Wie bei jedem Content gilt, wähle die Formate und Kanäle, welche am besten zu Deiner Botschaft und zu Deinem Team passen.

Podcast

Ein Format, wie geschaffen, um Menschen zu Wort kommen zu lassen: Podcasts. Hast Du schon mal über einen unternehmenseigenen Team-Podcast für Deinen Employee Generated Content nachgedacht?

Darüber nachzudenken, ist auf jeden Fall ein willkommener Anlass zu überlegen, welche Geschichten Du und Dein Unternehmen eigentlich erzählen könnt. Egal, ob Du hauptsächlich im B2B oder B2C tätig bist, Dein unternehmerischer Alltag hält sicher spannende Stories parat.

Sie müssen nur gefunden und angemessen erzählt werden. Was würde sich dafür besser eignen, als ein regelmäßiger Podcast mit lebhaften Inhalten. Und wer verleiht Deinem Unternehmen mehr Leben als Deine Mitarbeiter? Du siehst Ideen für guten Employee Generated Content zu finden, ist gar nicht so schwer. Die besten Geschichten liegen direkt vor Dir. Es ist an der Zeit, Deine Mitarbeiter einen Podcast aufnehmen zu lassen.

Hierfür hast Du sicher viele interessierte Erlebnisse aus Deinem unternehmerischen Alltag. Gab es mal ein besonders spannendes Projekt für einen B2B-Kunden? Dann lass es Deine Mitarbeiter erzählen. Oder welche Rolle spielt Social Media Marketing für Dein B2C Geschäft und was kann Dein Team dazu erzählen? Wie sieht ihr Alltag auf den Social Media Channels aus? Wie sprechen Sie mit der Community? Viele gute Fragen, die noch bessere Geschichten ergeben. Gerade ein Podcast ist ein vorzügliches Format, um in einer vertraulichen Atmosphäre von Gespräch und Zuhören solche Einblicke zu geben.

Das Social Media Profil für Deinen Employee Generated Content

Aber Social ist nicht nur ein gutes Thema für den Inhalt Deines Employee Podcasts. Nutze doch selbst die Möglichkeiten von Social Media für Deinen Employee Generated Content.

Sicher hast Du schon auf den gängigen Plattformen ein Profil für Dein Unternehmen eingerichtet. Aber hast Du mal an ein Profil für einen Social Media Corporate Influencer gedacht? Also einen Mitarbeiter, um fleißig Neues, Spannendes und Informatives aus Deinem Unternehmen zu posten.

Idealerweise ist der Inhalt dieses Profil angepasst an die Ziele, die Du mit Employee Generated Content erreichen willst. Suchst Du über Social Media neue Bewerber? Dann gibt der Social Media Corporate Influencer ihnen einen aufschlussreichen Einblick in das Unternehmen und zeigt Verständnis und Aufmerksamkeit für die Perspektive von Bewerbern.

Ist Social Media für Dich vor allem ein Mittel, um neue Kontakte für Dein B2B Business aufzubauen. Dann ist ab sofort Dein Social Media Corporate Influencer Dein erster Networker. Auf dem Profil kannst Du wunderbar Storytelling betreiben und Deinen B2B Kontakten anschauliche Geschichten aus bisherigen und aktuellen B2B Kooperationen erzählen.

Was Storytelling ist und wie es Dein Business revolutionieren kann

Es war einmal… (in Deinem Business)? Diese alte Märchenfloskel dürfte wohl jedem im Gedächtnis sein. Doch mal im Ernst: Was hat Storytelling mit Business zu tun und warum sollte man Geschichten überhaupt erzählen, um etwas zu verkaufen?

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Beachte aber, selbstverständlich Content und keine Werbung auf dem Profil des Corporate Influencer zu veröffentlichen. Es geht nicht darum, Dein Unternehmen oder Dein Produkt zu bewerben, sondern, dass Du Möglichkeiten schaffst, für Deine Community mit echten Menschen aus Deinem Unternehmen auf Social Media kommunizieren zu können.

Was Dein Unternehmen so macht, dafür gibt es genug andere Formate und Wege zur Platzierung. Dein Corporate Influencer jedoch, zeigt was sie oder er in Deinem Unternehmen erleben. Ein großer Unterschied, der aber Deiner Community tolle Einblicke in Dein Unternehmen gewährt. Ein Corporate Influencer vermittelt auf diesem Weg Außenstehenden beachtenswerte Einsichten in Deine Unternehmenskultur.

Wie es um diese bestellt ist, interessiert insbesondere junge Bewerber, die eben nicht nur die harten Fakten über Dein Unternehmen wissen wollen, sondern auch Interesse daran haben, in einem ansprechenden und fördernden Umfeld zu arbeiten. Auf dem Profil Deines Corporate Influencers finden sie die Antwort.

Fazit

Es gibt viele gute Gründe, warum Du Employee Generated Content mit in Dein Marketing-Portfolio aufnehmen solltest. Aber der wichtigste Grund ist, über diesen Content kannst Du das Wertvollste in Deinem Unternehmen zu Wort kommen lassen: Dein Team.

Daher beachte bei der Erstellung von Employee Generated Content stets: Es geht hier nicht um herkömmliche Markenkommunikation, sondern es treten die Menschen hinter der Marke hervor. Hier sprechen ausschließlich echte Personen mit echten Persönlichkeiten. Nutze diese Chance und zeig Deiner Community, welch tolle Stories Deine Mitarbeiter zu erzählen haben.

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