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Influencer-Marketing auf YouTube – So funktioniert‘s

Influencer-Marketing auf YouTube – So funktioniert‘s

Lesezeit: 8 Min | Autor: Laura Nowak

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YouTube hat sich schon vor einigen Jahren in der jüngeren Zielgruppe als TV-Alternative etabliert. So bietet diese Plattform für Marken eine Bandbreite an Werbemöglichkeiten. YouTube ist eine passive Online-Erfahrung, was jedoch die jungen Konsumenten nicht abhält, Videos zu schauen.

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Warum solltest Du YouTube als Influencer-Marketing-Kanal nutzen?

YouTube bietet Marketern eine der größten Online-Plattformen, die von Menschen bedient wird, denen ihre Zuschauer vertrauen. Neben der zunehmenden Bedeutung von Influencern hat die Verbreitung von Video-Content an Bedeutung gewonnen. YouTube ist der einzige Social-Media-Kanal, bei dem man Teil einer wirklich ausführlichen Produktdemonstration sein kann. Auf Instagram kann man sich schöne Bilder anschauen oder kurze Clips, jedoch gibt es bei Weitem nicht die Möglichkeiten, ein Produkt so wie auf YouTube darzustellen.

Auf YouTube tummeln sich Menschen aller Altersklassen. Als Marke wirst Du aber primär die Millennials und Gen Z antreffen und erreichen. Viele dieser jungen Menschen wirst Du durch YouTube besser erreichen können als via TV. YouTube ist der Kanal, der dem TV wohl am nächsten ist. Marken können auch hier eine „Sendezeit“ auf einem Kanal zu einer bestimmten Uhrzeit und einer vereinbarten Darstellung buchen.

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So funktioniert die Werbung in der Praxis

Es gibt viele Möglichkeiten auf YouTube, mit einem Influencer zu werben. Die Entscheidung, welches Werbeformat man wählt, sollte im Einklang mit dem Sales-Status sein, in dem man sich als Marke aktuell befindet.

Produkteinführung

Solltest du als Marke Dein Produkt in einer neuen Zielgruppe einführen und dies ausführlich tun wollen, ist YouTube der perfekte Kanal für Dich. In sogenannten Review-Videos können die Influencer über ihre Erfahrungen mit dem Produkt erzählen. Eine weitere Möglichkeit ist es, dass der Influencer die Verwendung des Produkts im Video zeigt. Durch spannenden Video-Content kannst Du es als Marke schaffen, den direkten Einstieg bei Deiner Wunsch-Zielgruppe zu erzielen.

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Hauls

Haul kommt aus dem Englischen und bedeutet „Ausbeute“. In diesen Videos reden die YouTuber über ihre neuesten Errungenschaften. Präsentiert werden selbst gekaufte Produkte oder Werbe-Deals. Die Influencer erklären in den Videos, warum genau sie sich für diese Produkte entschieden haben und was sie an diesen Produkten schätzen. Am bekanntesten sind die Hauls sicherlich bei den weiblichen Influencern, die in den sogenannten Hauls ihre neuesten Kosmetikerrungenschaften vorstellen. Auch Marken wie z. B. L’Oréal schicken regelmäßig ihre Produkte an die Influencer. An welche Influencer, ist jedoch ein Geheimnis der Marken, da sie sich die Authentizität der Influencer bewahren wollen.

Branding-Kampagnen

In diesen Videos wird ein einzelnes Produkt oder eine Marke vorgestellt. Die Schwierigkeit besteht hier, dass das Video nicht zu werbelastig wird. Der Influencer möchte natürlich ungern seine Community verlieren, denn die meisten Menschen entscheiden sich nicht dafür, freiwillig Werbung zu sehen. Hier sollte man auch als Marke vorsichtig sein, damit die Werbung keinen negativen Seiteneffekt hat.

Gewinnspiel- und Wettbewerbskampagnen

Wer liebt sie nicht? Gewinnspiele schaffen es immer, das Engagement in den Sozialen Medien nach oben zu katapultieren. Der Kanal YouTube ist nicht anders als die anderen Kanäle. Für Marken ist die Möglichkeit eines Gewinnspiels eine gelungene Abwechslung zu den anderen Möglichkeiten.

Das solltest Du für die erfolgreiche Kampagne beachten

Setze Dir zu Beginn klare Ziele für die Kampagne auf YouTube. Überlege Dir, was Du mit der Kampagne erreichen möchtest und welche Zielgruppe für Dich relevant ist. Das Vorgehen ist hier ähnlich wie bei allen anderen Marketingkampagnen. Je nachdem, welches Ziel Du Dir setzt, wird das die Auswahl Deiner Influencer beeinflussen.

Der wichtigste zu erfüllende Punkt in der Influencer-Auswahl ist der Fit mit Deinem Produkt. Insofern das gegeben ist, werden sich die Views auch in Verkäufen auszahlen. Wähle nicht den Influencer mit der größten Reichweite, sondern den, der Deine Marke am besten repräsentieren kann. Es gibt einige Faktoren wie das Engagement, die Interaktionen und die allgemeine Reichweite, die Du Dir anschauen kannst, bevor Du einen Influencer auswählst.

Meine Empfehlung ist es, dass Du dir die letzten zehn Videos des Influencers anschaust und basierend auf diesen Zahlen eine durchschnittliche Engagement Rate bestimmst. So erhältst Du ein gutes Gefühl über die Performance des Influencers und seine Follower. Der Influencer sollte natürlich auch der Kultur Deiner Marke entsprechen. So wird Disney beispielsweise nicht mit einem Influencer zusammenarbeiten, der nicht familienfreundlich ist.

So findest Du den richtigen Influencer

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, den richtigen YouTuber für Deine Marke und die anstehende Kampagne zu finden. Viele der YouTuber sind bei namhaften Managements und Agenturen unter Vertrag. Das heißt, Du hast immer die Möglichkeit, direkt über diese an die YouTuber zu gelangen. Aber Vorsicht: Du kannst mit bis zu 30 % mehr Kosten rechnen, da über diesen Weg die Provision noch mit anfällt.

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Eine weitere Möglichkeit ist beispielsweise „FameBit“, eine Plattform, auf der Du Dich mit Deiner Kampagne mit Influencern connecten kannst. Die Preise beginnen hier ab 100 €. Lade Deine Kampagne hoch, treffe auf interessierte Influencer und einige Dich mit ihnen auf den richtigen Weg. Das Ganze läuft im Detail folgendermaßen ab:

Kampagne erstellen:
Wähle aus, auf welchen Plattformen Du für Deine Marke werben möchtest, welche Arten von Markeninhalten, z. B. Produktbewertungen, Tutorials, Tweets, Fotos, und lege Dein Budget fest.

Vorschläge erhalten:
Die Content Creator bewerben sich um die Zusammenarbeit mit Dir, indem sie Vorschläge senden, in denen die Arten von Vermerken beschrieben werden, die sie für Deine Marke erstellen möchten, auf welchen Plattformen und deren Gebühren.

Content Creator auswählen:
Jeder Vorschlag enthält Inhaltsbeispiele, Zielgruppendemografien und Geografien, um sicherzustellen, dass Du über die erforderlichen Informationen verfügst.

Erhalte die Inhalte:
Sobald Du den Inhalt genehmigt hast, wird der Content Creator ihn veröffentlichen und mit seinen treuen Followern teilen, um Ansichten, Engagement und ROI voranzutreiben.

Die letzte Möglichkeit ist es natürlich, selbst aktiv themenbezogen nach Influencern im Netz zu suchen. Sei es, dass Du via Google nach YouTubern schaust oder direkt bei YouTube nach Themen suchst und dir dann entsprechend die einzelnen Channel anschaust.

Das richtige Pricing für den YouTuber

Die für die Kampagne ausgewählte Social-Media-Plattform ist einer der Schlüsselfaktoren, die die Kosten beeinflussen. Wie Du weiter unten lesen wirst, variieren die Kosten für Influencer-Marketing je nach Kanal. Es ist, als ob jede Social-Media-Plattform ihre eigene „Markt“-Rate hat.

Instagram ist in der Regel die erste Wahl für Social-Media-Influencer-Marketing, gefolgt von YouTube und Snapchat. Im Allgemeinen ist Influencer-Marketing auf Facebook und Twitter weniger verbreitet.

Musical.ly, eine weniger bekannte und dennoch massive Social-Media-Plattform, wird für das Influencer-Marketing immer beliebter. Unternehmen wie Coca-Cola haben sich für ihre Kampagnen mit Influencern auf music.ly zusammengetan.

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Die Arbeit mit einer Talentagentur ist teurer als die direkte Arbeit mit einem Influencer.

Dies liegt daran, dass die Talentagentur normalerweise eine Provision berechnet, um Dich mit den richtigen Influencern zu verbinden. Darüber hinaus haben Influencer, die Teil einer Talentagentur sind, in der Regel mehr Erfahrung mit Influencer-Marketing und werden eine höhere Gebühr verlangen.

Es ist üblich, dass YouTube-Influencer mehr verlangen als Instagram-Influencer, da das Erstellen eines YouTube-Videos viel mehr Aufwand erfordern kann, als das Erstellen eines Instagram-Posts. Außerdem sind YouTube-Videos oft länger als Instagram-Videos.

Dank der auf YouTube bereitgestellten Analyse kannst Du auch die durchschnittlichen Video-Ansichten des Influencers angezeigt bekommen.

Nicht jeder Abonnent wird jedes Video des Influencers ansehen, daher wird jede Videoansicht im Allgemeinen mehr kosten als jeder Abonnent.

Im Durchschnitt verlangen die Influencer auf YouTube 20 € pro 1.000 Abonnenten. YouTuber, die mehr als eine Million Follower haben, neigen dazu, sich jedoch von diesem Preis nach oben zu entfernen.

Mein Wort zum Schluss

Wer es noch nicht gewagt hat, Influencer-Marketing auf YouTube zu betreiben, sollte seine Ängste beiseite legen. Der Kanal kann super effektiv und spannend für die richtige Kampagne sein. Wenn Du ein Produkt hast, welches sich gut testen lässt, aber erklärungsbedürftig ist, hast Du viele Möglichkeiten, eine Zielgruppe zu erreichen, um aus der Werbung Conversions zu erzielen.

YouTuber gibt es viele und auch in den verschiedensten Nischen und Themengebieten. Du musst nur danach suchen oder eine Agentur bitten, Dich dabei zu unterstützen. Wichtig ist es, im Hinterkopf zu behalten, dass die Kampagnen auf YouTube etwas teurer als bei Instagram sind. Das bringt jedoch auch der entsprechende Mehraufwand der Videoproduktion mit sich.

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