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Kampagnen-Tracking als Boost für Ihr Marketing – Vorteile und Herausforderungen

Kampagnen-Tracking als Boost für Ihr Marketing – Vorteile und Herausforderungen

Lesezeit: 5 Min | Autor: Tatjana Hein

Gerade im Online-Marketing ist das Tracking jeglicher Maßnahmen wie z. B. Social Media-Aktivitäten, Newsletter und Ads durch Analytics-Tools unabdingbar. Nur so kann transparent analysiert werden um zu erfahren, ob Ihre Marketingziele aufgehen und wo Optimierungsbedarf besteht. Mit Hilfe von Kampagnen-Tracking und dem Einsatz von utm-Parametern lässt sich genau dies umsetzen.

Allerdings birgt das Kampagnen-Tracking auch einige Herausforderungen und schnell können sich Fehler einschleichen, so dass Ihr Tracking keine nützlichen Ergebnisse liefert, Sie die Übersicht verlieren oder falsche Ziele messen.

Was ist Kampagnen-Tracking?

Kampagnen-Tracking nennt man das Tracken der Kampagnen-Performance über verschiedene Parameter, die generell in notwendige und optionale Parameter unterteilt werden. Zu den Notwendigen zählen Name, Quelle und Medium. Durch die Optionalen lassen sich dann weitere Spezifizierungen vornehmen, hierunter fallen Begriff und Content.  

Durch die verschiedenen gesetzten Parameter erfahren Sie, aus welchen Quellen und über welchen Content Ihre User auf Ihre Website gelangen und wie sie sich auf den Webseiten verhalten.  

Die gängigsten Parameter sind utm-Parameter. Sie können jede einzelne URL mit verschiedenen utm-Parametern versehen. Konkret heißt das, dass Ihre Ziel-URL zusätzliche Informationen zur Quelle, zum Medium und zur Kampagne erhält, die für Ihr Analytics-Tool lesbar sind.

Die Vorteile von  Kampagnen-Tracking

Durch den Einsatz von utm-Parametern können Sie Ihren verschiedenen Marketingkanälen, ausgespielten Themen, unterschiedlichen Inhalten und auch einzelnen Postings einen bestimmten Wert zuordnen. Hier ist es egal, ob es sich dabei beispielsweise um einen Owned-Media-Kanal (z. B. eigene Facebookseite), einen Paid-Media-Kanal (z. B. Facebook Ads) oder um Affiliate (z. B. eine Rabattaktion für den Online-Shop) handelt.  

Herausforderungen beim Kampagnen-Tracking

Es gibt einige Punkte, die Sie beim Kampagnen-Tracking beachten sollten, um Fehler zu vermeiden und nützliche Ergebnisse zu erhalten. Denn nur aus verlässlichen Daten und sinnvollen Tracking-Ergebnissen, lassen sich wertvolle Erkenntnisse ableiten, die Ihnen dabei helfen Ihre Maßnahmen zu optimieren oder neue Strategien zu entwickeln.

Kampagnen komplett tracken

Jeden Teil der Kampagne zu tracken klingt zwar ziemlich trivial, ist aber gerade bei großen Kampagnen äußerst wichtig. Beispielsweise werden in Newslettern und im E-Mail-Marketing generell zwar die Textlinks getrackt, aber oftmals werden die Bild-Links vergessen. Wenn diese aber viele Klicks generieren, verpassen Sie in der Webanalyse diesen wertvollen, relevanten Traffic.   

Sinnvolle utm-Parameter erstellen

Die utm-Parameter dienen dazu, Kampagnen und Elemente einfach und vor allem eindeutig zu tracken. Vergeben Sie also keine verwirrenden Kampagnennamen wie “npm1217”, da diese die interne Analyse und die Dokumentation Ihrer Kampagnen nur unnötig erschwert. Verwenden Sie einfache, kurze und klare Beschreibungen, die alle wichtigen Informationen enthalten und schnell zugeordnet werden können. Ein gutes Beispiel für einen übersichtlichen und eindeutigen Kampagnennamen wäre  „facebook_promotion_01_19“.

Tagging-Plan für Kampagnen-Parameter nutzen

Um eine häufige Fehlerquelle durch Tippfehler zu vermeiden, sollten Sie ein Excel-Sheet nutzen. Hier können Sie die entsprechenden Parameter für die verschiedenen Kampagnen hinterlegen und behalten so den Überblick. Zudem lassen sich die fertigen Links so einfach mit Parametern generieren. Sie ersparen sich dadurch nicht nur Tippfehler, sondern stellen auch eine einheitliche Bezeichnung sicher. Denn nur ein falscher Buchstabe im oftmals langen und kryptischen Tracking-Parameter und Sie laufen Gefahr, dass Ihre Kampagnen-Reports für den Rest des Monats unbrauchbar sind.

Kampagnen-Tracking als Boost für Ihre Marketing

Transaktions-Mails nicht außer Acht lassen

Auch automatisch generierte E-Mails, wie z. B. die Aufforderung an einen User seine Daten zu vervollständigen,  einen Kauf zu bestätigen oder die Erinnerung an neu veröffentlichte Blogbeiträge,  sollten getrackt werden. Denn gerade solche E-Mails können einen relevanten Teil Ihres Traffics ausmachen und liefern Ihnen somit wertvolle Daten.

Direkt zur Landingpage

Kampagnen-Links werden zwar oft sinnvoll mit Tracking-Parametern versehen, allerdings  landet der User beim Klick auf den Link häufig auf einer URL, die ihn direkt auf eine andere Seite weiterleitet und dabei die Parameter verliert. Im Analytics-Tool erscheint er dann als “Direct Traffic” und die Zuordnung zur entsprechenden Kampagne ist nicht mehr möglich. Das verfälscht die Erfolgsmessung Ihrer Marketingmaßnahmen und führt im Umkehrschluss zu einem (plötzlichen und unerklärlichen) Anstieg des “Direct Traffics”.

Conversions messen

Es ist wichtig zu wissen, was nach dem Klick auf Ihre Kampagne passiert. Denn Klickraten für beispielsweise Newsletter oder Ads stellen ohne den relevanten Kontext nur ein Teil der Messung dar. Nur wenn Sie wissen, ob “Vielklicker” auch “Vielkäufer” sind, können Sie den Kampagnenerfolg auch richtig beurteilen. Vergleichen Sie also Ihren Kampagnen-Traffic hinsichtlich Ihrer Conversions und Conversionrates. Dadurch haben Sie ebenfalls die Möglichkeit herauszufinden, ob Ihre Kampagne noch Optimierungsbedarf hat. Vielleicht sprechen Sie ja nicht Ihre Zielgruppe an oder ein Anzeigentext verspricht mehr, als Sie inhaltlich auf Ihrer Website bereitstellen. 

Performance einzelner Channel im Blick behalten

Der größte Vorteil der utm-Parameter ist die konkrete Aufteilung des Traffics nach Quelle und Medium. Also sollten Sie auch genau das nutzen. Wenn Sie z. B. eine Kampagne über mehrere Channels ausspielen, so verraten Ihnen die utm-Parameter im Nachhinein, ob der Newsletter, die geschaltete Social Media-Werbung oder doch ein externer Blogpost den meisten Traffic für diese Kampagne generiert hat. Davon ausgehend können Sie Ihre Ressourcen für künftige Kampagnen gezielter einsetzen und die erfolgreichen Channels vermehrt nutzen.

Fazit

Durch Kampagnen-Tracking haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Analytics-Tool genau nachzuverfolgen, wie Ihre Marketing- oder PR-Maßnahmen performen. Für Online-Marketer sind utm-Parameter somit ein unverzichtbares Mittel und deren korrekte Nutzung erweist sich als elementar. Wenn utm-Parameter richtig eingesetzt werden, gelangen Sie an viele nützliche Informationen über den Erfolg Ihrer Werbemittel, egal ob beispielsweise Ads, Postings, Blogartikel, Newsletter oder Videos. Die Auswertung dieser Informationen und die Ableitung von passenden Verbesserungen können in Folge dessen zur effektiveren Verteilung des eingesetzten Ressourcen und zur Conversion-Optimierung führen. Um effizientes Marketing zu betreiben sollten Sie also keinesfalls auf Kampagnen-Tracking verzichten.