Um 5:30 ging die Fahrt für uns, Dennis und Daniel, Richtung Köln zum SEO-Day 2018 los. Auf dem Weg gab es einen kurzen Zwischenstopp in Selters, dort haben wir Markus, den Dritten im Bunde, zu Hause abgeholt. Auf der Fahrt wurde sich bereits über die Timetable ausgetauscht und anhand der Titel die favorisierten Vorträge ausgemacht.

Clublounge Nord und heutigem SEO-Day Eingang
Um 08:40 fuhren wir auf den Parkplatz gegenüber der Tiefgarage des Rhein-Energie-Stadions. Der Eingang zur Clublounge Nord und heutigem SEO-Day Eingang lag auf der anderen Seite des Stadions.

Dort konnte das Namensband, gut organisiert, an entsprechenden Tischen abgeholt werden. An der frischen Luft mit Blick ins Stadion gab es mit Kaffee, Tee und einer Kleinigkeit zu essen die erste Stärkung des Tages.

Um 5 vor 9 strömten die Menschen langsam auf die Etage des ersten Ranges, um in die Vortragsräume zu gelangen, welche in die Themen „E-Commerce“, „Onsite / Offsite“ und „SEOCodeDay“ unterteilt waren.

Auf den Gängen die zwischen den Räumen lagen, gab es weitere kleine Stärkungen für den frühen Hunger. Besonders die Candy Bar fand bei den Besuchern großen Anklang. Im Gang zwischen Raum „Onsite / Offsite“ und „SeoCodeDay“ war viel Platz für Aussteller, dort waren unteranderem Sistrix, Xovi, Piwik, Sedo und trusted shops vertreten.

Candy Bar auf dem SEO-Day

„E-Commerce“-Raum

Vortrag 1: Dorothea Bakker -„Amazon SEO“

Um 09:10 Uhr startete der erste Slot mit 10 Minuten Verspätung.
Im Raum „E-Commerce“ ging es mit „Amazon SEO“ von Dorothea Bakker los. Sie appellierte, dass der Verkauf bei Amazon schon lange nicht mehr einfach funktioniert, indem die Artikel hochgeladen werden. Amazon SEO sei enorm wichtig geworden, wenn man richtigen Erfolg in Form von Verkaufszahlen erzielen und gegen die Big Player bestehen möchte.

Im letzten Jahr hat sich viel getan und Amazon hat fast 70% der Standards aus dem Vorjahr angepasst. Die Produktdarstellung, Produktbeschreibung, Amazon-Stories und auch in der Keyword-Recherche hätte es Anpassungen gegeben. So kann beispielsweise in der Keyword-Recherche die Autovervollständigung, mit dem Hashtag, nicht mehr verwendet werden. In den Bereichen Buy-Box und Amazon-Rezensionen, gab es laut Dorothea ebenfalls Anpassungen.

Grafik zum Vortrag Amazon SEO von Dorothea Bakker auf dem SEO-Day
Neben aufgezeigten Änderungen gab Sie einem auch Tipps an die Hand, beispielsweise die Optimierungen und Listings über Flatfiles und Daten lokal zu sichern, um bei Systemänderungen oder einem Fehler in den Einstellungen nicht alles zu verlieren.

Zum Abschluss gab es noch einen Ausblick auf zukünftige Anpassungen bzw. Erweiterungen, mit denen im Amazon SEO bald zu rechen ist. Die Video Implementierung für Seller soll wohl in naher Zukunft verfügbar sein, ähnlich wie es die „Vendoren“ bei Amazon bereits können.

Vortrag 2: Michael Atug -„Ebay SEO“

Den zweiten Vortrag im Raum „E-Commerce“ hielt Michael Atug mit dem Thema „Ebay SEO“.

Der Raum war deutlich leerer wie beim Vortrag zuvor, allerdings verpasste man dann ein Vortrag der nicht nur stumpf über Ebay SEO ging, sondern besonders zu Beginn einige interessante Denkanstöße gab.

Michael Atug mit seinem Vortrag Ebay SEO auf dem Seo-Day
Michael startete mit einem gesamten Überblick über die online Märkte, die es gibt. Dabei handelte er besonderes den zukünftigen online Versand von OTTO sehr hoch und ist selbst gespannt, wie sich das Projekt in den nächsten Jahren weiterentwickelt.

Von den großen Plattformen kam er zu den kleinen und wollte den Besuchern aufzeigen, dass eine Bindung an Amazon oder Rakuten nicht notwendig ist, sondern es Alternativen mit deutlich besseren Konditionen für Verkäufer gibt.

Anschließend ist er vom Thema etwas abgekommen und erzählte kurz über Nischenprodukte und wie man eine Nische für seinen eigenen Shop findet. An dieser Stelle kam das eigentliche Thema zwar etwas zu kurz, aber die Besucher waren aufmerksam und einige begannen sich Gedanken über ihren eigenen Shop und ihre Nische zu machen.

Nach dem kurzen Gedankenausflug ging es mit Ebay SEO weiter und Michael nannte die drei Hauptfaktoren wodurch ein Produkt bei Ebay besser platziert wird, nämlich ein guter Preis, ein gutes Produkt und das Produkt muss gekauft werden. Ein schlechtes Produkt wird niemals eine Top-Platzierung erreichen, egal wie gut der Preis ist. Ebay achtet auf die Userdaten, daher sind gute Bilder wichtig und erstelle deine Anzeige für deine Käufer und nicht für dich selbst!

„Wenn Ihr scheiß Produkte habt, funktioniert das nicht!”

Michael Atug

Am Ende gab es noch einen Überblick über aktuelle Funktionen, Änderungen und aktuelles Vorgehen im Thema Keyword-Recherche, Produktbezeichnung usw. Das Thema Mengenrabatt hat Ebay erst ganz aktuell implementiert und findet Michael als absolut sinnvoll und gute Möglichkeit, Massenware besser zu vertreiben.

Vortrag 3: Marco Janck -„8 neue Denkansätze für erfolgreiches SEO“

Marco Janck mit „8 neue Denkansätze für erfolgreiches SEO
Den dritten Vortrag hielt Marco Janck mit dem Titel „8 neue Denkansätze für erfolgreiches SEO“. Der Raum füllte sich und schnell waren alle Sitzplätze vergeben.
Marco hielt einen gut Strukturierten Vortrag und machte zu den 8 Denkansätzen klare aussagen.

Er begann mit dem Thema „Holistische Landing Page“. Er erkläre was dahinter steckt, wie seine Vorgehensweise ist und dass er diese Art von Seitenaufbau immer mit 5000 Worten angeht bzw. er 500 Worte mehr wie die Top 10 Rankings produziert, sollten diese mehr wie 5000 Worte auf der Seite haben.

Pillar-Page und Content Hub war der zweite Denkansatz. Hier erkläre er ebenfalls sein Vorgehen und das mit dieser Strategie schnellere Seiten, eine dichtere Seitenstruktur und mehr Knowhow aufgebaut wird.

Es folgten die Punkte 3-7 unteranderem mit „Bilder SEO“, „Youtube SEO“, und „Podcasts & Blogcasts“. Als letzten Punkt nannte er „Influencer Marketing“ mit dem Tipp die Influencer zur Suchergebnis Penetrierung zu nutzen und ihre Möglichkeiten mal aus SEO-Sicht zu betrachten.

Vortrag 4: Andreas Pantelic & Nicolas Sacotte -„Aus dem Tagebuch eines InHouse SEOs“

Andreas Pantelic & Nicolas Sacotte mit Ihrem Vortag über „Aus dem Tagebuch eines InHouse SEOs“ auf dem SEO-Day
Mit dem Thema „Aus dem Tagebuch eines InHouse SEOs“ gaben Andreas Pantelic und Nicolas Sacotte schöne Einblicke in die tägliche Arbeit von InHouse SEOs und brachten einige gute Beispiele über Erfolg, Misserfolg und Problemlösungen.

Sie sprachen das Thema „Rich Snippets“ an, was dahintersteckt, warum sie es nutzen und wie sie es eingeführt haben. Sehr interessant war hierbei das Problem mit einer drohenden Abstrafung von Google, die sie Aufgrund der Rich Snippets erhalten haben und wie sie es mehr oder eigentlich weniger in Zusammenarbeit mit Google gelöst haben.

Sie gaben auch Infos darüber, wie sie die Nutzung von Google News in das Unternehmen eingeführt haben und wie sie es als Traffic-Kanal nutzen. Weitere interessante Themen wie SEO-Chaosmanagement und wie man Google SERP-Integrationen ausnutzt, haben sie angesprochen und erläutert.

Es war ein spannender Vortrag aus dem nicht nur InHouse SEOs, sondern auch SEOs die in Agenturen sitzen einiges Mitnehmen konnten.

Vortrag 5: Julian Dziki -„7 Wirkungsvolle Online-Marketing Hebel für Online Shops“

Julian Dziki mit „7 Wirkungsvolle Online-Marketing Hebel für Online Shops“ auf dem SEO-Day
Den fünften Vortrag hielt Julian Dziki mit dem Thema „7 wirkungsvolle Online-Marketing Hebel für Online Shops“. Er startete mit dem Hebel „Dezimiere deinen Content“, womit er auf die Keyword Kannibalisierung einging. Die Snippet-Optimierung war der zweite Hebel und dafür nannte er 7 Regel die zu beachten waren, um gute Snippets zu erstellen.

Der dritte Hebel war „Betreibe ein Online-Shop-Magazin“. Julian hat die 30 größten deutschen Online-Shop betrachtet und davon haben 25 einen Online-Shop-Magazin. Damit kann man super als Problemlöser und Ratgeber agieren und Traffic für die eigene Seite generieren.

Hebel 4 und 5 waren „Optimiere deine Checkouts“ und „Starte mit Video-Marketing“. Video-Marketing ist in Augen von Julian ein besonders guter Hebel, da es aktuell noch wenige damit arbeiten, es in den sozialen Medien gut läuft und Emotionen gut vermittelt.

Grafik zum Vortrag 7 Wirkungsvolle Online-Marketing Hebel für Online Shops von Julian Dziki auf dem SEO-Day
„Schaffe vertrauen durch USP“ war der sechste Hebel. Was macht dich und deine Leistung besonders? Was finden Kunden an dir gut? und wie hilfst du deinen Kunden?, sind Fragen die es bei diesem Online-Marketing-Hebel zu beantwortet gilt.

Der siebte Hebel war „Nutze Whatsapp“ und mit der Info, das dort gewerbliche Nachrichten eine Öffnungsrate von ca. 95% haben, waren von diesem Hebel alle schnell überzeugt.

Vortrag 6: Christian Solmecke -„100 Tage DSGVO“

Christian Solmecke in einen Einblick zum Thema „100 Tage DSGVO“ auf dem SEO-Day
Der Vortrag kurz vor der Pause im Raum „E-Commerce“ gehörte Christian Solmecke mit dem Thema „100 Tage DSGVO“. Nicht überraschen war der Raum bei diesem immer noch heiklen und unübersichtlichen Thema extrem voll.

Christian hatte 4 verschiedene Abmahnungen dabei und zeigte Anhand dieser, auf was alles zu achten ist, wie Abmahnungen aufgebaut sind und vor allem wegen welchen lächerlichen Kleinigkeiten eine Abmahnung gestellt werden kann.

Er hat interessante Learnings gezeigt, die einen als Webseitenbetreiber mit Sicherheit etwas ruhiger schlafen lassen. Christan hat am Ende noch auf seinen Youtube-Kanal hingewiesen, wo er verschiedene rechtliche Themen, unteranderem zur DSGVO, erläutert und erklärt.

Vortrag 7: Nedim Sabic -„Wirkungsvolle Funnels für die Akquisition von B2B/B2E Kunden“

Nedim Sabic mit dem Thema „Wirkungsvolle Funnels für die Akquisition von B2B/B2E Kunden“ auf dem SEO-Day
Direkt zu Beginn nannte er die größte Herausforderung bei der B2B/B2E Akquisition, nämlich Vertrauen zu gewinnen, da im Gegensatz zu B2C großes Knowhow vorhanden ist.

Anschließend ging er auf die verschiedenen Arten der Funnels ein und landeten am Ende bei einem, den er selbst den „Striptease-Funnel“ nennt, da der CEO/CFO in seinen Worten „nur geil gemacht wird“, also das Produkt und dessen Vorteile zu sehen bekommt aber diese nicht nutzen kann.

„Nur gucken, nicht anfassen!”

Nedim Sabic

Er erklärte auch, dass richtige Vorgehen bezüglich Kommunikation mit CEO/CFO und sagt das diese Leute ebenso immer erreichbar sind wie alle anderen auch, es muss nur auf die Wortwahl geachtet werden. Die Leute müssen mit dem ersten Satz überzeugt werden und jeder weitere Satz muss 100% sitzen, den bei diesen Personen bekommt oft nur eine einzige Chance.

Entscheidend ist hier in Nedims Augen die Vorbereitungszeit, wenn diese verdoppelt wird, halbiert sich die Zeit, die zum aufsetzten benötigt wird.

Vortrag 8: Fionn Kientzler -„Erfolgsfaktor User-Psychologie: 10 konkrete Tipps für eine optimierte User-Experience“

Fionn Kientzler hatte den nächsten Slot mit dem Thema „Erfolgsfaktor User-Psychologie: 10 konkrete Tipps für eine optimierte User-Experience“. Fionn erkläre sein Vorgehen anhand eines Webseiten Vergleichs zwischen OTTO und AO.

Fionn verglich die beiden Domains anhand ihres UX-Designs und berechnete mit einem Tool den UX-Score von OTTO und AO. Von der Webseite AO war er positiv beeindruckt, der User gut geleitet wird und die Webseite klar strukturiert ist.

Er gab interessante Denkanstöße zur Seitenstrukturierung und zum generellen Aufbau von Webseiten.

Vortrag 9: Julia Schmidt & Uwe Roll -„Doping für die Keywordrecherche“

Julia Schmidt & Uwe Roll mit Ihrem Vortrag auf dem SEO-Day zum Thema „Doping für die Keywordrecherche“
Julia Schmidt und Uwe Roll hatten den dritten Vortrag nach der Mittagspause mit dem Thema „Doping für die Keywordrecherche“. Sie hatten ihren Vortrag in 5 Tags unterteil und zwar in „Produkte“, „interne Suche“, „Keywords vom Wettbewerber“, „GSC Queries“ und „Search intent Scraper“.

In jedem dieser einzelnen Bereiche gingen die darauf ein, wie Keywords dort analysiert werden können und vor allem, warum dies zur Keyword-Recherche verwendet werden sollten. Bei der internen Suche erhält man beispielsweise einen Überblick über die Keywords, welche die Kunden auf der eignen Seite verwenden. Mit der Analyse der Wettbewerber Keywords kann die Konkurrenz analysiert werden und es ist schnell eine umfassende Keyword-Recherche erstellt. Das Rad muss nicht neu erfunden, sondern nur besser gemacht werden, daher kann sich bei der gut rankenden Konkurrenz ruhig etwas abgeschaut werden.

Beschreibung zum kostenlosen Online Marketing Wir möchten in unserem Vortrag vorstellen, wie wir als Agentur eine Keywordanalyse angehen.  Dabei sollen zunächst die Grundlagen erklärt werden: • Definitionen von ...
21.11.2018
11:00 - 12:00 Uhr
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Vortrag 10: Britta Kristin Böhle & Benedikt Kirch -„10 Tipps für mehr SEO-Power deines Online-Shops“

Britta Kristin Böhle & Benedikt Kirch mit „10 Tipps für mehr SEO-Power deines Online-Shops“
Den Vortrag vor der Kaffeepause hatten im Raum „E-Commerce“ Britta Kristin Böhle und Benedikt Kirch mit ihrem Vortrag über „10 Tipps für mehr SEO-Power deines Online-Shops“.

Der erste Punkt war „Informationsarchitektur“, welcher die interne Verlinkung und Navigationsstruktur beinhielten. „Naming & Shaming“ war Punkt zwei. Hierbei wurde die korrekte Bezeichnung von Kategoriegruppen betrachtet und das Problem erörtert, das die Suchbegriffe mit einem hohen Suchvolumen von den verantwortlichen oft nicht als „Bezeichnung“ gewählt werden möchten, da sie Fachlich mich 100% passen.

Die Punkte 3-6 waren „Filternavigation“, „Snippet-Optimierung“, „Strukturierte Daten“ und „Produktbewertungen“. Punkt 7 war das Thema „Variantenmanagement“ indem sie erklärten, welche Produktvariante favorisiert ranken soll, wenn das Produkt bei Google gesucht wird. Beispielweise verkauft ein Shop Alpina Wandfarbe in weiß im 5,10 und 15 Liter Eimer aber welcher soll nun unter „Alpina Wandfarbe weiß“ ranken, wenn alle eine eigene Produktseite haben. Britta und Benedikt haben hier auf das umsatzstärkste Produkt verwiesen, haben aber auch erwähnt, dass eine Variantenauswahl auf der Seite mit gleichbleibender URL am besten wäre.

„Sortiert die Produktfilter danach wie häuft sie verwendet werden, dann kommen sie noch besser an!”

Britta Kristin Böhle & Benedikt Kirch

Die Punkte 8-10 waren dann noch „Sortimentswechsel“, dort gingen auf die entsprechenden Weiterleitungen ein, „Lerne SEO“ und „Netzwerken“. Die letzten beiden Punkte beinhalteten, dass SEO und das SEO-Wissen niemals erschöpft sind.

Anschließend ging es in die kleine Pause mit Kaffee und Kuchen. Viele Nutzen die Chance, um noch einmal frische Luft zu schnappen, damit auch bei den letzten beiden Vorträgen plus Superpanel am Ende, die Aufmerksamkeit hochgehalten werden kann.

Vortrag 11: Mario Fischer -„Mehr Power durch Datenanalyse“

Mario Fischer mit „Mehr Power durch Datenanalyse“
Mario Fischer eröffnete im „E-Commerce“ Raum mit seinem Vortrag über „Mehr Power durch Datenanalysen“ die letzten beiden Vorträge. Nicht überraschend, war die Präsentation gefüllt mit Tabellen und ausgewerteten Daten. Mario hatte die Folien aber gut strukturiert und übersichtlich aufgebaut.

Beim Thema Content-Audit zeigte er unteranderem eine Datenanalyse, um die Verweildauer und die Lesedauer anhand Berechnungen zu vergleichen.

Grafik zum Vortrag Mehr Power durch Datenanalyse von Mario Fischer auf dem SEO-Day
Außerdem ging er auf die Analyse von internen Ankertexten und den Vergleich von Mitbewerbern ein. Sein eigenes Fazit lautete, Datenanalyse sei leicht, man müsse nur die Tools beherrschen und bei der Analyse ein wenig kreativ sein.

Entscheidungen können mit Hilfe von Daten besser augmentiert werden, daher empfiehlt er sich mit der Thematik „Datenanalyse“ zu beschäftigen.

Vortrag 12: Raphael Heep -„Die häufigsten e-Commerce SEO-Fehler“

Grafik zum Vortrag Die häufigsten e-Commerce SEO-Fehler von Raphael Heep auf dem SEO-Day
Den letzten Slot vor dem abschließenden Superpanel hatte Raphael Heep mit dem Thema „Die häufigsten E-Commerce SEO-Fehler“. Raphael hatte knapp 80 Folien und wegen des Superpanels anstatt der eigentlichen 30 Minuten nur 25 Minuten Zeit, daher war die Geschwindigkeit des Vortrags entsprechend vorstellbar. Trotzdem hat er die Themen gut verpackt und einige „Hauptpunkte“ auf die geachtet werden soll hervorgehoben. Unteranderem „Bilder SEO“, „nur einer Strategie folgen“ und „fokussiert vorgehen“.

Zusätzlich gab er Infos, das beispielsweise nach seinen Erfahrungswerten User relativ selten direkt nach einem Produkt suchen und man daher nur mit dem Produktnamen selbst auf dem Produkt ranken soll. „Teste eine Arbeit“ war ein weiterer Tipp von Ihm, denn bei testen werden Fehler aufgedeckt und dadurch wir die eigene Arbeit besser.

„Onsite/Offsite“-Raum

Vortrag 1: Gero Wenderholm -„Top Alexa Skills und was wir über Voice Search lernen können“

Beim ersten Vortrag des Tages berichtete Gero über den Stellenwert der Voice Search. Er verdeutlichte mit guten Argumenten, welche Möglichkeiten die Voice Search bietet und wieso sie immer wichtiger wird. Nicht nur für Blinde und Analphabeten kann die Voice Search ein enormer Schritt nach vorne bedeuten. Unternehmen können z.B. feste FAQ-Antworten verfassen, die schnell und einfach über eine Alexa wiedergegeben werden. Für das Unternehmen wäre in diesem Fall kein Call-Center mehr nötig (bzw. ein wesentlich kleineres) und als Nutzer hat man schnell und direkt die Antwort, die gesucht wird. Zudem kann die Voice Search auch im Notfall ein schneller „Ersthelfer“ sein und mit wichtigen Tipps und Anleitung Leben retten.
Auch auf die Frage, wieso „wir“ die Voice Search noch nicht richtig nutzen, hatte er eine logische Antwort. Kinder kommen mit der Voice Search viel besser zurecht. Wenn er Kinder sieht, die die Voice Search benutzen hört er immer Fragen wie „Alexa, wie ist das Wetter heute?“. Sieht er ältere Menschen hört er nur „Alexa, Wetter.“ Die Generation „Voice Search“ muss wohl erst noch etwas wachsen.

SEODay Gero Wenderholm Recap Top Alexa Skills und was wir über Voice Search lernen können

Vortrag 2: Jens Fauldrath – „OnPage SEO Audit – Was sollte wann betrachtet werden?“

Der Raum füllt sich, eine gemischte Stimmung verbreitete sich im Raum. Viele wussten: Das wird hart! In den sozialen Medien kursierten Gerüchte und ein Screenshot von einer Präsentationsübersicht. 74 Folien in 30min? Fast 2,5 Folien pro Minute? Macht er nicht! Macht er doch!
In seinem Vortrag über den idealen SEO-Audit schaffte es Jens wirklich den überfüllten Saal zu fesseln und mit seiner lockeren und entspannten Art durch seine Folien zu rasen. Wichtig war ihm immer wieder, dass es nicht reicht einfach ein paar Zahlen aus seinen Tools zu ziehen und diese dann als „Audit“ zu verkaufen. „DAS sind unsere Fehler, die wir haben, DAS sind die Gründe für die Fehler, DAS sind unsere Lösungen!“ – ist ein Audit so aufgebaut, dann ist er gut. Zudem sollte immer auf die 3 Säulen eines SEO-Audits geachtet werden: Leistungsdaten, Informationsarchitektur und IT SEO.

„DAS sind die Fehler, die wir haben, DAS sind die Gründe für die Fehler, DAS sind unsere Lösungen - wichtig für ein gutes Audit”

Jens Fauldrath

Vortrag 3: Johannes Beus – „Braucht Google deine Webseite?“

Mit einem etwas ketzerischen Titel brachte Johannes seinen Vortrag ins Rennen. Die Frage, die er zu Beginn in den Raum warf war, ob wir von Google abhängig sind. Als Beispiel hierfür nannte er das letzte Google Update. Während einige Webseiten stark anstiegen, musste andere Webseitenbetreiber um ihre Existenz bangen. Google spielte mit seinen Muskeln und zeigte, dass wir manchmal wirklich machtlos sind. Zudem versucht Google immer mehr Fragen selbst zu beantworten, wie z.B. zum Thema Wetter oder wer der beste Fußballspieler ist.
Während des Vortrags ging er auch gezielt auf die unterschiedlichen „Sucharten“ ein. Unter anderem Visit-in-Person (lokale Suche), Webseiten-Suche (Brand), Do (Transaktional) und Know (informational) und berichtete über die Aussichten in den nächsten Jahren hier zu ranken.
Zum Ende gab er den Zuhörern noch mit: „Geht in die Tiefe!“

Vortrag 4: Stephan Czysch – „SEO mit kostenlosen Tools: Ein Überblick über 0€ Tools“

Ganze 22 Tools in nur 30min. Das war der überaus empfehlenswerte Vortrag von Stephan Czysch. Kostenfreie Tools aus den Bereichen Keyords & Content, OnPage, Monitoring & Wettbewerb, Webmastertools und OffPage wurden genannt. Hierbei ging er immer kurz auf die wichtigsten Vor- und Nachteile ein.
Besonders ans Herz legte er seinen Zuhörern den Einsatz von Google MyBusiness und von auserwählten Browser Plug-Ins. Der große Vorteil, den einem der Vortrag brachte war, dass man im Nachgang alles ausprobieren kann, ohne Kosten oder Risiken eingehen zu müssen. Viele kostenfreie Tools können manche kostenpflichtigen Tools mittlerweile ersetzen. Natürlich nicht 1:1, aber für manchen langt es vielleicht.

Den passenden Vortrag von Stephan Czysch beim OMT 2018 gibt es hier!

 

Vortrag 5: Julius Dücker – „Eine Suchmaschinenstrategie für Verlagsinhalte im digitalen Bildungsbereich am Beispiel von examio“

Der Vortrag von Julius ging rund um das Thema „Bildungswebseiten“. Bei examio werden mehrere Webseiten betrieben, alle mit dem Hintergrund, Wissen zu vermitteln. Hierbei gab er den Zuhörern wichtige und interessante Tipps zu holistischen SEO Landingpages und verdeutlichte den Stellenwert einer gut durchdachten Navigation.
Auch stellte er klar, dass die Suche zum Thema „Bildung und Lernen“ noch stark pro Desktop ist und die mobile Suche noch nicht aufgeholt hat. Und auch, dass Emailmarketing noch immer einen hohen Stellenwert hat. Zwar nicht mehr bei den jüngeren Nutzern, aber immer noch bei den Älteren.
Zudem gab er den Zuhörern gute Tipps, um den Umgang mit redaktionellen Inhalten bestmöglich zu verarbeiten.

Vortrag 6: Markus Klöschen – „Was ich aus 20.000 Google Lighthouse Audits gelernt habe“

Am letzten Vortrag vor der Mittagspause gab es einen kleinen und spontanen Speakerwechsel. Das Flugzeug von Malte Landwehr, der eigentlich den Vortrag halten wollte, stand in Köln und nicht wie geplant in Berlin – ärgerlich! 😉
Doch sein Kollege Markus Klöschen sprang spontan ein und machte seinen Job mit Maltes Folien wirklich hervorragend. Zuerst behandelte er das Thema, welche Informationen Google uns eigentlich liefert. Dazu warf er die These in den Raum: „Warum soll Google uns die ganzen Daten in Analytics zeigen, wenn sie keine Auswirkungen auf das Ranking haben?“ – irgendwie logisch.
Zudem zeigte er schön, wie wichtig die Sicherheit und der Pagespeed für das Google Ranking sind.
Zitat von Maltes Folien: „Erfolgreiche Seiten sind schneller als die Konkurrenz!“
Am Ende seiner Präsentation ging er noch kurz auf die Artikellänge ein. Die durchschnittliche Artikellänge ALLER Top10 Rankings bei 1692 Wörtern liegt. Jedoch kann man das nicht auf alle Bereiche adaptieren. Position 1 auf dem Keyword „camping“ hat z.B. nur 305 Wörter, auf dem Keyword „finanzen“ sind es jedoch über 3500 Wörter.

„Erfolgreiche Seite sind schnell(er) als die Konkurrenz!”

Malte Landwehr

Vortrag 7: Stefan Godulla – „So macht man den Vertrieb in einer SEO-Agentur“

In dem wissenswerten und spannenden Vortrag von Stefan kam ein Wort immer wieder vor: Vertrauen! Ohne Vertrauen geht leider gar nichts und somit ist es das erste, was man als Agentur machen muss: Das Vertrauen des Kunden gewinnen.
Wichtig ist es auch hier, sich nicht selbst zu überschätzten, aber auch darauf achten, dass man seine Arbeit nicht unter Wert verkauft. Es ist wichtig zu wissen, was man wert ist. Es ist die Leistung der Agentur, also macht sie auch den Preis.
Auch bei der Auswahl der Kunden sollte man vorsichtig sein. Das Bauchgefühl und die Chemie sollten von Anfang an stimmen, denn: „Kunden, die ich nicht machen will, mach ich nicht gut!“
Zwei der Sätze, die auch lange nach dem Vortrag noch in den Köpfen der Zuhörer erklingen wird ist außerdem: „Die wahre Kompetenz eines SEO Experten liegt in seiner Kunst zu interpretieren“ und „Wer immer Ja, sagt macht Umsatz. Wer auch mal Nein sagt, macht Gewinn!“
Vielen Dank für die großartigen Denkanstöße lieber Stefan.

„Wer immer Ja sagt macht Umsatz. Wer auch mal Nein sagt, macht Gewinn.”

Stefan Godulla

Vortrag 8: John Müller – „Google G/A“

Wie erwartet füllte sich der Saal um kurz nach halb 3. John Müller, direkt von Google, wird per Videoübertragen Rede und Antwort stehen.
Direkt zu Beginn seines Vortrages „haute“ John ein paar interessante Aussagen raus. Metadescription, Inhalte und interne Verlinkungen sind enorm wichtig und werden leider zu oft vernachlässigt. Zudem kommen Probleme wie Bilder ohne ALT-Text oder fehlende Structured Data.
Im Anschluss brachte er interessante Informationen zu Canonicalisierung, Java Script & Crawl Budget und den Page Speed. Hierbei wurde klar, dass Java Script und Pagespeed immer wichtiger werden und wie wichtig es ist die Daten aus allen Tools richtig zu interpretieren.
Zum Ende hin lies er das Thema „Linkbuilding“ etwas schlecht dastehen. Er sagte zwar, dass für Google Links wichtig sind, um neue Inhalte zu finden, nach der Indexierung seien externe Links jedoch nicht mehr so wichtig. Ein Aufbau von unnatürlichen Backlinks sieht er als unnötig.

SEODay John Müller Google Q/A

Vortrag 9: Markus Hövener – „Die häufigsten SEO-Fehler von B2B-Unternehmen (und wie man sie vermeidet!)“

In seinem Vortrag gab Markus wichtige Tipps um SEO-Fehler zu vermeiden. Hierbei ging er auf die unterschiedlichsten Punkte ein und gab seinen Zuhörern immer wieder kleine, aber effektive Denkanstöße. Zu Beginn appellierte er an alle, erstmal zu schauen, was überhaupt auf der eigenen Seite steht und wie die Meta Description verfasst ist. Denn diese muss dem Nutzer einen Anreiz bieten überhaupt erst auf die Seite zu klicken. „Im Suchergebnis muss stehen, wie geil ich eigentlich bin!“ – um nur einen seiner vielen interessanten Aussagen zu nennen.
Zudem zeigte er, wie wichtig es ist, auf Produktseiten nicht nur Namen zu haben, sondern auch die Art des Produkts zu erwähnen (z.B. Bosch 1234 oder Handbohrmaschine Bosch 1234).
Im Anschluss ging er kurz auf das Thema „mobile“ ein, zu dem er eine klare Meinung hatte. „Mobiler Traffic wird immer wichtiger“ und „mobil freundlich > mobil kompatibel“ und legte somit allen Zuhörern ans Herz, sich mehr um seinen mobilen Auftritt zu kümmern.
Zuletzt wies er jedoch nochmal darauf hin, dass alles wichtig sei, aber ohne die Basics kein Erfolg kommt.

„In den Suchergebnissen muss bereits stehen, wie geil ich eigentlich bin!”

Markus Hövener

Vortrag 10: Fabian Jaeckert und Benjamin O’Daniel – „iTunes Optimierung: So steigt euer Podcast in den Charts nach oben“

Den letzten Vortrag vor der „kleinen Pause“ leiteten im Duett Fabian und Benjamin. Die beiden Podcast Experten, rechtfertigten in ihrem spannenden und interessanten Vortrag, warum ihr Podcast zurecht so erfolgreich ist. Zu Beginn zeigten sie klar auf, dass Podcasts immer noch eine Nische sind (150.000 aktive Podcasts weltweit), aber dass sie große Vorteile mit sich bringen (durchschnittliche Verweildauer von 25min).
Zu den zahlreichen informativen Statistiken, die von den beiden erklärt wurden, gehört auch die Verteilung der Podcasthörer. Ganze 65% der Podcasthörer hören über ein iOS Gerät, nur 15% über Android. Der Vorteil hier ist, dass die Podcast App bei Apple direkt vorinstalliert ist.
Im Anschluss gab es einen interessanten Einblick über die „möglichen“ Rankingfaktoren von iTunes. Nämlich: Bewertungen (Sternchen), Downloads, Rezensionen und Abonnenten. Aber vor allem -> NEUE Abonnenten!
Zu den weiteren Tipps gehörten unter anderem keine Abonnenten zu kaufen, die Podcasts für ECHTE Hörer zu gestalten, Werbung in anderen Podcasts zu schalten und auf Evergreen Content zu setzen.

„Ein neuer Abonnent kann ein treuer Hörer werden!”

Benjamin O'Daniel & Fabian Jaeckert

Vortrag 11: Gianna Brachetti-Truskawa – „App-Hijacking: Mikrosuchsysteme als Alternativen zu Google & Co. nutzen“

Obwohl es langsam spät wurde und die Köpfe etwas schwerer wurden, schaffte es Gianna mit ihrer charmanten, offenen und witzigen Art ihre Hörer für sich zu Gewinnen. Sie startete mit einem Quiz, bei dem ein Screenshot gezeigt wurde und die Zuhörer über einen Link abstimmen konnten, zu welcher Art App der Screenshot passt. Auflösung: Eine App für Sexspielzeug!
Zudem zeigte sie anhand einer Band, was es für Möglichkeiten gibt, über Apps mehr Reichweite zu generieren. Dafür ging sie gezielt auf Spotify, Reddit und Lovense Remote ein. Außerdem berichtete sie wie wichtig App Bewertungen sind, wie bei Spotify Songs geranked werden und warum Spotify hier ein klarer Branchenprimus ist.

Vortrag 12: Jan Brakebusch – „Glücklich werden durch Rückenschmerzen & Athrose – unsere schmerzfreie SEO-Strategie“

Als letzter Vortrag des Tages kam Jan von Liebscher & Bracht mit einem echt coolen Titel auf die Bühne. Er erzählt in witziger und offener Art von seinen Erlebnissen und Erfahrungen des letzten Jahres. Dazu zählte das Aufbauen für riesigen
holistischen Seiten (25.000 Wörter min.) und wie der dadurch gewonnene schnelle Anstieg genauso schnell stagnierte. Als Antwort darauf wurde das gesamte Konzept umgeschmissen und Pillar Pages gebaut. Mit großem Erfolg. Jan zeigte beeindruckende Statistiken, die den enormen Erfolg gut darstellten (in einem Jahr von 70.000 auf 500.000 organischer non Brand Traffic pro Monat).
Dabei schob er den „Misserfolg“ darauf, dass es für die holistischen Seiten zu viele verschiedene Suchintensionen gab und diese in den meisten Fällen nicht zu 100% getroffen wurde. Mit den Pillar Pages können so die unterschiedlichen Suchintensionen einzeln beantwortet werden.
Auch interessant war seine Einstellung zur Kannibalisierung. Denn hier lies er die holistischen Seiten und die Pillar Pages einfach parallel laufen und wollte Google entscheiden lassen, was „sie“ besser finden. Resultat: viele starke Doppelrankings.
Hinzu kommt, dass die Seiten nicht mehr unter „Faktchecking“ (Google schaut, wie „wahr“ die Texte auf der Seite sind) und der Pagespeed ist auch enorm angestiegen.

„Kannibalisierung ist ein guter Test. Lass Google und den Nutzer entscheiden, welcher Content besser ist.”

Jan Brakebusch

„SEO-Coder“-Raum

Vortrag 1: Rene Dhemant – JavaScript SEO: Unerlässliche Optimierungen für Frameworks wie Angular, React, Vue.js und Konsorten

Rene startete im SEO Coder Raum als erster Speaker. Der Raum war sehr gut besucht. Er stiegt direkt in das Thema JavaScript und SEO ein. So zeigte er auf, dass durch falsche Anwendung von JavaScript eine Seite bei Google abgeschossen werden kann. Ein wichtiger Fact à Wenn JavaScript nicht optimiert ist, wird die Seite zu langsam. Was das im heutigen Zeitalter von Ladezeiten ausmacht, wissen wir alle. Der Google Bot und JavaScrit sind keine Feinde, solange alles richtig gemacht wird. Jedoch ist festzuhalten, dass Google hier nicht nach den neuesten Standards crawlt. Der Google Bot basiert auf Google Chrome 41 und ist somit über drei Jahre alt und unterstützt nur HTTP1.1. Google will den Crawler Mitte 2019 auf die Chrome Version 60+ updaten

Rene machte deutlich, dass der Google Bot KEIN JavaScript, sondern nur Plain HTML crawlt. Es gibt nicht nur den Crawler à Google Bot, sondern  auch den Indexer à Caffeine. Der Indexer ist in der Lage, JavaScript auszuführen. Caffeine kam mit gleichnamigem Google Update auf den „Markt“. Wir sollen Google nicht das Renerding überlassen, sondern selbst dafür sorgen, dass die Seite richtig funktioniert. Wichtige Keyword sollen prerenderd geladen werden, damit so Google reines Plain HTML geliefert bekommt und es zu keinen Problemen innerhalb der Indexierung kommt.

Google empfiehlt für das Prerendering die Library „Puppeteer“. Es gibt auch noch Angular Universal, aber dies ist nicht performant und viel langsamer.

Zudem gibt es noch zwei Renderingoptionen

Dynamic Rendering –> Nur für Google

Hybrid Rendering –> Rendering für alle

Auch das Feuern, diverser Events entscheidet darüber, wie der Google Bot in Bezug auf das JavaScript-Rendering eine Seite sieht:

on user Event –> nicht indexierbar

on load event –> Für Google sichtbar

Abschließend erklärte Rene noch, dass kein JavaScript verwendet werden soll, dass das Layout recalculatet. Hierfür soll requestAnimationFrame genutzt werden. Außerdem sollte die Größe des DOM sollte kleiner als 1.500 sein. Je niedriger der Wert und je schneller die Seite ist, bringt dies auch bessere Rankings.

Vortrag 2: Dennis Elsner – SEO-Alptraum: Shop-Deployment – So teste ich inhouse 28 Shops in 16 Sprachen

Dennis ist Inhouse SEO bei der Kaiser+Kraft Europa GmbH und zeigte auf, wie er Shops in verschiedenen Sprachen analysiert. Kurz nachdem er bei K+K EU begann, wurden die Webseiten auf https umgestellt. Nach dem Livegang gab es einen erheblichen Sichtbarkeitsverlust, der darauf zurückzuführen ist, dass sämtliche Seiten, die auf https:// laufen, auf noindex ausgeliefert wurden. Hierdurch entfernt sich die Seite langsam aber spürbar merklich aus dem Index. Als dieser Fehler behoben wurde, stieg die Sichtbarkeit wieder an. Im Anschluss daran wurden für verschiedene Länder A/B Test gefahren. So wurden unterschiedliche aufbauten von Title und Description ausgetestet, um die Performance innerhalb der Sichtbarkeit zu testen. Dies hatte unterschiedliche Sichtbarkeitsauswirkungen, positiv wie negativ.

Über Phyton hat er sich die Google Search Console Daten gesichert und über PHP Curl ein entsprechenden Crawler geschrieben, um weitere Daten zu bekommen.

Nachteile von dem Crawler, es ist ein komplexer Code und die Erweiterung um weitere Tabellen ist sehr aufwendig.

Um nun Unterschiede aufdecken zu können, werden über entsprechende XPaths die Abfrage dynamisiert. Für die XPath-Abfrage wird am besten der CSS-Selektor verwendet.

Um nicht zu viel Datenmüll zu haben, wird im Skript festgelegt, dass nur Seiten mit einer bestimmten Anzahl an Impressionen ausgegeben wird.

Durch die CSS Selektoren können so gerade bei einem Relaunch die Live-Version und die Staging-Version miteinander verglichen werden und Fehler ausfindig gemacht werden.

 

Vortrag 3: Alexander Holl – Segmentierung 2.0: Von Pogo Sticking bis über sequentielle Segmente

Alexander Holl von 121Watt stellte fest, dass 1994 Segmentierung pure Theorie war. Heutzutage ist es digitales Handwerk. Des Weiteren gab er an, dass aggregierte Daten arg langweilig sind und es erst interessant wird, wenn entsprechende Segmente gebildet werden.

Hierfür gibt es die #5 Regeln der Segmentierung.

#1 Be prepared wenn es hektisch wird, ist es wichtig, die Daten zu haben und zu kennen.

#2 Trafficmix richtig zusammensetzen.

  • Richtig bewerten, wie sich der Traffic zusammen setzt.
  • CPC performt ggf. besser, aber Organic mehr Traffic.
  • Trafficmix in Analytics darstellen
  • Produktseite als Ziel definieren
  • Prüfen, wie die Seiten performen.
  • Pogosticking –> Bac to the SERPs

#3 Segmente definieren

  • Prüfen, wie es sich verhält von Content zu Content und Content zu Produkt
  • Prüfen, ob es an den Quellen liegt. Sollte das Segment für den Bereich organic ansteigen, dann gibt es meist ein UX Problem, das schnellstens behoben werden muss.

#4 It’s About strategy

  • Basis von allem sind die Inhalte
  • Einrichtung nach Competetive Channels und Loyal Channels

#5 Rule your Tool

  • Neue Datenansicht in Analytics dafür bauen
  • Default Channel Grouping in Analytics einschalten

Durch die Segmentierung erfahren wir nun so viel besser, wie unsere Daten funktionieren und unsere Seite performt.

„Wir brauchen Daten wenn die Krise kommt!”

Alexander Holl

Vortrag 4: Matthäus Michalik – Mobile Page Speed Optimierung abseits von AMP

Matthäus hat sich das Thema mobile Pagespeed Optimierung zur Brust genommen und interessante Insights hierzu geliefert.

Wer es noch nicht wusste, warum eine mobile Website nötig ist, dem wurde es spätestens jetzt vor Augen geführt. Einzig wegen de o2 Nutzern sind mobile Webseiten nötig, da das o2 Netzt mehr schlecht als recht ausgebaut ist. Matthäus hat spätestens jetzt jedem die Augen geöffnet, dass es einer schnellen Webseite bedarf. Google ist seit 2011 besessen nach Speed und macht so den Nutzer glücklicher. Je länger eine Seite lädt, desto schneller springt der Nutzer ab. Matthäus spricht davon, dass immer die beste User Experience geschaffen werden muss. Es geht ganz klar um den Nutzer und wann dieser mit der Seite interagieren kann.

Die Messung erfolgt über das RAIL Model:

R esponse

A nimation

I dle

L oad

Genau dafür hat Google bei dem Pagespeed Insight Tool die neuen Elemente FCP (First Contentful Paint) und DCL (DOM Content Loaded) eingeführt.

FCP –> Wann ist das erste grafische Element vorhanden?

DCL –> Wann ist alles geladen?

Es gibt verschiedene Tools, um diverse Speed-Tests durchzuführen:

  • Web Page Test –> Nutzen um die Seite insgesamt zu testen, wird auch von Google Entwicklern genutzt
  • Test My Site –> Zur Prüfung der Webseite im 3G Netz
  • Chrome Developer Tools
  • Speed Score Card –> Gibt an, wie viele Sekunden die Seite zum Laden braucht.

Abschließend gab es noch einige wichtige Anweisungen, die für ein schnelles Laden der Seite befolgt werden sollten:

  • Für jede Version das richtige Bild nutzen, NICHT per CSS skalieren lassen.
  • JavaScript nur auf den Seiten laden, auf denen es genutzt wird.
  • Durch Weiterleitungen mehr Ladezeit, als nötig. Hier so gering halten wie möglich
  • Sichtbare Inhalte priorisieren.
  • Asynchrones Laden von JavaScript vornehmen.

„Mobile Pagespeed nicht der Heilige Grahl”

Matthäus Michalik

Vortrag 5: Patrick Lürwer – R4SEO – Dokumentation, Reproduktion und Kommunikation von SEO-Analyse mit R

Patrick ist ausgewiesener Fachmann in Sachen R-Skript. Sein Vortrag schloss quasi an den von Jens Fauldrath an. Er zeigte, wie einfach es möglich ist, einen Screaming Frog Crawl so aufzubohren und mit Daten aus der Google Search Console anzureichen um daraus ein Reporting zu generieren. Die Daten können so z.B. für Word oder PowerPoint aufbereitet werden. So kann auf einfache Art und Weise aus einem rein datenbasierten Crawl ein grafisches Reporting erstellt werden. Alles steht und fällt mit einem CSV Export aus dem Screaming Frog. Diese Daten müssen dann zunächst aufgeräumt werden. Über verschiedene Textbausteine können dann die einzelnen Crawls ausgegeben werden. Nachfolgend einige Codebeispiele

library(searchConsoleR)

library(googleAuthR)

 

options(googleAuthR.client_id = “XXX.apps.googleusercontent.com”,

googleAuthR.client_secret = “XXX”,

googleAuthR.scopes.selected = “https://www.googleapis.com/auth/webmasters.readonly”)

 

if (file.exists(“sc.oauth”)) {

gar_auth(token = “sc.oauth”)

} else {

gar_auth(new_user = T)

}

 

gsc_props <- list_websites()

prop <- “https://www.domain.de/”

 

start_date <- lubridate::floor_date(Sys.Date(), “week”) – 6

end_date <- lubridate::floor_date(Sys.Date(), “week”)

 

gsa_data <- search_analytics(siteURL = prop,

startDate = start_date,

endDate = end_date,

dimensions = c(“date”, “page”),

searchType = “web”,

walk_data = “byDate”)

 

agg_gsa <- gsa_data %>%

drop_na(date) %>%

group_by(page) %>%

summarise(sum_clicks = sum(clicks),

sum_imp = sum(impressions),

wgt_pos = sum(impressions * position) / sum(impressions))

Vortrag 6: Bastian Grimm – R4SEO – The Need for Speed: Performance Optimierung am Limit, die 2018 Edition

Bastian hat sich dem Thema Performance Optimierung angenommen. Er zeigte uns, dass Performance gleich User Experience ist. An einem einfachen Beispiel konnten wir sehen, wie unterschiedlich doch die Kontinente und die Lust nach kleinen Webseiten ist zeigte er an der US Today. So wurde für den europäischen Markt eine neue Seite aufgebaut, die nur noch eine Größe von 356kb hat. Die US-Seite blieb bei über 5MB. Bastian ging darauf ein, dass nicht nur die mobile Variante optimiert werden muss, nein auch die Desktopvariante muss weiterhin beachtet werden.

„Nur weil jetzt mobile Index live ist, soll die Desktopvariante NICHT außer Acht gelassen werden .”

Bastian Grimm

Es sollte auch immer darauf geachtet werden, das kleinstmögliche Bildformat zu verwenden. Hierfür gibt es, das schon von einigen Browsern unterstützte WebP Format. WebP ist ein allumfassendes Bildformat und kleiner als JPEG. WebP funktionierte lange Zeit nur in Chrome. Seit kurzer Zeit wird das Format auch von Firefox und Edge unterstützt. Per Abfrage über eine .htaccess Abfrage ist es möglich, dass das Bild on the fly ausgetauscht werden kann. WebP kann die Bildgröße auf ein Drittel der JPEG Variante komprimieren. So konnte bei einem großen Kunden der Traffic von 550GB auf 140GB reduziert werden.

Ein weiterer Punkt, der die Performance beeinflusst ist, dass mehr als 70% der Seiten mit einer Schriftart ausgestattet werden, die von einem externen Anbieter geladen kommen.

Mit dem Font Styler kann eine Systemschriftart so gestylt werden, dass diese so aussieht, wie die zu ladende, um ein springen zwischen den Schriftarten zu vermeiden. Das Springen zwischen den Schriftarten tritt auf, wenn das asynchrone Laden eingeschaltet ist. Um die Schriftart, die mit dem Font-Styler bearbeitet wurde einzubinden, ist die möglich über die CSS-Variable: font-display:optional.

Um in Analytics die First Meaningful Paints aufzuzeichnen, ist es möglich, den Performance Observer in den Analyticscode zu integrieren.

<head>
<!– Add the async Google Analytics snippet first. –>
<script>
window.ga=window.ga||function(){(ga.q=ga.q||[]).push(arguments)};ga.l=+new Date;
ga(‘create’, ‘UA-XXXXX-Y’, ‘auto’);
ga(‘send’, ‘pageview’);
</script>
<script async src=’https://www.google-analytics.com/analytics.js’></script>

<!– Register the PerformanceObserver to track paint timing. –>
<script>
const observer = new PerformanceObserver((list) => {
for (const entry of list.getEntries()) {
// `name` will be either ‘first-paint’ or ‘first-contentful-paint’.
const metricName = entry.name;
const time = Math.round(entry.startTime + entry.duration);

ga(‘send’, ‘event’, {
eventCategory: ‘Performance Metrics’,
eventAction: metricName,
eventValue: time,
nonInteraction: true,
});
}
});
observer.observe({entryTypes: [‘paint’]});
</script>

<!– Include any stylesheets after creating the PerformanceObserver. –>
<link rel=”stylesheet” href=”…”>
</head>

Neu ist First Input Delay (FID) die bedeutet, Wie schnell reagiert der Browser auf den Klick eines Elements.

Was auch noch interessant war, dass nicht immer die AMP Seite die schnellste Variante ist. So ist bei der Seite The Guardian die responsive Variante schneller, als die AMP Variante.

Bastian hat empfohlen, das predictive Preloading per guess.js durchzuführen. Um die schnellste Variante zu haben, empfiehlt sich der Einsatz von guess.js und gatsby.js.

Vortrag 7: Jeremy Nowak – SEO-Automatisierung mit Google Apps Script

Jeremy ist Teamlead SEO bei REWE. Ziel des Ganzen ist, die Automatisierung von Vorgängen, die öfter als fünf Mal getätigt werden. Hierbei geht es auch darum, dass es eine Risikominderung gibt. Änderungen in der robtos.txt  können große Wirkung haben, daher sollten hier nur Personen Hand anlegen, die auch verstehen, was in der robots.txt vor sich geht, denn es gibt viele Einflussfaktoren auf die robots.txt:

  • SEOs
  • Plugins
  • Scrum
  • etc.

Um eine Automatisierung zu starten, wird ein neues Google Docs Sheet angelegt. Hier wird ein Google Apps Script erstellt. Google Apps Script ist das VBA der Moderne. Hier gibt es eine Vielzahl an Vorteilen:

  • Läuft auf dem Server
  • Cron-Jobs möglich
  • Automatisches senden von Veränderungsmails
  • Arbeitet mit Google Sheets

In dem Google Sheet muss in der Spalte „A1“ die URL der robots.txt hinterlegt werden.

Zur Abarbeitung gibt es vier Funktionen:

  1. Hauptfunktion
  2. Abholung der robots.txt
  3. Änderungen vergleichen
  4. Mail versenden

Zunächst werden die Daten in einem Array Zwischengespeichert. Danach wird die robots.txt aufgerufen und der Inhalt wird verglichen. Sollten sich Änderungen, gegenüber der letzten Abfrage ergeben, wird eine Mail an den Programmierer versendet, mit der Mitteilung was verändert wurde.

Neben der Prüfung der robots.txt, ist es möglich, auch Änderungen an Landingpages zu prüfen (Title, Description, etc.)

Auch die Anbindung von APIs zur weiteren Analyse ist möglich. So ist es einfach möglich, ein Website-Monitoring zu erstellen, um zu prüfen, was die Konkurrenz so macht.

Vortrag 8: Artur Kosch – JavaScript SEO – Crawling, Indexierung und Auditing von Rich JS-Websites

Artur hat sich ebenfalls um das Thema JavaScript SEO gekümmert. Auch er führte an, dass das Rendering per Pupperteer erfolgen sollte, da die einfach die schnellste Variante ist. JavaScript ist im allgemeinen sehr Ressourcenintensiv. Wie schon von Rene gehört, ist der Google Bot nicht für das Rendering verantwortlich, sondern der Indexer Caffine. Der Google Bot wartet nicht auf Timeouts, so kann es dazu kommen, dass Seiten mit langer Ladezeit und viel JavaScript nicht richtig verarbeitet werden. Daher ist es immer wichtig, über die Google Site-Abfrage zu prüfen, was überhaupt indexiert wurde. Google nutzt als Crawler momentan die Version des Chrome 41. Die aktuellste Version des Google Chrome ist 70.

Vortrag 9: Michael Janssen – 9 Tricks & Hacks für den Google Tag Manager – so geht es einfacher

Michael hat neun Tricks für den Google Tag Manager an Bord gehabt. Es gibt drei beim Google Tag Manager 4 Elemente:

  1. Container
  2. Trigger
  3. Variablen
  4. Tags

Die IT muss nur noch einmal an die Seite und uns den Container installieren. Es muss also anschließend nichts mehr programmiert werden, eigentlich fühlen wir uns wie im Märchen. Leider sieht die Realität anders aus. Die IT ist unser Feind, da wir in deren Domäne eingedrungen sind und Code auf der Seite ändern können. Wir haben durch unsere Implementierungen innerhalb des Tag Managers ständig Änderungen am Quellcode, daher entsteht Chaos, da jeder ans System darf.

Code-Beispiele gab es keine, dafür 9 Punkte, die zu beachten sind:

  1. Tag Manager kennen lernen
  2. Marketing Tags verstehen. Was baue ich hier überhaupt ein
  3. Immer testen! Immer testen, was wir eingebaut haben, über den Vorschaumodus.
    1. Tag Assistant
    2. Chrome Browser
    3. Datalayer Inspector+ (Chromestore)
    4. Entwicklerkonsole
  4. Wer keine Ahnung hat, erhält KEIN ZUGRIFF. Nur die, die Ahnung haben sollen Zugriff darauf bekommen. Jeder über ein eigenes Google Konto einloggen um nachzuverfolgen, wer was gemacht hat
  5. Arbeitsbereiche nutzen
  6. Arbeiten Dokumentieren
  7. Lerne wichtige Sachen
    1. HTML und CSS-Kenntnisse sollten vorhanden sein
    2. RegEx
    3. JavaScript
  8. Datalayer füllen
  9. Admin-Konto zum freischalten und entfernen von Usern

Vortrag 10: Jens Altmann – Automatisierung von Analysen für DUMMIES

Jens zeigte auf, wie nach der mythischen Regel, dem Paretoprinzip vorgegangen wird. Es heißt 20% der Tätigkeit machen und 80% des Erfolges ausdrücken.

Eins ist klar, Entwickler sind immer auf dem Weg nach kreativen Lösungen und um effizient zu arbeiten muss der Kompetenzfokus beachtet werden. Zudem ist wichtig, dass immer das EVA Prinzip verdeutlicht und angewandt wird. Des Weiteren sprach er MVC Pattern an:

M odel
V iew
C ontroller

MVC in Google bedeutet folgendes:

Model –> Sheets
View –> Docs, Forms
Controller
–> Sheets, Google App Script

Das Google App Script ist nicht nur das VBA der Moderne, es basiert auf JavaScript. Es ist eine Mischung aus JS 1.6 und 1.7.

Vortrag 11: Lars Weber – Und plötzlich war das Ranking weg

Lars hat sich um das Thema Duplicate Content und damit verbunden um Black Hat SEO gekümmert. Er sprach davon, dass ein Kunde aus dem Bereich Wohnen hochwertige Backlinks bekommen hat, doch auf einmal kam es zu einem riesigen Rankingabfall. Nach entsprechender Prüfung, auch dank Tools wie Copyscape konnte herausgefunden werden, dass es ein DC Problem gab. Hier wurde Datenklau betrieben und auf einer anderen Seite mit dem eigenen Text Schabernack getrieben. Somit wurde Black Hat SEO betrieben. Black Hat SEO schadet der eigenen Marke. Hier gab es eine Traffic-Umverlagerung und eine Brandschädigung. Heute wird gerne mit Expired Domains gearbeitet, auf denen ein Klon der eigentlichen Seite erstellt wird. Oft sind es Klons der Seite mit veränderten Worten und Links auf Dating- oder Pornoseiten.

In der Google Search Console kann über den Reiter „Links zu Ihrer Webseite“ geschaut werden, ob hier unnatürliche Domains aufgelistet sind. Dies kann ein Indiz sein für Datenklau.

Um diese Probleme wieder zu beheben hilft die Meldung an Google und das Einschalten eines Anwalts. Wenn die Daten bei Google gemeldet werden, sind hier die falschen Daten recht schnell entfernt aus dem Index. Bei einem weiteren Kunden war gedacht worden, der Abfall sei durch das „Medcine“ Update Anfang August zu Stande gekommen. Etwas später hat sich allerdings herausgestellt, dass auch hier Datenklau betrieben wurde und sich DC aufgebaut hatte. Nachdem die Domain wieder „frei“ war, stieg die Sichtbarkeit wieder an.

Vortrag 12: Felix Wunderwald- Automatisierte Textgenerierung durchgespielt – Content Skalierung für SEO nutzen

Felix hat zu Beginn auf das Ebenenmodell von Karl Kratz verwiesen und den Anstoß gegeben, nach seiner Methode Texte zu schreiben. Von größter Bedeutung ist, dass der Text einen Mehrwert und einen Sinn generiert. Die ist das A&O.

Die Textautomatisierung erfolgt nach 4 Punkten:

  • Datenimport
  • Regelwerk
  • Text
  • Export

Am Ende des Tages muss immer noch der Mensch sagen, was die Maschine generieren soll. Ein wichtiger Punkt ist auch, dass die Texte horizontal und nicht vertikal geschrieben werden. Dies ist ganz wichtig und muss unbedingt beachtet werden.

Zum Abschluss gab es noch den Hinweis, das Textspinning eher NO ist und Natural language generating (NLG) Yes.

18:30Uhr – 19:30Uhr
Superpanel

Zum Superpanel sammelten sich nochmal alle Teilnehmer in Raum 2. Die Stimmung war gut und man erwartete Großes. Zu Beginn wurden die 3 besten Speaker des Abends geehrt. Herzlichen Glückwunsch hierfür an Dr. Mario Fischer (3.), an Jan Brakebusch (2.) und ganz besonders an Dorothea Bakker (1.)
Danach gab es aber noch eine kleine Überraschung – ein absolutes Highlight des Tages. Veranstalter Fabian Rossbacher stellte Jean Pereira vor. Am Anfang war die Stimmung im Raum von Skepsis und Neugier bestimmt. „Wer ist das?“ – „Der ist aber noch jung – was will der uns denn beibringen?“ Aber sobald sein Vortrag losging, sah man immer mehr offene Münder. Jean war Hacker. Aber auf der „guten“ Seite. Er hilft Unternehmen wie Google, Apple, Microsoft und Co. dabei ihre Software sicher zu machen.

Besonders interessant, aber auch erschreckend, war zu sehen, wie unsicher unsere Daten eigentlich sind und was Menschen erreichen können, die sich damit auskennen. Am Ende des kurzen, aber interessanten Vortrags von Jean dachte vermutlich jeder im Raum dasselbe: „Zum Glück steht er auf der „guten“ Seite und nicht gegen uns!“
Anschließend ging es mit dem Superpanel los. Hierzu fanden sich auf der Bühne Johannes Beus, Bastian Grimm, Julius Dücker, Christian Solmecke, Jens Fauldraht und auch wieder Jean Pereira auf der Bühne zusammen. Gemeinsam wurden zwei Onlineshops auf Herz und Nieren getestet und bewertet. Im Fokus standen die Punkte OnPage, Content, Technik, Recht und Sicherheit. Das Ganze wurde in einer entspannt lockeren und humorvollen Runde durchgeführt.

Fazit SEO-Day 2018

Fabian Rossbacher und sein Team haben wieder einmal eine großartige Konferenz auf die Beine gestellt. Viel Input aus drei Räumen und dem Superpanel nehmen wir gerne mit in die Agentur, um dies nun nach und nach auch bei uns (wenn nicht schon geschehen) mit in den täglichen Ablauf zu integrieren. Eine klasse Auswahl an Speakern konnten wir so erleben. Wir kommen gerne nächstes Jahr wieder.

Weitere Recaps findet Ihr hier:

 

Alle Sketchnots von der „unglaublichen“ Ines Schaffranek von Pheminific.