Statistiken in Snapchat, Instagram und Co.: Was lässt sich im ephemeral Marketing messen?

Beschreibung zum kostenlosen Online Marketing Webinar

Instagram Stories, Snapchat, Anchor und ähnliche ephemeral Netzwerke werden aktuell hoch gelobt. Sie ermöglichen zwar den direkten Kontakt zu Kunden, doch um Statistiken und die Messbarkeit der Kommunikation ist es schlecht bestellt. Mit etwas Erfahrung und den richtigen Tools lassen sich jedoch relevant Statistiken erfassen. Christian Müller zeigt praxisnah, wie sich was im ephemeral Bereich messen lässt.

Video zum Webinar

Webinar Termin:

18.12.2017

11:00 Uhr - 11:45 Uhr

Was Du nach dem Webinar gelernt hast:

  • Welche Statistiken bei ephemeral Netzwerken erfassen lassen.
  • Wie sich diese messen lassen.
  • Welche Tools und Workflows dafür nötig sind.

Zielgruppe:

  • Anfänger
  • Online Marketing Manager
  • Content Marketing Manager
  • PR-Mitarbeiter

 

Kurzeinführung ins Ephemeral-Marketing

Die meisten Marketingmaßnahmen zielen auf mittel- oder langfristige Ziele ab, um also langfristig eine gute Kundenbindung auf Snapchat, Instagram, Facebook und Co. zu erreichen. Ephemeral-Marketing hingegen ist eine kurzlebige Marketingstrategie. Sie bedient sich beispielsweise der Storys in Instagram und Snapchat und dem Status in WhatsApp. Dieses Feature wurde erst vor kurzem in Facebook integriert. All diese Funktionen haben eines gemeinsam: Nach einer gewissen Zeit verschwinden diese Beiträge wieder. Dies macht den besonderen Reiz des Ephemeral Marketings aus. Die junge Zielgruppe – vorrangig werden die genannten Medien von Jugendlichen verwendet – wird durch diese kurze Verweildauer solcher Beiträge dazu animiert, sich mit diesen zu befassen. Ein weiterer Vorteil liegt in der hohen Glaubwürdigkeit, die solche kurzlebigen Beiträge mit sich bringen. Beiträge, die ohnehin nach kurzer Zeit wieder verschwinden – und somit nicht dem Prinzip „das Internet vergisst nie‟ folgen – entstehen meistens spontan und ohne, dass Bilder umfassend bearbeitet werden, bevor die breite Masse diese zu sehen bekommt. Durch die hohe Authentizität sind die User eher bereit, mit dem Urheber temporärer Beiträge in Interaktion zu treten, also beispielsweise Kommentare zu hinterlassen – die im Falle von Storys (Instagram und Snapchat) als Direktnachrichten ankommen und somit nicht von anderen einsehbar sind. Dies ist ein weiterer, großer Vorteil des Ephemeral Marketings. Die Direktnachrichten sollten auf jeden Fall in den Statistiken auftauchen, da sie darüber informieren, wie die Story bei den Followern ankam – und an welchen Stellschrauben etwas verändert werden sollte.

 

Social Media Mobile

Die mobilen Suchanfragen haben die Zahl der Suchanfragen über Laptop überholt.

Um diese Form des Marketings für sich effizient nutzen zu können, sollten Sie unbedingt den Mobile-First-Ansatz berücksichtigen. Mobile Endgeräte sind seit einigen Jahren auf dem Vormarsch und lösten im Jahre 2016 den Computer als bis dato meist verwendetes Endgerät ab. Jede Marketingmaßnahme sollte also unbedingt das Prinzip „Mobile First‟ berücksichtigen.

 

Social Media Ranking

Was ist die beliebteste Social Media Plattform?

Bevor es an die Kennzahlen geht, folgen Statistiken über die meistverwendeten Netzwerke. WhatsApp führt mit 68 % diese Auflistung an, gefolgt von Facebook mit 33 % und Instagram (9%). Eine Besonderheit stellt dabei die Tatsache dar, dass Facebook und WhatsApp von den meisten täglich und Instagram im Durchschnitt wöchentlich verwendet wird. Diese Tatsache sollte man bei der Konzeption einer Ephermal-Marketing-Strategie nicht außer Acht lassen.

Wie lässt sich der Erfolg solcher Marketingmaßnahmen messen?

Zunächst ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, welche Kennzahlen für die Statistiken besonders relevant sind. Zu nennen wäre da die Reichweite solcher Maßnahmen. Es ist wichtig zu wissen, wie viele Menschen die Story (Facebook sahen. Mit der Reichweite ist in diesem Fall gemeint, wie viele Menschen theoretisch die Chance gehabt hätten, sich die Story anzusehen. Dies ist die absolute Reichweite. Die nächste Kennzahl ist die Öffnungsrate. Diese zeigt auf, wie viel Prozent der in Reichweite befindlichen User tatsächlich auch die Story geöffnet haben. Der Prozentsatz ist die relative Reichweite und ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Statistiken.

Eine weitere, messbare Kennzahl, die aussagekräftige Statistiken ausmachen, ist die Anzahl der Screenshots, die User von der Story angefertigt haben. Dies bietet sich zum Beispiel an, wenn man eine Art Wettbewerb austrägt, bei welchem der User aus verschiedenen Bildern seinen Favoriten auswählen soll. Die Anzahl der Screenshots gibt Aufschluss darüber, wie gut die Story bei der Fanbase ankam – und natürlich auch darüber, welches Bild für die Follower am Interessantesten ist.

Es ist nicht nur wichtig, wie viele Menschen die Story insgesamt sehen konnten und wie viele sie auch tatsächlich sahen. Auch die Completion-Rate ist von hoher Bedeutung für die Statistiken. Sie sagt aus, wie viele User die Story von Anfang bis Ende verfolgt haben – und wer zu welchem Zeitpunkt das Interesse an der Story verlor. Diese Daten sollte man vollständig mit in die Statistiken aufnehmen. Sie sind ein wesentlicher Faktor, wenn es darum geht, die Storys inhaltlich zu optimieren. Dieser Faktor sollte auf keinen Fall in den Statistiken fehlen. Auch die Länge der Storys kann und sollte den Bedürfnissen der Follower angepasst werden. Die Faktoren Inhalt, Spannung und Relevanz sollten berücksichtigt werden, damit die Story im Rahmen des Ephemeral Marketings zu einem Erfolg wird.

 

Ephemeral Marketing mit Analytics - Social Media

Was bringt Analytics im Ephemeral Marketing?

Direkt sichtbar wird der Erfolg einer Story durch die Anzahl der Kommentare, die bei einer Story als Direktnachrichten versendet werden. Durch Emojis erkennt man die emotionale Reaktion der User auf eine Story – oder auf einem bestimmten Teil von dieser. Dieser, für den Erfolg der Story, wichtige Teil lässt sich vergleichsweise einfach in der Statistik erfassen. Man sieht auf einem Blick, wie viele Nachrichten man zu der Story bekommt, über die eine Statistik erfasst werden soll.

Der letzte, direkt messbare Faktor ist die Häufigkeit, wie oft eine Story von den Usern geteilt wurde. Dies erhöht die eigene Reichweite enorm, denn auch die jeweiligen Reichweiten der Fanbase könnte die Story verfolgen.

Man kann all diese Kennzahlen händisch auf komplizierten Wegen herausfinden, um daraus die Statistiken händisch zu erstellen. Dies ist aber zeitraubend und nicht notwendig. Zwei Tools übernehmen diese Arbeit und zeigen so auf schnellstem Wege umfassende Statistiken an, mit welcher unkompliziert und schnell weitergearbeitet werden kann: Snaplytics und Delmondo. Letztgenanntes Tool bietet umfassendere Möglichkeiten, um die vorgestellten Kennzahlen auszuwerten und aus diesen Zahlen aussagekräftige Statistiken zu generieren.

Die Proversion von Snaplytics ermöglicht es, Storys vorauszuplanen. Diese Möglichkeit sollte jedoch nicht zu häufig eingesetzt werden. Bei Storys, die im Voraus geplant werden, gehen häufig die Vorteile verloren, die das Ephemeral Marketing ausmachen. Die Glaubwürdigkeit würde darunter leiden. Ebenso der Impuls des Users, sich per Direktnachricht an den Ersteller der Story zu wenden.

Beide Tools bieten die Möglichkeit des Monitorings. Das bedeutet, man kann die Reichweite anderer Accounts mit der eigenen Reichweite vergleichen. So findet man schnell heraus, ob der eingeschlagene Weg beibehalten oder die Strategie verändert werden muss. Dabei müssen jedoch die aktuell gültigen Gesetze zum Datenschutz (sowie die Datenschutzrichtlinien auf Facebook, Instagram, Snapchat und allen anderen Netzwerken, welche für eine Marketingstrategie eingesetzt werden) beachtet werden.

Delmondo ist aufgrund des Preises eher für große Unternehmen sinnvoll. Abschließend sei gesagt, dass die Genauigkeit, mit welcher die beiden Tools zu Werke gehen nicht geprüft werden kann. Man muss also ein Stück weit darauf vertrauen, dass die Zahlen stimmen. Eine Tendenz, in welche Richtung sich die Kennzahlen bewegen, lässt sich aber in jedem Fall erkennen. Außerdem arbeiten beide Tools regelkonform, es besteht also keine Gefahr, durch Snapchat oder Instagram abgemahnt oder gerügt zu werden.

 

Delmondo Social Media Snapchat

Delmondo – ein Tool um Social Videos zu analysieren.

Ad-Formate bei Snapchat

Snapads-Links lassen sich nachverfolgen. Einsetzbar sind diese Zum Beispiel, um einen Onlineshop zu bewerben.
Geofilter eignen sich gut, um physische Shops zu bewerben, da deren Standort sofort in Snapchat mitgeteilt werden kann.
Linsen bieten dem User eine Möglichkeit zur Interaktion mit dem Unternehmen. Ein bekanntes Beispiel ist Star Wars. Hier konnte der User mit verschiedenen Linsen den Brand dieser erfolgreichen Filmreihe in seinen Snapchat-Fotos verwenden.
Der Snappixel ähnelt in der Funktionsweise dem Facebookpixel. Durch beide kann das Nutzungsverhalten der User präzise analysiert werden.

Indirekte Reichweite messen

Mit der indirekten Reichweite sind die Reichweiten der User gemeint, die in der eigenen Reichweite liegen. Teilen die eigenen Follower eine Story, hat man fortan auch Zugriff auf die User die den eigenen Followern folgen. Dafür eignen sich Hashtags. Zum Beispiel kann man sich für eine bestimmte Aktion (Gewinnspiel, Abstimmung oder Ähnliches), einen passenden Hashtag ausdenken. Wie oft man ihn in unbekannten Userkreisen vorfindet, gibt Aufschluss darüber, wie oft der Beitrag geteilt wurde.

Auch eine hohe Anzahl geteilter Screenshots ermöglicht eine höhere Sichtbarkeit der Storys, da die User der indirekten Reichweite zu Followern werden können. Wenn das geschieht, steigert dies die sogenannte Conversion-Rate.

Fazit

Mit den beiden vorgestellten Tools ist es möglich, die verschiedenen Kennzahlen, auf Instagram und Snapchat zu messen und eine leichte Tendenz zu erkennen, auch wenn die Messung nicht zu 100 % präzise ist. Es lassen sich umfangreiche Statistiken erstellen, mit deren Hilfe man die weiteren Storys und andere Marketingmaßnahmen konzipieren und schließlich umsetzen kann.

Es ist wichtig, dass das Ephemeral-Marketing nicht isoliert, sondern als Teil eines Marketing-mixes betrachtet wird. Diese kurzlebige Marketing-Strategie sollte immer mit anderen Strategien auf möglichst vielen Kanälen (Facebook, Instagram, Snapchat, WhatsApp, YouTube) kombiniert werden. Dieses Vorhaben wird von diesen Netzwerken von Haus aus unterstützt, indem Facebook es beispielsweise zulässt, dass dort gepostete Storys gleichzeitig auf Instagram und Snapchat landen.

Egal welches Ziel verfolgt wird (Conversion steigern, Traffic generieren, Reichweite erhöhen und so weiter), die vorgestellten Tools sollten in regelmäßigen Abständen eingesetzt werden, um den Erfolg auf den jeweiligen Kanälen zu messen und gegebenenfalls die Strategie auf Facebook, Instagram, Snapchat und so weiter neu auszurichten.

Abschließende Worte:
Die kurzlebige Marketing-Strategie – Ephemeral-Marketing – eignet sich besonders gut auf den Plattformen Facebook, Instagram und Snapchat, da eine direkte und vor allem vertrauliche Kommunikation mit potenziellen Kunden und Interessenten gewährleistet wird. Die vertrauliche Atmosphäre wird die Motivation der User steigern, mit Ihnen zu interagieren. Viele Facebook-Nutzer verfügen zudem über den Facebook-Messenger, was die Motivation, mit Ihnen zu interagieren, noch weiter erhöht, da es viel schneller geht als über die Facebook-Webseite. Die Statistiken, die Facebook und Co. ermöglichen, geben dabei Aufschluss über die weitere Vorgehensweise – ob eine Story inhaltlich verändert werden muss zum Beispiel. Ist die Completion-Rate – also die Anzahl derer, welche die Story bis zum Ende verfolgen – zu gering, sollte die Kernfrage der Story früher beantwortet, die Relevanz für die User erhöht oder die Spannung im Allgemeinen erhöht werden.

Kurzeinführung ins Ephemeral-Marketing

Die meisten Marketingmaßnahmen zielen auf mittel- oder langfristige Ziele ab, um also langfristig eine gute Kundenbindung auf Snapchat, Instagram, Facebook und Co. zu erreichen. Ephemeral-Marketing hingegen ist eine kurzlebige Marketingstrategie. Sie bedient sich beispielsweise der Storys in Instagram und Snapchat und dem Status in WhatsApp. Dieses Feature wurde erst vor kurzem in Facebook integriert. All diese Funktionen haben eines gemeinsam: Nach einer gewissen Zeit verschwinden diese Beiträge wieder. Dies macht den besonderen Reiz des Ephemeral Marketings aus. Die junge Zielgruppe – vorrangig werden die genannten Medien von Jugendlichen verwendet – wird durch diese kurze Verweildauer solcher Beiträge dazu animiert, sich mit diesen zu befassen. Ein weiterer Vorteil liegt in der hohen Glaubwürdigkeit, die solche kurzlebigen Beiträge mit sich bringen. Beiträge, die ohnehin nach kurzer Zeit wieder verschwinden – und somit nicht dem Prinzip „das Internet vergisst nie‟ folgen – entstehen meistens spontan und ohne, dass Bilder umfassend bearbeitet werden, bevor die breite Masse diese zu sehen bekommt. Durch die hohe Authentizität sind die User eher bereit, mit dem Urheber temporärer Beiträge in Interaktion zu treten, also beispielsweise Kommentare zu hinterlassen – die im Falle von Storys (Instagram und Snapchat) als Direktnachrichten ankommen und somit nicht von anderen einsehbar sind. Dies ist ein weiterer, großer Vorteil des Ephemeral Marketings. Die Direktnachrichten sollten auf jeden Fall in den Statistiken auftauchen, da sie darüber informieren, wie die Story bei den Followern ankam – und an welchen Stellschrauben etwas verändert werden sollte.

 

Social Media Mobile

Die mobilen Suchanfragen haben die Zahl der Suchanfragen über Laptop überholt.

Um diese Form des Marketings für sich effizient nutzen zu können, sollten Sie unbedingt den Mobile-First-Ansatz berücksichtigen. Mobile Endgeräte sind seit einigen Jahren auf dem Vormarsch und lösten im Jahre 2016 den Computer als bis dato meist verwendetes Endgerät ab. Jede Marketingmaßnahme sollte also unbedingt das Prinzip „Mobile First‟ berücksichtigen.

 

Social Media Ranking

Was ist die beliebteste Social Media Plattform?

Bevor es an die Kennzahlen geht, folgen Statistiken über die meistverwendeten Netzwerke. WhatsApp führt mit 68 % diese Auflistung an, gefolgt von Facebook mit 33 % und Instagram (9%). Eine Besonderheit stellt dabei die Tatsache dar, dass Facebook und WhatsApp von den meisten täglich und Instagram im Durchschnitt wöchentlich verwendet wird. Diese Tatsache sollte man bei der Konzeption einer Ephermal-Marketing-Strategie nicht außer Acht lassen.

Wie lässt sich der Erfolg solcher Marketingmaßnahmen messen?

Zunächst ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, welche Kennzahlen für die Statistiken besonders relevant sind. Zu nennen wäre da die Reichweite solcher Maßnahmen. Es ist wichtig zu wissen, wie viele Menschen die Story (Facebook sahen. Mit der Reichweite ist in diesem Fall gemeint, wie viele Menschen theoretisch die Chance gehabt hätten, sich die Story anzusehen. Dies ist die absolute Reichweite. Die nächste Kennzahl ist die Öffnungsrate. Diese zeigt auf, wie viel Prozent der in Reichweite befindlichen User tatsächlich auch die Story geöffnet haben. Der Prozentsatz ist die relative Reichweite und ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Statistiken.

Eine weitere, messbare Kennzahl, die aussagekräftige Statistiken ausmachen, ist die Anzahl der Screenshots, die User von der Story angefertigt haben. Dies bietet sich zum Beispiel an, wenn man eine Art Wettbewerb austrägt, bei welchem der User aus verschiedenen Bildern seinen Favoriten auswählen soll. Die Anzahl der Screenshots gibt Aufschluss darüber, wie gut die Story bei der Fanbase ankam – und natürlich auch darüber, welches Bild für die Follower am Interessantesten ist.

Es ist nicht nur wichtig, wie viele Menschen die Story insgesamt sehen konnten und wie viele sie auch tatsächlich sahen. Auch die Completion-Rate ist von hoher Bedeutung für die Statistiken. Sie sagt aus, wie viele User die Story von Anfang bis Ende verfolgt haben – und wer zu welchem Zeitpunkt das Interesse an der Story verlor. Diese Daten sollte man vollständig mit in die Statistiken aufnehmen. Sie sind ein wesentlicher Faktor, wenn es darum geht, die Storys inhaltlich zu optimieren. Dieser Faktor sollte auf keinen Fall in den Statistiken fehlen. Auch die Länge der Storys kann und sollte den Bedürfnissen der Follower angepasst werden. Die Faktoren Inhalt, Spannung und Relevanz sollten berücksichtigt werden, damit die Story im Rahmen des Ephemeral Marketings zu einem Erfolg wird.

 

Ephemeral Marketing mit Analytics - Social Media

Was bringt Analytics im Ephemeral Marketing?

Direkt sichtbar wird der Erfolg einer Story durch die Anzahl der Kommentare, die bei einer Story als Direktnachrichten versendet werden. Durch Emojis erkennt man die emotionale Reaktion der User auf eine Story – oder auf einem bestimmten Teil von dieser. Dieser, für den Erfolg der Story, wichtige Teil lässt sich vergleichsweise einfach in der Statistik erfassen. Man sieht auf einem Blick, wie viele Nachrichten man zu der Story bekommt, über die eine Statistik erfasst werden soll.

Der letzte, direkt messbare Faktor ist die Häufigkeit, wie oft eine Story von den Usern geteilt wurde. Dies erhöht die eigene Reichweite enorm, denn auch die jeweiligen Reichweiten der Fanbase könnte die Story verfolgen.

Man kann all diese Kennzahlen händisch auf komplizierten Wegen herausfinden, um daraus die Statistiken händisch zu erstellen. Dies ist aber zeitraubend und nicht notwendig. Zwei Tools übernehmen diese Arbeit und zeigen so auf schnellstem Wege umfassende Statistiken an, mit welcher unkompliziert und schnell weitergearbeitet werden kann: Snaplytics und Delmondo. Letztgenanntes Tool bietet umfassendere Möglichkeiten, um die vorgestellten Kennzahlen auszuwerten und aus diesen Zahlen aussagekräftige Statistiken zu generieren.

Die Proversion von Snaplytics ermöglicht es, Storys vorauszuplanen. Diese Möglichkeit sollte jedoch nicht zu häufig eingesetzt werden. Bei Storys, die im Voraus geplant werden, gehen häufig die Vorteile verloren, die das Ephemeral Marketing ausmachen. Die Glaubwürdigkeit würde darunter leiden. Ebenso der Impuls des Users, sich per Direktnachricht an den Ersteller der Story zu wenden.

Beide Tools bieten die Möglichkeit des Monitorings. Das bedeutet, man kann die Reichweite anderer Accounts mit der eigenen Reichweite vergleichen. So findet man schnell heraus, ob der eingeschlagene Weg beibehalten oder die Strategie verändert werden muss. Dabei müssen jedoch die aktuell gültigen Gesetze zum Datenschutz (sowie die Datenschutzrichtlinien auf Facebook, Instagram, Snapchat und allen anderen Netzwerken, welche für eine Marketingstrategie eingesetzt werden) beachtet werden.

Delmondo ist aufgrund des Preises eher für große Unternehmen sinnvoll. Abschließend sei gesagt, dass die Genauigkeit, mit welcher die beiden Tools zu Werke gehen nicht geprüft werden kann. Man muss also ein Stück weit darauf vertrauen, dass die Zahlen stimmen. Eine Tendenz, in welche Richtung sich die Kennzahlen bewegen, lässt sich aber in jedem Fall erkennen. Außerdem arbeiten beide Tools regelkonform, es besteht also keine Gefahr, durch Snapchat oder Instagram abgemahnt oder gerügt zu werden.

 

Delmondo Social Media Snapchat

Delmondo – ein Tool um Social Videos zu analysieren.

Ad-Formate bei Snapchat

Snapads-Links lassen sich nachverfolgen. Einsetzbar sind diese Zum Beispiel, um einen Onlineshop zu bewerben.
Geofilter eignen sich gut, um physische Shops zu bewerben, da deren Standort sofort in Snapchat mitgeteilt werden kann.
Linsen bieten dem User eine Möglichkeit zur Interaktion mit dem Unternehmen. Ein bekanntes Beispiel ist Star Wars. Hier konnte der User mit verschiedenen Linsen den Brand dieser erfolgreichen Filmreihe in seinen Snapchat-Fotos verwenden.
Der Snappixel ähnelt in der Funktionsweise dem Facebookpixel. Durch beide kann das Nutzungsverhalten der User präzise analysiert werden.

Indirekte Reichweite messen

Mit der indirekten Reichweite sind die Reichweiten der User gemeint, die in der eigenen Reichweite liegen. Teilen die eigenen Follower eine Story, hat man fortan auch Zugriff auf die User die den eigenen Followern folgen. Dafür eignen sich Hashtags. Zum Beispiel kann man sich für eine bestimmte Aktion (Gewinnspiel, Abstimmung oder Ähnliches), einen passenden Hashtag ausdenken. Wie oft man ihn in unbekannten Userkreisen vorfindet, gibt Aufschluss darüber, wie oft der Beitrag geteilt wurde.

Auch eine hohe Anzahl geteilter Screenshots ermöglicht eine höhere Sichtbarkeit der Storys, da die User der indirekten Reichweite zu Followern werden können. Wenn das geschieht, steigert dies die sogenannte Conversion-Rate.

Fazit

Mit den beiden vorgestellten Tools ist es möglich, die verschiedenen Kennzahlen, auf Instagram und Snapchat zu messen und eine leichte Tendenz zu erkennen, auch wenn die Messung nicht zu 100 % präzise ist. Es lassen sich umfangreiche Statistiken erstellen, mit deren Hilfe man die weiteren Storys und andere Marketingmaßnahmen konzipieren und schließlich umsetzen kann.

Es ist wichtig, dass das Ephemeral-Marketing nicht isoliert, sondern als Teil eines Marketing-mixes betrachtet wird. Diese kurzlebige Marketing-Strategie sollte immer mit anderen Strategien auf möglichst vielen Kanälen (Facebook, Instagram, Snapchat, WhatsApp, YouTube) kombiniert werden. Dieses Vorhaben wird von diesen Netzwerken von Haus aus unterstützt, indem Facebook es beispielsweise zulässt, dass dort gepostete Storys gleichzeitig auf Instagram und Snapchat landen.

Egal welches Ziel verfolgt wird (Conversion steigern, Traffic generieren, Reichweite erhöhen und so weiter), die vorgestellten Tools sollten in regelmäßigen Abständen eingesetzt werden, um den Erfolg auf den jeweiligen Kanälen zu messen und gegebenenfalls die Strategie auf Facebook, Instagram, Snapchat und so weiter neu auszurichten.

Abschließende Worte:
Die kurzlebige Marketing-Strategie – Ephemeral-Marketing – eignet sich besonders gut auf den Plattformen Facebook, Instagram und Snapchat, da eine direkte und vor allem vertrauliche Kommunikation mit potenziellen Kunden und Interessenten gewährleistet wird. Die vertrauliche Atmosphäre wird die Motivation der User steigern, mit Ihnen zu interagieren. Viele Facebook-Nutzer verfügen zudem über den Facebook-Messenger, was die Motivation, mit Ihnen zu interagieren, noch weiter erhöht, da es viel schneller geht als über die Facebook-Webseite. Die Statistiken, die Facebook und Co. ermöglichen, geben dabei Aufschluss über die weitere Vorgehensweise – ob eine Story inhaltlich verändert werden muss zum Beispiel. Ist die Completion-Rate – also die Anzahl derer, welche die Story bis zum Ende verfolgen – zu gering, sollte die Kernfrage der Story früher beantwortet, die Relevanz für die User erhöht oder die Spannung im Allgemeinen erhöht werden.