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Video-Marketing: Mit kleinem Budget das Internet erobern

Video-Marketing: Mit kleinem Budget das Internet erobern

Lesezeit: 16 Min | Autor: Steffen Jung

Der wohl emotionalste Held des Internet-Marketings ist das Video. Richtig eingesetzt kann dieses Medium viele Türen zur eigenen Zielgruppe und Kundschaft öffnen. YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. 1,9 Milliarden eingeloggte Menschen nutzen diese jeden Monat. Und doch wird Video-Marketing in zahlreichen Unternehmen noch nicht eingesetzt: Der große Unbekannte erfordert gefühlt viel Aufwand und Zeit.

Doch mit der richtigen Herangehensweise, einigen Tipps und den richtigen Tools ist es relativ einfach und günstig, ein zielgerichtetes Video zu erstellen. Insbesondere für Agenturen und Marketing-Fachleute, für die Online-Marketing, technische Aspekte und SEO keine Fremdwörter sind, bieten sich gute Chancen zum Erfolg und für zusätzliche Umsätze über Video-Marketing.

Warum Videos?

Im Vergleich von vielen Marketing-Aktivitäten zeigt sich das Video-Marketing sicherlich als eine der emotionalsten Möglichkeiten. Hierüber lässt sich wirklich jede Zielgruppe gut abholen. Gerade bei Kaufentscheidungen spielen Emotionen eine große Rolle. Daher bieten Videos großes Potential, Produkte, Angebote und Marken über Geschichten in Videos zu inszenieren. Viele Interessierte schauen Videos, ehe sie sich zu einem Kauf entschließen. Darüber hinaus bieten Videos tolle Chancen, erklärungsbedürftige Produkte zu zeigen und Angebote erlebbar zu machen. Nicht zu vergessen, dass die Erstellung eines Videos großen Spaß machen kann.

Was auch immer dir für ein Video vorschwebt: Auf den passenden Inhalt und eine zielgerichtete Ausrichtung kommt es an. Es lohnt sich, bereits zu Beginn eine genaue Vorstellung zu entwickeln und diese auszuarbeiten. In diesem Artikel erfährst du mehr über das Grundwissen zu Videos, sowie Tipps zur Planung, Erstellung und zur besseren Auffindbarkeit. Sicherlich nutzt du in deinem täglichen Arbeitsleben gerne effiziente Tools. Wir haben einige geniale Tools für dich getestet, so dass du dich auch selbst an die Video-Erstellung wagen kannst, ohne viel Geld investieren zu müssen. Denn viele Arten von Videos können von dir – vom Konzept bis zur Umsetzung – direkt realisiert werden. Du benötigst dafür nur etwas Planung, Kreativität und natürlich Zeit.

Inhalte für ein erfolgreiches Video

Um ein ansprechendes Video zu erstellen solltest du dir als erstes genau überlegen, welchen Zweck du mit dem Video erreichen möchtest. Kläre also im ersten Schritt welche Vorgaben beachtet und welche Ziele erreicht werden sollen. Was kann man mit Video-Marketing überhaupt erreichen? Nachfolgend findest du ein paar Anregungen.

Ziele von Video Marketing

1) Interesse wecken

Ein Video kann begeistern und Interesse an Produkten oder Angeboten wecken.

2) Bekanntheit steigern

Ein Video kann Produkte und Angebote bekannter machen. Insbesondere eine gute Platzierung in den Suchmaschinen und eine hohe Reichweite können hier zum Erfolg führen.

3) Image verbessern

Viele Kunden möchten ihr Image verbessern oder mit bestimmten Begriffen assoziiert werden. Dies funktioniert mit Videos für das Image des gesamten Unternehmens genauso wie für das Image bestimmter Produkte und Angebote.

4) Kaufentscheidung unterstützen

Ein Video kann ein Angebot oder Produkt oftmals mitreißender beschreiben als andere Marketingmaßnahmen. So kann der potentielle Kunde begeistert werden, um eine Kaufentscheidung zu unterstützen.

5) Kundenbindung steigern

Informationen mit Mehrwert oder Tipps zur konkreten Nutzung eines Produktes können den Kunden weiter binden oder Cross-Sales anbieten.

Den richtigen Inhalt für dein Video zu konzipieren ist das Kernstück der Arbeit. Technisch kann das Video noch so toll umgesetzt sein, wenn die Message nicht passt, wirst du dein Ziel nicht erreichen können. Daher macht es stets Sinn, sich an den Zielen zu orientieren. Was soll das Video erreichen? Was sollte es vermitteln? Welche Art des Videos passt am besten dazu?

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Die Wirkung zählt: Erfolgreich zum Ziel mit Video-Marketing

 

Mach dir vorab Gedanken über die Wirkung deines Videos. Jedes Video sollte letztendlich einen Mehrwert für deine Zielgruppe bieten. Nur so kannst du den Betrachter zum Zuschauen animieren. Das Video sollte also zum Beispiel entweder ansprechend unterhalten, den Betrachter für das Produkt oder Unternehmen interessieren, Wissen vermitteln oder das Interesse wecken, sich näher mit einem Thema zu beschäftigen. Es gibt zahlreiche Arten von Videos wie zum Beispiel Imagevideos, Produktpräsentationen, Erklär- und How-To-Videos oder redaktionelle Videos wie Interviews oder Reportagen. Produkt- und Erklärvideos eignen sich zum Beispiel gut dazu, Interesse zu wecken.

Denke auch über Anreize nach, die zum weiteren Teilen animieren. So kann das Video später “für dich arbeiten” und in den richtigen Kreisen, wie auch in den sozialen Netzwerken von Fans geteilt werden. Viral geht bei jedem Inhalt zwar nur ein ganz kleiner Prozentsatz, dennoch möchtest du ja, dass dein Video die gesteckten Ziele erreichen kann. Hochwertige Inhalte, etwas lernen zu können, emotional zu berühren oder den Zuschauer herzhaft zum Lachen zu bringen, erhöhen deine Chancen deutlich.

Keyword Recherchetools für Video Marketing

Nachfolgend findest du einige Recherchetools, die zur Ideenfindung, zum Erarbeiten von Video-Inhalten und der Keyword-Suche gut genutzt werden können.

AnswerThePublic kann dir für den Einstieg viele Inspirationen liefern. Auf Basis der Suchmaschinendaten von Google und Bing werden deine Keywords grafisch ansprechend aufbereitet nach häufig gestellten Fragen, Verhältniswörtern, Vergleichen und vielem mehr.

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Screenshot von AnswerThePublic für das Keyword “autos”

 

Du kannst übrigens auch live bei der Google- und YouTube-Suche über die Suggest-Funktion nach Ideen recherchieren. Direkt beim Tippen deines Suchworts werden dir häufig verwendete Keywords angezeigt. Ein paar Anregungen:

  • auto a (zeigt häufige Suchen die mit a beginnen. Probiere weitere Buchstaben aus.)
  • auto (“leasing” auswählen, dann Leertaste usw.)

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    Google Suggest

  • auto wie (füge zwischen “auto” und “wie” ein paar Leerzeichen ein …)

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    Google Suggest

    Bei Google Trends bekommst du Anregungen, was gerade angesagt ist oder wo es Ausreißer nach oben gibt. Du kannst nach Regionen, Zeiten und Kategorien einschränken. Für die Video-Recherche kannst du die Auswertung auch auf die YouTube-Suche herunterbrechen.

    Wenn du tiefer einsteigen und ein Thema vielschichtig betrachten möchtest oder wenn es bei deinem Inhalt auf Nischen-Keywords ankommt, können dir auch Tools wie Ubersuggest oder der Google Ads Keyword Planer weiterhelfen.

    Gut geplant ist schon halb umgesetzt

    Bevor du dich direkt an die Umsetzung machst, solltest du dir nochmals dein Video Projekt ganzheitlich vor Augen führen. Hierbei kann dir unser Video Planer helfen. Frage dich auch, in welcher Phase der Customer Journey sich deine Zielpersonen befinden. Darauf aufbauend kannst du dir dann tiefergehende Gedanken zu der Problemstellung deiner Zielgruppe, den Mehrwerten, die du über das Video transportieren möchtest, und letztendlich über den konkreten Inhalt und die Message machen. Umso tiefer du dich in dein Video-Projekt einarbeitest, desto mehr Aspekte werden dir zu den unterschiedlichen Fragestellungen in unserem Video Planer einfallen.

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    Video Planer

     

    Download: Video Planer als PDF-Datei

    Schon bald wird dir der Platz in den Kästchen nicht mehr ausreichen und du wirst beginnen, deine Ideen ausführlicher in einem Storyboard niederzuschreiben.

    Der folgende zeitliche Aufbau hat sich für viele Arten von Videos etabliert. Du kannst dieses Schema natürlich nicht auf alle Projekte anwenden, jedoch wirst du diesen oder einen ähnlichen Aufbau bei vielen Videos wiederfinden.

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    Video Aufbau

     

    Praktische Videotools

    Es gibt eine Vielzahl genialer Video-Tools, die dich bei der Umsetzung deiner Ideen optimal unterstützen können. Weiter unten findest du unsere Übersicht praktischer Videotools – von kostenlos bis preisgünstig.

    Durch die rasante Entwicklung der Kameratechnik bei Smartphones und einfach zu bedienenden Apps zur Videobearbeitung kannst du heutzutage schon beachtliche Ergebnisse nur mit deinem Handy erzielen. Für ein superschnelles und durchaus ansehnliches Ergebnis kannst du den Video-Editor der Google Foto App einmal ausprobieren. Tippe auf den Assistenten und anschließend auf Film. Wähle dann passende Fotos oder Videos für deinen Film aus. Im Handumdrehen macht dir die KI von Google einen ersten Vorschlag mit Musik, den du dann noch weiter anpassen kannst.

    Animierte Videos eignen sich besonders gut dazu, eine Geschichte zu erzählen. Auch für etwas mehr erklärungsbedürftige oder trockenere Themen passt dieses Format hervorragend. In den letzten Jahren haben sich in diesem Feld eine ganze Reihe interessanter Cloud-Anbieter entwickelt, die für einen überschaubaren monatlichen Betrag so einiges zu bieten haben.

    So versprechen Anbieter wie Rawshorts oder Biteable, animierte Videos im Handumdrehen per Drag & Drop zu erstellen, vergleichbar mit der Erstellung einer Powerpoint. Ganz so einfach ist es nicht – doch nach etwas Einarbeitungszeit kommt man tatsächlich schnell zu Ergebnissen, die sich sehen lassen können. Die Bedienung erfolgt komplett über den Browser und es gibt eine große Anzahl an vorgefertigten Medien (Bilder, Audio, etc.) sowie komplette Vorlagen zu bestimmten Video-Themen.

    VideoScribe ist ein Klassiker zur Erstellung von Whiteboard-Animationen. Hierbei werden Grafiken und Texte von Hand gezeichnet. Die Software ist ebenso relativ günstig und bietet eine Bibliothek von über 5.000 Bildern und 190 Audioclips.

    Screencast-Tools, auch sogenannte Bildschirm-Rekorder, eignen sich ebenso gut dazu mit kleineren Budgets tolle Videos zu erstellen. So kannst du hierüber eine Software-Demonstration, eine Webseite, eine Präsentation oder ein Video-Interview abfilmen. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig und du kannst die Bildschirmaufnahmen später auch noch mit eigenen oder gekauften Videoclips kombinieren, was noch mehr Dynamik und Emotionen mit reinbringen kann.

    Eine benutzerfreundliche und zugleich auch eine der bekanntesten Lösungen in diesem Bereich ist Camtasia. Hiermit kommst du intuitiv und schnell zu guten Ergebnissen. Das Programm bietet umfangreiche Videobearbeitungsfunktionen, um deine Aufnahmen im Anschluss direkt schneiden zu können. So kannst du Texte und Effekte vorsehen oder wichtige Bereiche deiner Aufzeichnung näher heranzoomen. Die Software kostet aktuell ca. 260€. Auch kostenlose Alternativen wie zum Beispiel OBS Studio oder Free Online Screen Recorder können gute Dienste leisten. Funktionen zur nachträglichen Videobearbeitung sind hier jedoch nicht die Regel.

    Die Marktführer im Bereich Videobearbeitung / Videoschnitt sind Premiere Pro von Adobe und Final Cut Pro von Apple. Auch wenn diese Programme mittlerweile relativ günstig per Abonnement oder Kauflizenz zu erwerben sind, so eignen sie sich für Einsteiger nur bedingt. Kostenlose Alternativen wie die Open Source-Software Shotcut für Windows, Mac und Linux oder VSDC Free Video Editor können hierbei den Einstieg etwas erleichtern. Effekte, Filter und unterschiedliche Arten von Übergängen bei Videoschnitten bieten alle Tools, wobei diese erfahrungsgemäß auch eher dezent eingesetzt werden sollten. Auch in diesem Segment gibt es zunehmend Konkurrenz aus der Cloud: Der Online-Video-Editor WeVideo ermöglicht die komfortable Videoerstellung direkt über den Browser sowie über Tablets und Smartphones. Hierbei kann man eigene Clips hochladen oder auf umfangreiche Bibliotheken und Vorlagen zurückgreifen.

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    Hilfreiche Videotools

    Die richtige Videoauflösung

    Bei der Realisierung deines Videos solltest du auf eine ausreichende Videoauflösung achten. Die meisten Camcorder und Smartphones nehmen Videos im Full-HD Format mit 1.920 x 1.080 Pixel (1.080p) im Seitenverhältnis 16:9 auf. Dieses Seitenverhältnis verwendet auch YouTube standardmäßig auf Computern. Mit UltraHD, 4K & Co setzt sich der Trend zu immer hochauflösenderen Videos fort. Eine höhere Auflösung ist grundsätzlich immer gut, jedoch sollten deine Tools diese Formate auch unterstützen. Wenn du mehrere Clips kombinieren möchtest, beachte, dass diese die gleiche Auflösung oder zumindest das gleiche Seitenverhältnis haben. Geringere Auflösungen wie zum Beispiel SD (480p) oder HD (720p) sind nicht mehr zeitgemäß.

    SEO: Tipps für eine bessere Auffindbarkeit

    SEO, sprich eine gute Auffindbarkeit in den organischen Suchergebnissen, ist heutzutage für alle Unternehmen ein wichtiges Thema. Insofern sollte Video-/YouTube-SEO bei keiner Marketing-Strategie vernachlässigt werden. Das gute dabei: Wer mit SEO allgemein schon Erfahrungen hat, sollte sich in YouTube-SEO auch rasch einarbeiten können.

    Eine gute Kommunikation und echte Mehrwerte sind wie so häufig entscheidend. Wenn der Inhalt passt, kannst du dir bei jedem Video überlegen, ob folgende Anregungen zu dir und dem ausgewählten Format passen.

    7 Faktoren für erfolgreiches YouTube Video-SEO

    Um in YouTube gut aufgefunden zu werden, behalte die folgenden Faktoren im Blick:

    1. Keywords

    Überlege dir bereits vor der Realisierung, welche Keywords für dein Video in Frage kommen. Generell gilt: Besser eine starke Nische als zu allgemeine Keywords. Verwende deine Keywords im Titel, in der Beschreibung, in den Tags und als gesprochener Text am Beginn deines Videos. Beachte jedoch bei aller Wichtigkeit von Keywords, dass du das Video für deine Zuschauer und nicht für eine Suchmaschine erstellst.

    2. Videotitel

    Dein Videotitel sollte hohe Aufmerksamkeit erzeugen und zum Klicken animieren. Achte darauf, dass du im Titel bereits den Mehrwert und das Thema klar kommuniziert. Versuche möglichst schon vor der Produktion deinen Titel auszuformulieren um dein Video bestmöglich daran ausrichten zu können.

    3. Beschreibung

    Füge deinem Video eine ausführliche Beschreibung hinzu, so dass jeder Betrachter sofort erfassen kann, um was es in deinem Video geht und was der Mehrwert oder das Learning für ihn sein kann. Für die Beschreibung kannst du häufig auch dein Skript als Grundlage nehmen. Auch weiterführende Links können gut platziert werden. Bringe diese jedoch nicht direkt zu Beginn der Beschreibung, da dieser häufig in den Suchergebnissen erscheint.

    4. Vorschaubild

    Das Vorschaubild für dein Video ist von hoher Relevanz. Es sollte den Besucher direkt ansprechen und zum Betrachten deines Videos animieren. Das Vorschaubild wirkt in der Suche zusammen mit deinem Titel und der Beschreibung und wird häufig auch beim Teilen in den sozialen Netzwerken angezeigt. Schau dir im Vorfeld für deine Keywords die ersten 10-20 Suchergebnisse in YouTube an und überlege wie du dich gestalterisch vom bisherigen Feld abheben kannst. Ideen kannst du dir auf canva.com finden. Hier gibt es viele tolle, kostenlose Vorlagen und du kannst diese direkt mit Bildern und Texten für dich anpassen.

    5. Intro / Einleitung

    Erfahrungsgemäß entscheiden die ersten 10 bis 30 Sekunden, ob deine Zuschauer das Video weiter anschauen. In diesem Zeitraum entscheidet der Betrachter, ob das Video ihn anspricht und einen Mehrwert bieten kann. Falls möglich, spreche den Zuschauer zu Beginn des Videos direkt an. Gewinne seine Aufmerksamkeit und zeige kurz auf, um was es geht und was der Benefit deines Videos ist. Spannende Zahlen, Daten und Fakten funktionieren hier in der Regel recht gut. Je nach Art des Videos kannst du im Intro auch beweisen, was dich in dem Thema auszeichnet.

    6. Watchtime

    Die Watchtime ist der entscheidende Rankingfaktor bei YouTube. Dabei handelt es sich um die von allen Zuschauern absolut geschaute Zeit in Minuten und Sekunden deines Videos. Diese Zahl kannst du jederzeit in YouTube einsehen. Die hohe Kunst ist also den Zuschauer so zu binden, dass er das Video bis zum Ende oder eben möglichst lange anschaut. Um dies zu erreichen, sind die Relevanz und Mehrwerte entscheidend. Ergo: Je länger das Video, desto höher kann deine Watchtime werden:
    Langes Video + hohe Zuschauerbindung = Hohe Watchtime = Potenziell gutes Ranking

    7. Interaktion

    Es hat sich bewährt, am Ende des Videos zur Interaktion zu animieren. Rufe deine Betrachter konkret zum Liken und Kommentieren auf. Wichtig ist dann natürlich auch, auf eingehende Kommentare zu antworten, so dass sich deine Fans auch wirklich ernst genommen fühlen. Ratsam ist es auch, ganz am Ende des Videos deine Website und Social-Media-Präsenzen zu erwähnen und ggf. auch zu verlinken.

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    Worauf es bei Video-SEO ankommt

     

    Der YouTube-Kanal

    Wer regelmässiger Videos erstellt, sollte sich idealerweise auch etwas mehr um seinen YouTube-Kanal kümmern. Denn ein YouTube-Kanal ist mehr als nur ein Speicherplatz für Videos. Du kannst ihn vielmehr als Community-Plattform für deine Zielgruppe betrachten. So kann das eigene Erscheinungsbild optimal präsentiert, Videos nach Kategorien unterteilt oder mit einem Kanaltrailer die Zielgruppe richtig abgeholt werden. Vergiss nicht, dass du bei allem, was du hier machst, immer mit Menschen in Verbindung stehst und diese abholen möchtest. Daher gilt: Umso mehr Liebe, Engagement, Authentizität du in deinen Kanal steckst, desto erfolgreicher wirst du sein. Und umso eher hast du auch die Chance, direkt mit deiner Zielgruppe in Kontakt zu treten.

    Reichweite und Verbreitung

    Wenn dein tolles Video umgesetzt wurde, stellt sich natürlich immer die Frage, wie dieses Video am besten online verfügbar gemacht werden kann. Nachdem du dir die ganze Mühe gemacht hast, solltest du dein Werk an so vielen passenden Stellen wie möglich zeigen. Je nach Art des Videos kannst du es neben YouTube auch bei Vimeo, Facebook und sonstigen Plattformen hochladen oder teilen. Ebenso kannst du das Video auf deiner Website einbinden, in deinem Newsletter erwähnen sowie es auf deinen Social-Media-Seiten teilen und einbinden. Mache dir schon frühzeitig zur Verbreitung deines Videos Gedanken – es lohnt sich!

    Die Analysephase

    Wie bei jeder anderen Aktivität empfiehlt sich eine genaue Nachbetrachtung und Erfolgsmessung, um daraus zu lernen und für zukünftige Projekte Optimierungsmaßnahmen ableiten zu können. Behalte daher die Zahl der Aufrufe, die Zuschauerbindung, die Watchtime und die Positionierungen im Blick. YouTube Analytics bietet dir hierfür einen großen Fundus an interessanten Analysedaten. So gibt dir zum Beispiel die Zuschauerbindung Auskunft darüber, ob es in deinem Video bestimmte Stellen gibt, in dem viele Zuschauer abspringen. So erhältst du wichtige Learnings, denn du möchtest ja sicher immer besser werden und deine Expertise weiter ausbauen.

    Mit der Zeit wirst du immer besser

    Falls du dich fragen solltest, welches Budget du für dein nächstes Video-Projekt einplanen solltest, so lautet unsere Antwort: Hauptsächlich Zeit. Wenn du dein Video selbst erstellst und dabei die vorgestellten kostenlosen oder kostengünstigen Tools nutzt, dann musst du kaum Geld in die Hand nehmen und bist zeitgleich unglaublich nah am Thema dran. So kannst du ein authentisches Ergebnis erreichen und du weißt, was deine Zielgruppe interessiert. Du wirst nach und nach immer besser werden und erhältst ein sehr gutes Gespür für Inhalte und Keywords.

    Allerdings gibt es natürlich auch Grenzen, was man als Einsteiger realistisch umsetzen kann. Einen hochwertigen Imagefilm wirst du selbst mit Grundlagen im (Online-) Marketing eher schwer selbst produzieren können. Hierfür fehlt dann meist doch das entsprechende Profi-Equipment und das detaillierte Fachwissen rund um Konzeption und Realisierung. In einem solchen Fall kannst du inhaltlich nah am Thema bleiben und dich mit einbringen, während du mit einer spezialisierten Video-Marketing-Agentur oder einem Spezialisten zusammenarbeitest.

    Wir wünschen dir für dein nächstes Videoprojekt viel Erfolg, viele Views und vor allem eine hohe Watchtime sowie zahlreiche begeisterte Kunden.