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Was ist Suchmaschinenmarketing (SEM)? – OMT-Magazin

Was ist Suchmaschinenmarketing (SEM)? – OMT-Magazin

Lesezeit: 17 Min | Autor: Cindy Ebner | 0 Kommentare

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Unter dem Begriff “Suchmaschinenmarketing” fasst man alle Werbemaßnahmen zusammen, die das Ziel verfolgen, qualifizierte Website-Besucher über die Suchergebnisse in Suchmaschinen zu gewinnen. Die gängige Abkürzung SEM leitet sich von dem englischsprachigen Ausdruck “Search Engine Marketing” ab. Im englischsprachigen Raum wird Search Engine Marketing häufig synonym zu “Search Engine Advertising” verwendet, bezieht sich also meist ausschließlich auf Anzeigen in der bezahlten Suche. Wenn hier die Rede von Suchmaschinenmarketing ist, sprechen wir immer sowohl von der Positionierung im bezahlten als auch im organischen Bereich der Suchergebnisseite (SERP).

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Suchmaschinenmarketing unterteilt sich dementsprechend in zwei große Teilgebiete:

1. SEA = Search Engine Advertising/Suchmaschinenwerbung = Bezahlte Suchergebnisse

2. SEO = Search Engine Optimization/Suchmaschinenoptimierung = Organische Suchergebnisse

Welche Bedeutung hat SEM im Online Marketing?

Suchmaschinenmarketing mit den beiden Teilbereichen SEA und SEO ist einer der wichtigsten Hebel im Online Marketing. Egal ob nach Informationen, Dienstleistungen, Produkten oder dem besten Restaurant in der Nähe gesucht wird: Die Recherche beginnt in den meisten Fällen in Suchmaschinen, wie Google, Bing oder Yahoo.

Da Google mit einem Marktanteil von rund 90 % den deutschen Suchmaschinenmarkt mit Abstand dominiert, konzentrieren wir uns in diesem Beitrag in erster Linie auf Suchmaschinenwerbung über Google Ads (früher: Google AdWords). Ist Deine Website in den Google SERPs prominent platziert, nutzt Du eine effektive Möglichkeit, potenzielle Kunden auf Deine Website zu führen und dort von Deinem Unternehmen zu überzeugen.

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Traffic aus Suchmaschinen ist für Unternehmen besonders wertvoll, da sich Suchmaschinenmarketing insbesondere durch seinen „Pull-Charakter“ auszeichnet. Potenzielle Interessenten werden nicht, wie bei klassischen Push-Kanälen, ungefragt mit einer mehr oder weniger relevanten Werbeeinblendung konfrontiert. Sie erhalten stattdessen eine relevante Antwort auf ihre Fragen, während sie aktiv nach einem Produkt, einer Lösung oder einer Dienstleistung suchen.

Wenn Du im Online Marketing erfolgreich sein willst, ist Suchmaschinenmarketing also unverzichtbar, um sicherzustellen, dass Deine Zielgruppe Deine Inhalte und somit Dein Unternehmen in den Suchergebnissen findet. Dennoch sollte Suchmaschinenmarketing niemals isoliert von anderen Kanälen betrachtet werden. So können wertvolle Daten und Erkenntnisse aus beiden Suchmaschinenmarketing-Disziplinen genutzt werden, um bspw. die Wirksamkeit von Branding-Maßnahmen aus klassischeren Kanälen wie TV und Print zu analysieren oder sogar, um negative PR abzuwenden.

Buchst Du Dich zum Beispiel für ein Keyword wie „Deine Marke + Kritik“ ein und schickst den User auf eine Landing Page mit positiven Kundenstimmen, kannst Du Deine Markenbotschaft effektiv kontrollieren und überlässt die Kommunikation nicht ausschließlich unabhängigen Vergleichs- oder Bewertungsportalen.

SEO + SEA = SEM

Grundsätzlich verfolgen die beiden Teilgebiete des Suchmaschinenmarketings die gleichen übergeordneten Ziele: Sichtbarkeit in der Suchmaschine in den entscheidenden Momenten in der richtigen Zielgruppe. Dabei verfolgen beide Kanäle die Absicht, den User nach dem Klick durch eine erstklassige User Experience auf der Zielseite zu überzeugen und im Idealfall zu einem zufriedenen Kunden zu konvertieren.

Der entscheidende Unterschied zwischen Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung liegt in der Art und Weise, wie die beiden Kanäle für diese Sichtbarkeit in den SERPs sorgen. Während die Suchmaschinenoptimierung das Ranking innerhalb der organischen Suchergebnisse verbessert, geht es bei der Suchmaschinenwerbung darum, Nutzer über Anzeigen im bezahlten Bereich der Suche auf die Website zu bringen.

Die SERP-Analyse: So erstellst Du Content für Position 1

Dass guter Content der Königsweg zu guten Rankings und zukünftigen Kunden ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Gerade Top-Positionen zu belegen, lohnt sich: Die ersten drei organischen Suchergebnisse teilen sich 75,1% aller Klicks, über 30% erhält allein Position 1.

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Die eindeutigste und wichtigste Gemeinsamkeit der beiden Disziplinen ist zweifellos die Verwendung von Keywords. Ein Keyword ist ein Suchbegriff, der in eine Suchmaschine eingegeben wird und sowohl aus nur einem Wort (= Head Term) als auch aus mehreren Wörtern bestehen (= Long Tail) kann. Das Keyword wird dann von der Suchmaschine durch Suchalgorithmen verarbeitet und mit dem jeweiligen Index abgeglichen bzw. findet für jede Suchanfrage eine klickpreisbasierte Auktion in Google Ads statt.

Als Ergebnis erhält der Benutzer eine Suchmaschinen-Ergebnisseite, die die relevantesten Ergebnisse zu dem jeweiligen Suchbegriff auflistet:

serps-sem-bankkonto

Da es sich also um zwei getrennte Kanäle handelt, liegen die Verantwortlichkeiten für die beiden Disziplinen in zahlreichen Unternehmen auch bei verschiedenen Teams. Dabei agieren SEA- und SEO-Teams nicht selten in Silos, verfolgen ihre eigenen Strategien und haben ihre eigenen Budgets und Prozesse. So ist es in der Realität häufig so, dass SEA-Verantwortliche meist wenig mit Sichtbarkeit, Rankings, Core Web Vitals und Content zu tun haben, während die SEOs auf der anderen Seite nur in den wenigsten Fällen eine fehlerfreie Google Search Kampagne aufsetzen, aussteuern und auswerten könnten (Ausnahmen bestätigen die Regel 😉).

Da die Anforderungen an Verantwortliche im SEA und im SEO so unterschiedlich sind, ergibt die oben beschriebene Spezialisierung innerhalb der Kanäle durchaus Sinn und wird auch zukünftig Bestand haben. Eine effektive Verzahnung der beiden Kanäle für ein ganzheitliches Suchmaschinenmarketing schließt dieser Umstand jedoch nicht aus. Beide Seiten bringen komplementäre Fähigkeiten, Know-how und Erfahrungen mit, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Von einer starken Website profitieren alle Beteiligten: SEOs, SEAs, das Unternehmen und vor allem der User.

Suchmaschinenmarketing mit SEO

SEO steht für „Search Engine Optimization“. Einfach ausgedrückt beschreibt Suchmaschinenoptimierung den Prozess der Verbesserung einer Webseite mit dem Ziel, die Sichtbarkeit in der Suchmaschine für relevante Suchanfragen zu steigern.

Sich einen der begehrten Plätze in den Top-Positionen der organischen Google-Suchergebnisse zu erarbeiten, ist gar nicht so einfach. Im Gegenteil – es müssen zahlreiche Faktoren beachtet und gezielte Maßnahmen ergriffen werden, um die Position einer Website in den organischen Suchergebnissen für ausgewählte Suchanfragen zu steigern. Diese verschiedenen Maßnahmen werden im SEO in die beiden Bereiche Onpage- und Offpage-Optimierung unterteilt.

SEO-Experte Artur Kosch definiert in seinem SEO-Guide für Anfänger die folgenden fünf Anforderungen für Rankings in Suchmaschinen:

1. Indexierbarkeit
Die Basis, damit Suchmaschinen Inhalte auf Webseiten überhaupt finden können.

2. Gesuchter Content
Hilfreiche Antworten auf die Fragen, die in Suchmaschinen gestellt werden.

3. User Experience
Die allgemeine Nutzererfahrung mit einer Website.

4. Bekanntheit
Die Bekanntheit und Autorität einer Marke im Internet.

5. SEO
Strategie, Erfahrung und Umsetzung.

seo-ranking-anforderungen

Graphische Darstellung der SEO-Ranking-Anforderungen.

Grundsätzlich kann man sich im SEO die Keywords, für die eine URL ranken soll, nicht einfach aussuchen. Zumindest gibt es keine Möglichkeit, Google zu kontaktieren und zu sagen „Bitte zeige genau diese URL für dieses Keyword auf Platz 1“. Stattdessen sollten durch eine ausführliche Keyword-Recherche alle Keywords festgelegt werden, die für ein Unternehmen relevant sind und die Optimierung der wichtigsten Keywords systematisch angegangen werden. Dabei reicht es nicht, die entsprechende Keyword-Kombination einfach irgendwo auf der Seite einzubauen. Um für ein Keyword organisch zu ranken, muss relevanter, holistischer Content erstellt werden, der dem Nutzer einen echten Mehrwert und Antworten auf die Fragen, die er sich stellt, bietet.

Suchmaschinenmarketing mit SEA

SEA ist die Abkürzung für „Search Engine Advertising“ und beschreibt das Schalten von Werbeanzeigen in Suchmaschinen. Über die Plattform Google Ads besteht die Möglichkeit, Werbung in verschiedenen Kanälen zu schalten, zum Beispiel sind neben Anzeigen neben der Google Suche auch Werbeeinblendungen auf YouTube, in Gmail und im Google Displaynetzwerk möglich. Im Suchmaschinenmarketing spielen die klassischen Suchanzeigen allerdings die größte Rolle.

Fehlende Ressourcen sind im Suchmaschinenmarketing ein gängiges Problem. Vielen Marketern fehlt die Zeit, neue und individuelle Inhalte für eine komplett neue URL zu erstellen und auf dann auf das Eintreten der organischen Rankings zu warten. An dieser Stelle wird in vielen Unternehmen als schnellere Alternative auf SEA zurückgegriffen.

Sichtbarkeit in den bezahlten Suchergebnissen ist tatsächlich auch deutlich einfacher zu erreichen als in den organischen Suchergebnissen. Mit SEA kann man es auch auf die angestrebte Top-Position in Google schaffen, wenn Ressourcen fehlen: Einfach die gewünschten Keywords einbuchen, eine ansprechende Anzeige aufsetzen, die gewünschte Landingpage hinterlegen – fertig. Vorausgesetzt, Dir steht ausreichend Werbebudget zur Verfügung, um oben mitzuspielen, kann Position 1 bei Google tatsächlich so einfach sein.

Eine SEA-Kampagne als ressourcenschonende Alternative zu SEO reicht in der Realität allerdings selten aus, um im SEA echten Erfolg zu haben. Über die Kampagne wird wohl eine kurzfristige Traffic-Steigerung auf der Zielseite eintreten. Wenn man sich vor der Anzeigenschaltung aber keinerlei Gedanken darüber macht, welche Suchintention hinter einem Keyword steckt, welche Fragen sich der Suchende an diesem Punkt seiner Customer Journey stellt, welcher Inhalt dafür auf der Zielseite enthalten sein muss und welche Conversion der Besucher im Idealfall abschließen soll, bringen auch die schönsten Traffic-Zahlen nichts mehr. Wenn ein User zwar klickt, auf der Landing Page jedoch nicht das findet, was er sucht, wird er gnadenlos abspringen. Dieser kurze Website-Besuch schmerzt besonders, wenn der Klick teuer bezahlt wurde.

Landing-Pages machen Google und Facebook Ads erfolgreich

Nach dem Klick ist vor dem Kauf. Nur der Kauf ist ein Erfolg. Der Klick kostet nur Geld. Werbung bei Google oder Facebook gehört heute zu den notwendigen Werkzeugen im Online-Marketing. Der Kampagnenerfolg hängt maßgeblich davon ab, wie mit potenziellen Kunden umgegangen wird, nachdem sie auf eine Werbeanzeige geklickt haben.

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Die Moral von der Geschichte: Keine der beiden Suchmaschinen-Marketing Disziplinen kann ihr gesamtes Potential ohne relevanten, zielgerichteten Content auf performanten Zielseiten entfalten. Letztlich kommt es nicht darauf an, die Frage „Bin ich in der Suchmaschine weit oben sichtbar?“ mit „Ja“ zu beantworten, sondern potenziellen Kunden nach dem Klick auf das organische- oder bezahlte Suchergebnis die bestmögliche User Experience zu bieten. Vorhandene Sichtbarkeit in der Suchmaschine und steigender Traffic auf der Website sind also noch lange nicht mit einer guten SEM-Strategie, zufriedenstellender Performance und einem positiven ROI gleichzusetzen.

SEO vs. SEA: Welche Disziplin sollte im Fokus einer SEM-Strategie stehen?

Vor allem in den Anfängen des Suchmaschinenmarketings wurde zwischen den beiden Kanälen SEA und SEO strikt unterschieden: Da gab es auf der einen Seite die langfristig gedachten, kosteneffektiven organischen Suchstrategien und auf der anderen Seite den unmittelbareren, leicht verdienten Zustrom von Traffic aus der bezahlten Suchmaschinenwerbung.

Leider diskutieren auch heute noch viele Marketer darüber, ob das eine besser ist als das andere. Zum Beispiel hat das Keyword „sea vs. seo” ein monatliches Suchvolumen von durchschnittlich 260.

sem-seo-vs-sea

Interessant bei der Betrachtung der Entwicklung des Suchvolumens ist vor allem der kontinuierliche Anstieg ab März 2020. Diese Entwicklung kann eine Reaktion auf die Pandemie-Situation sein, da sich seit März 2020 viele CMOs fragen müssen, wie sie ihre Marketingbudgets nun am sinnvollsten online einsetzen können (SV im März 2020: 170 vs. SV im März 2021: 390) und in welches Teilgebiet des Suchmaschinenmarketings sie investieren sollten, Suchmaschinenwerbung oder Suchmaschinenoptimierung.

Wie zuvor schon beschrieben, haben beide Kanäle selbstverständlich ihre Vor- und Nachteile. So wird SEA häufig als zu teuer und SEO als zu langsam angesehen. Unabhängig davon sollte es aber gerade im Suchmaschinenmarketing auf keinen Fall eine Entweder-Oder-Entscheidung sein. Als gleichberechtigte Teilbereiche des Suchmaschinenmarketings sollten SEA und SEO niemals in Silos betrachtet werden.

Da die beiden Disziplinen unterschiedliche Aufgaben erfüllen und mit unterschiedlichen Mitteln arbeiten, kommt es letztendlich immer auch auf Dein Business-Modell und die individuellen Ziele Deines Unternehmens an.

Eines ist jedoch sicher: Effektives Suchmaschinenmarketing kann ohne eine organische SEO-Strategie nicht existieren. Außerdem gibt es gleichermaßen Situationen, in denen SEA der effektivere Kanal ist. Die beiden Kanäle ergänzen sich in ihren Vor- und Nachteilen perfekt. Der Schlüssel zum Erfolg im Suchmaschinenmarketing liegt daher in der effektiven Kombination der beiden Disziplinen.

In der Praxis gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die beiden Kanäle intelligent miteinander zu verzahnen.
In den nächsten Abschnitten haben wir für Dich unsere drei Top-Tipps für eine holistische Suchmarketing-Strategie zusammengefasst:

1. SERP-Dominanz ohne Kannibalisierung

2. Austausch von relevanten Daten

3. Wechselwirkung zwischen On-Page-Optimierung und dem Qualitätsfaktor

1. SERP-Dominanz ohne Kannibalisierung

Viele Unternehmen verkaufen die folgende Herangehensweise als ganzheitliche Suchmaschinenmarketing-Strategie: SEA nutzen, um an der Spitze der Suchergebnisseite sichtbar zu sein, bis die SEO-Maßnahmen Wirkung zeigen und man die Google Ads abschalten kann.
Diese „Strategie“ weist allerdings in vielerlei Hinsicht Mängel auf:

  1. Es wird nie eine Garantie geben, dass ein Unternehmen durch SEO für alle unternehmensrelevanten Keywords auf Seite 1 der SERPs landet.
  2. Selbst wenn das Ziel erreicht wird, gibt es aufgrund von regelmäßigen Updates im Google-Algorithmus und aktiven Mitbewerbern keine lebenslange Garantie, dass das Unternehmen die Position für immer halten kann.
  3. Featured Snippets, No Click Searches und immer prominentere Anzeigenplatzierungen sorgen dafür, dass das erste organische Ergebnis nicht immer in der hart erarbeiteten Spitzenposition dargestellt wird.

Für Keywords, die für die übergeordnete Unternehmensstrategie und -positionierung relevant sind, ist es also sinnvoll, im organischen und im bezahlten Ranking präsent zu sein. Wenn ein bestimmtes Unternehmen in den SERPs gut vertreten ist, ist dies für Kunden zudem das Signal, dass es sich um ein seriöses Unternehmen handelt, das hochwertige Produkte oder Dienstleistungen anbietet.

Nun zur sagenumwobenen und vielbesungenen Frage: Stiehlt SEA dann SEO nicht die Klicks? Nein, in der Regel werden zusätzlich laufende SEA-Kampagnen immer für eine inkrementelle Steigerung des Gesamt-Traffics sorgen. Die meisten Klicks entstehen aus Vertrautheit. Ist ein Nutzer mit einer Marke vertraut, ist die Klick-Wahrscheinlichkeit deutlich höher. Etwa 70 % aller Suchen resultieren in einem Klick auf ein organisches Ergebnis, bezahlte Ergebnisse erhalten meist deutlich weniger Klicks. Dennoch ist dies kein Grund, auf eine Positionierung im bezahlten Bereich zu verzichten, denn Suchende sind im organischen Bereich noch klickfreudiger, wenn sie ein bezahltes Ergebnis daneben sehen, da die doppelte Platzierung die Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit Deines Unternehmens steigert.

Dennoch ist es nur in intelligenter Zusammenarbeit von SEO und SEA möglich, die SERPs gemeinsam zu regieren. Daher ist es bei dieser SEM-Strategie essenziell, die Auswirkungen der einzelnen Kanäle aufeinander zu testen und alle Daten komprimiert zu überwachen, um bei Änderungen schnellstmöglich reagieren zu können.

2. Austausch von relevanten Daten

Daten sind das Lebenselixier einer jeden Suchmarketing-Strategie. Ohne handfeste Daten können weder SEOs noch SEA fundierte Erkenntnisse darüber gewinnen, welche Maßnahmen funktionieren und welche nicht.

Der größte gemeinsame Nenner in den beiden SEM-Disziplinen sind wie bereits erwähnt die Keywords. Ein Austausch von relevanten Keyword-Daten und Keyword-Recherchen zwischen SEAs und SEOs sollte daher „Standard-Best-Practice“ sein.

Jedes der beiden Teams kann die exakten Suchbegriffe einsehen, die Website-Besucher zuvor in der Suchleiste eingegeben haben. SEOs können die Suchanfragen in der Search Console einsehen, für SEAs steht der Suchanfragenbericht in Google Ads zur Verfügung.

Google Search Console Seminar 2021 mit Stephan Czysch

Erfahre in unserem eintägigen Intensiv-Seminar wie Du die Google Search Console optimal im Zuge Deiner Suchmaschinenoptimierung einsetzt und so gezielt mehr Traffic über Google erzielen kannst. Stephan Czysch, der Autor des Buches “SEO mit der Google Search Console”, zeigt Dir, welches Potenzial in der Google Search Console steckt.

Hier findest Du alle Informationen

PRO-TIPP: Gegen Ende 2020 wurde der Suchanfragenbericht von Google Ads deutlich eingeschränkt.  Der Bericht in Google Analytics unter Akquisition > Google Ads > Suchanfragen ist in der Regel deutlich umfangreicher und kann Dich bei der Bestimmung von Negativ-Keywords oder neuen Keyword-Potentialen unterstützen.

An den Keyword-Daten in Google Ads kann man zudem ablesen, welche Produkte oder Dienstleistungen besonders beliebt sind, welche Zielgruppe sich am ehesten dafür interessiert und vor allem: welche Keywords am besten konvertieren.

Mit diesem Hintergrundwissen können SEOs und Content Manager Inhalte erstellen, die wesentlich wirkungsvoller sind als Inhalte, die ohne diese Informationen im Hinterkopf erstellt werden könnten. Anschließend kann das SEA-Team dabei unterstützen, den Content in den SERPs nach oben zu pushen, indem sie bezahlten Traffic über Facebook oder Google Ads auf die Landing Page leiten.

Darüber hinaus können die vom SEA-Team gelieferten Keyword-Daten genutzt werden, um Content-Lücken aufzudecken und zusätzliche Inhalte zu erstellen, die auf potenzielle Kunden an verschiedenen Stellen in der Customer Journey abzielen und so dazu beitragen, eine Marke in den SERPs insgesamt noch weiter nach vorne zu bringen.

3. Wechselwirkung zwischen On-Page-Optimierung und dem Qualitätsfaktor

Durch Implementierungen wie dem Mobile-First-Index oder dem Page Experience Update 2021 versucht Google ein besseres Kundenerlebnis für seine Nutzer zu schaffen.

To-do-Liste: So rankst du mit der Mobile First Indexierung

Seit Oktober 2016 übersteigt die Zahl der weltweiten Such-Anfragen von Mobilgeräten die der Desktop-Geräte. 56 % aller Suchanfragen im Netz wurden 2020 von Smartphone- und Tablet aus getätigt (Europa). Googles Antwort auf diese Veränderung der Suchgewohnheiten heißt: „Mobile-First-Indexierung“ – und betrifft das Ranking jeder Website.

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Im SEA spielt die Nutzerfahrung mit der Landing Page schon seit Jahren eine grundlegende Rolle und bestimmt, gemeinsam mit der erwarteten Klickrate und der Anzeigenrelevanz, den Qualitätsfaktor. Dieser beeinflusst wiederum die tatsächlichen Kosten pro Klick für Keywords und die Position der Anzeigen in den Suchtreffern. Die Landing Page Experience schätzt ein, wie relevant und nützlich eine Landing Page für Personen ist, die auf eine Anzeige klicken. Dabei werden zahlreiche Faktoren berücksichtigt, z. B. wie gut der Inhalt Ihrer Landing Page mit dem Suchbegriff einer Person übereinstimmt und wie einfach es für Personen ist, sich auf der Seite zu navigieren.

Das Problem: In viele Fällen erstellen SEA-Teams zwar die Google-Ads-Anzeigen, haben aber mit dem eigentlichen Erlebnis nach dem Klick wenig bis nichts zu tun. Wenn SEO und SEA eng zusammenarbeiten, können Suchmaschinenoptimierer dabei unterstützen, Landing Pages zu erstellen, die Besucher in Käufer bzw. Leads umwandeln, während das SEA-Team Anzeigentexte erstellt, die genau zu dem Inhalt auf der Website passen und so den Besucher zum Konvertieren animieren.

Auf diese Weise können durch den gesteigerten Qualitätsfaktor die Google Ads Kosten erheblich reduziert werden. Doch auch Ressourcen können durch diese Herangehensweise eingespart werden. Vor allem im B2B oder bei erklärungsbedürftigen Produkten mit langem Verkaufszyklus, z. B. in der Finanz- oder Versicherungsbranche, können aus der verzahnten Zusammenarbeit optimierte Hybrid Landing Pages entstehen, die ein Thema sowohl ganzheitlich abhandeln (für das organische Ranking) als auch auf eine bestimmte Conversion abzielen (für die messbare SEA-Performance). Immerhin verfolgen Personen, die nach einem bestimmten Keyword suchen, die gleiche Suchintention und sollten daher nicht abhängig vom Kanal, den sie mehr oder weniger bewusst wählen, auf völlig verschiedene Zielseiten geführt werden.

Integrierte SEM-Strategie für mehr Kunden, Umsatz und Wachstum

Im Suchmaschinenmarketing von heute geht es nicht mehr um SEO vs. SEA. Es stimmt zwar, dass SEO und SEA unterschiedlich angegangen werden müssen, es stimmt aber auch, dass die Erkenntnisse, die aus den Daten der beiden Kanäle gewonnen werden, die Leistung der Prozesse des jeweils anderen grundlegend verbessern können.

Es geht darum, einen ganzheitlichen Ansatz für das Suchmaschinenmarketing zu entwickeln und dadurch den Wettbewerbsvorteil über die beiden leistungsstärksten Kanäle im Online Marketing zu vergrößern und die Zielgruppe genau dann zu erreichen, wenn sie aktiv auf der Suche sind.

Um diesen Idealzustand zu erreichen, brauchst Du ein Team, das in der Lage ist, organische und bezahlte Suche in eine koordinierte, übergeordnete und holistische Search-Strategie zu integrieren. Fließen Wissen, Erfahrungen, Kompetenzen und belastbare Daten in einer ganzheitliche SEM-Strategie zusammen, entstehen auf lange Sicht hochwertigere Landing Pages, performantere Kampagnen und letztlich auch höhere Umsätze und erfolgreichere Unternehmen

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