Interview mit Jörg Stark – Inhaber der Agentur Online Digital X

OMT: Bitte stelle Dich unseren Lesern vor – wer bist Du und was sind Deine Hauptaufgaben als Managing Director?

Jörg Stark: Jörg Stark, Inhaber der Agentur Online Digital X, die ich nach Stationen in der Frankfurter Agenturwelt bei McCann, Soquero und Mindshare im Jahr 2009 gegründet habe. Ich bin im Wesentlichen für die Betreuung und Beratung unserer Kunden zuständig, entdecke Innovationen und geben diese an unsere Kunden weiter. Anfragen neuer interessierter Kunden werden ebenfalls von mir bearbeitet. Teilweise schalte ich mich auch in das operative Geschäft der SEO, SEA, Social Media und Display Ads ein und unterstütze damit mein Team.

OMT: Du bringst 15 Jahre Erfahrung im Online-Marketing mit. Was denkst Du: Was unterscheidet das Internet von heute am meisten zum Internet in seinen Anfängen?

Jörg Stark: Den ersten Online Shop habe ich mit meinem ersten Unternehmen 2002 erstellt, damals für Produkte aus dem Diabetiker Bereich. Der große Unterschied zu heute ist natürlich die Akzeptanz des Konsumenten, der heute ganz natürlich im Internet einkauft, damals war das alles noch sehr holprig, ganz zu schweigen von Sicherheit und Zahlungsmethoden. Wesentlicher Faktor ist natürlich die Geschwindigkeit des Internets, die sehr viel mehr ermöglicht als damals.

OMT: Welche Überlegungen sollten Unternehmen Deiner Meinung nach anstellen, damit der Einstieg ins Online-Business am besten gelingt?

Jörg Stark: Unsere Zielgruppe liegt bei kleinen und mittelständigen Unternehmen. Ab und zu sind auch größere Konzerne dabei, das ist aber die Ausnahme. KMUs sollten dieses Thema ernsthaft in Angriff nehmen und es nicht den Praktikanten überlassen, nur weil diese jünger sind. Oftmals verbrennen sich diese Unternehmen die Finger und sagen dann, es funktioniere für Sie nicht, weil es unprofessionell angegangen wird. Wenn man es als ernsthaften, messbaren Channel ansieht und dementsprechend intelligent investiert, kann daraus eine Erfolgsgeschichte werden.

OMT: Hast Du persönlich Tipps (oder Don’ts?) parat, die Du Leuten und/oder Firmen mit auf den Weg geben würdest, die ins Online-Marketing einsteigen?

Jörg Stark: Nicht das Feld den Praktikanten überlassen. Ausreichend Budget für den Bereich Online zur Verfügung stellen und es als messbare Investition sehen. Nicht nur nebenbei betreiben und es einem Mitarbeiter zuweisen, denn nicht jeder Mitarbeiter ist Online Affine. Professionell umsetzen, halbherzig bringt gar nichts. Entweder eine Agentur engagieren oder entsprechende Mitarbeiter mit Erfahrung in diesem Bereich einstellen.

OMT: Was sind für Dich jetzt aktuell DIE Online-Marketing-Trends, mit denen sich jeder in dem Bereich Tätige beschäftigen sollte?

Jörg Stark: Ganz klar die Entwicklung im Social Media Bereich mit Instagram und Influencer Marketing, aber auch die Entwicklung und Updates bei Google Ads. Auch Updates in der Suchmaschinenoptimierung mit mobilem Index und natürlich Voice Search mit Alexa und Co. sind derzeit zumindest bei uns in der Agentur die angesagten Themen.

OMT: Was macht Deiner Meinung nach einen geeigneten Online-Marketing-Mix aus? Hat sich das in den letzten Jahren wohl möglich geändert?

Jörg Stark: Früher war mehr Google. Mittlerweile (endlich) mehr Vielfalt und Möglichkeiten, Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Allein Amazon Ads bietet hier schon einiges, was vor Jahren noch nicht so denkbar war.

OMT: Was ist Euer bester Kanal und warum funktioniert er Deiner Meinung für euch so gut?

Jörg Stark: Es gibt nicht DEN Kanal der für alle gut funktioniert, das ist abhängig von Website, Shop und Produkten die angeboten werden. Für viele Unternehmen die am Anfang stehen ist in der Regel eine Mehrweg-Strategie zwischen SEA und SEO, also sehr klassisch, sinnvoll. Das Ganze ist in der Regel sehr abhängig vom jeweiligen Mediabudget.

OMT: Worin siehst Du zukünftig die Online-Marketing-Trends 2019? Was wird Deiner Meinung stärker in den Fokus von Online-Marketern gelangen als noch aktuell?

Jörg Stark: Programmatisch und Bid-Management, nein ich will jetzt nicht in die gleiche Kerbe hauen, wie viele aus dem Bereich. Ich meine das die Trends in 2019 natürlich noch mehr in die KI gehen werden – klassische Modelle dürften ausgedient haben.