Dein Google Analytics belügt dich – 9 Fehler und die passenden Lösungen

Beschreibung zum kostenlosen Online Marketing Webinar

Google Analytics einzubauen ist so einfach.. einfach das Javascript-Snippet in den Quelltext und du bist fertig. Aber da gibt es zwei Probleme:

1. So einfach ist das nicht.
2. Man kann ganz viele Fehler bei der Implementierung machen.

In dieser Session erfährst du die häufigsten Fehler und bekommst auch die passenden Lösungen präsentiert.

Webinar Termin:

21.02.2017

14:00 Uhr - 15:00 Uhr

Was Du nach dem Webinar gelernt hast:

Nach dem Webinar kannst du sicher sein, dass du die größten Gooogle Analytics-Fehler erkennst und beheben kannst.

Zielgruppe:

Jeder, der eine eigene Webseite betreibt und Google Analytics benutzt!


Alle Webinare der virutellen Konferenz “OMT meets SEO” findest Du hier!

Webinar Termin:

21.02.2017

14:00 Uhr - 15:00 Uhr

Dein Google Analytics belügt dich – 9 Fehler und die passenden Lösungen

Michael Janssen ist online Marketing-Experte und erklärt im Video, welches die häufigsten Fehler sind, die Nutzer im Zusammenhang mit Google Analytics machen.

Der Nutzen von Google Analytics

Mit Hilfe von Google Analytics können Domaininhaber ihre Seite tracken und so viel über ihre Nutzer herausfinden. Einfach nur den Code eingeben – so einfach ist es aber nicht. Die Implementierung und die darauf aufbauenden Dashboards sind die entscheidenden Säulen. Die Analyse kommt erst ganz am Ende und kann nur funktionieren, wenn die vorangegangenen Schritte korrekt und möglichst fehlerfrei durchgeführt wurden.
Google Analytics bietet unheimlich viele Daten. Nur ein sehr kleiner Teil wird in den Reports angezeigt. Davon wiederum wird nur ein winziger Teil in die Entscheidungen über die Ausrichtung einer Webseite einbezogen. Die Ziele sind daher: Die Daten verlässlicher zu machen und immer besser und mehr darüber zu erfahren, wie genau Google Analytics arbeitet und welche Zahlen genau erhoben werden.

Fehler Nummer 1: “Ich weiß schon alles”

Google Analytics lernt man nicht indem man es täglich aufmacht und sich die Daten anschaut. Auch Experten können noch viel über Google Analytics lernen. Nachlesen, nachschlagen und sich Gedanken machen – nur so kann man Google Analytics perfekt umsetzen und immer wieder neue Funktionen entdecken.

Fehler Nummer 2: Werte nicht hinterfragen

Viele Nutzer akzeptieren die Daten so, wie sie sie sehen ohne sie in Frage zu stellen. Janssen zeigt ein Beispiel bei dem die von Google Analytics erhobene Absprungrate bei 0,5 Prozent liegt. Diese niedrige Absprungrate weist jedoch auf Fehler hin. Alles unter 30 Prozent ist nach Meinung des Experten auffällig. Wer wenig Prozent Absprungrate hat, hat Google Analytics in der Regel doppelt installiert. Das führt dazu, dass Google Analytics interpretiert, der Besucher hätte sich zwei Seiten angeschaut. Die User, die dennoch getrackt werden, sind in der Regel Spammer. Dieser Fehler kann oft passieren. Zum Beispiel, wenn man ein tracking-plug in installiert und später noch ein anderes Plug in, das ebenfalls mit Google Analytics trackt.

In der Diskussion nach dem eigentlichen Vortrag kommt zudem heraus, dass auch ein Ausschluss von Seitenaufrufen mit einer Verweildauer von wenigen Sekunden die Absprungrate senken kann. Das macht aus Janssens Sicht aber wenig Sinn.

Janssen betont außerdem, dass auch one-Page Seiten ihre Absprungraten tracken können indem die Seite gut und sinnvoll getaggt wird. Dann nämlich kann man einstellen, dass jeder Abschnitt eine Seite ist.

Fehler Nummer 3: Anonymous IP funktioniert nicht

Dieser Punkt ist besonders wichtig um Datenschutz zu gewährleisten. Um den deutschen Datenschutzrichtlinien zu entsprechen, müssen Webseitenbetreiber, die Google Analytics verwenden mehrere Punkte beachten:
1. Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung – diesen kann man leicht mit Hilfe einer Suchmaschine finden, muss ihn sich ausdrucken, unterschreiben und zurückschicken.
2. Pseudonymisierte Datenübertragung – Daten die übertragen werden, dürfen keine persönlichen Daten (zum Beispiel E-Mailadresse in der url) mitsenden.
3. Auf der Webseite müssen User über das Tracken der Daten mit Google Analytics informiert werden.
4. User müssen die Möglichkeit haben, dem Tracking zu widersprechen – zum Beispiel mit dem Hinweis auf ein entsprechendes Plug in.
5. Kürzen der IP-Adresse: Diesen Punkt kann man direkt in Google Analytics machen und zwar mit dem Kürzel: anonymizeIP. Ein entsprechender Codeschnipsel wird dazu direkt in den html-Code eingegeben. Das sieht so aus:

ga(‘set’,’anonymizeIp’,true);

Dieser Codeschnipsel muss unbedingt an korrekter Position eingegeben werden. Ein häufiger Fehler an dieser Stelle: Wird der Schnipsel unterhalb der Zeile ga(‘send’,’pageview’); gesetzt, ist er nutzlos. Denn bis es zur Anonymisierung der Daten kommt, ist der Befehl zum Senden schon ergangen. anonymizeIp muss daher unbedingt vor der Zeile zum Senden der Daten eingefügt werden.

Fehler Nummer 4: Zu viele Direktbesuche

In Google Analytics kann man bekanntlich ablesen, durch welche Quelle die Besucher zur Webseite gelangt sind. Eine häufige Quelle ist: direct. Direct bedeutet eigentlich entweder, dass der User die URL direkte in den Browser eingegeben hat oder dass er die Seite über ein Lesezeichen (bookmark) aufgerufen hat. Beides wird tatsächlich selten gemacht. Daher sind zu hohe Zahlen hier sehr auffällig.
Es gibt noch mehr Quellen, die Google Analytics schlichtweg nicht erkennen kann und ihnen daher die Quelle direct zuweist. Das gilt zum Beispiel für Apps, Links aus E-Mailprogrammen oder PDF-Dokumenten.

Häufig kommt zwar ein Teil der direct-Quellen hierüber. Doch für direct Zugriffe im Bereich von 20 Prozent (die gar nicht selten vorkommen) macht Janssen einen anderen Grund aus: Fehlende Verschlüsselung.
Denn auch SSL kann der Grund für ein nicht-Tracken der Quelle sein. Wer seine Domain noch nicht auf https umgestellt hat, ist davon betroffen. Wird jemand von einer verschlüsselten Seite auf eine unverschlüsselte Seite geleitet, wird der Verweis zur Quelle gelöscht. Dadurch wird als Quelle “direct” angegeben. Daher ist die Umstellung auf https auch aus dieser Hinsicht empfohlen. Vor allem auch, weil Google die Umstellung ohnehin und auch aus SEO-Sicht empfiehlt.

Fehler Nummer 5: Ich kenne nur Google

Woher die Leser kommen und wie viele die Seite über Suchmaschinen gefunden haben, ist für viele Webseitenbetreiber naturgemäß interessant. Dafür gibt es bei Google Analytics den Bereich “Suche”. Leider ist es aber so, dass voreingestellt hier nur die Google Suche hier erscheint. Aber es gibt noch sehr viel mehr Suchmaschinen und die landen im Bereich “Verweise”.
Umstellen kann man das im Bereich “Property” -“Quellen der organischen Suche”. Hier können auch andere Suchmaschinen eingetragen werden. Am besten findet man die heraus, indem man die Quellen unter dem Reiter “Verweise” durchgeht und die Suchmaschinen einzeln heraussucht. So werden die Zahlen für die organische Suche höher und die Werte werden realistischer abgebildet.

Fehler Nummer 6: Die eigenen Besuche werden nicht ausgeschlossen

Indem die eigenen Besuche und die der Mitarbeiter nicht ausgeschlossen werden aus Google Analytics treibt man die Zahlen künstlich in die Höhe. Zu Analysezwecken nutzt das überhaupt nichts. Im Gegenteil: Die Zahlen werden dadurch verfälscht. Mitarbeiter sind manchmal viele Stunden und vor allem auch oft auf der Seite des eigenen Unternehmens unterwegs. Besonders in größeren Unternehmen kann das eklatant sein.

Die Lösung: Benutzerdefinierte Dimension für interne Besuche anlegen. Diese benutzerdefinierte Dimension in Google Analytics sollte den Umfang “Nutzer” haben. Damit stellt man sicher, dass die Dimension während der gesamten Coockielaufzeit aktiv ist. Dann baut man sich eine HTML-Seite, indem man sich den Analytics Code aufruft und die Dimension1 auf intern setzt. Dadurch wird der Browser jedes Nutzers, der diesen Code aufruft als intern gewertet. Jeder Mitarbeiter muss diese Seite aufrufen. Dann muss noch der Filter eingerichtet werden. Das sollte man mit Bedacht tun und nur, wenn man sich wirklich auskennt.

Filter erstellen:
Filter kann man über den entsprechenden Reiter in Google Analytics bearbeiten und erstellen. Unter dem Bereich Filtermuster trägt man “internal” ein. Auf Nummer sicher geht man, wenn man noch einen genau entgegen gesetzten Filter baut, der nur die internen Besucher trackt. So stellt man sicher, dass alles ordnungsgemäß funktioniert.
Sobald der Filter gespeichert ist, werden alle Geräte, die die Seite aufgerufen haben, von Google Analytics ausgeschlossen. Der Cookie bleibt so bestehen, bis alle Cookies gelöscht sind. Erst dann müssen die Mitarbeiter den Code erneut aufrufen.

Was den Ausschluss eigener Seitenaufrufe angeht, wird im Anschluss an den eigentlichen Vortrag die Frage aufgeworfen, ob Browser Browser-Plug Ins statt benutzerdefinierten Dimensionen nicht sinnvoller sind. Diese sind aber vor allem in größeren Firmen kein adäquater Ersatz, so Janssen. Seite, die mit der Policy ausgeliefert werden, sind die praktikablere Lösung. Löst man das Problem durch Plug ins, müssen diese auf jedem Firmenrechner installiert werden.

Fehler Nummer 7: Adwords Brand-Bidding klaut mir die Conversion

Wer Adwords nutzt kennt das Problem: Klickt ein Besucher bei der Google-Suche auf den beworbenen Link gilt es schnell nicht mehr als organische Suche.
Es gibt eine Lösung: Die Channelgruppierung! Um die für sich nutzbar zu machen geht man folgendermaßen vor: In den Channelgruppierung gibt es mehrere Kanäle, AdWords landet voreingestellt in Paid Search. Möglich ist nun eine Aufsplittung von paid search in Generic paid search und Branded paid search. So kann man ausspielen, welche Suchworte das konkrete Unternehmen bezeichnen und die User so auch ohne Adwords zur Zielseite gekommen wären.
Die Suchworte kann man über “Markenbegriffe verwalten” zufügen. Das sind zum Beispiel der Name oder damit in unmittelbar in Verbindung stehender Begriffe.

Fehler Nummer 8: Daten der Search Console mit Analytics kombinieren

Beide Datenquellen sind völlig unterschiedlich und dürfen nicht kombiniert werden.
Klicks und Sitzungen sind völlig unterschiedlich definiert, das Limit in der Search Console sind 1000 urls, Filter werden in der Search Console nicht berücksichtigt und sind somit nicht vergleichbar, außerdem ist nur eine Domain möglich. Auch die Kampagnenvererbung funktioniert in beiden völlig anders und sorgt dafür, dass beide Programme nicht kompatibel sind. (Wenn jemand einmal über die organische Suche kam und dann erneut die Seite besucht werden alle Klicks organisch zugeordnet, obwohl sie nur einen Klick in der Search Console haben). In beiden Programmen werden zudem unterschiedliche Zeitzonen genutzt und wer Javascript disabled hat erhält ebenfalls unterschiedliche Ergebnisse, weil sie in der Analyse nicht enthalten sind.
Fazit: Die Daten passen nicht zusammen. Man kann gut beides nutzen, aber auf keinen Fall verknüpfen. Es entstehen zu viele Fragen, die man letztlich nicht beantworten kann.

Fehler Nummer 9: Ziele

Zielvorhaben müssen klar definiert werden. Das geht in Google Analytics unter dem entsprechenden Reiter. Wenn man keine Ziele hat, dann muss man Google Analytics eigentlich gar nicht installieren, betont der Experte. Schließlich muss man sich bewusst sein, wo man hinmöchte.

Weitere Fragen:

Auf dem Blog von Michael Janssen unter www.zedwoo.de gibt es weitere Informationen rund um Google Analytics.

 

Dein Google Analytics belügt dich – 9 Fehler und die passenden Lösungen

Michael Janssen ist online Marketing-Experte und erklärt im Video, welches die häufigsten Fehler sind, die Nutzer im Zusammenhang mit Google Analytics machen.

Der Nutzen von Google Analytics

Mit Hilfe von Google Analytics können Domaininhaber ihre Seite tracken und so viel über ihre Nutzer herausfinden. Einfach nur den Code eingeben – so einfach ist es aber nicht. Die Implementierung und die darauf aufbauenden Dashboards sind die entscheidenden Säulen. Die Analyse kommt erst ganz am Ende und kann nur funktionieren, wenn die vorangegangenen Schritte korrekt und möglichst fehlerfrei durchgeführt wurden.
Google Analytics bietet unheimlich viele Daten. Nur ein sehr kleiner Teil wird in den Reports angezeigt. Davon wiederum wird nur ein winziger Teil in die Entscheidungen über die Ausrichtung einer Webseite einbezogen. Die Ziele sind daher: Die Daten verlässlicher zu machen und immer besser und mehr darüber zu erfahren, wie genau Google Analytics arbeitet und welche Zahlen genau erhoben werden.

Fehler Nummer 1: “Ich weiß schon alles”

Google Analytics lernt man nicht indem man es täglich aufmacht und sich die Daten anschaut. Auch Experten können noch viel über Google Analytics lernen. Nachlesen, nachschlagen und sich Gedanken machen – nur so kann man Google Analytics perfekt umsetzen und immer wieder neue Funktionen entdecken.

Fehler Nummer 2: Werte nicht hinterfragen

Viele Nutzer akzeptieren die Daten so, wie sie sie sehen ohne sie in Frage zu stellen. Janssen zeigt ein Beispiel bei dem die von Google Analytics erhobene Absprungrate bei 0,5 Prozent liegt. Diese niedrige Absprungrate weist jedoch auf Fehler hin. Alles unter 30 Prozent ist nach Meinung des Experten auffällig. Wer wenig Prozent Absprungrate hat, hat Google Analytics in der Regel doppelt installiert. Das führt dazu, dass Google Analytics interpretiert, der Besucher hätte sich zwei Seiten angeschaut. Die User, die dennoch getrackt werden, sind in der Regel Spammer. Dieser Fehler kann oft passieren. Zum Beispiel, wenn man ein tracking-plug in installiert und später noch ein anderes Plug in, das ebenfalls mit Google Analytics trackt.

In der Diskussion nach dem eigentlichen Vortrag kommt zudem heraus, dass auch ein Ausschluss von Seitenaufrufen mit einer Verweildauer von wenigen Sekunden die Absprungrate senken kann. Das macht aus Janssens Sicht aber wenig Sinn.

Janssen betont außerdem, dass auch one-Page Seiten ihre Absprungraten tracken können indem die Seite gut und sinnvoll getaggt wird. Dann nämlich kann man einstellen, dass jeder Abschnitt eine Seite ist.

Fehler Nummer 3: Anonymous IP funktioniert nicht

Dieser Punkt ist besonders wichtig um Datenschutz zu gewährleisten. Um den deutschen Datenschutzrichtlinien zu entsprechen, müssen Webseitenbetreiber, die Google Analytics verwenden mehrere Punkte beachten:
1. Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung – diesen kann man leicht mit Hilfe einer Suchmaschine finden, muss ihn sich ausdrucken, unterschreiben und zurückschicken.
2. Pseudonymisierte Datenübertragung – Daten die übertragen werden, dürfen keine persönlichen Daten (zum Beispiel E-Mailadresse in der url) mitsenden.
3. Auf der Webseite müssen User über das Tracken der Daten mit Google Analytics informiert werden.
4. User müssen die Möglichkeit haben, dem Tracking zu widersprechen – zum Beispiel mit dem Hinweis auf ein entsprechendes Plug in.
5. Kürzen der IP-Adresse: Diesen Punkt kann man direkt in Google Analytics machen und zwar mit dem Kürzel: anonymizeIP. Ein entsprechender Codeschnipsel wird dazu direkt in den html-Code eingegeben. Das sieht so aus:

ga(‘set’,’anonymizeIp’,true);

Dieser Codeschnipsel muss unbedingt an korrekter Position eingegeben werden. Ein häufiger Fehler an dieser Stelle: Wird der Schnipsel unterhalb der Zeile ga(‘send’,’pageview’); gesetzt, ist er nutzlos. Denn bis es zur Anonymisierung der Daten kommt, ist der Befehl zum Senden schon ergangen. anonymizeIp muss daher unbedingt vor der Zeile zum Senden der Daten eingefügt werden.

Fehler Nummer 4: Zu viele Direktbesuche

In Google Analytics kann man bekanntlich ablesen, durch welche Quelle die Besucher zur Webseite gelangt sind. Eine häufige Quelle ist: direct. Direct bedeutet eigentlich entweder, dass der User die URL direkte in den Browser eingegeben hat oder dass er die Seite über ein Lesezeichen (bookmark) aufgerufen hat. Beides wird tatsächlich selten gemacht. Daher sind zu hohe Zahlen hier sehr auffällig.
Es gibt noch mehr Quellen, die Google Analytics schlichtweg nicht erkennen kann und ihnen daher die Quelle direct zuweist. Das gilt zum Beispiel für Apps, Links aus E-Mailprogrammen oder PDF-Dokumenten.

Häufig kommt zwar ein Teil der direct-Quellen hierüber. Doch für direct Zugriffe im Bereich von 20 Prozent (die gar nicht selten vorkommen) macht Janssen einen anderen Grund aus: Fehlende Verschlüsselung.
Denn auch SSL kann der Grund für ein nicht-Tracken der Quelle sein. Wer seine Domain noch nicht auf https umgestellt hat, ist davon betroffen. Wird jemand von einer verschlüsselten Seite auf eine unverschlüsselte Seite geleitet, wird der Verweis zur Quelle gelöscht. Dadurch wird als Quelle “direct” angegeben. Daher ist die Umstellung auf https auch aus dieser Hinsicht empfohlen. Vor allem auch, weil Google die Umstellung ohnehin und auch aus SEO-Sicht empfiehlt.

Fehler Nummer 5: Ich kenne nur Google

Woher die Leser kommen und wie viele die Seite über Suchmaschinen gefunden haben, ist für viele Webseitenbetreiber naturgemäß interessant. Dafür gibt es bei Google Analytics den Bereich “Suche”. Leider ist es aber so, dass voreingestellt hier nur die Google Suche hier erscheint. Aber es gibt noch sehr viel mehr Suchmaschinen und die landen im Bereich “Verweise”.
Umstellen kann man das im Bereich “Property” -“Quellen der organischen Suche”. Hier können auch andere Suchmaschinen eingetragen werden. Am besten findet man die heraus, indem man die Quellen unter dem Reiter “Verweise” durchgeht und die Suchmaschinen einzeln heraussucht. So werden die Zahlen für die organische Suche höher und die Werte werden realistischer abgebildet.

Fehler Nummer 6: Die eigenen Besuche werden nicht ausgeschlossen

Indem die eigenen Besuche und die der Mitarbeiter nicht ausgeschlossen werden aus Google Analytics treibt man die Zahlen künstlich in die Höhe. Zu Analysezwecken nutzt das überhaupt nichts. Im Gegenteil: Die Zahlen werden dadurch verfälscht. Mitarbeiter sind manchmal viele Stunden und vor allem auch oft auf der Seite des eigenen Unternehmens unterwegs. Besonders in größeren Unternehmen kann das eklatant sein.

Die Lösung: Benutzerdefinierte Dimension für interne Besuche anlegen. Diese benutzerdefinierte Dimension in Google Analytics sollte den Umfang “Nutzer” haben. Damit stellt man sicher, dass die Dimension während der gesamten Coockielaufzeit aktiv ist. Dann baut man sich eine HTML-Seite, indem man sich den Analytics Code aufruft und die Dimension1 auf intern setzt. Dadurch wird der Browser jedes Nutzers, der diesen Code aufruft als intern gewertet. Jeder Mitarbeiter muss diese Seite aufrufen. Dann muss noch der Filter eingerichtet werden. Das sollte man mit Bedacht tun und nur, wenn man sich wirklich auskennt.

Filter erstellen:
Filter kann man über den entsprechenden Reiter in Google Analytics bearbeiten und erstellen. Unter dem Bereich Filtermuster trägt man “internal” ein. Auf Nummer sicher geht man, wenn man noch einen genau entgegen gesetzten Filter baut, der nur die internen Besucher trackt. So stellt man sicher, dass alles ordnungsgemäß funktioniert.
Sobald der Filter gespeichert ist, werden alle Geräte, die die Seite aufgerufen haben, von Google Analytics ausgeschlossen. Der Cookie bleibt so bestehen, bis alle Cookies gelöscht sind. Erst dann müssen die Mitarbeiter den Code erneut aufrufen.

Was den Ausschluss eigener Seitenaufrufe angeht, wird im Anschluss an den eigentlichen Vortrag die Frage aufgeworfen, ob Browser Browser-Plug Ins statt benutzerdefinierten Dimensionen nicht sinnvoller sind. Diese sind aber vor allem in größeren Firmen kein adäquater Ersatz, so Janssen. Seite, die mit der Policy ausgeliefert werden, sind die praktikablere Lösung. Löst man das Problem durch Plug ins, müssen diese auf jedem Firmenrechner installiert werden.

Fehler Nummer 7: Adwords Brand-Bidding klaut mir die Conversion

Wer Adwords nutzt kennt das Problem: Klickt ein Besucher bei der Google-Suche auf den beworbenen Link gilt es schnell nicht mehr als organische Suche.
Es gibt eine Lösung: Die Channelgruppierung! Um die für sich nutzbar zu machen geht man folgendermaßen vor: In den Channelgruppierung gibt es mehrere Kanäle, AdWords landet voreingestellt in Paid Search. Möglich ist nun eine Aufsplittung von paid search in Generic paid search und Branded paid search. So kann man ausspielen, welche Suchworte das konkrete Unternehmen bezeichnen und die User so auch ohne Adwords zur Zielseite gekommen wären.
Die Suchworte kann man über “Markenbegriffe verwalten” zufügen. Das sind zum Beispiel der Name oder damit in unmittelbar in Verbindung stehender Begriffe.

Fehler Nummer 8: Daten der Search Console mit Analytics kombinieren

Beide Datenquellen sind völlig unterschiedlich und dürfen nicht kombiniert werden.
Klicks und Sitzungen sind völlig unterschiedlich definiert, das Limit in der Search Console sind 1000 urls, Filter werden in der Search Console nicht berücksichtigt und sind somit nicht vergleichbar, außerdem ist nur eine Domain möglich. Auch die Kampagnenvererbung funktioniert in beiden völlig anders und sorgt dafür, dass beide Programme nicht kompatibel sind. (Wenn jemand einmal über die organische Suche kam und dann erneut die Seite besucht werden alle Klicks organisch zugeordnet, obwohl sie nur einen Klick in der Search Console haben). In beiden Programmen werden zudem unterschiedliche Zeitzonen genutzt und wer Javascript disabled hat erhält ebenfalls unterschiedliche Ergebnisse, weil sie in der Analyse nicht enthalten sind.
Fazit: Die Daten passen nicht zusammen. Man kann gut beides nutzen, aber auf keinen Fall verknüpfen. Es entstehen zu viele Fragen, die man letztlich nicht beantworten kann.

Fehler Nummer 9: Ziele

Zielvorhaben müssen klar definiert werden. Das geht in Google Analytics unter dem entsprechenden Reiter. Wenn man keine Ziele hat, dann muss man Google Analytics eigentlich gar nicht installieren, betont der Experte. Schließlich muss man sich bewusst sein, wo man hinmöchte.

Weitere Fragen:

Auf dem Blog von Michael Janssen unter www.zedwoo.de gibt es weitere Informationen rund um Google Analytics.