Wie du guten Content erfolgreich bei Journalisten pitchst

Beschreibung zum kostenlosen Online Marketing Webinar

Wer seine Inhalte auf großen Portalen platzieren will, muss das Mindset eines Redakteurs verstehen. Wie das klappt, erklärt Lars Budde in diesem Webinar und gibt Tipps aus der Praxis. Wie müssen Marketer ihre Inhalte pitchen, um die Reichweiten großer Portale zu nutzen? Über welche Kanäle erreichen sie dessen Redakteure? Und wie weit dürfen sie gehen, wenn niemand reagiert? In seiner Position bei t3n.de hat er tausende PR-Mails erhalten, darunter ein paar gute und sehr viele schlechte. Was er aus ihnen lernen konnte, teilt er euch in diesem Webinar mit.

 

 

Video zum Webinar

Webinar Termin:

05.08.2016

11:00 Uhr - 12:00 Uhr

Das wirst Du nach dem Webinar erreicht haben:

Im Rahmen des Webinars lernst Du, wie Journalisten ticken, worauf es ankommt, wenn Du mit ihnen in Kontakt trittst und Deine Inhalte pichtst und warum Dein langfristiger Erfolg vor allem von Beziehungen abhängt.

Zielgruppe

  • Content-Marketer
  • PR-Verantwortliche

Wie du guten Content erfolgreich bei Journalisten pitchst

Viele Unternehmen und Unternehmer möchten gerne, dass Journalisten über Sie und Ihre Produkte, Angebote oder Dienstleistungen schreiben. Doch die Frage ist: Wie kommt ein Artikel in eine Zeitung oder Zeitschrift, bzw. was muss alles passen, damit ein Beitrag in einem reichweitenstarken Blog erscheint?

Die Antwort ist im Grunde genommen genauso einfach, wie beim Marketing generell. Beim Marketing müssen Angebot und Zielgruppe zusammenpassen. Bei der Veröffentlichung eines Artikels gilt in gewisser Weise genau das Gleiche. Hier müssen Artikel und die Leserschaft zusammenpassen. Relevanz im Content ist das dabei das zentrale Stichwort. Doch das alleine ist noch lange keine Garantie dafür, dass ein Beitrag auch wirklich erscheint. Da gibt es noch einige Spielregeln mehr, die man kennen und beachten sollte.

Wie ticken Redakteure und wie sieht deren Alltag aus?

Um zu erkennen, warum manche Beiträge erscheinen, oder auch nicht, sollte man zuerst einmal verstehen, wie der Alltag eines Redakteurs ausschaut. Der nachfolgende Einblick zeigt, wie sie ticken, wie sie entscheiden und warum sie manchmal so reagieren, wie sie reagieren — oder warum sie auch manchmal nicht reagieren. Einer der entscheidendsten Faktoren ist zuerst das Arbeitsumfeld, in dem das Recherchieren, Zusammenstellen und Schreiben der Artikel erfolgt. Oft findet man hier in Redaktionen große Räume mit vielen Arbeitsplätzen, Telefone klingeln, Kollegen reden, Tasten klappern etc. Ruhiges Arbeiten und konzentriertes Schreiben alleine ist da schon eine echte Herausforderung. Deshalb schotten sich Redakteure beim Schreiben und Recherchieren eines Beitrags meist so ab, dass sie für sich sind, und konzentriert am jeweiligen Artikel arbeiten können. Oft ist es schwer, in so einem Umfeld unter Zeitdruck einen qualitativ hochwertigen Artikel abzuliefern.

Doch dann klingelt das Telefon … ein Vertreter eines Unternehmens ruft an und fragt nach, ob seine Pressemitteilung auch wirklich eingetroffen ist, per E-Mail kommen im Sekundentakt ewig lange E-Mails mit neuen Textvorschlägen und über Facebook und Co. kommen Posts mit Rückfragen, warum dieser oder jeder Beitrag nicht berücksichtigt wurde. Dieses Arbeitsumfeld ist meist der Alltag eines Redakteurs. Dieser Alltag ist unübersichtlich, ständig in Unruhe und jeder schreit nach Aufmerksamkeit. Um das Bild zu vervollständigen muss man auch wissen, dass für das Schreiben der jeweiligen Artikel auch noch immer weniger Zeit bleibt.

Dieses Umfeld trifft auf den jeweiligen individuellen Arbeitsstil des Redakteurs. Die einen können mit den Einflüssen von außen gut umgehen, andere schotten sich, wie schon gesagt, ab und wollen nicht gestört werden. Werden sie dann doch aus ihrer Routine gerissen, dann kann das leicht von außen betrachtet als abweisend oder arrogant erscheinen. Dabei sind es meist nur die Umstände — es ist nie das Ziel. Doch welche Ziele verfolgen Redakteure? Hierbei muss man unterscheiden zwischen persönlichen und redaktionellen Zielen. Bei den persönlichen Zielen handelt es sich meist um gute Kontakte, frühzeitige Informationen und einen rechtzeitigen Zugang zu interessanten Inhalten. Letztlich muss der Artikel glänzen, und so auch auf den jeweiligen Redakteur abstrahlen. Ansehen, Reichweite und Anerkennung spielen somit auch eine gewisse Rolle.

Die Redaktionsziele orientieren sich an der Leserschaft, der Positionierung des Mediums, Klickzahlen und auch daran, wie oft ein Beitrag geliked oder geshared wird. Letztlich sind es ganz klar wirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Themen, die die Redaktionsziele bestimmen und antreiben. Das bedeutet im Klartext, dass der Redakteur bei jedem neuen Artikelvorschlag überlegen muss, ob

1. das Thema zum Medium passt,
2. das Thema für die Leserschaft aktuell oder sonst relevant ist und
3. ob das Thema zu den redaktionellen und persönlichen Zielen passt.

Soviel als Grundvoraussetzung und zum Mindset, um von einem Redakteur überhaupt wahrgenommen zu werden und um zu verstehen, was sie brauchen, was sie lesen, was sie interessiert, was sie ignorieren und warum sie rigoros Werbung von Content trennen. Meistens wird innerhalb von 20 bis 30 Sekunden die Entscheidung getroffen, ob ein Artikelvorschlag weiterverfolgt wird, oder auch nicht. Deshalb ist das oberste Gebot, möglichst die richtigen Redakteure mit den richtigen Themen anzusprechen. Das braucht etwas an Vorabplanung, Recherchen und das richtige Gespür für die Kontaktaufnahme. Wenn dann alles passt, dann steigen die Chancen, dass der Beitrag auch erscheint.

Welche Beiträge haben die beste Chance auf Veröffentlichung?

Die Bandbreite dessen, was veröffentlich wird, ist so umfangreich, wie es Publikationen und Plattformen für Content gibt. Für die einen sind es Neuigkeiten. Nur das, was aktuell und neu innerhalb einer Branche und für eine ganz bestimmte Leserschaft ist, hat eine Chance, um auf dem Radar des jeweiligen Redakteurs auch nur am Rande aufzutauchen. Dabei können neue Angebote, Lösungen und Leistungen eine Rolle spielen, spannende oder bahnbrechende Innovationen, bestimmte Updates, Firmenübernahmen oder auch ein Personalwechsel … eben alles, was einen Neuigkeitswert hat und eine hohe Attraktivität für die Leserschaft verspricht. Die Attraktivität steht und fällt mit Umfang und Tragweite der jeweiligen Neuigkeit, was natürlich auch wieder einen direkten Bezug auf die Leserschaft hat. Die entscheidende Frage, die sich an dieser Stelle jeder Redakteur stellt lautet …

• Wie viel Prozent meiner Leser wollen diese Neuigkeit lesen?

Je größer der Wert ist, umso höher ist die Chance, dass der Beitrag auch veröffentlicht wird. Diese Frage trifft praktische auf alle Inhalte zu, die zur Veröffentlichung positioniert werden sollen.

Neben Neuigkeiten sind aber auch außergewöhnliche Inhalte, wie zum Beispiel Infografiken, Whitepaper oder E-Books ein guter Aufhänger für eine Veröffentlichung. Allerdings muss man hier auf der einen Seite ganz klar zwischen Content und Werbung unterscheiden, und auf der anderen Seite muss auch ganz klar das Interesse des Lesers in den Vordergrund gestellt werden. Nur das, was für den potenziellen Leser auch wirklich interessant und relevant ist, hat eine Chance auf Veröffentlichung. Allerdings gibt es hier noch etwas im Prozess berücksichtigen. Oft wird wertvoller und zusätzlicher Content auf einer eigens eingerichteten Landingpage weitergegeben, wobei der potenzielle Nutzer hier zum Beispiel seine E-Mail als Kontaktadresse hinterlassen soll. Dieser Punkt ist auch für den Redakteur von größtem Interesse, wenn er diese Seite mit dem entsprechenden Download-Angebot redaktionell veröffentlicht. Grundsätzlich ist ein OptIn-Verfahren für ein entsprechendes Download-Angebot absolut legitim, doch je mehr Kundendaten abgefragt werden, umso höher ist die Hürde für den Leser. Das bedeutet dann aber auch im Gegenzug, dass eine hohe Hürde auch einen direkten Einfluss auf die Chance der Veröffentlichung hat.

• Attraktive Inhalte sind ein guter Aufhänger — doch alles das, was für den Leser Unbequemlichkeit darstellt, mindert die Chancen auf eine Veröffentlichung.

Als Königsdisziplin bleibt zum Schluss noch der Gastartikel. Der richtige Gastbeitrag für die passende Leserschaft ist immer ein willkommener Türöffner. Auf elegante Art und Weise wird hier der Weg für mehr geöffnet. Damit der Artikel auch wirklich passt, ist vorab ein kurzer Kontakt via E-Mail zum Redakteur empfehlenswert. Hierbei ist wichtig, dass die Mitteilung kurz mit ein oder zwei Sätzen, ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen, vorgestellt wird. Keine langen Abhandlungen, Beschreibungen des Themas etc. Kurz, knapp und präzise sollte dieser Erstkontakt sein. Bezüglich des Kontakts via E-Mail, und der Do‘s und Dont’s, gibt es gleich noch mehr. Wichtig ist also, dass zuerst ein Kontakt hergestellt wird, um den Rahmen abzustecken. Danach geht es darum, einen qualitativ hochwertigen Artikel zu liefern. Wobei allerdings eines noch wichtiger ist als die Qualität des Artikels und der Aufwand für Korrekturen und Überarbeitungen, damit alles passt.

Noch wichtiger ist die Art und Weise der Abwicklung und der Kontakt, der zum Artikel geführt hat. Je angenehmer und problemfreier sich dieser gestaltet, umso größer ist die Chance, dass man im Gedächtnis bleibt. Wie Sie im ersten Teil erfahren haben, verfolgt der Redakteur auch eigene Ziele, und da spielt die Art und Weise, wie man in Kontakt kommt und in Erinnerung bleibt eine entscheidende Rolle.

Fazit: Wenn Gastartikel passen, dann werden diese sehr gerne genommen. Vor allem dann, wenn diese hochwertig und fehlerfrei geliefert werden. Die passenden Neuigkeiten gehen immer, wenn es für die breite Masse der Leserschaft relevant ist, und Infografiken lassen sich leichter als Beitrag lancieren, als Landingpages.

Die größten Chancen auf Veröffentlichung bestehen also darin, mit dem richtigen Content für das richtige Medium in der passenden Form als Angebot zu kommen, und es dann dem Redakteur so einfach wie möglich zu machen, damit er den Beitrag veröffentlichen kann.

Wie gestaltet sich die ideale Kontaktaufnahme mit einem Redakteur?

Bis hierher haben wir das Wichtigste über das Mindset eines Redakteurs erfahren und wissen nun, welche Themen eine Chance auf Veröffentlichung haben. Bleibt zum Schluss nun die Frage, wie man am besten Kontakt mit dem passenden Redakteur aufnimmt.

Doch bevor diese Frage beantwortet wird ist wichtig, drei weitere Fragen vorab zu klären:

1. Gibt ein klares Ziel?
2. Gibt es eine Liste oder eine möglichst konkrete und klar umrissene Zielgruppe?
3. Welche Kontakte gibt es schon?

Diese Fragen müssen vor der Kontaktaufnahme ausreichend geklärt werden, denn ohne die passenden Antworten ist es praktisch unmöglich, die richtigen Medien auszuwählen, das Thema entsprechend zu verpacken und natürlich auch die richtigen Redakteure zu kontaktieren.

Zusätzlich zu diesen drei Fragen gibt es noch eine Checkliste mit weiteren Fragen, die den Inhalt der Botschaft auf den Punkt fokussieren:

• Hat das Thema einen hohen und langfristigen Praxisnutzen?
• Folgt das Thema einem aktuellen Trend oder hat es das Potenzial, einen Trend zu starten?
• Macht das Thema neugierig und inspiriert es?
• Ist es ein Top-Thema, dass möglichst früh veröffentlicht werden muss?
• Unterhält das Thema auf positive Art und Weise den Leser und sorgt so für Gesprächsstoff?

Sind alle diese Fragen hinreichend beantwortet, dann geht es im nächsten Schritt darum, das richtige Medium auszuwählen und den korrekten Redakteur zu kontaktieren. Hierbei hilft ein Blick in das Medium, um sich einen Überblick über Struktur, Inhalt und mögliche Zielgruppe zu verschaffen. Im Impressum findet man dann die passenden Kontaktdaten, meist auch mit den E-Mail-Adressen der jeweiligen Redakteure und einer Kurzbeschreibung ihrer jeweiligen Ressorts. Mit einem klaren Ziel, einer klaren Botschaft und einem attraktiven Inhalt für eine möglichst klar umrissene Zielgruppe ist es nun ein Leichtes, um hier den entsprechenden Kontakt zu ermitteln.

Sicher, das ist mit etwas Arbeit verbunden und ggf. muss man auch einige Redakteur-Profile lesen, doch wie immer gilt:

• Je perfekter die Botschaft auf den Empfänger zugeschnitten ist, umso sicherer kommt sie auch an, wird gelesen und löst ggf. eine Reaktion aus.

Kontaktaufnahme über Telefon, E-Mail oder Social-Media?

Die Kontaktaufnahme über Telefon sollte praktisch immer vermieden werden, gerade wenn man sich hier noch einmal den Anfang dieses Beitrags in Erinnerung ruft. Anrufe stören meist, reißen den Redakteur aus der Arbeit und kommen so praktisch immer ungelegen und fallen selten auf fruchtbaren Boden.

Die Kontaktaufnahme über Social-Media, wie Facebook, XING, LinkedIn & Co. ist zwar auch ein Weg, doch oft gehen hier wichtige Nachrichten zwischen all den anderen, auch privaten, Nachriten unter. Somit ist dieser Weg nur dann geeignet, wenn schon ein guter und persönlicher Kontakt besteht.

Bleibt zum Schluss nur noch die E-Mail. Tatsächlich ist das die bevorzugte Art der Kontaktaufnahme von Redakteuren. Allerdings gibt es hier einige Spielregeln, die es zu beachten gilt.

1. Keine langen Texte oder Inhalte. Sinn und Zweck der E-Mail ist es, das Thema anzureißen, so dass der Redakteur innerhalb von wenigen Sekunden entscheiden kann, ob das Thema etwas für ihn oder das jeweilige Medium ist, bzw. ob evtl. ein Kollege besser passen könnte. So sieht der normale Entscheidungsweg, und die ersten Schritte, in der Redaktion, aus.

2. Der Inhalt der Botschaft muss zum Empfänger passen. Deshalb, wie schon beschrieben, den Empfänger genau recherchieren. Massenmails fallen meist aus dem Raster und finden keinen Empfänger.

3. In der E-Mail lieber kurz, knapp und präzise auf den Punkt formulieren. Wenn das Thema interessant erscheint und die Leserschaft trifft, dann erfolgt auch eine entsprechende Nachfrage bzw. Reaktion.

4. Die kompletten Texte, Bilder, Artikel, Berichte etc. lieber in den Anhang packen, am besten Texte als Word-Datei oder als PDF, und Bilder in den üblichen Formaten.

Aus diesen vier Punkten ergibt sich letztlich eine Checkliste für eine E-Mail, die eine hohe Trefferchance hat:

• Wähle einen knackigen Betreff, der Interesse weckt.
• Halte die E-Mail kurz, knapp und präzise.
• Keine Leertexte, Worthülsen und Allgemeinplätze.
• Muss das Thema erklärt werden, dann hat man den Empfänger falsch gewählt.
• Nutze bestimmte Trigger-Worte und –Themen.
• Nutze den Anhang.

Nachfassen … NEIN DANKE!

Alle vorher genannten Punkte sind die absoluten Dos … die Dont’s folgen jetzt. Praktisch gibt es, neben einem verfehlten Thema oder einem Beitrag, der nicht zur Leserschaft passt, drei Dinge, die sich einfach nicht gehören — und in jedem Fall zu vermeiden sind:

1. Nachfassen, ob der Beitrag angekommen ist,
2. sich am Telefon zum Redakteur unter Vorwand durchstellen zu lassen oder
3. Vorwürfe in den Raum zu stellen, wenn der Artikel nicht berücksichtigt wurde, bzw. das Unternehmen nicht genannt wurde.

Alle diese drei Punkte verbieten sich von alleine, denn wenn man die vorherigen Fragen zu Zielsetzung, Thema und Zielgruppe auch hinreichend beantwortet hat, dann braucht man auch nicht nachfassen. Grundsätzlich gilt: Ist beim Versand der E-Mail KEINE Fehlermeldung aufgetaucht, dann ist diese in der Reaktion auch angekommen. Erfolgt dann keine Reaktion, dann ist das Antwort genug, denn dann hat das Thema offensichtlich nicht gepasst. Damit muss man sich dann, auch wenn es manchmal schwerfällt, zufriedengeben.

Sich aber am Telefon unter einem Vorwand mit einem Bluff den persönlichen Kontakt zum Redakteur zu erzwingen, ist auch keine gute Idee, genauso wenig, wie sich über eine Nichtnennung oder Nichtveröffentlichung zu beschweren. Finden Sie sich damit ab, es ist eben, wie es ist.

Wie du guten Content erfolgreich bei Journalisten pitchst

Viele Unternehmen und Unternehmer möchten gerne, dass Journalisten über Sie und Ihre Produkte, Angebote oder Dienstleistungen schreiben. Doch die Frage ist: Wie kommt ein Artikel in eine Zeitung oder Zeitschrift, bzw. was muss alles passen, damit ein Beitrag in einem reichweitenstarken Blog erscheint?

Die Antwort ist im Grunde genommen genauso einfach, wie beim Marketing generell. Beim Marketing müssen Angebot und Zielgruppe zusammenpassen. Bei der Veröffentlichung eines Artikels gilt in gewisser Weise genau das Gleiche. Hier müssen Artikel und die Leserschaft zusammenpassen. Relevanz im Content ist das dabei das zentrale Stichwort. Doch das alleine ist noch lange keine Garantie dafür, dass ein Beitrag auch wirklich erscheint. Da gibt es noch einige Spielregeln mehr, die man kennen und beachten sollte.

Wie ticken Redakteure und wie sieht deren Alltag aus?

Um zu erkennen, warum manche Beiträge erscheinen, oder auch nicht, sollte man zuerst einmal verstehen, wie der Alltag eines Redakteurs ausschaut. Der nachfolgende Einblick zeigt, wie sie ticken, wie sie entscheiden und warum sie manchmal so reagieren, wie sie reagieren — oder warum sie auch manchmal nicht reagieren. Einer der entscheidendsten Faktoren ist zuerst das Arbeitsumfeld, in dem das Recherchieren, Zusammenstellen und Schreiben der Artikel erfolgt. Oft findet man hier in Redaktionen große Räume mit vielen Arbeitsplätzen, Telefone klingeln, Kollegen reden, Tasten klappern etc. Ruhiges Arbeiten und konzentriertes Schreiben alleine ist da schon eine echte Herausforderung. Deshalb schotten sich Redakteure beim Schreiben und Recherchieren eines Beitrags meist so ab, dass sie für sich sind, und konzentriert am jeweiligen Artikel arbeiten können. Oft ist es schwer, in so einem Umfeld unter Zeitdruck einen qualitativ hochwertigen Artikel abzuliefern.

Doch dann klingelt das Telefon … ein Vertreter eines Unternehmens ruft an und fragt nach, ob seine Pressemitteilung auch wirklich eingetroffen ist, per E-Mail kommen im Sekundentakt ewig lange E-Mails mit neuen Textvorschlägen und über Facebook und Co. kommen Posts mit Rückfragen, warum dieser oder jeder Beitrag nicht berücksichtigt wurde. Dieses Arbeitsumfeld ist meist der Alltag eines Redakteurs. Dieser Alltag ist unübersichtlich, ständig in Unruhe und jeder schreit nach Aufmerksamkeit. Um das Bild zu vervollständigen muss man auch wissen, dass für das Schreiben der jeweiligen Artikel auch noch immer weniger Zeit bleibt.

Dieses Umfeld trifft auf den jeweiligen individuellen Arbeitsstil des Redakteurs. Die einen können mit den Einflüssen von außen gut umgehen, andere schotten sich, wie schon gesagt, ab und wollen nicht gestört werden. Werden sie dann doch aus ihrer Routine gerissen, dann kann das leicht von außen betrachtet als abweisend oder arrogant erscheinen. Dabei sind es meist nur die Umstände — es ist nie das Ziel. Doch welche Ziele verfolgen Redakteure? Hierbei muss man unterscheiden zwischen persönlichen und redaktionellen Zielen. Bei den persönlichen Zielen handelt es sich meist um gute Kontakte, frühzeitige Informationen und einen rechtzeitigen Zugang zu interessanten Inhalten. Letztlich muss der Artikel glänzen, und so auch auf den jeweiligen Redakteur abstrahlen. Ansehen, Reichweite und Anerkennung spielen somit auch eine gewisse Rolle.

Die Redaktionsziele orientieren sich an der Leserschaft, der Positionierung des Mediums, Klickzahlen und auch daran, wie oft ein Beitrag geliked oder geshared wird. Letztlich sind es ganz klar wirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Themen, die die Redaktionsziele bestimmen und antreiben. Das bedeutet im Klartext, dass der Redakteur bei jedem neuen Artikelvorschlag überlegen muss, ob

1. das Thema zum Medium passt,
2. das Thema für die Leserschaft aktuell oder sonst relevant ist und
3. ob das Thema zu den redaktionellen und persönlichen Zielen passt.

Soviel als Grundvoraussetzung und zum Mindset, um von einem Redakteur überhaupt wahrgenommen zu werden und um zu verstehen, was sie brauchen, was sie lesen, was sie interessiert, was sie ignorieren und warum sie rigoros Werbung von Content trennen. Meistens wird innerhalb von 20 bis 30 Sekunden die Entscheidung getroffen, ob ein Artikelvorschlag weiterverfolgt wird, oder auch nicht. Deshalb ist das oberste Gebot, möglichst die richtigen Redakteure mit den richtigen Themen anzusprechen. Das braucht etwas an Vorabplanung, Recherchen und das richtige Gespür für die Kontaktaufnahme. Wenn dann alles passt, dann steigen die Chancen, dass der Beitrag auch erscheint.

Welche Beiträge haben die beste Chance auf Veröffentlichung?

Die Bandbreite dessen, was veröffentlich wird, ist so umfangreich, wie es Publikationen und Plattformen für Content gibt. Für die einen sind es Neuigkeiten. Nur das, was aktuell und neu innerhalb einer Branche und für eine ganz bestimmte Leserschaft ist, hat eine Chance, um auf dem Radar des jeweiligen Redakteurs auch nur am Rande aufzutauchen. Dabei können neue Angebote, Lösungen und Leistungen eine Rolle spielen, spannende oder bahnbrechende Innovationen, bestimmte Updates, Firmenübernahmen oder auch ein Personalwechsel … eben alles, was einen Neuigkeitswert hat und eine hohe Attraktivität für die Leserschaft verspricht. Die Attraktivität steht und fällt mit Umfang und Tragweite der jeweiligen Neuigkeit, was natürlich auch wieder einen direkten Bezug auf die Leserschaft hat. Die entscheidende Frage, die sich an dieser Stelle jeder Redakteur stellt lautet …

• Wie viel Prozent meiner Leser wollen diese Neuigkeit lesen?

Je größer der Wert ist, umso höher ist die Chance, dass der Beitrag auch veröffentlicht wird. Diese Frage trifft praktische auf alle Inhalte zu, die zur Veröffentlichung positioniert werden sollen.

Neben Neuigkeiten sind aber auch außergewöhnliche Inhalte, wie zum Beispiel Infografiken, Whitepaper oder E-Books ein guter Aufhänger für eine Veröffentlichung. Allerdings muss man hier auf der einen Seite ganz klar zwischen Content und Werbung unterscheiden, und auf der anderen Seite muss auch ganz klar das Interesse des Lesers in den Vordergrund gestellt werden. Nur das, was für den potenziellen Leser auch wirklich interessant und relevant ist, hat eine Chance auf Veröffentlichung. Allerdings gibt es hier noch etwas im Prozess berücksichtigen. Oft wird wertvoller und zusätzlicher Content auf einer eigens eingerichteten Landingpage weitergegeben, wobei der potenzielle Nutzer hier zum Beispiel seine E-Mail als Kontaktadresse hinterlassen soll. Dieser Punkt ist auch für den Redakteur von größtem Interesse, wenn er diese Seite mit dem entsprechenden Download-Angebot redaktionell veröffentlicht. Grundsätzlich ist ein OptIn-Verfahren für ein entsprechendes Download-Angebot absolut legitim, doch je mehr Kundendaten abgefragt werden, umso höher ist die Hürde für den Leser. Das bedeutet dann aber auch im Gegenzug, dass eine hohe Hürde auch einen direkten Einfluss auf die Chance der Veröffentlichung hat.

• Attraktive Inhalte sind ein guter Aufhänger — doch alles das, was für den Leser Unbequemlichkeit darstellt, mindert die Chancen auf eine Veröffentlichung.

Als Königsdisziplin bleibt zum Schluss noch der Gastartikel. Der richtige Gastbeitrag für die passende Leserschaft ist immer ein willkommener Türöffner. Auf elegante Art und Weise wird hier der Weg für mehr geöffnet. Damit der Artikel auch wirklich passt, ist vorab ein kurzer Kontakt via E-Mail zum Redakteur empfehlenswert. Hierbei ist wichtig, dass die Mitteilung kurz mit ein oder zwei Sätzen, ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen, vorgestellt wird. Keine langen Abhandlungen, Beschreibungen des Themas etc. Kurz, knapp und präzise sollte dieser Erstkontakt sein. Bezüglich des Kontakts via E-Mail, und der Do‘s und Dont’s, gibt es gleich noch mehr. Wichtig ist also, dass zuerst ein Kontakt hergestellt wird, um den Rahmen abzustecken. Danach geht es darum, einen qualitativ hochwertigen Artikel zu liefern. Wobei allerdings eines noch wichtiger ist als die Qualität des Artikels und der Aufwand für Korrekturen und Überarbeitungen, damit alles passt.

Noch wichtiger ist die Art und Weise der Abwicklung und der Kontakt, der zum Artikel geführt hat. Je angenehmer und problemfreier sich dieser gestaltet, umso größer ist die Chance, dass man im Gedächtnis bleibt. Wie Sie im ersten Teil erfahren haben, verfolgt der Redakteur auch eigene Ziele, und da spielt die Art und Weise, wie man in Kontakt kommt und in Erinnerung bleibt eine entscheidende Rolle.

Fazit: Wenn Gastartikel passen, dann werden diese sehr gerne genommen. Vor allem dann, wenn diese hochwertig und fehlerfrei geliefert werden. Die passenden Neuigkeiten gehen immer, wenn es für die breite Masse der Leserschaft relevant ist, und Infografiken lassen sich leichter als Beitrag lancieren, als Landingpages.

Die größten Chancen auf Veröffentlichung bestehen also darin, mit dem richtigen Content für das richtige Medium in der passenden Form als Angebot zu kommen, und es dann dem Redakteur so einfach wie möglich zu machen, damit er den Beitrag veröffentlichen kann.

Wie gestaltet sich die ideale Kontaktaufnahme mit einem Redakteur?

Bis hierher haben wir das Wichtigste über das Mindset eines Redakteurs erfahren und wissen nun, welche Themen eine Chance auf Veröffentlichung haben. Bleibt zum Schluss nun die Frage, wie man am besten Kontakt mit dem passenden Redakteur aufnimmt.

Doch bevor diese Frage beantwortet wird ist wichtig, drei weitere Fragen vorab zu klären:

1. Gibt ein klares Ziel?
2. Gibt es eine Liste oder eine möglichst konkrete und klar umrissene Zielgruppe?
3. Welche Kontakte gibt es schon?

Diese Fragen müssen vor der Kontaktaufnahme ausreichend geklärt werden, denn ohne die passenden Antworten ist es praktisch unmöglich, die richtigen Medien auszuwählen, das Thema entsprechend zu verpacken und natürlich auch die richtigen Redakteure zu kontaktieren.

Zusätzlich zu diesen drei Fragen gibt es noch eine Checkliste mit weiteren Fragen, die den Inhalt der Botschaft auf den Punkt fokussieren:

• Hat das Thema einen hohen und langfristigen Praxisnutzen?
• Folgt das Thema einem aktuellen Trend oder hat es das Potenzial, einen Trend zu starten?
• Macht das Thema neugierig und inspiriert es?
• Ist es ein Top-Thema, dass möglichst früh veröffentlicht werden muss?
• Unterhält das Thema auf positive Art und Weise den Leser und sorgt so für Gesprächsstoff?

Sind alle diese Fragen hinreichend beantwortet, dann geht es im nächsten Schritt darum, das richtige Medium auszuwählen und den korrekten Redakteur zu kontaktieren. Hierbei hilft ein Blick in das Medium, um sich einen Überblick über Struktur, Inhalt und mögliche Zielgruppe zu verschaffen. Im Impressum findet man dann die passenden Kontaktdaten, meist auch mit den E-Mail-Adressen der jeweiligen Redakteure und einer Kurzbeschreibung ihrer jeweiligen Ressorts. Mit einem klaren Ziel, einer klaren Botschaft und einem attraktiven Inhalt für eine möglichst klar umrissene Zielgruppe ist es nun ein Leichtes, um hier den entsprechenden Kontakt zu ermitteln.

Sicher, das ist mit etwas Arbeit verbunden und ggf. muss man auch einige Redakteur-Profile lesen, doch wie immer gilt:

• Je perfekter die Botschaft auf den Empfänger zugeschnitten ist, umso sicherer kommt sie auch an, wird gelesen und löst ggf. eine Reaktion aus.

Kontaktaufnahme über Telefon, E-Mail oder Social-Media?

Die Kontaktaufnahme über Telefon sollte praktisch immer vermieden werden, gerade wenn man sich hier noch einmal den Anfang dieses Beitrags in Erinnerung ruft. Anrufe stören meist, reißen den Redakteur aus der Arbeit und kommen so praktisch immer ungelegen und fallen selten auf fruchtbaren Boden.

Die Kontaktaufnahme über Social-Media, wie Facebook, XING, LinkedIn & Co. ist zwar auch ein Weg, doch oft gehen hier wichtige Nachrichten zwischen all den anderen, auch privaten, Nachriten unter. Somit ist dieser Weg nur dann geeignet, wenn schon ein guter und persönlicher Kontakt besteht.

Bleibt zum Schluss nur noch die E-Mail. Tatsächlich ist das die bevorzugte Art der Kontaktaufnahme von Redakteuren. Allerdings gibt es hier einige Spielregeln, die es zu beachten gilt.

1. Keine langen Texte oder Inhalte. Sinn und Zweck der E-Mail ist es, das Thema anzureißen, so dass der Redakteur innerhalb von wenigen Sekunden entscheiden kann, ob das Thema etwas für ihn oder das jeweilige Medium ist, bzw. ob evtl. ein Kollege besser passen könnte. So sieht der normale Entscheidungsweg, und die ersten Schritte, in der Redaktion, aus.

2. Der Inhalt der Botschaft muss zum Empfänger passen. Deshalb, wie schon beschrieben, den Empfänger genau recherchieren. Massenmails fallen meist aus dem Raster und finden keinen Empfänger.

3. In der E-Mail lieber kurz, knapp und präzise auf den Punkt formulieren. Wenn das Thema interessant erscheint und die Leserschaft trifft, dann erfolgt auch eine entsprechende Nachfrage bzw. Reaktion.

4. Die kompletten Texte, Bilder, Artikel, Berichte etc. lieber in den Anhang packen, am besten Texte als Word-Datei oder als PDF, und Bilder in den üblichen Formaten.

Aus diesen vier Punkten ergibt sich letztlich eine Checkliste für eine E-Mail, die eine hohe Trefferchance hat:

• Wähle einen knackigen Betreff, der Interesse weckt.
• Halte die E-Mail kurz, knapp und präzise.
• Keine Leertexte, Worthülsen und Allgemeinplätze.
• Muss das Thema erklärt werden, dann hat man den Empfänger falsch gewählt.
• Nutze bestimmte Trigger-Worte und –Themen.
• Nutze den Anhang.

Nachfassen … NEIN DANKE!

Alle vorher genannten Punkte sind die absoluten Dos … die Dont’s folgen jetzt. Praktisch gibt es, neben einem verfehlten Thema oder einem Beitrag, der nicht zur Leserschaft passt, drei Dinge, die sich einfach nicht gehören — und in jedem Fall zu vermeiden sind:

1. Nachfassen, ob der Beitrag angekommen ist,
2. sich am Telefon zum Redakteur unter Vorwand durchstellen zu lassen oder
3. Vorwürfe in den Raum zu stellen, wenn der Artikel nicht berücksichtigt wurde, bzw. das Unternehmen nicht genannt wurde.

Alle diese drei Punkte verbieten sich von alleine, denn wenn man die vorherigen Fragen zu Zielsetzung, Thema und Zielgruppe auch hinreichend beantwortet hat, dann braucht man auch nicht nachfassen. Grundsätzlich gilt: Ist beim Versand der E-Mail KEINE Fehlermeldung aufgetaucht, dann ist diese in der Reaktion auch angekommen. Erfolgt dann keine Reaktion, dann ist das Antwort genug, denn dann hat das Thema offensichtlich nicht gepasst. Damit muss man sich dann, auch wenn es manchmal schwerfällt, zufriedengeben.

Sich aber am Telefon unter einem Vorwand mit einem Bluff den persönlichen Kontakt zum Redakteur zu erzwingen, ist auch keine gute Idee, genauso wenig, wie sich über eine Nichtnennung oder Nichtveröffentlichung zu beschweren. Finden Sie sich damit ab, es ist eben, wie es ist.