Social Media Seeding Funnel

Beschreibung zum kostenlosen Online Marketing Webinar

Die Distribution von Inhalten wird zunehmend komplexer. Durch durch die falsche Seeding Strategie kannst Du bereits einige Potenziale liegen lassen, die Deinen Content in der Verbreitung hemmen. Ich zeige Dir, wie Du mit den richtigen Seeding-Hebeln die bestmögliche Verbreitung erreichst.

 

Video zum Webinar

Webinar Termin:

23.11.2016

15:00 Uhr - 16:00 Uhr

Das wirst Du nach dem Webinar erreicht haben:

  • Eckpfeiler einer Seeding-Strategie
  • Die wichtigsten Arbeitsschritte in der Vorbereitung im Content Seeding
  • Seeding Tools die helfen können, schneller und effizienter zu distribuieren
  • Seeding Reporting & Effizenzmessung der verbreiteten Inhalte

Zielgruppe

Mein Vortrag richtet sich an Inhalt-Ersteller und diejenigen, die dafür verantwortlich sind, dass ihre Inhalte die richtige Reichweite in der für ihr Geschäft richtigen Zielgruppe erreichen.

Aber vor allem werden Redakteure und Social Media Manager angesprochen.

 

Social Media Seeding Funnel

Jedes Unternehmen sucht und braucht den Kontakt zum Kunden. Früher geschah das über klassische Medien wie Print und TV. Heute gibt es sehr viel mehr Kanäle und Plattformen, über die man Kunden erreichen kann. Wobei einzelne Plattformen im Social Media für bestimmten Zielgruppen besser sind, als andere. Das bedeutet letztlich, dass nicht jeder Kanal zur Zielsetzung oder Zielgruppe passt. Außerdem ist heute das Umfeld sehr viel dynamischer, so dass langfristige Planungen kaum noch möglich sind. Das bedeutet, dass man heute einen prall gefüllten Werkzeugkoffer und eine möglichst klare Zielsetzung braucht, um potenzielle Kunden zu erreichen. Wobei die Brechstange und das Megaphone keinen Platz mehr in diesem Werkzeugkoffer haben, denn Social Media vereinigt Medien und Kanäle, die vom Leser aus verstanden und gesehen werden müssen. Die Anbieter- und Produktseite braucht hierbei also einen komplett neuen Fokus, wobei laut sein nicht immer falsch sein muss — der, der es sich leisten kann, der kann auch schon ruhig laut daherkommen. Letztlich kommt es also hier auch immer darauf an.

Auf Teufel-komm-raus über Social Media etwas verkaufen zu wollen, bringt nichts, denn dieser Ansatz wird vom Großteil der potenziellen Zielgruppe mit Ignoranz abgestraft. Von daher geht es in Zukunft mehr und mehr darum, mit den richtigen Botschaften und Themen Samenkörner zu einzupflanzen, also zu „seeden“, um langfristig potenzielle Kunden zu erreichen, zu binden und ggf. auf eigene Angebote zu lenken.

Seeding im Social Media

Betrachten wir die Ausgangssituation im Detail. Auf der einen Seite sind die heutigen Grundvoraussetzungen für eine maßgeschneiderte Ansprache von potenziellen Kunden sehr viel besser, als noch vor einigen Jahren. Doch auf der anderen Seite gibt es viele Plattformen, die nach ihren eigenen Regeln spielen, so dass man sich hier jeweils auf Neues einstellen muss. Neben bestimmten Formaten ist man auch oft abhängig von Algorithmen. Diese Algorithmen bestimmen darüber, wer was angezeigt bekommt, und wer nicht. Doch meist sind diese Algorithmen nicht bekannt, so dass es fast schon schwierig bis unmöglich ist, um hier langfristig sicher zu planen. Ein organischer Wachstum braucht somit immer viel Zeit und man muss mit den Regeln spielen, die für die jeweiligen Plattformen gelten.

 

Doch das Seeding über Social Media hat dagegen mehrere große Vorteile. Zum einen lassen sich Inhalte sehr schnell liken und teilen, zum anderen ist die Verweildauer der Nutzer auf den jeweiligen Plattformen einfach sehr viel höher, als auf herkömmlichen Websites, und sie kommen mehrmals pro Tag wieder zurück.

Mit diesen Vorteilen kann man beim Seeding sehr gut spielen, wenn man sich an einige Punkte hält:

1. Der Leser ist meist mit seinem privaten Profil unterwegs — das gilt es zu respektieren.
2. Er steht im Mittelpunkt und wir müssen auf Augenhöhe mit ihm kommunizieren.
3. Es geht mehr darum, ihn zu informieren und zu unterhalten.
4. Langeweile ist langweilig — das liest keiner.
5. Bei allem dürfen wir uns selbst nicht zu ernst nehmen — über Menschlichkeit und Humor kann man gute und feste Bindungen zu Leser aufbauen.

Seeding braucht Formate

Wir haben eine ganze Reihe von unterschiedlichen Kanälen zur Verfügung. Facebook für kurze Geschichten in Video, Wort oder Bild, Instagram für Foto und Video mit Storycharakter, Snapchat für kurze Story-Videos, Twitter für Texte und Bilder, Pinterest für Bilder oder YouTube für Videos. Jeder einzelne dieser Kanäle muss mit unterschiedlichen Inhalte so bespielt werden, dass diese trotzdem alle in die gleiche Richtung streben. Alles muss irgendwie so gut zusammenpassen, dass das zentrale Ziel des Seeding auch erreicht werden kann. Hierzu braucht es nicht nur eine Vielzahl von unterschiedlichen Kanälen, sondern auch eine Anzahl von unterschiedlichen Formaten.

Eines der heute Dienstältesten Formate, das gerade aktuell eine Renaissance erlebt, ist der Podcast. Über diesen lassen sich leicht Interviews veröffentlichen. Die Schriftform dieser Interviews können zum Beispiel in einem Blog veröffentlicht werden. Einzelne Zitate und Auszüge können mit den passenden Bildern auf Facebook oder Instagram publiziert werden. Auf YouTube kann das Interview in eine moderierte Slideshow mit den passenden Bildern zum Beispiel in eine Top-10-Liste umgewandelt werden etc. Das Ganze kann dann noch mit einem passenden Quiz mit einer Portion Interaktivität bereichert werden.

Voraussetzung für erfolgreiches Seeding: Verschiedene Kanäle und Formate, die mit unterschiedlichen Inhalten befüllt werden, aber die gleiche Zielsetzung verfolgen.

Somit kann man mit dem richtigen Material auf allen relevanten Kanälen jeweils sehr maßgeschneidert unterwegs sein, und trotzdem geht alles in eine Zielrichtung. Das ist wichtig, denn Letztlich geht es auch beim Seeding darum, ein vorher definiertes Ziel zu erreichen.

Doch um das zu erreichen, braucht es …

• Standards,
• Schnelligkeit und
• Qualität.

Die Standards legen das Fundament für die redaktionelle Arbeit fest. Hier wird definiert, was erscheint, wie einzelne Inhalte formuliert werden, wie die Leserschaft angesprochen wird, wie die Bildsprache aussieht und mit welcher Tonalität die Leser angesprochen werden. Doch auch die grundsätzliche Redaktionelle Arbeit wird definiert. Es gilt hierbei zu definieren, welche Quellen für die Recherchen herangezogen werden und ob es zum Beispiel auch rechtliche Richtlinien oder gestalterische Vorgaben im Rahmen des Corporate Design gibt. Definierte Standards geben hierbei ein notwendiges Maß an Sicherheit, so dass man schnell und sicher auf einzelne Themen eingehen kann.

Damit sind wir beim nächsten Thema, nämlich der Schnelligkeit. Gerade im Social Media ist Schnelligkeit Trumpf. Auf aktuelle Themen muss man, wenn es passt, schnell reagieren. Reagiert man erst drei Tage später, dann ist das Thema meist schon durch, und keiner erinnert sich noch daran.

Qualität entscheidet. Der letzte wichtige Punkt ist natürlich die Qualität. Ohne Qualität gehen oft Inhalte unter. Sicher, es geht meist nicht darum, Hollywood-Filme zu produzieren, doch die heutigen Möglichkeiten erlauben es, mit schmalem Budget eine gute bis sehr gute Qualität zu liefern. Schafft man das nicht, dann leiden die Akzeptanz, die Reichweite und die Glaubwürdigkeit darunter. All das bedeutet aber auch, dass unter einer schlechten Qualität auch das gesamte Seeding leidet.

Um das zu verhindern, und um schnell und produktiv zu arbeiten, und um dabei auch eine gleichbleibende hohe Qualität sicherzustellen, ist es wichtig, Standards zu definieren, auf wiederkehrende und planbare Elemente zu setzen und den Markenkern sauber zu definieren und zu positionieren. Hat man das einmal sauber gemacht, dann braucht man nicht bei jeder Pressemitteilung neu zu überlegen, über welche Kanäle diese jetzt verteilt und in welchen Formaten die jeweiligen Inhalte und Botschaften transportiert werden. Das wäre letztlich der komplett falsche Ansatz.

Zuerst zuhören, dann kommt das Seeding

Bevor man mit dem Seeding der einzelnen Inhalte startet gilt es, viel zu recherchieren und die jeweiligen Kanäle zu analysieren. Man muss zuhören und entdecken, wie die jeweiligen Nutzer der Kanäle ticken, was sie wollen, lesen, liken und sharen. Bei dieser Recherche geht es natürlich um den Endleser, doch auf dem Wege dorthin gilt es auch, mögliche Influencer mit einer hohen Reichweite zu ermitteln. Hier kann man zum Beispiel recherchieren, wer aktuell auf Twitter unterwegs ist und wie viele Follower er hat. Außerdem kann man auch ermitteln, welche Hashtags benutzt werden und wer am liebsten worüber schreibt und was gelesen wird.

Dabei sollte eines klar sein: Diese Analyse findet VORHER statt, aber auch KONTINUIERLICH, denn die Analyse der eigenen Leserschaft ist kein Ziel, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

Jeder einzelne Kanal bietet auch individuelle Vorteile. So kann man über Instagram nicht nur nach #Hashtags suchen, sondern auch nach Orten. Das bedeutet, man kann nicht nur herausfinden, was die Leser schreiben und über einen denken, sondern wo sie dabei gerade aktiv sind. Dieser Einblick kann gegebenenfalls extrem wertvoll sein.

Seeding is Reputationsaufbau — online und offline

So, wie ein Unternehmen wahrgenommen wird, ist die Realität. Das bedeutet aber auch, dass das Bild, mit dem ein Unternehmen im Social Media unterwegs ist, das Bild vom Unternehmen in den Köpfen seiner Leser maßgeblich prägt. Sei einmalig, besonders und unverwechselbar gilt also auch beim eigenen Unternehmensprofil im Social Media. Ein nicht reproduzierbares Profil schafft hier oft einen großzügigen Vorsprung und eine Abgrenzung zur Konkurrenz.

Fazit: Nichts ersetzt ein persönliches Netzwerk aus Kunden, Lesern und Fans.

Auch bei den Influencern gilt es, sich ein gutes Netzwerk so aufzubauen, dass man genau weiß, wem man was anbieten kann. Dadurch bekommen nicht alle genau das Gleiche, sondern jeder erhält ein möglichst maßgeschneidertes Paket, das er in seiner Leserschaft, vielleicht sogar für einen gewissen Zeitraum exklusiv, weitergeben kann. Gerade die Exklusivität ist es, die sowohl für den Influencer, seiner Leserschaft und am Ende auch für das Seeding extrem wertvoll ist. Es geht also sehr viel mehr darum, lieber gezielt Impulse zu setzen, als mit der großen Gießkanne unterwegs zu sein.

Die Champions League … Seeding in Echtzeit

Auf der einen Seite kann man redaktionelle Themen, gerade Grundthemen, langfristig planen und abarbeiten. Doch die Königsdisziplin, also die Champions League, ist die Reaktion und das Aufgreifen von aktuellen Themen in Echtzeit.

Hierzu braucht es auf der einen Seite eine gute Redaktionsplanung mit klaren Abläufen, Regeln und den passenden Spielraum für Kreativität. Auf der anderen Seite braucht es aber auch eine Kristallkugel, die einem sagt, welche Themen gerade aktuell top sind. Hierzu gibt es zum Beispiel das kostenpflichtige Tool StoryClash. Dieses zeigt einem in Echtzeit, auf welchen Newsplattformen gerade welche Themen aktuell sind und einen hohen Traffic haben.

Weitere Quellen sind:

• Twitter Trends
• Google Trends
• Google Suggest
• Buzzsumo
• 10.00 Flies

Auf diesen Plattformen kann man nach aktuellen Themen recherchieren und nach Möglichkeiten suchen, um sein Thema in einem aktuellen und relevanten Kontext zu platzieren. Arbeitet man dann in einem gut organisierten redaktionellen Umfeld, dann kann man schnell die passenden Formate produzieren und auf den entsprechenden Kanälen publizieren.

Daraus ergibt sich eine Content-Strategie mit fünf Punkten:

5 Punkte einer Content-Strategie: 1. Trends & Themen erkennen 2. Kontext prüfen 3. Inhalte produzieren 4. Formate bespielen und 5. die Welle reiten.

Facebook als Seeding-Maschine

Betrachten wir nun einmal Facebook als Seeding-Maschine. Facebook bietet hier phantastische Möglichkeiten, um die eigene Website mit dem Facebook-Pixel-Tool zu verbinden. Der Vorteil dabei ist, dass man so ganz genau nachvollziehen kann, welcher in Facebook angemeldete Unser die eigene Website besucht.

Auf Basis dieser Besuche und der daraus gewonnenen Daten lassen sich in Zukunft Anzeigen und Inhalte auf die jeweilige Zielgruppe hin perfekt zuschneiden. Auf einfachste Art und Weise lässt sich so rund um ein Thema eine perfekt zugeschnittene Zielgruppe aufbauen und durch gezieltes Retargeting weiter „bespielen“. Von daher ist gerade Facebook-Pixel ein extrem wertvolles Werkzeug, allerdings müssen hier ggf. die Datenschutzrichtlinien individuell überprüft und ggf. angepasst werden.

Zusammenfassung

Seeding über Social Media, und der Aufbau eines eigenen Netzwerks und einer klar umrissenen Zielgruppe, gehören heute zum Pflichtprogramm.

Hierzu gilt es …

1. die passenden Plattformen zu identifizieren,
2. entsprechende Social Media Formate zu schaffen,
3. Schnittstellen zwischen Online- und Offline-Aktivitäten zu etablieren,
4. Ressourcen für die Erstellung von Social Media Inhalte zu schaffen,
5. sich selbst nicht ganz zu ernst zu nehmen,
6. relevante Inhalte aus Sicht der Nutzer zu erschaffen,
7. redaktionelle zu denken und zu planen und
8. Zahlen, Daten und Fakten durch ein regelmäßiges Reporting zu sichten, um
9. kontinuierlich besser zu werden und
10. neue Leser zu gewinnen.

Social Media Seeding Funnel

Jedes Unternehmen sucht und braucht den Kontakt zum Kunden. Früher geschah das über klassische Medien wie Print und TV. Heute gibt es sehr viel mehr Kanäle und Plattformen, über die man Kunden erreichen kann. Wobei einzelne Plattformen im Social Media für bestimmten Zielgruppen besser sind, als andere. Das bedeutet letztlich, dass nicht jeder Kanal zur Zielsetzung oder Zielgruppe passt. Außerdem ist heute das Umfeld sehr viel dynamischer, so dass langfristige Planungen kaum noch möglich sind. Das bedeutet, dass man heute einen prall gefüllten Werkzeugkoffer und eine möglichst klare Zielsetzung braucht, um potenzielle Kunden zu erreichen. Wobei die Brechstange und das Megaphone keinen Platz mehr in diesem Werkzeugkoffer haben, denn Social Media vereinigt Medien und Kanäle, die vom Leser aus verstanden und gesehen werden müssen. Die Anbieter- und Produktseite braucht hierbei also einen komplett neuen Fokus, wobei laut sein nicht immer falsch sein muss — der, der es sich leisten kann, der kann auch schon ruhig laut daherkommen. Letztlich kommt es also hier auch immer darauf an.

Auf Teufel-komm-raus über Social Media etwas verkaufen zu wollen, bringt nichts, denn dieser Ansatz wird vom Großteil der potenziellen Zielgruppe mit Ignoranz abgestraft. Von daher geht es in Zukunft mehr und mehr darum, mit den richtigen Botschaften und Themen Samenkörner zu einzupflanzen, also zu „seeden“, um langfristig potenzielle Kunden zu erreichen, zu binden und ggf. auf eigene Angebote zu lenken.

Seeding im Social Media

Betrachten wir die Ausgangssituation im Detail. Auf der einen Seite sind die heutigen Grundvoraussetzungen für eine maßgeschneiderte Ansprache von potenziellen Kunden sehr viel besser, als noch vor einigen Jahren. Doch auf der anderen Seite gibt es viele Plattformen, die nach ihren eigenen Regeln spielen, so dass man sich hier jeweils auf Neues einstellen muss. Neben bestimmten Formaten ist man auch oft abhängig von Algorithmen. Diese Algorithmen bestimmen darüber, wer was angezeigt bekommt, und wer nicht. Doch meist sind diese Algorithmen nicht bekannt, so dass es fast schon schwierig bis unmöglich ist, um hier langfristig sicher zu planen. Ein organischer Wachstum braucht somit immer viel Zeit und man muss mit den Regeln spielen, die für die jeweiligen Plattformen gelten.

 

Doch das Seeding über Social Media hat dagegen mehrere große Vorteile. Zum einen lassen sich Inhalte sehr schnell liken und teilen, zum anderen ist die Verweildauer der Nutzer auf den jeweiligen Plattformen einfach sehr viel höher, als auf herkömmlichen Websites, und sie kommen mehrmals pro Tag wieder zurück.

Mit diesen Vorteilen kann man beim Seeding sehr gut spielen, wenn man sich an einige Punkte hält:

1. Der Leser ist meist mit seinem privaten Profil unterwegs — das gilt es zu respektieren.
2. Er steht im Mittelpunkt und wir müssen auf Augenhöhe mit ihm kommunizieren.
3. Es geht mehr darum, ihn zu informieren und zu unterhalten.
4. Langeweile ist langweilig — das liest keiner.
5. Bei allem dürfen wir uns selbst nicht zu ernst nehmen — über Menschlichkeit und Humor kann man gute und feste Bindungen zu Leser aufbauen.

Seeding braucht Formate

Wir haben eine ganze Reihe von unterschiedlichen Kanälen zur Verfügung. Facebook für kurze Geschichten in Video, Wort oder Bild, Instagram für Foto und Video mit Storycharakter, Snapchat für kurze Story-Videos, Twitter für Texte und Bilder, Pinterest für Bilder oder YouTube für Videos. Jeder einzelne dieser Kanäle muss mit unterschiedlichen Inhalte so bespielt werden, dass diese trotzdem alle in die gleiche Richtung streben. Alles muss irgendwie so gut zusammenpassen, dass das zentrale Ziel des Seeding auch erreicht werden kann. Hierzu braucht es nicht nur eine Vielzahl von unterschiedlichen Kanälen, sondern auch eine Anzahl von unterschiedlichen Formaten.

Eines der heute Dienstältesten Formate, das gerade aktuell eine Renaissance erlebt, ist der Podcast. Über diesen lassen sich leicht Interviews veröffentlichen. Die Schriftform dieser Interviews können zum Beispiel in einem Blog veröffentlicht werden. Einzelne Zitate und Auszüge können mit den passenden Bildern auf Facebook oder Instagram publiziert werden. Auf YouTube kann das Interview in eine moderierte Slideshow mit den passenden Bildern zum Beispiel in eine Top-10-Liste umgewandelt werden etc. Das Ganze kann dann noch mit einem passenden Quiz mit einer Portion Interaktivität bereichert werden.

Voraussetzung für erfolgreiches Seeding: Verschiedene Kanäle und Formate, die mit unterschiedlichen Inhalten befüllt werden, aber die gleiche Zielsetzung verfolgen.

Somit kann man mit dem richtigen Material auf allen relevanten Kanälen jeweils sehr maßgeschneidert unterwegs sein, und trotzdem geht alles in eine Zielrichtung. Das ist wichtig, denn Letztlich geht es auch beim Seeding darum, ein vorher definiertes Ziel zu erreichen.

Doch um das zu erreichen, braucht es …

• Standards,
• Schnelligkeit und
• Qualität.

Die Standards legen das Fundament für die redaktionelle Arbeit fest. Hier wird definiert, was erscheint, wie einzelne Inhalte formuliert werden, wie die Leserschaft angesprochen wird, wie die Bildsprache aussieht und mit welcher Tonalität die Leser angesprochen werden. Doch auch die grundsätzliche Redaktionelle Arbeit wird definiert. Es gilt hierbei zu definieren, welche Quellen für die Recherchen herangezogen werden und ob es zum Beispiel auch rechtliche Richtlinien oder gestalterische Vorgaben im Rahmen des Corporate Design gibt. Definierte Standards geben hierbei ein notwendiges Maß an Sicherheit, so dass man schnell und sicher auf einzelne Themen eingehen kann.

Damit sind wir beim nächsten Thema, nämlich der Schnelligkeit. Gerade im Social Media ist Schnelligkeit Trumpf. Auf aktuelle Themen muss man, wenn es passt, schnell reagieren. Reagiert man erst drei Tage später, dann ist das Thema meist schon durch, und keiner erinnert sich noch daran.

Qualität entscheidet. Der letzte wichtige Punkt ist natürlich die Qualität. Ohne Qualität gehen oft Inhalte unter. Sicher, es geht meist nicht darum, Hollywood-Filme zu produzieren, doch die heutigen Möglichkeiten erlauben es, mit schmalem Budget eine gute bis sehr gute Qualität zu liefern. Schafft man das nicht, dann leiden die Akzeptanz, die Reichweite und die Glaubwürdigkeit darunter. All das bedeutet aber auch, dass unter einer schlechten Qualität auch das gesamte Seeding leidet.

Um das zu verhindern, und um schnell und produktiv zu arbeiten, und um dabei auch eine gleichbleibende hohe Qualität sicherzustellen, ist es wichtig, Standards zu definieren, auf wiederkehrende und planbare Elemente zu setzen und den Markenkern sauber zu definieren und zu positionieren. Hat man das einmal sauber gemacht, dann braucht man nicht bei jeder Pressemitteilung neu zu überlegen, über welche Kanäle diese jetzt verteilt und in welchen Formaten die jeweiligen Inhalte und Botschaften transportiert werden. Das wäre letztlich der komplett falsche Ansatz.

Zuerst zuhören, dann kommt das Seeding

Bevor man mit dem Seeding der einzelnen Inhalte startet gilt es, viel zu recherchieren und die jeweiligen Kanäle zu analysieren. Man muss zuhören und entdecken, wie die jeweiligen Nutzer der Kanäle ticken, was sie wollen, lesen, liken und sharen. Bei dieser Recherche geht es natürlich um den Endleser, doch auf dem Wege dorthin gilt es auch, mögliche Influencer mit einer hohen Reichweite zu ermitteln. Hier kann man zum Beispiel recherchieren, wer aktuell auf Twitter unterwegs ist und wie viele Follower er hat. Außerdem kann man auch ermitteln, welche Hashtags benutzt werden und wer am liebsten worüber schreibt und was gelesen wird.

Dabei sollte eines klar sein: Diese Analyse findet VORHER statt, aber auch KONTINUIERLICH, denn die Analyse der eigenen Leserschaft ist kein Ziel, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

Jeder einzelne Kanal bietet auch individuelle Vorteile. So kann man über Instagram nicht nur nach #Hashtags suchen, sondern auch nach Orten. Das bedeutet, man kann nicht nur herausfinden, was die Leser schreiben und über einen denken, sondern wo sie dabei gerade aktiv sind. Dieser Einblick kann gegebenenfalls extrem wertvoll sein.

Seeding is Reputationsaufbau — online und offline

So, wie ein Unternehmen wahrgenommen wird, ist die Realität. Das bedeutet aber auch, dass das Bild, mit dem ein Unternehmen im Social Media unterwegs ist, das Bild vom Unternehmen in den Köpfen seiner Leser maßgeblich prägt. Sei einmalig, besonders und unverwechselbar gilt also auch beim eigenen Unternehmensprofil im Social Media. Ein nicht reproduzierbares Profil schafft hier oft einen großzügigen Vorsprung und eine Abgrenzung zur Konkurrenz.

Fazit: Nichts ersetzt ein persönliches Netzwerk aus Kunden, Lesern und Fans.

Auch bei den Influencern gilt es, sich ein gutes Netzwerk so aufzubauen, dass man genau weiß, wem man was anbieten kann. Dadurch bekommen nicht alle genau das Gleiche, sondern jeder erhält ein möglichst maßgeschneidertes Paket, das er in seiner Leserschaft, vielleicht sogar für einen gewissen Zeitraum exklusiv, weitergeben kann. Gerade die Exklusivität ist es, die sowohl für den Influencer, seiner Leserschaft und am Ende auch für das Seeding extrem wertvoll ist. Es geht also sehr viel mehr darum, lieber gezielt Impulse zu setzen, als mit der großen Gießkanne unterwegs zu sein.

Die Champions League … Seeding in Echtzeit

Auf der einen Seite kann man redaktionelle Themen, gerade Grundthemen, langfristig planen und abarbeiten. Doch die Königsdisziplin, also die Champions League, ist die Reaktion und das Aufgreifen von aktuellen Themen in Echtzeit.

Hierzu braucht es auf der einen Seite eine gute Redaktionsplanung mit klaren Abläufen, Regeln und den passenden Spielraum für Kreativität. Auf der anderen Seite braucht es aber auch eine Kristallkugel, die einem sagt, welche Themen gerade aktuell top sind. Hierzu gibt es zum Beispiel das kostenpflichtige Tool StoryClash. Dieses zeigt einem in Echtzeit, auf welchen Newsplattformen gerade welche Themen aktuell sind und einen hohen Traffic haben.

Weitere Quellen sind:

• Twitter Trends
• Google Trends
• Google Suggest
• Buzzsumo
• 10.00 Flies

Auf diesen Plattformen kann man nach aktuellen Themen recherchieren und nach Möglichkeiten suchen, um sein Thema in einem aktuellen und relevanten Kontext zu platzieren. Arbeitet man dann in einem gut organisierten redaktionellen Umfeld, dann kann man schnell die passenden Formate produzieren und auf den entsprechenden Kanälen publizieren.

Daraus ergibt sich eine Content-Strategie mit fünf Punkten:

5 Punkte einer Content-Strategie: 1. Trends & Themen erkennen 2. Kontext prüfen 3. Inhalte produzieren 4. Formate bespielen und 5. die Welle reiten.

Facebook als Seeding-Maschine

Betrachten wir nun einmal Facebook als Seeding-Maschine. Facebook bietet hier phantastische Möglichkeiten, um die eigene Website mit dem Facebook-Pixel-Tool zu verbinden. Der Vorteil dabei ist, dass man so ganz genau nachvollziehen kann, welcher in Facebook angemeldete Unser die eigene Website besucht.

Auf Basis dieser Besuche und der daraus gewonnenen Daten lassen sich in Zukunft Anzeigen und Inhalte auf die jeweilige Zielgruppe hin perfekt zuschneiden. Auf einfachste Art und Weise lässt sich so rund um ein Thema eine perfekt zugeschnittene Zielgruppe aufbauen und durch gezieltes Retargeting weiter „bespielen“. Von daher ist gerade Facebook-Pixel ein extrem wertvolles Werkzeug, allerdings müssen hier ggf. die Datenschutzrichtlinien individuell überprüft und ggf. angepasst werden.

Zusammenfassung

Seeding über Social Media, und der Aufbau eines eigenen Netzwerks und einer klar umrissenen Zielgruppe, gehören heute zum Pflichtprogramm.

Hierzu gilt es …

1. die passenden Plattformen zu identifizieren,
2. entsprechende Social Media Formate zu schaffen,
3. Schnittstellen zwischen Online- und Offline-Aktivitäten zu etablieren,
4. Ressourcen für die Erstellung von Social Media Inhalte zu schaffen,
5. sich selbst nicht ganz zu ernst zu nehmen,
6. relevante Inhalte aus Sicht der Nutzer zu erschaffen,
7. redaktionelle zu denken und zu planen und
8. Zahlen, Daten und Fakten durch ein regelmäßiges Reporting zu sichten, um
9. kontinuierlich besser zu werden und
10. neue Leser zu gewinnen.