SEA @ Sixt – From internationalization to personalization the top show cases

Beschreibung zum kostenlosen Online Marketing Webinar

Sixt is an international company and therefore always faced with different challenges to fulfil the expectations as a global player. The internationalization requires several strategies regarding the culture, the language and the amount of data.
Nevertheless Sixt has the aspiration to provide the customer with his or her perfect mobility solution. Personalization, as an example, is an essential part of it.
So, how can Sixt meet the requirements?

Video zum Webinar

Webinar Termin:

20.12.2017

16:00 Uhr - 16:45 Uhr

Was Du nach dem Webinar gelernt hast:

  • Verwaltung von großen Accounts
  • Pro & Cons der gängigen SEA Tool
  • Arbeiten via API und Bulk

Zielgruppe:

  • Fortgeschritten
  • SEA Manager
  • Performance Marketing Manager

 

SEA @ Sixt – From internationalization to personalization the top show cases

Personalisiertes SEA im internationalen Kontext

Das Webinar “From internationalization to personalization” erläutert anhand zahlreicher Use Cases im Bereich SEA bei Sixt, wie man auch in Zeiten von Globalisierung und Big Data erfolgreiche personalisierte Kampagnen durchführen kann. Den Einstieg in das Webinar rund um internationale SEA Kampagnen bildet zunächst der Bericht über das, was Sixt eigentlich ist und weshalb Sixt als Autovermietung bei den innovativen Playern in der digitalisierten Welt ganz vorne mitspielt. Bereits 1995 gab es die erste Domain unter dem Namen www.e-sixt.com, wobei das „e“ hier ganz einfach für E-Commerce stand und den Handel auf einer elektronischen Plattform betonen sollte. Erst 2007 änderte man die Domain auf das heute bekannte www.sixt.com. Ganz früh am mobilen Markt war Sixt bei den ersten Buchungen mit dem iPhone ebenso wie dem Joint Venture mit BMW. Richtig digital wurde es dann ab 2015 – als man mit Fastlane das Sixt-Auto nur mit einer App öffnen konnte. Für den Relaunch der Website im Jahr 2017 legte Sixt dann auch den Schwerpunkt auf eine verstärkte Suchmaschinenwerbung, um die Website optimal vermarkten zu können. Hierüber berichtet Philipp Mainka, der als Abteilungsleiter für SEA mit seinem Team einige Wege und Tools ausprobiert hat und anhand verschiedener Beispiele zeigen möchte, worauf es ankommt, wenn Du mit vielen Daten in einem internationalen Kontext trotzdem noch personalisiert

Wie Du international bei SEA von der globalisierten Welt profitieren kannst

SIXT ist als Autovermietung weltweit aufgestellt. Es gibt insbesondere in Europa, dort vor allem die DACH-Staaten, BeNeLux sowie Italien und Groß-Britannien sowie fünf weitere Länder, aber auch die USA die so genannten Corporate Märkte, die von A bis Z alles selber machen. Rund 100 weitere Länder auf allen Kontinenten verstreut, stellen eine weitere Besonderheit bei Sixt dar: Sie sind Franchise-Märkte, die Pricing und den operativen Betrieb übernehmen und Sixt selbst die Experten rund um Marketing etc. zur Verfügung stellt. Und genau hierin liegt die Herausforderung, denn viele Ziele – sei es Umsatz oder Bekanntheitssteigerung – sind oftmals sehr auf das jeweilige Land bezogen, wo doch in einer globalisierten Welt wie heute Entfernungen quasi nichts mehr bedeuten. Die große Aufgabe von Sixt war es nun, jedes einzelne Land in dieses gewaltige Netzwerk einzubeziehen und davon profitieren zu lassen. Denn erst dann wird das volle Potenzial im Bereich Suchmaschinenwerbung ausgeschöpft, das Sixt durch seine Standorte in aller Welt besitzt. Denn: Der spanische Markt erhält auch viele Anfragen aus Deutschland. So muss sowohl SEA als auch SEO optimal auf diese Quell-Länder eingestimmt werden. Das Besondere: durch die hohe Anzahl an unterschiedlichen Accounts und der Nutzung verschiedener Sprachen, entsteht eine ungeheure Komplexität. Dies bedeutet dann beispielsweise auch, dass genau dort Suchmaschinenwerbung geschaltet wird, in denen es selbst keine eigenen Sixt-Märkte gibt, wie beispielsweise China. So funktioniert SEA weltweit.

Doch ob Google, Bing oder Yandex – auch Du kennst sicherlich das grundlegende Problem von zentraler Steuerung und Auswertung. Insbesondere dann, wenn wie bei Sixt SEA und SEO länderübergreifend funktionieren und ausgewertet werden soll, welches Land von welcher Kampagne in einem anderen Land profitiert. Und genau dort setzt die Automatisierung der Datenverarbeitung und -analyse ein, die sich auch Sixt zu nutze macht.

Suchmaschinenwerbung mit Big Data durch Automatisierung

Diese Vielzahl von Daten aus der ganzen Welt, die Sixt erhält, sollen effektiv genutzt werden. Big Data sieht Sixt eher als Chance denn als Unwort und hat sich insbesondere mit den zahlreichen Verwaltungsmöglichkeiten von Daten beschäftigt. Auch du kennst das sicher, dass beim Upload einer großen Menge von Daten entweder Time-Out-Errors entstehen, sonstige Fehlermeldungen angezeigt werden oder gar die Datengröße einfach zu mächtig ist für beispielsweise Access-Datenbanken. Auch Sixt stand genau vor diesen Problemen. Jeder, der mit größeren Datenmengen zu tun hatte, steht früher oder später vor der Wahl: Amazon Cloud oder Google Cloud. Da Sixt für seine SEA Kampagnen sowieso bereits mit Google und dessen AdWords ein Verhältnis hatte, fiel dort die Wahl auf die Plattform BigQuery.

Der Vorteil hieran: Sixt konnte bestehende Daten aus den vorhandenen AdWords-Accounts ganz einfach mit dem Data Transfer Service in diese Datenbank importieren. Und das waren nicht gerade wenige. Philipp Mainka rechnet vor: 90 bestehende Accounts liefern täglich rund 60 Tabellen aus den SEA-Kampagnen. Dass dies auch trotz BigQuery eine unübersichtliche Menge an Daten ist, zeigt die totale Zahl: 5.400 tägliche Tabellen. Das Team SEA von Sixt nahm sich der Herausforderung an – SQL hieß dort das Zauberwort, mit dem sich Sixt schließlich die Tabellen zusammenführte. Doch das dies für Kampagnenoptimierung im Bereich Suchmaschinenwerbung noch nicht ausreicht, zeigt der nächste Schritt, den Sixt gegangen ist: über Google Docs und App Scripts konnte sich Philipp Mainka und sein Team einzelne SQL-Querys beschreiben und so aussteuern, wie es benötigt wurde. Dies konnte Sixt sogar ohne Entwickler realisieren, allerdings solltest du dich für diesen Weg auch nur entscheiden, wenn Du bereit bist, dich ein wenig einzulesen und mit der Materie zu beschäftigen.

Mit vielen Daten im SEA viel erreichen

Datastudios Connectors war dann der nächste Schritt auf dem Weg zu einer optimalen Kampagnensteuerung. Hier besteht im Vergleich zur ausschließlichen Nutzung von AdWords der Vorteil, dass auch externe Daten eingespeist und mitverarbeitet werden können, was bei AdWords ausgeschlossen ist. Weiterhin können natürlich die mehr als 75 AdWords-Accounts von Sixt importiert und – dies ist nun interessant, wenn Du auch im Bereich SEO tätig ist – auch Keywords integriert werden. Und hier zeigt sich für eine integrierte Kampagne der Vorteil: Während die Search Console von Google Keywords nur 90 Tage lang speichert, können im Datastudios die SEO-Daten wesentlich länger vorgehalten werden. MCC Quality Dashboards helfen dann zur Aufdeckung von Anomalien im Account und im Falle von Sixt insbesondere bei der Frage, von wo nach wo wird eigentlich gesucht?

Philipp Mainka zählt zum Ende noch Vor- und Nachteile über diese Vorgehensweise mit BigQuery aus: Es ist unendlich skalierbar, was besonders für das weltweite Netzwerk ideal ist, die Rechenpower ist nicht begrenzt und es sind alle möglichen und denkbaren Daten importierbar. Allerdings braucht es ein gewisses Know-how und einige besondere Skills, um das volle Potenzial dieser Datenverwaltungsmöglichkeit nutzen zu können.

Use Case: Automatische Übersetzung

Im Folgenden wird ein ganz besonderer Use Case besprochen, der vor allem bei internationaler Suchmaschinenwerbung zum Tragen kommen kann: die automatische Übersetzung von insbesondere Städtenamen. Bei Sixt bedeutet dies: 2.000 Städte in rund 30 Sprachen zu übersetzen – und das vor allem korrekt. Auch Du kennst sicherlich zahlreiche Beispiele durch Google Translate oder anderen Diensten, die falsch oder sehr merkwürdig übersetzt werden, zum Beispiel Nizza – Nice. So etwas darf natürlich automatisiert nicht passieren. Man entschied sich bei Sixt schließlich für Knowledge Graph Search API. Hier diente für die geplante SEA Maßnahme die URL, die als Input eingegeben wurde und via API in die entsprechende Zielsprache übersetzt wird. Hier kommen dann beispielsweise folgender Code in den SEA Anzeigen vor, der dann durch die API passgenau und vor allem übersetzt ausgeworfen wird: URLcoded_City:SanDiego.

Wie Personalisierung in SEA mit Big Data funktionieren kann

Personalisierung ist die Königsdisziplin in der Suchmaschinenwerbung. Sixt nutzt eine große Data Management Plattform (DMP), um auch mit externen Daten arbeiten zu können.

Ein erster Schritt in Richtung Personalisierung ist eine Cluster Analyse. SEA funktioniert durch das gezielte Aussteuern von Anzeigen, die genau auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Beispielhaft nahm Sixt folgende Cluster an, die sie dann gezielt testen und in der DMP auswerten und nachsteuern können. Zunächst legte das SEA Team die Besucher der Sixt-Website in drei grundlegende Kategorien an (Leisure, Business, Family). Diese Kategorien bestehen zunächst auf Annahmen – ein großes Auto oder ein Kindersitz deuten auf eine Familie hin, ein luxuriöses Cabrio eher auf den Bereich Leisure. Diese Vermutungen mussten nun durch Tests überprüft werden. Durch die DMP konnten Daten und Tests miteinander verglichen werden, als man bei Sixt beispielsweise testete, ob ein vermuteter Business-Kunde auch auf Anzeigen und Angebote aus dem Bereich Leisure reagiert. Sixt nutzte dazu die „If-Funktion“: IF Audience = Family = große Autos, Babysitz etc. Um es vorweg zu nehmen: Sämtliche Hypothesen wurden durch das Testing bestätigt.

Ein zweiter Schritt zu noch mehr Personalisierung in der Suchmaschinenwerbung erreichte man durch die Schlagworte Recency, Frequency, Monetary. Dies beinhaltet vor allem die Analyse von der Frage: „Lohnt es sich, einen Kunden zu bearbeiten oder ist er zu neu, bucht zu selten und lässt zu wenig Geld da?“ Das Zauberwort heißt hier Customer Lifetime Value. In der Suchmaschinenwerbung musst Du Dir bei dieser Betrachtung beispielsweise überlegen, ob ein Besucher, der zwar oft auf deiner Internetseite stöbert, aber dann doch nicht bucht, überhaupt eine weit oben im Ranking gekaufte AdWords-Anzeige angezeigt bekommen sollte oder eher weniger teures SEA etwas weiter unten, aber mit stärkerem Preis-Signal, zum Beispiel mit Hinweisen auf Rabatte oder sonstige Preis-Aktionen.

Kleine Stellhebel für den großen SEA Erfolg

Eine große Frage, die vielleicht auch Dich umtreibt, ist die Frage nach dem Ausschlussverfahren. Auch Sixt führte viele Überlegungen durch, ob man treuen Kunden oder häufigen Besuchern überhaupt noch SEA anzeigen lassen muss. Letztendlich kommt es wohl darauf an, ob diese Leute durch ein Programm, Treue-Aktionen oder Ähnlichem nicht genauso gepflegt werden können – nur mit weniger Kampagnenaussteuerung. Ein kleiner Tipp von Philipp Mainka, der auf die SEA Strategie ebenfalls einige Auswirkungen hatte: Der Ausschluss der firmeneigenen IP-Adressen führte zu einer weiteren Optimierung – so einfach das auch klingt.

Das Webinar schließt schließlich mit der Frage, wie man denn Nutzer identifizieren kann, die noch nie auf der Seite waren. Auch hier kannst du einige bereits vorhandene Daten nutzen. Geo-Daten sind zwar nicht unbedingt immer so brauchbar – die Kenntnisse des Ortes aber in einer Vorschau und in Vorbereitung von Tests durchaus hilfreich.

 

SEA @ Sixt – From internationalization to personalization the top show cases

Personalisiertes SEA im internationalen Kontext

Das Webinar “From internationalization to personalization” erläutert anhand zahlreicher Use Cases im Bereich SEA bei Sixt, wie man auch in Zeiten von Globalisierung und Big Data erfolgreiche personalisierte Kampagnen durchführen kann. Den Einstieg in das Webinar rund um internationale SEA Kampagnen bildet zunächst der Bericht über das, was Sixt eigentlich ist und weshalb Sixt als Autovermietung bei den innovativen Playern in der digitalisierten Welt ganz vorne mitspielt. Bereits 1995 gab es die erste Domain unter dem Namen www.e-sixt.com, wobei das „e“ hier ganz einfach für E-Commerce stand und den Handel auf einer elektronischen Plattform betonen sollte. Erst 2007 änderte man die Domain auf das heute bekannte www.sixt.com. Ganz früh am mobilen Markt war Sixt bei den ersten Buchungen mit dem iPhone ebenso wie dem Joint Venture mit BMW. Richtig digital wurde es dann ab 2015 – als man mit Fastlane das Sixt-Auto nur mit einer App öffnen konnte. Für den Relaunch der Website im Jahr 2017 legte Sixt dann auch den Schwerpunkt auf eine verstärkte Suchmaschinenwerbung, um die Website optimal vermarkten zu können. Hierüber berichtet Philipp Mainka, der als Abteilungsleiter für SEA mit seinem Team einige Wege und Tools ausprobiert hat und anhand verschiedener Beispiele zeigen möchte, worauf es ankommt, wenn Du mit vielen Daten in einem internationalen Kontext trotzdem noch personalisiert

Wie Du international bei SEA von der globalisierten Welt profitieren kannst

SIXT ist als Autovermietung weltweit aufgestellt. Es gibt insbesondere in Europa, dort vor allem die DACH-Staaten, BeNeLux sowie Italien und Groß-Britannien sowie fünf weitere Länder, aber auch die USA die so genannten Corporate Märkte, die von A bis Z alles selber machen. Rund 100 weitere Länder auf allen Kontinenten verstreut, stellen eine weitere Besonderheit bei Sixt dar: Sie sind Franchise-Märkte, die Pricing und den operativen Betrieb übernehmen und Sixt selbst die Experten rund um Marketing etc. zur Verfügung stellt. Und genau hierin liegt die Herausforderung, denn viele Ziele – sei es Umsatz oder Bekanntheitssteigerung – sind oftmals sehr auf das jeweilige Land bezogen, wo doch in einer globalisierten Welt wie heute Entfernungen quasi nichts mehr bedeuten. Die große Aufgabe von Sixt war es nun, jedes einzelne Land in dieses gewaltige Netzwerk einzubeziehen und davon profitieren zu lassen. Denn erst dann wird das volle Potenzial im Bereich Suchmaschinenwerbung ausgeschöpft, das Sixt durch seine Standorte in aller Welt besitzt. Denn: Der spanische Markt erhält auch viele Anfragen aus Deutschland. So muss sowohl SEA als auch SEO optimal auf diese Quell-Länder eingestimmt werden. Das Besondere: durch die hohe Anzahl an unterschiedlichen Accounts und der Nutzung verschiedener Sprachen, entsteht eine ungeheure Komplexität. Dies bedeutet dann beispielsweise auch, dass genau dort Suchmaschinenwerbung geschaltet wird, in denen es selbst keine eigenen Sixt-Märkte gibt, wie beispielsweise China. So funktioniert SEA weltweit.

Doch ob Google, Bing oder Yandex – auch Du kennst sicherlich das grundlegende Problem von zentraler Steuerung und Auswertung. Insbesondere dann, wenn wie bei Sixt SEA und SEO länderübergreifend funktionieren und ausgewertet werden soll, welches Land von welcher Kampagne in einem anderen Land profitiert. Und genau dort setzt die Automatisierung der Datenverarbeitung und -analyse ein, die sich auch Sixt zu nutze macht.

Suchmaschinenwerbung mit Big Data durch Automatisierung

Diese Vielzahl von Daten aus der ganzen Welt, die Sixt erhält, sollen effektiv genutzt werden. Big Data sieht Sixt eher als Chance denn als Unwort und hat sich insbesondere mit den zahlreichen Verwaltungsmöglichkeiten von Daten beschäftigt. Auch du kennst das sicher, dass beim Upload einer großen Menge von Daten entweder Time-Out-Errors entstehen, sonstige Fehlermeldungen angezeigt werden oder gar die Datengröße einfach zu mächtig ist für beispielsweise Access-Datenbanken. Auch Sixt stand genau vor diesen Problemen. Jeder, der mit größeren Datenmengen zu tun hatte, steht früher oder später vor der Wahl: Amazon Cloud oder Google Cloud. Da Sixt für seine SEA Kampagnen sowieso bereits mit Google und dessen AdWords ein Verhältnis hatte, fiel dort die Wahl auf die Plattform BigQuery.

Der Vorteil hieran: Sixt konnte bestehende Daten aus den vorhandenen AdWords-Accounts ganz einfach mit dem Data Transfer Service in diese Datenbank importieren. Und das waren nicht gerade wenige. Philipp Mainka rechnet vor: 90 bestehende Accounts liefern täglich rund 60 Tabellen aus den SEA-Kampagnen. Dass dies auch trotz BigQuery eine unübersichtliche Menge an Daten ist, zeigt die totale Zahl: 5.400 tägliche Tabellen. Das Team SEA von Sixt nahm sich der Herausforderung an – SQL hieß dort das Zauberwort, mit dem sich Sixt schließlich die Tabellen zusammenführte. Doch das dies für Kampagnenoptimierung im Bereich Suchmaschinenwerbung noch nicht ausreicht, zeigt der nächste Schritt, den Sixt gegangen ist: über Google Docs und App Scripts konnte sich Philipp Mainka und sein Team einzelne SQL-Querys beschreiben und so aussteuern, wie es benötigt wurde. Dies konnte Sixt sogar ohne Entwickler realisieren, allerdings solltest du dich für diesen Weg auch nur entscheiden, wenn Du bereit bist, dich ein wenig einzulesen und mit der Materie zu beschäftigen.

Mit vielen Daten im SEA viel erreichen

Datastudios Connectors war dann der nächste Schritt auf dem Weg zu einer optimalen Kampagnensteuerung. Hier besteht im Vergleich zur ausschließlichen Nutzung von AdWords der Vorteil, dass auch externe Daten eingespeist und mitverarbeitet werden können, was bei AdWords ausgeschlossen ist. Weiterhin können natürlich die mehr als 75 AdWords-Accounts von Sixt importiert und – dies ist nun interessant, wenn Du auch im Bereich SEO tätig ist – auch Keywords integriert werden. Und hier zeigt sich für eine integrierte Kampagne der Vorteil: Während die Search Console von Google Keywords nur 90 Tage lang speichert, können im Datastudios die SEO-Daten wesentlich länger vorgehalten werden. MCC Quality Dashboards helfen dann zur Aufdeckung von Anomalien im Account und im Falle von Sixt insbesondere bei der Frage, von wo nach wo wird eigentlich gesucht?

Philipp Mainka zählt zum Ende noch Vor- und Nachteile über diese Vorgehensweise mit BigQuery aus: Es ist unendlich skalierbar, was besonders für das weltweite Netzwerk ideal ist, die Rechenpower ist nicht begrenzt und es sind alle möglichen und denkbaren Daten importierbar. Allerdings braucht es ein gewisses Know-how und einige besondere Skills, um das volle Potenzial dieser Datenverwaltungsmöglichkeit nutzen zu können.

Use Case: Automatische Übersetzung

Im Folgenden wird ein ganz besonderer Use Case besprochen, der vor allem bei internationaler Suchmaschinenwerbung zum Tragen kommen kann: die automatische Übersetzung von insbesondere Städtenamen. Bei Sixt bedeutet dies: 2.000 Städte in rund 30 Sprachen zu übersetzen – und das vor allem korrekt. Auch Du kennst sicherlich zahlreiche Beispiele durch Google Translate oder anderen Diensten, die falsch oder sehr merkwürdig übersetzt werden, zum Beispiel Nizza – Nice. So etwas darf natürlich automatisiert nicht passieren. Man entschied sich bei Sixt schließlich für Knowledge Graph Search API. Hier diente für die geplante SEA Maßnahme die URL, die als Input eingegeben wurde und via API in die entsprechende Zielsprache übersetzt wird. Hier kommen dann beispielsweise folgender Code in den SEA Anzeigen vor, der dann durch die API passgenau und vor allem übersetzt ausgeworfen wird: URLcoded_City:SanDiego.

Wie Personalisierung in SEA mit Big Data funktionieren kann

Personalisierung ist die Königsdisziplin in der Suchmaschinenwerbung. Sixt nutzt eine große Data Management Plattform (DMP), um auch mit externen Daten arbeiten zu können.

Ein erster Schritt in Richtung Personalisierung ist eine Cluster Analyse. SEA funktioniert durch das gezielte Aussteuern von Anzeigen, die genau auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Beispielhaft nahm Sixt folgende Cluster an, die sie dann gezielt testen und in der DMP auswerten und nachsteuern können. Zunächst legte das SEA Team die Besucher der Sixt-Website in drei grundlegende Kategorien an (Leisure, Business, Family). Diese Kategorien bestehen zunächst auf Annahmen – ein großes Auto oder ein Kindersitz deuten auf eine Familie hin, ein luxuriöses Cabrio eher auf den Bereich Leisure. Diese Vermutungen mussten nun durch Tests überprüft werden. Durch die DMP konnten Daten und Tests miteinander verglichen werden, als man bei Sixt beispielsweise testete, ob ein vermuteter Business-Kunde auch auf Anzeigen und Angebote aus dem Bereich Leisure reagiert. Sixt nutzte dazu die „If-Funktion“: IF Audience = Family = große Autos, Babysitz etc. Um es vorweg zu nehmen: Sämtliche Hypothesen wurden durch das Testing bestätigt.

Ein zweiter Schritt zu noch mehr Personalisierung in der Suchmaschinenwerbung erreichte man durch die Schlagworte Recency, Frequency, Monetary. Dies beinhaltet vor allem die Analyse von der Frage: „Lohnt es sich, einen Kunden zu bearbeiten oder ist er zu neu, bucht zu selten und lässt zu wenig Geld da?“ Das Zauberwort heißt hier Customer Lifetime Value. In der Suchmaschinenwerbung musst Du Dir bei dieser Betrachtung beispielsweise überlegen, ob ein Besucher, der zwar oft auf deiner Internetseite stöbert, aber dann doch nicht bucht, überhaupt eine weit oben im Ranking gekaufte AdWords-Anzeige angezeigt bekommen sollte oder eher weniger teures SEA etwas weiter unten, aber mit stärkerem Preis-Signal, zum Beispiel mit Hinweisen auf Rabatte oder sonstige Preis-Aktionen.

Kleine Stellhebel für den großen SEA Erfolg

Eine große Frage, die vielleicht auch Dich umtreibt, ist die Frage nach dem Ausschlussverfahren. Auch Sixt führte viele Überlegungen durch, ob man treuen Kunden oder häufigen Besuchern überhaupt noch SEA anzeigen lassen muss. Letztendlich kommt es wohl darauf an, ob diese Leute durch ein Programm, Treue-Aktionen oder Ähnlichem nicht genauso gepflegt werden können – nur mit weniger Kampagnenaussteuerung. Ein kleiner Tipp von Philipp Mainka, der auf die SEA Strategie ebenfalls einige Auswirkungen hatte: Der Ausschluss der firmeneigenen IP-Adressen führte zu einer weiteren Optimierung – so einfach das auch klingt.

Das Webinar schließt schließlich mit der Frage, wie man denn Nutzer identifizieren kann, die noch nie auf der Seite waren. Auch hier kannst du einige bereits vorhandene Daten nutzen. Geo-Daten sind zwar nicht unbedingt immer so brauchbar – die Kenntnisse des Ortes aber in einer Vorschau und in Vorbereitung von Tests durchaus hilfreich.