Onsite Optimierung LIVE

Beschreibung zum kostenlosen Online Marketing Webinar

Im Rahmen unseren Webinars hast Du die seltene Gelegenheit, Deine Website von unserem Experten Evgeni Sereda in Bezug auf dessen Onsite Optimierung kostenlos prüfen zu lassen. Du erhältst von ihm spannende Tipps und mögliche Lösungsvorschläge, um Deine Webseite effektiver zu optimieren.

Video zum Webinar

Webinar Termin:

30.03.2017

11:00 Uhr - 12:00 Uhr

Was Du nach dem Webinar gelernt hast:
Du siehst die praktische Seite der Onsite-Optimierung an konkreten Beispielen. Die praktischen Tipps und Lösungen der Probleme helfen Dir in Deiner täglichen Arbeit.

Zielgruppe:

  • SEOs
  • Webmaster

Onsite-Optimierung — auf die Details kommt es an

Die Website ist heute meist die erste Schnittstelle zwischen einem Unternehmen, und seinen Angeboten, Lösungen und Leistungen und dem Kunden. Von daher ist es immer extrem wichtig, dass diese Schnittstelle auch funktioniert. Der Kunde soll das finden, was er sucht, und das am besten so schnell wie möglich, ohne dabei über Hürden zu klettern oder Stolpersteine zu stolpern. Man spricht hier von der User Experience (UX), also dem Erlebnis, das der Benutzer auf der Website hat. Um dieses Erlebnis so optimal wie möglich zu gestalten, setzt man auf eine sogenannte Onsite-Optimierung. Doch diese Form der Optimierung geht nicht nur in Richtung Kunden, sondern hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Indizierung der Website durch eine Suchmaschine und am Ende auch auf das entsprechende Ranking. Somit hat jede Onsite-Optimierung ihre Relevanz für den Betreiber, den Besucher der Website und am Ende auch für Suchmaschinen.

Dabei haben die Seitenbesucher und die Suchmaschinenanbieter teilweise unterschiedliche Anforderungen an die Website. In den nachfolgenden Beispielen werden verschiedene Lösungen für die Onsite-Optimierung vorgestellt.

Beispiel 1: www.Parkplatzcheck.com

Betrachtet man das Service- und Vergleichsportal Parkplatzcheck.com, dann fällt einem zuerst auf, dass hier die erste große Überschrift die darunterliegenden Informationen praktisch erschlägt. Hier sollte zum Beispiel geprüft werden, ob die Beispielinformationen nicht besser in einer Liste aufgeführt oder in einem größeren Abstand zur Hauptüberschrift positioniert werden.

In der ursprünglichen Version dieser Website gab es noch eine zusätzliche Menüführung, die allerdings so verschachtelt war, dass diese kaum noch vernünftig dargestellt werden konnte. In der aktuellen Version der Website wurde dieser Stolperstein offensichtlich schon behoben.

Ein weiterer Punkt wurde vom Betreiber mittlerweile auch schon behoben: Im Formular für den Parkplatzcheck ist die Reihenfolge jetzt logischer, und die Texte passen sehr viel besser zur Suchintention des Benutzers. Außerdem wurde die Button-Farbe in Grün geändert, denn das ursprüngliche Rot erschien auf den ersten Blick als etwas ungünstig gewählt. Somit ist die aktuelle Form des Formulars sehr viel gelungener, als die ursprüngliche Fassung.

Ein weiterer optischer Stolperstein sind aktuell noch drei einzelne Informationsblöcke. Die Informationen zu drei Themenbereichen wurden in Textblöcken verarbeitet und haben ein Piktogramm als Titel. Dabei fallen zwei Punkte auf:

1. Die Piktogramme scheinen noch nicht perfekt zu den Textinhalten zu passen. Hier werden im schlimmsten Fall unterschiedliche Botschaften und Informationen vermittelt.

2.Die Texte sind zentriert angeordnet. Das ist gegen die Lesegewohnheiten und macht es dem Besucher der Website nur unnötig schwer, den Inhalt zu erfassen. Es gibt einen guten Grund, warum Texte am linken Rand bündig sind, denn dadurch kann das Auge problemfrei an den Zeilenanfang der nächsten Zeile springen. Bei einem zentrierten Text ist das problematisch, denn hier findet das Auge keinen Fixpunkt, und springt so schlimmstenfalls eine Zeile weiter. Am Ende braucht der Leser so länger zum Lesen des Textes und hat Probleme, auch kurze Inhalte zu erfassen. All das vermindert die positive User Experience.

Ein weiterer Punkt ist eine Verlosung, die schon seit längerem abgelaufen sein muss. Vollmundig wird eine Verlosung von einem Trolley im Wert von 129 Euro gesprochen. Doch im Counter, links neben dem Text, ist aktuell nur noch zu sehen, dass dieser abgelaufen ist.

Hier sendet man dem Betrachter zwei Botschaften:

1. Du bist zu spät dran und
2. es ist uns vollkommen egal.

Allerdings gibt es an dieser Stelle noch eine weitere Meta-Botschaft, nämlich: Das Angebot auf unserer Website ist uns nicht wichtig — Sie als Kunde sind uns nicht wichtig. Potenzielle Kunden reagieren extrem sensibel auf solche Botschaften. Meist sind solche kleinen Stolpersteine dann auch dafür verantwortlich, dass der Kunde hier die Seite wieder verlässt, weil er das Angebot ggf. nicht mehr als wertvoll und seriös betrachtet.

Gehen wir auf der aktuellen Website einen Schritt weiter, dann sehen wir, dass die nächste Überschrift komplett in Großbuchstaben gesetzt ist. Gerne nehmen wir für Inhalte und Aussagen, deren Wichtigkeit unterstrichen werden soll, Großbuchstaben.  Allerdings bringen Überschriften in Großbuchstaben auch wieder zwei Probleme mit sich:

1. Großbuchstaben in der schriftlichen Kommunikation bedeuten meist, dass wir laut sprechen oder sogar schreien. Ist das okay, seine Kunden anzuschreien? Vielleicht ist das etwas überspitzt, doch auf manche Website-Nutzer mag es genau so wirken.

2. Texte in Großbuchstaben sind schlechter zu lesen. Unser Auge ist an Groß- und Kleinschreibung gewohnt, so dass Texte und Überschriften, die ausschließlich in Großbuchstaben gesetzt werden, nur schwer zu lesen sind. Auch das ist Kontraproduktiv im Sinne der User Experience.

Unter der Überschrift stehen dann noch verschiedene Städte. Allerdings wird nicht sofort klar, was es damit auf sich hat. Denn wenn man auf eine Stadt klickt, hat man zuerst den Eindruck, dass man einfach nur wieder in der Seite nach oben springt. Erst beim zweiten Hinschauen ist zu erkennen, dass die Stadt als Suchoption im Formular eingesetzt wurde. Das ist vielleicht nur eine Kleinigkeit, doch am Ende zählt jedes Detail.

Beim ersten Onsite-Check des Webangebots wurden noch verschiedene weitere Punkte angemerkt. So gibt es offenbar einige Seiten, die doppelt vorhanden sind, einige interne Verlinkungen waren fehlerhaft und auch ein Link zu einem YouTube-Video ist noch immer korrupt. All das sind Kleinigkeiten, die vom User nicht nur als störend, sondern sogar als extrem negativ wahrgenommen werden.

Außerdem sind manche Seiten mit wertvollen und wichtigen Inhalten fast so versteckt, dass man diese kaum findet. Wichtiges und Nützliches sollte im Top-Menü leicht zu finden sein.

Allerdings sollte man mit zusätzlichen Inhalten vorsichtig sein. Weichen diese Inhalte zu sehr vom eigentlichen Angebot ab, dann kann das ggf. für ein etwas schlechteres Ranking bei Google sorgen, denn abweichende Inhalte verwässern das Angebot und irritieren Google.

Im aktuellen Beispiel sind es Informationen zum Gepäckverlust. Sicher, wenn das Gepäck weg ist, dann sind diese Informationen wertvoll, wichtig und richtig. Allerdings ist eine Website für die Parkplatzsuche nicht die erste Adresse, die jemand in diesem Falle ansteuern würde. Somit stellt sich die Frage, ob dieser Inhalt im Gesamtkontext wirklich nützlich ist. Letztlich betrachtet Google hier auch die Suchintention. Wird nun festgestellt, dass der Inhalt von der eigentlichen Intention eher wegführt, dann wird die Website als weniger relevant eingestuft als ein vergleichbares Angebot, dass sich ausschließlich auf das Kernangebot konzentriert.

Was bei der Onsite-Optimierung meist noch auffällt:

• Oftmals fehlen wichtige Inhalte bzw. der User wird auf leere Seiten weitergeleitet.
• Irritierende Menüführungen und eine mangelhafte Struktur einer Website vermindern die User Experience.
• Inhalt, Menüführung und Struktur der Website sollte so schlüssig sein, dass der User weiß, worum es geht, was er vom Angebot hat und wie es konkret weitergeht.
• Wichtige Keywords gehören in die H1-Überschrift.
• Möglichst nur eine H1-Überschrift nutzen, ansonsten auf H2 oder H3 umsteigen.
• Insgesamt auf eine saubere Struktur der Website achten, damit Suchmaschinen alle Inhalte richtig erfassen und indizieren können.

Beispiel 2: www.Chateau-guetsch.ch

Beim zweiten Beispiel handelt es sich um die Website eines Anbieters aus der Schweiz, der mit seiner Website, bzw. mit seinem Angebot, auch in Deutschland bei Suchanfragen mitberücksichtigt werden will. Dieses Vorhaben ist absolut verständlich, vor allem, weil es sich um ein Hotel handelt.

Das grundsätzliche Erscheinungsbild der Website ist soweit tadellos. Allerdings gibt es unter der Oberfläche einige grundsätzliche Punkte, die korrigiert werden sollten. Zum einen gibt es im Quellcode die Möglichkeit, um Suchmaschinen genau mitzuteilen, ob dieses Angebot nur in der Schweiz, oder international gefunden werden soll. Oft findet man hier eine falsche Einstellung, so dass Suchmaschinen von sich aus das Angebot für die internationale Suche ausschließen. In jedem Fall ist also darauf zu achten, dass hier der Ersteller der Website sauber arbeitet und weiß, was er tut.

Offensichtlich setzt diese gesamte Website auf ein Content-Management-System auf, das jeweils dynamische Inhalte anzeigt. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, allerdings sollte man hier darauf achten, dass die Linkstruktur und die Linkbezeichnungen auch sauber sind. Eine kanonische Linkstruktur ist hier sehr viel sinnvoller, als eine, die Einblick in die Programmstruktur gibt. Auch hier weiß der Fachmann, was zu tun ist.

Beim näheren Betrachten der Website zeigt sich noch ein weiteres Problem. Denn gerade im Buchungsbereich werden dynamische Seiten generiert und angezeigt. Das ist, wie gesagt, grundsätzlich gut und genau das, was vom System erwartet wird. Allerdings werden im vorliegenden Fall diese dynamischen Seiten nicht aus der Suchmaschinenindizierung ausgeschlossen. Einmal mehr ist hier das genaue Vorgehen mit dem Fachmann abzustimmen, damit dynamische Inhalte und Parameterseiten aus der Suchmaschinenindizierung ausgeschlossen werden.

Die letzte Überlegung betrifft die Preisangaben. In Europa haben wir einheitlich Euro-Angaben. Doch die Schweiz hat Franken, auch wenn dort der Euro fast schon ein gängiges Zahlungsmittel ist. Doch bei der Darstellung der unterschiedlichen Angebote und Buchungsmöglichkeiten sollten die Preise so angepasst werden, dass zum Beispiel in Deutschland nicht die Preise in Schweizer Franken, sondern gleich direkt umgerechnet in Euro angezeigt werden. Auch das ist eine Kleinigkeit, die dem User entgegenkommt.

Beispiel 3: www.Gastro4you.de

Das dritte Beispiel startet gleich mit einem kleinen Problem, denn hier gibt es eine Dissonanz zwischen URL (www.Gastro4you.de) und Firmennamen (Lacher — Für Ihren Erfolg beim Gast).

Das wirft drei grundsätzliche Fragen auf:

1. Worum geht es bei dem Angebot?
2. Was gibt es hier zu entdecken?
3. An wen richtet sich das Angebot?

Keine dieser Fragen wird beantwortet. Doch gleich am oberen Rand kommt eine Hotline-Telefonnummer und eine Box für eine Suchanfrage. Da sich diese Website an den Gastro-Profi richtet, was man anhand einiger Bilder vermuten kann, mag das passen. Doch wer diese Seite ohne Vorwarnung und Vorwissen betritt, der ist eher irritiert, weiß nicht worum es geht und ist dann meist nach wenigen Sekunden wieder weg.

Slider sind zwar aktuell sehr beliebte Gestaltungselemente, doch manchmal sind diese mit etwas Vorsicht zu genießen. Gerade dann, wenn die wichtigsten Fragen (siehe oben) noch nicht beantwortet sind, kann ein Slider eher dafür sorgen, dass der Kunden frühzeitig die Seite wieder verlässt.

Irgendwo auf der Website gab es/gibt es noch einen Link zu einer Anmeldeseite für einen Newsletter. Newsletter funktionieren auch heute noch sehr gut, wenn sie wertvoll sind und für den Leser interessante und spannende Inhalte liefern. Doch hierzu muss man es dem potenziellen Leser so leicht wie möglich machen, um sich in den Newsletter-Verteiler einzutragen. Versteckt man diesen auf einer Unterseite, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass der Verteiler leer bleibt. Im Rahmen einer Onsite-Optimierung gehört das OptIn-Formular für einen Newsletter auf die Startseite — und zwar so, dass es leicht zu finden ist und auch einen klaren Grund liefert, warum sich ein Leser eintragen soll.

Ansonsten gibt es auf der Website einige Punkte, an denen die Lesbarkeit erheblich verbessert werden kann. So gibt es zum Beispiel unter dem Menüpunkt „Service“ eine ganze Reihe von Unterpunkten, die allerdings mit einem Trennungsstrich getrennt und auf die nächste Zeile umgebrochen wurden. Das sieht unglücklich aus und ist in jedem Fall schlecht zu lesen.

Ein weiterer, sehr wichtiger, Punkt der Onsite-Optimierung spielt sich noch unter der Oberfläche ab und erfordert hier einmal mehr den Fachmann bei der Umsetzung. Gemeint sind die unterschiedlichen Linkszenarien bei der Facettensuche. Grundsätzlich gibt es bei den Links unterschiedliche Szenarien um festzulegen, welche Links so eingerichtet werden, dass Suchmaschinen diese indizieren. Gemeint sind hier die Einstellungen für noindex und nofollow. Diese sollten so eingerichtet werden, dass sich bei den zu indizierenden Links nach Möglichkeit auch die passenden Keywords ergeben und alles andere, was nicht in Suchmaschinen auftauchen soll, wie zum Beispiel Bewertungen, Lieferzeiten etc., sollte direkt ausgeschlossen werden.

Ein gutes Beispiel ist hier die Firma Otto, die eine beinahe perfekte Lösung für eine wirklich sinnvolle Facettensuche hat und auf die Kombination von Keywords setzt. Gegebenenfalls sollte hier auch der Guide von Google über Noindex- und Nofollow-Links mit hinzugezogen werden.

Gesamtfazit

Die Onsite-Optimierung hat immer zwei Blickrichtungen. Auf der einen Seite sollte es dem Benutzer der Website so einfach wie möglich gemacht werden, um sich auf der Website zu bewegen und um das zu finden, was er sucht. Doch auf der anderen Seite geht es auch darum, den Suchmaschinen die Arbeit so einfach wie möglich zu machen und genau zu sagen, was sie indizieren und welchen Links sie folgen oder welche sie aussparen sollen. Gerade diese Kleinigkeiten können eine große Auswirkung auf das Ranking durch die Kombination von zentralen Keywords haben.

 

Onsite-Optimierung — auf die Details kommt es an

Die Website ist heute meist die erste Schnittstelle zwischen einem Unternehmen, und seinen Angeboten, Lösungen und Leistungen und dem Kunden. Von daher ist es immer extrem wichtig, dass diese Schnittstelle auch funktioniert. Der Kunde soll das finden, was er sucht, und das am besten so schnell wie möglich, ohne dabei über Hürden zu klettern oder Stolpersteine zu stolpern. Man spricht hier von der User Experience (UX), also dem Erlebnis, das der Benutzer auf der Website hat. Um dieses Erlebnis so optimal wie möglich zu gestalten, setzt man auf eine sogenannte Onsite-Optimierung. Doch diese Form der Optimierung geht nicht nur in Richtung Kunden, sondern hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Indizierung der Website durch eine Suchmaschine und am Ende auch auf das entsprechende Ranking. Somit hat jede Onsite-Optimierung ihre Relevanz für den Betreiber, den Besucher der Website und am Ende auch für Suchmaschinen.

Dabei haben die Seitenbesucher und die Suchmaschinenanbieter teilweise unterschiedliche Anforderungen an die Website. In den nachfolgenden Beispielen werden verschiedene Lösungen für die Onsite-Optimierung vorgestellt.

Beispiel 1: www.Parkplatzcheck.com

Betrachtet man das Service- und Vergleichsportal Parkplatzcheck.com, dann fällt einem zuerst auf, dass hier die erste große Überschrift die darunterliegenden Informationen praktisch erschlägt. Hier sollte zum Beispiel geprüft werden, ob die Beispielinformationen nicht besser in einer Liste aufgeführt oder in einem größeren Abstand zur Hauptüberschrift positioniert werden.

In der ursprünglichen Version dieser Website gab es noch eine zusätzliche Menüführung, die allerdings so verschachtelt war, dass diese kaum noch vernünftig dargestellt werden konnte. In der aktuellen Version der Website wurde dieser Stolperstein offensichtlich schon behoben.

Ein weiterer Punkt wurde vom Betreiber mittlerweile auch schon behoben: Im Formular für den Parkplatzcheck ist die Reihenfolge jetzt logischer, und die Texte passen sehr viel besser zur Suchintention des Benutzers. Außerdem wurde die Button-Farbe in Grün geändert, denn das ursprüngliche Rot erschien auf den ersten Blick als etwas ungünstig gewählt. Somit ist die aktuelle Form des Formulars sehr viel gelungener, als die ursprüngliche Fassung.

Ein weiterer optischer Stolperstein sind aktuell noch drei einzelne Informationsblöcke. Die Informationen zu drei Themenbereichen wurden in Textblöcken verarbeitet und haben ein Piktogramm als Titel. Dabei fallen zwei Punkte auf:

1. Die Piktogramme scheinen noch nicht perfekt zu den Textinhalten zu passen. Hier werden im schlimmsten Fall unterschiedliche Botschaften und Informationen vermittelt.

2.Die Texte sind zentriert angeordnet. Das ist gegen die Lesegewohnheiten und macht es dem Besucher der Website nur unnötig schwer, den Inhalt zu erfassen. Es gibt einen guten Grund, warum Texte am linken Rand bündig sind, denn dadurch kann das Auge problemfrei an den Zeilenanfang der nächsten Zeile springen. Bei einem zentrierten Text ist das problematisch, denn hier findet das Auge keinen Fixpunkt, und springt so schlimmstenfalls eine Zeile weiter. Am Ende braucht der Leser so länger zum Lesen des Textes und hat Probleme, auch kurze Inhalte zu erfassen. All das vermindert die positive User Experience.

Ein weiterer Punkt ist eine Verlosung, die schon seit längerem abgelaufen sein muss. Vollmundig wird eine Verlosung von einem Trolley im Wert von 129 Euro gesprochen. Doch im Counter, links neben dem Text, ist aktuell nur noch zu sehen, dass dieser abgelaufen ist.

Hier sendet man dem Betrachter zwei Botschaften:

1. Du bist zu spät dran und
2. es ist uns vollkommen egal.

Allerdings gibt es an dieser Stelle noch eine weitere Meta-Botschaft, nämlich: Das Angebot auf unserer Website ist uns nicht wichtig — Sie als Kunde sind uns nicht wichtig. Potenzielle Kunden reagieren extrem sensibel auf solche Botschaften. Meist sind solche kleinen Stolpersteine dann auch dafür verantwortlich, dass der Kunde hier die Seite wieder verlässt, weil er das Angebot ggf. nicht mehr als wertvoll und seriös betrachtet.

Gehen wir auf der aktuellen Website einen Schritt weiter, dann sehen wir, dass die nächste Überschrift komplett in Großbuchstaben gesetzt ist. Gerne nehmen wir für Inhalte und Aussagen, deren Wichtigkeit unterstrichen werden soll, Großbuchstaben.  Allerdings bringen Überschriften in Großbuchstaben auch wieder zwei Probleme mit sich:

1. Großbuchstaben in der schriftlichen Kommunikation bedeuten meist, dass wir laut sprechen oder sogar schreien. Ist das okay, seine Kunden anzuschreien? Vielleicht ist das etwas überspitzt, doch auf manche Website-Nutzer mag es genau so wirken.

2. Texte in Großbuchstaben sind schlechter zu lesen. Unser Auge ist an Groß- und Kleinschreibung gewohnt, so dass Texte und Überschriften, die ausschließlich in Großbuchstaben gesetzt werden, nur schwer zu lesen sind. Auch das ist Kontraproduktiv im Sinne der User Experience.

Unter der Überschrift stehen dann noch verschiedene Städte. Allerdings wird nicht sofort klar, was es damit auf sich hat. Denn wenn man auf eine Stadt klickt, hat man zuerst den Eindruck, dass man einfach nur wieder in der Seite nach oben springt. Erst beim zweiten Hinschauen ist zu erkennen, dass die Stadt als Suchoption im Formular eingesetzt wurde. Das ist vielleicht nur eine Kleinigkeit, doch am Ende zählt jedes Detail.

Beim ersten Onsite-Check des Webangebots wurden noch verschiedene weitere Punkte angemerkt. So gibt es offenbar einige Seiten, die doppelt vorhanden sind, einige interne Verlinkungen waren fehlerhaft und auch ein Link zu einem YouTube-Video ist noch immer korrupt. All das sind Kleinigkeiten, die vom User nicht nur als störend, sondern sogar als extrem negativ wahrgenommen werden.

Außerdem sind manche Seiten mit wertvollen und wichtigen Inhalten fast so versteckt, dass man diese kaum findet. Wichtiges und Nützliches sollte im Top-Menü leicht zu finden sein.

Allerdings sollte man mit zusätzlichen Inhalten vorsichtig sein. Weichen diese Inhalte zu sehr vom eigentlichen Angebot ab, dann kann das ggf. für ein etwas schlechteres Ranking bei Google sorgen, denn abweichende Inhalte verwässern das Angebot und irritieren Google.

Im aktuellen Beispiel sind es Informationen zum Gepäckverlust. Sicher, wenn das Gepäck weg ist, dann sind diese Informationen wertvoll, wichtig und richtig. Allerdings ist eine Website für die Parkplatzsuche nicht die erste Adresse, die jemand in diesem Falle ansteuern würde. Somit stellt sich die Frage, ob dieser Inhalt im Gesamtkontext wirklich nützlich ist. Letztlich betrachtet Google hier auch die Suchintention. Wird nun festgestellt, dass der Inhalt von der eigentlichen Intention eher wegführt, dann wird die Website als weniger relevant eingestuft als ein vergleichbares Angebot, dass sich ausschließlich auf das Kernangebot konzentriert.

Was bei der Onsite-Optimierung meist noch auffällt:

• Oftmals fehlen wichtige Inhalte bzw. der User wird auf leere Seiten weitergeleitet.
• Irritierende Menüführungen und eine mangelhafte Struktur einer Website vermindern die User Experience.
• Inhalt, Menüführung und Struktur der Website sollte so schlüssig sein, dass der User weiß, worum es geht, was er vom Angebot hat und wie es konkret weitergeht.
• Wichtige Keywords gehören in die H1-Überschrift.
• Möglichst nur eine H1-Überschrift nutzen, ansonsten auf H2 oder H3 umsteigen.
• Insgesamt auf eine saubere Struktur der Website achten, damit Suchmaschinen alle Inhalte richtig erfassen und indizieren können.

Beispiel 2: www.Chateau-guetsch.ch

Beim zweiten Beispiel handelt es sich um die Website eines Anbieters aus der Schweiz, der mit seiner Website, bzw. mit seinem Angebot, auch in Deutschland bei Suchanfragen mitberücksichtigt werden will. Dieses Vorhaben ist absolut verständlich, vor allem, weil es sich um ein Hotel handelt.

Das grundsätzliche Erscheinungsbild der Website ist soweit tadellos. Allerdings gibt es unter der Oberfläche einige grundsätzliche Punkte, die korrigiert werden sollten. Zum einen gibt es im Quellcode die Möglichkeit, um Suchmaschinen genau mitzuteilen, ob dieses Angebot nur in der Schweiz, oder international gefunden werden soll. Oft findet man hier eine falsche Einstellung, so dass Suchmaschinen von sich aus das Angebot für die internationale Suche ausschließen. In jedem Fall ist also darauf zu achten, dass hier der Ersteller der Website sauber arbeitet und weiß, was er tut.

Offensichtlich setzt diese gesamte Website auf ein Content-Management-System auf, das jeweils dynamische Inhalte anzeigt. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, allerdings sollte man hier darauf achten, dass die Linkstruktur und die Linkbezeichnungen auch sauber sind. Eine kanonische Linkstruktur ist hier sehr viel sinnvoller, als eine, die Einblick in die Programmstruktur gibt. Auch hier weiß der Fachmann, was zu tun ist.

Beim näheren Betrachten der Website zeigt sich noch ein weiteres Problem. Denn gerade im Buchungsbereich werden dynamische Seiten generiert und angezeigt. Das ist, wie gesagt, grundsätzlich gut und genau das, was vom System erwartet wird. Allerdings werden im vorliegenden Fall diese dynamischen Seiten nicht aus der Suchmaschinenindizierung ausgeschlossen. Einmal mehr ist hier das genaue Vorgehen mit dem Fachmann abzustimmen, damit dynamische Inhalte und Parameterseiten aus der Suchmaschinenindizierung ausgeschlossen werden.

Die letzte Überlegung betrifft die Preisangaben. In Europa haben wir einheitlich Euro-Angaben. Doch die Schweiz hat Franken, auch wenn dort der Euro fast schon ein gängiges Zahlungsmittel ist. Doch bei der Darstellung der unterschiedlichen Angebote und Buchungsmöglichkeiten sollten die Preise so angepasst werden, dass zum Beispiel in Deutschland nicht die Preise in Schweizer Franken, sondern gleich direkt umgerechnet in Euro angezeigt werden. Auch das ist eine Kleinigkeit, die dem User entgegenkommt.

Beispiel 3: www.Gastro4you.de

Das dritte Beispiel startet gleich mit einem kleinen Problem, denn hier gibt es eine Dissonanz zwischen URL (www.Gastro4you.de) und Firmennamen (Lacher — Für Ihren Erfolg beim Gast).

Das wirft drei grundsätzliche Fragen auf:

1. Worum geht es bei dem Angebot?
2. Was gibt es hier zu entdecken?
3. An wen richtet sich das Angebot?

Keine dieser Fragen wird beantwortet. Doch gleich am oberen Rand kommt eine Hotline-Telefonnummer und eine Box für eine Suchanfrage. Da sich diese Website an den Gastro-Profi richtet, was man anhand einiger Bilder vermuten kann, mag das passen. Doch wer diese Seite ohne Vorwarnung und Vorwissen betritt, der ist eher irritiert, weiß nicht worum es geht und ist dann meist nach wenigen Sekunden wieder weg.

Slider sind zwar aktuell sehr beliebte Gestaltungselemente, doch manchmal sind diese mit etwas Vorsicht zu genießen. Gerade dann, wenn die wichtigsten Fragen (siehe oben) noch nicht beantwortet sind, kann ein Slider eher dafür sorgen, dass der Kunden frühzeitig die Seite wieder verlässt.

Irgendwo auf der Website gab es/gibt es noch einen Link zu einer Anmeldeseite für einen Newsletter. Newsletter funktionieren auch heute noch sehr gut, wenn sie wertvoll sind und für den Leser interessante und spannende Inhalte liefern. Doch hierzu muss man es dem potenziellen Leser so leicht wie möglich machen, um sich in den Newsletter-Verteiler einzutragen. Versteckt man diesen auf einer Unterseite, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass der Verteiler leer bleibt. Im Rahmen einer Onsite-Optimierung gehört das OptIn-Formular für einen Newsletter auf die Startseite — und zwar so, dass es leicht zu finden ist und auch einen klaren Grund liefert, warum sich ein Leser eintragen soll.

Ansonsten gibt es auf der Website einige Punkte, an denen die Lesbarkeit erheblich verbessert werden kann. So gibt es zum Beispiel unter dem Menüpunkt „Service“ eine ganze Reihe von Unterpunkten, die allerdings mit einem Trennungsstrich getrennt und auf die nächste Zeile umgebrochen wurden. Das sieht unglücklich aus und ist in jedem Fall schlecht zu lesen.

Ein weiterer, sehr wichtiger, Punkt der Onsite-Optimierung spielt sich noch unter der Oberfläche ab und erfordert hier einmal mehr den Fachmann bei der Umsetzung. Gemeint sind die unterschiedlichen Linkszenarien bei der Facettensuche. Grundsätzlich gibt es bei den Links unterschiedliche Szenarien um festzulegen, welche Links so eingerichtet werden, dass Suchmaschinen diese indizieren. Gemeint sind hier die Einstellungen für noindex und nofollow. Diese sollten so eingerichtet werden, dass sich bei den zu indizierenden Links nach Möglichkeit auch die passenden Keywords ergeben und alles andere, was nicht in Suchmaschinen auftauchen soll, wie zum Beispiel Bewertungen, Lieferzeiten etc., sollte direkt ausgeschlossen werden.

Ein gutes Beispiel ist hier die Firma Otto, die eine beinahe perfekte Lösung für eine wirklich sinnvolle Facettensuche hat und auf die Kombination von Keywords setzt. Gegebenenfalls sollte hier auch der Guide von Google über Noindex- und Nofollow-Links mit hinzugezogen werden.

Gesamtfazit

Die Onsite-Optimierung hat immer zwei Blickrichtungen. Auf der einen Seite sollte es dem Benutzer der Website so einfach wie möglich gemacht werden, um sich auf der Website zu bewegen und um das zu finden, was er sucht. Doch auf der anderen Seite geht es auch darum, den Suchmaschinen die Arbeit so einfach wie möglich zu machen und genau zu sagen, was sie indizieren und welchen Links sie folgen oder welche sie aussparen sollen. Gerade diese Kleinigkeiten können eine große Auswirkung auf das Ranking durch die Kombination von zentralen Keywords haben.