Instagram Marketing: Content kreieren, richtig posten, Ads schalten

Beschreibung zum kostenlosen Online Marketing Webinar

Content kreieren, richtig posten, Ads schalten:

Instagram ist aus dem Social-Media-Gefüge nicht mehr Wegzudenken. Vor allem im Marketing können hier Marken mit visuellen Reizen überzeugen. Ich zeige wie Brands spannenden Content kreieren, Posts richtig in Szene setzen, mit der Community interagieren und effektive Werbekampagnen schalten. Ebenso gibt es einen Einblick in Best Cases und Erfolgsbeispiele.

Video zum Webinar

Webinar Termin:

06.10.2017

11:00 Uhr - 12:00 Uhr

Was Du nach dem Webinar gelernt hast:

  • Du kennst die aktuellen Marketing-Möglichkeiten bei Instagram
  • Du kannst die Konkurrenz besser einschätzen
  • Du weißt wie du selbst Content effizient kreieren kannst
  • Die Auswirkung von technischen Parametern beim Posten hast du verinnerlicht
  • Du weißt wie die Vernetzung mit der Community angekurbelt werden kann
  • Du weißt wie du eine Werbekampagne bei Instagram planst, aufsetzt und steuerst

Zielgruppe:

  • InHouse Markeeters
  • Unternehmer
  • Agentur-Mitarbeiter und Einsteiger in das Instagram-Marketing.

Hilfreich ist bereits eine Vorkenntnis im Social-Media-Marketing zu haben.

Instagram Marketing: Content kreieren, richtig posten, Ads schalten

Erfolgreiches Instagram Marketing für Unternehmen: Content kreieren, posten & Ads schalten
Neben dem Social Media Giganten Facebook ist Instagram für Unternehmen mittlerweile eine der wichtigsten Plattformen für Online-Marketing geworden. Produkthersteller und Dienstleister entdecken den Charme des Netzwerkes mit den bunten Bildern und schönen Filtern zunehmend für sich und nutzen Instagram Marketing, um Produkte und Dienstleistungen an die Zielgruppe zu bringen. Für wen sich die Plattform als Marketingkanal besonders lohnt und welche Aspekte beim Kreieren sowie Posten des eigenen Contents zu beachten sind, erklärt Social Media Experte Hendrik Unger. Die wichtigsten Punkte finden Sie auch hier noch einmal zusammengefasst:

Instagram: Was ist das überhaupt?

Facebook, Twitter, WhatsApp, Snapchat – bei all den derzeitigen sozialen Netzwerkangeboten, kann man schon einmal leicht den Überblick verlieren, welche Netzwerke es überhaupt gibt und durch welche spezifischen Eigenheiten sie sich voneinander unterscheiden. Bei Instagram handelt es sich um ein Netzwerk, das ursprünglich zur privaten Kommunikation entwickelt wurde, also für Menschen, die sich mit Freunden, Familien und Bekannten über den letzten Urlaub, über spannende Reisen, lustige Alltagsgeschichten oder auch den allgemeinen Lifestyle austauschen möchten. Kommerzielle Werbung erscheint in diesem Kontext zunächst als ein Störfaktor. Dessen müssen sich Unternehmen als Werbekunden stets bewusst sein, betont Unger. “Unternehmen müssen versuchen, mit der Welle zu schwimmen”, erklärt er. Das bedeutet: “Harte Werbung”, die den Kunden mit platten Preisversprechen zum Kauf bewegen soll, ist bei Instagram deplatziert! Stattdessen sollten Unternehmen ihre Produkte mittels Instagram Marketing in einer “coole Atmosphäre” präsentieren, um somit an einem attraktiven Image zu feilen. Für den User entwickelt sich hieraus eine spezifische “Brandawarness”, die das Unternehmen in der Wahrnehmung des Kunden positiv auflädt.

Was unterscheidet Instagram Marketing von Facebook & Co.?

„Anders als Plattformen wie Facebook oder YouTube, ist bei Instagram der Fokus ganz stark auf Fotos gelegt“, erklärt Unger weiter. Zwar können auf Instagram auch Videos mit einer Länge von bis zu 60 Sekunden veröffentlicht werden, dennoch ist das Netzwerk „zunächst aus dem ‚Look and Feel‘ der quadratischen Fotos heraus geboren worden.“ Entsprechend geht es bei Instagram Marketing auch immer um einen künstlerischen Anspruch. Dieser drückt sich nicht zuletzt in den zahlreichen Filterangeboten aus, mit welchen es Instagram seinen Usern erlaubt, Fotos und Videos optisch aufzuwerten und ihnen einen besonderen ästhetischen Schliff zu verleihen. Instagram für Unternehmen ist demnach (anders als etwa Facebook) kein Sammelbecken für Informationen und ebenso wenig eine Videoplattform (wie zum Beispiel YouTube). Stattdessen geht es bei Instagram Marketing um den Content, der vor allem eines tun soll: schön aussehen.

„Look and Feel“ – oder: Wie funktioniert Instagram für Unternehmen?

Genau dieses Prinzip des „Look and Feel“ prägt den einzigartigen Charme des Netzwerks. Instagram Marketing bietet Unternehmen daher einen exzellenten Nährboden für eine kundennahe Werbeplatzierung. Denn: Produkte werden hier nicht marktschreierisch und mit hohlen Preisversprechen beworben. Stattdessen werden Emotionen und Lebensgefühle verkauft, die sich an ein Produkt bzw. eine Marke binden.

Doch zugegeben: Nicht jedes Produkt kann von Haus aus hohen ästhetischen Ansprüchen genügen. Schmuck oder Lifestyle-Produkte sind naturgemäß visuell ansprechender als etwa Socken oder Kabelbinder. Für Hersteller stellt sich daher zunächst die Frage: Ist Instagram für mein Unternehmen überhaupt die richtige Plattform? Hierauf erwidert Unger: „Man muss sich überlegen: Schaffe ich den ‘Switch’, dass meine Produkte auf Instagram auch wirklich einen Marketingnutzen erfüllen?“ Sprich: Kann ich meine Produkte ohne viele Worte allein durch Bilder ästhetisch in Szene setzen? Feststeht: Mit ein wenig Einfallsreichtum lassen sich auch kuschelige Socken für das Instagram Marketing bildlich gut in Szene setzen. Diese Transferleistung zu erbringen, muss der Hersteller jedoch bereit sein.

Besonders stark stellt sich diese Frage nach der Sinnhaftigkeit des Instagram Marketings speziell für Anbieter im Dienstleistungsgewerbe oder im B2B-Bereich. Hier fehlt es oft schlichtweg an greifbaren Produkten, die mit schönen Bildern attraktiv inszeniert werden könnten. Laut Unger gilt daher: „Umso diffiziler die eigene Branche, umso mehr müssen sich Unternehmen Gedanken darüber machen, wie sie sich und ihre Produkte bzw. Dienstleistungen in Szene setzen können, um einen gewissen ‚Instagram-Charme‘ zu erreichen.“ Besonders wichtig in dieser Überlegung: Die Nutzer müssen sich im netzwerkeigenen “Instagram-Charme” verstanden fühlen und wollen nicht mit banaler Werbung konfrontiert werden. Das Ziel daher sollte es stets sein, (Werbe-)Botschaften gut konsumierbar zu machen. Soll heißen: Die Werbeaussage muss mit einem Bild transportiert werden und in wenigen Sekunden vom Nutzer erschlossen werden können.

Best-Practice Beispiele: Diese Unternehmen wissen wie’s geht!

Als besonders gelungene Beispiele für Marken, die zeigen, wie Instagram für Unternehmen funktionieren kann, nennt Unger unter anderem den Instagram-Auftritt von Tchibo. „Hier gibt es keine Preisversprechen, keine ‚Störer‘ wie ‚Jetzt kaufen!‘“, erklärt er. Stattdessen inszeniert Tchibo beispielsweise Kaffeetassen aus dem aktuellen Sortiment durch Bilder, die Freundinnen dabei zeigen, wie sie gemütlich mit einem Kaffee auf eine gute Zeit anstoßen. Ein anderes Video zeigt, wie man aus einem Badehandtuch einen süßen Elefanten faltet – zum Beispiel als originelles Geburtstagsgeschenk.

Generell zeichnet sich Instagram für Unternehmen damit durch eine gute Mischung aus Fotos, Videos und Content aus, der leicht zu verstehen ist und „Spaß macht“, betont Unger. Die eigenen Produkte werden mit einem Mehrwert für den Kunden präsentiert und gegebenenfalls in Anbindung an einen Lifestyle (zum Beispiel der gemütliche Sonntagskaffee mit Freundinnen) verkauft. Preise und ähnliches interessieren hier zunächst gar nicht. Stattdessen geht es um das Gefühl, um den Lifestyle, der sich an ein Produkt koppelt und um die Frage: Welchen Vorteil habe ich davon, mir dieses und jenes Produkt zu kaufen? „Verkaufe nicht das Steak, verkaufe das Brutzeln in der Pfanne”, fasst Unger dieses Prinzip mit einem altbewährten Marketing-Slogan zusammen. Auf diese Weise werden nicht bloß anonyme Produktbilder transportiert. Vielmehr geht es um die Gefühle, die sich an sie knüpfen. „Die ganz simple Idee dabei ist: Ein Produkt wird in Szene gesetzt, Werblichkeit wird bewusst zurückgenommen”, resümiert Unger. Ideal für das Instagram Marketing von Unternehmen sind folglich insbesondere solche Bilder, die auch private User genauso auf ihren Profilen posten würden.

Warum „harte Werbung“ beim Instagram Marketing nicht funktioniert – oder: Die Waagschale für relevante Social Media Werbung

Instagram Marketing sollte zu 80 Prozent aus gutem Content und lediglich zu 20 Prozent aus subtiler Werbung bestehen. Instagram für Unternehmen sollte demnach weitestgehend werbefrei bleiben. Zwar besteht für Hersteller und Dienstleister durchaus die Möglichkeit, Werbeanzeigen auf Instagram zu schalten, allerdings sollte diese nicht allzu „werblich“ sein. Im Klartext bedeutet das: Werbung darf nicht sofort als Werbung erkannt werden! „Die Werbung schwingt hinterher“, betont Unger stattdessen. „Die Nutzer nehmen sie in Kauf, da sie sich sagen: ‚Im Prinzip bekomme ich mehr durch den guten Content, wodurch ich das bisschen Werbung gern ‚ertrage‘.“ „Guter Content“ bedeutet dabei so viel wie: spannende Geschichten, die mit Emotionen und Gefühlen durch ein intelligentes Storytelling erzählt und in schönen Bildern festgehalten werden. Die Werbung dagegen sollte subtil, passend zur Zielgruppe und themenrelevant sein. Unternehmen sollte sich daher stets die Frage stellen: Was möchte der Nutzer? Die Antwort: Er möchte keine vordergründige Werbung! Er möchte Emotionen erfahren. „Wir müssen es daher schaffen, als Marketingtreibende die Menschen, die hinter jeder B2C- aber genauso jeder B2B-Zielgruppe stecken, menschlich anzusprechen“, resümiert Unger.

Visuelle Reizverarbeitung im Gehirn – oder: Was ist das Besondere am Instagram Marketing?

Dass Werbung nach Möglichkeit nicht platt daherkommen, sondern menschlich und lebensnah gestaltet sein sollte, ist an sich bei weitem nichts Neues. Dennoch bleibt die Frage: Worin liegt der besondere Mehrwert von Instagram für Unternehmen, um dieses Ziel zu erreichen? Für Unger ist es ganz klar die Informationsverarbeitung im visuellen System des menschlichen Gehirns, die durch das Instagram Marketing auf eine ganz besondere Weise angesprochen wird. „Visueller Content – sprich Bilder, Videos, GIFs, Animationen – kann vom Gehirn besonders gut verarbeitet und gespeichert werden. Entsprechend sollte es das sein, was wir posten!“, erklärt er. Aus diesem Grund sollten Informationen durch eine visuelle und idealerweise emotional aufgeladenen Ansprache vermittelt werden. Instagram Marketing versteht sich damit laut Unger als ein „Appetithappen“, der für den Nutzer schmackhaft und leicht zu verdauen ist und Lust auf mehr macht.

Freiwillig geteilte Werbung – oder: vom passiven Konsumenten zum aktiven Multiplikator mit „Instagram Business“

 

Instagram Social Media Marketing

Vom passiven Konsumenten zum aktiven Multiplikator mit Hilfe von Instagram Business.

 

Anders als reguläre User haben Unternehmen ein besonderes Interesse daran, ihre Follower besser kennenzulernen. Genau das ermöglicht das Tool „Instagram Business“. Dort können Werbetreibende analysieren, woher ihre Follower kommen, welche Sprachen sie sprechen, wann sie bei Instagram aktiv sind und vieles mehr. Auf diese Weise erlaubt Instagram es Unternehmen, aus passiven Konsumenten aktive Multiplikatoren zu machen, indem Inhalte angeboten werden, die sich an den spezifischen Bedürfnissen der User orientieren. Geschickt eingesetzt, kann Instagram für Unternehmen damit zu einer „freiwillig geteilten Werbung“ werden, resümiert Unger. „Natürlich kommt diese Werbung ein wenig im trojanischen Gewand daher, aber trotzdem habe ich immer wieder meine Produkte, meine Markenelemente und meine Botschaften platziert und muss dafür kein Werbebudget in die Hand nehmen, da das alles über eine organische Verbreitung und virale Impressionen passiert.“

Für Fortgeschrittene: Beta-Features aus den USA in Deutschland nutzen

Instagram ist ständig darum bemüht, seinen Service für Nutzer und Werbekunden weiterzuentwickeln. Beta-Features, die neue Möglichkeiten im Instagram Marketing eröffnen, sind dabei aber zunächst oft nur für User mit Sitz in den USA zugänglich. Mit der „VPN App“ können allerdings auch deutsche Unternehmen die Standortabfrage austricksen und exklusive Betafeatures bereits hierzulande nutzen. Generell empfiehlt Unger, Social Media Apps – sei es Instagram oder jedes andere soziale Netzwerk – nach Möglichkeit im (U.S.-)englischen Original zu benutzen, da sich Neuerungen oder Anpassungen in den Netzwerken dort meist früher abzeichnen als in der deutschen Version.

Clever verschlagwortet ist halb gewonnen: Die Hashtags

Instagram Marketing lebt von der Verschlagwortung durch sogenannte Hashtags. Die damit verbundene Kategorisierung der eigenen Postings ermöglicht es Unternehmen, von den Nutzern besser gefunden zu werden. Eine feine Sache also, bezüglich derer Unger die folgenden Richtlinien zur Verwendung festhält:

  • Nur Hashtags für das Instagram Marketing einsetzen, die noch nicht mit fremden Themen belegt/verwässert sind
  • Weniger ist mehr! Viel hilft nicht viel… Das gilt auch bei Instagram Hashtags!
  • Keine Hashtags wie z.B. #like4like einsetzen, nur um Nutzer zum Like zu bewegen
  • Je kürzer der Kampagnen-Hashtag ist, desto besser und prägnanter wirkt er. Die Instagram-Nutzer verwenden fast immer den Hashtag einer Marke

Für die Recherche, welche Hashtags unter den Nutzern derzeit besonders beliebt sind, eignen sich spezielle Tools. Für Instagram informiert speziell „Websta“ darüber, welcher Hashtags derzeit besonders populär bei den Nutzern sind. Der besondere Vorteil: Man bleibt nicht nur auf dem Laufenden, welche Hashtags aktuell beliebt sind, sondern „man schaut auch ein wenig links und rechts, was die anderen so machen“, betont Unger, und kann sich auf diese Weise neu inspirieren lassen.

Was die anderen so treiben – oder: Instagram für Unternehmen als aktive Community erleben!

Generell empfiehlt sich durchaus, dann und wann ein Blick auf das Instagram Marketing von anderen (Konkurrenz-)Unternehmen zu werfen – und das nicht nur bei der eigenen Ideensuche! Durch sogenannte „Reposts“ können Instagram-Postings anderer Netzwerk-User aufgegriffen und weiterverbreitet werden. Auf diese Weise zollt man dem viralen Netzwerkgedanken des Instagram Marketings Tribut und bleibt im lebendigen Austausch mit der Community.

Zeit für Geschichtenerzähler – oder: Die Instagram-Story

Soziale Netzwerke zeichnen sich durch ihre Schnelllebigkeit aus. Diese (oft verhasste) Schnelllebigkeit muss dabei jedoch nicht immer zwangsläufig etwas Schlechtes sein. Im Gegenteil: Welche schönen Nebeneffekte sie haben kann, zeigt die sogenannte „Instagram-Story“. Ihr Vorteil: Posting, die als Instagram-Story veröffentlicht werden, bleiben nur für 24 Stunden online. Auf diese Weise können Unternehmen „coole, kleine Eindrücke“ aus dem eigenen Alltagsgeschehen mit ihrer Community teilen und eine Form des Echtzeitmarketings betreiben, die nochmals eine besondere Nähe zu den Followern herstellt. „Ich kann somit einen schnellen, kleinen Eindruck geben, ohne vorher ein fein abgestimmtes Video, Foto oder Shooting gemacht haben zu müssen“, erläutert Unger die Vorzüge der „Instagram-Story“.

Organische vs. bezahlte Postings – oder: Werbeanzeigen bei Instagram für Unternehmen

Neben der Erstellung und Verbreitung kreativen Contents in Form sogenannter „organischer Postings“ räumt Instagram Unternehmen noch ein weitere Möglichkeit ein, um ihre Themen und Produkte an die Zielgruppe zu bringen: „Werbeposting“ zur Generierung einer bezahlten Reichweitensteigerung. Hierbei wird ein Beitrag, der in allen optischen Merkmalen einem klassischen Instagram Post gleicht, als Werbeanzeige aufbereitet und an eine bezahlte Reichweite verbreitet. Die Anzeige setzt sich dabei zusammen aus dem sogenannten „Instagram Handle“ (also dem Profilbild des werbetreibenden Unternehmens), einem Bild oder Video sowie einem „Call To Action“-Button, der Nutzer zum Handeln auffordert und abschließend einem kurzen Text, der weitere Informationen vermittelt. Wichtig: Bei Facebook sind organische Postings und Werbepost identisch. Alle Likes, Shares und Kommentare, die ein beworbener Beitrag sammelt, landen auf einem organischen Post, der im News Feed des Werbetreibenden erscheint. Werbepostings sorgen damit für ein „Uplift“ organischer Inhalte bei Facebook. Nicht so jedoch bei Instagram. Werbepostings werden hier im System als „Duplikate“ eines organischen Beitrages angelegt, wodurch Likes, Shares und Kommentare nicht auf den organischen Post zurückgeführt werden können. „Wir haben dadurch Werbepostings, die nicht zu tun haben mit den Postings auf unseren Instagramprofilen“, erklärt Unger. „Ich hoffe, dieses Problem wird bei Instagram bald gelöst und beide Postings zu einem zusammengeführt.“ Denn das Problem, das daraus folgt: „Die Likes und Views bleiben dem Werbetreibenden nur so lange erhalten, wie er für die Anzeige zahlt. Danach sind sie weg“, folgert Unger.

Wählen kann der Werbekunde bei Instagram für Unternehmen zwischen drei Werbeformaten: Der Photo Ad, dem Video Ad oder der Carousel Ad, bei welcher mehrere Fotos zu einer Bildergalerie zusammengestellt werden. Wichtig auch hier: Guter, kreativer Content schlägt lasche Werbeplattitüden allemal!
Als Ziele, die eine Werbeanzeige auf Instagram für den Werbekunden erfüllen kann, hält Unger fest:

  • Klicks auf die Website
  • Installationen mobiler Apps
  • Videos Views
  • Steigerung der Massen-Reichweite
  • Like Ads sind derzeit noch nicht möglich

Als besonderen Abo-Trick, um mehr User als Abonnenten für den eigenen Instagram-Kanal zu gewinnen, empfiehlt Unger abschließend, Instagram-Nutzer, die sich zum Beispiel durch Kommentare zu einem Posting geäußert haben, zu „taggen“. Der User erhält später die Benachrichtigung, dass er von einem Unternehmen markiert wurde und fühlt sich daher in besonderer Weise dazu aufgefordert, dem Instagram-Account zu folgen. „Das Wachstum ist durch die ‚direkte‘ Ansprache viel effizienter als die Anzeigenschaltung an sich“, resümiert Unger. Natürlich sollte man es aber auch hier nicht übertreiben: Mehr als fünf User sollten pro Kommentar nicht getaggt werden. Weiterhin sollten sich mehrere Antwort-Kommentare inhaltlich nicht allzu stark wiederholen, da sonst die Gefahr besteht, als „Spam“ markiert zu werden.

 

Instagram Ads Kommentierung

Die Darstellung zeigt einen starken Zuwachs der Follower nach dem Anwenden der Instagram Ads-Kommentierung.

 

Community kontrollieren – Erfolge maximieren

Abschließend verweist Unger noch einmal auf das breite Statistikangebot von Instagram, das jeder Werbetreibende berücksichtigen und nutzen sollte. Hier können Reichweiten und Erfolge einzelner organischer sowie bezahlte Postings analysiert werden. Die Frage, wie und mit welchen Resultaten die Statistiken ausgewertet werden, ist dabei jedoch hochgradig individuell und gekoppelt an die spezifischen Ziele und Erwartungen der unternehmenseigenen Marketingmaßnahmen.

Instagram Marketing: Content kreieren, richtig posten, Ads schalten

Erfolgreiches Instagram Marketing für Unternehmen: Content kreieren, posten & Ads schalten
Neben dem Social Media Giganten Facebook ist Instagram für Unternehmen mittlerweile eine der wichtigsten Plattformen für Online-Marketing geworden. Produkthersteller und Dienstleister entdecken den Charme des Netzwerkes mit den bunten Bildern und schönen Filtern zunehmend für sich und nutzen Instagram Marketing, um Produkte und Dienstleistungen an die Zielgruppe zu bringen. Für wen sich die Plattform als Marketingkanal besonders lohnt und welche Aspekte beim Kreieren sowie Posten des eigenen Contents zu beachten sind, erklärt Social Media Experte Hendrik Unger. Die wichtigsten Punkte finden Sie auch hier noch einmal zusammengefasst:

Instagram: Was ist das überhaupt?

Facebook, Twitter, WhatsApp, Snapchat – bei all den derzeitigen sozialen Netzwerkangeboten, kann man schon einmal leicht den Überblick verlieren, welche Netzwerke es überhaupt gibt und durch welche spezifischen Eigenheiten sie sich voneinander unterscheiden. Bei Instagram handelt es sich um ein Netzwerk, das ursprünglich zur privaten Kommunikation entwickelt wurde, also für Menschen, die sich mit Freunden, Familien und Bekannten über den letzten Urlaub, über spannende Reisen, lustige Alltagsgeschichten oder auch den allgemeinen Lifestyle austauschen möchten. Kommerzielle Werbung erscheint in diesem Kontext zunächst als ein Störfaktor. Dessen müssen sich Unternehmen als Werbekunden stets bewusst sein, betont Unger. “Unternehmen müssen versuchen, mit der Welle zu schwimmen”, erklärt er. Das bedeutet: “Harte Werbung”, die den Kunden mit platten Preisversprechen zum Kauf bewegen soll, ist bei Instagram deplatziert! Stattdessen sollten Unternehmen ihre Produkte mittels Instagram Marketing in einer “coole Atmosphäre” präsentieren, um somit an einem attraktiven Image zu feilen. Für den User entwickelt sich hieraus eine spezifische “Brandawarness”, die das Unternehmen in der Wahrnehmung des Kunden positiv auflädt.

Was unterscheidet Instagram Marketing von Facebook & Co.?

„Anders als Plattformen wie Facebook oder YouTube, ist bei Instagram der Fokus ganz stark auf Fotos gelegt“, erklärt Unger weiter. Zwar können auf Instagram auch Videos mit einer Länge von bis zu 60 Sekunden veröffentlicht werden, dennoch ist das Netzwerk „zunächst aus dem ‚Look and Feel‘ der quadratischen Fotos heraus geboren worden.“ Entsprechend geht es bei Instagram Marketing auch immer um einen künstlerischen Anspruch. Dieser drückt sich nicht zuletzt in den zahlreichen Filterangeboten aus, mit welchen es Instagram seinen Usern erlaubt, Fotos und Videos optisch aufzuwerten und ihnen einen besonderen ästhetischen Schliff zu verleihen. Instagram für Unternehmen ist demnach (anders als etwa Facebook) kein Sammelbecken für Informationen und ebenso wenig eine Videoplattform (wie zum Beispiel YouTube). Stattdessen geht es bei Instagram Marketing um den Content, der vor allem eines tun soll: schön aussehen.

„Look and Feel“ – oder: Wie funktioniert Instagram für Unternehmen?

Genau dieses Prinzip des „Look and Feel“ prägt den einzigartigen Charme des Netzwerks. Instagram Marketing bietet Unternehmen daher einen exzellenten Nährboden für eine kundennahe Werbeplatzierung. Denn: Produkte werden hier nicht marktschreierisch und mit hohlen Preisversprechen beworben. Stattdessen werden Emotionen und Lebensgefühle verkauft, die sich an ein Produkt bzw. eine Marke binden.

Doch zugegeben: Nicht jedes Produkt kann von Haus aus hohen ästhetischen Ansprüchen genügen. Schmuck oder Lifestyle-Produkte sind naturgemäß visuell ansprechender als etwa Socken oder Kabelbinder. Für Hersteller stellt sich daher zunächst die Frage: Ist Instagram für mein Unternehmen überhaupt die richtige Plattform? Hierauf erwidert Unger: „Man muss sich überlegen: Schaffe ich den ‘Switch’, dass meine Produkte auf Instagram auch wirklich einen Marketingnutzen erfüllen?“ Sprich: Kann ich meine Produkte ohne viele Worte allein durch Bilder ästhetisch in Szene setzen? Feststeht: Mit ein wenig Einfallsreichtum lassen sich auch kuschelige Socken für das Instagram Marketing bildlich gut in Szene setzen. Diese Transferleistung zu erbringen, muss der Hersteller jedoch bereit sein.

Besonders stark stellt sich diese Frage nach der Sinnhaftigkeit des Instagram Marketings speziell für Anbieter im Dienstleistungsgewerbe oder im B2B-Bereich. Hier fehlt es oft schlichtweg an greifbaren Produkten, die mit schönen Bildern attraktiv inszeniert werden könnten. Laut Unger gilt daher: „Umso diffiziler die eigene Branche, umso mehr müssen sich Unternehmen Gedanken darüber machen, wie sie sich und ihre Produkte bzw. Dienstleistungen in Szene setzen können, um einen gewissen ‚Instagram-Charme‘ zu erreichen.“ Besonders wichtig in dieser Überlegung: Die Nutzer müssen sich im netzwerkeigenen “Instagram-Charme” verstanden fühlen und wollen nicht mit banaler Werbung konfrontiert werden. Das Ziel daher sollte es stets sein, (Werbe-)Botschaften gut konsumierbar zu machen. Soll heißen: Die Werbeaussage muss mit einem Bild transportiert werden und in wenigen Sekunden vom Nutzer erschlossen werden können.

Best-Practice Beispiele: Diese Unternehmen wissen wie’s geht!

Als besonders gelungene Beispiele für Marken, die zeigen, wie Instagram für Unternehmen funktionieren kann, nennt Unger unter anderem den Instagram-Auftritt von Tchibo. „Hier gibt es keine Preisversprechen, keine ‚Störer‘ wie ‚Jetzt kaufen!‘“, erklärt er. Stattdessen inszeniert Tchibo beispielsweise Kaffeetassen aus dem aktuellen Sortiment durch Bilder, die Freundinnen dabei zeigen, wie sie gemütlich mit einem Kaffee auf eine gute Zeit anstoßen. Ein anderes Video zeigt, wie man aus einem Badehandtuch einen süßen Elefanten faltet – zum Beispiel als originelles Geburtstagsgeschenk.

Generell zeichnet sich Instagram für Unternehmen damit durch eine gute Mischung aus Fotos, Videos und Content aus, der leicht zu verstehen ist und „Spaß macht“, betont Unger. Die eigenen Produkte werden mit einem Mehrwert für den Kunden präsentiert und gegebenenfalls in Anbindung an einen Lifestyle (zum Beispiel der gemütliche Sonntagskaffee mit Freundinnen) verkauft. Preise und ähnliches interessieren hier zunächst gar nicht. Stattdessen geht es um das Gefühl, um den Lifestyle, der sich an ein Produkt koppelt und um die Frage: Welchen Vorteil habe ich davon, mir dieses und jenes Produkt zu kaufen? „Verkaufe nicht das Steak, verkaufe das Brutzeln in der Pfanne”, fasst Unger dieses Prinzip mit einem altbewährten Marketing-Slogan zusammen. Auf diese Weise werden nicht bloß anonyme Produktbilder transportiert. Vielmehr geht es um die Gefühle, die sich an sie knüpfen. „Die ganz simple Idee dabei ist: Ein Produkt wird in Szene gesetzt, Werblichkeit wird bewusst zurückgenommen”, resümiert Unger. Ideal für das Instagram Marketing von Unternehmen sind folglich insbesondere solche Bilder, die auch private User genauso auf ihren Profilen posten würden.

Warum „harte Werbung“ beim Instagram Marketing nicht funktioniert – oder: Die Waagschale für relevante Social Media Werbung

Instagram Marketing sollte zu 80 Prozent aus gutem Content und lediglich zu 20 Prozent aus subtiler Werbung bestehen. Instagram für Unternehmen sollte demnach weitestgehend werbefrei bleiben. Zwar besteht für Hersteller und Dienstleister durchaus die Möglichkeit, Werbeanzeigen auf Instagram zu schalten, allerdings sollte diese nicht allzu „werblich“ sein. Im Klartext bedeutet das: Werbung darf nicht sofort als Werbung erkannt werden! „Die Werbung schwingt hinterher“, betont Unger stattdessen. „Die Nutzer nehmen sie in Kauf, da sie sich sagen: ‚Im Prinzip bekomme ich mehr durch den guten Content, wodurch ich das bisschen Werbung gern ‚ertrage‘.“ „Guter Content“ bedeutet dabei so viel wie: spannende Geschichten, die mit Emotionen und Gefühlen durch ein intelligentes Storytelling erzählt und in schönen Bildern festgehalten werden. Die Werbung dagegen sollte subtil, passend zur Zielgruppe und themenrelevant sein. Unternehmen sollte sich daher stets die Frage stellen: Was möchte der Nutzer? Die Antwort: Er möchte keine vordergründige Werbung! Er möchte Emotionen erfahren. „Wir müssen es daher schaffen, als Marketingtreibende die Menschen, die hinter jeder B2C- aber genauso jeder B2B-Zielgruppe stecken, menschlich anzusprechen“, resümiert Unger.

Visuelle Reizverarbeitung im Gehirn – oder: Was ist das Besondere am Instagram Marketing?

Dass Werbung nach Möglichkeit nicht platt daherkommen, sondern menschlich und lebensnah gestaltet sein sollte, ist an sich bei weitem nichts Neues. Dennoch bleibt die Frage: Worin liegt der besondere Mehrwert von Instagram für Unternehmen, um dieses Ziel zu erreichen? Für Unger ist es ganz klar die Informationsverarbeitung im visuellen System des menschlichen Gehirns, die durch das Instagram Marketing auf eine ganz besondere Weise angesprochen wird. „Visueller Content – sprich Bilder, Videos, GIFs, Animationen – kann vom Gehirn besonders gut verarbeitet und gespeichert werden. Entsprechend sollte es das sein, was wir posten!“, erklärt er. Aus diesem Grund sollten Informationen durch eine visuelle und idealerweise emotional aufgeladenen Ansprache vermittelt werden. Instagram Marketing versteht sich damit laut Unger als ein „Appetithappen“, der für den Nutzer schmackhaft und leicht zu verdauen ist und Lust auf mehr macht.

Freiwillig geteilte Werbung – oder: vom passiven Konsumenten zum aktiven Multiplikator mit „Instagram Business“

 

Instagram Social Media Marketing

Vom passiven Konsumenten zum aktiven Multiplikator mit Hilfe von Instagram Business.

 

Anders als reguläre User haben Unternehmen ein besonderes Interesse daran, ihre Follower besser kennenzulernen. Genau das ermöglicht das Tool „Instagram Business“. Dort können Werbetreibende analysieren, woher ihre Follower kommen, welche Sprachen sie sprechen, wann sie bei Instagram aktiv sind und vieles mehr. Auf diese Weise erlaubt Instagram es Unternehmen, aus passiven Konsumenten aktive Multiplikatoren zu machen, indem Inhalte angeboten werden, die sich an den spezifischen Bedürfnissen der User orientieren. Geschickt eingesetzt, kann Instagram für Unternehmen damit zu einer „freiwillig geteilten Werbung“ werden, resümiert Unger. „Natürlich kommt diese Werbung ein wenig im trojanischen Gewand daher, aber trotzdem habe ich immer wieder meine Produkte, meine Markenelemente und meine Botschaften platziert und muss dafür kein Werbebudget in die Hand nehmen, da das alles über eine organische Verbreitung und virale Impressionen passiert.“

Für Fortgeschrittene: Beta-Features aus den USA in Deutschland nutzen

Instagram ist ständig darum bemüht, seinen Service für Nutzer und Werbekunden weiterzuentwickeln. Beta-Features, die neue Möglichkeiten im Instagram Marketing eröffnen, sind dabei aber zunächst oft nur für User mit Sitz in den USA zugänglich. Mit der „VPN App“ können allerdings auch deutsche Unternehmen die Standortabfrage austricksen und exklusive Betafeatures bereits hierzulande nutzen. Generell empfiehlt Unger, Social Media Apps – sei es Instagram oder jedes andere soziale Netzwerk – nach Möglichkeit im (U.S.-)englischen Original zu benutzen, da sich Neuerungen oder Anpassungen in den Netzwerken dort meist früher abzeichnen als in der deutschen Version.

Clever verschlagwortet ist halb gewonnen: Die Hashtags

Instagram Marketing lebt von der Verschlagwortung durch sogenannte Hashtags. Die damit verbundene Kategorisierung der eigenen Postings ermöglicht es Unternehmen, von den Nutzern besser gefunden zu werden. Eine feine Sache also, bezüglich derer Unger die folgenden Richtlinien zur Verwendung festhält:

  • Nur Hashtags für das Instagram Marketing einsetzen, die noch nicht mit fremden Themen belegt/verwässert sind
  • Weniger ist mehr! Viel hilft nicht viel… Das gilt auch bei Instagram Hashtags!
  • Keine Hashtags wie z.B. #like4like einsetzen, nur um Nutzer zum Like zu bewegen
  • Je kürzer der Kampagnen-Hashtag ist, desto besser und prägnanter wirkt er. Die Instagram-Nutzer verwenden fast immer den Hashtag einer Marke

Für die Recherche, welche Hashtags unter den Nutzern derzeit besonders beliebt sind, eignen sich spezielle Tools. Für Instagram informiert speziell „Websta“ darüber, welcher Hashtags derzeit besonders populär bei den Nutzern sind. Der besondere Vorteil: Man bleibt nicht nur auf dem Laufenden, welche Hashtags aktuell beliebt sind, sondern „man schaut auch ein wenig links und rechts, was die anderen so machen“, betont Unger, und kann sich auf diese Weise neu inspirieren lassen.

Was die anderen so treiben – oder: Instagram für Unternehmen als aktive Community erleben!

Generell empfiehlt sich durchaus, dann und wann ein Blick auf das Instagram Marketing von anderen (Konkurrenz-)Unternehmen zu werfen – und das nicht nur bei der eigenen Ideensuche! Durch sogenannte „Reposts“ können Instagram-Postings anderer Netzwerk-User aufgegriffen und weiterverbreitet werden. Auf diese Weise zollt man dem viralen Netzwerkgedanken des Instagram Marketings Tribut und bleibt im lebendigen Austausch mit der Community.

Zeit für Geschichtenerzähler – oder: Die Instagram-Story

Soziale Netzwerke zeichnen sich durch ihre Schnelllebigkeit aus. Diese (oft verhasste) Schnelllebigkeit muss dabei jedoch nicht immer zwangsläufig etwas Schlechtes sein. Im Gegenteil: Welche schönen Nebeneffekte sie haben kann, zeigt die sogenannte „Instagram-Story“. Ihr Vorteil: Posting, die als Instagram-Story veröffentlicht werden, bleiben nur für 24 Stunden online. Auf diese Weise können Unternehmen „coole, kleine Eindrücke“ aus dem eigenen Alltagsgeschehen mit ihrer Community teilen und eine Form des Echtzeitmarketings betreiben, die nochmals eine besondere Nähe zu den Followern herstellt. „Ich kann somit einen schnellen, kleinen Eindruck geben, ohne vorher ein fein abgestimmtes Video, Foto oder Shooting gemacht haben zu müssen“, erläutert Unger die Vorzüge der „Instagram-Story“.

Organische vs. bezahlte Postings – oder: Werbeanzeigen bei Instagram für Unternehmen

Neben der Erstellung und Verbreitung kreativen Contents in Form sogenannter „organischer Postings“ räumt Instagram Unternehmen noch ein weitere Möglichkeit ein, um ihre Themen und Produkte an die Zielgruppe zu bringen: „Werbeposting“ zur Generierung einer bezahlten Reichweitensteigerung. Hierbei wird ein Beitrag, der in allen optischen Merkmalen einem klassischen Instagram Post gleicht, als Werbeanzeige aufbereitet und an eine bezahlte Reichweite verbreitet. Die Anzeige setzt sich dabei zusammen aus dem sogenannten „Instagram Handle“ (also dem Profilbild des werbetreibenden Unternehmens), einem Bild oder Video sowie einem „Call To Action“-Button, der Nutzer zum Handeln auffordert und abschließend einem kurzen Text, der weitere Informationen vermittelt. Wichtig: Bei Facebook sind organische Postings und Werbepost identisch. Alle Likes, Shares und Kommentare, die ein beworbener Beitrag sammelt, landen auf einem organischen Post, der im News Feed des Werbetreibenden erscheint. Werbepostings sorgen damit für ein „Uplift“ organischer Inhalte bei Facebook. Nicht so jedoch bei Instagram. Werbepostings werden hier im System als „Duplikate“ eines organischen Beitrages angelegt, wodurch Likes, Shares und Kommentare nicht auf den organischen Post zurückgeführt werden können. „Wir haben dadurch Werbepostings, die nicht zu tun haben mit den Postings auf unseren Instagramprofilen“, erklärt Unger. „Ich hoffe, dieses Problem wird bei Instagram bald gelöst und beide Postings zu einem zusammengeführt.“ Denn das Problem, das daraus folgt: „Die Likes und Views bleiben dem Werbetreibenden nur so lange erhalten, wie er für die Anzeige zahlt. Danach sind sie weg“, folgert Unger.

Wählen kann der Werbekunde bei Instagram für Unternehmen zwischen drei Werbeformaten: Der Photo Ad, dem Video Ad oder der Carousel Ad, bei welcher mehrere Fotos zu einer Bildergalerie zusammengestellt werden. Wichtig auch hier: Guter, kreativer Content schlägt lasche Werbeplattitüden allemal!
Als Ziele, die eine Werbeanzeige auf Instagram für den Werbekunden erfüllen kann, hält Unger fest:

  • Klicks auf die Website
  • Installationen mobiler Apps
  • Videos Views
  • Steigerung der Massen-Reichweite
  • Like Ads sind derzeit noch nicht möglich

Als besonderen Abo-Trick, um mehr User als Abonnenten für den eigenen Instagram-Kanal zu gewinnen, empfiehlt Unger abschließend, Instagram-Nutzer, die sich zum Beispiel durch Kommentare zu einem Posting geäußert haben, zu „taggen“. Der User erhält später die Benachrichtigung, dass er von einem Unternehmen markiert wurde und fühlt sich daher in besonderer Weise dazu aufgefordert, dem Instagram-Account zu folgen. „Das Wachstum ist durch die ‚direkte‘ Ansprache viel effizienter als die Anzeigenschaltung an sich“, resümiert Unger. Natürlich sollte man es aber auch hier nicht übertreiben: Mehr als fünf User sollten pro Kommentar nicht getaggt werden. Weiterhin sollten sich mehrere Antwort-Kommentare inhaltlich nicht allzu stark wiederholen, da sonst die Gefahr besteht, als „Spam“ markiert zu werden.

 

Instagram Ads Kommentierung

Die Darstellung zeigt einen starken Zuwachs der Follower nach dem Anwenden der Instagram Ads-Kommentierung.

 

Community kontrollieren – Erfolge maximieren

Abschließend verweist Unger noch einmal auf das breite Statistikangebot von Instagram, das jeder Werbetreibende berücksichtigen und nutzen sollte. Hier können Reichweiten und Erfolge einzelner organischer sowie bezahlte Postings analysiert werden. Die Frage, wie und mit welchen Resultaten die Statistiken ausgewertet werden, ist dabei jedoch hochgradig individuell und gekoppelt an die spezifischen Ziele und Erwartungen der unternehmenseigenen Marketingmaßnahmen.