Steckbrief & Interview: OMT-Speaker Carsten Schröder

Steckbrief Carsten Schröder

Steckbrief Carsten Schröder

Deine Tätigkeit bzw. Position bei welcher Firma?

Partner einer kleinen IP/IT Boutiqe „Heinrich Partner Rechtsanwälte in Frankfurt“

Dein Spitzname?

Magic

Die unverzichtbarste App auf Deinem Smartphone:

Taxi App

Was du Larry Page, Sergey Brin oder Marc Zuckerberg schon immer mal fragen wolltest?

Was ist euch zwischen Idee und Umsetzung durch den Kopf gegangen?

Das Soziale Netzwerk, in dem du dich am Liebsten bewegest?

LinkedIn

Deine Lieblings-Serie oder Dein Lieblings-Film?

Gladiatior

Mit wem habt ihr es in den Vorträgen des OMT 2017 eigentlich zu tun?

Lernt die Speaker näher kennen! Neben Fachthemen haben wir auch persönliche Fragen an die Speaker gerichtet. Erfahrt hier im Interview mehr über Carsten Schröder und warum ihr seinen OMT-Vortrag „Einholung von Daten zur Direktwerbung und neue Spielregeln ab Mai 2018 und das Ende der Lettershop Sammeleinwilligung“ nicht verpassen solltet.

OMT: Hallo Carsten, unsere Leser wollen sicher gerne mehr über Dich als Online Marketing-Experte, aber auch als Mensch erfahren: Stell Dich doch kurz vor und beschreib Dich als Person. Was würden zum Beispiel gute Freunde als typische Charakterzüge nennen?

Carsten Schröder: Dazu zählt sicher sehr offen und manchmal zu direkt, nicht wirklich diplomatisch, aber bei guten Freunden extrem hilfsbereit. Auch extrem emotional, manchmal zu stark aufbrausend und jähzornig gehört dazu.

Die vorstehenden Eigenschaften betreffen mich sowohl als Person als auch im Job. Ich bin 44 Jahre und Inhaber einer kleinen Rechtsanwaltsboutiqe im Bereich des gewerblichen Rechtschutzes (für Design-, Marken-, Urheber- und Wettbewerbsrecht sowie alle Fragen rund um den E-Commerce und das Online-Marketing).

Eine meiner größten Schwächen, sowohl im Privaten als auch Beruflichen, ist die Ungeduld. Auch der Umgang mit Menschen, die sich selbst überschätzen und eine Paarung aus Unkenntnis und Arroganz besitzen, zählt dazu. Solche Menschen bezeichne ich als „Zeitdiebe“, denen ich versuche, aus dem Weg zu gehen. Sollte dies nicht gelingen, wird es schon mal laut.

OMT: Natürlich möchten wir auch über Deine persönliche Berufswelt mehr erfahren: Wie hat Dich Dein Weg ins Online-Marketing geführt?

Carsten Schröder: Ich habe mich nach 3 Jahren allgemeiner Tätigkeit 2004 auf den kreativen Bereich, insbesondere das Wettbewerbsrecht und speziell auf die Werbungsprüfung spezialisiert. Ich arbeitete von Anfang an überwiegend mit Marketingabteilungen und Werbeagenturen, um sowohl Werbestrategien zu entwickeln als auch konkrete Werbemaßnahmen zu verteidigen oder Wettbewerbern zu verbieten. Insofern lag der Weg ins Online Marketing nah, da im Laufe der Zeit viele Unternehmen diesen Bereich für sich entdeckt haben. Insofern ist es für mich eine gewachsene Entwicklung vom Offline Marketing ins Online Marketing gewesen.

OMT: Wie sieht deine typische Arbeitswoche aus?

Carsten Schröder: Meine typische Arbeitswoche ist leider nicht planbar. Ich bin überwiegend mit der Werbungsprüfung und der Verfolgung von Marken-, Wettbewerbs- und Designverletzungen beschäftigt. Dabei muss es häufig extrem schnell gehen aufgrund enger Zeitkomponenten wie Drucklegungsschluss oder dem geplanten Launch einer Marketingstrategie bzw. bevorstehenden Verkäufen von marken- und designverletzenden Produkten. In diesem Fall bricht das geordnete Chaos aus mit der Folge, dass sowohl bei der Werbungsprüfung als auch bei der Erstellung von einstweiligen Verfügungen oder Schutzschriften schon mal alles liegen bleibt; dann hat der Tag auch mal mehr als 14 Stunden. Ansonsten versuche ich, nicht ausschließlich im Büro zu leben.

OMT: Butter bei die Fische: Für welche Aufgaben deines Jobs stehst Du morgens gerne früher auf? Bei welchen würdest Du Dir am liebsten die Decke über den Kopf ziehen?

Carsten Schröder: Ich bin ein ausgewiesener Morgenmuffel und stehe grundsätzlich überhaupt nicht gerne morgens auf. Aber ich liebe Vorträge – dafür stehe ich ausnahmsweise gerne auch etwas früher auf. Dasselbe gilt für den Schutz sowie die Verteidigung von neuen Produkten, insbesondere mit neuen Designs. Bei langanhaltenden Vertragsverhandlungen oder der Erstellung von AGBs bleibe ich lieber liegen.

OMT: Zum Alltag eines Online Marketers gehören manchmal auch unbequeme Dinge wie technische Fehler und Bugs. Sowas kostet gerne mal Zeit und Neven: Was bringt Dich so richtig auf die Palme (bestimmte Systemfehler, Tools o. ä.)?

Carsten Schröder: Die Software muss laufen. Dasselbe gilt für die Hardware. In Anbetracht meiner engen Zeitplanung und kurzfristigen Fristen bringt mich alles auf die Palme, was in diesem Bereich nicht funktioniert. Meine IT kann davon ein Lied singen.

OMT: Wie schaltest Du am Besten ab, wenn Du eine stressige Woche hattest?

Carsten Schröder: Abschalten kann ich am besten beim Fußball – am liebsten gleich ins Stadion und die Emotionen rauslassen. Das bringt mich am schnellsten wieder runter. Außerdem liebe ich gute Filme bzw. Kino.

OMT: Was war für Dich persönlich bisher der bedeutsamste oder schönste Moment deiner Online Marketing-Laufbahn?

Carsten Schröder: Da ich Online-Marketing Strategien begleite oder versuche, einzelne Aktionen zu verbieten, ist das schwer zu beantworten. Am einprägsamsten bleiben immer schwierige Verfahren vor Gericht und obsiegende Urteile im Hinterkopf. In bleibender Erinnerung geblieben sind mir hierbei Grundsatzverfahren, beispielsweise verschiedene von mir in jüngerer Zeit gegen Amazon geführte Markenverletzungs- und Urheberrechtsverfahren sowie ein Designstreit gegen den Ferrari FXX.

OMT: Welche Learnings erwartet die Zuschauer in deinem Vortrag „Einholung von Daten zur Direktwerbung und neue Spielregeln ab Mai 2018 und das Ende der Lettershop Sammeleinwilligung“? Für welche Gebiete ihrer Berufspraxis werden sie dieses Wissen ideal einsetzen können?

Carsten Schröder: Die Learnings bei meinem Vortrag sind ganz einfach: Zum einen wird der Zuschauer wissen, wie er tatsächlich rechtssichere E-Mail-Werbeaktionen nicht nur selbst, sondern auch durch externe Dienstleister wie Lettershops umsetzt. Des Weiteren wird er erfahren, dass die überwiegende Vertragsgestaltung und die Vorgehensweise von Lettershops nicht mehr der aktuellen Rechtsprechung entspricht und er derjenige ist, der für die Fehler einzustehen hat. Insofern geht es hier tatsächlich um Vermeidung von erheblichen Kosten, Abmahnungen und Umstellungen von Marketingstrategien über das E-Mail Marketing. Zum anderen wird er einen ersten Eindruck erhalten, was ihn in den nächsten Monaten im Bereich der Umstellungen bis Ende Mai 2018 erwartet. Hier geht es um eine klare Erkenntnis der einzelnen Themen, die umgesetzt werden müssen. Im Übrigen wird er klarer sehen und die von verschiedenen Dienstleistern gemachte Panik etwas entspannter beurteilen.

OMT: Vielen Dank fürs Interview und die Einblicke in Dein Berufs- und Privatleben. Wir freuen uns, Dich als Speaker beim OMT 2017 dabei zu haben!

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