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Mit dem Content-Plan Dein Online Marketing erfolgreicher gestalten

Mit dem Content-Plan Dein Online Marketing erfolgreicher gestalten

Lesezeit: 10 Min | Autor: Lisa Zöfgen | 0 Kommentare

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Was ist ein Content-Plan?

Eine nachhaltig wachsende Social Media bzw. Online-Präsenz ist heute nicht mehr garantiert, wenn wir uns nur auf schönen Bilder und ein paar Gewinnspiele fokussieren. Durch die große Konkurrenz, die mittlerweile auf und auch unter den Plattformen herrscht, braucht es ein wenig mehr, um die Nutzer*innen von Dir oder Deiner Marke zu überzeugen. Buzzwörter, die Du in diesem Zusammenhang sicherlich schon einmal gehört hast, sind “Mehrwert bieten” oder “Content Marketing”. Und auch wenn diese mittlerweile schon ziemlich abgedroschen klingen, geht es genau darum: Zu wissen, was und wen Du erreichen willst, Deine Mitbewerber*innen zu kennen und dann die richtigen Kanäle und den richtigen Content auszuwählen, um Deine Zielgruppe bestmöglich für Deine Inhalte zu begeistern.

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Das “Wer” und “Wo” ist die Vorarbeit, mit der Du Dich definitiv zuerst beschäftigen solltest – und deren Grande Finale sozusagen der Content-Plan (auch Redaktionsplan oder Redaktionskalender) bildet, in dem es in diesem Artikel gehen soll. Im Content-Plan ist genau hinterlegt, wann Du was auf welchem Kanal postest – er schafft also eine gewisse Planbarkeit für dich. Klingt einfach? Ist es auch! Trotzdem machen es viele Deiner Mitbewerber*innen falsch, was Deine Chance ist, Dein Marketing planbarer, messbarer und erfolgreicher zu machen!

Kannst Du Dir vorstellen, warum ein Redaktionskalender Sinn macht? Mehr über die Vorteile des Plans erfährst Du im Folgenden.

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Vorteile eines Content-Plans?

Gerade, wenn Du Solopreneur*in, Freelancer*in oder ein 1-Mann*Frau-Marketing-Team in einem kleinen Unternehmen bist, fragst Du Dich sicher, wie du diese ganzen Mehrwert bietenden Marketing-Aktivitäten neben Deinem Arbeitsalltag noch bewerkstelligen sollst. Die gute Nachricht ist: Wenn Du Dir am Anfang einmal die Mühe machst, alles strukturiert aufzusetzen und vorzubereiten, wird sich das Marketing irgendwann ganz einfach und selbstverständlich in Deinen Arbeitsalltag einfügen und Du kannst dich wieder stärker auf andere Aufgaben fokussieren. Natürlich kannst Du Dir auch eine Unterstützung suchen, die zum Beispiel Beiträge und Posts für Dich verfassen, veröffentlichen oder vorausplanen und mit Deinen Follower*innen in Interaktion treten wird. Aber vor allem, wenn Du Dich selbst vermarktest oder ganz am Anfang stehst, ist es wichtig, selbst aktiv dabei zu sein! So erfährst Du automatisch mehr über deine Zielgruppe und kannst direkt mit potenziellen Kund*innen in Interaktion treten. Auch wenn Du Dir jede Woche nur zwei Stunden Zeit dafür nehmen kannst, klappt es mit der richtigen Struktur.

Die Vorteile, die ein Redaktionsplan hat, liegen auf der Hand: 

Vorplanen spart Zeit und Frustration

Schon wieder keine Idee für einen Post? Schon wieder eine Woche nichts gemacht? Nimm Dir die Zeit, wenn Du sie hast und schaffe Planbarkeit, damit es gar nicht erst dazu kommt.

Das bedeutet konkret: Blocke Dir jede Woche – z.B. an einem Freitag, wenn das Telefon nicht so häufig klingelt – ein paar Stunden Zeit, um Dir zu überlegen, welche Themen Du in der nächsten Woche oder in den nächsten zwei Wochen bespielen möchtest. Trage in Deinen Content-Plan ein, wann welcher Post auf welchem Kanal veröffentlicht wird und bereite am besten die Inhalte dafür gleich vor – überarbeiten kannst Du sie später immer noch. Dann kannst Du Dir noch einen Reminder für die Veröffentlichung im Kalender setzen oder die Veröffentlichung direkt im Tool Deiner Wahl vorausplanen. So verzettelst Du Dich nicht, sparst Zeit und deine Content-Erstellung wird planbarer.

Regelmäßigkeit sicherstellen

Für die Algorithmen der Sozialen Netzwerke genau wie für Deine Nutzer*innen ist es sehr wichtig, dass Du mit einer gewissen Regelmäßigkeit planbar Inhalte veröffentlichst. Das heißt z.B. zwei Posts die Woche, am besten immer am gleichen Tag zur gleichen Uhrzeit.

Das kannst Du ganz gut mit dem Gang ins Fitnessstudio vergleichen: Einmal im Monat für drei Stunden zu gehen bringt weniger als es sich regelmäßig einmal die Woche für eine Stunde einzuplanen. Durchhaltevermögen zahlt sich hier aus – und Deine Erfolge werden schnell messbar sein!

Vereinfachung der Zusammenarbeit mit einer weiteren Person

Arbeitest Du in einem Team oder hast Dir jemanden gesucht, der*die Dich bei Deinen Marketingaktivitäten unterstützt? Dann ist es wichtig, dass ihr euch in eurer Kommunikation nicht verzettelt und ihr euch effektiv abstimmen könnt. Eine sehr gute Grundlage hierfür bietet der Content-Plan.

Verknüpfung und Synergien zwischen den einzelnen Kanälen sicherstellen

Nutze Inhalte, die Du mühsam erstellt hast, bestmöglich aus. Hast Du letzte Woche einen Blogartikel veröffentlicht? Dann kannst Du ihn direkt im nächsten Newsletter anteasern und vielleicht zwei oder drei spannende Facebook-Beiträge dazu schreiben und über die nächsten Wochen verteilen.

Du kannst sogar regelmäßig alte Inhalte wie z.B. Blogbeiträge oder Videos, die besonders gut funktioniert haben, so wieder aufleben lassen und in einer etwas optimierten Form oder in einem anderen Format wieder posten.

50/30/20 Regel hilft die richtige Content Mischung zu finden

Die 50/30/20-Regel hilft Dir, die richtige Content-Mischung zu tracken.

50/30/20-Regel einhalten

Wenn Du zum Beispiel an Deine Facebook-Seite denkst, dann hast Du hier natürlich nicht nur Interessent*innen, die gerade auf Dich aufmerksam geworden sind oder Bestandskund*innen, sondern eine wilde Mischung. Daher macht es Sinn, einen gewissen Content-Mix zu berücksichtigen.

Der Großteil Deiner Inhalte (mindestens 50%) sollte immer einen Mehrwert liefern bzw. Wissen vermitteln. So sprichst Du neue Interessent*innen an, die sich für Deine Themen interessieren, bindest aber auch Fans, die Dir schon länger folgen, an Dich und zeigst Deine Kompetenz. Du positionierst Dich durch die Inhalte als Expert*in und baust Vertrauen auf.

Einen gewissen Anteil (ca. 30%) dürfen auch persönliche Geschichten einnehmen. Fakten recherchieren kann jede*r. Diese persönlichen Einblicke sind ganz individuell und zeigen etwas, das niemand anderes zeigt. Ganz nach dem Motto: Menschen kaufen Emotionen!

Am Ende möchtest Du natürlich auch, dass sich Deine Arbeit auszahlt. Wenn Du die Interessent*innen und Kund*innen mit Deinen wertvollen Inhalten angefüttert hast, darfst Du ihnen deshalb natürlich auch ab und zu erzählen, welche Produkte oder Dienstleistungen sie bei Dir erwerben können. Das kann ab und zu auch mal eine relativ prominente Bewerbung einer Rabattaktion oder einer neuen Dienstleistung, die Du anbietest, sein, welche ich hier mit ca. 20% ansetze.

Besser ist aber immer, wenn es passt, auch in anderen Posts subtil auf Deine Services hinzuweisen und so vom Problem zur Lösung zu führen. Das heißt, Du schreibst z.B. einen Blogartikel zum Thema Herausforderungen in der veganen Ernährung und weist dann am Ende des Blogbeitrags in einem Satz auf Deine angebotene Ernährungsberatung hin. Wichtig ist hier nur: Es muss passen und sollte im Sinne des Content Marketings nicht gegenüber dem Mehrwert des Inhaltes überwiegen.

Markiere Dir im Content-Plan, welche Themen Wissensvermittlung, Persönliches und Werbung sind. Es ist nicht schlimm, wenn Du die Regel nicht immer zu 100% einhältst, aber so kannst Du sicherstellen, dass Du z.B. in einer Woche nicht nur werbliche Inhalte teilst.

Mindmap hilft Dir Themen für Content-Formate zu finden

Eine Mindmap kann Dir helfen, Themen für Content-Formate, Blogbeiträge etc. zu finden und vorauszuplanen.

Wie baut sich der Content-Plan auf?

Wie zu Anfang bereits beschrieben, solltest Du, bevor Du den Content-Plan aufsetzt, bereits einige Fragen beantwortet haben: 

  1. Was möchte ich erreichen?
  2. Wen möchte ich ansprechen?
  3. Wo hält sich meine Zielgruppe auf?
  4. Welche Themen sind für sie interessant?

Im vierten Punkt bietet es sich an, eine Mindmap zu erstellen, in der Du Dein Thema in verschiedene Unterthemen und Unter-Unter-Themen aufbrichst. Die Unterthemen können zum Beispiel verschiedene Content-Formate wie Thementage oder -wochen ergeben, während die Themen auf der kleinsten Ebene in einzelne Posts verarbeitet werden können.

Ein Tool, mit dem Du solche Mindmaps kostenlos erstellen kannst, ist zum Beispiel Miro. Im Schaubild kannst Du den Anfang einer Mindmap eines Naturkosmetik-Unternehmens sehen. Zu jedem dieser Punkte können nun noch unzählige Unterpunkte gefunden werden – je kleinteiliger Du wirst desto besser!

Diese Methode nutzen viele Marketingspezialist*innen. Manchmal wird sie auch Themenbaum genannt.

Wenn Du Deine Themen kennst, kannst Du final mit Deinem Redaktionsplan beginnen.

Wie Du in dem Beispiel unten siehst, kannst Du Deinen Content-Plan ganz einfach in z.B. einer Excel-Tabelle oder Google Sheets erstellen. Alternativ kannst Du natürlich auch ein anderes Planungstool nutzen, mit dem Du arbeitest, es bietet sich allerdings eine Kalenderdarstellung an.

Wichtig sind folgende Bestandteile: 

  • Wochen und Tage: Wenn Du so etwas wie Thementage oder -wochen hast, kannst Du diese hier vermerken. Außerdem empfehle ich Dir, alle Tage, also auch die, an denen Du nichts postest, darzustellen. Dies erleichtert es Dir, auf einen Blick zu sehen, wenn Du mal etwas länger nichts geplant hast und kannst immer schnell etwas einschieben.
  • Kanäle: Nutze eine separate Spalte für jeden Deiner Kanäle, so behältst Du die Übersicht und kannst unterschiedliche Informationen pro Kanal festhalten
  • Kanal-Infos: Welche Informationen möchtest Du für Deine Posts bereits im Content-Plan festhalten? Das kann nur der Titel des Posts sein, ich empfehle Dir aber, so viel wie möglich vorzuplanen, wenn Du die Zeit dafür hast. So kannst Du entspannt copy-pasten, wenn es soweit ist.

Zu den Informationen, die Du bereits vorplanen kannst zählen z.B.: 

  • Titel
  • Text
  • Bild
  • Links
  • Hashtags
  • Budget für Bewerbung
  • Mehrwert/Persönliches/Werbung (50/30/20-Regel)
Content Plan

Deinen Content-Plan kannst Du ganz einfach in einer Excel-Tabelle in Kalenderdarstellung pflegen und zielgerichtet Inhalte für die nächste(n) Woche(n) einplanen.

Zu guter Letzt: Bleibe spontan!

Eine letzte Sache möchte ich noch mit Dir teilen: Dein Content-Plan ist nicht in Stein gemeißelt. Er soll eine Richtlinie und Hilfestellung für Dich sein, doch es ist natürlich nicht verboten, flexibel Themen hin und her zu schieben, zu überarbeiten oder mal etwas spontan zu posten.

Ganz im Gegenteil – und dabei werden mir alle Marketingspezialist*innen recht geben: Gerade Social Media lebt von Aktualität und wenn es gerade ein brandheißes Thema gibt, über das Du unbedingt berichten möchtest, tu es – Deine Leserschaft wird es Dir danken!

Ein aktuelles Beispiel ist die App Clubhouse: Wie sicherlich alle anderen, hatte auch ich es nicht auf dem Schirm bevor die Plattform über LinkedIn in diesem Jahr in Deutschland einen so plötzlichen Hype erfahren hat. Trotzdem habe ich sie ausprobiert und darüber spontan auf meinem LinkedIn Kanal berichtet. So hatte ich in der Woche eben ein paar Beiträge mehr als sonst und habe auch einen bereits eingeplanten Beitrag um eine Woche verschoben. Diese Aktualität hat jedoch dazu geführt, dass ich die höchste Reichweite und Interaktion seit Wochen mit meinen Beiträgen erzielen konnte und hat sich definitiv gelohnt.

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