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Landing-Page Basics – der geZIELTE Unterschied

Landing-Page Basics – der geZIELTE Unterschied

Lesezeit: 8 Min | Autor: Eugen Küßner

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Was ist eine Landing Page?

Eine Landing Page ist eine einzelne Seite, auf die potentielle Kunden oder Interessenten durch diverse Marketingmaßnahmen (z. B.: direkte Verlinkung, E-Mail-Marketing oder Suchmaschinenwerbung) weitergeleitet werden. Die Landing Page ist nur auf die nötigsten Informationen rund um den angebotenen Content (oder Produkt) beschränkt.

Die Landing Page wird meistens für zwei Zwecke genutzt:

  • Leadgenerierung
    Die Landing Page als Content-Angebot, um den Besucher zum Lead zu konvertieren. Hierzu kann Content wie E-Books, Checklisten, Webinare oder Whitepaper verwendet werden.
  • Sales Page
    Die Landing Page kann auch benutzt werden, um einzelne Produkte oder Dienstleistungen gezielt anzubieten und von anderen Produkten abzuheben. Durch den Freiraum (da es nur ein einziges Produkt gibt) lassen sich relevante Informationen rund um das Produkt präsentieren.
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Wo ist der Unterschied zwischen einer normalen Webseite und einer Landing Page?

Der Unterschied zwischen Deiner Webseite und Deiner Landing Page ist das ZIEL. Deine Webseite hat meistens mehrere Ziele. Mit Deiner Webseite willst Du natürlich Umsatz generieren, aber auch neue Partner finden, die sich für Deine Produkte interessieren. Womöglich suchst Du auch nach neuen Mitarbeitern und hast sogar eine eigene Kategorie in der Menüleiste dafür eingerichtet (z. B. Karriere- oder Teamseite). Ein weiteres Ziel könnte natürlich die allgemeine Vorstellung Deines Unternehmens im Internet sein. Deine Webseite vereint also mehrere Ziele gleichzeitig.

Genau so geht es Deinen Besuchern. Diese kommen auf Deine Webseite und haben eventuell noch nicht herausgefunden, was sie auf Deiner Webseite finden möchten und welches der vielen Ziele auf Deiner Webseite sie ansteuern möchten. Sie werden deshalb durch die vielen Möglichkeiten (z. B. durch Banner, Bilder oder Pop-Up-Fenster) abgelenkt und können sich nicht auf das eine Ziel konzentrieren.

Die Landing Page hat jedoch nur ein einziges Ziel, welches Du genau definieren kannst. Du kannst beispielsweise eine Landing Page erstellen, die das Thema „Karriere in Deinem Unternehmen“ aufgreift mit dem ZIEL, mehr Bewerber zu generieren. Hierbei könntest Du alle relevanten Informationen rund um Dein Unternehmen platzieren und mit Bilder und Videos verfeinern. Zum Schluss hättest Du die Möglichkeit, ein Kontaktformular anzubieten, um die Interessenten abzuholen.

Alternativ könntest Du genauso gut eine Landing Page erstellen, die Dein stärkstes Produkt hervorhebt und somit mehr Umsatz generiert. Verknüpft mit einem aussagekräftigen und überzeugenden Text und Bildern könntest Du das Ziel „mehr von Produkt A verkaufen“ erreichen.

Zusammengefasst bildet die Landing Page Deine geZIELTEN Marketingmaßnahmen ab.

Welche Elemente müssen auf einer Landing Page vorkommen?

Die Gestaltung einer Landing Page hängt von vielen Faktoren ab. Angenommen, Du schreibst in Deinem Blog über das Thema „Keywordmap“. Dort erklärst Du den Sinn und Zweck einer Keywordmap und verweist auf einen kostenlosen Download Deiner Keywordmap-Vorlage mit einem CTA oder einem URL-Link.

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Die Besucher, die auf den Link klicken und auf Deine Landing Page gelangen, wissen bereits, für was die Keywordmap genutzt wird. Aus dem Grund brauchst Du auf Deiner Landing Page nicht erneut über die Vorteile und die Wichtigkeit einer Keywordmap zu erzählen. In diesem Fall reichen ein Bild, zwei Sätze und ein Formular mit einem passenden CTA.

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Anders verhält es sich zum Beispiel bei der Schaltung von Google-Ads-Anzeigen und der Verlinkung auf Deine Sales-Landing-Page. Hier wissen die Besucher, die auf den Ad-Banner geklickt haben nicht, um welches Produkt es sich hierbei handelt. Sie sehnen sich nach weiteren Informationen, bevor die Besucher zum Lead werden und einen Kauf tätigen. Bei diesem Beispiel muss die Landing Page informativ genug sein, um die gewünschte Conversion zu erzielen.

Nichtsdestotrotz gibt es einige bewährte Methoden, wie Du eine Landing Page gestalten kannst und auf welche Elemente Du bei der Erstellung einer Landing Page achten solltest.

1. Menü

Da Deine Landing Page ein bestimmtes Ziel verfolgen soll, sollten alle Störfaktoren eliminiert werden. Alle Verlinkungen auf weitere Inhalte und die Navigation der Menüstruktur (Jobs, Blog, Produkte etc.) sollte deshalb von einer Landing Page entfernt werden. Störfaktoren, wie das Menü könnten deinen Lead dazu verleiten, die Seite zu verlassen und damit die Conversion verhindern.

Die weiterführenden Inhalte, wie zum Beispiel: „Das haben wir noch“ oder „diese Inhalte könnten Dir auch gefallen“ können auf der 6. Dankeseite untergebracht werden.

2. Bilder

Achte auf das passende Bild, das Dein Produkt oder Content widerspiegelt. Wie auch auf Deiner Hauptseite, sollen die Bilder die Besucher zur Handlung (Deinem Ziel) verführen. Wenn Du ein Produkt anbietest, sollten die Bilder das Produkt von der besten Seite präsentieren. Auf einer Content-Landing-Page, wo zum Beispiel ein E-Book angeboten wird, könntest Du Screenshots des Inhalts erstellen, um einen Vorgeschmack zu erzeugen.

Auch ein Bild des Inhaltsverzeichnisses Deines E-Book könnte für die Besucher bedeutsam sein. Sie können damit direkt abschätzen, ob das E-Book für sie relevant oder irrelevant ist.

3. Texte und Infografiken

Um die Besucher zu Leads zu konvertieren und das Zielvorhaben zu erreichen, sollten Deine Texte und weiterführenden Informationen ebenfalls optimiert werden. Wie in den beiden obenstehenden Beispielen erwähnt, ist das Gesamtbild ein wichtiger Faktor im Verhältnis zu der Menge an Texten.

Handelt es sich um ein E-Book-Download, der bereits ausführlich in der Ursprungsquelle (Blog, Newsletter) beschrieben wurde, sind die Besucher schon näher am Ziel und brauchen nicht unbedingt viele Inhalte.

Schaltest Du jedoch Werbung oder Deine Landing Page rankt organisch sehr gut, dann solltest Du Deine Besucher mit gutem Content zu einer Entscheidung leiten.

Überlege Dir deshalb:

  • Welche Suchintention oder Problem haben die Besucher und welche Elemente brauchen sie, um das Zielvorhaben zu erfüllen?
  • Ist Dein Produkt sehr komplex und braucht es viel Erklärung? Dann könnte neben dem Standard-Text ein Video eine passende Lösung sein.

4. Das Formular

Dein Formular ist eins der letzten Steps vor der Zielerreichung. Gestalte deshalb Deine Formulare nicht komplexer als nötig. Viele Felder schrecken die Besucher ab und sorgen für eine schlechtere Conversion Rate. Frage deshalb nur die Informationen ab, die Du im Erstkontakt wirklich benötigst (Vornamen, Nachnamen und E-Mail-Adresse). Alle weiteren Informationen könntest Du bei der späteren Kaufabwicklung (falls Du ein E-Book angeboten hast, um einen Lead zu gewinnen) oder im Zuge des Leadnurturings in Erfahrung bringen.

Leadnurturing:
Beim Leadnurturing (oder auch Lead-Nurturing genannt) werden bereits bestehende Kontakte (Leads) gepflegt und qualifiziert, um die Leads im Nachgang mit den passenden Inhalten in ihrer Kaufentscheidungsphase zu versorgen und die nächste Phase im Verkaufstrichter zu erreichen.

Neben den Formularfeldern ist die Gestaltung und die Platzierung des Formulars ebenfalls von Bedeutung. Dein Formular sollte deshalb gut sichtbar sein und über alle Berührungspunkte (Touchpoints) das Endziel klar und deutlich kommunizieren:

Sowohl der Titel, die Beschreibung als auch der CTA-Button kommunizieren dasselbe Endziel: Die Webinar-Aufzeichnung. Bei dem Klick auf das CTA gelangt man direkt zum Formular, der im Footer der Landing Page platziert ist.

Sowohl der Titel, die Beschreibung als auch der CTA-Button kommunizieren dasselbe Endziel: Die Webinar-Aufzeichnung. Bei dem Klick auf das CTA gelangt man direkt zum Formular, der im Footer der Landing Page platziert ist.

Wenn Du eine längere Landing Page verwendest, dann solltest Du unbedingt drauf achten, dass das Formular sowohl „above“ als auch „below the fold“ sichtbar ist. Hierzu können die CTAs eingesetzt werden, welche zum Formular führen. Alternativ kann dasselbe Formular einmal „above“ und einmal „below the fold“ platziert werden:

Auf dieser Beispiel-Landing-Page ist das Formular „above the fold“ sichtbar. Wenn ein Besucher sich jedoch mit den Informationen der Landing Page beschäftigen möchte, wird dasselbe Formular nochmal am Ende der Landing Page platziert.

Auf dieser Beispiel-Landing-Page ist das Formular „above the fold“ sichtbar. Wenn ein Besucher sich jedoch mit den Informationen der Landing Page beschäftigen möchte, wird dasselbe Formular nochmal am Ende der Landing Page platziert.

DSGVO beachten!

Achte drauf, dass Deine Formulare rechtlich korrekt sind und alle wichtigen Hinweise beinhalten.

5. Der CTA

Ähnlich wie bei dem Formular, sollte der Call-To-Action passend gewählt werden und sich von Deiner Landing Page deutlich hervorheben. Dein CTA ist eins der wichtigsten Elemente und der letzte Step vor der Zielerreichung. Nutze deshalb eine Kontrastfarbe, um Deinen CTA hervorzuheben. Eine klare und deutliche Handlungsaufforderungs-Formulierung ist in diesem Fall Pflicht:

Ein schlechter CTA: „Jetzt unsere 10 besten Tipps als E-Book zum Thema XY herunterladen und von den Vorteilen profitieren“

Ein guter CTA: „Jetzt das E-Book herunterladen“

6. Die Dankeseite

Du hast es also geschafft und Dein gewünschtes Ziel wurde erreicht!

via GIPHY

Und wie geht es jetzt weiter? Soll Dein Lead den Tab schließen und gehen? Einfach so? Für immer?

Die Dankeseite ist der perfekte Ort, um weitere Inhalte zu präsentieren und oder auf die anderen Landing Pages zu verlinken. Ebenso kann die Menü-Navigation wieder eingeblendet werden.

Optimizely verlinken nicht nur die Menüstruktur, sondern auch andere Leadmagneten und Blogartikel, um die Besucher möglichst lange auf ihrer Seite zu behalten. Ebenso wurden die Social-Shares-Buttons unten eingefügt, um den Content auch über die sozialen Medien zu bewerben.

Optimizely verlinken nicht nur die Menüstruktur, sondern auch andere Leadmagneten und Blogartikel, um die Besucher möglichst lange auf ihrer Seite zu behalten. Ebenso wurden die Social-Shares-Buttons unten eingefügt, um den Content auch über die sozialen Medien zu bewerben.

Fazit

Im Internet gibt es mit Sicherheit genügend Online-Marketing-Blogs und Webseiten, welche abweichende Ansichten haben und andere Herangehensweisen zum Aufbau von Landing Pages vorschlagen würden. Umso wichtiger ist es, jede einzelne Veränderung genau zu prüfen. Denn was bei einem anderen Unternehmen gut funktioniert hat, muss nicht bei Dir funktionieren. Jede Branche und Kundensegment unterscheiden sich und nehmen die Inhalte unterschiedlich wahr. Hierzu eignet sich am besten eine langfristige A/B-Testing-Strategie. Mittlerweile gibt es viele Apps und Tools (z. B. Hotjar), mit denen sich die Effektivität einer Landing Page untersuchen lässt.

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